DE69001815T2 - Vorrichtung zur befestigung einer empfängnisverhütenden vorrichtung an der gebärmutterwand. - Google Patents

Vorrichtung zur befestigung einer empfängnisverhütenden vorrichtung an der gebärmutterwand.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer empfängnisverhütenden Vorrichtung an der Gebärmutterwand, des Typs bestehend aus einem fest mit der Empfängnisverhütungsvorrichtung verbundenen Faden und einem in das Gebärmuttergewebe implantierbaren, fest mit dem Faden verbundenen Rückhalteorgan
  • Das Interesse an Empfängnisverhütungsvorrichtungen, die an der Gebärmutterwand befestigt werden, trat zuerst auf dem Gebiet des Einsetzens von Schwangerschaftsverhütungsstäbchen während des Zeitraums unmittelbar nach der Entbindung oder Post-Partum- Periode auf. Die intrauterine Schwangerschaftsverhütung wird in der Tat von den Experten als ein wirksames, preiswertes und temporäres Verhütungsmittel angesehen, wobei der letzte Begriff in dem Sinn zu verstehen ist, daß Schwangerschaften wieder möglich sind, sobald die intrauterine Vorrichtung entfernt ist. Andernorts wird die Post-Partum-Periode als ein strategisch wichtiger Zeitraum für das Einsetzen einer intrauterinen Vorrichtung angesehen, was insbesondere in den Ländern gilt, in denen die Frauen relativ wenig Kontakt zu medizinischen Diensten haben. Tatsächlich ist anläßlich einer Entbindung die Motivation groß, zu Empfängnisverhütungsmitteln Zuflucht zu nehmen; des weiteren ist zu diesem Zeitpunkt das Einsetzen einer Empfängnisverhütungsvorrichtung leicht, schinerzlos, verursacht keine zusätzlichen Blutungen und kann von der Krankenschwester oder der Hebamme durchgeführt werden. Wenn das Einsetzen der intrauterinen Vorrichtung unmittelbar nach der Entbindung vorgenommen wird, besteht ein weiterer Vorteil darin, daß die Gebärende noch zumindest mehrere Stunden nach Einsetzen unter ärztlicher Aufsicht bleibt. Des weiteren beeinträchtigt das Setzen einer intrauterinen Vorrichtung das Stillen nicht und erfordert auch nicht das Eingreifen eines anderen medizinischen Personals als desjenigen, das bereits an der Entbindung teilnimmt.
  • Jedoch ist unmittelbar nach der Entbindung die Ausdehnung der Gebärmutterhöhle und des Gebärmutterhalses beträchtlich, was erhebliche Risiken bezüglich Abstoßung und/oder Verrutschen der intrauterinen Vorrichtung birgt.
  • Dies ist einer der Gründe, die zur Konzeption intrauteriner Vorrichtungen geführt haben, die an der Gebärmutterwand befestigt sind. Derartige Vorrichtungen sind insbesondere in den Patentschriften US-A-3,954,103 und BE-A-899,286 beschrieben worden.
  • Ein weiterer Grund für die Befestigung der intrauterinen Vorrichtung an der Gebärmutterwand ist, daß dieses Verfahren die Verwendung extrem biegsamer intrauteriner Vorrichtungen erlaubt, die ohne diese Befestigung aus der Gebärmutter ausgestoßen würden. Tatsächlich wird eine sehr biegsame intrauterine Vorrichtung besser in der Gebärmutter vertragen und läuft weniger Gefahr, Schäden an der Gebärmutterwand zu verursachen als eine Vorrichtung, die durch ihre Form in der Gebärmutter gehalten wird. Derartige Vorrichtungen sind insbesondere in der Patentschrift EU-A-0 100 924 und in der Patentschrift BE-A-901,652 beschrieben worden.
  • In diesen früheren Schriften sind verschiedene in die Gebärmutterwand implantierbare Rückhalteorgane beschrieben worden.
  • Auf einem anderen Wege ist bereits in der Patentschrift BE-A-899,286 des Anmelders vorgeschlagen worden, als implantierbares Rückhalteorgan zur Gewährleistung der Befestigung einer herkömmlichen intrauterinen Vorrichtung ein Element mit Spitze zu verwenden, das einstückig, auf jeden Fall geeignet, mit dem Faden verbunden ist, der die intrauterine Vorrichtung festhält. Dasselbe Patent BE-A-899,286, das im wesentlichen auf das Einsetzen von Schwangerschaftsverhütungsstäbchen in die Gebärmutter während der unmittelbaren Post- Partum-Periode gerichtet ist, sieht die Möglichkeit vor, die Gesamtheit der Rückhaltevorrichtung (Faden und implantierbares Rückhalteorgan) aus einem biologisch abbaubaren Material zu verwirklichen. Der Grund dafür ist, daß die in diesem Patent bekanntgemachten intrauterinen Vorrichtungen (in V- und T-Form) herkömmliche Vorrichtungen sind, deren geometrische Form das Festhalten in einer Gebärmutter außerhalb der unmittelbaren Post-Partum-Periode erlaubt, d. h. wenn die Gebärmutterhöhle nicht erweitert ist. Seitdem ist ihre Befestigung an der Gebärmutterwand außerhalb der Post-Partum-Periode nicht inehr nötig, sobald die Gebärinutter wieder in eine normale Größenordnung zurückgekehrt ist. In der Ausführungsform des Rückhalteorgans aus einem biologisch abbaubaren Material, bleibt die Befestigung des herkömmlichen Intrauterinpessars also nur so lange bestehen, bis die Gebärmutter wieder eine normale Größe erreicht hat.
  • Andererseits sieht das Patent US-A-3,888,975 die Verwirklichung einer intrauterinen Vorrichtung vor, deren Form auf herkömmliche Weise ihren Rückhalt in einer Gebärmutter von normaler Größe gewährleistet. Diese Vorrichtung ist im wesentlichen dazu bestimmt, während einer bestimmten Zeitspanne eine Substanz in der Gebärmutter freizusetzen. Sobald die Verteilung des Stoffes abgeschlossen ist, hat die intrauterine Vorrichtung keinen Verwendungszweck mehr. Dieses Patent sieht daher vor, bei der Ausführung der Vorrichtung ein biologisch abbaubares Material zu verwenden, das nach der Verteilung des Stoffes die Zertrümmerung der Vorrichtung und ihre natürliche Ausscheidung aus der Gebärmutter erlaubt.
  • Wie oben erwähnt, bietet eine intrauterine Empfängnisverhütungsvorrichtung den Vorteil, daß sie eine temporäre Vorrichtung ist, d. h., sie kann wieder außer Kraft gesetzt werden. Wenn man möchte, daß dieser Vorteil bei der Verwendung von Empfängnisverhütungsvorrichtungen erhalten bleibt, die an der Gebärmutterwand befestigt werden, muß also die Befestigung an der Gebärmutterwand ebenfalls gelöst werden können. Wenn beim Einsetzen und der Befestigung der intrauterinen Vorrichtung an der Gebärmutterwand notwendigerweise von einer Vorrichtung zur Einführung und Befestigung der Empfängisverhütungsvorrichtung Gebrauch gemacht wird, erscheint es unmöglich, auf eine Vorrichtung zur Lösung der Befestigung zurückgreifen zu müssen, die sich im Prinzip nur durch Ziehen und Herausreißen verwirklichen läßt. Im selben Maße scheint es schwierig zu sein, das in der Patentschrift EU-A-0 100 924 beschriebene, in das Gebärmuttergewebe implantierbare Rückhalteorgan aus dem Gebärmuttergewebe herausziehen zu können, ohne dort erhebliche Schäden zu verursachen. Ebenso verhält es sich mit dem Herausziehen der im Patent US-A-3,954,103 dargestellten Spitze, und dennoch wird es in diesem Patent hervorgehoben.
  • Insbesondere aus diesem Grund faßt der Aninelder in seinen früheren Patentschriften BE-A-899,286 und BE-A-901,652 als in das Gebärmuttergewebe implantierbares Rückhalteorgan hauptsächlich eine Verformung des Fadens von geringem Umfang ins Auge, wie insbesondere einen in dem Faden gebildeten Knoten.
  • Ein derartiges implantierbares Rückhalteorgan bietet in der Tat den Vorteil, zunächst eine geeignete Befestigung am Gebärmuttergewebe zu verwirklichen, zumindest außerhalb der Post-Partum-Periode, und des weiteren ein Lösen der Befestigung durch Herausziehen zu gestatten, ohne die Gebärmutterwand zu beschädigen.
  • Die Erfahrung hat jedenfalls gezeigt, daß eine Verformung von geringem Umfang und geeigneter Form zur Vermeidung einer Beschädigung der Gebärmutterwand beim Herausziehen, wie beispielsweise ein Knoten im Faden, ungenügend sein kann, um eine zufriedenstellende Verankerung im Gewebe einer Gebärmutter während der unmittelbaren Post-Partum-Periode zu gewährleisten. Das Gewebe einer ausgedehnten Gebärmutter unmittelbar nach der Entbindung ist in der Tat wesentlich weniger fest als das Gewebe einer Gebärmutter im Normalzustand.
  • Die vorliegende Erfindung hat folglich eine Vorrichtung zur Befestigung einer Empfängnisverhütungsvorrichtung an der Gebärmutterwand zur Aufgabe, die eine zufriedenstellende Befestigung in der Gebärmutter während der unmittelbaren Post- Partum-Periode erlaubt und durch Herausziehen gelöst werden kann, wenn die Gebärmutter in den Normalzustand zurückgekehrt ist, ohne Schäden am Gebärmuttergewebe zu verursachen.
  • Dieses Ziel wird erreicht mit einer Vorrichtung zur Befestigung einer Empfängnisverhütungsvorrichtung an der Gebärmutterwand, bestehend aus einem Faden aus biologisch nicht abbaubarem Material zur Befestigung an der Empfängnisverhütungsvorrichtung und einem in das Gebärmuttergewebe implantierbaren, fest mit dem Faden verbundenen Rückhalteorgan, indem vorgesehen wird, daß das in das Gebärmuttergewebe implantierbare Rückhalteorgan aus einem permanenten Element aus biologisch nicht abbaubarem Material und einem temporären Element aus biologisch abbaubarem Material besteht, das dem implantierbaren Rückhalteorgan vorübergehend eine Ausreißfestigkeit verleiht, die größer ist als diejenige des permanenten Elementes allein.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das temporäre Element aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans von einem Kanal durchdrungen, durch den der Faden verläuft und wird durch das permanente Element aus biologisch nicht abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans auf dem Faden festgehalten.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das permanente Element aus biologisch nicht abbaubarem Material in dem temporären Element aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans verknotet.
  • Gemäß noch einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das in das Gebärmuttergewebe implantierbare Rückhalteorgan von allgemein spitzer Form, um sein Eindringen in das Gebärmuttergewebe zu erleichtern.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung macht das aus biologisch abbaubarem Material bestehende Element des in das Gebärmuttergewebe implantierbaren Rückhalteorgans den Hauptumfang des implantierbaren Rückhalteorgans aus, weist die Form einer Spitze auf und ist von einem Kanal durchdrungen, der in die obere Region der Spitze mündet, durch den der Faden verläuft und daß eine Verformung des Fadens, die das permanente Element des implantierbaren Rückhalteorgans darstellt und die außerhalb des Kanals am gegenüberliegenden Ende des Fadens der Empfängnisverhütungsvorrichtung vorgesehen ist, auch die Halterung des Elementes aus biologisch abbaubarem Material auf dem Faden gewährleistet.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die das permanente Element des implantierbaren Rückhalteorgans darstellende Verformung in dem Faden von reduziertem Umfang und geeigneter Form, damit er mit genügendem Zug aus dem Gebärmuttergewebe herausgezogen werden kann, ohne dieses zu verletzen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die das permanente Element des implantierbaren Rückhalteorgans darstellende Verformung in dem Faden ein Knoten in dem Faden.
  • Gemäß einem Merkmal der Erfindung weist das temporäre Element aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans zur Implantation in die Gebärmutterwand in der der Spitze gegenüberliegenden Region Aufnahmevorrichtungen für die äußerste Spitze einer Nadel auf.
  • Die Erfindung wird besser verstanden, wenn man sich gleichzeitig auf die Beschreibung und die beigefügte Zeichnung bezieht, die lediglich beispielsweise verschiedene Ausführungsformen der Erfindung darstellt und in der:
  • Fig. 1 bis 3 Schnittdarstellungen verschiedener Ausführungs formen der Vorrichtung zur Befestigung einer erfindungsgemäßen intrauterinen Empfängnisverhütungsvorrichtung an der Gebärmutterwand sind.
  • Fig. 4 und 5 ebenfalls Schnittdarstellungen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung an ihrem Platz in der Gebärmutterwand sind, so wie sie sich unmittelbar nach ihrer Einführung in die Gebärmutterwand während der unmittelbaren Post- Partum-Periode bzw. einige Monate später in der Gebärmutter darstellt , wenn diese in ihren Normalzustand zurückgekehrt ist.
  • Fig. 6 schließlich eine vollständige Ansicht der Gesamtheit ist, bestehend als der intrauterinen Vorrichtung, ihrer Vorrichtung zur Befestigung an der Gebärmutterwand und ihrer Vorrichtung zum Herausziehen.
  • Unter Bezugnahme auf die Zeichnung und insbesondere auf die in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiele setzt sich die Vorrichtung zur Befestigung einer Empfängnisverhütungsvorrichtung an der Gebärmutterwand erfindungsgemäß diesbezüglich zusammen aus einem Faden 10;20;30 aus biologisch nicht abbaubarem Material und einem in das Gebärmuttergewebe implantierbaren, fest mit dem Faden 10;20;30 verbundenen Rückhalteorgan 11;21;31. Das Rückhalteorgan 11;21;31 besteht aus einem permanenten Element 12;22;32 aus biologisch nicht abbaubarem Material und einem temporären Element 13;23;33 aus biologisch abbaubarem Material. Um sein Eindringen in das Gebärmuttergewebe zu erleichtern, hat das temporäre Element 13;23;33 die allgemeine Form einer Spitze und weist an seiner Basis wesentlich größere Abmessungen auf als das permanente Element 12;22;32, was so dem Rückhalteorgan 11;21;31 eine Ausreißfestigkeit verleiht, die derjenigen des permanenten Elementes 12;22;32 weit überlegen ist.
  • In der Ausführungsform der Fig. 1 ist das permanente Element 12 des Rückhalteorgans 11 ein Knoten, der in dem Faden 10 gebildet ist, nachdem letzterer durch einen in das temporäre Element 13 gebohrten Kanal 14 geführt ist.
  • In der Ausführungsform der Fig. 2 ist das permanente Element 22 des Rückhalteorgans 21 ein zurückgesetztes Stück von allgemein kugelförmiger Gestalt, das durch Schweißen/Kleben an dem Faden befestigt ist, wobei die Einheit aus Fadenende und permanentem Element 22 in dem temporären Element 23 verknotet ist.
  • In der Ausführungsform der Fig. 3 schließlich ist das permanente Element 32 des Rückhalteorgans 31 ein Knoten in dem Faden 30, der in dem temporären Element 33 verknotet ist.
  • Angesichts ihres Einsetzens in das Gebärmuttergewebe mit Hilfe einer Nadelvorrichtung bekannten Typs, beispielsweise des Typs derer, die in den Patentschriften BE-A-899,286 oder BE-A-901,562 beschrieben und dargestellt sind, umfaßt die Basis 15;25;35 des temporären Elementes 13;23;33 Mittel zum Zusammenwirken mit einer Nadel. Diese Mittel zum Zusammenwirken sind die folgenden: in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 eine Erweiterung 16 des Kanals 14 von der Basis 15 des temporären Elementes 13 aus; in der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ein in der Basis 25 ausgebildeter Raum 26; und in der Ausführungsform gemäß Fig. 3 schließlich ein durch die konkave Form der Basis 35 gebildeter Hohlraum 36.
  • Der Gebrauch dieser Vorrichtung ist in Fig. 4 und 5 dargestellt, in denen eine Vorrichtung desselben Typs wie in Fig. 1 dargestellt ist, bzw. in Fig. 4 so, wie sie zum Zeitpunkt ihrer Implantation in das Gebärmuttergewebe während der unmittelbaren Post-Partum-Periode aussieht und in Fig. 5 so, wie sie einige Monate später aussieht, wenn das Gebärmuttergewebe in seinen Normalzustand zurückgekehrt ist.
  • Was Fig. 4 betrifft, so ist die Gebärmutterwand 40 in der unmittelbaren Post-Partum-Periode dick und besteht aus Gewebe von schwacher Widerstandskraft. Zu diesem Zeitpunkt hat das implantierte Rückhalteorgan 11, das sich aus dem permanenten Element 12 aus biologisch nicht abbaubarem Material und dem temporären Element 13 aus biologisch abbaubarem Material zusammensetzt, im wesentlichen den Umfang und die Form des temporären Elementes 13 aus biologisch abbaubarem Material und gewährleistet daher eine sehr widerstandsfähige Verankerung in der Gebärmutterwand 40.
  • Fig. 5 stellt die Verankerung dar, wie sie einige Monate nach der in Fig. 4 dargestellten Implantation aussieht. Zu diesem Zeitpunkt hat die Dicke der Gebärmutterwand 50 sich beträchtlich verringert, während das Gewebe, aus dem sie besteht, an mechanischer Widerstandskraft gewonnen hat. In derselben Zeit hat sich das temporäre Element 13 des implantierten Rückhalteorgans 11 aufgelöst und ist verschwunden, so daß nur noch das permanente Element 12 vorhanden ist. In Anbetracht der Beschaffenheit des Gebärmuttergewebes gewährleistet letzteres eine vollkommen zufriedenstellende Verankerung des Fadens 10 im Gebärmuttergewebe. Er kann jedoch mittels einer ausreichenden Zugkraft, die auf den Faden 10 ausgeübt wird, durch Herausreißen aus dem Gebärmuttergewebe herausgezogen werden. In Anbetracht des reduzierten Volumens und der deutlich kugelförmigen allgemeinen Form des permamenten Elementes 12, kann diese Extraktion durch Herausreißen stattfinden, ohne Schäden am Gewebe der Gebärmutterwand 50 zu verursachen.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 6 schließlich, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellt, umfaßt eine erfindungsgemäße intrauterine Empfängnisverhütungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Befestigung an der Gebärmutterwand, bestehend aus einem Faden 60 und einem in das Gebärmuttergewebe implantierbaren Rückhalteorgan 61, wobei dieses Rückhalteelement 61 wiederum aus einem permanenten Element 62 aus biologisch nicht abbaubarem Material und einem temporären Element 63 aus biologisch abbaubarem Material besteht. Gemäß dieser Ausführungsform besteht das permanente Element 62 aus einem Knoten im äußersten Ende des Fadens 60 jenseits des temporären Elementes 63, während sich diesseits des temporären Elementes 63 der Faden 60 fortsetzt, um eine eigentliche Empfängnisverhütungsvorrichtung 67 aufzunehmen und sich derselbe Faden 60 diesseits der Empfängnisverhütungsvorrichtung 67 fortsetzt, um ein Extraktionsvorrichtung 68 zu bilden.

Claims (8)

1. Vorrichtung zur Befestigung einer Empfängnisverhütungsvorrichtung an der Gebärmutterwand, bestehend aus einem Faden (10;20;30;60) aus biologisch nicht abbaubarem Material zur Befestigung an der Empfängnisverhütungsvorrichtung und einem in das Gebärmuttergewebe implantierbaren, fest mit dem Faden verbundenen Rückhalteorgan (11;21;31;61), dadurch gekennzeichnet, daß das in das Gebärmuttergewebe implantierbare Rückhalteorgan (11;21;31;61) aus einem permanenten Element (12;22;32;62) aus biologisch nicht abbaubarem Material und einem temporären Element (13;23;33;63) aus biologisch abbaubarem Material besteht, das dem implantierbaren Rückhalteorgan (11;21;31;61) vorübergehend eine Ausreißfestigkeit verleiht, die größer ist als diejenige des permanenten Elementes (12;22;32;62) allein.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das temporäre Element (13;23;33;63) aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans (11;21;31;61) durch das permanente Element (12;22;32;62) aus biologisch nicht abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans auf dem Faden (10;20;30;60) festgehalten wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das permanente Element (22;32) aus biologisch nicht abbaubarem Material in dem temporären Element (23;33) aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans (21;31) verknotet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in das Gebärmuttergewebe implantierbare Rückhalteorgan (11;21;31;61) von allgemein spitzer Form ist, um sein Eindringen in das Gebärmuttergewebe zu erleichtern.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aus biologisch abbaubarem Material bestehende Element (13) des in das Gebärmuttergewebe implantierbaren Rückhalteorgans (11) den Hauptumfang des implantierbaren Rückhalteorgans (11) ausmacht, die Form einer Spitze aufweist und von einem Kanal (14) durchdrungen ist, der in die obere Region der Spitze mündet, durch den der Faden (10) verläuft und daß eine Verformung (12) des Fadens, die das permanente Element des implantierbaren Rückhalteorgans darstellt und die außerhalb des Kanals am gegenüberliegenden Ende des Fadens der Empfängnis- Verhütungsvorrichtung vorgesehen ist, auch die Halterung des Elementes aus biologisch abbaubarem Material (13) auf dem Faden gewährleistet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die das permanente Element (12;22;32) des implantierbaren Rückhalteorgans darstellende Verformung in dem Faden (10;20;30) von reduziertem Umfang und im allgemeinen kugelförmig ist, damit er mit genügendem Zug aus dem Gebärmuttergewebe herausgezogen werden kann, ohne dieses zu verletzen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das permanente Element des implantierbaren Rückhalteorgans (11;31;61) darstellende Verformung (12;32;62) in dem Faden (10;30;60) ein Knoten in dem Faden (10;30;60) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das temporäre Element (13;23;33) aus biologisch abbaubarem Material des implantierbaren Rückhalteorgans (11;21;31) zur Implantation in die Gebärmutterwand in der der Spitze gegenüberliegenden Region (15;25;35) Aufnahmevorrichtungen (16;26;36) für die äußerste Spitze einer Nadel aufweist.
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