DE69005178T2 - Verfahren zur Herstellung einer hydraulisch abbindenden Substanz und die mittels diesem Verfahren erhaltene Substanz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hydraulisch abbindenden Substanz und die mittels diesem Verfahren erhaltene Substanz.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften, basierend auf einem Material, das in freiem oder gebundenem Zustand CaO, SiO&sub2; und Al&sub2;O&sub3; enthält, wobei das genannte Material in einein Gefäß bei einer Temperatur zwischen 1400 ºC und 1550 ºC geschmolzen wird, während dem die besagten Stoffe oder andere Stoffe, sofern dies erwunscht wird, beigegeben werden, so daß als Ergebnis eine Schmelze entsteht, die aus 33 - 52 m% CaO, 9 - 25 m% Al&sub2;O&sub3; und 23 - 45 m% SiO&sub2; besteht, sowie aus geringen Fraktionen anderer Stoffe, wobei die vorgenannte Schmelze abgelassen, gekühlt und gereinigt wird. Erwünschtenfalls kann dem Endprodukt ein Aktivierungsstoff beigefügt werden. Die Erfindung betrifft ebenfalls einen pulverförrnigen Stoff mit flussigkeitsbindenden Eigenschaften, der mittels der in der Erfindung beschriebenen Verfahren hergestellt worden ist. Die Erfindung betrifft darüber hinaus insbesondere die Benutzung von Flugasche, die aus Anlagen mit Kohlenfeuerungen freigesetzt wird; sie beschränkt sich jedoch nicht auf die Benutzung von Flugasche. Wo nachstehend in dem Text auf aus kohlegefeuerten Anlagen freiwerdende Flugasche verwiesen wird, werden auch andere Reststoffe gemeint, gereinigten Stahlstaub, Kanalisationsschlamm, Asbest, metallartige Schlacken, Baggermaterial und andere verunreinigte Stoffe.
  • Einleitung
  • Die vorgenannte Methode ist aus EU-0 019 338 bekannt und wird darin im Detail beschrieben, ebenfalls ohne die Erfindung auf Flugasche zu beschränken. Es werden verschiedene Möglichkeiten beschrieben, das geschmolzene Material auf einen Feststoff herunterzukühlen, ohne daran spezifische Anforderungen zu stellen oder damit bestimmte Vorteile zu verbinden. Die bekannte Methode, eine Schmelze in Wasser zu kühlen, liegt auf der Hand. Ein Nachteil aber ist, daß die Wärme, die bei dieser Art und Weise der Kühlung freigesetzt wird, nicht optimal genutzt werden kann. Dies ist der Fall bei der Methode, die von GB-1 248 061 beschrieben wird, wobei ein schnelles Kühlen einer Schlacke durch Kühlung mit Wasser vorliegt.Diese Kühlmethode wird auch in GB-1 556 788 genannt.
  • Zweck der Erfindung
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die Energie, die für die Durchführung der eingangs beschriebenen Methode erforderlich ist, besser auszunutzen, was zu einer wirtschaftlicheren Methode führt, sowohl hinsichtlich des Energieverbrauchs als auch hinsichtlich der Dimensionierung und Optimierung der Größe des Schmelzgefäßes, oder für die Art und Weise des Erhitzens der zugeführten Materialien mit optimalem Ergebnis.
  • Beschreibung der Erfindung
  • Das erste und wichtigste ist, daß die Schmelze nicht beim Abkühlen kristallisieren darf, sondern eine glasartige Struktur behalten soll.
  • Unerwünschte Kristallisierung führt zu einein Endprodukt, das unbrauchbar ist. Beim Kühlen und Granulieren mit Wasser ist dies unproblematisch, jedoch muß Wasser aus energetischen Erwägungen als Kühlmittel vermieden werden. Aus der Literatur ist es bekannt, daß Schlacken zur Herstellung von Zement aus Ofenschlacken (und deshalb ebenfalls für die erstellung von Zement aus Alkalischlacken) einem hohen Glasgehalt aufweisen müssen, uni einen guten Reaktionsgrad zu erhalten. Dies alles basiert auf den nachfolgenden Feststellungen:
  • a. Der Reaktionsgrad von Schlacken (oder Flugasche) mit fester chemischer Zusammensetzung nimmt mit abnehmendem Glasgehalt ab. Dies wird durch Experimente bestätigt) die entsprechend der in EU-0 019 338 beschriebenen Methode durchgeführt worden sind. Mit einem Glasgehalt von 95 % im Endprodukt ist die Festigkeit der damit hergestellten Objekte um 5% geringer als mit einem Produkt mit einer Glasphase von 100 %.
  • b. Der Reaktionsgrad des Produkts nimmt mit einem Glasgehalt zwischen 100 und 95 % zu und geht dann allmählich zurück, dies alles auf die in E. Damoulian, P. Gourdin, F. Hawthorn, C. Vernet "Influence de la composition chimique et de la texture des laitiers sur leur hydraulicité", Bericht des 7. Internationalen Kongresses über die Chemie von Zementen, Teil II, Thema III, S. 89 ff., Paris 1980, dargelegte Weise.
  • Aus energetischer Sicht ist Luft besser für die Kühlung der Schmelze als Wasser. Die Luft, die durch die freigesetzte Wärme beim Abkühlen der abgelassenen Schmelze stark erhitzt werden kann, kann tatsächlich in unterschiedlichen Weise in dem Verfahren eingesetzt werden. Unter anderem zum Zwecke der Vorerwärmung auf eine relativ hohe Temperatur der zu dem Schmelzgefäß geführten Materialien. Das Ergebnis ist, daß sowohl die zuzuführende Schmelzenergie herabgesetzt wird und/oder die Dimensionierung und/oder die Verweildauer des Materials in dem Gefäß herabgesetzt werden kann. Auf diese Weise kann die Aufgabe der Erfindung gelöst werden, jedoch bleibt ebenfalls die Möglichkeit erhalten, die heiße Luft anderweitig zu verwenden. Das Kühlen der abgelassenen Schmelze mittels Luft hat jedoch sowohl praktische Nachteile, als auch Nachteile in bezug auf die Konstruktion. Wie bereits früher angegeben wurde, muß die Kristallisierung der abgekühlten Schmelze vermieden werden, und dies läßt sich mit nur der einfachen Luftkühlung schwer bewirken.
  • Erfindungsgemäß kann dieses Problem unter Kontrolle gehalten werden, wenn die abgelassene Schmelze unter kontrollierten Bedingungen abgekühlt wird, indem sie durch die Rollen eines Rollenkühlers (Kalanderwalze) geführt wird, bis eine Temperatur zwischen 500 ºC und 1000 ºC erreicht wird, wonach die erhärtete Masse gebrochen und weiter mit Luft gekühlt wird. Es hat sich herausgestellt, daß bei einer Temperatur von etwa 700 ºC die erhärtete Masse noch keine Anzeichen der Kristallisierung zeigt.
  • Die durch die Kalanderwalze geführte und erhärtete Schmelze wird deshalb gebrochen und weiter mit Luft in einer dazu geeigneten Anlage gekühlt. Die Kalanderbearbeitung hat hier so ihre Vorteile. Das erhärtete Material kann nämlich in ziemlich einfacher Weise in Teilchen gebrochen werden, die nicht zu fein sind, sondern die eine relative einheitliche Größe aufweisen und die sehr geeignet sind, mit Luft gekühlt zu werden. Die entscheidenden Größen dabei sind:
  • a. Die Menge der Luft, die für das gesamte Verfahren gebraucht wird und durch das Verfahren geführt werden muß, sowie deren Temperatur;
  • b. Die Abmessungen der gebrochenen Festkörperteilchen nach der Kalanderwalzenbearbeitung;
  • c. Selbstverständlich die benutzten Geräte. Vorzugsweise sind die gebrochenen Teilchen etwa 0,5 bis 1 mm dick, 5 bis 50 mm lang und 5 bis 20 mm breit. Die vorgenannten Abmessungen sind unkritisch und sind unter anderem von der benutzten Kühlanlage abhängig.
  • Selbstverständlich besteht erfindungsgemäß das Verfahren der Umsetzung von Flugasche in eine flüssigkeitsbindende pulverförmige Substanz, neben der Art und Weise der Kühlung der Schmelze und der Rückgewinnung von Wärme, die für die energiesparende Fassung vorgeschlagen wird aus einer Reihe von Schritten, die im wesentlichen bestehen aus:
  • a: Vorbereitung der Flugasche, um geschmolzen und chemisch behandelt zu werden;
  • b: Dem Schmelzen des genannten Materials und dem Kühlen nach dem in der Erfindung beschriebenen Verfahren;
  • c: Mit nachfolgender Behandlung des genannten Materials, um dem Material die erwünschte Feinheit und andere Spezifizierungen zu verleihen;
  • d: Dem Hinzufügen eines Aktivierungsstoffs, erwünschtenfalls. Die Vorbereitung kann aus einer Methode bestehen, die in NL-862103 beschrieben ist, wobei der Kohlenstoff in der Flugasche verbrennen kann. Die freiwerdende Wärme kann unter anderem zur Zerlegung von CaCO&sub3; in CaO verwendet werden. Dies bedeutet nicht, daß eine Heißluftversorgung mit erwärmter Kühlluft die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens nicht weiter verbessern wird. Es ist auch möglich, die kalte Flugasche vorzuerwärmen, beispielsweise in einem Wirbelbett mittels Heißluft sowie CaCO&sub3;, mit oder ohne dessen Zerlegung in CaO.
  • Die Heißlüft kann auch heim Erwärmen der zu schmelzenden Masse verwendet werden. Das Schmelzgefäß muß dafür angepaßt werden, was jedoch nicht in den Rahmen dieser Erfindung fällt. In derselben Weise ist das Vermahlen zu der gewünschten Spezifizierung der immer noch relativ groben Klumpen oder Splitter der erhärteten Masse, die unter kontrollierten Umständen aus den Kühlrollen kommt, eine bekannte Technik. Dies alles schließt jedoch nicht aus, daß die vorbereitenden Schritte, wie das letztendliche Verfahren, funktionale Aspekte aufweist, die an sich neu sind und die im gegenseitigen Zusammenhang stehen wobei jedoch die Wahl dieser Aspekte relativ frei bleibt. Die vorliegende Erfindung wird folglich nicht auf einen wesentlichen Schritt beschränkt, nämlich auf die nicht auf der Hand liegende Methode der Kühlung der Schmelze in zwei Stufen unter kontrollierten Bedingungen, Die Kühlung der geschmolzenen Masse mit Luft, während Kristallisierung durch die Verwendung von Kühlrollen vermieden wird, und die Wiederverwendung der freigesetzten Wärme sind wesentlich. Die Kühlung mittels Rollen wird in GB-1,556,788 genannt, jedoch werden hier wesentlich andere Rollen gemeint, wie die die in der Glaswollenproduktion verwendet werden.
  • Schließlich merken wir an, daß in der Glasindustrie eine Glasschmelze durch Kalanderbehandlung zu einer festen Platte gekühlt werden kann. Es liegt nicht auf der Hand, diese Methode, deren Technik bekannt ist, zu einem völlig anderen Zweck zu verwenden, nämlich zur Ermöglichung der nützlichen Wiederverwendung von Wärme.
  • Pulverförmiger Stoff, der nach der vorliegenden Erfindung erhalten wird.
  • Die Erfindung betrifft auch einen pulverförmigen Stoff mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften, wobei der besagte Stoff aus Flugasche hergestellt wird, die bei kohlegefeuerten Anlagen freigesetzt wird, wobei die Flugasche geschmolzen und, erwünschtenfalls, auf die gewünschte chemische Zusammensetzung gebracht worden ist, wonach die Schmelze abgekühlt und weiter vermahlen worden ist. Die Erfindung umfaßt insofern das Kühlen, als das Kühlen der Schmelze durch einen Rollenkühler unter kontrollierten Bedingungen auf eine Temperatur zwischen 500 ºC und 1000 ºC beeinflußt wird, wonach das auf diese Weise behandelte Material gebrochen und weiter mit Luft gekühlt wird und vermahlen wird, wobei die erwärmte Kühlluft in der Anlage zur Vorbereitung der Stoffe verwendet wird. Als Aktivierungsstoff, der an sich notwendig ist und erwünschtenfalls beigegeben wird, wird ein Stoff verwendet, der eine alkalische Reaktion ergibt, wie NaOH, Ca(OH)&sub2; oder ein ähnlicher Stoff.
  • Zahlenbeispiel der Erfindung
  • Die Erfindung wird weiter anhand eines Zahlenbeispiels erläutert. Gleiche Mengen von 100 % glasartiger geinahlener Schlacke mit einer Zusammensetzung, wie sie eingangs beschrieben ist, sind in einem Ofen auf eine hohe Temperatur erwärmt und verweilten dort jeweils 1, 5 , 15 und 30 Minuten. Die Temperaturen waren 1100, 900, 800 und 700 ºC. Nachher wurden die Schlacken an der Luft gekühlt. Insgesamt wurden 16 Proben ausgewertet. Durch den Aufenthalt der Schmelze in dem Ofen bei hohen Temperaturen gilt die Temperatur als die Abkühltemperatur zwischen den Kühlrollen. Die Proben, die 30 Minuten lang auf einer hohen Temperatur gehalten wurden, wurden alle mit der Röntgendiffraktionsmethode auf Kristallisierung hin ausgewertet. Nachdem sie 30 Minuten lang auf 1000 ºC oder 900 ºC gehalten worden war, stellte sich heraus, daß die geschmolzene Masse vollständig kristallisiert war; nach einem Aufenthalt bei 800 ºC stellte sich heraus, daß ein Maximum von 50 % kristallisiert war, und nach 30 Minuten bei 700 ºC trat keine Kristallisierung ein. Bei einer visuellen Beurteilung der erhärteten Schmelze stellte sich außerdem heraus, daß bei 1100ºC die besagte Schmelze schon ein kristallisiertes Ca-Sillikat-Ansehen hatte, während bei einer visuellen Beurteilung der Schmelze bei 900 ºC der Kristallgehalt stark von 1 bis 30 Minuten anstieg. Unter der Annahme, daß nach einer schnellen Abkühlung der synthetischen Schmelze zwischen den Kühlrollen die besagte synthetische Schmelze relativ langsam an der Luft weiter abkühlt, muß dem Umstand Rechnung getragen werden, daß insbesondere der Kern über zusätzliche 5 bis 10 Minuten eine höhere Temperatur behält. Deshalb ist es empfehlenswert, die Ergebnisse der Kristallisierung nach dreißig Minuten zu benutzen. Dies bedeutet, daß eine schnelle Abkühlung auf etwa 700 ºC erforderlich ist, um ein Produkt zu erhalten, daß zu mehr als 98 % glasartig ist. Konkret läßt sich sagen, daß die schnelle Abkühlung auf die besagten 700 ºC innerhalb von 0,5 bis 30 Minuten geschehen soll. Kühlung an der Luft wird zwischen 0,5 und 5 Stunden erfordern.
  • Beispiel einer Anlage entsprechend der Erfindung
  • Schließlich wird die Erfindung anhand eines Beispiels einer Anlage für die Durchführung der Verfahren nach der Erfindung erläutert. Obwohl dieses Beispiel den Kern der Erfindung umfaßt, ist die vorliegende Erfindung nicht auf das genannte Beispiel und auf Flugasche beschränkt und es sind Varianten möglich. Das Beispiel zeigt eine Zeichnung. Nach dieser Zeichnung wird Flugasche bei 1 einem Lufttrenner 2 zugeliefert, wo die besagte Flugasche in eine grobe und eine feine Fraktion getrennt wird, indem mit einer einstellbaren Teilchengröße getrennt wird, die zwischen 5 µm und 75 µm liegen kann. Die grobe Fraktion 3 wird zu einem Vorerwärmungssystem 4 geführt und wird darin auf eine Temperatur von etwa 1000 ºC erhitzt, wobei weitestgehend Kohlenstoff in der Flugasche als Energieguelle verwendet wird.
  • Ein anderes Grundmaterial, nämlich Kalkstein, wird bei 3 zu dem Vorerwärmungssystem geführt. Die Stoffe werden auf die angegebene Temperatur erhitzt, wobei der Kalkstein in CaO umgewandelt wird.
  • Ein dafür geeignetes Vorerwärmungssystem ist möglicherweise ein rotierendes Wirbelbett; andere Systeme, die die Grundmaterialien erwärmen, sind jedoch ebenfalls möglich. So ist es möglich, daß die genannten Grundmaterialien, Flugasche und Kalkstein, in gesonderten Systemen vorerwärmt werden, die zu dein Zweck geeignet sind.
  • Kraftstoff für das Vorerwärmungssystem wird bei 5 zugeführt. Vorerwärmte Verbrennungsluft, die ebenfalls als Medium für das Wirbelbett dient, wird dem rotierenden Wirbelbett bei 6 zugeführt, mit einer Temperatur von 100 - 600 ºC. Die genannte Temperatur wird mit einem Wärmetauscher 12 weiter im Verfahren erzielt.
  • Die vorerwärmten Stoffe werden danach bei 7 einem Schmelzofen 8 zugeführt. In besagtem Schmelzofen 8 werden die Stoffe in gemischtem Zustand weiter auf eine Temperatur von etwa 1450 ºC erhitzt, wobei sich die Schmelze mit der erforderlichen Zusammensetzung von 33 - 52 m% CaO, 9 - 25 m% Al&sub2;O&sub3; und 23 - 45 m% SiO&sub2; bildet. Erwünschtenfalls können Ergänzungsstoffe beigefügt werden, die Al, Si oder Ca enthalten, um die erforderliche Zusammensetzung zu erhalten. Die Energieversorgung für die Bildung der Schmelze in dem Schmelzofen 8 ist grundsätzlich völlig elektrisch; eine Kombination mit Gas-, Öl- oder Kohlenbrennern ist möglich, oder Erhitzung nur mit Brennern. Die Schinelze verläßt den Ofen bei 9, mit einer Temperatur von etwa 1450 ºC und wird dann schnell abgekühlt (geschreckt) zwischen den Kalanderrollen 10, durch indirekte Kühlung mit Wasser. Wie bereits früher angemerkt ist dieser Schritt sehr wichtig, um Kristallisierung in dem abgekühlten Material zu vermeiden und das anschließende Brechen zu ermöglichen. Je nach der Zusammensetzung liegt die zu erreichende Temperatur nach dem Kühlen zwischen 500 - 1000 ºC, vorzugsweise bei 700 ºC. Bei 11 verläßt die erhärtete Masse den Rollenkühler als eine glasartige Platte mit einer Dicke zwischen 0,5 und einigen mm, und wird danach in einer kontinuierlich funktionierenden Brechanlage zu Splittern mit Abmessungen von 0,5 - 1 mm Dicke, 5-20 mm Länge und 5 - 20 mm Breite gebrochen. Danach werden die genannten Glassplitter weiter direkt mit Luft in einem Wärmetauscher 13 gekühlt, der zu dein Zweck geeignet ist. Zu diesem Zweck geeignete Systeme sind beispielsweise ein Feststoff-Wärmetauscher oder ein geschlossener Schwing-Beschicker. Die Kühlluft 13 A wird dabei auf eine Temperatur zwischen 100 ºC und 600 ºC erhitzt. Diese vorerwärmte Luft wird danach bei 6 dem Vorerwärmungssystem zugeführt, was einen positiven Effekt auf den Energieverbrauch des Systems hat.
  • Die Glassplitter verlassen den Wärmetauscher bei 14 mit einer Temperatur von etwa 50 ºC und werden bei 15 einem geeigneten Vermahlsystem 16 zugeführt, um so vermahlen zu werden, bis die gewünschte Feinheit von 7500 cm²/Gramm erreicht worden ist. Zu diesem Zweck geeignete Vermahlsysteme sind beispielsweise Rollen- oder Kugelmühlen oder eine Kombination daraus, die mit einem Lufttrenner versehen sind, um den vermahlenen Stoff mit der gewünschten Teilchengröße selektieren zu können. Der gemahlene Stoff wird danach mit der feinen Fraktion der Flugasche und mit einem oder mehreren Aktivierungsstoffen in einem Feststoffmischer 17 vermischt. Das Gemisch wird danach in Lagersilos 18 gelagert und kann von dort als Endprodukt 20 geliefert werden, als Schüttgutprodukt oder von einer Verpakkungsanlage in Säcken abgefüllt. Schließlich merken wir an, daß das vorgenannte Schmeizgefäß einen rotierenden Ofen enthalten kann.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung eines pulverförinigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften, basierend auf einem Material, das in freiem oder gebundenem Zustand CaO, SiO&sub2; und A1&sub2;O&sub3; enthält, wobei das genannte Material in einem Gefäß bei einer Temperatur zwischen 1400 ºC und 1550 ºC geschmolzen wird, während dem die besagten Stoffe oder andere Stoffe, wie Flugasche aus kohlengefeuerten Anlagen, anderen Flugaschen, Müllverbrennungsrückstände, gereinigter Stahlstaub, Kanalisationsschlamm, Asbest, metallartige Schlacken oder Baggermaterial beigegeben werden, so daß als Ergebnis eine Schmelze entsteht, die aus 33 - 52 m% CaO, 9 - 25 m% Al&sub2;O&sub3; und 23 - 45 m% SiO&sub2; besteht, wonach die vorgenannte Schmelze abgelassen, gekühlt und gereinigt wird, und wobei die abgelassene Schmelze gekühlt wird, indem sie durch die Rollen eines Rollenkühlers (Kalanderwalze) geführt wird, bis eine Teinperatur zwischen 500 ºC und 1000 ºC erreicht wird, wonach die erhärtete Masse aus gerollten Splittern auf eine Größe von etwa 0,5- 1 mm Dicke, 5 - 50 mm Länge und 5 - 20 mm Breite gebrochen und weiter mit Luft gekühlt wird, wonach die erwärmte Kühlluft in dem Verfahren genutzt wird.
2. Ein Verfahreh zur Herstellung eines pulverförmigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatur von etwa 700 ºC durch Schrecken in einem Rollenkühler erreicht wird.
3. Ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluft, nachdem sie erwärmt worden ist, zum Vorerwärmen der Grundstoffe verwendet wird.
4. Ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß besagtes Kühlen auf eine MindesttemPeratur von 500 ºC innerhalb von 0,5 bis 30 Minuten erfolgt und daß die Kühlung mit Luft innerhalb von 0,5 - 5 Stunden geschieht.
5. Ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Stoffs mit flüssigkeitsbindenden Eigenschaften nach jedem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Aktivierungsstoff ein Stoff beigefügt wird, der dem Endprodukt alkalische Reaktion verleiht.
6. Ein Verfahren nach jedem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundmaterialien in einem Gefäß geschmolzen werden, das als rotierender Ofen ausgelegt ist.
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