DE69005199T2 - Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum.

Info

Publication number
DE69005199T2
DE69005199T2 DE90110699T DE69005199T DE69005199T2 DE 69005199 T2 DE69005199 T2 DE 69005199T2 DE 90110699 T DE90110699 T DE 90110699T DE 69005199 T DE69005199 T DE 69005199T DE 69005199 T2 DE69005199 T2 DE 69005199T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
foam
polyol
polyisocyanate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE90110699T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69005199D1 (de
Inventor
Shoji Arai
Masaki Ishida
Shuichi Okuzono
Yutaka Tamano
Hiroyuki Yoshimura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tosoh Corp
Original Assignee
Tosoh Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=27318390&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE69005199(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Priority claimed from JP1234671A external-priority patent/JPH0397713A/ja
Priority claimed from JP1259974A external-priority patent/JPH0764909B2/ja
Application filed by Tosoh Corp filed Critical Tosoh Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE69005199D1 publication Critical patent/DE69005199D1/de
Publication of DE69005199T2 publication Critical patent/DE69005199T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/16Catalysts
    • C08G18/18Catalysts containing secondary or tertiary amines or salts thereof
    • C08G18/20Heterocyclic amines; Salts thereof
    • C08G18/2009Heterocyclic amines; Salts thereof containing one heterocyclic ring
    • C08G18/2027Heterocyclic amines; Salts thereof containing one heterocyclic ring having two nitrogen atoms in the ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2110/00Foam properties
    • C08G2110/0025Foam properties rigid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2110/00Foam properties
    • C08G2110/0041Foam properties having specified density
    • C08G2110/005< 50kg/m3
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2110/00Foam properties
    • C08G2110/0041Foam properties having specified density
    • C08G2110/0058≥50 and <150kg/m3

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum durch Umsetzung eines Polyols mit einem Polyisocyanat in Gegenwart eines Katalysators, eines Treibmittels, eines Schaumstabilisators und gegebenenfalls weiterer Additive. Die vorliegende Erfindung betrifft besonders ein Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum, bei dem die Menge eines Treibmittels aus einem halogenierten Kohlenwasserstoff durch Verwendung einer größeren Menge Wasser, als weiteres Treibmittel, herabgesetzt wird. Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum nach einem Sprühschaumverfahren, der eine ausgezeichnete Haftfähigkeit bei niederer Temperatur aufweist.
  • Harte Polyurethanschäume werden gewöhnlich durch Rühren und sofortiges Mischen eines Polyisocyanats und eines Polyols, das ein Treibmittel (einen Fluorchlorkohlenwasserstoff, d.h. einen FCKW, der ein halogenierter Kohlenwasserstoff ist, und Wasser), einen Katalysator, einen Silikonschaumstabilisator und gegebenenfalls weitere Additive enthält, und Schäumen des Gemisches, hergestellt. Harte Polyurethane werden als Wärmeisolatoren in Anwendungsgebieten, die eine heiße Isolierung oder eine kalte Isolierung erfordern, wie Baumaterialien, Brettern, elektrischen Kältemaschinen und Fabrikationsbetrieben, wegen des leichten Gewichts und der überlegenen wärmeisolierenden Eigenschaften, weit verwendet. Das Sprühschäumen ist daher für die Anwendung zum Schäumen an Ort und Stelle von Vorteil.
  • Ein harter Polyurethanschaum ist ein Urethanharz, das eine Struktur mit eigenen Zellen, nämlich geschlossenen Zellen, besitzt, in der eine FCKW-Verbindung und Wasser, die als Treibmittel verwendet werden, in einzelne Zellen, als FCKW-Gas mit niedriger Wärmeleitfähigkeit, und Kohlendioxidgas, mit einer relativ hohen Wärmeleitfähigkeit, das aus der Umsetzung von Wasser mit einem Isocyanat stammt, eingeschlossen werden. Demgemäß waren allgemein angewendete Formulierungen zum Zweck der Verbesserung der Wärmeisolationseigenschaften bisher so zusammengesetzt, daß als Treibmittel Wasser, in einer geringen Menge, und eine FCKW-Verbindung, in einer größeren Menge, verwendet wird: zum Beispiel 0 bis 1,5 Gewichtsteile Wasser und 35 bis 60 Gewichtsteile einer FCKW-Verbindung, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols. Angewendete Katalysatoren schließen im allgemeinen Triethylendiamin, Tetramethylhexamethylendiamin und Dimethylcyclohexylamin ein (siehe z.B. "Advances in Polyurethane Technology", Herausgeber J.M. Buist und H. Gudgeon, John Wiley and Sons Inc., New York 1968, 196-201 und H. Fujino et al. in "Proceedings of the SPI - 31st Annual Technical/Marketing Conference", 1988, 344).
  • Mit einer solchen Formulierung wurden nützliche harte Polyurethanschäume industriell hergestellt.
  • Wie vorstehend erwähnt, wurden die Wärmeisolationseigenschaften von üblichen harten Polyurethanschäumen durch Erhöhung der Menge der FCKW-Verbindungen verbessert, wobei die thermische Leitfähigkeit herabgesetzt wurde.
  • Kürzlich ist jedoch auf die Gefahr hingewiesen worden, daß die FCKW-Verbindungen die Ozonschicht der Erde zerstören können. Demgemäß hat die Einstellung der Verwendung von FCKW-Verbindungen überall in der Welt begonnen, um bis zum Ende dieses Jahrhunderts die Einstellung der Verwendung von FCKW-Verbindungen zu erreichen. Andererseits ist die Verwendung einer üblichen großen Menge der HFCKW (Hydrochlorfluorkohlenwasserstoff)-Alternativen für FCKW- Verbindungen, die einen niedrigen Ozanzerstörungskoeffizienten aufweisen, vom Standpunkt der Herstellungskosten nicht wünschenswert (z.B. D.S. Gubrud in "Proceedings of the SPI -31st Annual Technical/Marketing Conference", 1988, 159). Es besteht deshalb ein dringendes Problem, ein Verfahren einzuführen, mit dem der Einstellung der Verwendung von FCKW-Verbindungen auch im Anwendungsgebiet von harten Polyurethanschäumen nachgekommen wird.
  • Zu diesem Zweck wurden Formulierungen untersucht, in denen die Menge der FCKW-Verbindung verringert wird und stattdessen die Wassermenge als Treibmittel erhöht wird (z.B. J.A. Murphy und K.G. McDaniel in "32nd Annual Polyurethane Technical/Marketing Conference", 1989, 321). Das stellt, wie nachstehend erläutert wird, verschiedene technische Probleme. Die Verwendung einer größeren Wassermenge als Treibmittel erzeugt Kohlendioxidgas, wobei die Zelle in großer Menge mit diesem statt mit FCKW-Gas gefüllt wird, wobei die FCKW-Konzentration in den Zellen herabgesetzt wird und die Wärmeleitfähigkeit dadurch ungünstig beeinflußt wird. Die Erhöhung der Wassermenge in der Formulierung wird auch die Erhöhung der Erzeugung der Harnstoffbindung mit höherer Kristallisationsfähigkeit, durch Umsetzung des Isocyanats mit Wasser, außer der normalen Umsetzung eines Polyols mit einem Isocyanat zur Urethanerzeugung, bewirken. Deshalb wird der Schaum spröde oder er wird schlechter in der Bröckeligkeit.
  • Die Verschlechterung in der Bröckeligkeit ist besonders in dem Fall bemerkenswert, in dem Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat und/oder ein polymeres Isocyanat davon, als das Isocyanat verwendet wird und in dem Fall, in dem Toluoldiisocyanat und/oder ein Gemisch davon mit dem Prepolymeren davon verwendet wird. Die Verschlechterung in der Bröckeligkeit bewirkt viele Probleme, wie z.B. die Verringerung der Festigkeit des Schaums, die Abnahme des Haftvermögens zwischen einem Schaummaterial und einem Oberflächenstoff, das ein großes technisches Problem darstellt. Der Fall von Sprüh-geschäumtem hartem Polyurethan, das durch Verwendung eines üblichen Katalysators, wie Triethylendiamin, Tetramethylhexamethylendiamin und dergleichen, hergestellt wurde, ist mit einem Problem verbunden, daß das Haftvermögen auf einem Plattenmaterial, besonders einer Eisenplatte oder einer Gipskartonplatte, wesentlich geringer wird, wenn bei einer tiefen Temperatur, besonders im Winter, geschäumt wird.
  • Die DE-A-26 27 719 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschäumen. Einer der beschriebenen Schäume mit niedriger Dichte wurde aus 100 Teilen rohen MDI, 30 Teilen eines Triols und 20 Teilen Wasser in Gegenwart von 2 Teilen 1,2-Dimethylimidazol hergestellt. Der Schaum besitzt dann wahrscheinlich eine Dichte im Bereich von 10 bis 60 kg/m³.
  • Da die hauptsächliche Aufgabe darin besteht, die Menge der zu verwendenden FCKW-Verbindung zu verringern, muß die Verschlechterung der Wärmeleitfähigkeit unvermeidlich zugelassen werden. Die Verschlechterung in der Bröckeligkeit ist jedoch ein ernstes Problem, das die Nützlichkeit der Produkte betrifft.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum unter Verwendung einer verringerten Menge eines FCKW-Treibmittels und einer erhöhten Menge Wasser, das als ein Treibmittel verwendet wird, bereitzustellen, während ein hoher Grad von Wärmeisolierung aufrecht erhalten wird und die Bröckeligkeit des Produkts nicht verschlechtert wird.
  • Diese Aufgabe konnte auf der Grundlage der überraschenden Feststellung gelöst werden, daß die Verwendung einer Imidazolverbindung als Katalysator einen signifikanten Vorteil bei der Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit und der Bröckeligkeit bedeutet, die als Probleme erscheinen, wenn die Wassermenge als Treibmittel erhöht wird.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines harten Polyurethanschaums mit einer Schaumdichte von 10 bis 60 kg/m³ durch Umsetzung eines Polyols mit einem mittleren Hydroxylwert im Bereich von 200 bis 600 mit einem Polyisocyanat in Gegenwart eines Katalysators, eines Treibmittels, eines Schaumstabilisators und gegebenenfalls weiterer Additive bereit; das Treibmittel umfaßt Wasser in einer Menge von 2,0 bis 10 Gewichtsteilen und einen halogenierten Kohlenwasserstoff in einer Menge von nicht mehr als 35 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols; und der Katalysator ist mindestens eines der Imidazole der allgemeinen Formel I:
  • wobei R&sub1; ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Dimethylaminopropylgruppe oder ein Hydroxyalkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist, R&sub2; ein Wasserstoffatom, ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Allyl- oder Benzylgruppe ist; und R&sub3; und R&sub4; unabhängig voneinander Wasserstoffatome, Methyl- oder Hydroxymethylgruppen sind.
  • Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung eines harten Polyurethanschaums gemäß einem Sprühschaumverfahren, durch Umsetzung eines Polyols, mit einem mittleren Hydroxylwert im Bereich von 200-800, mit einem Polyisocyanat, wie vorstehend erwähnt, bereit.
  • Die als Treibmittel in der vorliegenden Erfindung verwendeten halogenierten Kohlenwasserstoffe schließen bekannte halogenierte Methanverbindungen und halogenierte Ethanverbindungen ein, unter denen vorzugsweise FCKW-Verbindungen sind, wie Trichlormonofluormethan (R-11), einschließlich HFCKW-Verbindungen, wie Dichlortrifluorethan (R-123) und Dichlormonofluorethan (R-141b)
  • Das Wasser wird in einer Menge von 2,0 bis 10,0 Gewichtsteilen, vorzugsweise im Bereich von 3,0 bis 10,0 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Teile des Polyols, verwendet. In einem Sprühschaumverfahren beträgt die Menge 0,5 bis 10,0 Gewichtsteile, vorzugsweise liegt sie im Bereich von 2,0 bis 10,0 Gewichtsteilen. Besonders bei der verwendeten Wassermenge von 3,0 Gewichtsteilen oder mehr ist das Einsparen von FCKW-Verbindungen bemerkenswert und ergibt eine bedeutende Verbesserung der Formulierung. Jedoch wird bei einer verwendeten Wassermenge von 10 Gewichtsteilen oder mehr die Bröckeligkeit und die Wärmeleitfähigkeit sehr unbefriedigend, was für die physikalischen Eigenschaften des Produkts unvorteilhaft ist.
  • Die FCKW-Verbindung wird in einer Menge von 35 Gewichtsteilen oder weniger, vorzugsweise im Bereich von 0 bis 30 Gewichtsteilen, verwendet, aber beim Sprühschäumen ist die Menge 60 Gewichtsteile oder weniger, vorzugsweise 50 Gewichtsteile oder weniger.
  • Das Verhältnis von Wasser zur FCKW-Verbindung, das verwendet werden soll, kann nicht allgemein begrenzt werden und es ist von der gewünschten Dichte abhängig.
  • Der in der vorliegenden Erfindung verwendete Katalysator ist ein durch die vorstehende allgemeine Formel (I) dargestelltes Imidazol. Unter den Imidazolen sind besonders bevorzugt 1-Methylimidazol, 1,2-Dimethylimidazol, 1-(3-Dimethylaminopropyl)imidazol, 1-n-Butyl-2-methylimidazol und 1- Isobutyl-2-methylimidazol.
  • Der Aminkatalysator in der vorliegenden Erfindung wird gewöhnlich in einer Menge von 0,02 bis 10 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols, verwendet. Zusätzlich kann ein bekannter Kokatalysator geeigneterweise verwendet werden, wenn die Katalysatormerkmale der vorliegenden Erfindung nicht verloren gehen. Die Beispiele für die Kokatalysatoren sind tertiäre Aminkatalysatoren, einschließlich Triethylendiamin, Tetramethylhexamethylendiamin, Dimethylcyclohexylamin; organische Carbonsäuresalze des tertiären Aminkatalysators mit z.B. Ameisensäure, Essigsäure oder Octylsäure; Organozinnverbindungen und Organobleiverbindungen.
  • Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Polyisocyanat kann ein bekanntes organisches Polyisocyanat, einschließlich aromatischen Polyisocyanaten, wie z.B. Toluoldiisocyanat, Diphenylmethan-4,4-diisocyanat und polymeren Isocyanaten davon; ein aliphatisches Isocyanat, wie z.B. Hexamethylendiisocyanat; ein alicyclisches Polyisocyanat, wie z.B. Isophorondiisocyanat; ein Prepolymer mit einer Isocyanatendgruppe, wie z .B. Toluoldiisocyanatprepolymer und Diphenylmethan-4,4'-diisocyanatprepolymer, das durch Umsetzung des vorstehenden Polyisocyanats mit einem Polyol hergestellt wird; ein modifiziertes Isocyanat, wie ein Carbodiimid-modifiziertes Isocyanat; und ein gemischtes Polyisocyanat davon, sein. Unter ihnen sind Diphenylmethan- 4,4'-diisocyanat und/oder ein polymeres Isocyanat davon (rohes MDI) und ein gemischtes Polyisocyanat von rohem MDI mit Toluoldiisocyanat und/oder einem Prepolymerisat davon (TDI-Prepolymerisat) bevorzugt. In den gemischten Polyisocyanaten, die rohes MDI- und TDI-Prepolymerisat enthalten, werden die, die TDI-Prepolymerisat in einer Menge von nicht mehr als 70 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 5 bis 60 Gew.-%, enthalten, geeigneterweise wegen der befriedigenden Wärmeleitfähigkeit verwendet. In dem Sprühschaumverfahren wird MDI stärker bevorzugt verwendet.
  • Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Polyole schließen bekannte Polyole, die tertiäre Amine enthalten, oxyalkylierte Polyhydroxyalkohole und Polyesterpolyole ein.
  • Die Polyole, die die tertiäre Aminogruppe enthalten, schließen Polyole ein, die durch Zugabe eines Alkylenoxids, wie Ethylenoxid oder Propylenoxid, zu Ammoniak, Hydrazin; einem aliphatischen Polyamin, wie Ethylendiamin, Diethylentriamin und Triethylentetramin; einem heterocyclischen Polyamin, wie N-Aminoethylpiperazin; einem aromatischen Polyamin, wie Toluoldiamin und Diphenylmethan-4,4'-diamin; einem Alkanolamin, wie Mono-, Di- und Triethanolamin; und Gemischen davon erhalten werden, ein.
  • Die oxyalkylierten Polyhydroxyalkohole schließen Polyole ein, die durch Zugabe eines Alkylenoxids, wie Ethylenoxid und Propylenoxid zu einem Polyhydroxyalkohol, wie Glykol, Glycerin, Bisphenol, Pentaerythrit, Trimethylolpropan und Sucrose, oder Gemischen davon, erhalten wurden. Die Polyesterpolyole schließen die Verbindungen ein, die durch Kondensation einer aliphatischen Polycarbonsäure, wie Adipinsäure, Maleinsäure und Fumarsäure, oder einer aromatischen Polycarbonsäure, wie Phthalsäure, Terephthalsäure und Isophthalsäure, mit einem Polyhydroxyalkohol erhalten wurden; und diejenigen, die aus Polyethylenterephthalatabfall hergestellt wurden, ein. Für die harten Polyurethanschäume der vorliegenden Erfindung besitzt das verwendete Polyol einen durchschnittlichen Hydroxylwert im Bereich von 200 bis 600 und für die Sprüh-geschäumten Produkte einen Wert im Bereich von 200 bis 800.
  • Bevorzugte Polyole für die Sprühverfahren schließen Polyole, die eine tertiäre Aminogruppe enthalten, oxyalkylierte Polyhydroxyalkohole und Gemische davon, ein. Besonders bevorzugt sind gemischte Systeme, mit 10 Gew.-% oder mehr des Polyols, das tertiäre Aminogruppen enthält. Die verwendeten, besonders bevorzugten Polyole, die tertiäre Aminogruppen enthalten, sind Ethylenoxid- und/oder Propylenoxidanlagerungsverbindungen von Ethylendiamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin, N-Aminoethylpiperazin, Toluoldiamin und Diphenylmethan-4,4'-diamin. Die verwendeten besonders bevorzugten oxyalkylierten Polyhydroxyalkohole sind Ethylenoxid- und/oder Propylenoxid-Additionsverbindungen von Sucrose und von Polyhydroxyalkoholgemischen, die hauptsächlich aus Sucrose bestehen.
  • Die nützlichen Schaumstabilisatoren schließen bekannte Silikontyp-Schaumstabilisatoren für harte Polyurethanschäume, wie Siloxan-Oxyalkylenblockcopolymerisate und dergleichen und verschiedene weitere Tenside ein, gewöhnlich in einer Menge von 0,5 bis 2,5 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols, obwohl die Menge nicht besonders begrenzt wird.
  • Ferner können in der vorliegenden Erfindung, wenn nötig, andere Hilfsmittel zugegeben werden. Zum Beispiel kann ein Flammschutzmittel zugegeben werden, das reaktive Flammschutzmittel, wie Phosphor-enthaltende Polyole, enthält, wie ein propoxyliertes Phosphat und ein propoxyliertes Dibutylpyrophosphat, das durch eine Additionsumsetzung eines Alkylenoxids mit einer Phosphor-enthaltenden Säure erhalten wurde; Phosphattriester, wie Trikresylphosphat; Halogen-enthaltende Phosphattriester, wie Tris-(2-chlorethyl)phosphat und Tris-(chlorpropyl)phosphat; Halogen-enthaltende organische Verbindungen, wie Dibrompropanol, Dibromneopentylglykol und Tetrabrom-bisphenol A; und anorganische Verbindungen, wie Antimonoxid, Magnesiumcarbonat, Calciumcarbonat und Aluminiumphosphat.
  • Die Menge, die davon verwendet werden soll, wird nicht besonders begrenzt, sie liegt gewöhnlich im Bereich von 4 bis 20 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols, und sie ist von dem erforderlichen Flammschutz abhängig. Andere Additive, die verwendet werden können, schließen Färbungsmittel, wie Pigmente, Füllstoffe, wie Perlit, Stabilisatoren, wie Antioxidantien und UV-Absorbtionsmittel, ein.
  • Der aus dem vorstehend erwähnten Polyol und Polyisocyanat hergestellte Polyurethanschaum der vorliegenden Erfindung besitzt eine Schaumdichte im Bereich von 10 bis 60 kg/m³.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine Verbesserung der Bröckeligkeit, die verschlechtert wird, wenn die Menge der FCKW-Verbindung als Treibmittel herabgesetzt wird und die Wassermenge in den Anordnungen zur Herstellung des harten Polyurethanschaums erhöht wird, während die Wärmeisolation der Schäume auf einem besseren Niveau innerhalb eines zulässigen Bereichs aufrechterhalten wird. Die neue Formulierung ermöglicht es, einen harten Polyurethanschaum mit einer verringerten Menge einer FCKW-Verbindung als Treibmittel herzustellen, was bisher als schwierig angesehen wurde. Mit anderen Worten, das Verfahren zur Herstellung eines harten Polyurethanschaums der vorliegenden Erfindung stellt eine neue Formulierung bereit, die dem Problem der Umweltverschmutzung hinsichtlich der FCKW-Verbindungen wegen der verringerten Menge der FCKW-Verbindungen, die als Treibmittel verwendet wird, entgegentritt.
  • Ferner kann in einem Sprüh-geschäumten harten Polyurethanschaumsystem die Haftfähigkeit bei niederer Temperatur, die oft ein Problem darstellt, verbessert werden. Die Wirkung ist besonders in einem System bemerkenswert, in dem als Treibmittel die Menge der FCKW-Verbindung verringert und die Menge des Wassers erhöht wird. Das Produkt besitzt von der Zeit unmittelbar nach der Umsetzung eine hohe Schaumhärte und ist in der Aushärtung und den Schaumeigenschaften überlegen.
  • Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen:
  • Die vorliegende Erfindung wird mehr im einzelnen unter Bezugnahme auf die Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben, ohne sie in irgendeiner Weise einzuschränken.
  • Beispiele 1 - 13 und Vergleichsbeispiele 1 - 7
  • Die Mischungsverhältnisse der Bestandteile (nämlich der in den Formulierungen) werden nachstehend angegeben. Mit der Veränderung der Wassermenge und von Trichlorfluormethan (Freon R-11 ) und des Katalysators wurden die Schäumungsversuche unter vorher festgelegten Bedingungen durchgeführt. Die Bröckeligkeit und die Eigenschaften der erhaltenen Schäume wurden nach den nachstehend beschriebenen Verfahren gemessen. Die Ergebnisse der Versuche werden in der Tabelle 1 und der Tabelle 2 gezeigt.
  • a. Formulierung
  • Polyol1) 100 Gewichtsteile
  • Schaumstabilisator2) 1,5 Gewichtsteile
  • Wasser 3,0-7,0 Gewichtsteile Freon R-l1 3 5-40 Gewichtsteile
  • Katalysator4) verschieden
  • Isocyanat5) (NCO/OH = 1, 10) 1) Sucrose / aromatisches Amin-Typ Polyol, OH Wert = 423 mg KOH/g (SU-464/NT-400, hergestellt von Mitsui Toatsu Chemicals Inc.) 2) Silikontensid (NUC Silicone L-5340, hergestellt von Nihon Unicar Co., Ltd.)3) Trichlorfluormethan (hergestellt von Mitsui Fluorochemical K.K.) 4) Verwendeter Katalysator und die Abkürzung für den Katalysator in den Tabellen: NMIZ: 1-Methylimidazol DMIZ: 1,2-Dimethylimidazol DMAPIZ: 1-(3-Dimethylaminopropyl)imidazol IBIZ: 1-Isobutyl-2-methylimidazol TEDA-L33: 33%ige Triethylendiaminlösung in Dipropylenglykol (TEDA-L33, hergestellt von Tosoh Corporation) TMHMDA: Tetramethylhexamethylendiamin (TOYOCAT - MR, hergestellt von Tosoh Corporation) DMCHA: Dimethylcyclohexylamin 5) Rohes MDI: NCO-Konzentration = 31,0% (MR-200, hergestellt von NIHON Polyurethan Co., Ltd.) und Sucrosetyp TDI-Prepolymer: NCO-Konzentration = 31,0%.
  • b. Schaumbildungsbedingungen
  • Ausgangsmaterial-Flüssigtemperatur: 20 ± 1ºC
  • Rührgeschwindigkeit: 6000 rpm (5 Sekunden)
  • Gußform: Schaumbildung im Aluminiumbehälter
  • (Größe: 25 x 25 x 25 cm)
  • Gußtemperatur: 40ºC
  • c. Gemessene Einzeldaten
  • Die nachstehenden Einzeldaten wurden gemessen.
  • Reaktivität:
  • Cremezeit: Zeitspanne vor dem Beginn der Schaumbildung (Sekunden)
  • Gelzeit: Die Zeit zum Verharzen (feines Gewebe) (Sekunden)
  • Klebfreie Zeit: Zeitspanne bevor die Oberfläche des Schaums klebfrei wird (Sekunden)
  • Anschwellzeit: Zeitspanne bevor der Schaum aufhört zu schwellen (Sekunden).
  • Bröckeligkeit:
  • Die Sprödigkeit des Schaums wurde in den nachstehenden vier Stufen durch Pressen der Oberfläche des Schaums mit einem Finger 10 Minuten nach der Beendigung der Schaumerzeugung bewertet:
  • Bemerkenswert spröde: X
  • Spröde: &Delta;
  • Etwas spröde:
  • Nicht spröde:
  • Schaumdichte und Wärmeleitfähigkeit:
  • Die Dichte des Versuchsstückes, das durch Zuschneiden des Mittelstückes des Schaums auf eine Größe von 20 x 20 x 2,5 cm hergestellt wurde, wurde gemessen. Die Wärmeleitfähigkeit des Vesuchsstückes, so wie es vorlag, wurde durch Verwendung von "ANACON-model 88" gemessen.
  • Aus Tabelle 1 und Tabelle 2 geht klar hervor, daß harte Polyurethanschäume, die in der Wärmeleitfähigkeit und der Bröckeligkeit befriedigend sind, in den Beispielen 1-13 erhalten wurden, in denen als Treibmittel die Menge der FCKW- Verbindung vermindert und die Wassermenge erhöht war und als Katalysator NMIZ, DMIZ beziehungsweise DMAPIZ verwendet wurden. Im Gegensatz dazu war in den Vergleichsbeispielen 1-7 die Verringerung der FCKW-Menge nicht zu erreichen, da die Zunahme des Wassers die Bröckeligkeit verschlechterte. Tabelle 1 Beispiele Vergleichsbeispiele Treibmittel (Gewichtsteile) Wasser Freon R-11 Katalysator (Gewichtsteile) Polyisocyanat (Gewichtsprozent) rohes MDI Sucrosetyp TDI-Prepolymer Reaktivität (Sekunden) Cremezeit Gelzeit Klebefreie Zeit Anschwellzeit Schaumeigenschaften Schaumdichte (kg/m³) Wärmeleitfähigkeit ((Kcal/m.h.ºC)x10²) Bröckeligkeit Tabelle 2 Beispiele Vergleichsbeispiele Treibmittel (Gewichtsteile) Wasser Freon R-11 Katalysator (Gewichtsteile) Polyisocyanat (Gewichtsprozent) rohes MDI Sucrosetyp TDI-Prepolymer Reaktivität (Sekunden) Cremezeit Gelzeit Klebefreie Zeit Anschwellzeit Schaumeigenschaften Schaumdichte (kg/m³) Wärmeleitfähigkeit ((Kcal/m.h.ºC)x10²) Bröckeligkeit
  • Beispiele 14 - 18 und Vergleichsbeispiele 8 und 9
  • Das Mischungsverhältnis der Bestandteile (nämlich der in den Formulierungen) wird nachstehend angegeben. Die Schaumbildungsversuche wurden unter vorher festgelegten Bedingungen mit verschiedenen Katalysatoren durchgeführt. Die Eigenschaften der erhaltenen Schäume, einschließlich des Haftvermögens und der Härte wurden nach den nachstehenden Verfahren gemessen. Die Ergebnisse der Versuche werden in Tabelle 3 gezeigt.
  • a. Formulierung
  • Polyol A1) 50 Gewichtsteile
  • Polyol B2) 50 Gewichtsteile
  • Schaumstabilisator3) 1 Gewichtsteil
  • Wasser 3 Gewichtsteile
  • R-114) 40 Gewichtsteile
  • Katalysator5) verschieden
  • Isocyanat6) (NCO/OH = 1,10) 1) Tetrakis(2-hydroxypropyl)ethylendiamin, OH Wert = 768 mg KOH/g (NP-300, hergestellt von Sanyo Chemical Industries, Ltd.) 2) Aromatisches Amintyp Polyol, OH-Wert = 460 mg KOH/g (GR-46, hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd.) 3) Silikontensid (NUC Silicone L-5340, hergestellt von Nihon Unicar Co., Ltd.) 4) Trichlorfluormethan (hergestellt von Mitsui Fluorochemical K.K.) 5) Verwendeter Katalysator und die Abkürzung für den Katalysator in der Tabelle: NMIZ: 1-Methylimidazol DMIZ: 1,2-Dimethylimidazol DMAPIZ: 1-(3-Dimethylaminopropyl)imidazol IBIZ: 1-Isobutyl-2-methylimidazol TEDA-L33: 33%ige Triethylendiaminlösung in Dipropylenglykol (TEDA-L33, hergestellt von Tosoh Corporation)TMHMDA: Tetramethylhexamethylendiamin (TOYOCAT - MR, hergestellt von Tosoh Corporation) 6) Rohes MDI: NCO-Konzentration = 31,0% (MR-200, hergestellt von NIHON Polyurethane Co., Ltd.).
  • b. Schaumbildungsbedingungen
  • Ausgangsmaterial-Flüssigtemperatur: 20 ± 1ºC
  • Rührgeschwindigkeit: 6000 rpm (5 Sekunden)
  • Gußform: Schaumbildung im Aluminiumbehälter (Größe: 25 x 25 x 25 cm)
  • Gußtemperatur: 10ºC
  • c. Gemessene Einzeldaten
  • Die nachstehenden Einzeldaten wurden gemessen.
  • Reaktivität und Schaumdichte:
  • Die Schaumbildung wurde bei 20ºC in einem 2-Literbecher durchgeführt und die Reaktivität und die Dichte des Mittelstückes wurde gemessen.
  • Cremezeit: Die Zeitspanne vor dem Beginn der Schaumbildung (Sekunden)
  • Gelzeit: Die Zeit zum Verharzen (feines Gewebe) (Sekunden)
  • Klebfreie Zeit: Die Zeitspanne bevor die Oberfläche des Schaums klebfrei wird (Sekunden)
  • Anschwellzeit: Die Zeitspanne bevor der Schaum aufhört zu schwellen (Sekunden)
  • Haftfestigkeit bei niederer Temperatur:
  • Fünf Eisenstücke von 2,5 x 10 cm (1 mm dick) wurden auf eine Form gelegt und es wurde auf 10ºC gekühlt. Das flüssige Ausgangsmaterialgemisch wurde hineingegossen und der Schaumbildung überlassen. 10 Minuten danach wurde der erhaltene Schaum aus der Gußform herausgenommen. Durch Abstreifen des Eisenstückes, das mit einer Seite an einer Federwaage befestigt war, in ansteigender Richtung, wurde die Haftfestigkeit bei niederer Temperatur bewertet.
  • Schaumhärte:
  • Die Schaumbildung wurde in einer Gußform, die auf 10ºC gekühlt war, durchgeführt. 10 Minuten danach wurde die Härte des Schaums mit einem "Shore C"-Härtemsser gemessen.
  • Aus der Tabelle 3 geht klar hervor, daß harte Polyurethanschäume, die ausgezeichnet in der Haftfestigkeit bei niederer Temperatur und befriedigend in der Schaumhärte sind, in den Beispielen 14-18 hergestellt wurden, in denen NMIZ, DMIZ, DMAPIZ beziehungsweise IBIZ als Katalysatoren verwendet wurden. Im Gegensatz dazu waren die in den Vergleichsbeispielen 8 und 9 erhaltenen Schäume, sowohl in der Haftfestigkeit bei niederer Temperatur, als auch in der Schaumhärte, schlechter. Tabelle 3 Beispiele Vergleichsbeispiele Katalysator (Gewichtsteile)1) Bleioctylat Reaktivität (Sekunden) Cremezeit Gelzeit Klebefreie Zeit Anschwellzeit Schaumeigenschaften Schaumdichte (kg/m³) Haftfestigkeit (g/cm²) Schaumhärte sofort abstreifen 1) Teile, bezogen auf 100 Gewichtsteile Polyol

Claims (8)

1. Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Hartschaums mit einer Schaumdichte von 10 bis 60 kg/m³ durch Umsetzung eines Polyols mit einem mittleren Hydroxylwert im Bereich von 200 bis 600 mit einem Polyisocyanat in Gegenwart eines Katalysators, eines Treibmittels, eines Schaumstabilisators und gegebenenfalls weiterer Additiven, wobei das Treibmittel Wasser in einer Menge von 2,0 bis 10,0 Gew.-Teilen und einen halogenierten Kohlenwasserstoff in einer Menge von nicht mehr als 35 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile des Polyols, umfaßt und der Katalysator mindestens einer der Imidazole der allgemeinen Formel (I) ist:
wobei R&sub1; ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Dimethylaminopropylgruppe oder ein Hydroxyalkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist, R&sub2; ein Wasserstoffatom, ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Allyl- oder Benzylgruppe ist; und R&sub3; und R&sub4; unabhängig voneinander Wasserstoffatome, Methyl- oder Hydroxymethylgruppen sind.
2. Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Hartschaums vom Spraytyp durch Mischen und Schäumen eines Polyols mit einem mittleren Hydroxylwert im Bereich von 200 bis 800 und eines Polyisocyanats in Gegenwart eines Katalysators, eines Treibmittels, eines Schaumstabilisators und gegebenenfalls weiterer Additive nach einem Sprayverfahren, wobei das Treibmittel Wasser in einer Menge von 0,5 bis 10,0 Gew.-Teilen und einen halogenierten Kohlenwasserstoff in einer Menge von nicht mehr als 60 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile des Polyols, umfaßt und der Katalysator mindestens eines der Imidazole der allgemeinen Formel (I) ist:
wobei R&sub1; ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Dimethylaminopropylgruppe oder ein Hydroxyalkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist; R&sub2; ein Wasserstoffatom, ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Allyl- oder Benzylgruppe ist; und R&sub3; und R&sub4; unabhängig voneinander Wasserstoffatome, Methyl- oder Hydroxymethylgruppen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Treibmittel 3,0 oder mehr Gew.-Teile Wasser und 30 oder weniger Gew.- Teile des halogenierten Kohlenwasserstoffs, bezogen auf 100 Gew.-Teile des Polyols, umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Treibmittel 2,0 oder mehr Gew.-Teile Wasser und 50 oder weniger Gew.- Teile des halogenierten Kohlenwasserstoffs, bezogen auf 100 Gew.-Teile des Polyols, umfaßt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Polyisocyanat Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat und/oder ein polymeres Isocyanat daraus, oder ein gemischtes Polyisocyanat, umfassend Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat und/oder ein polymeres Isocyanat daraus, und Toluoldiisocyanat und/oder ein Prepolymer davon ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Konzentration des Toluoldiisocyanat-Prepolymers in dem Polyisocyanatgemisch nicht mehr als 70 Gew.-% beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Polyisocyanat Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat und/oder ein polymeres Isocyanat daraus ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Imidazolverbindung mindestens eine Verbindung ausgewählt aus 1-Methylimidazol, 1,2-Dimethylimidazol, 1-(3-Dimethylaminopropyl) imidazol, 1-n-Butyl-2-methylimidazol und 1-Isobutyl-2-methylimidazol ist.
DE90110699T 1989-06-06 1990-06-06 Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum. Expired - Lifetime DE69005199T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP14213389 1989-06-06
JP1234671A JPH0397713A (ja) 1989-09-12 1989-09-12 硬質ポリウレタンフォームの製造法
JP1259974A JPH0764909B2 (ja) 1989-10-06 1989-10-06 スプレー式硬質ポリウレタンフォームの製造法

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69005199D1 DE69005199D1 (de) 1994-01-27
DE69005199T2 true DE69005199T2 (de) 1994-03-31

Family

ID=27318390

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE90110699T Expired - Lifetime DE69005199T2 (de) 1989-06-06 1990-06-06 Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum.

Country Status (6)

Country Link
US (1) US5100927A (de)
EP (1) EP0401787B1 (de)
KR (1) KR0177154B1 (de)
CN (1) CN1037849C (de)
DE (1) DE69005199T2 (de)
ES (1) ES2047201T3 (de)

Families Citing this family (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ES2094737T3 (es) * 1989-07-28 1997-02-01 Tosoh Corp Proceso para producir espuma de poliuretano de alta resiliencia.
JP3044261B2 (ja) * 1990-04-11 2000-05-22 東ソー株式会社 通気性に優れた軟質ポリウレタンフォ−ムの製造法
US5591781A (en) * 1993-10-27 1997-01-07 Tosoh Corporation Process for producing polyurethane foam with high curing rate
EP0672696B1 (de) * 1994-03-18 1999-05-19 Air Products And Chemicals, Inc. Amin-Katalysatoren mit niedrigem Geruch für auf Polyester-Polyole basierte Polyurethan-Blockweichschaumstoffe
WO1996016098A1 (en) * 1994-11-24 1996-05-30 Matsushita Refrigeration Company Foamed thermal insulating material and insulated structure
EP0935625B1 (de) 1996-11-04 2001-06-27 Huntsman International Llc Polyurethanhartschäume
ES2149580T3 (es) 1996-11-04 2000-11-01 Huntsman Ici Chem Llc Espumas rigidas de poliuretano.
DE19902982B4 (de) * 1999-01-26 2007-02-08 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffen auf der Basis von Polyurethanen
KR100510881B1 (ko) * 2002-10-23 2005-08-25 대한민국 폐기될 폴리우레탄 발포재의 액화방법 및 동 액화물을이용한 폴리우레탄 발포재의 제조방법
US20050148909A1 (en) * 2003-07-15 2005-07-07 Weil Max H. Light weight chest compressor
WO2011025710A1 (en) * 2009-08-27 2011-03-03 Dow Global Technologies Llc Polyurethane spray foams having reduced cold substrate cracking
CN103332520A (zh) * 2013-07-09 2013-10-02 江苏久久防水保温隔热工程有限公司 一种轻质高强节能导布辊的生产方法
PL3115389T3 (pl) * 2015-07-07 2020-09-07 Evonik Operations Gmbh Wytwarzanie pianki poliuretanowej
KR20190030214A (ko) * 2016-07-11 2019-03-21 에보니크 데구사 게엠베하 폴리우레탄 발포체의 제조에 유용한 아민 조성물
WO2020018087A1 (en) 2018-07-18 2020-01-23 Evonik Degussa Gmbh Polyurethane foam additives to improve foam adhesion to organic polymers

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3152094A (en) * 1960-08-26 1964-10-06 Air Prod & Chem Production of polyurethanes using an imidazole catalyst
DE1222666B (de) * 1964-10-20 1966-08-11 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
US3448065A (en) * 1965-09-07 1969-06-03 Air Prod & Chem Polyurethane catalysis employing n-hydroxyalkyl substituted imidazole
US3912689A (en) * 1973-04-02 1975-10-14 Air Prod & Chem Dialkylaminoalkylimidazoles as catalysts for preparation of polyurethanes
GB1548370A (en) * 1975-06-24 1979-07-11 Ici Ltd Polyurea foams
US4444704A (en) * 1981-01-26 1984-04-24 Hitachi, Ltd. Process for producing integral skin polyurethane foam
US4717738A (en) * 1985-01-22 1988-01-05 Sanyo Chemical Industries, Ltd. Polyurethane based on hydroxyl-containing polymer polyol and process for making the same
US4981880A (en) * 1988-09-23 1991-01-01 The Dow Chemical Company Process for making low density flexible polyisocyanurate-polyurethane foams

Also Published As

Publication number Publication date
US5100927A (en) 1992-03-31
CN1037849C (zh) 1998-03-25
EP0401787B1 (de) 1993-12-15
KR910000840A (ko) 1991-01-30
EP0401787A2 (de) 1990-12-12
ES2047201T3 (es) 1994-02-16
DE69005199D1 (de) 1994-01-27
CN1048391A (zh) 1991-01-09
EP0401787A3 (de) 1991-02-27
KR0177154B1 (ko) 1999-05-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69005199T2 (de) Verfahren zur Herstellung von hartem Polyurethanschaum.
US5124369A (en) Process for preparing soft flexible polyurethane foams and a polyol composition useful in said process
DE69925834T2 (de) Kohlenwasserstoff geblasene Polyurethanhartschaumstoffe mit verbessertem Brennbarkeitsverhalten
DE69921284T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
EP0346670B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethan-Weichblockschaumstoffen
DE602004002308T2 (de) Organometallischer Katalysator mit niedrigem Säuregehalt für die Herstellung von Polyurethan-Weich-, Halbhart- und Hartschäumen
DE69910627T3 (de) Auf polyurethan basierender und expandierbaren graphit enthaltender schaum sowie verfahren zu dessen herstellung
DE69904363T2 (de) Verfahren zur herstellung eines polyurethanschaumes
US4234693A (en) Process for making polyurea foams utilizing imidazole catalysts
DE2805278A1 (de) Verfahren zur herstellung von isocyanurat- und urethanbindungen enthaltenden schaumstoffen
WO2009097990A1 (de) Geschäumte, lichtechte polyurethanformteile
DE69307885T2 (de) Schaumstabilisierender zusatz und in seiner anwesenheit hergestellter polyurethanschaum
DE3824685A1 (de) Schaeumbare zusammensetzung zur herstellung eines starren, urethanhaltigen und mit oxazolidon modifizierten isocyanuratschaums
DE69111117T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines eine hohe Luftdurchlässigkeit aufweisenden, flexiblen Polyurethanschaumstoffes.
US4369258A (en) Polyurethane foam compositions and a process for making same using a melamine polyol
US4742089A (en) Rigid polyurethane foam and process for producing the same
US4032574A (en) Production of polyetherpolyols useful in preparing rigid polyurethane foams
USRE33290E (en) Rigid polyurethane foam and process for producing the same
EP0368031B1 (de) Reaktivsysteme und ein Verfahren zur Herstellung von Polyurethankunststoffen
DE19634886A1 (de) Lagerstabile, flammschutzmittelhaltige Polyolkomponente
US5350780A (en) Process for the preparation of substantially closed-cell rigid foams containing urethane, urea, biuret, and isocyanurate groups and a method of use thereof
DE69416209T2 (de) Verwendung eines halogenfreien Trialkylphosphats in einem Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanurat-Schäumen
EP0761736A2 (de) Verfahren zur Herstellung von flammwidrigen Polyurethan-Weichschaumstoffen
DE19805879A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hartschaumstoffen auf Isocyanatbasis
JP3031700B2 (ja) ポリオール組成物およびその利用

Legal Events

Date Code Title Description
8363 Opposition against the patent
8365 Fully valid after opposition proceedings