DE69005203T2 - Hermetisch ummantelte optische Fasern und Herstellung dieser Fasern. - Google Patents

Hermetisch ummantelte optische Fasern und Herstellung dieser Fasern.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine hermetisch überzogene optische Faser mit verbesserten Langzeitschwächungseigenschaften und Anfangsstärke
  • Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt eine optische Faser im allgemeinen einen aus Glas hergestellten Kern 1, eine Umhüllung 2, die den Kern 1 umgibt, und eine Harzüberzugsschicht 3, die die Umhüllung 2 umgibt. Bei einer derartigen Struktur wandern Feuchtigkeit und Wasserstoffatome leicht durch die Harzüherzugsschicht 3 und reagieren im Laufe der Zeit mit dem Glas, wodurch die optische Faser dazu neigt, zerbrochen zu werden. Zur Verbesserung der Langzeitschwächungseigenschaften der optischen Faser wird die Struktur der Fig. 2 vorgeschlagen. Diese Struktur hat zwischen der Umhüllung 2 und der Harzüberzugsschicht 3 eine dichte Schicht 4, durch die Feuchtigkeit oder das Wasserstoffmolekül kaum durchdringt, und die aus einem anorganischen Material, wie beispielsweise SiC, Kohlenstoff, TiC, Ti&sub3;N&sub4; und Si&sub3;N&sub4;, oder einem Metall, wie beispielsweise Aluminium (im Nachfolgenden als "hermetische Schicht" bezeichnet) hergestellt ist, und eine optische Faser mit der hermetischen Schicht wird als hermetisch überzogene optische Faser bezeichnet.
  • Von den hermetisch überzogenen optischen Fasern erleidet eine mit Kohlenstoff überzogene weniger Verschlechterung der Transmissionseigenschaften und weise bessere Schwächungseigenschaften auf (s. U.s. Patent Nr. 4,319,803).
  • EP-A-0 308 143 offenbart eine hermetisch überzogene optische Faser, die hergestellt wird, indem eine heiße Faser mit einem organischen Material, wie beispielsweise Acetylen, in Kontakt gebracht wird. Die Hitze der Faser ewirkt Zersetzung und führt zu einem hermetischen kohlenstoffhaltigen Überzug, der die optische Faser umgibt, welcher sowohl gegenüber Wasser wie auch Wasserstoff undurchlässig ist.
  • Jedoch weisen die konventionellen hermetischen optischen Fasern relativ schwache Anfangsstärken auf.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hermetisch überzogene optische Faser mit verbesserter Anfangsstärke zur Verfügung zu stellen.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer hermetisch überzogenen optischen Faser mit verbesserter Anfangsstärke zur Verfügung zu stellen.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine hermetisch überzogene optische Faser zur Verfügung gestellt, die einen aus Glas hergestellten Kern, eine aus Quarzglas hergestellte Umhüllung, die den Kern umgibt, wobei die außerste Schicht des Glases Fluor enthält, und eine die fluorhaltige Glasschicht umgebende Kohlenstoffschicht umfaßt.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen der hermetisch überzogenen optischen Faser gemäß der vorliegenden Erfindung zur Verfügung gestellt, wobei die auf die optische Faser während der Herstellung angewendete Spannung nicht größer als 20 MPa ist.
  • Vorzugsweise wird der Kern aus reinem Quarz hergestellt, und der hermetische Kohlenstoffüberzug wird aus einem Rohmaterial, welches mindestens einen ungesättigten Kohlenwasserstoff enthält, gebildet.
  • Fig. 1 ist ein Querschnitt einer konventionellen optischen Faser, die einen Kern, eine Umhüllung und eine Harzüberzugsschicht umfaßt,
  • Fig. 2 ist ein Querschnitt einer konventionellen hermetisch überzogenen optischen Faser,
  • Fig. 3A und 3B sind Querschnitte von zwei Ausführungsformen der hermetisch überzogenen optischen Faser gemäß der vorliegenden Erfindung, und
  • Fig. 4 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Herstellen der hermetisch überzogenen opz:ischen Faser gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erklärt.
  • Fig. 3A ist ein Querschnitt einer Ausführungsform der hermetisch überzogenen optischen Faser, die einen Glaskern 1, eine Umhüllung 2, die aus Quarzglas, welches mit Fluor (F-dotiertes SiO&sub2;) dotiert ist, hergestellt ist, eine Harzüberzugsschicht 3 und einen aus Kohlenstoff hergestellten hermetischen Überzug 4 urnfaßt. Diese Ausführungsform weist nur eine Umhüllung 2 auf. Alternativ besitzt die optische Faser gemäß der vorliegenden Erfindung, wie in Fig. 3B dargestellt, zusätzlich eine zweite Umhüllung 5. Bei der Ausführungsform ist die Umhüllung 5 mit: Fluor dotiert, wohingegen die Umhüllung 2 mit Fluor dotiert sein kann oder nicht. Wenn die Umhüllung 2 nicht dotiert ist, ist der Kern mit einem Additiv, welches den Brechungsindex des Kernglases erhöht, dotiert.
  • Die hermetische Kohlenstoffschicht 4 wird vorzugsweise mit Hilfe von Gasphasenabscheidung eines. Kohlenwasserstoffs nach chemischem Verfahren gebildet. Beispiele des Kohlenwasserstoffs sind gesättigte Kohlenwasserstoffe (beispielsweise Methan, Ethan, Propan, usw.), ungesättigte Kohlenwasserstoffe (beispielsweise Ethylen, Propylen, Acetylen, usw.), aromatische Kohlenwasserstoffe (beispielsweise Benzol, usw.) und ihre Derivate, insbesondere halogenierte Derivate (beispielsweise Kohlenstofftetrachlorid, Chloroform, Trichlorethylen, Dichlorethylen, usw.) wie auch Mischungen der Kohlenwasserstoffe und ihrer halogenierten Derivate. Von diesen sind ungesättigte Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Ethylen und Acetylen, bevorzugt. Auch aromatische Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Benzol, sind bevorzugt.
  • Die Bedingungen für die Gasphasenabscheidung von Kohlenstoff sind im wesentlichen die gleichen wie bei dem konventionellen Verfahren.
  • Ein Verfahren zur Herstellung der hermetisch überzogenen optischen Faser wird unter Bezugnahme auf die Vorrichtung der Fig. 4 erklärt. Mit Hilfe einer Ziehvorrichtung 20 wird eine blanke Glasfaser 11 aus einem Vorformling 10 gezogen, welcher einen Kern und eine Umhüllung, wobei mindestens die äußerste Schicht davon mit Fluor dotiert ist, umfaßt, und in eine Kohlenstoffüberzugsvorrichtung 30 eingeführt, mit welcher ein Kohlenstoffüberzug auf der Oberfläche der optischen Faser 11 unter Herstellung einer kohlenstoffüberzogenen optischen Faser 12 gebildet wird. Anschließend wird die kohlenstoffüberzogenen optische Faser 12 durch eine Vorrichtung 40 zum Messen des Faserdurchmessers, eine Kühlvorrichtung 50 und eine Harzüberzugsvorrichtung 60 zur Herstellung einer harzüberzogenen optischen Faser 13 geführt. Die mit Harz überzogene optische Faser 13 wird direkt auf eine Trommel (nicht dargestellt) mit Hilfe einer Winde gewunden oder weiterhin mit einem Harzüberzug, wie beispielsweise Nylon, umhüllt und anschließend auf einer Trommel aufgespult.
  • Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird weiterhin im Detail erklärt.
  • Der Vorformling 10 wird mit Hilfe eine Arms (nicht dargestellt) in einer Muffelröhre 21 aufgehängt. Die Muffelröhre 21 ist in einem Faserziehofen 22, welcher ein Heizgerät 23 zum Erhitzen und Schmelzen des unteren Endteils des Vorformlings 10 aufweist, installiert. Als Faserziehheizgerät können jedwede bekannten Heizgeräte, wie beispielsweise ein elektrisches Heizgerät und ein Hochfrequenzheizgerät verwendet werden. Von den Heizgeräten ist eines, welches keine Wasserstoffmoleküle und/oder Staub freisetzt, bevorzugt. Mit Hilfe der Ziehvorrichtung 20 kann die blanke optische Faser 11 mit im wesentlichen dem gleichen Brechungsindexprofil wie demjenigen des Vorformlings 10 hergestellt und anschließend in die Kohlenstoffüberzugsvorrichtung 30 eingeführt werden.
  • Die Kohlenstoffüberzugsvorrichtung 30 umfaßt einen Peaktionsofen 31, eine Peaktionsröhre 33, welche in den Ofen 31 eingeführt ist, und einen Kühlmantel 37, welcher zwischen dem Reaktionsofen 31 und der Peaktionsröhre 37 installiert ist. Der Reaktionsofen 31 besitzt eine IR-Lampe 32, deren Wärme für das Erwärmen der blanken optischen Faser 11 und der die optische Faser 11 umgebenden Atmosphäre konzentriert wird. Durch derartiges konzentriertes Erwärmen werden andere unerwünschte Zersetzungreaktionen als auf der Oberfläche der blanken optischen Faser 11 während des Überziehens der Faser mit pyrolytischem Kohlenstoff verhindert. Die Reaktionsröhre 33 hat Zweigröhren 34a und 35a an ihrem oberen Teil und Zweigröhren 34b und 35b an ihrem unteren Teil. Ein Sperrgas, wie beispielsweise Stickstoffgas, wird durch die Zweigröhren 34b und 35b geleitet und durch die Zweigröhren 34a und 35a abgelassen. An drei Positionen auf der inneren Wand der Reaktionsröhre 33 sind drei Ablenkplatten mit Schlitzen 36a, 36b bzw. 36c vorgesehen, so daß die Innenatmosphäre wirksam von der Umgebungsatmosphäre isoliert wird. Die Platten sind nach unten geformt, so daß die optische Fasern leicht dadurch nach unten geleitet werden kann.
  • Der Kühlmantel 37, welcher zwischen der Reaktionsröhre 33 und dem Reaktionsofen 31 angeordnet ist, hat eine Zweigröhre 38 an seinem oberen Ende und eine Zweigröhre 39 an seinem unteren Ende. Durch die Zweigröhren 38 und 39 fließt Kühlmedium, wie Helium- oder Stickstoffgas durch den Kühlmantel. Weil die Reaktionsröhre 33 von außen mit dem Kühlmantel während des Kohlenstoffüberziehens gekühlt wird, wird nicht nur eine übermäßige Zersetzungsreaktion verhindert, sondern auch die Innenoberfläche der Reaktionsröhre 33 wird nicht durch zersetzte Produkte getrübt. In Fig. 4 bedeutet "L" den Abstand von dem unteren Halsstück des Vorformlings 10 zum Reaktionsröhreninneren, welches das Rohmaterial enthält.
  • Der Kohlenstoffüberzug weist im allgemeinen eine Dicke von 20 bis 100 nm (200 bis 1000 Å), vorzugsweise 30 bis 60 nm (300 bis 600 Å) auf.
  • Mit Hilfe der Vorrichtung 40 zum Messen des Faserdurchmessers, welche gerade unterhalb der Kohlenstoffüberzugsvorrichtung 30 angeordnet ist, wird der Außendurchmesser der mit Kohlenstoff überzogenen optischen Faser 12 mit Hilfe von Laserlicht gemessen. Unter Verwendung des gemessenen Durchmessers der optischen Faser werden die Arbeitsbedingungen so eingestellt, daß der Durchmesser der blanken optischen Faser 11 auf einen vorbestimmten Wert gehalten wird.
  • Mit Hilfe der Kühlvorrichtung 50, welche unterhalb der Durchmesser-Meßvorrichtung 40 angeordnet ist, wird die mit Kohlenstoff überzogene optische Faser 12 gekühlt, beispielsweise auf 70ºC oder weniger. Die Kühlvorrichtung 40 besteht aus beispielsweise einem Zylinder von 30 cm Länge und 1,5 cm Innendurchmesser, und durch sein Inneres fließt ein Kühlgas, wie Helium, mit einer Geschwindigkeit von beispielsweise 10 Liter pro Minute.
  • Unterhalb der Kühlvorrichtung 50 ist die Harzüberzugsvorrichtung 60 angeordnet. Die Vorrichtung 60 umfaßt die Düse 61, die mit einer Harzschmelze gefüllt ist. Während die mit Kohlenstoff überzogene optische Faser 12 durch die Düse geleitet wird, wird sie mit dem Harz unter Bildung der mit Harz überzogenen optischen Faser 13 überzogen.
  • Wenn übermäßige Spannung auf die optische Faser angewendet wird, und der Kohlenstoffilm auf der gestreckten optischen Faser gebildet wird, neigt der Kohlenstoffilm dazu, zu zerbrechen, wenn die Spannung von der optischen Faser genommen wird. Deshalb sollte die auf die optische Faser während der Herstellung anzubringende Spannung einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten. Gemäß den von den Erfindern durchgeführten Experimenten ist festgestellt worden, daß die auf die optische Faser anzuwendende Spannung 20 MPa nicht überschreiten sollte.
  • Die auf die optische Faser aufgebrachte Spannung kann leicht kontrolliert werden, indem beispielsweise die Aufrollgeschwindigkeit der optischen Faser eingestellt wird, oder die Ziehtemperatur eingestellt wird.
  • Im allgemeinen sind auf der Oberfläche des Quarzglases Hydroxyl(OH)-Gruppen vorhanden und binden mit den Siliciumatomen des Glases. Wenn der Kohlenstoffilm auf einer derartigen Glasoberfläche gebildet werden soll, können die Kohlenstoffatome an die Oberfläche mittels schwacher Wasserstoffbindungen binden, aber sie können nicht mit starker kovalenter Bindung an die Oberfläche gebunden werden. Deshalb wird der Kohlenstoffilm teilweise zerbrochen oder abgezogen, und Mikrokristalle in dem Film zerstören das optische Faserglas, welches die Stärke der optischen Faser reduziert.
  • Weil bei der vorliegenden Erfindung die äußerste Schicht der Umhüllung Fluor enthält, kann angenommen werden, daß die Siliciumatome des Glases und die Kohlenstoffatome direkt aneinander mittels kovalenter Bindung mit höherer Wahrscheinlichkeit binden würden. Deshajb besitzt die herstellte optische Faser verbesserte Stärke. Das bedeutet, daß auf der äußersten Schicht der mit F dotierten SiO&sub2;-Umhüllung eine große Anzahl F-Si-Bindungen vorhanden sein kann und mit dem kohlenstoffhaltigen Rohmaterial reagiert, so daß die Möglichkeit der Bildung starker C-Si-Bindungen vergrößert sein könnte.
  • Wenn beispielsweise der Kohlenwasserstoff als Rohmaterial verwendet wird, können die Wasserstoff- und Kohlenstoffatome mit dem Siliciumatom folgendermaßen reagieren:
  • Wenn der ungesättigte Kohlenwasserstoff als Rohmaterial verwendet wird, kann die Reaktion folgendermaßen voranschreiten:
  • wobei eine stabilere Bindung gebildet wird, und die C-Si-Bindung stärker wird. Deshalb sind die ungesättigten Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Ethylen und Acetylen, besonders bevorzugt im Hinblick auf die Bildung des Kohlenstoffüberzugs gemäß der vorliegenden Erfindung. Aus aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie beispielsweise Benzol, kann ein Kohlenstoffilm mit Eigenschaften, die ähnlich zu denjenigen des Kohlenstoffilms, welcher aus ungesättigtem Kohlenwasserstoff hergestellt ist, sind, gebildet werden.
  • Bei der optischen Faser, die hermetisch mit Kohlenstoff überzogen ist, wandern die Wasserstoffmoleküle nicht, so daß die Zuverlässigkeit der optischen Faser stark vergrößert wird.
  • Bei der optischen Faser, die einen aus reinem Quarz (SiO&sub2;) hergestellten Kern enthält, wird die optische Faser, wenn der Kohlenstoffilm bricht und die Wasserstoffmoleküle in den Kern eindringen, nicht von den Wasserstoffmolekülen, ausgenommen durch die inhärente Lichtabsorption der Wasserstoffmoleküle, beeinflußt.
  • Darüber hinaus hat die optische Faser, die den aus reinem Quarz hergestellten Kern enthält, bessere Strahlungsbeständigkeit.
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Während des Ziehens einer optischen Faser mit einem Außendurchmesser von 125 um und welche eine Umhüllung enthält, die aus Glas der Zusammensetzung, wie in Tabelle 1 dargestellt, hergestellt ist, wurde ein Kohlenstoffilm mit einer Dicke von 500 Å auf die peripherale Oberfläche aus dem in Tabelle 1 dargestellten kohlenstoffhaltigen Rohmaterial mit Hilfe des CVD-Verfahrens aufgebracht.
  • Von den Rohmaterialien wurden CH&sub4; und C&sub2;H&sub2; als solche in die Reaktionskammer eingebracht, weil sie bei Raumtemperatur in gasförmigem Zustand sind, und CCl&sub4; und C&sub6;H&sub6; wurden mit einem Heliumträgergas in die Reaktionskammer eingebracht, indem das Trägergas in sie eingeblasen wurde, weil sie bei Raumtemperatur in flüssi gem Zustand vorliegen.
  • Die Dicke des Kohlenstoffilms wurde mit Hilfe von Auger-Elektronenspektroskopie gemessen. Über den Kohlenstoffilm wurde ein Siliconharz unter Herstellung einer hermetisch überzogenen optischen Faser mit einem Außendurchmesser von 400 um (Nummern 1 bis 6) aufgetragen. Anschließend wurden die Eigenschaften jeder optischen Faser gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
  • Die nichtüberzogene optische Faser war eine optische Einzelmodus-Faser, die mittels des VAD-Verfahrens hergestellt ist, und wies einen Kerndurchmesser von 10 um und einen Umhüllungsdurchmesser von 125 um auf, und die aufgebrachte Spannung betrug während des Ziehens und Überziehens 15 MPA.
  • Um den Unterschied in Bezug auf den Brechungsindex zwischen dem Kern und der Umhüllung zu erreichen, wurde eine Kombination aus einem Kernglas aus SiO&sub2; und einem Umhüllungsglas aus mit F-dotiertem SiO&sub2; (F-Gehalt: 1 Gew.-%) oder eine Kombination aus einem Kernglas aus mit GeO&sub2;-dotiertem SiO&sub2; (GeO&sub2;-Gehalt: 5 Gew.-%) und einem Umhüllungsglas aus SiO&sub2; verwendet. Es wurde festgestellt, daß bei Nichtvorhandensein des Kohlenstoffilms die optische Faser, die den SiO&sub2;-Kern umfaßte, und eine, die den mit GeO&sub2; dotierten SiO&sub2;-Kern umfaßte, im wesentlichen die gleichen Eigenschaften im Hinblick auf die gemessenen Eigenschaften aufwiesen.
  • Die Eigenschaften wurden folgendermaßen gemessen:
  • Haftfähigkeit des Kohlenstoffilms
  • Ein kommerziell erhältliches Adhäsivband wird um die optische Faser gewunden und abgezogen. Anschließend wird das Verhältnis aus dem abgezogenen Bereich zu dem Bereich, welcher von dem Adhäsivband bedeckt ist, berechnet und gemäß den nachfolgenden Kriterien bewertet:
  • A: Sehr gut (das Verhältnis ist Null)
  • B: Gut (das Verhältnis ist weniger als 0,1)
  • C: Gering (das Verhältnis liegt zwischen 0,1 bis 0,5)
  • D: Schlecht (das Verhältnis ist größer als 0,5)
  • Anfangszugfestigkeit
  • Ein Ende der optischen Faser wird fixiert, und das andere Ende wird gezogen, wobei eine Belastung, die auf die optische Faser aufgebracht ist, gemessen wird, und die Bruchbelastung wird gemessen. Der größere Wert bedeutet bessere Starke.
  • Dynamischer Ermüdungsparameter
  • Bei den Ziehgeschwindigkeiten v&sub1; und v&sub2; wird der Zugfestigkeitstest durchgeführt, und die Zugfestigkeiten T&sub1; und T&sub2; werden erhalten.
  • Der dynamische Ermüdungsparameter wird durch n definiert, welches aus der nachfolgenden Gleichung berechnet wird:
  • Der größere n-Wert bedeutet geringe Ermüdung des Glases, nämlich Spannungskorrosion. Tabelle 1 Faser Nr. Umhüllungsglas C-Rohmaterial Eigenschaften Anfangsstärke (kg) Haftvermögen d. Kohlenstofffilms Dynamischer Ermüdungsparameter
  • Wie aus den Ergebnissen der Tabelle 1 ersichtlich ist, wiesen die optischen Fasern, die die au mit F-dotiertem SiO&sub2; -Glas hergestellte Umhüllung und den aus dem Kohlenwasserstoff synthetisierten Kohlenstoffilm enthielten (Nummern 1, 5 und 7) bessere dynamische Ermüdungsparameter, ein besseres Haftvermögen des Kohlenstoffilms und bessere Anfangsstärke auf.
  • Beispiel 2
  • Um eine optische Einzelmodusfaser mit einem Kerndurchmesser von 5 um und einem Umhüllungsdurchmesser von 125 um, welche mit Hilfe des VAD-Verfahrens aus der in Tabelle 2 dargestellten Glaskombination hergestellt worden war, welche der Brechungsindexdifferenz von 0,7 % genügte, wurde ein Kohlenstoffilm aus C&sub2;H&sub2; unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgetragen, wobei jedoch die Spannung auf der optischen Faser auf 5 MPa gehalten wurde, und anschließend wurde das Harz unter Herstellung einer überzogenen optischen Faser aufgetragen (Nummern A, B und C).
  • Die Eigenschaften der optischen Fasern wurden wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt. Die optische Faser C gemäß der vorliegenden Erfindung wies insbesondere sehr gute Eigenschaften wie Anfangsstärke von 5,5 kg und einen größeren dynamischen Ermüdungsparameter als 100 auf. Faser Nr. Kernglas Umhüllungsglas Eigenschaften Anfangsstärke (kg) Haftvermögen des Kohlenwasserstofffilms Dynamischer Ermüdungsparameter
  • Beispiel 3
  • Um eine optische Einzelmodusfaser mit einem Kerndurchmesser von 10/um und einem Umhüllungsdurchmesser von 125um, welche mit Hilfe des VAD-Verfahrens aus einer Kombination aus Kernglas aus mit GeO&sub2;-dotiertem SiO&sub2; (GeO&sub2;-Gehalt: 5 Gew.-%) und Umhüllungsglas aus SiO&sub2; hergestellt worden war, welche einen Unterschied in Bezug auf den Brechungsindex von 0,3 % erzielte, wurde ein Kohlenstoffilm aus C&sub2;H&sub2; unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgetragen, wobei jedoch die Spannung auf der optischen Faser auf 20 MPa gehalten wurde, und anschließend wurde Harz unter Herstellung einer überzogenen optischen Faser (Nr. D zum Vergleich) aufgetragen.
  • Um die zuvor beschriebene optische Faser wurde eine zweite Umhüllung aus mit F-dotiertem SiO&sub2; (F-Gehalt: 3 Gew.-%) mit Hilfe des Plasma-Außenabscheidungsverfahrens bis zu einer Dicke von 2 bis 3um gebildet. Anschließend wurden der Kohlenstoffilm und das Harz auf die gleiche Weise, wie zuvor beschrieben, aufgetragen.
  • Die Eigenschaften der optischen Fasern mit den Nummern D und E wurden wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Tabelle 3 Faser Nr. Kernglas Erstes Umhüllungsglas Zweites Umhüllungsglas Eigenschaften Anfangsstärke (kg) Haftvermögen des Kohlenstofffilms Dynamischer Ermüdungsparameter
  • Beispiel 4
  • Um eine optische Einzelmodusfaser mit einem Kerndurchmesser von 10um und einem Umhüllungsdurchmesser von 125/um welche mit Hilfe des VAD-Verfahrens aus einer Kombination der in Tabelle 4 dargestellten Gläser hergestellt worden war, welche eine Differenz in Bezug auf den Brechungsindex von 0,3 % erzielte, wurde ein Kohlenstoffilm aus C&sub2;H&sub4; unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgetragen, wobei jedoch die Spannung auf der optischen Faser auf dem in Tabelle 4 dargestellten Wert gehalten wurde, und anschließend wurde Harz unter Herstellung einer überzogenen optischen Faser (Nummern F, G und H) aufgetragen.
  • Die Eigenschaften der optischen Fasern wurden wie in Beispiel 1 gemessen, Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 dargestellt.
  • Wie aus den Ergebnissen der Tabelle 4 ersichtlich ist, wiesen die mit dem Kohlenstoffilm unter einer Spannung von weniger als 20 MPa überzogenen optischen Fasern sehr gute Eigenschaften auf, wohingegen die mit dem Kohlenstoffilm unter einer Spannung von 25 MPa überzogene optische Faser mangelhafte Eigenschaften aufwies, wie beispielsweise eine Anfangsstärke von 4 kg. Tabelle 4 Faser Nr. Kernglas Erstes Umhüllungsglas Zweites Umhüllungsglas Eigenschaften Anfangsstärke (kg) Haftvermögen des Kohlenstofffilms Dynamischer Ermüdungsparameter

Claims (8)

  1. Hermetisch überzogene optische Faser, umfassend einen aus Glas hergestellten Kern, eine aus Quarzglas hergestellte Umhüllung, die den Kern umgibt, wobei deren äußerste Schicht Fluor enthält, und eine hermetische Kohlenstoffschicht, die die fluorhaltige Glasschicht umgibt.
  2. 2. Hermetisch überzogene optische Faser nach Anspruch 1, wobei der Kern aus SiO&sub2; hergestellt ist.
  3. 3. Hermetisch überzogene optische Faser nach Anspruch 1, wobei die Umhüllung mindestens zwei Schichten umfaßt, wobei deren äußerste Schicht Fluor enthält.
  4. 4. Verfahren zum Herstellen einer hermetisch überzogenen optischen Faser, umfassend:
    (i) Ziehen eines Vorformlings unter einer nicht größeren Spannung als 20 MPa unter Bildung einer optischen Faser, welche einen aus Glas hergestellten Kern und eine aus Quarzglas hergestellte Umhüllung, die den Kern umgibt, wobei deren äußerste Schicht Fluor enthält, umfaßt; und
    (ii) hermetisches Auftragen eines Kohlenstoffilms um die gezogene optische Faser herum.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Kohlenstoffilm mit Hilfe von Gasphasenabscheidung nach chemischem Verfahren gebildet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Kohlenstoffilm aus einem Kohlenwasserstoff mit Hilfe von Gasphasenabscheidung nach chemischem Verfahren gebildet wird.
  7. 7, Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Kohlenwasserstoff ein ungesättigter Kohlenwasserstoff ist.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der ungesättigte Kohlenwasserstoff Ethylen oder Acetylen ist.
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