DE69005304T2 - Kontinuierlich kontrollierte entwässerung. - Google Patents

Kontinuierlich kontrollierte entwässerung.

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DE69005304T2 DE90908880T DE69005304T DE69005304T2 DE 69005304 T2 DE69005304 T2 DE 69005304T2 DE 90908880 T DE90908880 T DE 90908880T DE 69005304 T DE69005304 T DE 69005304T DE 69005304 T2 DE69005304 T2 DE 69005304T2
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  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Diese Erfindung ist mit Papierherstell-Maschinen des Typs befaßt, der einen "Flachsieb"- oder "Offensieb"-Formabschnitt besitzt, welcher Mittel zum Entfernen von Wasser von dem Papierstoff durch Anwendung von Saugwirkung enthält.
  • Bei diesem Maschinentyp wird im Gegensatz zu "Doppelsieb"- Maschinen oder "Spaltbildnern" eine als Papierstoff bekannte wäßrige Aufschlämmung, die sowohl Fasern wie auch andere Substanzen in einem Anteil von etwa 0,1% bis 1,5 Gew.-% enthält, von einem Stoffauflaufkasten-Schlitz auf ein einzelnes sich bewegendes Siebtuch aufgebracht. Wasser wird in dem als "Formungs- oder Siebabschnitt" bekannten Teil der Papierherstell-Maschine von dem Papierstoff fortschreitend durch das Siebtuch entfernt. In diesem "Siebabschnitt" wird eine Vielzahl von Entwässerungsgeräten benutzt, bis der Papierstoff etwa 2 bis 4 Gew.-% festes Material enthält. An diesem Punkt ist die Verteilung und Ausrichtung der Fasern und anderen Feststoffe in dem noch sehr nassen Papierstoff in hohem Maße festgelegt und wird sich in den restlichen Papierformungsschritten nicht mehr sehr verändern, wenn nicht andere Geräte wie ein Egoutteur oder ein Dandyroller oder aber ein "Obersieb" mit dem Papierstoff in Berührung gebracht werden. So ist an dieser Stelle die Ausbildung des Papiers im hohem Maße vollständig.
  • In großen Zügen enthält ein üblicher Offensieb-Formungsabschnitt ein Siebtuch, das an dem stauvorrichtungsseitigen Ende durch eine Brustwalze abgestützt ist, der der Reihe nach einen "Siebtisch" und eine Reihe von Entwässerungsgeräten, die Entwässerungs-Foils oder Registerwalzen sein können, und Saugboxen folgt. In neuerer Zeit ist in Siebabschnitten ein Siebtisch enthalten, gefolgt von Saugkästen der von Johnson in US-PS 4 140 573 beschriebenen Art. Diese Saugkästen wurden bisher in Längsrichtung des Siebabschnitts verteilt, wobei Abstände oder nicht entwässerte Räume dazwischen liegen.
  • Der eine berichtete Versuch zur Verwendung von unterdruckgestützter Entwässerung über die Gesamtlänge eines Offensieb-Formungsabschnitts scheint ein Versager gewesen zu sein. Eine derartige Papierherstell-Maschine wird durch E.J. Justus in US-PS 3 052 296 beschrieben (ausgegeben 1962 an Beloit Iron Works). Wie durch Justus beschrieben, wird das Siebtuch an einer "kontinuierlichen und im wesentlichen ununterbrochenen" Reihe von Saugkästen abgestützt, die so nahe wie praktisch möglich an dem Stoffauflaufkastenschlitz beginnt. Diese Saugkästen sind mit einer durchlöcherten Oberfläche zum Abstützen des Siebtuchs versehen, und dafür sind verschiedene Auslegungen vorgeschlagen. Justus nennt verschiedene Vorteile für eine solche Maschine: eine Erhöhung der Faserrückhaltung an dem Siebtuch von bis zu 70% im Vergleich zur üblichen Zahl von weniger als etwa 50%, reduzierte Siebmarkierungen an dem Papier und "besseres" Papier. Ein weiterer Punkt, den Justus hervorhebt, ist, daß mit seinen im wesentlichen ebenflächigen Saugkästen das als "Kick-up" (Aufschlag) bekannte Phänomen in dem Papierstoff nicht verursacht wird, das den Registerwalzen zugeordnet wird, die bis dahin als primäre Entwässerungsgeräte dienten. Kick-up ergibt sich aus der Vertikalablenkung des Siebtuchs, welche durch die von der Walze erzeugten Saugwirkung verursacht wird, wie es in US-PS 2 928 465 beschrieben ist. Wenn Kick-up auftritt, wird eine im wesentlichen vertikale Bewegung sowohl des Siebtuchs als auch des daran gehaltenen Papierstoffs in der Nähe einer Registerwalze beobachtet; diese Bewegung kann derart heftig werden, daß sie buchstäblich den Papierstoff vom Siebtuch abhebt. Ein solches Vorkommen ist der Herstellung eines guten Papiers nicht förderlich. In einer von den Beloit Iron Works stammenden Nachricht (berichtet durch P.Wrist in "The Formation and Structure of Paper", British Papier and Board Makers Association, London, England, 1962, Seiten 863, 864) wird bemerkt, daß, obwohl viele der durch die gesamtunterdruckgestützte, durch Justus vorgeschlagenen Entwässerungstechnik angebotenen Vorteile tatsächlich erreicht wurden, die "Ausbildung der [Papier] Schicht sich auf ein unannehmbares Niveau verschlechterte" (Mitteilung an P.Wrist von Beloit Iron Works). Mit anderen Worten, es erwies sich als unmöglich, ein Papier mit annehmbarer Qualität unter Verwendung der durch Justus vorgeschlagenen modifizierten Papierherstellmaschine herzustellen. Vielleicht als Konsequenz dieses Versagens wurde dieser Versuch einer Papierstoff-Entwässerung nicht weiter verfolgt. Selbst Justus wandte seine Aufmerksamkeit anderen Verfahren zu (z.B. wie in US-PS 3 102 066).
  • Es wurde jetzt erkannt, daß das Versagen der Justus-Verfahrensweise direkt mindestens zwei anscheinend miteinander nicht in Beziehung stehenden Ursachen zugeordnet werden kann. Zuerst bemühte sich Justus bei dem Vorhaben, die damals bekannten Probleme des heftigen Ansaugens und des Aufschleuderns (kick-up), die bei Registerwalzen vorherrschend wurden (und die ein Handicap wurden, das zu einer Begrenzung der Papier-Herstellgeschwindigkeit führte, da sich bei zunehmender Lineargeschwindigkeit des Siebbandes die Saugwirkung erhöhte und die Kick-up-Effekte kräftiger wurden) anzuregen, alle Bewegungseinflüsse auf die Papiermasse in dem Siebabschnitt zu beseitigen.
  • Es ist nun seit einiger Zeit bekannt geworden, daß sich verbesserte Papierherstell-Bedingungen ergeben können, wenn dem Papierstoff an dem Siebtuch etwas beabsichtigte und gesteurte Bewegungseinwirkung mitgeteilt wird, während er sich noch in einem hochfluiden Zustand befindet.
  • Es ist nun entdeckt worden, daß die genaue Abstandsgebung der zur Erzeugung der Papierstoffbewegung benutzten Geräte einen sehr wichtigen Effekt auf die Blattpapierqualität ausübt. Wenn die Geräte gleichmäßigen Abstand voneinander besitzen, wirken sie in einer periodischen oder harmonischen Beziehung zueinander, so daß die späteren Geräte (d.h. die weiter von dem Stoffauflaufkastenschlitz befindlichen) entweder die durch die vorherigen Geräte erzeugte Papierstoff- Bewegung verstärken und vergrößern oder diese Bewegung verringern und dämpfen können. Das ergibt eine gesteuerte und gleichförmige Papierstoff-Bewegung zur Verbesserung der Papierschicht-Ausbildung, die sowohl leicht zu erzeugen als auch leicht zu steuern ist.
  • Zweitens empfiehlt Justus, einen Unterdruckpegel zu benutzen, der von einem niedrigen Pegel von effektiv Null in einem Saugkasten benachbart zum Stoffauflaufkastenschlitz bis zu einer Zahl von etwa 2 inch Quecksilber am 3%-Punkt ansteigt, das ergibt einen Wert von etwa 70 cm WS (Wassersäule). Es ist entdeckt worden, daß dies auch ein Fehler war, und daß bei Entwässerungsgeräten, die den durch Justus vorgeschlagenen etwas ähnlich sind, oft ein weit geringerer Unterdruckpegel ausreicht, der von einem sehr niedrigen Pegel benachbart dem Stoffauflaufkastenschlitz bis zu einem Wert von nicht mehr als 50 cm WS am Ende des Siebabschnittes ansteigt. Es hat sich gezeigt, daß viel geringere Unterdruckpegel als die von Justus vorgeschlagenen mit großem Nutzen bei der Rückhaltung und der Siebmarkierung benutzt werden können, vorausgesetzt, daß die vorerwähnte Bewegung oder Kick-up erreicht werden kann. Das kann erreicht werden durch Verwendung der als Isoflo (Handelsmarke) bekannten statischen Entwässerung, die durch Johnson in US-PS 4 140 573 beschrieben wird.
  • So wurde nun entdeckt, daß dann, wenn erstens das korrekte Unterdruckniveau in den Saugkasten benutzt wird und zweitens der Weg, durch den sich das Siebtuch bewegt, während der Papierstoff noch hochfluid ist, in der richtigen Weise gesteuert wird, um dem Papierstoff etwas Bewegung zu verleihen, ein Siebabschnitt erfolgreich mit kontinuierlich unterdruckgestützter Entwässerung betrieben werden kann. Durch diese Mittel wird es möglich, die Fläche des Siebtuchs, die einer unterdruckgestützten Entwässerung unterworfen wird, in einem Ausmaß von oftmals mehr als 30% zu erhöhen, wobei sich der tatsächliche Anteil von Maschine zu Maschine ändert. Zusätzlich wird auch die Faserretention bedeutend verbessert.
  • Die Retention ist fundamental bei der Papierherstellung. Die gemeinhin verwendete Definition für die Erstdurchlauf-Retention (first pass retention (FPR)) bei Papierherstellung ist
  • Auflaufkastenkonsistenz - Siebwasserkonsistenz/Auflaufkastenkonsistenz x 100
  • Werte für FPR können von 30% im Falle von Papier mit hohem Füllstoffgehaltn bis über 90% für einige langfasrige Sorten reichen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die FPR, dazu gehören die Art des Papierstoffs, die Art des Siebtuchs, die Verwendung chemischer Retentions-Hilfsmittel, das Ausmaß der Papierstoff-Bewegung, das Ausmaß der beim Formen des Papiers benutzten Saugwirkung und insbesondere die dem Papierstoff beim Ausformen durch die Absaugung mitgeteilte Geschwindigkeit. Eine Verbesserung der Retention von 45% bis 70% verringert die Konsistenz des rücklaufenden Siebwassers beträchtlich, falls die Größen der Auflauföffnungen ungeändert bleiben. (Mit "Konsistenz" ist in diesem Zusammenhang der gesamte aufgeschwemmte Feststoffgehalt in Gew.-% in dem Papierstoff bzw. im Siebwasser gemeint). Das hat günstige Auswirkungen auf die gesamte Papierfertigung und reduziert das Ausmaß von Faser- und Füllstoffverlusten. Alternativ kann der Papierhersteller den Auflaufspalt verkleinern und weniger Wasser zum Ausbilden des Papiers benutzen. So ist ein Vorteil dieser Erfindung, der die Verwendung geringerer Unterdruckwerte bei gleichzeitigem Aufrechterhalten von guter Siebung erlaubt, die Reduzierung der Entwässerungs- Geschwindigkeit, wodurch die Retention und die Siebmarkierung verbessert werden.
  • So wird nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Papierherstell-Maschine mit einem offenflächigen Siebabschnitt geschaffen, die enthält mindestens ein wanderndes kontinuierliches Siebtuch, welches über eine Brustwalze hinwegtritt, die einem Auflaufkasten mit einem Stoffauflaufschlitz benachbart ist, durch welchen wäßriger Papierstoff auf das Siebtuch aufgelegt wird, und eine Vielzahl von Papierstoff-Entwässerungsgeräten unterhalb des Siebtuchs, welche enthalten Siebwasser-Entwässerungsmittel, ein mit Öffnungen versehenes Entwässerungsgerät benachbart dem Auflaufschlitz, welches eine Vielzahl von stationären Entwässerungselementen enthält, die in einer Stützbeziehung im wesentlichen quer zu dem Siebtuch angeordnet sind, eine mit Öffnungen versehene Fläche an den Papierstoff-Entwässerungsgeräten, die ausgelegt ist zum Abstützen des Siebtuchs und zum Schaffen sowohl der Öffnungen, durch welche das Siebtuch entwässert, als auch einer Unterdruckabdichtung zwischen dem Siebtuch und dem Entwässerungsmittel, und ein Unterdruckmittel, das sowohl Unterdruck-Zuführmittel, als auch Unterdruck-Steuermittel und Unterdruck-Dichtmittel für das Siebwasser-Entwässerungsmittel enthält, wodurch ein unter Umgebungsdruck liegender Unterdruck in jedem Entwässerungsmittel geschaffen wird; wobei in dem Siebabschnitt der Feststoffanteil des aus dem Auflaufkasten durch den Auflaufkastenschlitz auf das Siebtuch abgeschiedenen Papierstoffs von einem anfangs niedrigen Wert auf einen Wert von etwa 2% bis etwa 4% ansteigt; dadurch gekennzeichnet, daß (i) die mit Durchbrüchen versehene Fläche, welche das Siebtuch abstützt, einen Weg schafft, durch den sich das Siebtuch bewegt, der ein gesteuertes Niveau von gleichmäßig mit Abständen voneinander versehener periodischer harmonischer Bewegungsbeeinflussung innerhalb des Papierstoffs auf dem Siebtuch verursacht; (ii) die Papierstoff-Entwässerungsgeräte umfassen einen Saugkasten, der sich von der Nachbarschaft zu dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät bis zum Ende des Siebabschnitts erstreckt, welcher Saugkasten eine Vielzahl von unterdruckbeaufschlagten Kammern enthält; und (iii) das Unterdruckmittel einen Unterdruck in den unterdruckbeaufschlagten Kammern des Saugkastens schafft, der auf einen Wert gesteuert wird, welcher in Längsrichtung des Saugkastens von einem Minimalwert von 0,49 kPa (15 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck benachbart dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät auf einen Maximalwert von 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck am Ende des Siebabschnitts ansteigt.
  • Bei einer Ausführung umfaßt der Saugkasten eine Vielzahl von aneinander anstoßenden benachbarten Saugkästen, von denen jeder über die vollständige Breite des Siebabschnittes geht. Alternativ kann in einer zweiten Ausführung eine Reihe von unterdruck-abgedichteten Querwänden in einem einzigen großen Saugkasten vorgesehen werden. Damit umfaßt der Saugkasten eine Abfolge von separaten Entwässerungskammern, wobei an jedem derselben ein gesteuerter Unterdruckwert angelegt ist, der sich schrittweise von einem Pegel von nicht mehr als 0,49 kPa (5 cm Wassersäule) benachbart dem Stoffauflaufkasten auf nicht mehr als 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) am anderen Ende des Saugkastens ansteigt, d.h. bis zum Ende des Siebabschnitts. Jede Entwässerungskammer ist auch mit einem separaten vakuumdichten Entwässerungsmittel versehen.
  • Bei einer bevorzugten Ausführung umfaßt die mit Öffnungen versehene Fläche einen Tuchstützdeckel geschlitzter Art, der eine Reihe von miteinander mit Abstand versehenen Siebtuch-Stützklingen mit allgemein planaren oberen Flächen quer zur Laufrichtung des Siebtuchs umfaßt in einer gemeinsamen im wesentlichen horizontalen Ebene, wodurch dazwischen Saugkraft gewährende Spalte vorgesehen werden, in welchen das Siebtuch im wesentlichen unabgestützt ist und nach unten gezogen wird zur Bildung von den Siebstoff bewegenden Wellungen in den Spalten, wobei der Deckel Wasserabdichtungen bildende Leisten enthält, die in die Spalte zwischen die Tuchstützleisten eingesetzt sind und obere Flächen quer zur Laufrichtung des Siebtuchs besitzen mit einer geringeren Höhe als die oberen Flächen der Siebtuchabstützleisten und mindestens Wasserabdichtungen an den nach unten gerichteten Wellungen des Siebtuchs bilden und dadurch die Absaugung zeitweilig unterbrechen, um die Entwässerung zu begrenzen, während sie eine Vertikalbewegung der Fasern an dem durch den Siebabschnitt gehenden Siebtuch verursachen. In der meist bevorzugten Ausführung sind die Siebtuchabstützleisten mit gleichem Abstand voneinander über die Gesamtlänge des Siebabschnitts angeordnet. Das ergibt die gewünschte und erforderliche Bewegung in dem Papierstoff, da das Siebtuch und der darauf befindliche Papierstoff sich in einer periodischen oder harmonischen Weise über die Länge des Formabschnitts wellen.
  • In gewissen Fällen wird überlegt, daß es sich als entweder nicht praktikabel oder erwünscht erweisen kann, einen Siebabschnitt mit über die volle Länge geöffneter Fläche unter Benutzung von unterdruckgestützter Entwässerung zu benutzen, beispielsweise, wenn eine bestehende Papierherstell-Maschine modifiziert wird. Weiter ist zu bemerken, daß das Erzielen und Steuern der sehr geringen in der Nähe eines Auflaufschlitzes benötigten Vakuumpegels selbst sehr schwierig ist. Wie vorher bemerkt, wird eine Druckdifferenz von weniger als 0,49 kPa (5 cm Wassersäule) gegen Umgebungsdruck oder annähernd nur 0,5% des Umgebungsdruckes verwendet. Die Grundkonzepte dieser Erfindung können nichtsdestoweniger auch bei Papierherstell-Maschinen benutzt werden mit einem offenflächigen Siebabschnitt, bei dem vor einem unterdruckgestützten Abschnitt ein kurzer Entwässerungsabschnitt unter Verwendung von anderen statischen Entwässerungsgeräten angeordnet ist.
  • Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Verbessern der Papierausbildung geschaffen in einer Papierherstell-Maschine mit einem offenflächigen Siebabschnitt, der mindestens ein kontinuierliches wanderndes Siebtuch enthält, welches über eine einem Auflaufkasten mit einem Auflaufkastenschlitz benachbarte Brustwalze geht, durch welchen Schlitz ein wässriger Papierstoff auf das Siebtuch aufgebracht wird, und eine Vielzahl von Papierstoff-Entwässerungsgeräten unterhalb des Siebtuchs, welche enthalten Siebwasser-Ablaufmittel, ein dem Auflaufkastenschlitz benachbartes, mit Öffnungen versehenes Entwässerungsgerät, das eine Vielzahl von stationären Ablaufelementen enthält, die in einer Stützbeziehung im wesentlichen in Querrichtung des Siebtuchs angeordnet sind, eine mit Öffnungen versehene Fläche an den Papierstoff-Entwässerungsgeräten, die ausgelegt ist, das Siebtuch abzustützen und sowohl Öffnungen zu schaffen, durch welche das Siebtuch entwässert, wie auch eine Unterdruckabdichtung zwischen dem Siebtuch und dem Ablaufmittel, und ein Unterdruckmittel einschließlich sowohl eines Unterdruck-Zuführmittels, wie auch eines Unterdruck-Steuermittels und eines Unterdruck-Abdichtmittels für die Siebwasser-Ablaufmittel, wodurch ein unter Umgebungsdruck liegender Unterdruck in jedem Ablaufmittel geschaffen wird; wobei in dem Siebabschnitt der Feststoffgehalt des von dem Auflaufkasten durch den Auflaufkastenschlitz auf das Siebtuch aufgebrachten Papierstoffs ansteigt von einem anfänglichen niedrigen Wert auf einen Wert von etwa 2% bis etwa 4%, welches Verfahren umfaßt, daß auf das sich bewegende Siebtuch ein wäßriger Papierherstell-Faserstoff über die Breite des Siebtuchs ausgelassen wird und das Siebtuch zur Bewegung durch den Siebabschnitt veranlaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß (i) ein gesteuertes Niveau von mit gleichförmigem Abstand versehener periodischer harmonischer Bewegungsbildung in dem Papierstoff dadurch geschaffen wird, daß das Siebtuch veranlaßt wird, einem zum Einführen der gewünschten Bewegungsbildung aufgebauten und eingerichteten Weg zu folgen; (ii) ein gesteuertes unter Umgebungsdruck liegendes Druckniveau unter dem Siebtuch aufgebracht wird mittels eines Saugkastens, der sich von der Nähe des mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerätes bis zum Ende des Siebabschnitts erstreckt, wobei der angelegte Unterdruck von einem Minimalwert von 0,49 kPa (5 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck benachbart dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät auf einen Maximalwert von 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck am Ende des Siebabschnitts ansteigt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführung wird der Unterdruck in dem Saugkasten so gesteuert, daß er stufenweise in den getrennten Abschnitten des Kastens in Längsrichtung des Siebabschnitts ansteigt vom anfänglich niedrigen Wert von unter 0,49 kPa unter Umgebungsdruck (5 cm Wassersäule) zu einem maximalen Wert von nicht mehr als 4,9 kPa unter Umgebungsdruck (50 cm Wassersäule). Erwünschtermaßen sind so viele Unterdruckpegel wie möglich vorhanden, vorzugsweise mehr als drei und meistbevorzugt mindestens fünf.
  • Die Erfindung wird nun mit Verweis auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, in welcher zeigt:
  • Fig. 1 schematisch den Eingangsteil einer üblichen Papierherstell-Maschine nach dem Stand der Technik;
  • Fig. 2 eine übliche Foilklinge nach dem Stand der Technik;
  • Fig. 3 eine sog. Isoflo-Einheit nach US-A-4 140 573;
  • Fig. 4 schematisch eine harmonische Papierstoff-Bewegungsbildung, mit einer Reihe von Foils verbunden;
  • Fig. 5 schematisch eine nach einem Aspekt dieser Erfindung abgewandelte Papierherstell-Maschine;
  • Fig. 6 eine Abwandlung der Maschine aus Fig. 5; und
  • Fig. 7 eine Einzelheit der Fig. 5.
  • In diesen Figuren sind relevante gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In Fig. 1 ist der Siebabschnitt einer üblichen Offenflächen- Papierherstellmaschine nach dem Stand der Technik gezeigt, welche ein Siebgewebe oder Siebtuch 1 enthält, das sich in Richtung der Pfeile 1A und 1B bewegt. Das Form- oder Siebtuch bewegt sich über eine Brustwalze 2 und verschiedene Spann- und Mitlaufwalzen 3. Der Papierstoff wird von dem schematisch bei 4 gebildeten Auflaufkasten durch einen Auflaufspalt 5 abgegeben, der sich quer über das Siebtuch 1 erstreckt. Unter der Siebbahn sind in der Entwässerungszone eine Abfolge von Entwässerungsgeräten 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 angeordnet, die mit Siebwasserabläufen 15, 16, 17, 18 und 19 versehen sind. Das erste Entwässerungsgerät 6 umfaßt eine Siebauflage, das zweite, 7, umfaßt eine Offenfoil-Einheit und der Rest sind sog. Isoflo-Einheiten (Handelsmarke). Die Kästen 8 bis 12 werden auch durch die Unterdruckrohre 20, 21, 22, 23 bzw. 24 mit einem gesteuerten Unterdruck beaufschlagt. Der anliegende Unterdruck reicht typischerweise von 0 bis 5 cm Wassersäule im Kasten 8, bis zu nicht mehr als 50 cm Wassersäule im Kasten 12; die Siebwasser-Ablässe 15, 16, 17, 18 und 19 enthalten entsprechende Unterdruckzweige. Ein Schlüsselmerkmal besteht darin, daß nicht alle Siebabschnitte aktiv entwässert werden. Die Entwässerungs- und Saugkästen sind durch Abstände getrennt, welche mit a, b, c, d, e und f bezeichnet sind und nichtentwässerte Bereiche darstellen, ausgenommen Wasser, das etwa unter Schwerkraftwirkung zufällig dort abfließt. Bei der dargestellten Maschine nach dem Stand der Technik stellen diese Zwischenbereiche nahezu 30% der Gesamtfläche des Siebabschnitts dar.
  • Bei dieser für den bestehenden Stand der Technik typischen Maschine sind drei unterschiedliche Arten von Entwässerungselementen benutzt, der Reihe nach von dem Auflaufspalt 5 ab. Das erste davon ist eine Reihe von üblichen dem Kasten 6 zugeordneten Flachformleisten oder -Rakeln.
  • Im Kasten 7 sind die Entwässerungselemente 25 übliche Foil-Leisten, die in breiter Hinsicht der im Querschnitt in Fig. 2 gezeigten Form entsprechen. Diese Foils umfassen eine Stützleiste 28 mit einem T-förmigen Kopf, auf welche die Foilleiste 29 selbst aufgeschoben ist. Diese enthält eine ebene Fläche 30, auf welcher das Siebtuch 1 aufliegt, und eine divergente abstromseitige Fläche 31. In der Figur ist der Divergenzwinkel Z zur Klarheit übertrieben gezeigt. Allgemein ist er weit geringer als dargestellt und liegt zwischen 1º bis etwa 5º, wobei weithin Winkel von 2 bis 2,5º verwendet werden. Wenn das Siebtuch sich über den Foil in Richtung des Pfeils 32 bewegt, wird infolge hydraulischer Phänomene, die in dem sich durch die Abstromfläche 31 ergebenden Spalt erzeugt werden, Wasser von dem Papierstoff durch das Siebtuch abgesaugt.
  • In den Kästen 8 bis 12 wird die sog. Isoflo-Einheit benutzt, die im Detail in Johnson's US-PS 4 140 573 beschrieben ist. Dies ist in Fig. 3 gezeigt (die grob Johnson's Fig. 4 entspricht) und es ist zu sehen, daß sie zwei Gruppen von statischen Geräten 26 und 27 enthält. Die Geräte 26 und 27 werden jeweils an einer T-förmigen Leiste 28 gehalten; diese T-Leisten 28 sind über die Breite des Kastens durch entsprechend plazierte Stützen 33 gehalten. Obwohl im Aussehen gleichartig zu den Foilleisten in Fig. 2, unterscheiden sich die Geräte 26 und 27 in zwei getrennten Weisen. Die oberen Flächen aller dieser Geräte, die gegen das Siebtuch 1 anliegen, sind allgemein planar und entweder in der Ebene des Siebtuchs (Gerät 26) oder ein wenig darunter (siehe Gerät 27)
  • Wie in Fig. 3 gezeigt, ist die vertikale Tieferlegung der Geräte 27 mit A bezeichnet, und auch diese ist zur Klarheit übertrieben. In der Praxis liegt dieser Abstand im Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 5,0 mm. Das Siebtuch wellt sich bei der Bewegung über eine derartige durchbrochene Fläche zwischen den aufeinanderfolgenden Geräten 26, und die dazwischen angebrachten Geräte 27 sind vertikal so angeordnet, daß sie mit der Unterseite des Siebtuchs eine Wasserabdichtung bilden. Nicht dargestellte Dichtelemente sind ebenfalls längs der Seiten der Kästen zwischen den Entwässerungsgeräten parallel zu den Seiten des Siebtuchs vorgesehen. Wasser wird von dem Papierstoff durch das Siebtuch durch Anlegen von Unterdruck an den Kasten abgezogen.
  • Es gibt ein weiteres Merkmal, das diesen beiden Formen der statischen Entwässerungsgeräte gemeinsam ist. Fig. 4 zeigt schematisch die harmonische oder periodische Papierstoff-Bewegung, die durch eine regelmäßige und gleichförmige Abstandsgebung der Vertikalimpulse erzeugt werden kann, welche durch die ein Siebtuch abstützende Foilleisten erzeugt werden. In Fig. 4 ist ein kleiner Abschnitt des Siebtuchs 1 bei Bewegung in Richtung des Pfeils 1A gezeigt. Das Siebtuch tritt über eine Reihe von Foilleisten hinweg, die alle gleichmäßig einen Abstand Y voneinander besitzen, wie zwischen den Foilleisten 45 und 46 angezeigt, die auf den T-Leisten 41 bzw. 42 angebracht sind. Da die Papierstoff- Bewegung durch vertikale Bewegung des Siebtuchs erzeugt wird, die wiederum durch die Foilleisten hervorgerufen wird, welche durch den konstanten Abstand Y voneinander getrennt sind, folgt dem mit 48 bezeichneten Bereich der vertikalen Papierstoff-Bewegung ein weiterer Bereich 50. In gleicher Weise ist die Beruhigungszone 49 gefolgt von einer weiteren Beruhigungszone 41 nach dem Bereich 50. Wie Fig. 4 zeigt, besitzen sowohl die Vertikalbewegungsflächen 48 und 50 wie die Beruhigungszonen 49 und 51 jeweils den gleichen Abstand Y. Wie in Fig. 4 gezeigt, ist an der T-Leiste 42 keine Foilleiste vorhanden und es tritt ein weiterer Vertikal-Bewegungseinfluß des Papierstoffs an der Stelle 52 auf (die in Fig. 4 anders angelegt ist, um hervorzuheben, daß sich an der T-Leiste 43 keine Foilleiste befindet), obwohl die Amplitude der Bewegung an der Stelle 52 etwas geringer ist, als sie sich mit einer richtig an dem T-Stab angebrachten Foilklinge ergeben würde. Das Auftreten dieser Aktivität in der Umgebung der T-Leiste 43 (die keine Foilleiste besitzt) wird als Auftreten einer "Geisterleiste" bezeichnet. Es ist auch wichtig zu bemerken, daß diese Bereiche des In-Bewegung- Setzens und der Beruhigung in dem Papierstoff nicht mit dem Siebtuch weiterlaufen, sondern stattdessen im wesentlichen am gleichen Ort verbleiben. Eine gleichartige Beruhigungszone 53 folgt der "Geisterleiste", und foil-induzierte Bewegung 54 tritt in der Nachbarschaft des Foils 47 auf.
  • Für das in Fig. 3 gezeigte Johnson-Isoflo-Gerät stammt der Bereich der Vertikalbewegung des Papierstoffs von der Abwärtsneigung des Siebtuchs während seiner Bewegung von den Tuchstützflächen 26 zu den Flächen 27, und eine ähnliche Periodizität wie die in Fig. 4 gezeigte wird beobachtet.
  • So hat es sich gezeigt, daß die Abstandshaltung der verschiedenen Stützflächen für das Siebtuch benutzt werden kann, die in dem Papierstoff an dem Siebtuch auftretende Bewegung zu erzeugen, zu optimieren und zu steuern. Die Entwässerungs-Stützflächen können zur Steuerung der Vertikalbewegung eingesetzt werden, die vorher durch vorangehende Entwässerungsgeräte eingeleitet wird.
  • Diese Flexibilität des Steuerns des Ausmaßes der Vertikalbewegung, deren Auftreten in dem Papierstoff an dem Siebtuch zugelassen wird, erlaubt eine bessere Entwässerung des Papierstoffs bei seinem Lauf an dem Siebtuch durch den Siebabschnitt. Zwei mögliche Arten des Einsatzes dieser Erfindung sind in Fig. 5 und 6 gezeigt. Jede dieser Figuren zeigt im wesentlichen den gleichen Abschnitt einer Papierherstell- Maschine, wie in Fig. 1 gezeigt, jedoch mit gewissen Unterschieden. Wie in Fig. 1 tritt das Siebtuch 1 über die Walzen 3 um die Brust- oder Umlenkwalze 2 und dann an dem Stoffauflaufschlitz 5 vorbei, an welcher Stelle der Papierstoff aufgebracht wird. Die Entwässerung wird eingeleitet durch den Siebtisch-Leistenabschnitt an Kasten 6 und setzt sich fort durch die dem Kasten 7 zugeordneten Foils; es ist zu bemerken, daß die Kästen 6 und 7 weiterhin durch einen Abstandsspalt 8a getrennt sind.
  • Der Rest des Siebabschnitts umfaßt einen einzigen ausgedehnten oder verlängerten Saugkasten 100, der in aufeinanderfolgende getrennte Kammern 8, 9, 10, 11 und 12 unterteilt ist, entweder unter Benutzung eines einzigen kontinuierlichen Saugkastens mit Teilwänden oder durch Benutzung einer Vielzahl von kleineren Kästen, die eng aneinandergeschoben sind. Diese Saugeinheiten unterscheiden sich auch in einer anderen Weise von der in Fig. 3 gezeigten Anordnung. In dieser Figur ist die erste Stützfläche 26 eine obere und ihr folgt eine untere Stützfläche 27. Wie durch Johnson in US-PS 4 140 573 beschrieben, ist die letzte Stützfläche in dem Kasten auch eine obere. Wenn eine Folge von Kästen auf diese Weise in aneinander anstoßende Beziehung gesetzt wird, wird eine dieser Flächen redundant, da die letzte Stützfläche in einem Kasten auch die erste Stützfläche für den nächsten wird. Das ist klarer in Fig. 7 dargestellt.
  • Es sind zwei unterschiedliche Arten, in denen der kontinuierliche Saugkasten dieser Erfindung benutzt werden kann, um die in Fig. 1 gezeigte Art von Maschinen zu verbessern. In Fig. 5 wurden die Spalte c bis einschließlich f beseitigt durch Verlängern der Kästen 8 bis 12, und deswegen hat sich die Gesamtlänge des Siebabschnitts nicht geändert. Alternativ kann die gleiche Wirkung erreicht werden durch Hinzufügen eines weiteren Kastens in Anpassung an die Größe der Spalte c bis f und Verschieben der Kästen 9, 10 und 11, um diesen Kasten zuzulassen. In jedem Fall bleibt die Länge des Siebabschnitts ungeändert. Die andere Wahl ist, einfach die Saugkästen 8 bis 12 aneinander zu schieben, um die Spalte c bis f zu beseitigen. Dies ist zwar wirksam, hat jedoch zwei Nachteile. Der erste besteht darin, daß das äquivalente Stück des Siebgewebes (im wesentlichen der beseitigten Spaltlänge entsprechend) effektiv unbenutzt bleibt, wenn nicht auch der etwas drastische Schritt der Reduzierung der Gesamtmaschinenlänge vorgenommen wird. Der zweite ist, daß, obwohl die gleiche Menge von Wasser von dem Papierstoff entfernt wird, die Verwendung eines insgesamt kürzeren Siebabschnitts bedeutet, daß das Wasser rascher entfernt wird, als es der Fall ist, falls die Länge des Siebabschnitts ungeändert bleibt. Es erscheint als vorteilhaft, die Länge des Siebabschnitts beizubehalten, da das Entfernen der gleichen Wassermenge in einer größeren Siebtuchlänge die Entfernungs-Geschwindigkeit des Wassers vermindert. Ein Abnehmen der Entwässerungsrate verbessert allgemein die Qualität des hergestellten Papiers, da bessere Papiermattenbildung auftritt und die Siebmarkierung verringert wird. Weiter verbessern sich auch die FPR-Zahlen, und es erscheint möglich, eine Verbesserung in der Größenordnung von 20% mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu erreichen.
  • In Fig. 5 sind zwei der bezeichneten Spalte, die nicht aktiv entwässert werden, in dem Siebtuch weiterhin vorhanden: dies sind die Spalte a und b. Wie in Fig. 6 gezeigt, ist es auch möglich, den Spalt b zu beseitigen und damit den Saugkasten 100 etwas weiter zu verlängern. Die gleichen Überlegungen treffen auch darauf zu, ob der Spalt b entfernt wird durch Verlängern des Kastens 100, durch Hinzufügen eines weiteren Kastens oder durch eine Verschiebung des Kastens 100, wie vorher mit Bezug auf Fig. 5 erwähnt. Es erscheint,daß es vorzuziehen ist, den Kasten 100 zur Beseitigung des Spaltes b zu verlängern. Es sollte auch bemerkt werden, daß bei einer Beseitigung des Spaltes b das letzte Foil im Kasten 7, das allgemein über der dem Spalt b benachbarten Kastenwand sein wird, überflüssig wird, da die grundsätzlich in Fig. 7 gezeigte Anordnung benutzt werden sollte mit einer Tuchstützklinge über den aneinander anstoßenden Wänden der Kammer 7 und des Saugkastens 100.

Claims (8)

1. Papierherstell-Maschine mit einem offenflächigen Siebabschnitt, die enthält mindestens ein wanderndes kontinuierliches Siebtuch (1), welches über eine Brustwalze (2) hinwegtritt, die einem Auflaufkasten (4) mit einem Stoffauflaufschlitz (5) benachbart ist, durch welchen wäßriger Papierstoff auf das Siebtuch aufgelegt wird, und eine Vielzahl von Papierstoff-Entwässerungsgeräten unterhalb des Siebtuchs, welche enthalten Siebwasser-Entwässerungsmittel, ein mit Öffnungen versehenes Entwässerungsgerät (6, 7) benachbart dem Auflaufschlitz, welches eine Vielzahl von stationären Entwässerungselementen enthält, die in einer Stützbeziehung im wesentlichen quer zu dem Siebtuch angeordnet sind, eine mit Öffnungen versehene Fläche (26, 27) an den Papierstoff-Entwässerungsgeräten, die ausgelegt ist zum Abstützen des Siebtuchs und zum Schaffen sowohl der Öffnungen, durch welche das Siebtuch entwässert, als auch einer Unterdruckabdichtung zwischen dem Siebtuch und dem Entwässerungsmittel, und ein Unterdruckmittel, das sowohl Unterdruck-Zuführmittel, als auch Unterdruck-Steuermittel und Unterdruck-Dichtmittel für das Siebwasser-Entwässerungsmittel enthält, wodurch ein unter Umgebungsdruck liegender Unterdruck in jedem Entwässerungsmittel geschaffen wird; wobei in dem Siebtuchabschnitt der Feststoffanteil des aus dem Auflaufkasten durch den Auflaufkastenschlitz auf das Siebtuch abgeschiedenen Papierstoffs von einem anfangs niedrigen Wert auf einen Wert von etwa 2% bis etwa 4% ansteigt; dadurch gekennzeichnet, daß
(i) die mit Durchbrüchen versehene Fläche (26, 27), welche das Siebtuch abstützt, einen Weg schafft, durch den sich das Siebtuch bewegt, der ein gesteuertes Niveau von gleichmäßig mit Abständen voneinander versehener periodischer harmonischer Bewegungsbeeinflussung (48, 50) innerhalb des Papierstoffs auf dem Siebtuch verursacht;
(ii) die Papierstoff-Entwässerungsgeräte umfassen einen Saugkasten (100), der sich von der Nachbarschaft zu dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät (6, 7) bis zum Ende des Siebtuchabschnitts erstreckt, welcher Saugkasten eine Vielzahl von unterdruckbeaufschlagten Kammern (8, 9, 10, 11, 12) enthält; und
(iii) das Unterdruckmittel einen Unterdruck in den unterdruck-beaufschlagten Kammern des Saugkastens schafft, der auf einen Wert gesteuert wird, welcher in Längsrichtung des Saugkastens von einem Minimalwert von 0,49 kPa (15 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck benachbart dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät auf einen Maximalwert von 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck am Ende des Siebabschnitts ansteigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkasten (100) umfaßt entweder einen Einzelkasten (100), der sich von dem Anschluß an das mit Öffnungen versehene Entwässerungsgerät (6, 7) zu dem Ende des Siebabschnitts erstreckt und mit einer Vielzahl von druckdichten Querteilungen versehen ist, zwischen welchen jeweils ein separat gesteuerter Unterdruck angelegt werden kann und von denen jedes ein getrenntes Siebwasser-Ablaufmittel (15, 16, 17, 18, 19) besitzt, oder eine Vielzahl von aneinander anstoßenden benachbarten Kästen, die sich von der Nachbarschaft zu dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät erstrecken, von denen an jeden ein separat gesteuerter Unterdruck angelegt werden kann und jedes ein separates Siebwasser-Ablaufmittel (15, 16, 17, 18, 19) besitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungsgerät (6, 7) umfaßt zwei mit separatem Ablaufversehene und getrennte statische Ablaufgeräte, welche einen Siebtuch-Auflagenabschnitt (6) benachbart dem Auflaufkastenschlitz (5) umfassen, und einen getrennten Foil-Abschnitt (7) mit Abstand davon, in welchem Abschnitt jedes Foil (29) eine ebene Stützfläche (30) umfaßt und einen Nachlaufabschnitt (31) (in Laufrichtung des Siebtuchs), das von der Ebene des Tuchs (1) mit einem Winkel größer als 0º und kleiner als 5º abweicht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Öffnungen versehen Fläche an dem Saugkasten umfaßt eine geschlitzte Gewebeauflagedecke, welche umfaßt eine Reihe von mit Abstand voneinander versehenen Siebtuch-Stützleisten (26) mit einer allgemein planaren oberen Fläche quer zur Laufrichtung des Gewebes in einer gemeinsamen im wesentlichen horizontalen Ebene, die dazwischen saugzugängliche Spalte schaffen, in welchem das Siebtuch im wesentlichen unabgestützt ist und nach unten gezogen wird, um den Papierstoff bewegende Wellungen in den Spalten zu bilden, wobei die Auflagedecke enthält Wasserabdicht-Siebleisten (27), die in den Spalten zwischen den Gewebeabstützleisten angeordnet sind und obere Flächen quer zur Laufrichtung des Gewebes besitzen an einem niedrigeren Niveau als die Oberflächen der Gewebestützleisten und mindestens Wasserabdichtungen an den nach unten gehenden Wellungen des Siebtuchs bilden, dadurch die Saugwirkung zeitweilig unterbrechen, um die Entwässerung zu begrenzen, während sie gleichzeitig eine Vertikalbewegung der Fasern an dem sich durch den Siebabschnitt bewegenden Tuch verursachen; wobei sowohl die erste, wie auch die letzte und irgendwelche Zwischenstützleisten, die entweder über eine innere unterdruckdichte Querteilwand oder zwei aneinanderstoßende Querwände von zwei benachbarten Saugkästen gesetzt sind, alle zusammen Tuchabstützleisten (26) bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Foilabschnitt die separaten Foils (29) so gesetzt sind, daß sie zur gesteuerten Bewegungsbildung des Papierstoffs an dem Siebtuch beitragen.
6. Verfahren zum Verbessern der Papierausbildung in einer Papierherstell-Maschine mit einem offenflächigen Siebabschnitt, der mindestens ein kontinuierliches wanderndes Siebtuch (1) enthält, welches über eine Brustwalze (2) benachbart einem Auflaufkasten (4) mit einem Auflaufkastenschlitz (5) geht, durch welchen Schlitz ein wäßriger Papierstoff auf das Siebtuch aufgebracht wird, und eine Vielzahl von Papierstoff-Entwässerungsgeräten unterhalb des Siebtuchs, welche enthalten Siebwasser- Ablaufmittel, ein dem Auflaufkastenschlitz benachbartes, mit Öffnungen versehenes Entwässerungsgerät (6, 7), das eine Vielzahl von stationären Ablaufelementen enthält, die in einer Stützbeziehung im wesentlichen in Querrichtung des Siebtuchs angeordnet sind, eine mit Öffnungen versehene Fläche (26,27) an den Papierstoff-Entwässerungsgeräten, die ausgelegt ist, das Siebtuch abzustützen und sowohl Öffnungen zu schaffen, durch welche das Siebtuch entwässert, wie auch eine Unterdruckabdichtung zwischen dem Siebtuch und dem Ablaufmittel, und ein Unterdruckmittel einschließlich sowohl eines Unterdruck- Zuführmittels, wie auch eines Unterdruck-Steuermittels und eines Unterdruck-Abdichtmittels für die Siebwasser- Ablaufmittel, wodurch ein unter Umgebungsdruck liegender Unterdruck in jedem Ablaufmittel geschaffen wird;
wobei in dem Siebabschnitt der Feststoffgehalt des von dem Auflaufkasten durch den Auflaufkastenschlitz auf das Siebtuch aufgebrachte Papierstoffs ansteigt von einem anfänglichen niedrigen Wert auf einen Wert von etwa 2% bis etwa 4%, welches Verfahren umfaßt, daß auf das sich bewegende Siebtuch ein wäßriger Papierherstell-Faserstoff über die Breite des Siebtuchs ausgelassen wird und das Siebtuch zur Bewegung durch den Siebabschnitt veranlaßt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
(i) ein gesteuertes Niveau von mit gleichförmigem Abstand versehener periodischer harmonischer Bewegungsbildung in dem Papierstoff dadurch geschaffen wird, daß das Siebtuch veranlaßt wird, einem zum Einführen der gewünschten Bewegungsbildung aufgebauten und eingerichteten Weg zu folgen;
(ii) ein gesteuertes unter Umgebungsdruck liegendes Unterdruckniveau unter dem Siebtuch aufgebracht wird mittels eines Saugkastens, der sich von der Nähe des mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerätes bis zum Ende des Siebabschnitts erstreckt, wobei der angelegte Unterdruck von einem Minimalwert von 0,49 kPa (5 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck benachbart dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät auf einen Maximalwert von 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck am Ende des Siebabschnitts ansteigt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkasten (100) entweder einen Einzelkasten umfaßt, der sich von der Nachbarschaft zu dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät (6, 7) zu dem Ende des Siebabschnitts erstreckt und mit einer Vielzahl von druckdichten Querteilwänden versehen ist, zwischen welchen ein separat gesteuerter Unterdruck angewendet werden kann und von denen jede ein separates Siebwasser-Ablaufmittel (15, 16, 17, 18, 19) besitzt, oder eine Vielzahl von aneinander anstoßenden benachbarten Kästen, die sich von der Nachbarschaft zu dem mit Öffnungen versehenen Entwässerungsgerät erstrecken, an denen jeweils ein separat gesteuerter Unterdruck angelegt werden kann und von denen jedes ein separates Siebwasser-Ablaufmittel (15, 16, 17, 18, 19) besitzt.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß:
(a) ein wäßriger Papierherstell-Faserstoff auf das sich bewegende Siebtuch über dessen gesamte Breite ausgelassen wird;
(b) das Siebgewebe sich über ein mit Öffnungen versehenes Entwässerungsgerät bewegt, welches in Kombination umfaßt einen Siebleistenabschnitt benachbart zum Auflaufkastenschlitz und einen Foileinheiten-Abschnitt, in welchen Abschnitt jedes Foil umfaßt eine ebene Stützfläche und einen Nachlaufabschnitt (in der Laufrichtung des Siebtuchs), der von der Ebene des Tuchs mit einem Winkel größer als 0º und kleiner als 5º abweicht;
(c) das Siebgewebe sich danach über einen kontinuierlichen Saugkasten bewegt, der eine Vielzahl von Kammern enthält, von denen an jede ein gesteuertes Unterdruckniveau angelegt wird, in mit gleichmäßigem Abstand voneinander versehenen Zonen quer zur Laufrichtung des Tuchs, und zugelassen wird, daß das Tuch in die Spalte zwischen den abgestützten Zonen einsackt und vertikale Tuchwellungen in den Spalten bildet, um dadurch mit gleichmäßigem Abstand versehene periodische harmonische Bewegungsbildung in den Papierstoff einzuführen;
(d) Wasserdichtmittel zwischen den Spalten in einer Ebene vorgesehen sind, die unter der liegt, wo das Tuch abgestützt ist, um die Saugwirkung zu unterbrechen;
(e) Unterdruck in den Spalten an die Unterseite des Siebtuchs angelegt wird, um das Tuch zwischen den Spalten nach unten zu ziehen, wobei die in jedem Spalt angelegte Saugwirkung durch das die Wasserdichtung bildende Mittel unterbrochen wird, wenn die wäßrige Papierherstell-Faseraufschlämmung entwässert wird; und
(f) der an die Kammern unter den Spalten angelegte Unterdruck so gesteuert wird, daß der angelegte Unterdruck fortschreitend von einem Minimalwert von 0,49 kPa (5 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck benachbart der Foil- Einheit auf einen Maximalwert von nicht mehr als 4,9 kPa (50 cm Wassersäule) unter Umgebungsdruck am Ende des Siebabschnitts ansteigt.
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