-
Eine gemeinsame Stufe in der Behandlung von Holzspänen zur
Papierproduktion ist chemischer Aufschluß, z.B. das
sogenannte Kraftzellstoffverfahren, das ein Kochen der
Holzspäne mit alkalischem Sulfat ist. Die ursprünglichen
Holzspäne enthalten ungefähr 30% Lignin und am Ende des
chemischen Kochverfahrens bleiben noch weniger als 5% der
Ligninverbindungen in der Pulpe zurück. Wegen der starken
braunen Farbe des verbleibenden Lignins und seiner Neigung,
im UV-Licht oder durch Oxidation nachzudunkeln, muß dieses
entfernt werden, um eine weiße Pulpe ohne die Neigung zu
Farbumwandlung zu erhalten.
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Die braune Farbe kann durch ein mehrstufiges Bleichen unter
Verwendung von z.B. Chlor und/oder Chlordioxid, entfernt
werden. Wegen der ständig steigenden Sorge um die Umwelt muß
die Dosierung von Chlor und/oder Chlordioxid jedoch auf
einem Minimum gehalten werden und aus diesem Grund ist die
enzymatische Behandlung der sulfatgekoppelten Pulpe
eingeführt worden, siehe z.B. The third International
Conference on Biotechnology in the Pulp and Paper Industry,
Stockholme 16-19.6., 1986, Seite 67-69.
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Bisher ist die enzymatische Behandlung bei saurem pH mit
Hemicellulasen mit einem pH-Optimum in sauren pH-Bereich
durchgeführt worden, siehe 4th International Symposium Wood
and Pulping Chemistry, Paris, 22-30 April, 1987, Vol. 1,
Seiten 151-154.
-
Die Tatsache, daß die enzymatische Behandlung bisher bei
einem sauren pH durchgeführt werden mußte, ist ein Nachteil,
weil der alkalische Kraftzellstoff angesäuert werden muß,
was große Mengen an Chemikalien erfordert, und es stört auch
die Salzbilanz, was ein Problem im Rückgewinnungssystem des
Zellstoffwerks sein kann.
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Für bestimmte chemische Aufschlußverfahren, z.B.
Kraftzellstoffaufschluß, wäre es höchst vorteilhaft, wenn
die enzymatische Behandlung bei alkalischem pH durchgeführt
werden könnte, wodurch die Notwendigkeit der Neutralisation
der Pulpe vermieden und das Enzymverfahren direkt an die
existierende Verfahrensanlage anpaßbar würde.
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Überraschenderweise ist gemäß der Erfindung festgestellt
worden, daß alkalische Xylanasen, die eine hervorragende,
bleichfähigkeits-verbessernde Wirkung zeigen, tatsächlich
existieren. Außerdem ist festgestellt worden, daß der
Zeitraum, der für enzymatische Vorbehandlung notwendig ist,
mit solchen alkalischen Xylanasen beträchtlich verkürzt
werden kann und daß die Verwendung der alkalischen Xylanasen
auch von einem verringerten Bedarf nach aktivem Chlor in den
Bleichstufen begleitet wird, verglichen mit den
Säurebehandlungen, die in der Literatur beschrieben sind,
und/oder der Weißgrad verbessert wird.
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Somit ist das Verfahren zur Behandlung von chemisch
vollkommen aufgeschlossener Lignocellulose-Vollpulpe durch
die Tatsache gekennzeichnet, daß die Lignocellulosepulpe mit
einer alkalischen Xylanase bei einem pH über 7,5 behandelt
wird, woraufhin die so behandelte Lignocellulosepulpe mit
Chlor bei einem Vielfachen an aktivem Chlor von 0,20 oder
weniger in der ersten Chlorierungsstute behandelt wird.
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In Biotechnology und Bioengineering, Vol. 32, Seiten 235-239
(1988), beschreiben M.G. Paice et al. ein Verfahren zur
Behandlung von chemisch vollkommen aufgeschlossener
Lignocellulose-Vollpulpe. Auf Seite 236, 2. Spalte, Zeile 7
über der Lignin-Formel wird jedoch deutlich, daß die
Enzymbehandlung bei pH 5,0 durchgeführt wird, d.h. deutlich
außerhalb des Umfanges der Erfindung.
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In Fourth International Symposium on Wood and Pulping
Chemistry, Paris (1987) beschreiben Jean-Marie Chauvet et
al. ein Verfahren zur Behandlung von Lignocellulosepulpe bei
einem sauren pH mit Hemicellulasen mit einem pH-Optimum im
sauren pH-Bereich, d.h. ein Verfahren nach dem Stand der
Technik.
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In dieser Beschreibung mit Ansprüchen ist eine alkalische
Xylanase eine Hemicellulase, die eine hohe Xylanase-
Aktivität bei hohen pH-Werten zeigt, wie detaillierter im
folgenden spezifiziert wird.
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In dieser Beschreibung mit Ansprüchen ist eine alkalische
Xylanase als eine Hemicellulase definiert, die bei einem pH
von 9,0 wenigstens 10% ihrer maximalen Xylanase-Aktivität
(Aktivität bei optimalem pH) beibehält. Die Xylanase-
Aktivität bei einem gegebenen pH wird als die Verringerung
der Kappazahl gemessen, die in dem unten beschriebenen
experimentellen Verfahren erhalten wird.
Experimentelle Bedingungen:
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Das Substrat ist eine gut
gewaschene Birch-Kraftpulpe mit einer Kappazahl von 15 bis
25 und einer Viskosität von 1200-1500 dm³/kg (Viskosität
gemessen in Kupferethylendiamin-Lösung gemäß dem SCAN-
Standard SCAN-CM 15:88).
Pufferlösungen:
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Im pH-Bereich von 5,8 bis 8,0 wird ein 0,05
M Kaliumdihydrogenphosphatpuffer verwendet und im Bereich
von 8,0 bis 10,8 wird ein 0,0125 M Boratpuffer verwendet.
Verfahren:
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Eine Pulpe-Probe wird gemäß dem Scan-Standard
(SCAN-C18:65) disintegriert. Eine Pufferlösung mit dem
gewünschten pH wird anstelle von Wasser im Pulper verwendet.
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Nach Aufschließen wird die Pulpe auf einem Drahtsieb bis zu
einer Konzentration von ungefähr 25% abtropfen gelassen. Die
Pulpe wird dann auf 10% Trockensubstanz unter Verwendung
einer Pufferlösung des gewünschten pH's, die die Xylanase in
Lösung enthält, verdünnt. 500 EXU-Einheiten Xylanase werden
pro kg Trockenpulpe zugegeben. EXU ist eine Abkürzung für
Endoxylanase-Aktivitätseinheiten, die später definiert
werden soll.
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Die Pulpe und Xylanase wird gründlich gemischt und bei 50ºC
für 3 Stunden auf ein Wasserbad gestellt.
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Nach den 3 Stunden Enzymbehandlung wird die Pulpe mit Wasser
auf einem Drahtsieb gewaschen und die Kappazahl der gut
gewaschenen Pulpe wird bestimmt.
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Das oben beschriebene Verfahren wird als ein
Kontrollexperiment wiederholt, d.h. ohne Zugabe von
Xylanase.
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Bei einem gegebenen pH wird die Verringerung in der
Kappazahl als (Kappazahl der Kontrolle minus der Kappazahl der
mit Xylanase behandelten Pulpe) berechnet.
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Wenn weniger Xylanase als 10 EXU/kg Trockenpulpe verwendet
wird, kann keine signifikante Verbesserung der
Bleichfähigkeit der Pulpe nachgewiesen werden.
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Die alkalischen Hemicellulase-Zubereitungen enthalten
üblicherweise Cellulase-Aktivität als eine Nebenaktivität.
Um Zersetzung der Cellulose in unangebrachtem Ausmaß zu
vermeiden, sollte die Cellulase-Aktivität im Vergleich zur
Xylanase-Aktivität klein sein. So sollte eine
Enzymdosierung, die zu einer Cellulase-Aktivität von mehr
als 1000 EGU-Einheiten/kg Trockenpulpe (die EGU-Einheit für
Cellulaseaktivität soll später definiert werden) führt,
vorzugsweise nicht verwendet werden. Die EXU-
Aktivitätseinheit für Xylanase-Aktivität ist definiert in
AF-293.9/1, das auf Anfrage von Novo Nordisk A/S, Novo Allé,
DK-2880 Bagsvaerd, Dänemark erhalten werden kann. Die EGU-
Aktivitätseinheit für Cellulase-Aktivität ist definiert in
AF-275/1, das auf Anfrage von Novo Nordisk A/S, Novo Allé,
DK-2880 Bagsvaerd, Dänemark erhalten werden kann.
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Wie angegeben geht der Chlorbehandlung die Behandlung mit
der alkalischen Xylanase voraus; die Chlorbehandlung folgt
jedoch nicht notwendigerweise direkt nach der Behandlung mit
der alkalischen Xylanase.
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Das Chlor-Vielfache ist der Faktor, der, multipliziert mit
der Kappazahl der Pulpe, die Dosierung an aktivem Chlor in
der ersten Bleichstufe als Gew.-% auf Trockenpulpe ergibt.
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Die Kappazahl ist ein Maß des Ligningehaltes und ist
definiert in Scan-C 1:77 (Scandinavian Pulp, Paper and Board
Testing Committee).
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Wegen der Tatsache, daß die Enzymzubereitungen, die gemäß
der Erfindungen verwendet werden, Hemicellulase-Komplexe
sind, enthalten, diese Zubereitungen üblicherweise auch
andere polyose-abbauende Enzyme als Nebenaktivitäten zur
Xylanase-Aktivität, z.B. Galactomannasen und Arabinosidasen.
Die Xylanase-Aktivität ist die Schlüsselaktivität, aber
andere Hemicellulase-Aktivitäten sind ebenfalls
wünschenswert, um die die Bleichfähigkeit verbessernde
Wirkung zu erhalten.
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So ist das Verfahren zur Behandlung von Lignocellulose-
Kraftpulpe eine neue Kombination der zwei Punkte: 1) die
Verwendung von alkalischen Xylanasen und 2) die Verwendung
eines niedrigen Vielfachen, niedriger als das üblicherweise
verwendete Vielfache in traditionellen Bleichverfahren, im
Bereich von 0,20-0,25.
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Zusammenfassend ist das Verfahren zum Bleichen von
enzymatisch behandelter Lignocellulosepulpe gemäß der
Erfindung von den folgenden Vorteilen begleitet:
-
1) Es gibt keine Notwendigkeit für Neutralisation der
alkalischen Pulpen, z.B. braune Kraftpulpe.
-
2) Die Zeit für die Enzymbehandlung kann beträchtlich
verkürzt werden.
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3) Das niedrige Vielfache bedeutet, daß die Chlorzugabe
verringert wird, was selbst bei einer Anzahl von Vorteilen
begleitet wird (ökonomische, einfachere Behandlung von
Abwasser, geringere Mengen an toxischen Substanzen).
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4) Höherer Weißgrad.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß
der Erfindung wird die Xylanase-Behandlung bei Temperaturen
zwischen 40 und 100ºC, vorzugsweise zwischen 40 und 80ºC,
bevorzugter zwischen 50 und 70ºC durchgeführt. Das
Temperaturintervall von 40-100ºC ist die normale
Pulpetemperatur in dieser Stufe und es ist festgestellt
worden, daß die Aktivität und Stabilität der alkalischen
Xylanasen, die in der Erfindung verwendet werden, in diesem
Intervall befriedigend ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß
der Erfindung wird die Xylanase-Behandlung über einen
Zeitraum von 15 Minuten bis 24 Stunden, vorzugsweise
zwischen 30 Minuten und 5 Stunden, am bevorzugtesten und
zwischen 30 Minuten und 3 Stunden durchgeführt. Mit
vernünftigen Xylanase-Aktivitäten, die mit einer gesunden
kommerziellen Wirtschaft in Einklang stehen, ist
festgestellt worden, daß die Xylanase ihre hydrolysierende
Aktivität bis zu dem gewünschten Hydrolysegrad in diesem
kurzen Zeitraum ausgeübt hat, wohingegen 12-24 Stunden der
übliche Zeitraum für die Xylanase-Behandlung aus dem Stand
der Technik ist, siehe Viikari, L. et al., Third
International Conference on Biotechnology in the Pulp and
Paper Industry, Stockholm 16-19.6.1986.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß
der Erfindung findet die Xylanase-Behandlung bei einer
Konsistenz von 5-35%, vorzugsweise 8-25%, am bevorzugtesten
8-15% statt. Die Konsistenz ist der Trockensubstanzgehalt
der Pulpe. Eine Pulpe mit einer Konsistenz über 35% ist
schwer effektiv mit der Enzymzubereitung zu vermischen, eine
Pulpe mit einer Konsistenz unter 5% trägt zuviel Wasser, was
in von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus ein Nachteil
ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahren gemäß der
Erfindung ist die Xylanase mit Hilfe der Mikroorganismen
Malbranchea cinnamomea, Humicola insolens, Bacillus pumilus,
Bacillus stearothermophilus, Thermonmonospora fusca oder
Streptomyces olivochromogenes herstellbar. Diese
Mikroorganismen sind in der Lage, alkalische Xylanasen zu
produzieren, die im Verfahren gemäß der Erfindung verwendet
werden können. Andere Mikroorganismen, die in der Lage sind,
alkalische Xylanase zu produzieren, können mit Hilfe des
früher in dieser Beschreibung beschriebenen Routinetests
ausgemacht werden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß
der Erfindung wird zwischen die Xylanase-Behandlung und die
Chlor-Behandlung eine (EOP)-Behandlung eingeführt. Eine
(EOP)-Stufe ist eine (EO)-Extraktionsstufe, verstärkt mit
Wasserstoffperoxid, wie beschrieben von z.B. Helming, O. et
al., Tappi Journal, Vol 72, No. 7 (1989), S. 55-61. Mit
Hilfe dieses ergänzenden Verfahrens wird die Kappa-Zahl der
enzymbehandelten Pulpe beträchtlich mehr gesenkt, als das
normalerweise nach einer (EOP)-Stufe der Fall ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahren gemäß der
Erfindung liegt das Chlor-Vielfache zwischen 0,10 und 0,20.
Sogar eine geringe Verringerung im Chlor-Vielfachen ist eine
signifikante Verbesserung, da eine kleine Verringerung in
der verwendeten Chlormenge signifikant die Bildung
chlorierter organischer Verbindungen, z.B. chlorierter
Dioxide, verringert siehe Kringstad, K. Sv. Papperstidning,
Vol. 92, No. 6, 1989, S. 42-44.
-
Um das Verfahren gemäß der Erfindung zu veranschaulichen,
wird Bezug genommen werden auf die folgenden Beispiele.
-
Die Bleichstufen sind abgekürzt als die C-, D- und E-
Verfahren, wobei das C-Verfahren die Chlorbleichstufe ist,
das D-Verfahren die Chlordioxidbleichstufe ist und das E-
Verfahren die alkalische Extraktionsstufe ist, siehe The
Bleaching of Pulp, Rudra P. Singh. Tappi Press, 1979.
-
Der ISO-Weißgrad ist definiert in International Standard,
ISO, 2470/1977(E), Paper and Board - Measurenent of diffused
blue reflectance factor (ISO Brightness).
BEISPIEL 1
Herstellung von Malbranchea cinnamomea-xylanase
-
Malbranchea cinnamomea (Syn. M. sulfurea, M. pulchella var.
sulfurea)-Kultur UAMH 2485 (UAMH gibt die University of
Alberta Mold Herbarium culture collection, Alberta, Kanada
an) wurde auf YPG-Agar-Schrägplatten bei 45ºC gehalten.
Zusammensetzung von YPG-Agar:
-
Glukose 15 g/l
-
Hefeextrakt (von Difco) 4 g/l
-
K&sub2;HPO&sub4; 1 g/l
-
MgSO&sub4;, 7H&sub2;O 0,5 g/l
-
Agar 20 g/l
-
Autoklaviert bei 121ºC für 20 Minuten
-
120 Rüttelkolben mit 150 ml XYH-4-Medium, jeweils geimpft
von YPG-Agar-Schrägplatten und kultiviert (bei 250 UPM mit
etwa 2 cm Amplitude) bei 45ºC für 6 Tage kultiviert.
Zusammensetzung von XYH-4:
-
Hefextrakt (von Difco) 5 g/l
-
K&sub2;HPO&sub4; 5 g/l
-
Xylose 10 g/l
-
Pluronic 61 0,1 ml/l
-
pH wird eingestellt auf 6 (durch NaOH/H&sub2;SO&sub4;)
-
Autoklaviert bei 121ºC für 40 Minuten
-
Das Mycel wurde aus der Brühe durch Filtration durch ein 100
um-Nylonfilter und einen 10 um-Nylonfilter entfernt. Das
Filtrat (insgesamt 9,2 l) wurde durch Ultrafiltration
konzentriert (und 3 mal mit einem Volumenteil Wasser
gewaschen) auf 500 ml in einer
Pellicon-Ultrafiltrationsvorrichtung von Millipore mit einem Filterblatt mit einem
Schnitt von 10.000 MG). Das resultierende Konzentrat wurde
gefriergetrocknet, wodurch 6,25 g Pulver erzeugt wurden.
BEISPIEL 2
Herstellung von Bacillus pumilus xylanase
-
Bacillus pumilus-Xylanase DSM 6124 hinterlegt am 23. Juli
1990 bei der deutschen Sammlung von Mikroorganismen unter
den Bedingungen des Budapester Vertrages) wurde auf A3-
Medium bei 37ºC gehalten.
A3-Medium:
Pepton, Difco
Hefeextrakt
Pepticase
Rinderextrakt
Glukose
Agar, Merck
H&sub2;O
-
pH-Einstellung auf 7,3 vor Autoklavieren.
-
Autoklavieren 25 min./121ºC.
-
120 Rüttelkolben mit 150 ml XYL-8-Medium, jeweils beimpft
von A3-Agar-Schrägplatten, wurden für 4 Tage, 37ºC, 250 UPM
mit etwa 2 cm Amplitude, kultiviert.
XYL-8-Medium:
Bacto-Pepton Difco
Hefeextrakt
Beech-Xylan Lenzing
-
pH-Einstellung auf 7,0 vor Autoklavieren
-
Autoklavieren 25 min./121ºC.
-
Die Brühe wurde zentrifugiert für eine halbe Stunde bei 4000
UPM (SORVALL RC-3B-Zentrifuge mit einem 6000 A-Rotor). Der
Überstand, 7,3 l, wurde durch einen 10 um-Nylonfilter
filtriert und durch Ultrafiltration mittels einer Pellicon-
Ausrüstung von Millipore mit einer Membran mit einem Schnitt
bei 10.000 mg konzentriert und 2 mal mit einem Volumenteil
Wasser gewaschen. Dies führte zu 540 ml Konzentrat. Das
Konzentrat wurde dann lyophilisiert, wodurch 8,8 g Pulver
erzeugt wurden.
BEISPIEL 3
Herstellung von Bacillus stearothermophilus-Xylanase.
-
Verwendung wurde gemacht von Bacillus stearothermophilus-
Kultur NR. B-18659 (Agricultural Research, Culture
Collection, Peoria, Illinois, USA).
-
Fed-Batch-Fermentation mit der obigen Bacillus
stearothermophilus-Kultur wurde mittels eines Batch-Mediums
durchgeführt, das Xylan enthält, zusammen mit einem 50 Gew.-
%igen Xylose-Eintrag. Der pH wurde mit Hilfe von 4 N Na&sub4;OH so
gesteuert, daß er nicht unter pH 6,5 fiel. Die folgenden
Bestandteile wurden verwendet:
-
Beech-Xylan [Linzing] 5,0 g/l
-
Kornsteep-Lösung 10,0 g/l
-
Hefeextrakt 2,0 g/l
-
[NH&sub4;]&sub2;SO&sub4; 2,0 g/l
-
K&sub2;HPO&sub4; 2,0 g/l
-
CaCl&sub2; 2H&sub2;O 0,5 g/l
-
KH&sub2;PO&sub4; 0,5 g/l
-
MgSO&sub4; 7H&sub2;O 0,5 g/l
-
Spurenmetalle AEF-4 0,15 ml/l
-
Der Eintrag wurde bei 22 Stunden mit einer konstanten
Geschwindigkeit von 3,3 ml/l/h gestartet. Der Eintrag wurde
bei 90 Stunden gestoppt und die Fermentation wurde bei 95
Stunden gestoppt. Die Enzymzubereitung ist eine
Flüssigzubereitung, erhalten nach Ultrafiltration mit einem
Filter mit einem Schnitt bei Molekulargewicht (MWCO) 10.000
und Stabilisierung mit 20% Sorbit.
BEISPIEL 4
Herstellung von Humicola insolens xylanase
-
Humicola insolens-Kultur ATCC 22082 (ATCC bezeichnet
American Type Culture Collection, Rockville, MD, USA) wurde
auf Agar-Schrägplatten bei 37ºC gehalten.
Zusammensetzung von YPG-Agar:
-
Glukose 15 g/l
-
Hefeextrakt (von Difco) 4 g/l
-
KH&sub2;HPO&sub4; 1 g/l
-
MgSO&sub4; 7H&sub2;O 0,5 g/l
-
Agar 20 g/l
-
Autoklaviert bei 121ºC für 20 Minuten
-
100 Rüttelkolben mit 150 ml XYH-9-Medium, jeweils beimpft
von YPG-Agar-Schrägplatten und kultiviert (bei 250 UPM mit
ungefähr 2 cm Amplitude) bei 37ºC für 5 Tage.
Zusammensetzung von XYH-9:
-
Weizenkleie 50 g/l
-
Kornsteep-Lösung 30 g/l
-
NaH&sub2;PO&sub4; 5 g/l
-
pH wird eingestellt auf 6 (mit NaOH/H&sub2;SO&sub4;)
-
Autoklaviert bei 121ºC für 40 Minuten.
-
Die Brühe wurde für 35 Minuten bei 4.000 UPM mittels einer
Sorval-RC-3B-Zentrifuge mit einem 6.000 A-Rotor
zentrifugiert. Der überstand (insgesamt 5,4 l) wurde durch
einen Nylonfilter (10 um) filtriert und durch
Ultrafiltration konzentriert (und 3 mal mit einem
Volumenteil Wasser gewaschen, aus 760 ml mit einer Pellicon-
Ultrafiltrationsvorrichtung von Millipore mit einem
Filterblatt mit einem Schnitt bei 10.000 mg). Das
resultierende Konzentrat wurde gefriergetrocknet, wodurch
19,1 g Pulver erzeugt wurden.
BEISPIEL 5
Herstellung von Thermonmonospora fusca-xylanase
-
Thermonmonospora fusca ATCC 27730 (American Type Culture
Collection) wurde auf A3-Medium bei 37ºC gehalten.
A3-Medium:
Pepton, Difco
Hefeextrakt
Pepticase
Rinderextrakt
Glukose
Agar, Merck
-
pH-Einstellung auf 7,3 vor Autoklavieren.
-
Autoklavieren 25 min./121ºC.
-
Thermonmonospora fusca wurde auf A3-Schrägplatten für 5
Tage, 37ºC gezüchtet. Die Kultur wurde in sterilem Wasser
erneut suspendiert und in Rüttelkolben mit Medium XYL-10a
beimpft. Rüttelkolben von 100 ml wurden für 2 Tage, 25ºC,
250 UPM, Amplitude ungefähr 2 cm gezüchtet.
XYL-10a-Medium:
Soyagries
Na-Caseinat
Beech-Xylan Lenzing
Pluronic 61 L
H&sub2;O
-
pH-Einstellung auf 7,5 vor Autoklavieren.
-
Autoklavieren 30 Minuten/121ºC.
-
Hiernach wurde ein 3 l-Applicon-Fermenter, gefüllt auf 2,5 l
mit XYL-10a-Substrat mit 5% des Fermentationsvolumens
inkubiert. Der Fermenter wurde für 4 Tage, 45ºC, 700 UPM, 2
NL/min. betrieben. Die Kulturbrühe wurde für 30 min. bei
4000 UPM in einem Sorwall RC-3B mit einem 6000 A-Rotor
zentrifugiert und hiernach durch einen 10 um-Filter
filtriert. Das resultierende Volumen von 2470 ml wurde dann
durch eine Membran mit einem Schnitt bei 10.000 MW unter
Verwendung einer Pellicon-Ultrafiltrationsausrüstung von
Millipore ultrafiltriert. Das Ergebnis waren 275 g
Flüssigkeit.
BEISPIEL 6
Herstellung von Streptomyces Olivochromogenes-Xylanase
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Streptomyces olivochromogenes DSM 6126 (hinterlegt am 23.
Juli 1993 bei der Deutschen Sammlung von Mikrooganismen
unter den Bedingungen des Budapester Vertrages) wurden auf
A3-Medium bei 30ºC gehalten.
A3-Medium:
Pepton, Difco
Hefeextrakt
Pepticase
Rinderextrakt
Glukose
Agar, Merck
H&sub2;O
-
pH-Einstellung auf 7,3 vor Autoklavieren.
-
Autoklavieren 25 min./121ºC.
-
Streptomyces olivochromogenes wurde auf A3-Schrägplatten für
5 Tage, 30ºC gezüchtet. Die Kultur wurde in sterilem Wasser
erneut suspendiert und in Rüttelkolben mit Medium XYL-10
beimpft. Rüttelkolben von 100 ml wurde für 2 Tage, 30ºC, 250
UPM, ungefähre Amplitude 2 cm, gezüchtet,
XYL-10-Medium:
Sojagries
Na-Caseinat
Beech-Xylan Lenzing
Pluronic 61 L
H&sub2;O
-
pH-Einstellung auf 7,0 vor Autoklavieren.
-
Autoklavieren 30 min./121ºC.
-
Hiernach wurde ein 10 l-Chemap A-Fermenter, gefüllt auf 7 l
mit XYL-10-Substrat, mit 5% des Fermentationsvolumens
inkubiert. Der Fermenter wurde für 5 Tage, 30ºC, 600 UPM, 1
NL/min betrieben. Die Kulturbrühe wurde für 30 min. bei
4.000 UPM in einem Sorwall RC-3B mit einem 6.000 A-Rotor
zentrifugiert und hiernach durch einen 10 um-Filter
filtriert. Das resultierende Volumen von 7000 ml wurde dann
durch eine Membran mit einem Schnitt bei 10.000 mg unter
Verwendung einer Pellicon-Ultrafiltrationsausrüstung von
Millipore ultrafiltriert. Ergebnis: 398 g Flüssigkeit.
BEISPIEL 7
-
Mit Sauerstoff entlignifiziertes Hartholz wird mit einer
Hemicellulase-Zubereitung aus Malbranchea cinnamomea,
hergestellt gemäß dem Verfahren in Beispiel 1) bei pH = 8,0,
50ºC und einer Konsistenz von 10% für 3 Stunden behandelt.
Eine Enzymdosierung von 30,0 kEXU/kg wird verwendet. Nach
der Enzymbehandlung wird die Pulpe gewaschen und dies
Kappazahlen bestimmt. Eine Kontrollprobe von Pulpe wird wie
die enzymbehandelte Probe behandelt, aber ohne Zugabe von
Enzym.
-
Nach der Enzymbehandlung werden die Pulpen in einer C/D-E-
Bleichsequenz unter Verwendung variierender Mengen an
aktivem Chlor der C/D-Stufe gebleicht. Die Bleichbedingungen
waren wie folgt:
C/D-Stufe
-
Zeit: t = 45 min.
-
Temperatur: T = 40ºC
-
Konsistenz: DS = 10%
-
Substitution: 30% mit Clo&sub2; (als aktives
Chlor)
E-Stufe
-
Zeit: t=1h
-
Temperatur: T = 60ºC
-
Konsistenz: DS = 10%
-
NaOH-Dosierung: 2,0 Gew.-% auf
Trockenpulpe
-
Nach den C/D-E-Stufen wird die Kappazahl der Pulpen
bestimmt.
-
In Tabelle 1 unten sind die Kappazahlen nach der
Enzymbehandlung aufgelistet. In Tabelle 2 sind die
Kappazahlen nach dem C/D-E-Stufen zusammen mit den Mengen an
aktiven Chlor die für das Bleichen verwendet wurden,
zusammen mit den Vielfachen an aktivem Chlor aufgelistet.
Tabelle 1
Kappazahl nach Enzymbehandlung
Kontrolle
Enzym
Tabelle 2
Vielfaches für Cl in C/D-Stufe
Kappazahl nach C/D-E-Kontrolle
Dosierung aktives Cl in C/D
Kontrolle
Enzym
Kontrolle Gew.-%
Enzym Gew.-%
-
Man sieht, daß das Vielfache für aktives Chlor unter dem
beanspruchten Wert von 0,2 nach der Enzymbehandlung
verringert werden kann und gleichzeitig eine niedrigere
Kappazahl nach C/D-E ergibt, als für eine Kontrolle, die mit
aktivem Chlor in einer Menge gebleicht wird, die einem
Vielfachen von 0,22 entspricht.
BEISPIEL 8
-
Ein ungebleichter, brauner Hartholz-Sulfatzellstoff wird mit
einer Hemicellulase-Zubereitung aus Bacillus pumilus
(hergestellt gemäß dem Verfahren in Beispiel 2) bei den
folgenden Bedingungen behandelt.
-
Zeit: t = 3 Stunden
-
Temperatur: T = 50ºC
-
pH: pH = 8,0
-
Konsistenz: DS = 10%
-
Dosierung: 715 EXU/kg Trockenpulpe
-
Nach der Enzymbehandlung wird die Pulpe mit Wasser gewaschen
und in einer dreistufigen Bleichsequenz, C/D-E-D, gebleicht.
-
Eine Kontrolle wird in derselben Art und Weise behandelt,
aber ohne Zugabe von Enzym.
-
Tabelle 3 unten zeigt die Kappazahlen der Pulpen nach der
Enzymbehandlung.
Tabelle 3
Kappazahl
Reduktion
Kontrolle
Bacillus pumilus
-
Die C/D-E-D-Bleichstufen werden unter den folgenden
Bedingungen durchgeführt:
C/D-Stufe
-
Zeit: t = 20 min.
-
Temperatur: T = 50ºC
-
Konsistenz: TS = 5%
-
Substitution: 50% mit ClO&sub2; (als
aktives Chlor)
E-Stufe
-
Zeit: t=1h
-
Temperatur: T = 60ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
NaOH-Dosierung: 2,0 Gew.-% auf
Trockenpulpe
D-Stufe
-
Zeit: t = 3h
-
Temperatur: T = 70ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
Beide Pulpen werden zu einer Kappazahl von 3,5 nach den C/D-
E-Stufen gebleicht. Für die Kontrolle werden 2,8 Gew.-%
aktives Chlor in der C/D-Stufe benötigt, um diese Kappazahl
zu erreichen. Für die enzymbehandelte Pulpe werden nur 2,38
Gew.-% aktives Chlor benötigt, um eine Kappazahl von 3,5 zu
erreichen. Dies entspricht einer Verringerung im aktiven
Chlor von 14,5% für die enzymbehandelte Pulpe, verglichen
mit der Kontrolle, um die gewünschte Kappazahl zu erreichen.
-
In der abschließenden D-Stufe werden beide Pulpen, die eine
Kappazahl von 3,5 nach C/D-E besitzen, bis zu ihrem
entsprechenden Weißgrad-Höchstgrenzen gebleicht.
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Für die enzymbehandelte Pulpe wird eine Chlordioxid-
Dosierung von 0,99 Gew.-% benötigt, um die Pulpe auf einen
Weißgrad von 87,2% (ISO) Weißgrad zu bringen. Für die
Kontrolle wird eine Dosierung von 1,2 Gew.-% Chlordioxid
benötigt, um einen End-Weißgrad von 85% (ISO) zu erreichen.
Dies zeigt, das die Enzymbehandlung es möglich macht, die
Dosierung von Chlordioxid in der abschließenden D-Stufe um
17,5% zu verringern und gleichzeitig die Weißgrad-
Höchstgrenze der Pulpe um einen 2,2% ISO-Weißgrad anzuheben.
-
Die Enzymbehandlung der Pulpe verursacht weder Festigkeits-
noch Ausbeuteverlust.
BEISPIEL 9
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Eine rohe Xylanase-Zubereitung aus Bacillus
stearothermophilus (hergestellt gemäß dem Verfahren in
Beispiel 3) wurde verwendet, um eine Weichholz-Kraftpulpe
vor einer C-E-Bleiche vorzubehandeln.
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Die Pulpe wurde unter den folgenden Bedingungen behandelt:
-
Pulpe: Brauner Loplolly-Pinien-
Kraftzellstoff (anfängliche
Kappazahl 24)
-
pH: 8,5
-
Zeit: 1 Stunde
-
Temperatur: 60ºC
-
Pulpenkonsistenz: 3,5%
-
Dosis: 1000 EXU/kg Trockenpulpe
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Pulpe und Enzym wurden von Hand in Plastikbeuteln vermischt
und bei konstanter Temperatur in einem Wasserbad gehalten.
Eine Kontrollprobe wurde derselben Behandlung, wie oben
beschrieben, unterzogen, aber ohne Zugabe von Enzym. Nach
der Enzymbehandlung wurde die Pulpen unter den folgenden
Bedingungen gebleicht:
C-Stufe
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Zeit: t = 45 min.
-
Temperatur: T = 40ºC
-
Konsistenz: TS = 3,5%
E-Stufe
-
Zeit: t = 1 Stunde
-
Temperatur: T = 70ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
NaOH-Dosierung: 0,5 mal der Chloreintrag
-
In Tabelle 4 sind die Kappazahlen nach den C-E-Stufen sowohl
für die enzymbehandelten Pulpen als auch für die Kontrollen
bei vier verschiedenen Dosierungen von Chlor in der ersten
Stufe aufgelistet.
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Das Experiment zeigt, daß die Enzymbehandlung bei einem
alkalischen pH (8,5) einen signifikanten Abfall in der
Kappazahl nach der C-E-Bleiche, verglichen mit der
Kontrolle, bewirkt.
Tabelle 4
Kappazahl
Vielfaches für aktives Chlor
Enzym
Kontrolle
-
Man kann sehen, daß eine Kappazahl von 7,12 (die Kappazahl
der Kontrolle bei einem Vielfachen von 0,22) nach einer
Enzymbehandlung mit Hilfe eines Vielfachen von ungefähr
0,158 (gefunden durch lineare Interpolation zwischen den
experimentellen Werten) erhalten werden kann. Dies ist eine
Verringerung in der Dosierung von Chlor von ungefähr 30%
nach der Enzymbehandlung, verglichen mit der Kontrolle.
BEISPIEL 10
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Eine ungebleichte Birken-Kraftpulpe wurde behandelt mit
einer xylanase-reichen Hemicellulase-Zubereitung aus
Humicola insolens (hergestellt nach dem Verfahren in
Beispiel 4). Nach der Enzymstufe wurden die Pulpen in einer
dreistufigen Bleichsequenz, C/D-E-D, auf einen End-Weißgrad
von 88% 150 gebleicht.
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Die Pulpen wurden unter den folgenden Bedingungen behandelt:
Enzym
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Zeit: t = 3 Stunden
-
Temperatur: T = 50ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
pH: pH = 9,0
-
Dosierung: 1900 EXU/kg Trockenpulpe
C/D-Stufe
-
Zeit: t = 45 min.
-
Temperatur: T = 40ºC
-
Konsistenz: TS = 5%
-
Substitution: 30%
E-Stufe
-
Zeit: t = 1 Stunde
-
Temperatur: T = 60ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
NaOH-Dosierung: 2 Gew.-% auf Trockenpulpe
D-Stufe
-
Zeit: t = 3 Stunden
-
Temperatur: T = 70ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
Sowohl die enzymbehandelte Pulpe als auch die Kontrolle
wurde bis zu einer Kappazahl von 3,0 nach den C/D-E-Stufen
gebleicht. Um diese Kappazahl zu erhalten, kann die
Dosierung an aktivem Chlor für die enzymbehandelte Pulpe um
19% auf 2,24 Gew.-% herunter verringert werden, verglichen
mit der Kontrolle. Das Vielfache für aktives Chlor für die
enzymbehandelte Pulpe ist 0,16.
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In der abschließenden D-Stufe erreicht die Kontrollprobe die
Weißgrad-Höchstgrenze bei 88% (ISO) Weißgrad mit Hilfe einer
Dosierung von 1,33 Gew.-% ClO&sub2; auf Trockenpulpe. Die
enzymbehandelte Pulpe erfordert nur 0,68 Gew.-% ClO&sub2; auf
Trockenpulpe, um diesen Weißgrad zu erreichen.
-
Durch Zugabe der verringerten Menge an Bleichmitteln in den
zwei Bleichstufen (als aktives Chlor) kann man sehen, daß
die Behandlung der Pulpe mit einer Hemicellulase-Zubereitung
aus H. insolens es möglich macht, die erforderliche Menge an
aktivem Chlor nach einer Enzymbehandlung um 28% zu
verringern, verglichen mit einer Kontrolle, wenn die Pulpe
bis zu einem End-Weißgrad von 88% (ISO) gebleicht wird.
BEISPIEL 11
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Die Enzym-Zubereitung aus H. insolens, die für die in
Beispiel 10 beschriebenen Experimente verwendet wurde, ist
auch auf mit Sauerstoff entlignifiziertem Weichholz getestet
worden.
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Das Weichholz wurde mit dem Enzym behandelt und danach in
einer C/D-E-Sequenz gebleicht. Die Bedingungen für die
Enzymbehandlung sowie das Bleichen waren dieselben, wie
diejenigen, die im obigen Beispiel 10 aufgelistet sind,
ausgenommen die Substitution mit Chlordioxid. Die Substition
wurde in diesem Experiment auf 50% erhöht.
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Nach der Enzymbehandlung wurde die Gesamtmenge der Pulpe mit
aktivem Chlor in einer Menge gebleicht, die einem Vielfachen
von 0,2 in der C/D-Stufe entsprach, entsprechend einer
Dosierung von 3,36 Gew.-% aktives Chlor. In Tabelle 5 unten
sind die Kappazahlen nach der C/D-E-Bleiche für
Enzymbehandlungen mit variierenden Dosierungen an Enzym
aufgelistet
Tabelle 5
Enzymdosierung EXU/kg
Kappazahl nach C/D-E
Verringerung in Kappazahl mit %
Kontrolle
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Man kann sehen, daß die Enzymbehandlung bei allen vier
getesteten Dosierungen die Kappazahl der Pulpe nach der C/D-
E-Bleiche recht signifikant verringert, verglichen mit der
Kontrolle.
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Wenn man diese Ergebnisse mit den in Beispiel 7 vorgelegten
Ergebnissen vergleicht, kann man auch beobachten, daß die
Hemicellulase-Zubereitung ungefähr dieselbe
Bleichverstärkerwirkung auf sowohl Weichholz als auch Hartholz zeigt.
BEISPIEL 12
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Eine ungebleichte, braune Hartholz-Sulfatzellstoffpulpe
wurde behandelt mit einer xylanasehaltigen Enzymzubereitung
aus Thermomonospora fusca (hergestellt gemäß dem Verfahren
in Beispiel 5) und anschließend gebleicht in einer C/D-E-
Bleichsequenz. Die Bedingungen für Enzymbehandlung und
Bleiche waren wie folgt:
Enzym
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Zeit: t = 3 Stunden
-
Temperatur: T = 50ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
pH: pH = 8,0 und 9,0
-
Dosierung: 200, 400 und 800
EXU/kg Trockenpulpe
C/D-Stufe
-
Zeit: t = 45 min.
-
Temperatur: T = 40ºC
-
Konsistenz: TS = 5%
-
Substitution: 50%
E-Stufe
-
Zeit: t = 1 Stunde
-
Temperatur: T = 60ºC
-
Konsistenz: TS = 10%
-
NaOH-Dosierung: Gew.-% NaOH =
0,5 ((Gew.-%) Cl&sub2;+
(Gew.-%) ClO&sub2;) + 0,3
-
In der C/D-Stufe wurden die Pulpen unter Verwendung eines
Vielfachen an aktivem Chlor von 0,18 gebleicht. Nach der E-
Stufe wurden die Kappazahlen der Pulpen bestimmt. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 6 unten für drei Enzymdosierungen
bei zwei pH-Niveaus für die Enzymbehandlung aufgelistet. In
Tabelle 6 ist auch die Verringerung in der Kappazahl nach
einer Enzymbehandlung, verglichen mit einer
Kontrollbehandlung aufgelistet.
Tabelle 6
Kappazahl nach C/D-E
Verringerung in Kappazahl
Enzymdosierung EXU/kg
Kontrolle
-
Für diesen Enzymkomplex werden gute
Bleichverstärkerwirkungen sowohl bei pH 8 als auch 9 beobachtet. Die
Ergebnisse zeigen, daß die bei einem pH von 9 erhaltenen
Wirkungen besser sind als die bei einen pH von 8 erhaltenen
Wirkungen.
BEISPIEL 13
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Eine ungebleichte Hartholzpulpe wurde behandelt mit einer
xylanasehaltigen Enzymzubereitung aus Streptomyces
olivochromogenes (hergestellt gemäß dem Verfahren in
Beispiel 6) und anschließend gebleicht in einer C/D-E-
Bleichsequenz. Die sowohl für die Enzymbehandlung als auch
das Bleichen verwendeten Bedingungen sind dieselben, wie
diejenigen, die in Beispiel 12 aufgelistet sind.
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Nach der C/D-E-Bleiche wurde die Kappazahl der Pulpen
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 unten
aufgelistet. Die prozentuale Verringerung der Kappazahl nach
einer Enzymbehandlung, verglichen mit der Kontrolle ist
ebenfalls aufgelistet.
Tabelle 7
Kappazahl nach C/D-E
Verringerung in Kappazahl
Enzymdosierung EXU/kg
Kontrolle
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Es wird beobachtet, daß gute Bleichverstärkungswirkungen
erreicht werden, sowohl wenn die Pulpe mit Enzym bei pH 8
als auch 9 behandelt wird.
BEISPIEL 14
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Hartholz-Kraftpulpe wurde behandelt mit derselben
Enzymzubereitung aus Streptomyces wie sie in Beispiel 13
verwendet wurde, unter denselben Bedingungen, wie sie in
Beispiel 12 aufgelistet sind. Die Pulpe wurde mit Enzym (160
EXU/kg Trockenpulpe, bei pH 8 und 9 behandelt. Nach der
Enzymbehandlung wurden die Proben zu derselben Kappazahl
nach den C/D-E-Stufen gebleicht. Beim Bleichen bis zu einer
Kappazahl von 3,8 eine Dosierung an aktivem Chlor in der
C/D-Stufe um 23 bzw. 16% verringert werden, verglichen mit
einer Kontrolle, wenn enzymbehandelt bei pH 8 bzw. 9.
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Danach wurden die Pulpen auf einen End-Weißgrad von 89% ISO
Weißgrad in einer D-Stufe gebleicht.
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Die Festigkeitseigenschaften der vollständig gebleichten
Pulpen wurden getestet. Die Festigkeit der Pulpen sowie die
Ausbeute ist durch die Enzymbehandlung nicht verringert
worden.