DE69005476T2 - Fütterungsvorrichtung für Milchvieh. - Google Patents

Fütterungsvorrichtung für Milchvieh.

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Füttern von Tieren, insbesondere von Milchvieh, wie z. B. Milchkühen, mit einer Fütterungsanlage zum Versorgen eines Tieres mit Futter und mit einem Entsorgungssystem zur Aufnahme der Ausscheidungen. Vorrichtungen dieser Art sind allgemein bekannt, beispielsweise aus der EP-A-0270165.
  • In geschlossenen oder offenen Laufställen oder auf Wiesen kann das Milchvieh seine Ausscheidungen an willkürlich gewählten Stellen von sich geben. Legt sich das Tier nieder, so wird insbesondere das Euter verunreinigt, so daß das Euter jedes Tieres manuell gereinigt werden muß, wobei auch der übrige Teil des Tieres verschmutzt ist. Da sich die Ausscheidungen außerdem mit dem auf dem Boden verteilten Stroh und mit Urin mischen, verunreinigen sie den Stallboden in beträchtlichem Maße. Das Reinigen des Stalles ist ebenfalls ein umständlicher, sehr zeitraubender und daher kostspieliger Vorgang.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Anordnungen nach dem Stand der Technik zu verbessern. Gemäß der Erfindung hat die Vorrichtung einen in dem Entsorgungssystem angeordneten Sensor, der feststellt, ob das Tier Ausscheidungen von sich gegeben hat, und der mit der Fütterungsanlage verbunden ist, die das Tier als Reaktion auf Signale des Sensors, die anzeigen, daß es Ausscheidungen von sich gegeben hat, mit Futter versorgt. Die Vorrichtung ist daher so konstruiert, daß durch Anbieten von Futter in der Vorrichtung Tiere dazu gebracht werden, ihre Ausscheidungen an einer gewünschten Stelle von sich zu geben.
  • Die US-A-3827403 beschreibt ein System, bei dem Tiere daran gehindert werden sollen, ihre Ausscheidungen an unerwünschten Stellen von sich zu geben. Wenn ein Tier seinen Schwanz hebt und seine Ausscheidungen von sich geben will, wird es durch Elektroschocks bestraft, wenn dies an unerwünschten Stellen stattfindet.
  • Die Erfindung ist nicht nur für Milchvieh, sondern auch für andere Tiere von Bedeutung, die vorzugsweise sauber bleiben sollten.
  • In bezug auf Milchvieh ist im Interesse einer hygienischen und vorteilhaften Milchproduktion darauf zu achten, daß:
  • a. das Milchvieh absolut sauber gehalten wird, um zu verhindern, daß in seinen Ausscheidungen enthaltene Bakterien in die für den menschlichen Gebrauch bestimmte Milch gelangen;
  • b. das Milchvieh die Möglichkeit hat, sich auf einer sauberen Isolierschicht wie z. B. sauberem und trockenem Stroh bequem niederzulegen, damit es selbst in Kälteperioden in warmer und vorteilhafter Umgebung eine maximale Milchmenge erzeugen kann;
  • c. es dem Milchvieh ermöglicht wird, in einer Unterkunft wie z. B. einem offenen oder geschlossenen Laufstall oder auf einer Wiese umherzulaufen, so daß sein Kreislauf und seine Milchproduktion angeregt werden.
  • Gemäß der Erfindung ist die Vorrichtung ferner dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Fütterungsstation einen Rost aufweist, durch welchen die Misscheidungen eines sich in der Fütterungsstation aufhaltenden Tieres hindurchfallen, und daß der Sensor in oder nahe an dem Bodenrost angeordnet ist.
  • Bei einer ersten Ausführungsform ist der Sensor aus zwei Kontakten gebildet, die an zwei nebeneinanderliegenden Stangen des Bodenrostes derart angeordnet sind, daß sie einander zugewandt sind und der Kontakt durch Ausscheidungen zu schließen ist. Bei einer zweiten Ausführungsform besteht der Sensor aus einem Infrarot-Sensor, der in einer Sammelvorrichtung oder Rinne zur Aufnahme von Ausscheidungen angeordnet ist, wobei die Sammelvorrichtung oder Rinne unter einem Rost im Boden oder nahe der Rückseite eines sich in der Vorrichtung aufhaltenden Tieres angeordnet ist. Bei der zuletzt genannten Ausführungsform ist es sehr vorteilhaft, wenn eine Vorrichtung zum Zuführen eines Ammoniak-Bindemittels vorgesehen ist, um der Sammelvorrichtung oder Rinne nach Ablegen der Ausscheidungen ein Ammoniak-Bindemittel zuzuführen. Beide Ausführungsformen haben eine mit dem Sensor verbundene elektronische Vorrichtung zur Steuerung der Fütterungsanlage, so daß dem Tier Futter angeboten wird, sobald es seine Ausscheidungen von sich gegeben hat.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist nahe dem Bodenrost eine Vorrichtung zum Spülen des Entsorgungsbereiches vorgesehen. Durch diese Reinigungsvorrichtung kann der Entsorgungsbereich mit dem Bodenrost sauber gehalten werden. Gemäß der Erfindung wird die Reinigungsvorrichtung nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne aktiviert, nachdem das Vorhandensein von Ausscheidungen durch den Sensor festgestellt worden ist. Bei einer speziellen Ausführungsform ist die Reinigungsvorrichtung in einer solchen Höhe angeordnet, daß während des Betriebs der Reinigungsvorrichtung Wasser auf das Euter eines in der Vorrichtung befindlichen Tieres und gleichzeitig auf den Bodenrost gerichtet wird.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und um darzutun, wie sie umgesetzt werden kann, wird im folgenden beispielhaft auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Draufsicht eines Stalles, in welchem die Erfindung installiert ist;
  • Fig. 2 eine Draufsicht eines Mistentsorgungsbereiches oder eines Entsorgungssystems gemäß der Erfindung;
  • Fig. 3 eine Seitenansicht eines Entsorgungsbereiches oder Entsorgungssystems, wobei das Entsorgungssystem auch als Fütterungsstation benutzt wird;
  • Fig. 4 eine Seitenansicht eines Entsorgungsbereiches oder Entsorgungssystems gemäß Fig. 2, wobei das Entsorgungssystem auch als Melkstand benutzt wird, und
  • Fig. 5 eine an einem Tier angeordnete Vorrichtung in Seitenansicht, um das Tier zu veranlassen, seine Ausscheidungen in einem Entsorgungssystem von sich zu geben.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Draufsicht betrifft einen Stall oder eine Unterkunft für Milchvieh, d. h. Tiere, deren Milch zum menschlichen Gebrauch bestimmt ist, beispielsweise Milchkühe. Die Unterkunft oder der Raum ist mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet und ganz oder teilweise von mehreren Wänden 2 und 3 und einem Dach umschlossen. Bei dieser Ausführungsform hat die Wand 3 zwei Türen 4, durch welche die Tiere nach innen in die Unterkunft oder nach außen ins Freie zu bringen sind. In diesem Fall handelt es sich bei der Unterkunft um einen geschlossenen Laufstall, in welchem sich die Tiere in dem Raum 1 frei bewegen können. Die Erfindung betrifft jedoch auch einen offenen Laufstall, bei dem z. B. die Wand 3 ganz fehlt, so daß sich die Tiere von einem neben dem Stall befindlichen Weg frei nach innen und außen bewegen können, Bei der gezeigten Ausführungsform ist in der Mitte der kleinsten Ausdehnung des Stalles ein Fütterungsgang 5 angeordnet, der sich über einen Teil der größten Ausdehnung des Stalles erstreckt und von dem beiderseits gelegenen Raum 1 durch vertikale Gitter oder dergleichen getrennt ist, durch welche die Tiere ihre Köpfe hindurchstecken können, um aus dem Fütterungsgang Futter zu entnehmen. Von außen ist der Fütterungsgang über Stalltüren 6 zugänglich. Das von den Stalltüren 6 entfernte Ende des Fütterungsganges ist durch eine Wand 7 von gleicher Breite wie der Fütterungsgang gebildet. An die Mitte der Wand 7 grenzen zwei niedrige Klappen 8 an, die von den Tieren selbst geöffnet werden können, so daß sie sich frei von einem Raum 1 in den anderen bewegen können. An die von dem Fütterungsgang 5 abgewandte Begrenzung der Klappen 8 grenzen zwei Ausscheidungs-Entsorgungsbereiche oder Entsorgungssysteme 9 an, wobei sich bei dieser Ausführungsform die größte Ausdehnung jedes dieser Entsorgungsbereiche parallel zu der kürzesten Begrenzungswand 2 des Stalles erstreckt. Zwischen der von dem Fütterungsgang 5 abgewandten und einer Begrenzungswand 2 am nächsten liegenden Begrenzung des Entsorgungsbereiches 9 und dieser Begrenzungswand ist etwas Raum gelassen. Dieser Raum wird durch eine kurze Wand 10 überbrückt, deren Länge etwa gleich der Breite jedes Entsorgungsbereiches 9 ist.
  • Bei bekannten Unterkünften oder Ställen der in Fig. 1 gezeigten Art (allerdings mit Ausnahme der Ausscheidungs-Entsorgungsbereiche 9, die Teil der Erfindung sind, wie im folgenden noch näher ausgeführt ist), in denen die Milchkühe frei umherlaufen können, ist der Boden vorzugsweise mit einer Isolierschicht beispielsweise aus Stroh bedeckt. Die Kühe können sich nieder legen und auf dieser Strohlage ruhen. Da die Tiere frei umherlaufen können, geben sie ihre Ausscheidungen an willkürlich gewählten Stellen im Stall von sich, was zu einer beträchtlichen Verschmutzung des Stalles führt. Es kann vorkommen, daß sich die Kuh auf den Exkrementen (d. h. den mehr oder weniger festen Ausscheidungen und dem Urin) niederlegt, so daß insbesondere das Euter der Kuh verschmutzt. Da die Kühe gemolken werden sollen, muß zumindest dieser Teil jeder Kuh manuell gereinigt werden; bei sehr sorgfältiger Reinigung jedes Euters ist die hierfür benötigte Zeit beträchtlich, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, daß die für jedes Tier im einzelnen benötigte Menge an sauberem Wasser in einem Laufstall nicht unmittelbar zur Verfügung steht. Außerdem fließt dieses Wasser willkürlich durch den Laufstall, was zur weiteren Verschmutzung des Stalles beiträgt, insbesondere wenn der Mist daraus entfernt wird. Alle diese Umstände tragen insgesamt dazu bei, daß das Melken und Reinigen des Stalles zu einer arbeitsintensiven und zeitraubenden Arbeit wird.
  • Im Hinblick auf eine hygienische und vorteilhafte Milchproduktion ist es wünschenswert, daß:
  • a) das Milchvieh absolut sauber gehalten wird, um zu verhindern, daß in seinen Ausscheidungen enthaltene Bakterien in die für den menschlichen Gebrauch bestimmte Milch gelangen;
  • b) das Milchvieh die Möglichkeit hat, sich auf einer Isolierschicht wie z. B. trockenem und sauberem Stroh bequem niederzulegen, damit es selbst in Kälteperioden in warmer und vorteilhafter Umgebung eine maximale Milchmenge erzeugen kann;
  • c) es dem Milchvieh ermöglicht wird, in seiner Unterkunft wie z. B. einem offenen Stall oder auf einer Wiese umherzulaufen, so daß sein Kreislauf und seine Milchproduktion angeregt werden.
  • Um die oben erwähnten Nachteile zu vermeiden und den hygienischen und sonstigen Anforderungen im Hinblick auf eine sachgerechte Milchproduktion Genüge zu leisten, ist die Unterkunft der Tiere (der Laufstall, aber auch eine Wiese) mit mindestens einem Ausscheidungs-Entsorgungsbereich oder Entsorgungssystem versehen, das in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 9 bezeichnet ist.
  • Jeder in der Ausführungsform nach den Fig. 2 bis 4 gezeigte Entsorgungsbereich 9 ist an seinen beiden Längsseiten durch eine Einfassung oder ein Gatter 11 begrenzt, wobei die beiden Gatter parallel zueinander in einem relativen Abstand angeordnet sind, der etwas größer ist als die Breite der Art von Milchtieren, die sich in dem Stall oder auf der Wiese bewegen. Der Entsorgungsbereich 9 hat einen mittels einer Tür 12 zu schließenden Eingang und an seinem anderen Ende einen mittels einer Tür 13 zu schließenden Ausgang. Die beiden Türen 12 und 13 sind um zugehörige vertikale Gelenke schwenkbar, die mit einer der seitlichen Begrenzungen des Entsorgungsbereiches verbunden sind; die Türen sind in einer in Fig. 1 durch Pfeile bezeichneten Richtung schwenkbar. Die Eingangstüren 12 sind um einen Winkel von etwa 90º und die Ausgangstüren 13 um einen Winkel von 180º schwenkbar.
  • Die Eingangstür 12 ist flach und kann aus jedem beliebigen Material gefertigt sein. Die Ausgangstür 13 weist eine Vorrichtung auf, die bei der Umsetzung der erfindungsgemäßen Idee eine wichtige Rolle spielt. An dem oberen Teil der Tür 13 ist eine Kammer oder ein Gehäuse angeordnet, in dem eine teils elektronische, teils elektrische Installation 14 und nahe der Unterseite des Gehäuses der Installation 14 auch eine Fütterungsanlage 15 zum Befüllen eines Troges 16 untergebracht sind, der sich in Reichweite eines sich im Entsorgungsbereich 9 aufhaltenden Tieres befindet. Der Trog 16 ist über dem Boden 17 des Entsorgungsbereiches 9 in einer für das Tier vorteilhaften Höhe angeordnet. Die Fütterungsanlage 15 sorgt für die Zufuhr von relativ kleinen Mengen eines für die jeweilige Milchviehart sehr schmackhaften Futters. Der Trog 16 wird aus einem Futtervorratsraum 18 befüllt. Der Raum 18 ist in einer Verlängerung des Gehäuses für die elektrische Installation 14 untergebracht, von dieser Installation aber natürlich durch eine dicht abschließende Trennwand getrennt.
  • Die größte Ausdehnung des innerhalb des Entsorgungsbereiches 9 zur Verfügung stehenden Raumes übersteigt die Länge eines in dem Entsorgungsbereich 9 befindlichen, voll ausgewachsenen Milchtieres um etwa 20 bis 40 Prozent.
  • Die Türen 12 und 13 bilden eine Schließvorrichtung für den Entsorgungsbereich. Diese Schließvorrichtung kann elektrisch oder elektronisch gesteuert werden. Sie stellt im allgemeinen eine Vorrichtung dar, um ein Tier vorübergehend in dem Entsorgungsbereich zurückzuhalten. Alternativ kann die Schließvorrichtung Stangen aufweisen, von denen mindestens eine verstellbar ist; diese Stangen können an beiden Seiten des Halses eines Tieres angebracht werden, um das Tier in dem Entsorgungsbereich in einer praktisch fixierten Position festzuhalten. Die Vorrichtung zum Zurückhalten des Tieres kann ein Steuerglied aufweisen, das die Schließvorrichtung öffnet, nachdem das Tier seine Ausscheidungen von sich gegeben hat.
  • Nahe dem hinteren Ende eines in dem Entsorgungsbereich 9 befindlichen Tieres ist der Boden 17 als Bodenrost 19 ausgeführt und weist mehrere Stangen 20 auf, die sich quer zur Längsrichtung des Entsorgungsbereiches 9 erstrecken, und durch welche die Ausscheidungen eines auf dem Rost stehenden Tieres hindurchfallen. Vorzugsweise ist nahe des Rostes eine Reinigungsvorrichtung zum Spülen des Entsorgungsbereiches und insbesondere des Rostes vorgesehen. Der Entsorgungsbereich ist ferner mit einer Vorrichtung, vorzugsweise einer elektronischen Vorrichtung versehen, um festzustellen, ob ein Tier seine Ausscheidungen von sich gegeben hat oder nicht. Mindestens zwei nebeneinanderliegende parallele Stangen 20 sind mit Sensoren oder Kontakten 21 versehen. Die paarweise angeordneten Sensoren oder Kontakte 21 sind an nebeneinanderliegenden Stangen derart angeordnet, daß sie einander zugewandt und mit den jeweiligen Stangen an einer unter den Oberseiten der Stangen befindlichen Stelle verbunden sind. Die Sensoren 21 sind über (nicht gezeigte) Kabel mit der elektronischen Installation 14 verbunden, die nahe der Vorderseite des in dem Entsorgungsberetch 9 befindlichen Tieres angeordnet ist.
  • Alternativ kann die elektronische Vorrichtung, die feststellt, ob ein Tier seine Ausscheidungen von sich gegeben hat oder nicht, einen Sensor aufweisen, vorzugsweise einen Infrarot-Sensor, der in einer Sammelvorrichtung oder Rinne zur Aufnahme von Ausscheidungen angeordnet ist. Diese Sammelvorrichtung oder Rinne kann unter dem Rost im Boden angeordnet sein. Bei dieser Alternative ist es sehr vorteilhaft, wenn eine Vorrichtung zum Zuführen eines Ammoniak bindenden Mittels vorgesehen ist, um der Sammelvorrichtung oder Rinne nach Ablegen der Ausscheidungen ein Ammoniak bindendes Mittel zuzuführen. Dieses Ammoniak bindende Mittel ist im Handel erhältlich; die Verwendung dieses Mittels ist aus ökologischer Sicht von großer Bedeutung.
  • Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist an jeder der seitlichen Begrenzungen 11 eine Waschvorrichtung 22 angeordnet, die als Brause oder Dusche ausgeführt sein kann. In der in Fig. 3 gezeigten Seitenansicht ist jede Waschvorrichtung 22 in Höhe des Euters eines im Entsorgungsbereich befindlichen Tieres angeordnet oder - in Richtung der Ausgangstür 13 gesehen - mit geringem Abstand vor dem Euter. Die Waschvorrichtung 22 ist derart angeordnet, daß das im Betrieb dieser Vorrichtung versprühte Wasser schräg nach hinten auf das Euter und auch auf den Bodenrost 19 gerichtet ist.
  • Unter dem Bodenrost 19 ist ein Sammelbehälter 23 zur Aufnahme der Ausscheidungen und des gebrauchten Wassers angeordnet.
  • Der Behälter 23 hat einen geneigten Boden, so daß die Ausscheidungen und das gebrauchte Wasser in ein Abflußrohr 24 fließen können, das unter der nahegelegenen Wand 2 hindurchgeführt ist und in eine im Boden angeordnete Mist- oder Flüssigmistgrube 25 mündet. Die Grube 25 ist von oben zugänglich, damit der gesammelte Mist beispielsweise in einen Flüssigmistbehälter oder einen ähnlichen fahrbaren Mistbehälter gepumpt werden kann.
  • Zwischen der Unterkunft 1 und dem Mistaufnahmeraum 25 ist folglich ein Entsorgungssystem 9 angeordnet.
  • Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, kann der Entsorgungsbereich 9 auch mit einer automatischen Melkvorrichtung 26 versehen sein, die mit einer der seitlichen Begrenzungen 11 des Entsorgungsbereiches schwenkbar verbunden und mittels der elektronischen Installation 14 derart zu betätigen ist, daß sie automatisch an die Zitzen des Euters eines in dem Entsorgungsbereich befindlichen Tieres angeschlossen werden kann, wobei die Milch in einer (nicht gezeigten) Weise in einen Milchaufnahmebehälter abgeführt wird. Alternativ kann der Entsorgungsbereich 9 mit einer Melkvorrichtung versehen sein, bei der die Zitzenbecher manuell an die Zitzen des Euters eines in dem Entsorgungsbereich 9 befindlichen Tieres angeschlossen werden.
  • Der Entsorgungsbereich 9 dient folglich als Ort, an dem ein Milchtier seine Ausscheidungen von sich geben kann, als Waschstation zum Reinigen zumindest des Tiereuters, d. h. zum Sauberhalten des Tieres, als Melkstand zum automatischen oder nicht automatischen Melken eines darin befindlichen Tieres und als Fütterungsstation zum Füttern dieses Tieres. Der Entsorgungsbereich zum Ablegen von Ausscheidungen bildet in Kombination mit der Waschvorrichtung ein Entsorgungssystem, das von mehreren in der Unterkunft 1 befindlichen Tieren benutzt werden kann.
  • Merkmal der erfindungsgemäßen Idee ist es, daß in der Unterkunft 1 befindliche Tiere entweder daran gehindert werden, ihre Ausscheidungen innerhalb der Unterkunft (d. h. außerhalb des Entsorgungssystems 9) von sich zu geben, oder dazu bewegt werden, ihre Ausscheidungen im Entsorgungsbereich oder Entsorgungssystem von sich zu geben. Dies ist auf verschiedenen Wegen zu erreichen, u. a. dadurch, daß die Tiere in den Entsorgungsbereich 9 gelockt werden.
  • Ein Verfahren, um ein in der Unterkunft 1 befindliches Tier daran zu hindern, seine Ausscheidungen dort von sich zu geben, besteht in der Anbringung einer geeigneten Vorrichtung an dem Tier selbst. Diese Vorrichtung hat einen flexiblen Schlauch 27, der den Schwanz 28 jedes der Tiere umschließt (Fig. 5). Der flexible Schlauch 27 wird soweit wie möglich über das obere Ende des Schwanzes 28 geschoben und hat eine solche Länge, daß er, wenn das Tier seinen Schwanz hängen läßt, in Abwärtsrichtung bis unter die Stelle reicht, an der die Ausscheidungen aus dem Tier austreten. Der Schlauch 27 ist mit mehreren relativ steifen Ringen oder Rippen 29 versehen, die relativ dicht aufeinanderfolgen und durch relativ dünne flexible Verbindungsglieder 30 verbunden sind, die in ausgedehntem Zustand des Schlauches die Form von kurzen Zylindern haben und an die Ringe 29 auf beiden Seiten und rundum anschließen. In kurzer Entfernung von dem oberen Ende des über den Schwanz geschobenen Schlauches sind an zwei nebeneinanderliegenden Ringen 29 einander zugewandte Sensoren oder Kontakte 31 angeordnet. Die Sensoren 31 sind an den am weitesten außen und oben gelegenen Teilen der beiden benachbarten Ringe 29 angeordnet, wenn sich der Schwanz in der in Fig. 5 gezeigten Stellung befindet. In der nach unten gerichteten Stellung des Schwanzes 28, die in Fig. 5 gezeigt ist, sind an dem unteren Ende des Schlauches 27 Sensoren 32 an einem oder an mehreren Ringen 29 angeordnet, und zwar an einer Stelle auf der Peripherie eines Ringes 29, die in der in der Zeichnung gezeigten Stellung dem Körper der Kuh zugewandt ist, aber unterhalb der Stelle liegt, an der die Exkremente aus dem Körper austreten. Mittels der dünnen flexiblen elektrischen Verbindungsdrähte 33 (Fig. 2 bis 4), die an der Oberseite des Tieres entlang nach vorn geführt und am Körper des Tieres befestigt sind, sind die Sensoren 31 und 32 mit einem Glied 34 verbunden (Fig. 2), das am höchsten Punkt eines in Querrichtung über den Körper des Tieres gehängten Gurtes 35 angeordnet ist. Von dem Glied 34 aus sind weitere Verbindungsdrähte 36 über die Oberseite des Körpers geführt und an dieser sowie am Hals des Tieres befestigt und enden in kleinen Lautsprechern 37 (Fig. 3 und 4), die an oder nahe den Ohren des Tieres an dessen Kopf angebracht sind.
  • Das Glied 34 hat eine kleine Batterie oder Stromquelle sonstiger Art sowie eine kompakte elektronische Schaltung, die zum Teil als einfacher Funksignalempfänger ausgeführt ist.
  • Wenn das Tier seinen Schwanz anhebt, wird gemäß einem ersten Verfahren zum Verhindern, daß das Tier seine Ausscheidungen in der Unterkunft 1 von sich gibt, der flexible Schlauch 27 gedehnt, so daß die Kontakte 31 schließen. Dadurch wird ein Signal erzeugt, das über die Verbindungsdrähte 33 an das Glied 34 weitergeleitet wird, wodurch die in dem Glied 34 angeordnete Schaltung aktiviert wird und über die Verbindungsdrähte 36 in den Lautsprechern 37 einen Ton erzeugt, der für das Tier unangenehm ist (beispielsweise ein Pieps- oder Pfeifton) und über die Lautsprecher 37 zu den Ohren des Tieres gelangt. Hat ein Tier, das sich zum ersten Mal in der Unterkunft 1 aufhält und mit der oben beschriebenen Vorrichtung ausgestattet ist, diese unangenehme Wirkung einige Male verspürt und beobachtet, wo andere an den Aufenthalt in der Unterkunft gewöhnte Tiere ihre Ausscheidungen von sich geben können, und wurde es von einer anwesenden Person ein oder mehrere Male zum Entsorgungsbereich geführt, so weiß es, in welche Richtung es zu gehen hat, wenn es den unangenehmen Ton hört. Insbesondere wenn es merkt, daß der unangenehme Ton im Entsorgungsbereich verstummt, wird das Tier nach einigen Erfahrungen ohne weitere Aufforderung zu dem Entsorgungsbereich gehen, um dort seine Ausscheidungen von sich zu geben.
  • Sobald das Tier nämlich den Entsorgungsbereich 9 betritt, kommt es in die Reichweite des Signals, das von einem in der elektronischen Installation 14 des Entsorgungsbereiches 9 angeordneten Radiosender ausgesandt wird (Antenne 38 in den Fig. 2 bis 4). Das von diesem Radiogerät über die Antenne 38 gesendete Signal ist relativ schwach und wird im wesentlichen innerhalb der Begrenzungen des Entsorgungsbereiches 9 ausgestrahlt. Der Empfänger in dem an dem Tier angebrachten Glied 34 hat ein UND-Gatter, das von diesem Radiosignal gesteuert wird, und dessen Vorspannung auf einen solchen Grenzwert eingestellt ist, daß sich sein Zustand erst ändert, nachdem das Tier den Entsorgungsbereich 9 betreten hat. Das umgeschaltete UND-Gatter unterbricht nun den von dem Glied 34 erzeugten Pieps- oder Pfeifton, der durch die Schließkontakte 31 ausgelöst wurde. Nach einigen Erfahrungen wird daher das Tier, das sich in der Unterkunft 1 aufhält und die Kontakte 31 zum Schließen bringt, zu dem Entsorgungsbereich 9 gehen, weil es weiß, daß der unangenehme Ton in seinen Ohren in diesem Bereich verstummt. Das auf diese Weise zum Betreten des Entsorgungsbereiches 9 veranlaßte Tier weiß auch, daß sich dort der Trog 16 befindet, und daß es eine Futtermenge erhält, wenn es seine Ausscheidungen dort von sich gibt.
  • Wenn nämlich das im Entsorgungsbereich 9 stehende Tier seine Ausscheidungen auf dem Bodenrost 19 von sich gibt, so schließen diese Ausscheidungen zwei Kontakte 21 des Bodenrostes 19, wodurch dem elektronischen Apparat 14 ein Signal geliefert wird, das ein Steuersystem aktiviert, welches Bestandteil des Apparates 14 ist und dafür sorgt, daß eine dosierte Futtermenge aus dem Vorratsraum 18 in den Trog 16 fällt. Nach einigen Erfahrungen weiß das Tier auch, daß der Trog 16 leer und die Ausgangstür 13 geschlossen bleiben, wenn es auf dem Bodenrost 19 seine Ausscheidungen nicht von sich gibt.
  • Innerhalb des elektronischen Systems 14 kann das von den Sensoren 21 aufgrund des Durchfallens von Ausscheidungen erzeugte Signal mit einem von einem Kuhidentifizierungs- Halsband 39 stammenden Signal kombiniert werden, um aufzuzeichnen, daß das entsprechende Tier (gemäß den von dem Halsband 39 gelieferten Daten) seine Ausscheidungen tatsächlich auf dem Bodenrost 19 des Entsorgungssystems 9 von sich gegeben hat. Auf diese Weise kann festgestellt werden, welche Tiere noch nicht genügend Erfahrung im Umgang mit dem Entsorgungsbereich 9 haben.
  • Nachdem ein Tier seine Ausscheidungen auf dem Bodenrost 19 in dem Entsorgungssystem 9 von sich gegeben hat und das entsprechende Signal durch das elektronische System 14 erzeugt wurde, wird nicht nur Futter in den Trog 16 geleitet, sondern nach einer kurzen durch eine Uhr oder ein Zeitmeßsystem bestimmten Zeitspanne auch die Waschvorrichtung 22 aktiviert, mittels der das Euter vorzugsweise von zwei Seiten gereinigt wird, indem es mit vorzugsweise lauwarmem oder leicht warmem Waschwasser abgesprüht wird. Der Strahl des schräg nach hinten und innen gesprühten Waschwassers ist so ausgerichtet, daß auch die auf dem Bodenrost befindlichen Überreste der Ausscheidungen in den Behälter 23 gespült werden. Nach einer kurzen durch das Zeitmeßsystem bestimmten Zeitspanne wird die automatische Melkvorrichtung 26 nach innen zum Euter geschwenkt und automatisch an die Zitzen angeschlossen, so daß der Entsorgungsbereich 9 auch als Melkstand dient.
  • Sobald die aufeinanderfolgenden Wasch- und Melkvorgänge beendet sind und das Ende des Melkvorganges signalisiert wurde, triggert das elektronische System 14 ein Steuersystem, das bewirkt, daß sich die Tür 13 in einem Winkel von 180º öffnet, so daß das Tier in die Unterkunft 1 gehen kann.
  • Es ist darauf hinzuweisen, daß eine weitere Lockvorrichtung verwendet werden kann, bei der das System 14 mit einem Lautsprecher 40 ausgestattet ist, der wahlweise anhaltende Töne erzeugen kann, die für die Tiere angenehm und in der ganzen Unterkunft 1 zu hören sind.
  • Der Gurt 35 (Fig. 2 bis 4), der vom Rücken der Tiere auf beiden Seiten etwa bis zur Mitte herabhängt, ist an seinen unteren Enden mit einem Element 41 versehen, das über elektrische Verbindungsdrähte mit dem Glied 34 verbunden ist. Das Element 41 weist Elektroden oder dergleichen auf, mittels derer dem Tier leichte Elektroschocks versetzt werden können, wie sie durch bekannte Stöcke zum Antreiben von Vieh erteilt werden. Für diese Schocks wird eine relativ geringe Energie benötigt. Die Elemente 41 können durch die Stromquelle in dem Glied 34 versorgt werden. In Längsrichtung des Tieres gesehen kann ein zweiter Gurt 45 in einer unterschiedlichen Lage auf dem Rücken angeordnet werden, der ebenfalls mit Elementen 41 versehen ist, die von einer zugehörigen weiteren Stromquelle versorgt werden.
  • Die Elemente 41 bilden die Grundlage für ein weiteres Verfahren, das Tier zum Aufsuchen des Entsorgungssystems 9 zu bewegen. Bei diesem Verfahren wird ebenfalls ein Radiogerät verwendet, daß mit dem Entsorgungsbereich 9 verbunden ist und relativ starke Signale in die Unterkunft 1 überträgt. Das Glied 34 kann ein Empfangssystem für die letztgenannten Signale haben, das eine Einrichtung zur Ermittlung der Richtung aufweist, aus der die Signale empfangen werden. Sobald sich der Schwanz des Tieres nach oben bewegt und die Kontakte 31 schließen, aktiviert das von diesen Kontakten gelieferte Signal das in dem Glied angeordnete Empfangssystem, das dafür sorgt, daß ein Element 41 der Seite des Tieres, die von der Funksignalquelle (nahe dem Entsorgungssystem 9) abgewandt ist, leichte Schocks versetzt. Das Tier empfindet diese Schocks als unangenehm und wird dazu veranlaßt, sich von den Schocks weg zu bewegen, so daß es in Richtung auf die Funksignale und damit in Richtung auf das Entsorgungssystem 9 geht. Dreht sich das Tier aus dem einen oder anderen Grund um, so werden durch die auf der anderen Seite des Tieres angeordneten Elemente 41 Schocks erzeugt, so daß das Tier wieder in Richtung auf das Entsorgungssystem geht. Auf diese Weise wird die Bewegungsrichtung des Tieres bestimmt. Diese Leitvorrichtung kann so ausgebildet sein, daß keine Schocks erteilt werden, wenn das Tier in die richtige Richtung geht. Nach einigen Erfahrungen wird sich das Tier beim Heben seines Schwanzes in Richtung auf das Entsorgungssystem 9 bewegen.
  • Bei diesem Verfahren kann der Gurt 35 alternativ einen kleinen kardanisch aufgehängten Kompass aufweisen, in welchem der Ausschlag der Kompassnadel durch Kontakte begrenzt ist, die nach Aktivierung durch die Kontakte 31 und die Kompassnadel auf einer Seite des Tieres Schocks erzeugen und das Tier dadurch zu dem Entsorgungssystem 9 treiben. Diese Leitsysteme gemäß dem zweiten Verfahren können mit einer Tonquelle kombiniert werden, die für die Tiere angenehme Töne erzeugt und an dem Entsorgungssystem 9 angeordnet ist.
  • Nach einem weiteren Verfahren ist das Entsorgungssystem 9 mit einem Rufsystem ausgestattet, das in regelmäßigen Zeitabständen Töne erzeugt, die für die Tiere angenehm sind. Dabei kann es sich um Töne handeln, die das Geräusch von in einen Trog fallendem Futter und/oder von fließendem Wasser imitieren, wobei der letztgenannte Ton durstige Tiere anlockt.
  • Bei einem weiteren Verfahren zur Vermeidung einer Verschmutzung des Stalles und zur Sauberhaltung der Tiere werden die Sensoren 32 eingesetzt, die als Reaktion auf die Tatsache, daß sich das Tier in Ausscheidungen niedergelassen hat, oder als Reaktion auf die von dem stehenden Tier erzeugten Ausscheidungen das Glied 34 und die Lautsprecher 37 aktivieren, so daß sich das Tier in Richtung auf das Entsorgungssystem 9 bewegt.
  • Die oben beschriebenen Verfahren können natürlich in Teilen oder als Ganzes kombiniert werden, so daß die Tiere entweder daran gehindert werden, ihre Ausscheidungen innerhalb der Unterkunft 1 von sich zu geben, oder dazu veranlaßt werden, ihre Ausscheidungen innerhalb des Entsorgungssystems 9 von sich zu geben, und/oder in Richtung auf das Entsorgungssystem 9 getrieben und/oder gelockt werden. Nach etwas Gewöhnung und Erfahrung, d. h. dadurch, daß sie das Verhalten von anderen Tieren beobachten oder während der Anfangszeit ihres Aufenthaltes in der Unterkunft zu dem Entsorgungssystem geführt werden, stellt sich durch die separate und kombinierte Anwendung dieser Verfahren bei den Tieren ein gewisses automatisches Verhalten ein, so daß sie das Entsorgungssystem regelmäßig benutzen. Nachdem das Tier das Entsorgungssystem 9 betreten hat, laufen die Maßnahmen und Vorgänge (Ablegen von Ausscheidungen, Aufzeichnen mittels des Kuhidentifizierungs-Halsbandes, Füttern, Waschen und Melken) in der oben beschriebenen Reihenfolge ab. Nach Empfang des das Ende des Melkvorganges anzeigenden Signals triggert das elektronische System 14 das Steuersystem, das die Tür 13 öffnet, während der Lautsprecher 40 gleichzeitig für kurze Zeit einen unangenehmen Pieps- oder Pfeifton erzeugt, der das Tier zum Verlassen des Entsorgungssystems 9 bewegt.
  • Es ist darauf hinzuweisen, daß sich die erfindungsgemäße Idee nicht auf die Verwendung eines Entsorgungsbereiches oder Entsorgungssystems 9 beschränkt, das die weiteren beschriebenen Merkmale in Kombination mit einem offenen oder geschlossenen Laufstall aufweist, sondern daß der Entsorgungsbereich 9 alternativ als transportable Einheit ausgeführt sein kann, beispielsweise als Entsorgungsbereich 9 auf höhenverstellbaren Rädern; der Entsorgungsbereich kann durch einen Schlepper an einen vorgegebenen Ort auf einer Wiese transportiert werden. Nach Aufstellen des Entsorgungsbereiches werden die beiderseits angeordneten Räder nach oben bewegt, so daß der Boden des Entsorgungsbereiches mit dem Wiesenboden bündig abschließt. Die Stromversorgung eines solchen auf einer Wiese aufgestellten Entsorgungsbereiches 9 kann durch ein Stromversorgungskabel erfolgen, alternativ jedoch mittels einer Solarstromanlage in Kombination mit Batterien. An der Stelle auf der Wiese, an der der Entsorgungsbereich 9 aufgestellt ist, kann eine Mistgrube derart ausgehoben werden, daß sie an den Bodenrost 19 angrenzt.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Füttern von Tieren, insbesondere von Milchvieh, wie z. B. Milchkühen, mit einer Fütterungsanlage (15) zum Versorgen eines Tieres mit Futter und mit einem Entsorgungssystem (9) zur Aufnahme der Ausscheidungen des Tieres, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Entsorgungssystem (9) ein Sensor (21) angeordnet ist, der feststellt, ob das Tier Ausscheidungen von sich gegeben hat, und der mit der Fütterungsanlage (15) verbunden ist, die das Tier als Reaktion auf Signale des Sensors (21), die anzeigen, daß es Ausscheidungen von sich gegeben hat, mit Futter versorgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (17) des Entsorgungssystems (9) einen Rost (19) aufweist, durch welchen die Ausscheidungen eines sich im Entsorgungssystem (9) aufhaltenden Tieres hindurchfallen, und daß der Sensor (21) im oder nahe an dem Rost (19) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (21) aus zwei Kontakten gebildet ist, die an zwei nebeneinanderliegenden Stangen (20) des Rostes (19) derart angeordnet sind, daß sie einander zugewandt sind und der Kontakt durch Ausscheidungen zu schließen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (21) aus einem Infrarot-Sensor besteht, der in einer Sammelvorrichtung oder Rinne unter dem Rost angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nahe dem Rost (19) eine Reinigungsvorrichtung (22) zum Spülen des Entsorgungsbereiches vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (22) nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne aktiviert wird, nachdem das Vorhandensein von Ausscheidungen durch den Sensor festgestellt worden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (22) in einer solchen Höhe angeordnet ist, daß während des Betriebs der Reinigungsvorrichtung (22) Wasser auf das Euter eines in der Vorrichtung befindlichen Tieres und gleichzeitig auf den Rost (19) gerichtet wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen Melkapparat (26), insbesondere einen Apparat zum automatischen Melken von Tieren aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung transportabel ist.
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