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Die Erfindung betrifft die Verwendung von Pulsatilla Radix
und/oder Clematis Radix für die Herstellung eines
pharmazeutischen Präparats mit Antitumoraktivität.
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Sie betrifft ebenfalls ein neues pharmazeutisches Präparat
mit Antitumoraktivität, das Pulsatilla Radix (Pulsatilla
Koreana Nakai, P. Cernua, P. davurica und P. ratinsis)
und/oder Clematis Radix und einen oder mehrere
Bestandteile, ausgewählt aus der Gruppe Rinde von Ulmaceae
species (Ulmus davidiana var. japonica); Armenicacae Semen;
Panax Ginseng; und Glycyrrhizae Radix enthält und ein
Verfahren zur Herstellung des pharmazeutischen Präparats.
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Die Pflanzen oder Pulsatilla species wachsen auf der
ganzen Welt. Die Pulsatilla Radix wurde als
antiphlogistisches Mittel, Adstringens, Hämostatikuin und als Mittel für
Dysenterie in Korea verwendet. Es ist weiterhin bekannt,
daß Pulsatilla Radix Anemonin, Protoanemonin und Saponin
enthält. Anemonin und Protoanemonin besitzen die folgenden
Strukturen;
Protoanemonin
Anemonin
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Protoanemonin
ist die Vorstufe von Anemonin. Das Anemonr
und das Protoanemonin werden in Wasser, Alkohol,
Chloroform und chloriertem Ethylen gelöst. Bis jetzt war noch
nicht bekannt, daß Pulsatilla Radix Antitumoraktivität
besitzt.
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Clematis Radix (die Wurzel von Clematis manshurica
Maximowicz) enthält Anemonin, Anemonol und Saponin. Es wird
ebenfalls als Mittel für Gicht, als diuretisches Mittel
und als Mittel für Menstruation mit Beschwerden in der
chinesischen Medizin verwendet. Bis jetzt war jedoch noch
nicht bekannt, daß Clematis Radix Antitumoraktivität
aufweist. Die Rinde von Ulmaceae species Pflanzen enthalten
Mucin und Tannin. Andere Bestandteile außer Mucin und
Tannin sind nicht bekannt. Sie wurde als Linderungsmittel und
Bindemittel in der chinesischen Medinzin verwendet. Sie
wurde jedoch noch nicht als Antitumormittel verwendet.
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Armeniacae Semen enthält Amygdalin, Öl und Emulsin, und es
wurde als Hustenarzneimittel, als Grundlage für Salben
oder als Lösungsmittel für Injektionen verwendet. Bis
heute ist es jedoch nicht als Antitumormittel verwendet
worden. Panax Ginseng ist seit dem Altertum als
ausgezeichnetes Arzneimittel in der Gesellschaft des Orients
bekannt. Es wurde als Tonikum, als Mittel für akute
Gastritis und als Mittel für verschiedene hämorrhagische
Krankheiten verwendet. Vor einigen Jahren wurde berichtet,
daß Ginseng Radix eine anticarcinogene Wirkung zeigt. In
Ginseng Radix sind Ginseng Saponin, essentielle Öle,
Panaxtriol, Beta-sisterol usw. enthalten.
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Glycyrrhizae Radix enthält Glycyrrhizin, Liquiritin,
Licoricidin und Liguiritosid und wurde als Hustenarzneimittel,
Expektoranz, diaphoretisches Mittel und als Mittel für
Gastritis verwendet. Es war jedoch noch nicht bekannt, daß
Glycyrrhizae Radix Antitumoraktivität aufweist.
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Der genannte Erfinder hat ausgedehnte Untersuchungen mit
Naturstoffen durchgeführt und überraschenderweise
gefunden, daß Pulsatilla Radix und/oder Clematis Radix eine
ausgezeichnete Antitumoraktivität aufweist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe
zugrunde, die Verwendung von Pulsatilla Radix und/oder
Clematis Radix für die Herstellung eines pharmazeutischen
Präparats mit Antitumoraktivität zur Verfügung zu stellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe
zugrunde, ein pharmazeutisches Präparat, das Pulsatilla
Radix und/oder Clematis Radix in Form eines Pulvers oder
Extrakts und ein Pulver oder Extrakt ausgewählt aus Ulmaceae
species, Armeniacae Semen, Panax Ginseng und Glycyrrhizae
Radix enthält und ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen Präparats zu Verfügung zu stellen.
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Die Erfindung betrifft die Verwendung von Pulsatilla Radix
und/oder Clematis Radix in Form eines Pulvers oder eines
mit einem üblichen Lösungsmittel extrahierten Extraktes
und einem oder mehreren Bestandteilen, ausgewählt aus der
Gruppe Träger, Antioxidationsmittel, Konservierungsmittel,
Auflösemittel, Bindemittel und Lösungsmittel, die
üblicherweise in der pharmazeutischen Industrie für die
Herstellung eines pharmazeutischen Präparats mit
Antitumoraktivität verwendet werden.
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Das pharmazeutische Präparat mit Antitumoraktivität kann
in Form von Tabletten, Kapseln, Injektionen, einer Salbe,
eines Sirups, einer Lösung für die orale Verabreichung,
einer Suspension für die orale Verabreichung oder in
irgendeiner anderen pharmazeutischen Zubereitung, die
üblicherweise in der pharmazeutischen Industrie verwendet
wird, vorliegen.
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Die Erfindung betrifft weiterhin ein pharmazeutisches
Präparat mit Antitumoraktivität, das Pulsatilla Radix
und/oder Clematis Radix in Form eines Pulvers oder eines
Extrakts mit üblichen Lösungsmitteln und einen oder
mehrere Bestandteile, ausgewählt aus der Gruppe, die besteht
aus der Rinde von Ulmaceae species, Armeniacae Semen,
Panax Ginseng und Glycyrrhizae Radix in Form eines Pulvers
oder Extrakts, extrahiert mit üblichen Lösungsmitteln, und
einen oder mehrere Bestandteile, ausgewählt aus der Gruppe
Träger, Antioxidantien, Konservierungsmittel,
Auflösemittel, Bindemittel, und Lösungsmittel, die üblicherweise in
der pharmazeutischen Industrie verwendet werden, enthält.
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Der genannte Erfinder hat gefunden, daß, wenn eine oder
mehrere natürliche Substanzen in Form eines Pulvers oder
Extrakts, ausgewählt aus der Gruppe, die besteht aus der
Rinde von Ulmaceae, Armeniacae Semen, Panax Ginseng und
Glycyrrhizae Radix zu Pulsatilla Radix und/oder Clematis
Radix in Form eines Pulvers oder Extrakts zugegeben
werden, die Antitumoraktivität wesentlich verstärkt wird.
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Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur
Herstellung des oben erwähnten pharmazeutischen Präparats,
das durch die Stufen gekennzeichnet ist:
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(a) Pulverisierung von Pulsatilla
Radix und/oder Clematis Radix oder Extraktion von
Pulsatilla Radix und/oder Clematis Radix mit einem üblichen
Lösungsmittel, das in der pharmazeutischen Industrie
verwendet wird,
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(b) Pulverisierung von einem oder
mehreren Bestandteilen, ausgewählt aus der Rinde von
Ulmaceae species, Armeniacae Semen, Panax Ginseng und
Glycyrrhizae Radix, oder Extraktion von einem oder mehreren
Bestandteilen, ausgewählt aus der Gruppe, die besteht aus
der Rinde von Ulmaceae species, Armeniacae Semen, Panax
Ginseng und Glycyrrhizae Radix, und
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(c) Vermischen der gepulverten oder
extrahierten Pulsatilla Radix und/oder Clematis Radix, von
einem oder mehreren Bestandteilen, ausgewählt aus Ulmaceae
species, Armeniacae Semen, Panax Ginseng und Glycyrrhizae
Radix, und von einem oder mehreren Bestandteilen, ausgewählt
aus Trägern, Antioxidantien, Konservierungsmitteln,
Auflösemitteln, Bindemitteln und Lösungsmitteln, die
üblicherweise in der pharmazeutischen Industrie verwendet
werden.
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Die Natursubstanzen, die bei der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, können 0-10 Gew.-Teile Pulsatilla Radix,
0-10 Gew.-Teile Clematis Radix (jedoch sind Pulsatilla
Radix und Clematis Radix nicht gleichzeitig null), 0-5 Gew.-
Teile Panax Ginseng, 0-5 Gew.-Teile der Rinde von Ulmaceae
species, 0-3 Gew.-Teile Armeniacae Semen und 0-5 Gew.-
Teile Glycyrrhizae Radix auf luftgetrockneter Basis sein.
Sie können in Form eines Pulvers oder eines Extrakts, der
mit einem an sich bekannten Lösungsmittel extrahiert
wurde, vorliegen. Ein oder mehrere Verdünnungsmittel,
ausgewählt aus bekannten Trägern, Antioxidantien,
Konservierungsmitteln, Auflösemitteln, Zerfallsmitteln,
Schmiermitteln, Bindemitteln und Lösungsmitteln können zu den obigen
Bestandteilen zugegeben werden. Die erfindungsgemäßen
natürlichen Substanzen werden an der Luft getrocknet und
fein vermahlen oder mit Wasser, einem niedrigen Alkohol,
Chloroform, Methylenchlorid oder einem anderen
Lösungsmittel, das die aktiven Substanzen aus den Naturstoffen bei
einer Temperatur von 0ºC bis zum Siedepunkt des
Lösungsmittels, das verwendet wird, während 30 Minuten bis 24
Stunden extrahiert. Das Lösungsmittel aus der
Extraktlösung kann abdestilliert werden, wobei der Extrakt
erhalten wird. Der Extrakt kann in Wasser, Ethylalkohol
oder einem Gemisch davon gelöst werden. Wenn Wasser als
Lösungsmittel verwendet wird, kann die Lösung direkt als
pharmazeutisches Präparat ohne Abdestillieren des Wassers
verwendet werden.
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Wenn jeder der Bestandteile in extrahierter Form verwendet
wird, kann jeder Naturstoff getrennt extrahiert werden
oder 2 Arten der Naturstoffe oder mehr können vereinigt
und gleichzeitig extrahiert werden, wobei der Extrakt
erhalten wird. Zu den gepulverten oder extrahierten
Naturstoffen können die folgenden Verdünnungsmittel zugegeben
werden: Träger, wie Lactose, verschiedene Stärken,
Saccharose, Mannit, Sorbit, Calciumsulfat, Aluminiumsilicat,
Calciumsulfat, Calciumcarbonat; Bindemittel, wie
Saccharose, Glukose, Stärkepaste, Gelatine,
Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Gummi arabicum, Traganthgummi,
Ethylcellulose, Natriumalginat,
Hydroxypropylmethylcellulose, Polyvinylpyrrolidon, lösliche Cellulose;
Zerfallsmittel, wie Stärke, Carboxymethylcellulose,
Methylcellulose, kristalline Cellulose; Schmiermittel, wie
Magnesiumstearat, Calciumstearat; Benetzungsmittel, wie
Glycerin, Propylenglykol, und Sorbit;
Konservierungsmittel, wie Natriumbenzoat, Methyl-p-hydroxybenzoat, Propyl-
p-hydroxybenzoat, Benzalkoniumchlorid, Chlorbutanol,
Natriumdehydroacetat, Polymixin-B-sulfat; Auflösemittel,
wie lösliche Alkohole und ihre Derivate, verschiedene
grenzflächenaktive Mittel; Antioxidantien, wie
Natriumsulfit, Natriumpyrosulfat, Natriummetabisulfat,
Natriumbisulfit, Rongalit, Ascorbinsäure; isotonische Mittel, wie
Natriumchlorid, Dextrose; indolente Mittel, wie
Benzylalkohol und Chlorbutanol; und Salbengrundstoffe, wie Vaselin,
fluides Paraffin, Plastibase und verschiedene Silicone,
Schweineschmalz, verschiedene Pflanzenöle, Wachse,
raffiniertes Lanolin.
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Ungefähr 0,5-10 g von Pulsatilla Radix und/oder Clematis
Radix in Form eines Pulvers oder Extrakts (der aus 0,5-10
g Pulsatilla Radix und/oder Clematis Radix extrahiert
wurde) können 1-10 mal täglich verabreicht werden.
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Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
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4 g luftgetrocknete Pulsatilla Radix, 2 g luftgetrocknete
Rinde von Ulmus davidiana var. japonica und 1 g
luftgetrocknete Glycyrrhizae Radix wurden fein vermahlen,
einheitlich vermischt und in jeweils 1,5 g des Gemisches
geteilt, in eine Vinyl-beschichtete Hülle gegeben und
versiegelt.
Beispiel 2
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4 g luftgetrocknete Pulsatilla Radix, 2 g luftgetrocknete
Clematis Radix, 2 g luftgetrocknete Ginseng Radix und 2 g
luftgetrocknete Glycyrrhizae Radix wurden fein vermahlen,
einheitlich vermischt und in je 1,5 g Gemisch geteilt und
in eine Vinyl-beschichtete Hülle gegeben und versiegelt.
Beispiel 3
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6,26 g luftgetrocknete Pulsatilla Radix wurden zu 90 ml
gereinigtem Wasser gegeben und das Gemisch wurde auf 60ºC
erwärmt und 60 Minuten gerührt. Das Gemisch wurde bei 3500
UpM während etwa 30 Minuten zentrifugiert. Etwa 60 ml der
abgetrennten Lösung wurden in einem Sterilisationsraum bei
60ºC oder darunter steril filtriert und die Lösung wurde
zu einer isotonischen Lösung verarbeitet, indem eine
geeignete Menge an NaCl zugegeben wurde. Die isotonische
Lösung wurde erneut steril filtriert, aufgeteilt in jeweils
2,5 ml Lösung in Ampullen von 3 ml steril abgefüllt und
versiegelt, wobei Ampullen für die Injektion erhalten
wurden.
Beispiel 4
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4 g luftgetrocknete und gepulverte Pulsatilla Radix, 2 g
luftgetrocknete gepulverte Rinde von Ulmus davidiana var.
japonica, 2 g luftgetrocknete und gepulverte Ginseng Radix
und 1 g luftgetrocknete gepulverte Glycyrrhizae Radix
wurden zu 90 ml gereinigtem Wasser gegeben und das Gemisch
wurde 60 Minuten bei etwa 80ºC gerührt, wobei gereinigtes
Wasser entsprechend dem abdestillierten Wasser zugegeben
wurde. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
mit 3500 UpM während etwa 30 Minuten zentrifugiert, wobei
46 ml Lösung erhalten wurden. Zu der Lösung wurde NaCl
zugegeben, wobei eine isotonische Lösung erhalten wurde. Die
isotonische Lösung wurde durch übliches Filtrieren in
einem sterilen Raum filtriert, dann wurden je 2 ml der
Lösung in 3 ml Ampullen steril filtriert und geteilt. Die
Ampullen wurden versiegelt und im Kühlschrank aufbewahrt.
Beispiel 5
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62,6 g luftgetrocknete und gepulverte Pulsatilla Radix,
31,3 g luftgetrocknete und gepulverte Ginseng Radix, 10 g
luftgetrocknete und gepulverte Glycyrrhizae Radix wurden
zu 900 ml gereinigtem Wasser gegeben und das Gemisch wurde
während 60 Minuten bei etwa 60ºC gerührt, wobei
gereinigtes Wasser entsprechend dem abdestillierten Wasser
zugegeben wurde. Das Gemisch wurde filtriert und das Filtrat
wurde konzentriert, wobei 26,4 g des Extraktes erhalten
wurden.
Beispiel 6
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6 g luftgetrocknete und gepulverte Clematis Radix, 3,13 g
luftgetrocknete und gepulverte Ginseng Radix, 2 g
Armeniacae Semen und 1 g luftgetrocknete und gepulverte
Glycyrrhizae Radix wurden zu 90 ml 40%igem (Vol./Vol.)
Ethylalkohol gegeben und das Gemisch wurde während etwa 120
Minuten bei etwa 40ºC gerührt und extrahiert. Das Gemisch
wurde mit 3500 UpM zentrifugiert, wobei 40 ml Lösung
erhalten wurden. Die Lösung wurde konzentriert, wobei etwa
2,50 g Extrakt erhalten wurden.
Beispiel 7
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Extrakt erhalten gemäß Beispiel 5 130 mg
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Natriummetabisulfit 3,0 mg
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Methylparaben 0,8 mg
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Propylparaben 0,1 mg
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Isotonische Lösung, qs bis zu 2 ml
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Die Lösung wurde in 2-ml-Ampullen nach einem an sich
bekannten Verfahren abgefüllt.
Beispiel 8
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Extrakt erhalten gemäß Beispiel 5 200 mg
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Kristalline Cellulose 50 mg
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Hydroxypropylcellulose 17 mg
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Magnesiumstearat 3 mg
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270 mg Tabletten wurden nach einem an sich bekannten
Verfahren erhalten.
Beispiel 9
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Extrakt erhalten gemäß Beispiel 5 200 mg
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Talg 10 mg
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Kolloides Siliciumdioxid 5 mg
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Lactose 85 mg
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Es wurden 300 mg Hartkapseln nach einem an sich bekannten
Verfahren erhalten.
Beispiel 10
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Extrakt erhalten gemäß Beispiel 5 1000 mg
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Saccharose 2000 mg
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Methylparaben 20 mg
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Propylparaben 5 mg
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Glycerin 20 mg
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Natriumsaccharin 10 mg
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Orangenessenz, qs
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Gereinigtes Wasser, qs bis zu 100 ml
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Nach dem an sich bekannten Verfahren wurden orale Lösungen
erhalten.
Beispiel 11
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Extrakt erhalten gemäß Beispiel 6 1,5 g
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Traganthgummi 1,0 mg
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Glycerin 2 ml
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Gereinigtes Wasser, qs bis zu 50 ml
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Die obigen Bestandteile wurden bei Raumtemperatur gerührt
und während 24 Stunden gelagert, wobei Linimenta erhalten
wurde.
Experiment 1 (Akute Toxizität)
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Tiere: dd-Mäuse, Körpergewicht 20-25 g wurden verwendet.
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Verfahren: Die Proben, hergestellt gemäß Beispiel 3,
wurden p.o., s.c. und i.v. verabreicht und die Tiere wurden
24 Stunden beobachtet, ob die Tiere starben oder nicht.
Experiment 2 (Akute Toxizität)
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Tiere: Sprague-Dawley-Ratten mit einem Körpergewicht von
120-130 g wurden verwendet.
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Verfahren: Die gemäß Beispiel 3 hergestellt Proben wurden
p.o., s.c. und i.v. verabreicht und die Tiere wurden 72
Stunden beobachtet, ob die Tiere starben oder nicht.
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Ergebnisse: Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den
Tabellen I und II dargestellt.
Tabelle I. Akute Toxizität der erfindungsgemäßen Mittel
bei Mäusen.
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Die LD&sub5;&sub0;-Werte wurden nach dem Behren's-Verfahren
berechnet.
Tabelle II. Akute Toxizität der Probe P bei Ratten
Verabreireichungsweg
Probedosis ml/20g ml/kg
Zahl der Tiere behandelt gestorben
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Aus den Tabellen I und II geht hervor, daß die
erfindungsgemäßen pharmazeutischen Mittel eine sehr geringe akute
Toxizität aufweisen.
Experiment 3 (Antitumorwirkung gegen Sarcoma 180)
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Tiere: dd-Mäuse (männlich), Körpergewicht 20-25 g wurden
verwendet.
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Verfahren: Sarcoma-180-Tumorzellen mit 5x10&sup6; wurden in die
Testmäuse injiziert. 7 Tage danach wurden Proben von 0,3
ml des erfindungsgemäßen Mittels nach Beispiel 3 während 5
Tagen (s.c.) injiziert. Die Tiere wurden nach 30 Tagen
getötet und die Tumore wurden entnommen und gewogen.
Zusätzlich wurde das Aussehen der Tumorgröße am 10. und 12. Tag
nach Beginn der Verabreichung der erfindungsgemäßen Mittel
beobachtet. Es wurden in jeder Gruppe 5-10 Mäuse
verwendet.
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Ergebnisse: Die Ergebnisse sind in den Tabellen III und IV
dargestellt.
Tabelle III. - Antitumorwirkung des erfindungsgemäßen Mittels gegen Sarcoma 180, implantiert
S.C in Mäusen
Material
Dosis ml/20 g, S.C
Tumorgröße (ml im Durchmesser)
Tumorgewicht (g)
Vollständige Regression
Salzlösung
Mittel von Beispiel 3
Die Werte wurden 20 Tage nach der Verbreichung der Testproben erhalten.
Tabelle IV. - Antitumorwirkung des erfindungsgemäßen Mittels gegen Sarcoma 180, implantiert
S.C in Mäusen
Material
Dosis ml/20 g, p.o
Tumorgröße (mm) 10.Tag 20.Tag
Tumorgewicht (g) (30. Tag)
Vollständige Regression
Salzlösung
Mittel von Beispiel 3
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Das mittlere Tumorgewicht der Kontrollgruppe betrug 2,71
g, aber das mittlere Tumorgewicht der Gruppe, die mit dem
erfindungsgemäßen Präparat injiziert war, betrug 0,44 g.
Gemäß den Regeln des Krebsinstituts der U.S.A. wird eine
Verbindung als wirksam angesehen, wenn T/C(%) von
irgendeiner Testverbindung 42% beträgt oder darunter liegt.
Nachdem das T/C(%) des erfindungsgemäßen Präparats 16,1%
beträgt, besitzen die erfindungsgemäßen Mittel eine
ausgezeichnete Wirkung gegenüber Sarcoma 180.
Versuch 4 (Klinischer Test an einer Versuchsperson
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Untersuchte Person: Mr. Hyun Suck Suh, Alter 18 (Adresse:
Majungri, Nam-myun, Buye-kun, Chungchungnam-do, Republik
Korea)
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Art der Krankheit: Tumoren der Lymphknoten am Hals.
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Diagnose: Im Chungnam Medical College Hospital am 17. Juli
1973.
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Zeit der Medikation: Vom 20. September 1973 bis zum 5.
März 1974.
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Art der Medikation: Das gemäß Beispiel 3 hergestellte
erfindungsgemäße Mittel wurde subkutan in einer Menge von 2
ml einmal täglich 1 Monat lang verabreicht. Danach wurde
das erfindungsgemäße Mittel subkutan in einer Menge von 4
ml zweimal täglich verabreicht. Nach 2 Monaten und 10 Tage
vom Beginn der Medikation verschwanden die Tumoren. Danach
wurde die Medikation während 3 Monaten und 5 Tagen
fortgesetzt.
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3 Jahre nach Beendigung der Medikation entschied das
Chungnam Medical College Hospital, daß der Patient
vollständig geheilt war.
Experiment 5 (Klinischer Versuch mit einer Versuchsperson)
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Getestete Person: Mr. Keun Bae Lee, Alter 66 (Adresse:
793, Chungan-3-dong, Danbuk-myun, Euisung-kun,
Kyunsangbukdo, Republik Korea).
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Art der Krankheit: Lungenkrebs
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Diagnose: Kyemyung University, die dem Dong San Hospital
angeschlossen ist, am 29. September 1987.
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Zeit der Medikation: vom 8. April 1988 bis zum 23.
November 1988 (während 7 Monaten und 15 Tagen).
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Verfahren der Medikation: Das erfindungsgemäße Mittel,
hergestellt gemäß Beispiel 7, wurde subkutan in einer
Menge von 2 ml einmal täglich injiziert. Die Kyemyung
University, die dem Dong San Hospital angeschlossen ist,
berichtete, daß die Tumoren am 5. Dezember 1988 verschwunden
waren. In der Figur 1 ist ein Röntgenbild, das vor der
Medikation des erfindungsgemäßen Mittels aufgenommen
wurde, dargestellt.
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In der Figur 2 ist ein Röntgenbild dargestellt, das 3
Monate nach der Medikation des erfindungsgemäßen Mittels
aufgenommen wurde; und
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in der Figur 3 ist ein Röntgenbild dargestellt, das nach
Beendigung der Medikation des erfindungsgemäßen Mittels
aufgenommen wurde.
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Aus den Röntgenbildern ist erkennbar, daß das
erfindungsgemäße Mittel eine ausgezeichnete Wirkung gegenüber
Lungenkrebs aufweist.
Experiment 6 (Klinischer Test an einer Versuchsperson)
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Versuchsperson: Mr. No charn Park, Alter 63 (Adresse: 196,
Sukwan-ri, Nami-myun, Chungwon-kun, Chungchungbuk-do,
Republik Korea).
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Art der Krankheit: Fortgeschrittener Magenkrebs
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Diagnose: Chungnam University Medical College, das mit dem
Hospital verbunden ist, am 15. März 1988
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Zeit der Medikation: Vom 8. April 1988 bis zum 30. April
1989 (12 Monate und 22 Tage).
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Verfahren der Medikation: Das erfindungsgemäße Mittel,
hergestellt gemäß Beispiel 3, wurde (i.m.) in einer Menge
von 2 ml einmal täglich injiziert, in einer Menge von 2 ml
(i.v.) einmal täglich injiziert und gleichzeitig in einer
Menge von 2,2 ml einmal täglich oral verabreicht. Nach 1
Monat der Medikation wurde eine Verbesserung von etwa 20%
erhalten. Nach einer Medikation von 3 Monaten wurde eine
Verbesserung von etwa 30% erhalten. Danach konnte keine
Verbesserung oder Verschlechterung festgestellt werden,
bis zum 5. Monat der Medikation. Danach wurden die
Injektionen beibehalten und die orale Dosis wurde verdoppelt.
Etwa 80% einer klinischen Verbesserung wurde am 6. Monat
erhalten. Nach 9-monatiger Medikation verschwanden alle
Tumoren. Vom 10. Monat an wurden nur 2 ml des
erfindungsgemäßen Mittels einmal täglich injiziert (i.v.). Die
Daejeon Chungang Röntgenklinik entschied am 25. März 1989,
daß der Patient vollständig geheilt war.
Experiment 7 (Klinischer Versuch mit einer Versuchsperson)
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Getestete Person: Mr. Duck Sang Kim, Alter 46 (Adresse:
90-20, Sajik-2-dong, Dongrae-ku, Pusan, Republik Korea).
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Art der Krankheit: Fortgeschrittener Magenkrebs
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Diagnose: Pusan Inje Medical College, das mit dem Baik
Hospital verbunden ist, am 8. März 1988.
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Zeit der Medikation: Vom 3. März 1988 bis zum 3. Februar
1989 (10 Monate).
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Verfahren der Medikation: Das erfindungsgemäße Mittel,
hergestellt gemäß Beispiel 7, wurde in einer Menge von 2
ml einmal täglich vom 3. April 1988 an injiziert (i.m.).
Eine kleine Menge des erfindungsgemäßen Mittels wurde
gleichzeitig oral verabreicht. Vom 20. Tag der Medikation
an wurde das Injektionsverfahren (i.m.) zu einer i.v.
Injektion geändert. Nach 3 Monaten der Medikation wurde eine
Verbesserung von etwa 30% erhalten. Nach 5 Monaten der
Medikation wurde eine Verbesserung von etwa 80% erhalten.
Vom 6. Monat der Medikation an wurde die Menge bei der
oralen Verabreichung verdoppelt. Nach 8-monatiger
Medikation traten keine Tumoren mehr auf. Die Injektion wurde am
10. Monat der Medikation beendigt und nur die orale
Verabreichung wurde während eines Monats weitergeführt. Das
Pusan Inje Medical College, das mit dem Baik Hospital
verbunden ist, entschied, daß der Patient vollständig geheilt
war.
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Aus den obigen Experimenten ist erkennbar, daß das
erfindungsgemäße pharmazeutische Mittel eine ausgezeichnete
Antitumoraktivität aufweist.