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Diese Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an einer
Schleifmaschine mit breitem Band.
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Es sind viele Beispiele von Maschinen dieser Art bekannt, die zur
Fertigbearbeitung von vorher hergestellten Platten verwendet
werden, Eine dieser Maschinen, die der Einleitung von Anspruch
1 entspricht, ist in EP-A-225296 derselben Anmelderin wie die
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Heutzutage bestehen die am meisten verwendeten Strukturen
dieses Maschinentyps aus: einer Trägerstruktur, die ein
Transportband für den Transport von Werkstücken in einer
Längsrichtung hält; einer Schleifvorrichtung, bestehend aus einer
Anzahl von Rollen (normalerweise mindestens drei und maximal
fünf) mit parallelen Achsen, die quer zu dem Förderband und
über diesem angeordnet sind. Diese Rollen tragen ein ringförmig
geschlossenes Schleifband, welches von den Rollen selbst und in
Zusammenarbeit mit Hydraulikzylindern gespannt wird. Das
Schleifband ist mit einer Vorrichtung verbunden, welche dieses
nach unten in Richtung des Förderbandes drückt.
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Diese Vorrichtung ist parallel zu den Rollen an dem aktiven Trum
zwischen den Rollen angeordnet sowie parallel zu der
längsverlaufenden Vorschubfläche des Förderbandes. Die
Vorrichtung besteht aus einem Querbalken, der eine Reihe von
beweglichen Druckschuhen trägt, jeder davon unabhängig von den
anderen, befestigt an einer rechtwinklig zu dem Förderband
verlaufenden Achse. Die genannten Druckschuhe können dort, wo
sie mit dem Schleifband Kontakt haben, schwingen, wodurch es
möglich ist, deren Winkel im Verhältnis zu der durch das
Förderband beschriebenen Ebene zu verändern; der Winkel der
Druckschuhe im Verhältnis zu dem in die Maschine eintretenden
Werkstück kann somit je nach den verschiedenen Arten von
Holzschleifarbeiten verändert werden, wie zum Beispiel: wird der
Winkel der Druckschuhe im Verhältnis zu dem Förderband leicht
verstärkt, ist es möglich, einen härteren Schleifgang an der
Eintrittsseite und einen weicheren Schleifgang an der
Austriffsseite zu erhalten, abhängig von der Art des Holzes (Holz
mit unterschiedlichen Homogenitätsgraden), von der gewünschten
Schleifart usw.
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Die hier beschriebene Maschine erscheint als sehr zuverlässig,
jedoch haben sich während der Benutzung einige konstruktive
Nachteile herausgestellt: Die Einstellungsarbeiten, wie die des
Veränderns der Winkel der Druckschuhe, sind für den Benutzer
nicht leicht auszuführen, und auch andere Arbeiten, wie der
Austausch des Schleifbandes, erfordern von dem Benutzer die
Ausführung umfangreicher manueller Eingriffe. Die Positionierung
der Druckschuhe in einem speziellen Winkel, der von dem
Benutzer bestimmt wird, wird in der Tat von dem Hersteller der
Maschine vorgenommen, noch bevor die Maschine ausgeliefert
wird. Wenn der Benutzer anschliessend den Druckschuhwinkel
auch nur leicht ändern will (aus Gründen der Verarbeitung), muss
er die Maschine für eine bestimmte Dauer anhalten, so dass es
dem Bedienenden erlaubt ist, die Druckschuhe in dem neuen
Winkel zu positionieren, etwas, das direkt in der Projektphase
erlaubt war. Dieser Vorgang ist langsam und schwierig, weil er
den Ausbau eines Teiles des die Druckschuhe tragenden
Querbalkens erfordert.
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Das Austauschen des Schleifbandes andererseits macht das
Ablassen der Hydraulikkolben erforderlich, so dass das
Schleifband gelockert werden kann, sowie das anschliessende
Abnehmen der Rollen von der Trägerstruktur der Maschine, so
dass der Bedienende das verschlissene Schleifband entfernen und
ein neues anbringen kann. Allgemein gesprochen, werden die
Rollen durch Ringmuttern an dem Mäschinengestell gehalten, die
auf Gewindezapfen laufen, welche wiederum in Sitzen an dem
Gestell befestigt sind und in den Rollenachsen liegen. Durch
Abschrauben der Ringmutter kann der Bedienende die Rolle von
der Maschine abnehmen. Auch hier erweist sich bei dieser Art von
Vorrichtung die Arbeit als langsam und kompliziert. Während des
Transportes vom Hersteller zu dem Benutzer sind die Zapfen und
Ringmuttern von der Maschine abgenommen und können dadurch
auch leicht verloren gehen.
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Der Zweck dieser Erfindung ist daher, die oben erwähnten
Nachteile zu vermeiden, und zwar durch die Herstellung einer
Schleifmaschine, die einen automatischen Mechanismus hat, in
der Lage, eine schnelle und leichte Einstellung vor und nach den
verschiedenen Arbeitsgängen vorzunehmen.
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Die Erfindung und deren Ausführung, beschrieben in den
nachstehenden Ansprüchen, vermeiden die oben erwähnten
Nachteile durch die Verwendung einer Schleifmaschine, die mit
einem Querbalken ausgestattet ist, welcher an einem seiner Enden
an einen Hebel angeschlossen ist, dieser wiederum mit einem
Ende an dem Ende eines einzigen Zapfens für den Druckschuh
befestigt, der aus der Trägerplatte herausragt, und sich zusammen
mit diesem drehend, während das andere Ende des Hebels an
einen Druckluftantrieb angeschlossen ist, angeordnet an der Platte
und so auf den Hebel wirkend, dass der Winkel der Druckschuhe
im Verhältnis zu dem Förderband sowohl positiv als auch negativ
verändert werden kann. An der Platte befindet sich ein
einstellbarer Hubbegrenzer, welcher auf den Hebel wirkt und die
Winkelveränderung des Hebel auf innerhalb eines vorbestimmten
Bereiches begrenzt. Die Platte ist ebenfalls mit automatischen
Spann- und Freigabemitteln verbunden, die an die Mittel zum
Spannen des genannten Schleifbandes angeschlossen sind, welche
auf die Platte selbst wirken und an dieser befestigt sind, und die
sich zwischen einer Position, in welcher sich die Platte mit dem
Rahmen verbindet, so dass die Rollen das Schleifband spannen,
und einer Position, in welcher die Platte von dem Rahmen
freigegeben ist, so dass die Rollen das Schleifband locker lassen,
bewegen.
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Einer der Vorteile, die durch die Anwendung der vorliegenden
Erfindung erhalten wurden, ist, dass die Veränderung des
Druckschuhwinkels und das Lösen der Rollen von dem
Hauptrahmen durch eine aussenliegende automatische Steuerung
vorgenommen wird, welche die schnelle Freigabe und das
Spannen der Rollen (und somit ein schnelles Austauschen des
Schleifbandes) und auch eine sorgfältige Positionierung der
Druckschuhe an dem Schleifband ermöglicht, und zwar stets in
Übereinstimmung mit den notwendigen auszuführenden
Schleifarbeiten.
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Die Erfindung wird nun detaillierter beschrieben, und zwar unter
Zuhilfenahme von Zeichnungen, die eine mögliche
Ausführungsform der Erfindung zeigen und aufjeden Fall nicht als begrenzend
zu verstehen sind, und von denen
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- Abb. 1 eine Frontalansicht der Schleifmaschine zeigt, die in
dieser Erfindung beschrieben ist, und zwar der besseren
Verdeutlichung wegen mit einigen Teilen entfernt;
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- Abb. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Details A der
Maschine aus Abbildung 1, der besseren Verdeutlichung
wegen mit einigen Teilen entfernt;
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- Abb. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Details B der
Maschine aus Abbildung 1, der besseren Verdeutlichung
wegen mit einigen Teilen entfernt.
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In Übereinstimmung mit den beiliegenden Zeichnungen ist die hier
beschriebene Schleifmaschine vom Typ mit einem Förderband 1
für Holzwerkstücke 2. Das Förderband 1 ist eine ringförmig
geschlossene kontinulierliche und von einem Rahmen 13
getragene Schleife und läuft entlang einer mit x bezeichneten
horizontalen Ebene.
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Oberhalb der aktiven Fläche 1a des Förderbandes 1 befindet sich
eine Schleifeinheit 3 zum Schleifen von Holzwerkstücken 2, die
aus einer Reihe von Rollen 4 besteht (in dem in Abbildung 1
gezeigten Falle handelt es sich um drei Rollen, jedoch kann die
Zahl auch grösser sein, was von dem Typ der Maschine oder dem
verwendeten Schleifband abhängig ist), die auf parallelen Achsen
liegen und, was bereits erwähnt wurde, quer zu dem Förderband 1
und oberhalb desselben angeordnet sind. Die Rollen 4 des Paares,
das dem Förderband 1 am nächsten liegt, sind mit ihren
entsprechenden Enden an eine Trägerplatte 5 angeschlossen und
spannen zusammen mit den verbleibenden Rollen 4 ein ringförmig
geschlossenes Schleifband 6, das über die Rollen selbst läuft. Um
dieses Schleifband 6 zu spannen, sind erste hydraulische
Antriebsmittel 26 vorgesehen, welche (in dem dargestellten Falle)
auf die verbleibende Rolle 4 wirken. Diese Mittel 26 bestehen aus
einem Hydraulikkolben (in Abb. 1 in einer unterbrochenen Linie
dargestellt), der an der Platte 5 befestigt ist und die Rolle 4 trägt.
Dieser Kolben 26 wird von ausserhalb der Maschine gesteuert und
verfügt über zwei Arbeitspositionen: die angehobene Position, in
welcher das Schleifband 6 gespannt ist, und die gesenkte Position,
in welcher folglich das Schleifband locker gelassen wird.
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Zusätzlich hat die Platte 5 noch Spann- und Freigabemittel, die als
eine Einheit mit der Nummer 12 bezeichnet und nachstehend
besser im Detail beschrieben sind, angeordnet an der Platte 5 und
auf diese wirkend. Diese Mittel 12 können sich aus einer Position,
in welcher die Platte 5 sich mit dem Rahmen 13 verbindet, so dass
das Schleifband in Längsrichtung durch die Rollen 4 gehalten
wird, in eine Position, in welcher die Platte 5 von dem Rahmen 13
freigegeben wird, so dass das Schleifband 6 horizontal von den
Rollen 4 abgezogen und gegen ein neues Band ausgetauscht
werden kann, bewegen (natürlich ist der Kolben 26 zu diesem
Zeitpunkt gesenkt).
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Das Schleifband 6 befindet sich im Kontakt mit einer Anzahl von
Druckschuhen 7, die an einen einzigen Zapfen 8a angelenkt sind,
und der einen Teil eines Querbalkens 8 bildet. Der Querbalken 8
ist zentral zwischen dem Paar der unteren Rollen angeordnet und
verläuft parallel zu diesen, Diese Druckschuhe 7 haben die
Aufgabe (wie deutlich aus der Abb. 1 ersehen werden kann), das
Schleifband 6 mit einem im Verhältnis zu dem Förderband 1
veränderbaren Winkel α nach unten in Richtung des Förderbandes
zu drücken.
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Die Verbesserung bei dieser Erfindung besteht darin, das ein Ende
des zuvor genannten Querbalkens 8 mit einem Hebel 9 verbunden
ist, dieser mit einem Ende an einem einzigen Anlenkzapfen 8a für
die Druckschuhe 7 befestigt und sich mit diesem zusammen
drehend (s. Abb. 2), welcher wiederum in dem hier gezeigten
Falle aus der Trägerplatte 5 herausragt. Das entgegengesetzte
Ende dieses Hebels 9 ist mit zweiten hydraulischen
Antriebsmitteln 10 verbunden, die sich an der Platte 5 befinden
und durch äussere Steuermittel betätigt werden, die hier nicht
gezeigt werden, da sie von bekannter Art sind (wie zum Beispiel
Steuereinheiten, die mit Mitteln wie Solenoid-Ventilen arbeiten).
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Der Hebel 9 ist zusammen mit den Antriebsmitteln 10 zentral an
der Platte 5 angeordnet und befindet sich auf der Rückseite der
Schleifmaschine (vorteilhafterweise auf der gleichen Höhe wie die
Mittel 12, die sich auf der entgegengesetzten Seite von dem Hebel
9 befinden, zum Beispiel auf der Vorderseite der Maschine, wie
deutlich in der Abb. 1 gesehen werden kann). Die Mittel 10
bestehen in dem gezeigten Falle aus einem Hydraulikzylinder, der
mit einem Ende an die Platte 5 angeschlossen ist und mit dem
anderen Ende mit Hilfe einer Gabelbefestigung 18 an den Hebel 9.
Dieser Kolben 10 betätigt den Hebel 9 in wechselweisen
Richtungen, angezeigt durch die Pfeile F1, so dass der genannte
Hebel auf die Weise gedreht wird, wie sie durch die Pfeile F2
gezeigt ist, Diese Umdrehung vergrössert entweder den Winkel
der Druckschuhe 7 oder sie verringert ihn (angezeigt durch die
Pfeile F3), immer im Verhältnis ZL1 dem Förderband 1.
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Um den Winkel der Druckschuhe 7 mit bestmöglicher Präzision
begrenzen zu können, ist an der Platte 5 auch ein einstellbarer
Hubbegrenzer 17 angebracht (s. Abb. 2), der auf den Hebel 9
wirkt. Dieser Hubbegrenzer 17 besteht aus einem Revolverkopf
15, der an der Platte 5 befestigt ist und sich um seine eigene
Achse dreht; er befindet sich auf der entgegengesetzten Seite von
dem Zylinder 10. Dieser Revolverkopf 15 ist wie eine Mutter mit
einer Reihe von Flächen ausgebildet, und jede Fläche weist einen
Zapfen auf, der in seiner Länge von den anderen Zapfen
verschieden ist. Die Zapfen befinden sich im Kontakt mit dem
Hebel 9, der somit den vorher erwähnten Winkel in den
entsprechenden Schriften verändert (vergrössernd oder auch
verringernd, was von der Länge des gewählten Zapfens 16
abhängt). Die Platte 5 ist ebenfalls mit einem zweiten
feststehenden Zapfen 19 auf der entgegengesetzten Seite des
Revolverkopfes 15 versehen, der den Hebel 9 stoppt, wenn
letzterer einen Winkel erreicht, welcher einer bestimmten Position
der Druckschuhe 7 im Verhältnis zu dem Förderband 1 entspricht
(zum Beispiel, wenn die Druckschuhe sich koplanar zu dem
Förderband liegend befinden).
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Wie in Abbildung 3 gesehen werden kann, sind die oben
erwähnten Spann- und Freigabemittel 12 von automatischer Art
und sind im Betrieb an die vorgenannten hydraulischen
Antriebsmittel 26 angeschlossen und sind an dem Rahmen 13
positioniert und befestig, und zwar in einer mittleren Position
zwischen den beiden Rollen 4, die unmittelbar dem Förderband 1
zugewandt sind. Die genannten Mittel 12 bestehen aus einem
Bügel 20 (s. Abb. 3), der mit einem ersten sich drehenden
Zahnrad 22 versehen ist, welches in ein zweites Zahnrad 23 greift,
das ebenfalls an der Struktur 20 befestigt ist. Das zweite Zahnrad
23 ist mit dem Ende eines Hakens 24 verbunden, mit dem
zusammen es sich koaxial dreht, welcher wiederum an den Bügel
20 angelenkt ist.
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Für die Ümdrehung des Hakens 24 sorgen dritte hydraulische
Antriebsmittel 21, die von dem Bügel 20 getragen werden und aus
einem Hydraulikkolben 21 bestehen, welcher an die oben
erwähnten Steuermittel angeschlossen ist. Dieser Kolben 21 ist
ebenfalls an das erste Zahnradd 22 angeschlossen und wirkt auf
dieses entlang einer horizontalen Bahn in wechselweisen
Richtungen (angezeigt durch die Pfeile F4), so dass eine
Umdrehung der beiden Zahnräder 22 und 23 gegeneinander und
die folgliche Umdrehung (s. die Pfeile F5) des Hakens 24
zwischen zwei extremen Positionen bewirkt wird: eine Position, in
welcher sich die Platte 5 mit dem Rahmen 13 verbindet und der
Haken 24 sich oberhalb eines Sperrzahnes 25 an dem Rahmen 13
befindet, und einer anderen Position, in welcher die Platte 5 von
dem Rahmen 13 freigegeben und der Haken 24 so gedreht ist,
dass er sich praktisch in einem rechten Winkel zu dem Sperrzahn
25 liegend befindet und einen Abstand von diesem hat.
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Diese Art des Spannens (automatisch und nicht manuell) sieht
ebenfalls die gleichzeitige Positionierung der unteren Rollen 4 vor,
weil, wenn der Haken 24 sich über dem Sperrzahn 25 befindet,
die Rollen in einer Position angeordnet sind, in welcher sie das
Schleifband 6 spannen, während die Freigabe des Hakens 24 von
dem Sperrzahn 25 die Rollen 4 so positioniert (in dem gezeigten
Falle sind die Rollen von dem Förderband abgehoben), dass das
Schleifband 6 gelockert und bereit für den Austausch ist. Es ist
offensichtlich, dass zur gleichen Zeit, in welcher der Kolben 21
die Rollen 4 freigibt und spannt, eine entsprechende Wirkung
durch den Kolben 26 auf die Rolle 4 erzeugt wird, da, wie bereits
erwähnt wurde, beide Kolben von hydraulischer Art sind und an
eine einzige Steuereinheit angeschlossen werden können, wie sie
normalerweise zum Antrieb einer solchen Vorrichtung verwendet
wird.
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Mit einer Schleifmaschine vom gerade beschriebenen Typ ist es
daher möglich, einige Arbeitsgänge zu beschleunigen und zu
automatisieren, die bei anderen herkömmlichen Maschinen
entweder garnicht ausgeführt werden können (zum Beispiel die
Winkeleinstellung der Druckschuhe) oder nur manuell und mit
dem zusätzlichen Risiko, dass Teile verloren gehen können (zum
Beispiel die Spann- und Positionierteile der unteren Rollen an dem
Rahmen).