Übersetzung der Beschreibung:
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In der Vergangenheit wurde die zwangsweise Belüftung
verschiedener Räume in einem Gebäude praktisch ausschließlich
mit zentralen Belüftungsanlagen durchgeführt, bestehend aus
einer zentralen Belüftungseinrichtung und voneinander
getrennten Luftförderkanälen, die mit dieser verbunden sind, um
den verschiedenen Räumen in dem Gebäude Zuluft kontinuierlich
zuzuführen und von denselben Abluft kontinuierlich abzuführen.
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In der Praxis haben diese zentralen Belüftungsanlagen aber
eine Reihe von Nachteilen gezeigt. Insbesondere ist zu
erwähnen, daß es nicht möglich ist, einen ordnungsgemäßen
Druckausgleich zwischen den mit einer solchen Anlage belüfteten
Räumen eines Gebäudes und der Umgebungsatinosphäre für mehr als
eine kurze Zeitdauer nach jeder Einstellung der Anlage
beizubehalten. Wenn eine kostspielige und zeitraubende
Einstellung der Anlage nicht in sehr kurzen Intervallen
durchgeführt wird, dann tritt ein Druckungleichgewicht ein, das
zu einer Luftleckage durch verschiedene Bereiche des Gebäudes,
beispielsweise durch die Fugen zwischen den Böden und Wänden,
führt. Es wird vermutet, daß dieses Entweichen von Luft einer
der Hauptgründe für die Entstehung von Kondensat und für die
Schimmelbildung nach längerer Betriebs zeit der zentralen
Belüftungsanlage ist, wie sie häufig in modernen Häusern
auftritt.
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Ein anderer Nachteil der zentralen Belüftungsanlagen
besteht darin, daß die für diese Anlagen erforderlichen
übermäßig langen Luftkanäle einen elektrostatischen Zerfall der
Ionen in der Frischluft bewirken, was dazu führt, daß man in
den belüfteten Räumen den Eindruck einer fehlenden Frische der
zugeführten Zuluft erhält. Außerdem bewirken die hohen
Druckverluste in den langen Förderkanälen große
Energieverluste, was dazu führt, daß der Gesamtwirkungsgrad der
Anlagen gering wird.
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Die vorliegende Erfindung beruht auf dem Gedanken, daß die
den zentralen Belüftungsanlagen anhaftenden vorstehend
erwähnten Nachteile am einfachsten dadurch vermieden werden
könnten, indem von der Verwendung solcher Anlagen abgegangen
wird und die erforderliche Belüftung in einem Gebäude
stattdessen mit mehreren getrennten örtlichen
Belüftungseinrichtungen durchgeführt wird, die in dein Gebäude
an verschiedenen Orten angeordnet sind, so daß jede Einrichtung
eine örtliche Belüftung eines zugeordneten begrenzten Raumes in
dem Gebäude bewirken kann. Die Erfindung bezweckt daher die
Schaffung einer für eine solche örtliche Belüftung geeigneten
Belüftungseinrichtung.
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Genauer gesagt, die Erfindung betrifft eine
Belüftungseinrichtung zum Belüften eines begrenzten Raumes in
einem Gebäude durch abwechselndes zwangsweises Abführen eines
Abluftstromes aus diesem Raum und zwangsweises Zuführen eines
Zuluftstromes zu diesem Raum durch einen Förderkanal, der
diesen beiden Luft strömen gemeinsam ist und einen regenerativen
Wärmetauscher enthält, um Wärmeenergie aus dem einen Luftstrom
zu absorbieren und Wärmeenergie an den anderen Luftstrom
abzugeben, wobei diese Belüftungseinrichtung so ausgebildet
ist, daß sie auf eine zeitgesteuerte zyklische Weise in kurzen
aufeinanderfolgenden Betriebszyklen arbeitet, die jeweils eine
erste Periode zum Abführer von Abluft aus dem Raum und eine
zweite Periode zum Zuführen von Zuluft zu dem Raum umfassen.
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Eine Belüftungseinrichtung dieser Art ist aus der SE-B 444
849 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung dient aber nicht zur
Schaffung eines ordnungsgemäßen Druckausgleichs zwischen dem
dadurch belüfteten Raum und der Umgebungsatmosphäre.
Stattdessen ist ausdrücklich angegeben, daß diese Einrichtung
derart arbeiten muß, um einen Luftüberschuß oder einen
Luftmangel in dem zugeordneten Raum zu erzeugen, um dadurch
eine kontinuierliche Luftströmung in einer Richtung zwischen
diesem Raum und einem anderen Raum zu bewirken, indem ein
Luftmangel oder ein Luftüberschuß in entsprechender Weise mit
einer zu diesem Raum gehörigen Belüftungseinrichtung erzielt
wird. Diese Betriebsart der herkömmlichen Vorrichtung führt
zwangsläufig zu der großen Gefahr einer Kondensat- oder
Schimmelbildung in dem belüfteten Raum infolge des andauernden
Druckunterschiedes zwischen diesem Raum und der
Umgebungsatmosphäre.
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Ein anderer Nachteil der in der SE-B 444 849 beschriebenen
Belüftungseinrichtung besteht darin, daß das Ausmaß der
Belüftung zwischen verschiedenen Bereichen des dadurch
belüfteten Raumes stark schwankt, weil die Vorrichtung keine
wesentliche Luftumwälzung in diesem Raum bewirkt.
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Aus der US-A 4 589 476 ist eine andere
Belüftungseinrichtung der vorstehend genannten Art bekannt,
wobei diese Belüftungseinrichtung zwei Gebläse umfaßt, die
jeweils so ausgebildet sind, daß sie einen der besagten beiden
Luftströme erzeugen, und die Klappenventilmittel umfaßt, um den
gemeinsamen Förderkanal abwechselnd über eine gesonderte
Ansaugöffnung für die Abluft und eine gesonderte Ausstoßöffnung
für die Zuluft mit dem belüfteten Raum zu verbinden, wobei
diese beiden Öffnungen in divergierende Richtungen weisen. Bei
einer oberflächlichen Betrachtung dieser bekannten Einrichtung,
die eine kombinierte Belüftungs- und Luftreinigungseinrichtung
bildet, mag diese geeignet erscheinen, nicht nur eine
gleichförmige Belüftung des belüfteten Raumes infolge der
Verwendung einer getrennten Ansaug- und Ausstoßöffnung zu
bewirken, sondern auch einen verbesserten Druckausgleich
zwischen diesem Raum und der Umgebungsatmosphäre zu bewirken
infolge der Verwendung zweier getrennter Gebläse anstelle eines
einzigen Gebläses zur Erzeugung der beiden unterschiedlichen
Luftströme.
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Bei einer eingehenderen Betrachtung dieser bekannten
Einrichtung wird jedoch klar, daß sie keinen andauernden
Druckausgleich zwischen dem belüfteten Raum und der
Umgebungsatmosphäre ermöglicht. Der Hauptgrund hierfür besteht
darin, daß die beiden Gebläse mit unterschiedlichen Seiten dem
Wärmetauscher zugekehrt sind. Das bedeutet, daß, selbst wenn
auf irgendeine Weise bei der Installation der Einrichtung
ursprünglich ein ordnungsgemäßer Druckausgleich eingestellt
wurde, es nicht möglich ist, diesen Druckausgleich über eine
lange Betriebsdauer aufrechtzuerhalten, wenn die Luftkanäle des
Wärmetauschers zunehmend mit Staubpartikeln verstopft werden,
weil der Unterschied zwischen der Ansaugkapazität und der
Ausstoßkapazität der Gebläse dazu führt, daß der durch den
Wärmetauscher verursachte Druckabfall nicht nur zwischen den
beiden Luftströmen bereits von Anbeginn an differiert, sondern
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit für die verschiedenen
Luftströme verändert wird, wenn es zu Verstopfungen kommt.
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Zusätzlich zu dem vorstehenden Nachteil hat die bekannte
Einrichtung auch noch einen anderen wesentlichen Nachteil, der
darin besteht, daß infolge der Anordnung der beiden Gebläse an
ein und derselben Seite des Wärmetauschers ein komplizierter
und kostspieliger Steuermechanismus zur Betätigung der Ventile
erforderlich ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Belüftungseinrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten und aus der US-A 4 589 476 bekannten Art zu schaffen,
die es ermöglicht, einen dauerhaften ordnungsgemäßen
Druckausgleich zwischen dem belüfteten Raum und der
Umgebungsatmosphäre aufrechtzuerhalten, um dadurch die Gefahr
einer Kondensat- und Schimmelbildung in dem Raum zu vermeiden.
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Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck eine
Belüftungseinrichtung der besagten Art geschaffen, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß die beiden Gebläse aus zwei abwechselnd
arbeitenden identischen Trommelgebläsen bestehen, wobei diese
Gebläse jeweils auf einer Seite des Wärmetauschers angeordnet
und mit ihrer Saugseite dem gemeinsamen Förderkanal zugekehrt
sind, damit die Belüftungseinrichtung während jedes
Arbeitszyklus dem Raum eine Zuluftmenge zuführen kann, die der
Abluftmenge entspricht, die während des gleichen Arbeitszyklus aus
dem Raum abgeführt wird, und daß die Klappenventilinittel durch
mindestens einen der besagten beiden Luftströme gesteuert sind.
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Vorzugsweise hat jeder Arbeitszyklus eine Dauer von
ungefähr 0,5 bis 2 Minuten, vorzugsweise 1 Minute. Eine solche
Dauer des Arbeitszyklus bedeutet, daß der Druck in dem
belüfteten Raum während eines Arbeitszyklus nicht wesentlich
schwankt.
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Zur Erzielung eines sehr hohen Wirkungsgrades sollte der
regenerative Wärinetauscher Mittel mit einer hohen
Feuchtigkeits-Absorbtionsfähigkeit aufweisen, um Feuchtigkeit aus dem
einen Luftstrom zu absorbieren und Feuchtigkeit an den anderen
Luftstrom abzugeben.
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Ferner umfaßt die Einrichtung vorzugsweise Mittel zum
gesteuerten Erhitzen des Zuluftstromes, die in Strömungsrichtung
des Zuluftstromes gesehen hinter dem Wärmetauscher angeordnet
sind. Eine besonders vorteilhafte Luftzirkulation in dem
belüfteten Raum wird dann erhalten, wenn die Saugöffnung für die
Abluft im allgemeinen nach oben und nach vorne gerichtet ist,
während die Ausstoßöffnung für die Zuluft im allgemeinen nach
unten und nach vorne gerichtet ist.
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Der gemeinsame Förderkanal ist vorzugsweise mit einer
Öffnung für den Zugang zum Inneren dieses Kanals versehen, die
in einer Wand dieses Kanals angeordnet und normalerweise mit
einer Tür verschlossen ist. Dadurch sind der Wärmetauscher und
andere Bauteile, wie z.B. in diesem Kanal angeordnete Filter,
leicht zugänglich. Zur Vereinfachung einer regelmäßigen
Reinigung und eines möglicherweise erforderlichen Austauschs
der in dem gemeinsamen Förderkanal angeordneten Einrichtungen
können zumindest einige dieser Einrichtungen in dem Kanal
leicht lösbar befestigt und so angeordnet sein, daß sie durch
diese, vorzugsweise an der Vorderseite der Vorrichtung
angeordnete, Zugangsöf fnung entnommen werden können.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
schematischen Zeichnung näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine von vorne und von schräg oben gesehene
perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Belüftungseinrichtung, wobei die Einrichtung
in einem kurzen Abstand vor einer zugehörigen Wandbefestigung
dargestellt ist, und
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Fig. 2 zeigt eine geschnittene Seitenansicht der an dieser
Wandbefestigung angebrachten Einrichtung.
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Die in der Zeichnung dargestellte und allgemein mit dem
Bezugszeichen 10 bezeichnete Belüftungseinrichtung hat einen
Körper in Form eines kastenartigen Gehäuses 11, das einen
vertikal verlaufenden Luftförderkanal 12 mit im allgemeinen
rechteckigem Querschnitt, zwei jeweils an einem Ende des Kanals
angeordnete Gebläse 13 und 14, zwei zwischen diesen Gebläsen
angeordnete und als Filter und als Feuchtigkeits- und
Wärmesammler dienende und gemeinsam einen regenerativen
Wärmetauscher bildende Einheiten 15 und 16 und eine zwischen
diesen Einheiten angeordnete Heizspirale 17 enthält. In dem
gezeigten Beispiel sind die beiden Einheiten 15 und 16 als
plattenartige Teile ausgebildet, die mit einer sehr großen
Anzahl von Luftdurchlaßkanälen versehen sind, die es
ermöglichen, daß Luft jede der beiden Einheiten in einer im
wesentlichen vertikalen Richtung durchströmt.
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Mit dem Bezugszeichen 18 ist allgemein eine
Wandbefestigung für die Einrichtung 10 bezeichnet, an der die
Einrichtung mit geeigneten Klemmvorrichtungen 19 lösbar
befestigt werden kann. Die Wandbefestigung 18 hat einen vorne
offenen, rechteckigen, kastenartigen Körper 20 der in einem
vorspringenden oder einem versenkten Zustand an der Innenseite
einer Außenwand 21 (Fig. 2) eines Gebäudes angebracht werden
kann. An ihrer Rückseite ist die Wandbefestigung 18 mit einem
Rohrstutzen 22 mit rechteckigem Querschnitt versehen, der vom
oberen Bereich des Körpers 20 nach hinten gerichtet ist und
einen Durchlaß-Luftkanal 23 bildet, über den der Kanal 12 der
Einrichtung 10 mit der Umgebungsatmosphäre 24 über eine Öffnung
25 in Verbindung stehen kann, die im oberen Bereich der
Rückwand 11 ausgebildet und vor dem Kanal 23 angeordnet ist.
Mit Ausnahme des vor dem Kanal 23 befindlichen Bereichs ist der
von dem Körper 20 gebildete Hohlraum mit einem Einsatz 26 aus
wärmeisolierendem Material gefüllt.
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An seinem unteren Ende steht der Kanal 12 entweder über
eine Öffnung 28 oder eine Öffnung 29 mit dem innerhalb der Wand
21 angeordneten Raum 27 in Verbindung. Die Öffnung 28 bildet
eine Ansaugöffnung für Abluft, durch die die Einrichtung 10
Abluft aus dem belüfteten Raum 27 absaugen kann, wogegen die
Öffnung 29 eine Ausstoßöffnung für Zuluft bildet, durch die die
Einrichtung Zuluft in den besagten Raum einblasen kann.
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Um abwechselnd Abluft aus dem Raum 27 absaugen und Zuluft
in diesen einblasen zu können, sind die beiden Gebläse 13 und
14 wechselweise betreibbar. In dem gezeigten Beispiel bestehen
die beiden Gebläse aus zwei identischen Trommelgebläsen, deren
Saugseiten dem Kanal 12 zugekehrt sind, der als gemeinsamer
Förderkanal für die beiden besagten Luftströme dient. Das
Gebläse 13 dient dabei zur Erzeugung eines Abluftstromes,
wogegen das Gebläse 14 zur Erzeugung eines Zuluftstromes dient.
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Mit dem Bezugszeichen 30 ist ein Klappenventil bezeichnet,
das zwei Ventilklappen 30a und 30b aufweist, die sich von einer
gemeinsamen horizontalen Sttitzachse 31 im wesentlichen
rechtwinklig zueinander erstrecken. Dieses Klappenventil 30
erstreckt sich zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden des
Gehäuses 30 in Querrichtung des Gehäuses 11, und es ist mittels
einer Welle 31 in diesen Seitenwänden schwenkbar gelagert zu
einer Schwenkbewegung zwischen einer in Fig. 2 mit
durchgezogenen Linien dargestellten Ruhestellung, die das
Ventil normalerweise unter dem Einfluß der Schwerkraft
einnimmt, und einer in Fig. 2 mit strichpunktierten Linien
gezeigten alternativen Stellung, in die das Ventil beim
Einschalten des Gebläses 14 selbsttätig bewegt wird unter der
Kraft, die von der von diesem Gebläse erzeugten Zuluftströmung
auf die Ventilklappe 30a ausgeübt wird.
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In dieser alternativen Stellung gibt die Ventilklappe 30a
einen Kanal 32 für die Zuluftströmung von der Druckseite des
Gebläses 14 zur Ausstoßöffnung 29 frei, die zuvor von der in
der vertikalen Ruhestellung befindlichen Ventilklappe
verschlossen war, wobei diese Ausstoßöffnung von einer
vergitterten Öffnung im unteren Bereich der Frontwand des
Gehäuses 11 und von einer benachbarten vergitterten Öffnung im
Frontbereich der Bodenwand dem Gehäuses 11 gebildet wird. Die
Ventilklappe 30a erstreckt sich dann in einer nach unten und
nach vorne geneigten Richtung zu einem über der Öffnung 29
liegenden Bereich der Frontwand des Gehäuses und wirkt als
Leitblech für die Zuluftströmung, das gewährleistet, daß diese
Luftströmung in einer nach unten und nach vorne geneigten
Richtung durch die Öffnung 29 in den belüfteten Raum 27
eingeblasen wird.
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In der Ruhestellung erstreckt sich die andere Ventilklappe
des Ventils 30, nämlich die Ventilklappe 30b, von der Welle 31
näherungsweise in horizontaler Richtung zu dem Bereich der
Frontwand des Gehäuses 11, der auf der Höhe dieser Welle liegt,
wodurch sie über eine öf fnung 33 in der Frontwand des Gehäuses
11 und einen sich zwischen den beiden Öffnungen 28 und 33
vertikal erstreckenden Verbindungskanal 34 eine Verbindung
zwischen dem Kanal 12 und der Ansaugöffnung 28 freigibt, die
schräg nach oben und nach vorne gerichtet ist. Gleichzeitig
unterbricht die Klappe 30b die Verbindung zwischen dem Kanal 12
und der Ausstoßöffnung 29. Die Ventilklappe 30b nimmt ihre
Ruhestellung ein, wenn die Einrichtung abgeschaltet wird, sowie
beim Einschalten des Gebläses 13, um Abluft aus dem Raum 27
abzusaugen. Wenn jedoch das Gebläse 14 eingeschaltet und das
Ventil 30 in seine mit strichpunktierten Linien gezeigte
Stellung bewegt wird, dann arbeitet die Ventilklappe 30b mit
einer über derselben ortsfest angeordneten Schirmwand 35
zusammen und unterbricht die Verbindung zwischen dem Kanal 12
und der Öffnung 33.
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Der Verbindungskanal 34 ist in einer Fronttür 36
ausgebildet, die an ihrem unteren Ende mit dem Frontbereich des
Gehäuses 11 schwenkbar verbunden ist, so daß sie gegenüber
diesem um eine horizontale Querachse 37 verschwenkbar ist.
Diese Fronttür hat eine höhere Frontwand 36a und eine
niedrigere Rückwand 36b, die eine in der Frontwand des Gehäuses
11, die vor den beiden Einheiten 15 und 16 angeordnet ist,
ausgebildete Öffnung 38 verschließt, wenn sich die Fronttür in
ihrer in Fig. 2 mit durchgezogenen Linien gezeigten
Normalstellung befindet. Aus dieser Stellung, in der die
Fronttür 36 mit einer geeigneten Verriegelungseinrichtung
lösbar verriegelt sein kann, kann die Fronttür um die Achse 37
manuell in eine nach vorne gerichtete näherungsweise
horizontale Position verschwenkt werden, die mit
strichpunktierten Linien angedeutet ist, in der sie die Öffnung
38 freigibt und einen Zugang zum Inneren des Kanals 12
ermöglicht.
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Die beiden Einheiten 15 und 16 sind als Einsetzeinheiten
ausgebildet, die durch die Öffnung 38 leicht in den Kanal 12
eingesetzt und aus diesem entnommen werden können und die in
dem Kanal 12 auf Tragschienen 39 abgestützt sind, die an den
Seitenwänden des Kanals befestigt sind. Dadurch können diese
Einheiten leicht entnommen werden, um sie zu reinigen,
beispielsweise mit einem Staubsauger. Der durch die Öffnung 38
gebildete Zugang zum Kanal 12 ermöglicht auch die Reinigung der
Wände des Kanals und der Heizspirale 17 auf einfache Weise.
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Nachfolgend wird die Arbeitsweise der Einrichtung 10 kurz
erläutert.
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Die Einrichtung ist so ausgebildet, daß sie auf eine
zeitgesteuerte zyklische Weise in aufeinanderfolgenden
Arbeitszyklen von gleicher Dauer betrieben werden kann. Jeder
Arbeitszyklus umf aßt eine erste Periode, in der das Gebläse 13
eingeschaltet ist, um einen Abluftstrom aus dem Raum 27 in die
Umgebungsatmosphäre abzusaugen. Während ihres Durchgangs durch
den Kanal 12 gibt die Abluftströmung Wärme und Feuchtigkeit an
die Einheiten 15 und 16 ab, die als regenerativer Wärmetauscher
dienen, wobei die Einheit 15 aus einer Anzahl von
aufeinandergestapelten Metallgittern besteht, die gemeinsam
einen echten Wärmetauscher mit hoher Wärmespeicherkapazität
bilden, während die Einheit 16 aus einem unteren, die
Feuchtigkeit absorbierenden Bereich 16a, vorzugsweise einem
hygroskopischen Material, und aus einem über dem erstgenannten
Bereich angeordneten Filterbereich 16b bestehen kann. In der
Praxis können die Einzelheiten der Ausbildung dieser Einheiten
aber auf mannigfache Weise abgewandelt werden. Anstelle der
beiden getrennten Einheiten ist es beispielsweise möglich, eine
einzige Einheit zu verwenden, in der alle gewünschten
Funktionen kombiniert sind.
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Zusätzlich zu der vorstehend erwähnten Periode, in der die
Heizspirale 17 abgeschaltet sein sollte, umf aßt jeder
Arbeitszyklus ferner eine nachfolgende zweite Periode, in der
das Gebläse 14 eingeschaltet ist, um einen Zuluftstrom in den
Raum 27 auszustoßen. Während seines Durchgangs durch die
Einheiten 15 und 16 absorbiert der aus der Umgebungsatmosphäre
in die Einrichtung 10 eingesaugte Zuluftstrom Feuchtigkeit und
Wärme aus diesen Einheiten und wird dadurch vorgewärmt. Mittels
der Heizspirale 17 kann dieser Luftstrom auch noch weiter
erwärmt werden, damit er eine gewünschte Temperatur hat, wenn
er durch die Öffnung 29 in den Raum 27 geblasen wird.
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Die beiden erwähnten Perioden eines jeden Arbeitszyklus
sollten eine solche Dauer haben, damit die während der ersten
Periode abgesaugte Abluftmenge der während der zweiten Periode
zugeführten Zuluftmenge entspricht.
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Die Dauer einer jeden dieser beiden Perioden und die
Gesamtdauer eines Arbeitszyklus kann fest und unveränderlich
sein. Um in diesem Ball eine Einstellung der
Belüftungskapazität der Einrichtung zur Anpassung an
unterschiedliche Volumen des Raumes 27 zu ermöglichen, kann die
Drehzahl der Gebläse einstellbar sein.
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Alle Steuer- und Betätigungsvorrichtungen der Einrichtung
können in einer Steuereinheit 40 enthalten sein, die an einer
Seite des Gehäuses 11 angebracht ist und die auch die
erforderlichen elektrischen Antriebsmotoren für die beiden
Gebläse enthält. Durch die Anordnung der Gebläsemotoren in der
Einheit 40 und damit außerhalb des Kanals 12 kann auf einfache
Weise gewährleistet werden, daß der Kanal von den durch diese
Motoren erzeugten elektrischen Feldern abgeschirmt ist, wodurch
verhindert wird, daß diese Felder auf die in den den Kanal 12
durchströmenden Luftströmen enthaltenen Ionen eine
zerstörerische Wirkung ausüben.
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Um zu verhindern, daß die abwechselnde Absaugung von
Abluft aus dem Raum 27 und die Zufuhr von Zuluft in denselben
wesentliche Druckschwankungen in diesem Raum verursachen,
sollte jeder Arbeitszyklus eine Dauer in der Größenordnung von
ungefähr 0,5 bis 2 Minuten, vorzugsweise 1 Minute haben. Wenn
die Belüftungskapazität der Einrichtung, die vorzugsweise durch
eine Einstellung der Drehzahl der Gebläse festgelegt werden
kann, so gewählt wird, daß die Einrichtung pro Stunde 50% des
in dem belüfteten Raum enthaltenen Luftvolumens austauscht und
daß die Dauer des Arbeitszyklus 1 Minute beträgt, dann haben
die durch die Einrichtung verursachten Druckschwankungen in
diesem Raum eine Amplitude, die lediglich 0,83% des
atmosphärischen Druckes entspricht.