DE69009251T2 - Belade- und Sicherheitswasservorlagebecken für einen Druckwasserkernreaktor. - Google Patents

Belade- und Sicherheitswasservorlagebecken für einen Druckwasserkernreaktor.

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Description

  • Die Erfindung betrifft Druckwasser-Kernreaktoren, einen Behälter umfassend, der den Reaktorkern enthält und versehen ist mit einem Deckel, den man öffnet, um die Brennelemente des Kerns zu erneuern. Der Behälter und der restliche Primärdruckkreis, wo das borhaltige Kühlwasser des Kerns zirkuliert, sind enthalten in einer Sicherheitshülle.
  • Um die Temperatur- und Volumensveränderungen dieses borhaltigen Primärwassers zu kompensieren, über dem Behälter das Füllen eines Entladungsbeckens zu ermöglichen, das den nötigen Schutz bei der Erneuerung des Spaltmaterials sicherstellt, und eine Kühlwasserreserve zu bilden für den Fall einer Störung im Primärkreis, verfügt man im allgemeinen über einen Speicher mit borhaltigem Wasser, der sich bei den bestehenden Anlagen üblicherweise außerhalb der Sicherheitshülle befindet. Diese Anordnung hat folglich den Nachteil, ein Pumpsystem zu erfordern für die Verteilung des Rettungskühlwassers.
  • Diverse Vorrichtungen wurden in den letzten Jahren vorgesehen, um entweder die Anordnung oder die Nutzung dieses Speichers zu verändern.
  • Zum Beispiel wurde vorgeschlagen, ihn im Inneren der Sicherheitshülle anzuordnen, und ihn für die Lagerung des verbrauchten Spaltmaterials zu nutzen, wie es das französische Patent Nº EN 78 21 492 im Namen des Anmelders vorsieht.
  • Man hat ebenfalls vorgeschlagen, entsprechend dem Dokument "The Westinghouse AP 600 passive safety systems - A key to a safer, simplified PWR" von L.E. CONWAY, ANS-Konferenz, Seattle, Mai 1988, ihn in der Sicherheitshülle anzuordnen, über der Ebene des Kernspaltraums, um im Falle eines Unfalls ein hydrostatisches Fluten (renoyage) von diesem zu ermöglichen, wenn sein Druck ausreichend abgenommen hat. Es wird nicht angegeben, daß dieser Speicher der Lagerung von Spaltmaterial dient. Ein Wassertransfer ist vorgesehen zwischen diesem Speicher und dem Entladungsbecken, das man füllt für die Operationen der Spaltmaterialerneuerung über dem Behälter.
  • Man weiß außerdem, daß die Entladungsbecken üblicherweise Abdämmungswände enthalten, die eingesetzt werden können in vertikale Gleitschienen und ein im allgemeinen längliches Becken in drei Abteile aufteilen können. Das in der Mitte befindet sich über dem Behälter und muß leer sein, wenn der Behälterdeckel dort vorhanden ist. Ein Betreiben des Reaktors ist nicht möglich, wenn dieses Abteil leer ist und die beiden anderen voll sind, denn die Dichtheit der Abdämmungen beruht auf biegsamen, aufgeblasenen Dichtungen und kann nicht über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden, während die obere Fläche des Behälterdeckels und der darüber befestigte Steuerungs- und Instrumenteaufbau immer trocken bleiben muß. Nach dem Stand der Technik sind Spaltmaterialhandhabungsbecken, die sich über dem Reaktor befinden, folglich vollständig geleert für den Betrieb von diesem und können nicht als Kühlwasserspeicher dienen, als hydrostatische Last über dem Kern.
  • Die vorliegende Erfindung hat genau ein Handhabungsbecken für einen Kernreaktor zum Gegenstand, das den Betrieb des Reaktors mit einem leeren Beckenabteil über dem Behälter ermöglicht, wobei der Rest des Beckens mit Wasser gefüllt bleibt und die Wasserreserve sicherstellt, die im Falle eines Unfalls erforderlich ist, was zu einer Raumersparnis führt und zu diversen Vorteilen, die weiter unten erläutert werden.
  • Dieses Druckwasserkernreaktor-Handhabungsbecken der Bauart, die sich über dem Niveau des Reaktorkerns befindet, ist dadurch gekennzeichnet, daß es in der Zone über dem Deckel des Kerns eine lösbare Abdämmung umfaßt mit einer annähernd rotationszylindrischen Form, einem Innendurchmesser, der den freien Durchgang des Behälterdeckels zuläßt, an ihrer Basis mit Organen versehen, die ihre dichte Auflage auf dem Boden des Beckens um den Behälter herum ermöglichen, sowie Einfüll- und Entleerungseinrichtungen für Wasser.
  • Diese Abdämmung ermöglicht somit, den Behälterdeckel und die über ihm befindlichen Einrichtungen trocken zu halten. Wenn der Deckel entfernt wurde, kann sie mit Wasser gefüllt und dann selbst entfernt werden, wobei die Operationen beim Wiederanbringen des Deckel umgekehrt ablaufen.
  • Genauer, die Organe, die die dichte Auflage der Abdämmung auf dem Boden des Beckens ermöglichen, umfassen einen horizontalen Ringflansch mit einer herkömmlichen Abdichtung, vor allem einer Doppeldichtung mit Leckage-Absaugung zwischen den Dichtungen, was jedes Risiko von Wasserlecks aus dem Becken in Richtung Deckel vermeidet, im Gegensatz zu den Abdichtungen der vorhergehenden Technik für die aus ebenen bzw. flachen Wänden gebildeten Abdämmungen. Dieser Flansch wird am Boden des Beckens festgeklemmt mittels lösbaren Verbindungsmitteln, wie etwa Schrauben, die von der Oberseite der Abdämmung aus betätigt werden können.
  • Bezüglich der Druckwasserreaktoren werden die Vorsichtsmaßnahmen für den Behälter und die Befestigungseinrichtungen für seinen Deckel im allgemeinen als ausreichend betrachtet, solange man nicht den Folgen eines Behälterbruchs vorbeugen muß. Wenn man äußerst pessimistischen Annahmen Rechnung tragen will, kann man einerseits einen Behälterschacht vorsehen zur Einschließung einer Behälterexplosion, und andererseits Einrichtungen, die das Deckelwegschleudern verhindern; zahlreiche Vorschläge wurden gemacht in dieser Richtung. Da der Reaktor mit Wasserspeicher über dem Kern einem besonderen Sicherheitsbedürfnis entspricht, hat man sich damit beschäftigt, diese Einrichtungen, die das Deckelwegschleudern verhindern, anzupassen an das Vorhandensein der erfindungsgemäßen zylindrischen Abdämmung.
  • Nach einer weiteren Charakteristik der Erfindung weist die Abdämmung gegenüber dem Behälterdeckel eine erste lösbare Blockiereinrichtung nach unten auf und gegenüber der Gesamtheit der Tiefbaustrukturen des Kernreaktors und insbesondere der Wände des Beckens eine zweite lösbare Blockiereinrichtung nach oben, was die Blockierung gegen das Wegfliegen des Deckel gewährleistet.
  • Nach einer weiteren Charakteristik der Erfindung werden diese lösbaren Blockiereinrichtungen gebildet durch schräge Stützen, wovon jede eine Druckfeder umfaßt, für den wirksamen Angriff der Stützflächen, und einen hydraulischen Dämpfer, der nur eine langsame Verkürzung zuläßt im Falle der Anwendung einer Druckkraft. Auf diese Weise bleiben die bei Normalbetrieb aufgrund diverser Wärmedehnungen auftretenden Kräfte gering und lösen vor allem nicht die Abdämmungsdichtung ab. Andererseits ereignen sich im Falle eines Bruchs der Befestigungsbolzen des Deckels keine mechanischen Schläge bei der Aufnahme der Beanspruchung durch die Wände des Beckens, und die Entladung des Primärkreises erfolgt auf relativ kontrollierte Weise.
  • Die in der Sicherheitshülle des Reaktors verfügbare Wassermenge, einerseits in dem somit durch die Erfindung nutzbaren Becken, andererseits in eventuellen Zusatzspeichern, kann so sein, daß nach einem schweren Bruch des Primärkreises das Fluten von allen Kasematten (casemates) gewährleistet ist, die den Kreis enthalten, was die Gewißheit verleiht, daß schließlich auch der Kernspaltraum selbst geflutet wird. Eine Restmenge Wasser in dem Becken kann ebenfalls sichergestellt werden, was ermöglicht, zur Lagerung von verbrauchtem Spaltmaterial eine tiefe Stelle dieses Beckens zu benutzen. Die erfindungsgemäße Abdämmung ermöglicht somit schließlich eine besonders wirtschaftliche und sichere Lagerung des verbrauchten Spaltmaterials im Rahmen der anderweitig gründlich untersuchten "eigensicheren" Reaktoren.
  • Die Erfindung wird besser verständlich durch die nachfolgende, beispielhafte und keinesfalls einschränkende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels des Handhabungs- und Wasserreservebeckens für Druckwasserkernreaktoren, mit Bezug auf die Figuren 1 bis 3:
  • - die Figur 1a zeigt einen Schnitt entsprechend der Vertikalebene A-B der Figur 1b eines Kernkraftwerks in seiner Betonsicherheitshülle mit dem Kern und dem Becken, das Gegenstand der Erfindungs ist;
  • - die Figur 1b ist eine Draufsicht eines Horizontalschnitts entsprechend C-D der Anlage der Figur 1a;
  • - die Figur 2 zeigt in einem vergrößerten Maßstab die technischen Details der Anbringung einer erfindungsgemäßen Abdämmung, wobei diese Figur 2 ein Vertikalschnitt ist entsprechend der Linie E-F der Figur 1b;
  • - die Figur 3 ist eine Schnittansicht einer lösbaren Blockierungsstütze.
  • In der Figur 1a findet man im Schnitt die herkömmlichen bekannten Elemente eines Druckwasserkernkraftwerks wieder. In einer Sicherheitshülle aus Beton 2 befindet sich der eigentliche Reaktor 4 mit seinen Primärwassereingängen und -ausgängen 6 und 8, sowie der Behälter 10 mit seinem Deckel 12. Auch das Becken 20 wurde schematisch dargestellt und Dampfgeneratoren 14 und 16, über dem Kernreaktor 4 befindlich. Die Figur 1b, die dieselben Referenzziffern trägt, erlaubt, die allgemein längliche Form des Beckens 18 zu sehen.
  • Über dem Behälter 10 ist der vorhergehenden Technik entsprechend ein Becken 20 angeordnet, das der Handhabung des nuklearen Brennstoffs dient, wobei das Wasser den biologischen Schutz der Operatoren gewährleistet und die Kühlung der aus dem Kernspaltraum entnommenen Brennelemente, die weiterhin einen großen Wärmefluß abgeben. Dieses Becken, das dank der Erfindung mit Wasser gefüllt bleiben kann während des Reaktorbetriebs, wird hier genutzt als Wasserreserve, die für den Fall eines Bruchs der Primärkreises und der Gefahr der Austrocknung des Kerns verwendet werden kann mittels Einrichtungen, die nicht Teil der Erfindung sind. Sein Bereich 22 mit großer Tiefe wird genutzt für die mittelfristige Lagerung von gebrauchten Brennelementen, z.B. für zwei Jahre, wobei der thermische und radioaktive Fluß dieser Elemente dann ausreichend abgenommen hat, um ihre Entnahme mit relativ einfachen Mitteln zu ermöglichen. Die erfindungsgemäße Abdämmung 24 ermöglicht es, den Deckel 12 des Reaktors trocken zu halten und und die oberen Einrichtungen, dargestellt durch den umschlossenen Raum 30. Zum Öffnen des Deckels reduziert man zunächst den Wasserdruck in dem Primärkreis, um auf Ebene der Deckeldichtung den atmosphärischen Druck zu erhalten, dann nimmt man die Befestigungsbolzen heraus. In dem Maße, wie der Deckel angehoben wird, bis er den Abdämmungsschacht verläßt, wird dieser mit Wasser versorgt, entweder aus dem Primärkreis, oder durch eine direkte Wasserzuführung aus dem Becken in die Abdämmung. Wenn der Deckel herausgenommen und an seinen Lagerplatz gebracht ist und die Pegel egalisiert sind, kann man die Abdämmung vom Boden des Beckens lösen und entfernen, hin zu einem anderen Lagerplatz, was die Entladungsoperationen des Reaktors ermöglicht. Für das Wiederverschließen des Deckels verlaufen die Operationen umgekehrt.
  • Mit Bezug auf die Figur 2 wird nun auf genauere Weise die wesentliche Einrichtung der Erfindung beschrieben, nämlich die Abdämmung 24, die kreisförmig den oberen Teil des Deckels 12 umgibt und versehen ist mit Abdichtungseinrichtungen, um die über dem Reaktor 4 befindliche Zone trocken zu halten, ohne das Becken 20 zu leeren.
  • In dieser Figur 2 hat man teilweise den Schnitt 32 der Wände des Beckens 18 dargestellt, die den oberen Teil des Reaktors 4 umgeben. Der Behälter 4 des Reaktors umfaßt einen Flansch 10 zur Befestigung des Deckels 12 mittels Bolzen 26, die verlängert sind oberhalb der Spannmutter 28, um ihr Spannen zu erleichern. Der Flansch 10 ist am Umfang mit dem Boden des Beckens verbunden durch einen metallischen Balg 34, entsprechend der vorhergehenden Technik, damit das Wasser um den Behälter herum nicht eindringt. Dieser Balg endet hier an einer bearbeiteten Lagerfläche 36, verschweißt mit dem Boden des Beckens um den Behälter herum, die die Auflage der Abdämmung 24 mittels ihres Flansches ermöglicht, der festgeklemmt ist auf der Lägerfläche mittels Schrauben 40, und zwei Dichtungen 41 trägt und eine Leckage-Absaugvorrichtung 42. Dieser Typ von Verbindung gewährleistet eine vorzügliche Betriebssicherheit, und man kann sicher sein, daß das Wasser des Beckens nicht durch eine Undichtheit dieser Verbindung zum Behälterdeckel gelangt. Die Abdämmung 24 kann, wie weiter oben beschrieben, verwendet werden für die Operationen am Spaltmaterial. Schematisch wurde eine Pumpeinrichtung 44 dargestellt, die ermöglicht, die Wasserhöhe im Innern der Abdämmung zu regulieren.
  • Nun wird die wahlweise Perfektionierung der Erfindung beschrieben, die darauf abzielt, das Wegfliegen des Deckels zu verhindern unter der Annahme, daß die Bolzen 26 kettenreaktionsartig brechen. Die das Wegschleudern bewirkende Kraft kann veranschlagt werden als das Produkt aus der Öffnungsfläche des Deckels, also ungefähr 18 m² für einen 1300 MWe-Reaktor, und dem Sättigungsdampfdruck des Primärwassers, also 12,5 MPa für 328ºC über dem Kern, d.h. 175 MN (oder ungefähr 17500 Tonnen). Die Blockierungselemente müssen eingefügt werden zwischen die obere Fläche des Deckels und die beiden langen Wände des Beckens; bei Normalbetrieb des Reaktors dürfen sie die freie Wärmeausdehnung der Abdämmung 24 nicht behindern. Erfindungsgemäß verwendet man:
  • - über dem Deckel einen Verteilungsring 50, der auf der Oberfläche des Deckels selbst aufliegt mittels eines geschweißten Aufbaus von radialen Rippen (voiles), die sich einfügen zwischen die Überlängen der Bolzen 26 und ihre Muttern, ohne sie zu berühren,
  • - zwischen dem Ring 50 und den Nischen (mèches) in der Wand der Abdämmung, die Stützabsätze 56 bilden, einen ersten Satz schräger Stützen 58, normalerweise leicht vorgespannt unter der Wirkung einer Feder, aber geeignet, einem sehr großen Druck standzuhalten, wie weiter unten beschrieben wird,
  • - zwischen der Abdämmung 24 und den Vertiefungen 60 in den Wänden 32 des Beckens einen zweiten Satz Stützen 62, den vorhergehenden analog, die sich abstützen auf den Stützabsätzen 59 der Abdämmung, oberhalb der Nischen 54, die Vorsprünge bilden auf der Außenfläche der Abdämmung.
  • Die Vertiefungen 60 in den Wänden des Beckens umfassen metallische Stützbereiche 64 für die Stützen 62, durch geschweißte Strukturen verbunden mit Verteilplatten 66 für die vorgespannten Armierungen 68, die tief verankert sind im Fundament des Gebäudes.
  • Mit Bezug auf die Figur 3 wird ein Stützentyp beschrieben, der geeignet ist für den zweiten Satz, der die Blockierung zwischen der Abdämmung und den Wänden sicherstellt. Wenn man z.B. 12 Stützen in jedem Satz verwendet, erreicht die Abstützkraft ungefähr 15 MN, wobei die für die Wärmeausdehnung, die Toleranzen und die Anbringung vorzusehende Ausfederung ungefähr 40 mm beträgt. Die Stütze umfaßt einen unteren Kolben 70, der in einem Zylinder 72 gleitet, fest verbunden mit einer oberen Stang 74; der Kolben 70 ist durch ein Rohr 76 verbunden mit einem kleinen Kolben 78, der in einer Kammer 80 der Stange 74 gleitet, wobei das Rohr 76 in einem Ring 82 gleitet, fest verbunden mit dem Rohr 76. Eine Feder 84 ist bestrebt, einen Abstand aufrechzuhalten zwischen dem Kolben 70 und der Stange 74. Das Verbindungsgewinde zwischen dem Rohr 76 und dem Kolben 70 ist nicht dicht und erlaubt einer Flüssigkeit, die eingeschlossen ist zwischen dem Kolben 70 und der Stange 74, mit einem kleinen Durchsatz zu entweichen in Richtung des oberen Teils der Kammer 80, die versehen ist mit einer normalerweise geschlossenen Entlüftung 86. In den ringförmigen Raum zwischen dem kleinen Kolben 78 und dem Ring 82 kann über den lösbaren Druckschlauch 88 eine Flüssigkeit eingeleitet werden, die ermöglicht, die Stütze zusammenzuziehen, indem die Feder 84 komprimiert wird, um das Anbringen oder Entfernen der Stütze zu ermöglichen. Die Stütze wird unten lose gehalten durch ein Gelenk 90, das sie vor ihrer Auflagefläche 92 positioniert, während eine obere Betätigungseinrichtung 94 sie vor ihrer Stützfläche 64 positioniert. Eine derartige Stütze wird somit zurückgezogen in die Vertikale, gegen die Abdämmung 24, für deren Handhabung, und schräg ausgefahren für den Reaktorbetrieb.
  • Die Stützen des ersten Satzes können analog sein, für die Handhabung können sie fest verbunden bleiben entweder mit dem Ring 50 oder mit der Abdämmung 24, wobei ihr loses Gelenk, entsprechend 90, dann oben angeordnet ist, wie dargestellt in Figur 2.
  • Wenn eine solche Stütze heftig zusammengedrückt wird, entweicht die zwischen dem Kolben 70 und der Stange 74 vorhandene Flüssigkeit nur mit einem geringen Durchsatz in die Kammer 80, wo sie Luft komprimiert, und der Kompressionsstoß wird somit schließlich ohne Spiel übertragen auf die mit dem gesamten Gebäude fest verbundenen Vorspannungsarmierungen.
  • Die Gesamtheit der Elemente dieser Widerstandskette, vom Deckel zum Gebäude, kann dimensioniert werden, um den erforderlicher Belastungen standzuhalten. Man weiß, daß bei den "eigensicheren" Reaktoren, um die es ging, der Primärkreis enthalten ist in Kasematten (casemates) von relativ kleinem Volumen, die sehr robust sein können und die Auswirkungen einer Behälterexplosion auf die Wände aushalten; die Vorrichtung gegen das Deckelwegschleudern entspricht also einer Homogenisierung der Sicherheit.
  • Um den Behälter nach dem Reaktorbetrieb zu öffnen, muß man schließlich:
  • - die Stützen des ersten Satzes einziehen und vertikal in die Nischen 54 zurückbringen (sie eventuell getrennt entfernen),
  • - den Ring 50 und seine Verteilrippen herausnehmen, eventuell in mehreren Segmenten,
  • - die Bolzen des Behälters losschrauben und den Behälterdeckel herausnehmen (nachdem die diversen üblichen Trennungen durchgeführt wurden),
  • - gegebenenfalls das Wasser in der Abdämmung ansteigen lassen in dem Maße, wie der Deckel herausgenommen wird,
  • - die Stützen des zweiten Satzes einziehen und sie vertikal gegen die Wand der Abdämmung bringen,
  • - die Schrauben 40 lösen und die Abdämmung herausnehmen.
  • Selbstverständlich ist die Vorgehensweise umgekehrt beim Verschließen des Behälters.
  • Zusammenfassend kann man von folgenden Vorteilen des erfindungsgemäßen Beckens ausgehen:
  • - die Möglichkeit, die Reserve an borhaltigem Wasser im Inneren der Sicherheitshülle und über dem Behälter unterzubringen, was den Schutz im Falle eines Primärbruchs erhöht bei einem Minimum an Kosten und Komplikationen, denn man verwendet das Entladungsbecken;
  • - die Möglichkeit, verbrauchtes Spaltmaterial in dem Becken im Innern der Sicherheitshülle zu lagern, während ein bis zwei Jahren z.B., was ermöglicht, es anschließend in relativ einfachen Containern an einen zentralen Lagerort für mehrere Reaktoren zu bringen. Die Risiken, die verbunden sind mit der Lagerung von sehr aktiven verbrauchten Elementen außerhalb der Sicherheitshülle sind somit beseitigt und die Wirtschaftlichkeit ist verbessert;
  • - die Verwendung der zylindrischen Abdämmung als Blockierstruktur im Falle eines Wegfliegens des Behälterdeckels als zusätzlicher Sicherheitbeitrag, obschon der in Betracht gezogene Unfall von sehr geringer Wahrscheinlichkeit ist.

Claims (6)

1. Belade- und Sicherheitswasservorlagebecken für einen Druckwasserkernreaktor von der Bauart derer, die sich über dem Niveau des Reaktorkerns befinden, dadurch gekennzeichnet, daß es, direkt über dem Kernbehälter (4), eine lösbare Abdämmung (24) enthält, annähernd rotationszylinderförmig mit einem Innendurchmesser, der den freien Durchgang des Behälterdeckels (12) und der auf diesem angeordneten Einrichtungen nach oben zuläßt, die an ihrer Basis mit Organen (38, 40, 41, 42) versehen ist, die ihren dichten Sitz auf dem Boden des Beckens (20) gewährleisten, um den Behälterdeckel (12) herum, sowie Einrichtungen zum Einfüllen und Entleeren von Wasser (44), und die in dem über dem Kern befindlichen Teil des Beckens einen trockenen Raum abgrenzt, wenn der Deckel sich dort befindet, vor allem während des Betriebs des Reaktors.
2. Becken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdämmung (24) am Boden des Beckens einen Befestigungsflasch (38) aufweist, kreisförmig und horizontal, versehen mit zwei Dichtungen (41) in Reihe und einer Leckage-Absaugvorrichtung, wobei dieser Flansch festgeschraubt ist auf einer ebenen Auflagefläche (36) mittels Schrauben (40).
3. Becken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdämmung (24) erste lösbare Vertikalblockierungseinrichtungen (58) zwischen dem Behälterdeckel und ihrem Unterteil enthält und zweite lösbare Vertikalblockierungseinrichtungen (62) zwischen ihrem Oberteil und den festen Strukturen des Beckens.
4. Becken nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Blockierungseinrichtungen gebildet werden durch lösbare schräge Knöpfe (58), versehen mit einem hydraulischen Dämpfer, einer Druckfeder und einem Rückzugzylinder, zusammenwirkend mit einem Verteilring (50), angeordnet auf dem Behälterdeckel, und mit Stützabsätzen (56) in der Wandung der Abdämmung.
5. Becken nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Blockierungseinrichtungen gebildet werden durch lösbare schräge Knöpfe (62), versehen mit einem hydraulischen Dämpfer, einer Druckfeder und einem Rückzugzylinder, zusammenwirkend mit Stützabsätzen (59) auf der Außenwand der Abdämmung und mit Absätzen (64), angebracht in der Beckenwand (32).
6. Becken nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem eine für die Lagerung der verbrauchten Brennstäbe reservierte Abteilung (22) umfaßt, ausgeformt in der den Boden des Beckens bildenen Betonmasse (26) und unter dem Niveau des Reaktorbehälterdeckels (12).
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