DE69011876T2 - Nicht verschmutzende Schmierung von Bügeleisensohlen. - Google Patents

Nicht verschmutzende Schmierung von Bügeleisensohlen.

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Description

  • Die Kunst, gewaschene textile Stoffe mittels der Ausübung eines gleitenden Drucks, der durch eine heiße Metalloberfläche auf sie ausgeübt wird, zu glätten, ist außerordentlich alt. Die moderne Technologie hat sowohl Einfluß auf die Mittel zur Erhitzung der Eisen ausgeübt als auch darauf, eine glatte Unterseite oder "Sohle" bereitzustellen, die mit dem zu glättenden textilen Stoff in Berührung tritt. Trotz dieser Verbesserungen entsteht ein beträchtliches Ausmaß an Reibung unvermeidlich während des Bügelns, was die Arbeit vergrößert, die für dieses etwas ermüdende, jedoch notwendige Haushaltsverfahren aufgewendet werden muß. Es war daher wünschenswert, ein Verfahren zur Aufbringung eines schmierenden Überzuges auf die Sohle des Eisens zu finden, um die Reibung zu verringern. Bei einem derartigen schmierenden Überzug darf in keiner Weise die Möglichkeit auftreten, daß entweder ein Geruch oder eine Verfärbung bei den zu bügelnden Bekleidungsstücken auftritt.
  • Aus FR-A-1 158 328 ist es bekannt, ein Produkt in der Form eines Silikonderivats auf die Sohle eines Bügeleisens aufzubringen, wobei das Produkt verhindert, daß die Sohle an dem zu bügelnden Textilfabrikat festklebt. Ein derartiges Produkt wird nicht unmittelbar auf die Sohle aufgebracht, sondern die Sohle wird vor dem Bügeln über die oberfläche eines absorbierenden Trägers, der mit diesem Produkt imprägniert ist, geführt.
  • Es wurde nun gefunden, daß, wenn die Sohle eines heißen Bügeleisens zunächst über eine Oberfläche aus einem Silikonelastomeren geführt wird, der Reibungswiderstand im darauffolgenden Bügelvorgang unter Verwendung eines derartigen Eisens in Abhängigkeit von der Temperatur verringert wird: Die Verminderung des Reibungswiderstandes ist um so größer, je höher die Temperatur des Eisens ist. Es wird angenommen, daß die Hitze des Eisens ein sehr geringes, jedoch trotzdem bedeutendes Ausmaß an Depolymerisation des Elastomeren verursacht und damit genügend Silikon-Monomeres oder -Oligomeres freisetzt, um einen die Reibung vermindernden Überzug auf der Bügeleisensohle zu erzeugen. Diese Wirkung kann auch außerordentlich geringen Mengen an Silikonölen mit verhältnismäßig niedrigem Molekulargewicht zuzuschreiben sein, die normalerweise in Silikonelastomeren von handelsüblicher Qualität vorhanden sind. Somit wird angenommen, daß die elastomere Beschichtung aus Silikon als ein Reservoir dient, das auf Anforderung in dem Maße, wie das heiße Bügeleisen über die Oberfläche geführt wird, Silikonöl, -monomere oder -oligomere abgibt.
  • Es wurde gefunden, daß auch andere Überzüge formuliert werden können, damit sie in analoger Weise wirken. So können Harz Grundmassen, wie beispielsweise Acrylpolymerisate, die ein Wachs mit einem verhältnismäßig hohen Schmelzpunkt von zweckmäßigerweise oberhalb 40ºC und vorzugsweise oberhalb 60ºC enthalten, wie beispielsweise Carnaubawachs, so formuliert werden, daß sie das Wachs an die Sohlenplatte abgeben und damit der Sohlenplatte eines erhitzten Bügeleisens eine Oberfläche von geringer Reibung verleihen.
  • Die Harz-Grundmassen können verschiedenste Polymerisate und Gleitmittel umfassen. So können Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid, Poly(styrol/acrylmonomer), Poly(styrol/butadien), Pulyurethan, Epoxidharze und ähnliche Polymerisate verwendet werden. Die Polymerisate werden mit geeigneten Gleitmitteln formuliert, die Fettsäuren, Silikonöle und hochschmelzende Wachse sein können, um das Mittel an die Bügeleisensohlenplatte abzugeben und damit unter Hitzeeinwirkung der Sohlenplatte eines Bügeleisens eine Oberfläche von geringer Reibung zu verleihen. Silikonelastomere und Acrylpolymerisate, die Carnaubawachs enthalten, führen jedoch zu herausragenden Ergebnissen.
  • Es wird ein Textilstoff zur Erhöhung der Gleitfähigkeit eines Bügeleisens geschaffen, der zweckmäßigerweise ein Substrat aus einem textilen Stoff mit einem darauf abgeschiedenen Überzug aufweist, der ein Gleitmittel, vorzugsweise ein Silikonelastomeres, enthält. Zweckmäßigerweise ist der textile Stoff ein gewebter oder nicht-gewebter Stoff, der aus Einzelfäden oder aus Multifilgarn, das aus natürlichen oder synthetischen Fasern besteht, aufgebaut sein kann. Die Vorrichtung arbeitet mit der größten Wirksamkeit, wenn die maximale Oberfläche des Elastomeren tatsächlich mit der Sohle des Bügeleisens in Berührung treten kann, weshalb die Absorption an der Oberfläche der Fäden statt in den Zwischenräumen zwischen den Fasern erforderlich ist.
  • Es ist daher ein Ziel der Erfindung, einen Textilstoff mit einer darauf abgeschiedenen, die Gleitfähigkeit erhöhenden Beschichtung vorzusehen, wobei die Beschichtung nicht wesentlich in den Textilstoff eindringt.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Textilstoff zur Erhöhung der Gleitfähigkeit von Bügeleisen vorgesehen, der auf seiner Oberfläche eine Beschichtung trägt, die aus Silikonelastomeren oder Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln besteht, wobei der Textilstoff dadurch gekennzeichnet ist, daß er mit einem Oberflächenversiegelungsmittel vorbehandelt oder vorbeschichtet ist.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird ein Textilstoff zur Erhöhung der Gleitfähigkeit von Bügeleisen vorgesehen, der auf seiner Oberfläche eine Beschichtung trägt, die aus Silikonelastomeren oder Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln besteht, wobei der Textilstoff dadurch gekennzeichnet ist, daß die Beschichtung in Form eines Schaumes aufgebracht ist.
  • Die Erfindung umfaßt weiter ein Verfahren zur Herstellung eines die Gleitfähigkeit erhöhenden Textilstoffes gemäß der ersten Ausführungsform, bei dem man die Absorption der Fäden des Textilstoffes um mindestens 50% verringert, indem man die Fäden mit einem Oberflächenversiegelungsmittel bedruckt oder beschichtet und anschließend eine Beschichtung, die aus der Gruppe der Silikonelastomere und Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln ausgewählt ist, auf die Oberfläche des Textilstoffes von verringerter Absorption aufbringt.
  • Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn die Absorption der vielfaserigen Fäden vor der Aufbringung des Silikonelastomeren um mindestens 50% verringert worden ist. Dies läßt sich äußerst einfach durch die herkömmlichen Verfahren des Beschichtens oder Bedruckens von textilen Stoffen mit geeigneten Beschichtungsmitteln oder Tinten erzielen
  • Wenngleich die Erfindung nicht darauf beschränkt ist, besteht eine sehr zweckmäßige Ausführungsform der Vorrichtung darin, daß der textile Stoff Teil der oberen Oberfläche eines Bügelbrettbezugs ist und die die Gleitfähigkeit erhöhende Beschichtung mindestens ein Streifen ist, der darauf vorgesehen ist. Die die Gleitfähigkeit erhöhende Beschichtung kann die gesamte obere Oberfläche des Bezugs überdecken. So würde eine derartige Vorrichtung einen Baumwollstoff aufweisen, der zuvor mit einer Tinte, die eine Bindemittelkomponente, wie beispielsweise ein herkömmlicherweise in derartigen Tinten verwendetes Acrylharz-Bindemittel, enthält, bedruckt und mit mindestens 3 g/m² (Trockenbasis) mindestens eines Gleitmittels, zweckmäßigerweise eines Silikonelastomers oder einer Harz- Grundmasse, wie beispielsweise eines Acrylpolymerisats in Kombination mit Carnaubawachs, beschichtet worden ist.
  • Beim Betrieb der Vorrichtung wird das heiße Bügeleisen, das eine Sohlenplattentemperatur von zwischen etwa 100 und 290ºC aufweist, mit normalem Druck über den beschichteten textilen Stoff geführt. Die Erhöhung der Gleitfähigkeit, die durch ein einziges Hinüberführen erzielt wird, verringert den Plättwiderstand um 20 bis 50% und reicht für das Bügeln von mindestens einem großen Kleidungsstück aus, ohne daß ein zweites Hinüberführen erforderlich wäre. Je größer die Sohlentemperatur des Eisens ist, um so größer ist die Verringerung des Widerstandes.
  • Die Figur zeigt eine Draufsicht auf einen Bügeleisenbezug, der eine die Gleitfähigkeit erhöhende Fläche gemäß der Erfindung aufweist.
  • Fig. 1 stellt einen herkömmlichen Bügeleisenbezug 12 dar, der einen Zugschnurkanal 28 mit einer darin enthaltenen Zugschnur 29 aufweist, um den Bezug auf dem Oberteil eines Bügelbrettes befestigen zu können. Der Streifen 14 ist ein Teil des textilen Stoffes 12 des Bügeleisenbezugs, der mit der elastomeren Beschichtung gemäß der Erfindung beschichtet worden ist.
  • Die in den Beschichtungen gemäß der Erfindung verwendeten Gleitmittel sind nicht-fette Gleitmittel. Die Gleitmittel sind in eine Beschichtung eingebracht, die Bindemittel enthält, die Vinylpolymerisate einschließlich Vinylacetat, Acrylpolymersate, Urethan, Silikon und Silikonkautschuk umfassen, jedoch nicht darauf beschränkt sind. Unter den Gleitmitteln, die eine derartige Wirkung zeigen, sind dihydrierte Talgdialkylammoniumalkylsalze, wie beispielsweise dihydriertes Talgdimethylammoniumethylsulfat, Kokosfettsäureseifen, Wachse, zweckmäßigerweise solche mit einem Schrnelzpunkt oberhalb 60ºC, wie Paraffinwachse, Carnaubawachse und Silikon, zu nennen, wobei sich Silikonelastomere und Gemische aus Acrylpolymerisat und Carnaubawachs als die praktischsten erwiesen haben. Die dihydrierten Talgalkylammoniumalkylsalze ergeben zwar eine ausgezeichnete Erhöhung der Gleitfähigkeit beim Bügeln, besitzen jedoch eine nur geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber Versengen. Ähnlich liefert die Kokosfettsäureseife eine ausgezeichnete Erhöhung der Gleitfähigkeit, besitzt aber nur eine geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber Versengen und entwickelt unter Wärmeeinwirkung einen unerwünschten Geruch. Das Paraffinwachs ist zwar wiederum eine gutes Gleitmittel, entwickelt aber Rauch und einen Wachsgeruch. Darüber hinaus ist die Dauer der Gleitmittelwirkung außerordentlich kurz (weniger als 5 Minuten), und das Wachs verdampft unter der Einwirkung von Hitze rasch.
  • Silikonkautschuke sind zwar wegen ihrer Fähigkeit, eine glatte Oberfläche zu ergeben, bekannt, jedoch nicht allgemein wegen ihrer die Gleitfähigkeit erhöhenden Eigenschaften (im Gegensatz zu bestimmten Silikonölen, die bekanntermaßen diese Eigenschaft besitzen und für diesen Zweck in breitem Maße angewandt werden).
  • Die Grundlage für die vorliegende Erfindung wurde während bestimmter Versuche gelegt, die die Durchschlagsfestigkeit von kalandriertem Urethanschaum, der mit Silikonkautschuken beschichtet war, betrafen. Als Ergebnis dieser Experimente wurden Versuche durchgeführt, um die Parameter dieser Eigenschaft zu bestimmen. Es wurde gefunden, daß optimale Ergebnisse erzielt wurden, wenn sich die Beschichtung an der Oberfläche des Substrates befand. Es ist selbstverständlich möglich, eine praktisch ununterbrochene Silikonoberfläche auf ein beliebiges Substrat aufzubringen, über das ein heißes Bügeleisen hinübergleiten kann. Eine derartige Lösung ist jedoch unnötigerweise mit einer Verschwendung von teuren Materialien aus Silikonelastomeren verbunden.
  • Wenn diese Silikonelastomer-Materialien auf unbehandeltes Textilmaterial aufgebracht wurden, wurde die wäßrige Emulsion, die die Silikon-Elastomere enthielt, in einem derart hohen Ausmaß in die Zwischenräume zwischen den Fasern in den Fäden hinein absorbiert, daß nur eine ungenügende Menge an Silikonelastomerem für ein In-Berührung-Treten mit der Bügeleisensohle zur Verfügung stand.
  • Es wurde gefunden, daß dieser Nachteil vermieden werden kann, indem man den textilen Stoff nach herkömmlichen Verfahren, wie denen, die normalerweise zum Aufdruck einer Farbe oder eines Ziermusters auf den textilen Stoff angewandt werden, vorbehandelt oder ihn vorbeschichtet. Der Pigmentdruck oder die Beschichtung enthält normalerweise ein Acrylpolymerisat als Bindemittel, um die Pigmente, Füllstoffe usw. an den textilen Stoff zu binden. Dieser wirkt auch als Oberflächenversiegelungsmittel, wobei die Absorption in dem textilen Stoff um mindestens 50% verringert wird. Die Verfügbarkeit der Beschichtung, die Gleitmittel enthält, für die Bügeleisensohle wurde beträchtlich erhöht. Es wurde weiter gefunden, daß durch Einverleiben eines Treibmittels in die Beschichtungsmasse und Aufbringen der Beschichtung in Form eines Schaums das Eindringen hinreichend vermindert wurde, um das erwünschte Ergebnis zu erzielen.
  • Während Beschichtungsmengen von 3 g/m² (Trockengewicht) an Gleitmittel, zweckmäßigerweise Silikonelastomer, beachtliche Verbesserungen bei der Verminderung des Widerstandes ergeben, ist es zweckmäßig, Mengen in der Größenordnung von etwa 12 bis 60 g/m², je nach der Kombination aus Gleitmittel und Harz, die angewandt wird, und dem Verhältnis von Gleitmittel zu Binder zu verwenden.
  • Es wurde weiter gefunden, daß lediglich eine sehr geringe Menge an Gleitmittel auf die Sohlenplatte des Eisens übertragen werden muß, um die Verminderung des Widerstandes beträchtlich zu fördern. Es wurde gefunden, daß weniger als 0,01 g die erwünschten Ergebnisse erzielen lassen.
  • Zur Vereinfachung der Herstellung ist es bevorzugt, Silikonelastomere und Emulsionen von Acrylharzen auf Wasserbasis zu verwenden. Diese Materialien besitzen außerdem eine gute Wärmefestigkeit, eine wichtige Eigenschaft, da diese Materialien Temperaturen von bis zu 250ºC unterworfen werden. Während die tatsächliche Zusammensetzung derartiger Elastomerer und Emulsionen von ihren Herstellern als Betriebsgeheimnis behandelt werden, sind sie in weitem Maße im Handel erhältlich, und ihre einschlägigen physikalischen Eigenschaften sind daher veröffentlicht. Ein Beispiel für geeignete Elastomere, die für die vorliegenden Zwecke verwendet werden können, ist die Union Carbide LE-9300- Silikon-Emulsion, hergestellt von Union Carbide Corporation, Daunbury, Connecticut. SLE-5300 und SLE-5500, die von General Electric Company, silicone Products Division, Waterford, New York hergestellt worden, können ebenfalls verwendet werden, jedoch werden diese Materialien als flüssige Zweikomponenten- Silikonelastomere vertrieben und müssen zusammen mit dem Aushärtungsmittel gemäß den Anweisungen des Herstellers angewandt werden. Am meisten bevorzugt sind jedoch Silikonelastomere auf Wasserbasis, wie beispielsweise Dow Corning 3-5024 oder 3-5025, hergestellt von der Dow Corning Corporation, Midland, Michigan. Diese Elastomere erfordern nicht die Anwesenheit eines Aushärtungsmittels und härten in annähernd zwei Stunden bei Raumtemperatur aus, wenngleich die Aushärtungszeit durch Erhöhung der Temperatur oder Verminderung der Feuchtigkeit verkürzt werden kann. Praktischerweise wird eine wäßrige Suspension des Silikonelastomeren verwendet, die mit zwischen 5 und 30% zweckmäßigerweise etwa 20% Wasser verdünnt worden ist und die ein Verdickungsmittel, zweckmäßigerweise ein vorgemischtes Verdickungsmittel auf Cellulosebasis, wie Methocel F4M (hergestellt von Dow Chemical Company) in einer Menge von etwa 0,25 bis 2, zweckmäßigerweise von etwa 1 Gew.% enthält, um eine Zusammensetzung zu liefern, die sich zum Aufdrucken auf das textile Substrat eignet. Bei einem bevorzugten Verf ahren wird die Zusammensetzung auf das textile Substrat aufgedruckt. Die Zusammensetzung kann auf das Substrat abgeschieden werden, indem man sie durch ein Maschensieb hindurch aufdruckt, oder sie kann durch Beschichten mit Hilfe eines Messers, von Walzen oder durch Auf sprühen aufgebracht werden.
  • Beispiele für geeignete Acrylharzemulsionen, die für den vorliegenden Zweck verwendet werden können, sind Rhoplex HA- 18, Rhoplex HA-12, Rhoplex HA-16, hergestellt von Rohm and Haas Company Philadelphia, Pennsylvania; UCAR -Latex 862, UCAR -Latex 865, UCAR -Latex 874, hergestellt von Union Carbide Corporation, New York, N.Y. und WRL 0402, hergestellt von Walsh Chemical Corporation, Gastonia, North Carolina.
  • Diese Harze werden normalerweise getrocknet und etwa 1 Minute bei 163ºC (325ºF) aufgehärtet. Carnaubawachs in Emulsionsform, wie beispielsweise Duramul 0814, hergestellt von Astor Wax in Harrison, New York wird als Gleitmittel verwendet. Das Verhältnis von Wachs zu Harz kann von 0,5:1 bis 4,0:1 variieren, wobei der bevorzugte Wert bei etwa 3,0:1 liegt.
  • Alternativ kann die Emulsion zu einem Schaum auf Wassergrundlage formuliert werden, der anschließend auf die Oberfläche des textilen Stoffes aufgeschichtet oder aufgedruckt wird. Der Vorteil der Schaumabscheidungsmethode liegt darin, daß sie das Auftreten von Faserdurchdringung vermindert und die Abscheidung der die Gleitfähigkeit erhöhenden Beschichtung auf die Oberfläche des Textilsubstrats verbessert.
  • Beispiel I
  • Formulierung:
  • Wasser 20 g
  • Dow Corning Silicone 3-5024 100 g
  • Methocel F4M 1 g
  • Das Material wurde bei Raumtemperatur vermischt, wobei man eine Paste erhielt, die sich zum Bedrucken eignete, und wurde durch Aufdrucken auf einen bedruckten Baumwollstoff durch ein Sieb von 0,42 mm (40 mesh) Maschenweite aufgebracht. Der Baumwollstoff war zuvor mit einem Bedruckungsmittel, das ein Bindemittel aus Acrylharz enthielt, bedruckt worden.
  • Beispiel II
  • Formulierung:
  • Wasser 60,0 g
  • Methocel F4M 1,5 g
  • Rhoplex HA-12 10,0 g
  • Duramul 0814 30,0 g
  • Wachs/Harz-(Feststoff)-Verhältnis 2,33/1,0
  • Das Material wurde bei Raumtemperatur vermischt, wobei man eine Paste erhielt, die sich zum Bedrucken eignete, und wurde durch Aufdrucken auf einen bedruckten Baumwollstoff durch ein Sieb von 0,42 mm (40 mesh) Maschenweite hindurch aufgebracht. Der Baumwollstoff war zuvor mit einem Bedruckungsmittel, das ein Bindemittel aus Acrylharz enthielt, bedruckt worden. Gewicht der Beschickung: 11,3 g/m²; Verringerung des Plättwiderstandes: 55,5%.
  • Bei dem obigen Verfahren wurden anstelle von Rhoplex analoge Formulierungen aus Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid, Poly(styrol/acrylmonomer), Poly(styrol/butadien), Polyurethan und Epoxidharzen verwendet.
  • Analog wurden die Polymerisate anstelle von Duramul mit Fettsäuren, Silikonölen und hochschmelzenden Wachsen formuliert.
  • Beispiel III
  • Schaumformulierung:
  • Wasser 60,0 (Vormischung bei 49ºC (120ºF))
  • Methocel F4M 0,75 (Vormischung bei 49ºC (120ºF))
  • Rhoplex HA-12 (45% Feststoff) 10,0
  • Duramul 0814 (35% Feststoff) 30,0 100,75
  • Verhältnis von Wachs/Harz (Feststoffe) 2,33/1,0
  • Die Formulierung wurde in einem Mischgerät der Marke Hobart Kitchen Aid, Modell K5SS, bis zu einer Dichte von 200 g/l aufgeschäumt. Die Schaumbeschichtung wurde mit einem Spatel auf ein bedrucktes Laken aus gebleichtem Baumwollstoff aufgebracht. Die Beschichtung wurde 5 Minuten lang in einem Ofen mit direkter Beheizung bei 163ºC (325ºF) getrocknet und ergab ein Beschichtungsgewicht von 5,0 g/m².
  • Die Wirksamkeit der Erhöhung der Gleitfähigkeit eines Bügeleisens wurde mit Hilfe des folgenden Magla-Tests, der im Beispiel IV unten beschrieben ist, gemessen. Es ergab sich eine Verminderung des Widerstands von 70%.
  • Beispiel IV Messung der Erhöhung der Gleitfähigkeit der Bügeleisens
  • Die Vorrichtung umfaßt einen Dayton-Motor mit Getriebe, der an einen Kraftanzeiger 102 nach Wagner angeschlossen ist, der seinerseits mit dem zu testenden Bügeleisen verbindbar ist. Ein Stück sauberen textilen Stoffes wird auf ein horizontales Bügelbrett aufgelegt. Die mögliche Verschiebungsstrecke des Bügeleisens beträgt 86 cm. Das Eisen wird auf eine vorherbestimmte Temperatur von zweckmäßigerweise etwa 245ºC erhitzt und dreimal heftig über die als Probe dienende Silikonbeschichtung gerieben. Das Eisen wird danach an das eine Ende der Teststrecke gestellt und mit einem Gewicht von etwa 3,5 kg beschwert, wonach der Kraftanzeiger an das Bügeleisen angeschlossen wird. Danach wird der Motor mit Getriebe angestellt, so daß er mit konstanter Geschwindigkeit läuft, und der Kraftanzeiger abgelesen, wenn die Vorderseite des Bügeleisens den Punkt an der Hälfte der Teststrecke passiert, d.h. 43 cm zurückgelegt hat.

Claims (8)

1. Textilstoff zur Erhöhung der Gleitfähigkeit von Bügeleisen mit einer Beschichtung, die aus Silikonelastomeren oder Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln besteht, auf seiner Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß der Textilstoff mit einem Oberflächenversiegelungsmittel vorbehandelt oder vorbeschichtet ist.
2. Textilstoff zur Erhöhung der Gleitfähigkeit von Bügeleisen mit einer Beschichtung, die aus Silikonelastomeren oder Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln besteht, auf seiner Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verminderung des Eindringens der Beschichtung in den Textilstoff die Beschichtung in Form eines Schaumes aufgebracht ist.
3. Textilstoff gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er mit mindestens 3 g Beschichtung/m² (Trockengewicht) versehen ist.
4. Aus einem Textilstoff bestehender Bügelbrettbezug, von dem mindestens ein Abschnitt aus einem die Gleitfähigkeit erhöhenden Textilstoff gemäß Anspruch 1 oder 3 besteht.
5. Aus einem Textilstoff bestehender Bügelbrettbezug, von dem mindestens ein Abschnitt aus einem die Gleitfähigkeit erhöhenden Textilstoff gemäß Anspruch 2 oder 3 besteht.
6. Textilstoff oder Bezug gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Beschichtung eine Acrylpolymerisat-Grundmasse ist, die ein Wachs mit einem Schmelzpunkt von über 40 ºC enthält.
7. Bezug gemäß Anspruch 4, bei dem der Stoffabschnitt ein Baumwollstoff ist, auf den das Oberflächenversiegelungsmittel mit einer Tinte, die ein Bindemittel aus Acrylharz enthält, aufgedruckt worden ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines die Gleitfähigkeit erhöhenden Textilstoffes gemäß Anspruch 1, wobei man die Absorption der Fäden des Textilstoffes um mindestens 50 % verringert, indem man die Fäden mit einem Oberflächenversiegelungsmittel bedruckt oder beschichtet und anschließend eine Beschichtung, die aus der Gruppe der Silikonelastomere und Polymer-Grundmassen mit einem Gehalt an Gleitmitteln ausgewählt ist, auf die Oberfläche des Textilstoffes von verringerter Absorption aufbringt.
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