DE69016A - Dämpfervorrichtung für Musikwerke mit Stitnmenkämmen - Google Patents
Dämpfervorrichtung für Musikwerke mit StitnmenkämmenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Dämpfervorrichtung ist für solche Musikwerke mit Stimmenkämmen bestimmt,
bei welchen die letzteren durch die bekannten Sternrädchen angerissen werden. Die einmal
angerissenen Stahlzungen hören jedoch nicht sobald auf zu tönen, sondern klingen noch
eine Zeit lang nach. Sollen dieselben von neuem angerissen werden, so müssen dieselben
vorher zum Verstummen gebracht werden. Um dieses nothwendige Verstummen zu bewirken,
dient die vorliegende Dämpfervorrichtung.
Auf den Resonanzbodensteg A ist vermittelst Schrauben der Stimmenkamm aufgeschraubt.
Parallel zu demselben ist ein Bock D angebracht, welcher die um eine Achse drehbaren
sogenannten Stern- oder Anreifsrädchen B aufnimmt. Auf derselben Achse dreht sich der
in Fig. 4 besonders dargestellte Dämpferhebel a. Das eine Ende dieses Hebels trägt den aus
Gummi, Filz oder einem anderen elastischen Stoff bestehenden Dämpfer e, welcher die aus
Fig. 4 ersichtliche Form besitzt. Dieser Dämpferhebel kann jedoch auch die in Fig. 8 und 12
gezeigte Form erhalten; bei der in Fig. 12 dargestellten
Form des Hebels geschieht die Dämpfung der Stahlzunge an der Seite oder von vorn. An dem anderen Ende des Hebels a
sind zwei Federn b und c angebracht. Die Feder b wird durch einen Zahn des Sternbezw.
Anreifsrades B beeinflufst, während die Feder c bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Vorrichtung in die Nuth einer Leiste d ragt. Die Feder c ist bestrebt, das Hebelende α nach
abwärts zu ziehen und mithin den Dämpfer von der Stahlzunge entfernt zu halten. Das
Anreifsrad B wird von einem geraden oder runden Notenblatt bethätigt, welches an verschiedenen
Stellen Erhöhungen aufweist, vermittelst deren das Sternrad B gedreht wird.
Die Wirkungsweise der Dämpfervorrichtung ist nun folgende:
Trifft eine Erhöhung des Notenblattes einen Zahn- des Stern- oder Anreifsrades a, so wird
eine Drehung des letzteren hervorgerufen und der Zahn g desselben bewirkt ein Anheben der
Feder b; hierdurch wird aber das entgegen-^ gesetzte Ende des Dämpferhebels und mit demselben
der Dämpfer e nach abwärts bewegt, letztere tritt also mit der Stahlzunge f in Berührung
und dämpft dieselbe (Fig. 2).
Bei der Weiterdrehung des Sternrades B endlich giebt der Zahn g die Feder b frei
(Fig. 3), der Dämpfer e schnellt nach oben und der Zahn / reifst die Stahlzunge an. Diese
Stellung behalten das Sternrad B und die Stahlzunge bei, bis eine neue Erhöhung des Notenblattes
das Sternrad bethätigt.
Die Einrichtung der in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Dämpfervorrichtung ist im wesentlichen
mit der eben beschriebenen übereinstimmend und . unterscheidet sich von derselben
dadurch, dafs der Dämpferhebel s, welcher seinen Drehpunkt auf der Welle des Sternrades
B hat, an seinem Ende rechtwinklig umgebogen ist, und dafs dieser umgebogene Theil
den aus Gummi hergestellten Dämpfer h trägt, der in diesem Falle bei seiner Abwärtsbewegung
die Stahlzunge streift, dieselbe also von der Seite dämpft. Auf der entgegengesetzten Seite
trägt der Dämpferhebel s einen Einschnitt, in
Claims (1)
- welchen eine Feder i spielt, die bestrebt ist, den Dämpfer h stets in seiner Lage über der Stahlzunge zu erhalten. Wird nun die Feder i von einem Zahn des Sternrades ergriffen und in die Höhe gehoben, so hebt sich auch der Hebel s, und der Dämpfer h kommt dadurch mit der Zunge f von der Seite aus in Berührung und dämpft so dieselbe.Bei der in Fig. 9 bis 12 gezeigten Ausführung der Dämpfervorrichtung ist der Dämpfer η in den Böcken D und d waagrecht verschiebbar gelagert und wird durch eine Feder ο gegen das vordere Ende oder die Seite der Stahlzunge gedrückt. Der Dämpfer η trägt nahe seiner Mitte einen Ansatz b, welcher durch einen Zahn des Sternrades B beeinflufst wird. Wird nämlich durch eine Erhöhung des Notenblattes C das Sternrad B gedreht, so erfafst der Zahn ρ des letzteren den Ansatz b des Dämpfers, wodurch der Dämpfer η von der Stahlzunge entfernt wird; zu gleicher Zeit wird die Stahlzunge angerissen. In dieser Stellung verharrt die Dämpfervorrichtung, bis ein neuer Ansatz des Notenblattes C das Sternrad B bethätigt.Patεντ-Ansprüche:
Eine Dämpfervorrichtung für Musikwerke mit Stimmenkämmen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein auf der Achse der Anreifsräder (B) angebrachter drehbarer zweiarmiger Dämpferhebel (Fig. 4 und 8) zur Anwendung kommt, welcher an einem seiner' Enden einen elastischen Dämpfer (e oder h) trägt, während das andere Ende (b) des Hebels durch einen Zahn (g) des Anreifsrades kurz vor dem Anreifsen der Stahlzunge gehoben wird, hierbei dem Dämpfer (e oder h) von oben oder von der Seite gegen die Stahlzunge drückt und so dieselben dämpft.Die unter 1. angegebene Vorrichtung dahin abgeändert, dafs ein horizontal verschiebbar gelagerter Hebel (k), Fig. 9 bis 12, durch eine an einem Ende angebrachte Feder (0) gegen die Seite der Stahlzunge gedrückt und vor dem Anreifsen der Zunge durch einen gegen den Ansatz (b) wirkenden Zahn (ρ) des Anreifsrades (B) von der Stahlzunge entfernt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE69016A true DE69016A (de) |
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