DE69018985T2 - Vorrichtung zum Gären organischen Materials. - Google Patents

Vorrichtung zum Gären organischen Materials.

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung organischer Düngemittel, die manchmal als Kompost bezeichnet werden, oder anderweitiger Vergärungsprodukte aus organischen Abfällen, wie beispielsweise kommunalem Müll, Abwässeraufbereitungsschlämmen, Dung aus der Viehhaltung, Abwässern von Konservenfabriken usw.
  • In den älteren US-Patentschriften 3 138 447 und 3 245 759 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung für eine derartige Herstellung beschrieben, die so ausgebildet sind, daß sie eine wirksame und gründliche aerobische Zersetzung derartiger organischer Abfallstoffe bewirken, indem in der Vorrichtung, in welcher das Verfahren durchgeführt wird, Bedingungen aufrechterhalten werden, die für eine optimale Fortpflanzung bzw. Vermehrung der verschiedenen Arten aerobischer Bakterien, von welchen eine derartige Zersetzung abhängt, geeignet sind. Wie in den genannten Patentschriften beschrieben, weist die Vorrichtung einen Digestor bzw. Faulbehälter in Form einer zylindrischen Trommel auf, die um eine Achse drehbar gelagert ist, welche gegenüber der Horizontalen leicht abwärts in Richtung auf das Austrittsende geneigt ist. Das Innere des Digestors ist durch mehrere in Abständen entlang der Drehachse angeordnete querverlaufende Trennwände in eine Reihe von Abteilen oder Kammern unterteilt. Jede Trennwand ist jeweils mit Überführungs- bzw. Übertragungskammern versehen, die wahlweise geöffnet werden und die im Öffnungszustand Material von Abteil zu Abteil vom höheren zum niedrigeren Ende der Trommel übertragen, wobei das organische Abfall-Rohmaterial am höheren Ende in den Digestor zugeführt und das fertige Produkt an seinem niedrigeren Ende abgenommen wird. In den genannten Patentschriften bezeichnet der Ausdruck "Kammern" eine kleine Umschließung oder Kammer mit Einlaß- und Auslaßöffnungen.
  • Die erforderliche Impfung der Beschickungscharge in jedem Abteil wird dadurch bewirkt, daß man einen Teil des behandelten Materials in jedem Abteil zurückhält, zur Vermischung mit dem aus dem stromaufwärts benachbarten Abteil zugeführten Material. In den genannten früheren Vorrichtungen erfolgt die Zurückhaltung des Impfmaterials in jedem Abteil durch die Anbringung der Öffnungen in den Trennwänden, wobei die Öffnungen in Strömungsverbindung mit den Überführungskammern stehen, in einem kleinen Abstand vom Außenumfang der Trennwand. Derartige Öffnungen sind auch verhältnismäßig klein im Vergleich zur Abmessung der Trennwände.
  • Wie in den genannten Patentschriften erläutert, beruht das Verfahren auf einer stufenweisen Durchführung des Gärungsprozesses, indem in jedem der Abteile jeweils optimale, aber voneinander verschiedene Temperaturen aufrechterhalten werden, zur wirksamen Förderung der Mikrobenaktivität. Zu diesem Zweck wird Luft unter Druck durch den gesamten Digestor geführt, vom Austritts- oder niedrigeren Ende der Trommel zum Eingangs- oder höheren Ende, und verbrauchte Luft kann wahlweise und steuerbar jeweils aus jedem Abteil abgelassen werden, um in diesem das Klima aufrechtzuerhalten, das für die in der einem derartigen Abteil zugeordneten Stufe vorherrschenden Mikroorganismen optimal ist. Die Wirksamkeit dieses Verfahrens und dieser Vorrichtung hängt von der Fähigkeit zu einer raschen Überführung von Material zwischen den Abteilen ab, bei minimaler, jedoch unvermeidbarer Unterbrechung der biologischen Aktivität. Weitere bedeutsame Parameter sind die Geschwindigkeit, mit welcher eine in ein Abteil eintretende Beschickungscharge mit dem in einem derartigen Abteil zurückgehaltenen Impfmaterial gemischt werden kann, sowie die Fähigkeit, wenigstens das erforderliche Minimum und vorzugsweise eine optimale Menge an Impfmaterial zurückzuhalten.
  • Die in den genannten Patentschriften beschriebene Vorrichtung ist zwar zur Durchführung des genannten Verfahrens geeignet, jedoch wurde festgestellt, daß die Wirksamkeit dadurch erhöht werden kann, daß man die Geschwindigkeit, mit welcher die Überführung zwischen den Abteilen durchgeführt werden kann, erhöht und gleichzeitig die Mittel zur automatischen Zurückhaltung des Impfmaterials in jedem Abteil modifiziert, derart daß eine unmittelbarere und damit wirksamere Vermischung zwischen dem Impfmaterial und der ankommenden Charge erzielt wird.
  • In ihrem allgemeinsten Sinn schafft die Erfindung somit eine Vorrichtung zum Vergären von natürlichem organischem Material durch Behandlung mit aufeinanderfolgenden Gruppen aerober Mikroorganismen, umfassend:
  • - eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte Digestortrommel, die durch wenigstens eine Trennwand in eine Reihe von Behandlungsabteilen zur Aufnahme aufeinanderfolgender Gruppen von Mikroorganismen unterteilt ist;
  • - eine jeweils jeder Trennwand zugeordnete Überführungskammer, deren jede jeweils einen durch Seitenwandbereiche der Digestortrommel und durch die Trennwand definierten Einlaß zur Materialaufnahme aus einem Abteil und eine Austrittsöffnung zur Überführung von Material zwischen den Abteilen aufweist;
  • die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß jeweils jede Überführungskammer des weiteren eine der Austritts- bzw. Auslaßöffnung zugeordnete Ventilklappe zur selektiven Betätigung der Überführungskammer zur Ermöglichung von Materialüberführung zwischen den Abteilen aufweist sowie ein beweglich und dauerhaft mit der Ventilklappe verbundenes Gestänge zum Öffnen und Schließen der Ventilklappe, wobei das Gestänge durch die Seitenwandung der Trommel nach außen übersteht und als äußere Sichtanzeige für die Stellung der Ventilklappe dient, und wobei jeweils jedes Abteil darin angeordnete Mittel zur Zurückhaltung einer wirksamen Materialmenge als Impfmaterial aufweist.
  • Des weiteren wird gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung geschaffen, welche umfaßt eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte Digestortrommel, eine oder mehrere innerhalb der Trommel angeordnete kreisförmige Trennwände zur Unterteilung der Trommel in eine Reihe von Behandlungsabteilen, einen Einlaß am einen Ende der genannten Trommel zur Ermöglichung der Einführung von Material in den Digestor, eine Austritts- oder Auslaßöffnung am anderen Ende der genannten Trommel, durch welche das behandelte Material austreten kann, wobei die genannte Achse der Trommel gegenüber der Horizontalen geneigt ist, derart daß der genannte Einlaß erhöht relativ bezüglich der genannten Austrittsöffnung ist, jeweils benachbart jeder der Trennwände angeordnete selektiv betätigbare Überführungskammern zur Verbringung von Material von einem höher gelegenen zu einem niedriger gelegenen Abteil, sowie Mittel zur Zwangszufuhr von Luft in den genannten Digestor und zur Führung der genannten Luft durch die Trommel von ihrem niedriger gelegenen zu ihrem höher gelegenen Ende, des weiteren dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Überführungskammern jeweils an der stromabwärtigen Seite jeder Trennwand angeordnet sind, in konstanter Strömungsverbindung mit dem Abteil an der stromaufwärtigen Seite der betreffenden Trennwand, durch eine im wesentlichen mit einem Segment der Trennwand kongruente Einlaßöffnung.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nachfolgend derzeit bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung im einzelnen beschrieben, anhand der beigefügten Zeichnung; in dieser zeigen:
  • Fig. 1 eine vertikale Längsschnittansicht eines mittleren Bereichs einer gemäß der vorliegenden Erfindung konstruierten Digestortrommel;
  • Fig. 2 eine Querschnittsansicht im Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1, welche die Zutrittsöffnungen in einer Trennwand für die Überführungskammern zeigt;
  • Fig. 3 eine Querschnittsansicht im Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1, welche die gegenüberliegende Seite der Trennwand zeigt;
  • Fig. 4 eine Ansicht ähnlicher Art wie in Fig. 1, welche jedoch eine abgewandelte Ausführung zeigt;
  • Fig. 5 in Querschnittsansicht im Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 4 eine Trennwandung von der Seite mit den zu den Überführungskammern führenden Öffnungen; und
  • Fig. 6 eine Querschnittsansicht im Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 4, welche die Überführungskammern von der gegenüberliegenden Seite der Trennwand her zeigt.
  • In der Zeichnung sind durchweg dieselben Bezugsziffern zur Bezeichnung der gleichen oder einander entsprechenden Teile verwendet.
  • In den Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung ist ein mittlerer Bereich eines Digestors gezeigt, welcher eine Trommel 10 aufweist; diese ist in bekannter Weise (nicht dargestellt) auf Blöcken zur Drehung um eine Achse 11 gelagert, die leicht gegenüber der Horizontalen geneigt ist, um einen Materialtransport unter Schwerkraftwirkung über die Trommellänge hin vom höheren zum niedrigeren Ende zu gewährleisten. Einzelheiten hinsichtlich der Anordnung und Rotation der Trommel sowie hinsichtlich ihrer Beaufschlagung mit Druckluft und hinsichtlich der Ein- und Abfuhr von Material in die bzw. aus der Trommel sind am besten aus den oben angegebenen Patentschriften ersichtlich. Wie in den vorliegenden Zeichnungsfiguren gezeigt, ist die Trommel 10 durch kreisförmige Trennwände, wie beispielsweise die Trennwände 12 und 13, in Abteile oder Kammern unterteilt. In der Zeichnung sind zwei Trennwände und die dadurch gebildeten drei Abteile bzw. Kammern 14, 15 und 45 gezeigt, jedoch ist selbstverständlich die Trommel 10 in 50 viele Abteile bzw. Kammern unterteilt, als für die Durchführung des gewünschten Gärungs- bzw. Fermentationsprozesses erforderlich sind. In den früheren Patentschriften ist die Trommel in vier Behandlungsabteile bzw. -kammern geteilt, in welchen jeweils eine gewisse Menge an Impfmaterial enthalten ist, zur Ausbreitung des Gärungsprozesses in der Trommel. Jedoch werden, je nach den besonderen Prozeßparametern, zwei oder mehr Abteile bzw. Kammern in Betracht gezogen.
  • Benachbart den Trennwänden, wie beispielsweise 12 und 13, sind jeweils selektiv betätigbare Überführungs- bzw. Übertragungskammern 16 und 17 vorgesehen, zur Materialbewegung von dem höher gelegenen zu einem niedriger gelegenen Abteil. Wie in der Zeichnung gezeigt, sind die Überführungskammern jeweils auf der stromabwärtigen Seite jeder Trennwand angeordnet, in konstanter Strömungsverbindung mit der stromaufwärtigen Seite der betreffenden Trennwand durch die Einlaßöffnungen 18 bzw 19; diese Öffnungen sind einerseits durch eine Sehne des den Umfang der betreffenden Trennwand bildenden Kreises und andererseits durch die Wandung der Digestortrommel begrenzt, derart daß sie kongruent mit einem geometrischen Segment der kreisförmigen Trennwand sind. In der bevorzugten Ausführungsform sind die Überführungskammern und die Öffnungen vergrößert, um einen rascheren Strömungsdurchsatz von organischem Material durch die Apparatur zu bewirken, um eine vollständige Füllung der Kammern bei jeder Drehung zu gewährleisten und um den Eintritt auch größerer Abfallstücke in die Apparatur zu gestatten. Die einzelnen Überführungskammern sind jeweils mit einer ventilgesteuerten Austritts- bzw. Auslaßöffnung 20 versehen, die durch eine mittels Schwerkraft betätigbare Ventilklappe 21 gesteuert wird. Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, ist ein Gestängeteil 22 an seinem einen Ende 23 mit der Ventilklappe 21 verbunden, während das Gestängeteil 22 an seinem anderen Ende bei 24 durch die Wandung der Trommel 10 übersteht. Dieses Ende 24 steht somit über das Gestänge 22 in Wirkverbindung mit der Auslaßöffnung 20, zur selektiven Materialüberführung zwischen den Abteilen, wie in Fig. 1 gezeigt. Das Gestängeteil 22 kann mit geeigneten Öffnungen versehen sein, durch welche ein Zapfen, ein Bolzen oder ein anderweitiges Verriegelungsglied 25 einführbar ist, um wahlweise die Ventilklappe 21 in Schließstellung, wie bezüglich der Kammer 17 veranschaulicht, oder in Öffnungsstellung, wie bezüglich der Kammer 16 veranschaulicht, einzurücken und in dieser Stellung zu halten. Sobald der Verriegelungs- oder Feststellbolzen 25 zur Freigabe des Gestängeteils 22 entfernt wird, kann sich die Ventilklappe 21 frei unter Schwerkraftwirkung bei der Trommelrotation verstellen.
  • Die einzelnen Abteile in der Trommel sind jeweils mit Strömungshemm-Mitteln in Form eines Ringflansches 26 versehen, um in dem Abteil eine wirksame Materialmenge zur Impfung von in das Abteil neu eintretendem Material zurückzuhalten. Der Flansch 26 erstreckt sich von der Zylinderwandung der Trommel 10 radial einwärts und hat relativ bezüglich dem Durchmesser der Trommel vorzugsweise eine Höhe im Bereich von etwa 9 % bis 23 %. In einer Trommel mit einem Durchmesser von etwa 3,35 m (11 Fuß), wobei die Trennwände einen gegenseitigen Abstand voneinander von etwa 11 m (36 Fuß) besitzen, wird ein einzelner Rückhaltering 26 mit einer Höhe von etwa 46 cm (18 Zoll) und in Anordnung etwa in der Mitte zwischen den das Abteil begrenzenden Trennwänden oder Stirnwänden eine Materialmenge in dem Abteil zurückhalten, die etwa 5 % der ankommenden zu impfenden Materialmenge beträgt. Dies gilt für einen gegenüber der Horizontalen mit einem Gefälle von 0,3 m (1 Fuß) auf 9 m (30 Fuß) geneigten Digestor. Um die Zurückhaltung von etwa 10 % von Impfmaterial zu gewährleisten, sollte ein zentraler Ringflansch in einem Abteil der vorstehend genannten Abmessungen eine Höhe von etwa 76 cm (30 Zoll) besitzen. Alternativ ergeben zwei Ringe bzw. Flansche von etwa 41 cm (16 Zoll) Höhe, von denen einer etwa in der Mitte zwischen den das Abteil begrenzenden Trennwänden und ein zweiter etwa in der Mitte zwischen dem ersten Flansch und der stromaufwärts von dem ersten Flansch gelegenen Trennwandung angeordnet sind, die gleiche Impfrate von 10 %.
  • Man erkennt, daß durch die Ausbildung der Öffnungen 18 und 19 kongruent mit geometrischen Segmenten der kreisförmigen Trennwandung eine rasche Füllung der Überführungskammern bei der Trommeldrehung stattfinden kann. Die dauerhaft und beweglich mit den Ventilklappen 21 verbundenen Gestängeteile 22 erfüllen eine Reihe von Funktionen. Da das Ende 24 außerhalb der Trommel freiliegt, wirkt das Gestänge als Anzeigeorgan für das ordnungsgemäße Schließen und Öffnen der betreffenden Ventilklappe 21. Die Anzeige kann entweder mittels direkter Beobachtung oder indirekt durch geeignete telemetrische Vorrichtungen unter der Steuerwirkung des Gestänges erfolgen. Falls die Ventilklappe aus irgendeinem Grunde klemmen oder verstopft sein sollte, kann das Gestänge 22 von außerhalb des Digestors betätigt werden, derart daß es mit einiger Wahrscheinlichkeit die Ventilklappe freizumachen bzw. zu lösen vermag. Sollte dies aus irgendeinem Grunde nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit des Zugriffs zu dem Ventilklappenbereich durch eine Öffnung, die bei 27 gezeigt ist.
  • Eine weitere Verbesserung läßt sich durch die in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigte Modifizierung erreichen, die nunmehr beschrieben werden soll. Wie ersichtlich, sind hierbei die Überführungskaminern 30 und 31 als gesonderte rechtwinklige prismatische Behälter einer innerhalb der Begrenzung der Trommel 10 befindlichen Bodenwandung 32 ausgebildet, wobei die Innenseite der Wandung 32 eine Ebene bildet, die mit der Begrenzungssehne 33 des geometrischen Segments 34 der segmental abgeschnittenen kreisförmigen Trennwandung 35 zusammenfällt. Die obere Wandung 36 jeder der Überführungskammern 30 und 31 verläuft jeweils in radialem Abstand außerhalb der Zylinderwandung der Trommel 10. In allen sonstigen Hinsichten kann die Konstruktion des in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigten Digestors die gleiche sein, wie sie zuvor anhand der Fig. 1, 2 und 3 beschrieben wurde. Es sei darauf hingewiesen, daß die Kammern 30 und 31 als gesonderte Bauteile hergestellt und jeweils durch eine Öffnung in der Zylinderwandung der Trommel 10 eingesetzt werden können, wo sie dann in beliebiger geeigneter Weise an der sie halternden Trennwandung, wie beispielsweise 35, und/oder dem Zylindermantel der Trommel befestigt werden. Diese Bauweise gestattet offensichtlich eine Auswechslung und rasche Reparatur des Überführungskammergebildes, falls irgendein Teil hiervon während der Betriebslebensdauer des Digestors schadhaft werden sollte.
  • Einer der Vorteile der in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigten Konstruktion besteht darin, daß - sobald sich die Kammer am unteren Totpunkt bezüglich der Trommel 10 befindet - das Material in dem zugeordneten Trommelabteil unter Schwerkraftwirkung in den radial äußeren (in diesem Punkt nach abwärts gerichteten) überstehenden Teil der Kammer fallen kann, statt nur hineinzugleiten, wie dies bei der Ausführung nach den Fig. 1 bis 3 der Fall ist. Man erkennt, daß die vergrößerte Kammerbauweise gemäß den Fig. 4 bis 6 einen rascheren Materialtransport von Abteil zu Abteil bewirkt als die in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Kammern. Selbstverständlich ermöglichen die in irgendeiner der Figuren der vorliegenden Anmeldung gezeigten Überführungskammern einen rascheren Materialtransport als die in den eingangs genannten Patenten beschriebenen Kammern.
  • Abschließend sei darauf hingewiesen, daß durch Änderung der Abmessungen der Ringflansche 26 und ihrer Anbringung innerhalb der einzelnen Abteile des Digestors in einfacher Weise eine Steuerung bzw. Regelung hinsichtlich der zum Vermischen mit der ankommenden Charge zurückgehaltenen Menge an Impfmaterial erzielbar ist. Die Wirksamkeit der Flansche 26 ist unabhängig von einer Kontrolle durch Bedienungspersonal und stellt sicher, daß stets eine Mindestmenge an Impfmaterial zurückgehalten wird, um eine wirksame Mikrobenaktivität zu gewährleisten.
  • Vorstehend wurden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben; für den Fachmann ist klar, daß verschiedene Änderungen in der Konstruktion vorgesehen werden können, ohne hierdurch den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Vergären von natürlichem organischem Material durch Behandlung mit aufeinanderfolgenden Gruppen aerober Mikroorganismen, umfassend:
- eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte Digestortrommel (10), die durch wenigstens eine Trennwand (12, 13, 35) in eine Reihe von Behandlungsabteilen (14, 15, 45) zur Aufnahme aufeinanderfolgender Gruppen von Mikroorganismen unterteilt ist;
- eine jeweils jeder Trennwand (12, 13, 35) zugeordnete Überführungskammer (16, 17, 30, 31), deren jede jeweils einen durch Seitenwandbereiche der Digestortrommel (10) und durch die Trennwand (12, 13, 35) definierten Einlaß (18, 19, 34) zur Materialaufnahme aus einem Abteil und eine Austrittsöffnung (20) zur Überführung von Material zwischen den Abteilen (14, 15, 45) aufweist;
die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß jeweils jede Überführungskammer (16, 17, 30, 31) des weiteren eine der Austritts- bzw. Auslaßöffnung (20) zugeordnete Ventilklappe (21) zur selektiven Betätigung der Überführungskammer zur Ermöglichung von Materialüberführung zwischen den Abteilen (14, 15, 45) aufweist sowie ein beweglich und dauerhaft mit der Ventilklappe (21) verbundenes Gestänge (22) zum Öffnen und Schließen der Ventilklappe (21), wobei das Gestänge (22) durch die Seitenwandung der Trommel (10) nach außen übersteht und als äußere Sichtanzeige für die Stellung der Ventilklappe (21) dient, und wobei jeweils jedes Abteil (14, 15, 45) darin angeordnete Mittel (26) zur Zurückhaltung einer wirksamen Materialmenge als Impfmaterial aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, des weiteren umfassend ein Verriegelungsorgan (25) zum wahlweisen Eingriff mit jeweils jedem Gestänge (21), um die Ventilklappe (21) in einer geschlossenen Stellung zu halten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (26) zur Zurückhaltung von Impfmaterial wenigstens einen sich von der Seitenwandung der Trommel (10) radial einwärts erstreckenden Ringflansch umfassen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch eine Höhe entsprechend 9 % bis 23 % des Durchmessers der Trommel (10) besitzt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (10) einen Durchmesser von etwa 3,35 m (11 Fuß) und der Flansch eine Höhe von 46 bis 76 cm (18 bis 30 Zoll) aufweist und der Flansch annähernd auf halbem Wege zwischen den das betreffende Abteil bildenden Trennwänden angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (26) zur Zurückhaltung des Impfmaterials mehrere sich von der Seitenwandung der Trommel (10) radial einwärts erstreckende Ringflansche aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Flansch annähernd auf halbem Wege zwischen den das betreffende Abteil bildenden Trennwänden und ein zweiter Flansch annähernd auf halbem Wege zwischen dem ersten Flansch und der stromaufwärts des ersten Flansches befindlichen Trennwand angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils jeder Flansch etwa 41 cm (16 Zoll) hoch ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils jede Überführungskammer (30, 31) auswärts der Seitenwandung der Trommel (10) befindliche Wandungen aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils jede Überführungskammer (30, 31) als gesonderter rechtwinkliger prismatischer Behälter ausgebildet ist, der im Gebrauch durch eine Öffnung in die Seitenwandung der Trommel (10) eingesetzt ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, des weiteren umfassend ein jeweils mit jedem Abteil (14, 15, 45) in Strömungsverbindung stehendes Ventil zum Ablassen einer wählbaren Luftmenge in jedem Abteil an die Atmosphäre.
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