DE69024062T2 - Veretherungsprozess. - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft die Herstellung von Ethern mit hoher Octanzahl durch Veretherung von Isoolefinen. Nach einer besonderen Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Integrationsverfahren, bei dem feuchtes Alkanol von der Hydratation linearer Olefine mit einem Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom zur Veretherungszone für Alkyl-tert.- alkylether entwässert wird und für die Erzeugung von tert.- Alkylether damit kombiniert wird.
- Alkohole und Ether mit geringerem Molekulargewicht, z.B. Isopropanol (IPA) und Diisopropylether (DIPE) sieden im Siedebereich von Benzin und sind dafür bekannt, daß sie hohe Mischoctanzahlen haben. Außerdem steht das Nebenprodukt Propylen, aus dem IPA und DIPE hergestellt werden können, gewöhnlich in der Treibstoffraffinerie zur Verfügung. Ein wichtiger Brennpunkt bei der Forschung in der Erdölindustrie betrifft Verfahren zur Herstellung von Benzinen mit hoher Octanzahl, die mit niederen aliphatischen Alkylethern als Mittel zur Verbesserung der Octanzahl und ergänzenden Treibstoffen gemischt sind. Es ist allgemein bekannt, daß asymmetrische C&sub5;-C&sub7;-Alkyl-tert.-alkylether und Diisopropylether (DIPE) als Mittel zur Verbesserung der Octanzahl für flüssige Treibstoffe, insbesondere Benzin, besonders vorteilhaft sind. MTBE, Ethyl-tert.-butylether (ETBE), Isopropyl-tert.-butylether (IPTBE) und TAME sind als Ether mit hoher Octanzahl bekannt. J.D. Chase et al., Oil and Gas Journal, 9. April 1979, beschreibt die Vorteile, die man mit diesen Materialien bei der Verbesserung der Octanzahl von Benzin erreichen kann. Die Mischoctanzahl von MTBE beträgt etwa 120, wenn 10 % einem Basistreibstoff (R+O = 91) zugesetzt werden. Bei einem Treibstoff mit geringer Motoroctanzahl (M+O = 83) beträgt die Mischzahl van MTBE bei einem Wert von 10 % etwa 103. Für einen Treibstoff mit einer Octanzahl (R+O) von 95 beträgt andererseits die Mischzahl von 10 % MTBE etwa 114. Der steigende Bedarf nach hochoctanigen Benzinen, die mit hochoctanigen Ethern als Mittel zur Verbesserung der Octanzahl und zusätzlichen Treibstoffen gemischt sind, hat einen deutlichen Bedarf nach diesen Ethern entstehen lassen, insbesondere nach MTBE und TAME. Verbesserungen von Verfahren, die mit der Herstellung dieser Ether in Zusammenhang stehen, sind von hoher Bedeutung und stellen eine wesentliche Herausforderung für die Forscher auf dem Gebiet der Erdölraffinerie dar.
- Die katalytische Hydratation von Olefinen zur Herstellung von Alkoholen und Ethern stellt eine allgemein eingeführte Technik dar und ist von signifikanter kommerzieller Bedeutung. Repräsentative Olefinhydratationsverfahren werden in US-A-2 262 913, 3 798 097, 3 198 752, 3 810 848 und 3 989 762 beschrieben.
- Die Herstellung von Ether aus sekundären Alkoholen, z.B. Isopropanol, und leichten Olefinen ist ebenfalls bekannt. US-A-4 182 914 beschreibt die Herstellung von DIPE aus IPA und Propylen in einer Reihe von Verfahren, die als Katalysator ein stark saures Kationenaustauschharz verwenden.
- Verfahren zur Herstellung und Gewinnung von MTBE und anderen Methyl-tert.-alkylethern aus Isoolefinen sind dem Fachmann zum Beispiel aus US-A-4 544 776 und 4 603 225 bekannt. Es sind verschiedene geeignete Extraktions- und Destillationsverfahren zur Gewinnung von Ether und Kohlenwasserstoffströmen aus dem Abfluß der Veretherung bekannt.
- Es ist allgemein bekannt, daß Isobutylen über einem sauren Katalysator mit Methanol umgesetzt werden kann, wodurch Methyl-tert.-butylether (MTBE) bereitgestellt werden, und daß Isoamylene über einem sauren Katalysator mit Methanol reagieren können, wodurch tert.-Amylmethylether (TAME) hergestellt wird.
- Die Reaktion von Methanol mit Isobutylen und Isoamylenen bei milden Bedingungen mit einem Harzkatalysator wird von R.W. Reynolds et al., The Oil and Gas Journal, 16. Juni 1975, und von S. Pecci und T. Floris, Hydrocarbon Processing, Dezember 1977, beschrieben. Ein bevorzugter Katalysator ist ein bifunktionelles Ionenaustauschharz, das die Reaktantenströme verethert und isomerisiert. Ein typischer saurer Katalysator ist das Sulfonsäureharz Amberlyst 15, ein Produkt von Rohm and Haas Corporation.
- Diese Reaktion stellt einen vorteilhaften Herstellungsweg für diese wertvollen Mittel zur Verbesserung der Octanzahl von Benzin dar und ist typisch für die Additionsreaktion eines niederen Alkanols an reaktivere tertiäre Alkene oder Isoolefine des Typs R&sub2;C=CH&sub2; bei milden Bedingungen, wodurch die entsprechenden tertiären Alkylether gebildet werden. Das Ausgangsmaterial für die Veretherungsreaktion kann einer Vielzahl von Raffinerieverfahrensströmen entnommen werden, z.B. von dem der Anlage für ungesättigtes Gas eines katalytischen Wirbelschichtcrackverfahrens, der gemischte leichte Olefine enthält, die vorzugsweise reich an Isobutylen sind. Leichte Olefine, z.B. Propylen und Butene, die von Isobutylen im Ausgangsmaterial verschieden sind, sind bei milden, von Säure katalysierten Veretherungsreaktionsbedingungen, die für die Herstellung niederer Alkyl-tert.- butylether angewendet werden, gegenüber Alkoholen im wesentlichen nicht reaktiv.
- Die Quelle für rohes Methanol für die MTBE-Reaktion enthält typischerweise eine signifikante Wassermenge. Damit die Veretherungsreaktion wirksam verläuft, ist es von Bedeutung, daß das Wasser im rohen Methanol verringert wird. Beim DIPE-Verfahren erzeugt die Reaktion von Wasser mit Propylen zu DIPE auch einen Nebenproduktstrom, der aus Isopropanol und Wasser besteht. Damit eine hohe Umwandlung erhalten bleibt, ist es im Stand der Technik notwendig, daß dieser Strom zur DIPE-Anlage rezirkuliert wird.
- Nach der vorliegenden Erfindung wird ein integriertes Verfahren zur Herstellung von Ethern mit hoher Octanzahl bereitgestellt, wie es in Anspruch 1 definiert ist. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen genannt.
- Der saure Katalysator für die Olefinhydratation und -veretherung und der saure Katalysator für die Veretherung von Isoolefin können der gleiche oder verschieden voneinander sein und werden aus sauren Zeolithen, sauren Harzen, mit Phosphorsäure modifiziertem Kieselgur und Siliciumdioxid- Aluminiumoxid ausgewählt. Als Zeolithe sind Zeolith ZSM-5 und Zeolith Beta bevorzugt, wohingegen sulfonierte Polystyrolharze bevorzugte saure Harze darstellen.
- Die Verfahrensbedingungen in der Zone für die Hydratation der linearen Olefine und/oder deren Veretherung umfassen eine Temperatur von 60 bis 450ºC, einen Druck von 6,9 bis 241 bar und ein Molverhältnis von Wasser/Olefin von 0,1 bis 30. In der Veretherungszone für Isoolefine ist Alkanol vorzugsweise im stöchiometrischen Überschuß vorhanden und kann Ethanol umfassen, und die Verfahrenstemperatur beträgt vorzugsweise 40 bis 100ºC, noch bevorzugter 60 bis 80ºC, der Verfahrensdruck beträgt vorzugsweise 1 bis 20 bar, noch bevorzugter 10 bis 15 bar.
- Ein integriertes Verfahren für die Herstellung von Alkyltert.-alkylethern mit dem entwässerten Alkanolnebenprodukt von der Hydratation linearer Olefine als Beschickungsstrom zur Veretherung der Isoolefine kann für die Herstellung von Methyl- oder Isopropyl-tert.-alkylether und Diisopropylether in einer Anlage, die mit der Herstellung von DIPE integriert ist, ein integriertes MTBE- und DIPE-Verfahren, das zusätzlich Isopropyl-tert.-butylether erzeugt; und ein integriertes Verfahren für die Herstellung von Ether mit hoher Octanzahl sorgen, die Methyl-tert.-alkylether, DIPE enthalten und Benzin mit hoher Octanzahl einschließen.
- Die Verfahren zur Herstellung von DIPE und zur Alkanolveretherung von C&sub4;&sbplus;-Isoolefinkohlenwasserstoffen zur Herstellung von etherreichem Benzin werden in einer Art und Weise kombiniert, die das Alkanolbeschickungsmaterial mit dem C&sub4;&sbplus;-Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom als Extraktionsmittel wirksam entwässert. Das kombinierte Verfahren führt zur Herstellung von Ethern, z.B. Methyl-tert.-butylether, Methyl-tert.-amylether und Isopropyl-tert.-butylether. Das Verfahren führt auch zur Herstellung eines Benzinstroms, der reich an Ethern mit hoher Octanzahl ist. Beim integrierten Verfahren wird das leichte, lineare Olefinhydratationsprodukt oder das Nebenprodukt, das C&sub2;-C&sub4;-Alkanol umfaßt, mit einem C&sub4;&sbplus;- oder C&sub4;-isoolefinreichen Ausgangsmaterial entwässert und in tertiäre Ether überführt. Typische Kohlenwasserstoffbeschickungsmaterialien für Isoolefinveretherungsreaktionen umfassen C&sub4;&sbplus;-olefinische Ströme, z.B. leichtes Naphta vom FCC und C&sub4;-Butene, die reich an Isobuten sind. Die aliphatischen Ströme werden in Erdölraffinerien durch das katalytische Cracken von Gasöl oder dergleichen hergestellt. Ein feuchter Methanolbeschickungsstrom, der etwa 4 bis 20 Gew.-% Wasser enthält, kann im integrierten Entwässerungsschritt enthalten sein, wodurch MTBE und TAME hergestellt werden.
- Die einzige Figur ist eine schematische Darstellung einer bevorzugten Art der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
- Die Figur zeigt die Veretherungsanlage 110 für die Umwandlung von C&sub1;-C&sub4;-Alkanol in niedere Alkyl-tert.-alkylether; und die Anlage 120 für die Olefinhydratation und/oder -veretherung zur Veretherung und/oder Hydratation von C&sub3;-Kohlenwasserstoffen, die Propylen enthalten, wodurch Diisopropylether mit hoher Octanzahl und Isopropanol als Nebenprodukt erzeugt wird. Die Anlagen 110 und 120 sind durch den Separator 130 zu einem kombinierten Verfahren integriert.
- Nach der dargestellten Ausführungsform wird ein C&sub4;&sbplus;-Kohlenwasserstoffausgangsmaterial, das reich an Isoolefinen und insbesondere Isobutylen und Isoamylen ist, als Ausgangsmaterial verwendet und durch die Leitung 105 für das eventuelle Mischen mit dem C&sub2;-C&sub4;-Alkanolbeschickungsstrom eingeleitet. Statt des C&sub4;&sbplus;-Beschickungsstroms kann auch ein C&sub4;-Beschickungsstrom verwendet werden, der Isobutylen enthält. Feuchtes Methanol kann durch die Leitung 115 mit dem C&sub2;-C&sub4;-Alkanolbeschickungsstrom gemischt werden. Die Mischung aus C&sub4;&sbplus;-Kohlenwasserstoffbeschickungsmaterial und Alkanol wird zum Separator 130 geleitet, worin sie mit dem Nebenproduktstrom 125 in Kontakt kommt, der wäßriges Isopropanol umfaßt. Im Separator werden Isopropanol und Methanol in den Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom extrahiert, und es wird ein wäßriger Raffinatstrom 135 abgetrennt, der etwas Methanol und Isopropanol enthält. Der größte Teil von Methanol und Isopropanol wird von der Separator/Extraktor- Anlage 130 als organischer Strom 145 abgetrennt. Bei diesem Verfahren werden der Methanolbeschickungsstrom als auch der wäßrige Isopropanol-DIPE-Nebenproduktstrom wirksam entwässert. Der organische Strom 145 wird zur Isoolefinanlage 110 geleitet, worin die Veretherung im Kontakt mit einem sauren Katalysator vorgenommen wird. Der Abflußstrom der Isoolefinveretherung wird typischerweise durch Fraktionieren und/oder Extraktion getrennt, wodurch ein etherreicher Benzinstrom 155 und ein unreagierter C&sub4;-Strom 165 erzeugt werden. Wenn das Alkanol Methanol umfaßt, enthält das etherreiche Benzin MTBE, TAME, Isopropyl-tert.-butylether, Isopropyl-tert.-amylether. Wenn der Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom C&sub4; ist, umfaßt der Kohlenwasserstoffabflußstrom 155 MTBE und Isopropyl-tert.-butylether.
- Vom Separator 130 wird das wäßrige Raffinat 135 mit Wasser 175 gemischt und zusammen mit dem C&sub3;-Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom 185 in die DIPE-Veretherungszone eingeleitet. Die Hydratation und Veretherung der C&sub3;-Kohlenwasserstoffe erfolgt im Kontakt mit einem sauren Katalysator. Das Produkt der Hydratation und Veretherung ist nach der Abtrennung ein Diisopropyletherstrom 190 und ein unreagierter C&sub3;-Kohlenwasserstoffstrom 195. Bis zu dem Ausmaß, in dem ein geringfügiger Anteil von Alkanol, z.B. Methanol, im Raffinat vom Separator 130 enthalten ist, kann auch ein geringfügiger Anteil Methylisopropylether in der DIPE-Veretherungsanlage erzeugt werden. Die Trennung erzeugt auch als Nebenprodukt einen wäßrigen Isopropanolstrom 125, der auf herkömmliche Weise zur DIPE-Anlage rezirkuliert werden kann; bei der dargestellten Ausführungsform wird er jedoch in das Veretherungsverfahren für Isoolefine integriert. Die Trennung des Abflusses von der DIPE-Anlage 120 kann durch eine Anzahl von dem Fachmann bekannten Maßnahmen erreicht werden.
- Geeigneterweise können bestimmte Änderungen der dargestellten Ausführungsform gewählt werden. Insbesondere kann der Methanolbeschickungsstrom 115 eliminiert werden, und das entwässerte Alkanol vom Hydratations- und/oder Veretherungsschritt 190 kann nach der Extraktion mit dem Beschickungsstrom 105 für die Isoolefinveretherung als einzige Alkanolbeschickung zur Veretherungszone 110 verwendet werden. Die Durchführung dieser Änderung der beschriebenen Ausführungsform erzeugt Isopropyl-tert.-butylether und, falls der Beschickungsstrom C&sub4;&sbplus;-Isoolefine ist, Isopropyl- tert.-amylether. Gegebenenfalls kann trockenes Methanol direkt zur Veretherungszone 110 geleitet werden. Die Hydratations- und/oder Veretherungszone 120 kann auch die Hydratation und/oder Veretherung anderer linearer Olefine, z.B. Buten, vornehmen. Die Bedingungen können so eingestellt werden, daß der Hydratationsschritt der linearen Olefine gesteuert wird, so daß vorwiegend Alkanol als Produkt erzeugt wird, das der Entwässerung im Separator 130 unterzogen werden soll.
- In der vorliegenden Erfindung betrifft niederes Alkyl C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, das von der Veretherung mit niederem Alkanol stammt, z. B. mit Methanol, Ethanol, 1-Propanol, Isopropanol, 2-Butanol und 1-Butanol. Tertiäres Alkyl betrifft tertiäre C&sub4;-C&sub5;-Alkylgruppen, die von der Veretherung von Isoolefinen, z.B. Isobuten und Isoamylen, stammen. Leichte, lineare Olefine umfassen Ethen, Propen, Buten-1 und Buten-2.
- Der verwendete Veretherungskatalysator ist vorzugsweise ein Ionenaustauschharz in der Wasserstofform. Es kann jedoch jeder geeignete saure Katalysator verwendet werden. Mit sauren festen Katalysatoren, z.B. Sulfonsäureharze, mit Phosphorsäure modifiziertes Kieselgur, Siliciumdioxid- Aluminiumoxid und saure Zeolithe, z.B. Zeolith Beta und ZSM-5, wird ein unterschiedlicher Erfolg erreicht.
- Niederes Alkanol, einschließlich gegebenenfalls Ethanol, kann im stöchiometrischen Überschuß in der Isoolefinveretherungszone vorhanden sein. Methanol kann selbst in einem Überschuß von bis zu 100 Mol.-% vorhanden sein. Bei der Abwesenheit eines Methanolbeschickungsstroms ist der einzige Alkanolreaktant für die Isoolefinveretherungszone bei der bevorzugten Ausführungsform Isopropanol, und die Reaktionsprodukte sind tertiäre Alkylether von Isopropanol, und zwar Isopropyl-tert.-butylether und Isopropyl-tert.- amylether.
- Die Verfahrensbedingungen des Hydratations- und Veretherungsverfahrens für Olefine umfassen eine Temperatur von etwa 60 bis 450ºC, vorzugsweise etwa 90 bis etwa 220ºC und besonders bevorzugt etwa 120 bis etwa 200ºC, einen Druck von etwa 100 bis etwa 3500 psi (6,9 bis 241 bar), vorzugsweise etwa 500 bis etwa 2000 psi (34,5 bis 138 bar), ein Molverhältnis von Wasser zu Olefin von etwa 0,1 bis etwa 30, vorzugsweise etwa 0,2 bis etwa 15 und besonders bevorzugt etwa 0,3 bis etwa 3.
- Das Hydratations- und Veretherungsverfahren für Olefine kann bei Bedingungen der dichten Phase, der flüssigen Phase, der Dampfphase oder einer gemischten Dampf-Flüssigkeits-Phase diskontinuierlich oder kontinuierlich erfolgen, wobei ein gerührter Reaktorbehälter oder ein Festbettreaktor mit Strömung verwendet wird, z.B. ein Rieselbett, eine Aufwärtsströmung der Flüssigkeit, eine Abwärtsströmung der Flüssigkeit, Gegenstrom, Gleichstrom usw. Reaktionszeiten von etwa 20 Minuten bis etwa 20 Stunden, wenn diskontinuierlich gearbeitet wird, und eine WHSV der Olefine von etwa 0,1 bis etwa 20, vorzugsweise etwa 0,1 bis 2 sind geeignet, wenn kontinuierlich gearbeitet wird. Ein Teil des unreagierten Olefins kann gewonnen und zum Reaktor rezirkuliert werden. Bei DIPE kann die DIPE-Selektivität von Isopropanol pro Durchlauf bei dieser Erfindung 10 bis 99 %, vorzugsweise etwa 50 % betragen.
- Die Katalysatoren, die bei den Verfahren der Olefinhydratation und -veretherung und der Isoolefinveretherung verwendet werden, können jeder saure Katalysator sein, obwohl ein formselektiver saurer Zeolith vorteilhaft eingesetzt wird. Im allgemeinen umfassen die vorteilhaften Katalysatoren zwei Kategorien von Zeolithen, und zwar die mit mittlerer Porengröße, z.B. ZSM-5, die einen Zwangsindex von mehr als etwa 2 aufweisen; und die mit größeren Poren, z.B. Zeolith Y, Beta und ZSM-12, die einen Zwangsindex von nicht mehr als etwa 2 besitzen. Bevorzugte Katalysatoren umfassen Zeolith Beta, Zeolith Y, ZSM-12, ZSM-5 und ZSM-35. Beide Varianten der Zeolithe besitzen ein Siliciumdioxid/Aluminiumoxid-Verhältnis des Gitters von mehr als etwa 7. Außerdem sind saure Harzkatalysatoren vorteilhaft, z.B. Amberlyst 15 (Rohm & Haas) und andere sulfonierte vinylaromatische Harze. Das Verfahren, nach dem der Zwangsindex bestimmt wird, ist in US-A-4 016 218 ausführlich beschrieben.
- Die Werte des Zwangsindex (CI) für einige Zeolithe, die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden können, sind in der folgenden Tabelle zusammen mit der Temperatur beschrieben, bei der die Prüfung erfolgte: Zeolith Zwangsindex (Temperatur der Prüfung, ºC) ZSMTMA-Offretit TEA-Mordenit Klinoptilolit Mordenit REY Amorphes Siliciumdioxid- Aluminiumoxid Dealuminisierter Y Zeolith Beta
- ZSM-11, ZSM-23, ZSM-35 und ZSM-38 werden durch die Röntgenwerte definiert, die in US-A-3 702 886, 3 709 979, 4 076 842, 4 016 245 bzw. 4 046 859 beschrieben sind. Obwohl ZSM-38 einen Zwangsindex von 2,0 besitzt, wird er oft der Klasse der Zeolithe mit mittlerer Porengröße zugeordnet, und wird somit für die Zwecke dieser Erfindung als solcher angesehen.
- Die großporigen Zeolithe, die beim erfindungsgemäßen Verfahren als Katalysatoren vorteilhaft sind, d.h. jene Zeolithe mit einem Zwangsindex von nicht mehr als etwa 2, sind auf diesem Fachgebiet allgemein bekannt. Repräsentative Beispiele dieser Zeolithe sind Zeolith Beta, Zeolith X, Zeolith L, Zeolith Y, ultrastabiler Zeolith Y (USY), dealuminisierter Y (Deal Y), mit Seltenen Erden ausgetauschter Zeolith Y (REY), mit Seltenen Erden ausgetauschter, dealuminisierter Y (RE Deal Y), Mordenit, ZSM-3, ZSM-4, ZSM-12, ZSM-20 und ZSM-50 und Mischungen aller oben genannten. Obwohl Zeolith Beta einen Zwangsindex von etwa 2 oder weniger hat, sollte darauf hingewiesen werden, daß sich dieser Zeolith nicht genau wie die anderen großporigen Zeolithe verhält. Zeolith Beta erfüllt jedoch die Anforderungen an einen Katalysator für die vorliegenden Erfindung.
- X, L und Y werden durch die Röntgenwerte definiert, die in US-A-3 308 069, 2 882 244, 3 216 789 bzw. 3 130 007 aufgeführt sind. Ultrastabiler Zeolith Y mit geringem Natriumgehalt (USY) wird in US-A-3 293 192, 3 354 077, 3 375 065, 3 402 996, 3 449 070 und 3 595 611 beschrieben. Der dealuminisierte Zeolith Y (Deal Y) kann nach einem Verfahren hergestellt werden, das in US-A-3 442 795 beschrieben ist.
- Die Zeolithe ZSM-3, ZSM-4, ZSM-12, ZSM-20 und ZSM-50 werden durch die Röntgenbeugungswerte definiert, die in US-A- 3 415 736, 3 923 639, 3 832 449, 3 972 983 bzw. 4 640 829 aufgeführt sind.
Claims (7)
1. Integriertes Verfahren zur Herstellung von Ether mit
hoher Octanzahl, welches umfaßt:
Extraktion eines Methanolbeschickungsstromes (115),
der Wasser enthält, und eines Abflußstromes in Form
eines wässrigen Isopropanol-Nebenproduktes (125) von
der Diisopropylether-Produktionszone (120) mit einem
Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom (105) zur
Produktionszone (110) für Methyl-tert-alkylether,
wobei der Beschickungsstrom Isobutylen und/oder
Isoamylen enthält;
Trennung des wässrigen Raffinatstroms (135) nach der
Extraktion, der einen geringfügigen Anteil von
Isopropanol als auch Methanol enthält, und eines
organischen Extraktstromes (145), der den
Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom umfaßt, der den
Hauptteil von entwässertem Methanol als auch
entwässertem Isopropanol enthält;
Leiten des organisches Stromes zur Produktionszone
(110) für tert.-Alkylether in Kontakt mit einem
sauren Katalysator für die Isoolefinveretherung bei
Veretherungsbedingungen, wodurch ein Abflußstrom
(155) der Veretherung erzeugt wird, der tert.-
Alkylether von Methanol und Isopropanol,
Methylisopropylether und unreagierte
Kohlenwasserstoffe (165) umfaßt;
Leiten des wässrigen Raffinatstromes (135), eines
Frischwasserbeschickungsstromes (175) und eines C&sub3;-
Kohlenwasserstoffbeschickungsstromes (185), der
Propen enthält, zur Produktionszone für
Diisopropylether (120) in Kontakt mit einem sauren
Katalysator für die Olefinhydratation und die
-veretherung bei Olefinhydratations- und
-veretherungsbedingungen, wodurch Abflußströme aus der
Produktionszone für Diisopropylether erzeugt werden,
die einen Diisopropyletherstrom,
Methylisopropylether, den Nebenproduktstrom in Form von
wässrigem Isopropanol und einen Strom unreagierter
C&sub3;-Kohlenwasserstoffe umfassen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die tert.-Alkylether
von Methanol und Isopropanol Methyl-tert.-butylether,
Isopropyl-tert.-butylether, Methyl-tert.-amylether
und Isopropyl-tert.-amylether umfassen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der
Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom
C&sub4;&sbplus;-Kohlenwasserstoffe umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, das außer dem die Trennung
des Abflußstromes der Produktionszone für tert.-
Alkylether umfaßt, wodurch ein Strom, der
etherreiches Benzin mit hoher Octanzahl umfaßt, und
ein Strom hergestellt werden, der unreagierte C&sub4;-
Kohlenwasserstoffe umfaßt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der
Kohlenwasserstoffbeschickungsstrom zur
Produktionszone von Methyl-tert.-alkylether C&sub4;-
Kohlenwasserstoffe umfaßt, die reich an Isobuten
sind, und die Ether Methyl-tert.-butylether und
Isopropyl-tert.-butylether umfassen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der saure
Katalysator für die Olefinhydratation und -veretherung
und der saure Katalysator für die
Isoolefinveretherung aus der Gruppe entnommen sind,
die im wesentlichen aus sauren Zeolithen und sauren
Harzen besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der saure
Katalysator für die Olefinhydratation und -veretherung
und der saure Katalysator für die
Isoolefinveretherung aus der Gruppe entnommen sind,
die im wesentlichen aus ZSM-5, Zeolith Beta und
sulfonierten Polystyrolharzen besteht.
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