DE69026257T2 - Zellulares funksystem - Google Patents

Zellulares funksystem

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Zellenfunksystem und insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf ein Zellensystem, das einen Zeitvielfachzugriff (TDMA) verwendet.
  • In einem Zellenfunksystem werden Mobilstationen durch eine Anzahl fester Stationen, die als Basisstandorte oder -stationen bekannt sind, bedient. Jede Basisstation bedient einen begrenzten Bereich oder eine Zelle, wobei sie einen ausgewählten Bereich von Funkfrequenzen verwendet. Dadurch können nicht benachbarte Basisstationen ebenfalls diese Funkfrequenzen verwenden, so daß das Funkspektrum effizient genutzt wird. Es ist üblich, jede Zelle in Sektoren zu unterteilen, wobei jeder Sektor in einer Zelle durch einen oder mehrere Funkkanäle mit einer von den übrigen Sektoren in der Zelle verschiedenen Frequenz oder Frequenzgruppe bedient wird. In dem Zeitvielfachzugriff-Funksystem (TDMA-Funksystem) ist die Zuweisung der Funkkanäle kompliziert, weil eine Anzahl von Kanälen einen gemeinsamen Träger, d. h. die gleiche Funkfrequenz besitzen. Beispielsweise könnten neun Träger jeweils acht Funkkanäle besitzen, wobei dann, wenn diese einer typischen Zelle mit sechs Sektoren zugewiesen sind, einige Sektoren zwei Träger mit 16 Kanälen besitzen, während andere einen einzigen Träger mit acht Kanälen besitzen. Dies würde eine ungleichmäßige Verteilung der Funkversorgung in der Zelle zur Folge haben. Dies ist selbstverständlich unerwünscht.
  • Es ist bekannt (siehe International Switching Symposium, März 1987: Phoenix US, 5. 759-765: Robert u. a.), ein Zellenfunksystem bereitzustellen, mit: mehreren Basisstationen, wobei jeder Basisstation eine oder mehrere Funkfrequenzen zugewiesen sind, so daß benachbarte Zellen Basisstationen mit anderen zugewiesenen Frequenzen besitzen, wobei wenigstens eine Zelle in wenigstens zwei Sektoren unterteilt ist, wobei die Basisstation dieser Zelle eine Einrichtung besitzt, die durch die Zuweisung von Zeitschlitzen an jeden Sektor eine andere Funkversorgung bereitstellt. Dies ermöglicht eine gleichmäßigere Verteilung, es schafft jedoch keine Vorkehrungen für Anderungen bei der Verteilung der Anforderungen, was im Gesamtnetz eine Überkapazität zur Folge hat.
  • Die vorliegende Erfindung strebt danach, ein Zellenfunksystem zu schaffen, das für eine TDMA-Kommunikation oder eine TDMA-ähnliche Kommunikation geeignet ist und eine effizientere Funkversorgung zwischen den Sektoren einer Zelle aufweist.
  • Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Zellenfunksystem geschaffen, mit: mehreren Basisstationen, wobei jeder Basisstation eine oder mehrere Funkfrequenzen zugewiesen sind, so daß benachbarte Zellen Basisstationen mit anderen zugewiesenen Frequenzen besitzen; wobei wenigstens eine Zelle in wenigstens zwei Sektoren unterteilt ist, wobei die Basisstation dieser Zelle eine Einrichtung besitzt, die durch die Zuweisung von Zeitschlitzen jedes Bursts der Funkverbindung auf einer oder mehreren der der Basisstation dieser Zelle zugewiesenen Funkfrequenzen an jeden Sektor jeder Zelle eine andere Funkversorgung bereitstellt, und dadurch gekennzeichnet, daß die Basisstation einer in Sektoren unterteilten Zelle eine Einrichtung besitzt, um die Zeitschlitze zwischen unterschiedlichen Sektoren gemeinsam zu nutzen, so daß die Zeitschlitze auf Anforderung den Sektoren zugewiesen werden können.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung enthält ein Zellenfunksystem: mehrere Basisstationen, wovon jede einer Zelle dient, die in mehrere Sektoren unterteilt ist; wobei jede Basisstation einen Sender-Empfänger für eine Zeitvielfachzugriff- (TDMA) -Verbindung mit mehreren Zeitschlitzen in jedem Burst der Verbindung auf einer oder mehreren der Basisstationen zugewiesenen Funkfrequenzen besitzt, wobei eine Basisstation eine Einrichtung aufweist, die mehreren Sektoren ihrer Zelle dient, wobei jeder Sektor eine andere Zuweisung von Zeitschlitzen verwendet, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisstation eine Einrichtung aufweist, die den Sender-Empfänger wahlweise freigibt, damit er innerhalb jedes Bursts der TDMA-Verbindung Sektoren Zeitschlitze zuweist, so daß die Basisstation die Zeitschlitze Sektoren dynamisch zuweisen kann.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben einer Basisstation einer Zelle eines Zellenfunksystems geschaffen, mit: Zuweisen von Bursts der Funkverbindung, wovon jeder mehrere Zeitschlitze enthält, an wenigstens zwei Unterteilungen der Zelle auf einer oder mehreren der Basisstation zugewiesenen Funkfrequenzen, und gekennzeichnet durch die dynamische Zuweisung der Zeitschlitze jedes Bursts der Funkverbindung an die Unterteilungen der Zelle, so daß die Zeitschlitze innerhalb eines Bursts aufgrund einer Anforderung von den Zellen-Unterteilungen gemeinsam genutzt werden.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben einer Basisstation einer Zelle eines Zellenfunksystems geschaffen, mit einer oder mehreren ihr zugewiesenen Frequenzen, so daß benachbarte Zellen Basisstationen mit anderen zugewiesenen Frequenzen besitzen, wobei die Zelle in wenigstens zwei Sektoren unterteilt ist, wobei für jeden Sektor der Zelle durch die Zuweisung von Zeitschlitzen an jeden Sektor eine andere Funkversor gung bereitgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Zeitschlitze eines Bursts der Funkverbindung auf einer oder mehreren der Funkfrequenzen, die der Basisstation einer in Sektoren unterteilten Zelle zugewiesen sind, von verschiedenen Sektoren der Zelle gemeinsam genutzt werden, so daß die Zeitschlitze den Sektoren auf Anforderung zugewiesen werden können.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird beispielhaft und mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • Fig. 1 ein Zellenplan für eine 3-Standort-Wiederholung mit 60º-Sektoren ist,
  • Fig. 2 ein Plan ist, der einen 9-Zellen-Entwurffür eine 3-Standort-Wiederholung zeigt,
  • Fig. 3a und 3b Zellenpläne sind,
  • Fig. 4 ein TDMA-Sender einer Ausführungsform der Erfindung ist,
  • Fig. 5 ein TDMA-Empfänger einer Ausführungsform der Erfindung ist.
  • Die Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform ist in eine Beschreibung eines Zellenplans für ein Zellenfunksystem und in Einzelheiten einer Verwirklichung eines Basisstandort-Sender/Empfängers unterteilt. Die Beschreibung verwendet wenn möglich eine Terminologie, die mit der Groupe-Speciale-Mobile- (GSM) -Norm für digitalen Zellenfunk konsistent ist.
  • Der Plan ist für eine 3-Standort-120º-Zellenanordnung mit 60º-Sektoren gezeigt. Der hier beschriebene Zellen-Mehrfachverwendungsplan verwendet die dynamische Zuweisung von Kanälen in einem TDMA-System über zwei benachbarte Sektoren, die eine zusammengesetzte Zellenversorgung definieren. Der Lösungsweg kann auf Zellen mit beispielsweise vier oder mehr Standorten usw. sowie auf andere Zellen- und Sektorversorgungsmuster verallgemeinert werden. Der Ausdruck Zelle bedeutet hier eine Zusammensetzung aus zwei oder mehr Sektoren. Die Standorte sind auf einem regelmäßigen Gitter angeordnet, wobei jede Zelle durch Bestrahlen der Sektoren mit 60º-Sektorantennen verwirklicht ist. Die zwei benachbarten Sektoren sind gepaart, so daß die Sektoren 1 und 2, die Sektoren 3 und 4 und die Sektoren 5 und 6 Zellen 1, 2 bzw. 3 bilden. Diese Anordnung ist in Fig. 1 in einem 3-Zellen-Wiederholungsmuster mit insgesamt neun Zellen dargestellt. Die zwei 60º-Sektoren in jeder Zelle sind vollständig synchronisiert, was möglich ist, weil die Anlagen am gleichen Ort aufgestellt sind. Die Schaffung der Synchronisation der benachbarten Sektoren ermöglicht das dynamische Umschalten von Zeitschlitzen zwischen den Sektoren.
  • Die verfügbaren Träger (abhängig vom Trägerabstand, der im TDMA-Schema zulässig ist) sind in neun Trägergruppen unterteilt, eine Gruppe pro Zelle. Die Gruppen können in 18 Untergruppen unterteilt sein, wovon jeder einem 60º- Sektor zugeordnet ist. In jeder Zelle ist ein Träger als Steuerkanalträger (BCCH in der GSM-Terminologie) bezeichnet, der jedoch in einem typischen TDMA-System nur die Bereitstellung eines Zeitschlitzes erfordert. In diesem Fall sind neun BCCH-Träger erforderlich, wovon jeder nach Konvention auf den Zeitschlitz 0 (TS0) beschränkt ist. Die Versorgung des BCCH erstreckt sich über die Zelle, d. h. über zwei benachbarte 60º-Sektoren.
  • Die Zeitschlitze auf den Trägern einschließlich derer, die auf dem BCCH-Träger verbleiben, werden nach Anforderung jedem Sektor oder gleichzeitig zwei Sektoren zugewiesen. In einigen Anwendungen kann eine teilweise feste Zuordnung pro Sektor bevorzugt werden, wobei die verbleibenden Kanäle (Zeitschlitze) nach Anforderung einem oder beiden Sektoren zugewiesen werden. Um die Zellengerichtet-heit und folglich das C/I beizubehalten, können die Träger in bevorzugte einzelne Sektoren gruppiert sein, falls die Anforderung dies zuläßt. Bei Fehlen dieser Beschränkung kann der Plan noch immer mit einer Leistung betrieben werden, die sich im schlechtesten Fall an den 9-Zellen-120º-Sektorplan annähert. Der hier beschriebene Plan wird jedoch stets besser arbeiten, da die Störer in Trägereinsätzen außerhalb eines besonderen Sektors und die gewünschten Signale nicht notwendig harmonisiert sind. Daher ist der erwartete C/I-Schutz besser als im herkömmlichen 9-Zellen-120º-Zellenplan. Typischerweise liegt die C/I-Verbesserung für gleichmäßige Verkehrslast zwischen 2 und 3 dB und hängt von Ausbreitungsmodell- Annahmen ab.
  • Die Trägerzuweisungen (die eine dynamische Zeitschlitz- Zuweisung zwischen Sektoren zuläßt) für einen 3-Standort-120º-Plan erfordert mindestens 9 TDNA-Träger. Vielfache von 9 Trägern würden sämtliche Zellen an sämtlichen Standorten gleichmäßig bevölkern. In praktischen Fällen könnte das verfügbare Spektrum einen solchen gleichmäßigen Kapazitätseinsatz nicht zulassen. Eine Zwischenanzahl von Trägern (N) könnte verfügbar sein, wobei allmählich mehr freigegeben werden, wenn Spektrumsblöcke neu zugewiesen werden. Im herkömmlichen Plan wird dies aufgrund einer ungleichmäßigen Bündelungseffizienz übertrieben. Bei der dynamischen Zuweisung von Zeitschlitzen ist diese Kapazität gleichmäßiger verteilt, jedoch nicht in allen Zellen und Standorten exakt gleichmäßig. In der Praxis läßt die angebotene Kapazität erwarten, daß sie auf Verkehrsanforderungen eine Antwort darstellt, so daß dieser Plan entsprechend antwortet. Das Kapazitätsungleichgewicht verschwindet, wenn die Anzahl der verfügbaren Träger zunimmt. Zur Veranschaulichung der Zuweisung wird ein System betrachtet, das sich von N = 12 Trägern auf N = 62 Träger entwickelt. Die Zellen sind wie in Fig. 2 gezeigt angeordnet und bezeichnet. Die Frequenzzuweisungen sind in Tabelle 1 aufgelistet. Tabelle 1 Standort Zelle Sektor * bezeichnet BCCH-Träger
  • Ein besonderer Punkt, den es zu erwähnen gilt, ist die Zuweisung, wenn N nicht genau ein Vielfaches von y ist. In diesem Fall werden die Frequenzen in einer speziellen Weise zugewiesen, um ausgewählte 120º-Zellen zu bestrahlen, wobei die Möglichkeit besteht, daß diese Versorgung sich über jede dieser Zellen erstreckt, so daß frühe Einschaltungen in die Zelle, die mit einem anderen Träger versehen sind, auftreten können. Ahnlich sind späte Ausschaltungen aus dieser Zelle vorhanden. Dies ergibt eine gleichmäßige Handhabung der Spitzenlast in verhältnismäßig gering beanspruchten Zellen, indem eine Zelle verwendet wird, deren Versorgung für diesen besonderen Träger erweitert ist. Um dies zu erzielen, sind die Zellen in den Gruppen (2, 6, 7), (1, 5, 9) und (3, 4, 8) gruppiert. Somit kann sich beispielsweise eine der Zelle Nr. 2 zugewiesene Frequenz auf die Zellen 6 und 7 erstrecken. Dies ist diagrammartig in Fig. 3 gezeigt, wo die mit zusätzlichen Trägern versehenen Zellen schraffiert sind. Es sollte darauf hingewiesen werden, daß diese Anordnung die Gerichtetheit der Ko-Kanäle beibehält, um die C/I-Leistung zu schützen.
  • Die Bezeichnung des BCCH/CCCH-Trägers (in Tabelle 1 durch Sternchen gezeigt) erfolgt in jeder 120º-Zelle über die einzelnen 60º-Sektoren. Im üblichen Fall des BS-Identitätscodes (BSIC) und des BCCH-Parameters stimmen die Daten in beiden 60º-Sektoren überein. Es ist möglich, die verschiedenen BSIC- und BCCH-Parameter in jedem 60º- Sektor mit gleichen oder verschiedenen Trägerfrequenzen vorzusehen, letztere z. B. im N = 36-Fall. Die Basisstation unterscheidet die Antwort des Mobilgeräts auf die Aufwärtsstrecke in den Signalen in den beiden benachbarten Sektoren in jeder Zelle.
  • Der beschriebene Plan nutzt die Gerichtetheit der Sektorantennen, um eine bessere Ko-Kanalinterferenz zu erhalten, sowie die dynamische Zuweisung der Kanäle über die benachbarten Sektoren, um eine Bündelungseffizienz zu erzielen, die höher als diejenige ist, die über jedem Sektor erzielbar ist. Der Plan ist für Verkehrsanforderungen flexibel und einfach zu verwirklichen. Frequenzzuweisungen berücksichtigen die Steuerkanal-Anforderungen sowie den für einen praktischen Plan erforderlichen Entwicklungsweg, der sich auf die Freigabe des Spektrums ergibt, vollständig. Der Plan wird auf sämtliche Wiederholungsmuster auf einem regelmäßigen Gitter verallgemeinert und kann auf synchronisierte oder nicht synchronisierte BS-Netze mit oder ohne Frequenzsprung-Vermögen angewendet werden. Er erfordert jedoch die Synchronisation sämtlicher Zellen, die denselben Standort gemeinsam nutzen, d. h. der am gleichen Ort befindlichen Zellen.
  • Vorteilhafte Merkmale des Plans sind:
  • i) Der erzielbare Schutz für das Träger-Interferenz(C/I)-Verhältnis ist besser als bei einem Zellenplan, der auf herkömmlichen Zellen basiert, deren Versorgung mit derjenigen zweier benachbarter Sektoren äquivalent ist.
  • ii) Die Bündelungseffizienz ist höher als bei einem Plan, der auf Sektoren basiert, und dynamisch äquivalent mit der herkömmlichen Zelle, deren Versorgung über zwei benachbarten Sektoren definiert ist.
  • iii) Der Plan ist flexibel und erfordert wenig oder keine Anderung, um eine erhöhte Spektrumsverfügbarkeit zu berücksichtigen.
  • iv) Er ist verkehrsanforderungsorientiert und lenkt die Kapazität dorthin, wo sie am meisten benötigt wird. Eine bessere Bündelungseffizienz ist auf gering genutzten Sektoren mit einer attraktiven Spitzenlast-Handhabungseigenschaft möglich.
  • v) Der Mehrfachverwendungsplan kann hardwaremäßig einfach verwirklicht werden, insbesondere dann, wenn eine Basisband-Umschaltung der Sektoren verwirklicht ist.
  • vi) Die Mehrfachverwendung für die Steuerkanäle, z. B. den Rundfunksteuerkanal (BCCH) oder dessen Äquivalent wird in einer regelmäßigen Wiederholung gehandhabt, die mit dem Wiederholungsmuster für Verkehrskanäle konsistent ist. Daher sind Steuerkanal- und Verkehrskanal- Bezeichnungen austauschbar, mit Ausnahme der gleichzeitigen Bereitstellung des BCCH über zwei benachbarten Sektoren. Die Basisband-Antennenwahl ermöglicht die einfache Ausführung in den Betriebsmittelzuweisungsprozeduren.
  • vii) Das Frequenzsprungverfahren und die Basisstation(BS)-Antennendiversity werden einfach integriert.
  • viii) Der Plan ist mit Zellenplänen, die auf dem Sektoreinsatzgitter basieren, vollständig kompatibel, z. B. paßt sich der Plan in natürlicher Weise an 60º-Sektorpläne an, die in bestimmten analogen Zellensystemen verwendet werden.
  • In einem Netz mit synchronisierten Basisstationen kann die Frequenzzuweisung der Träger flexibler sein. Die dynamische Zuweisung teilweise belasteter Träger (leere Zeitschlitze) können durch das mobile Schaltzentrum (MSC) oder das Operations- und Wartungszentrum (OMC) verwaltet werden. In diesem Fall können die spärlich genutzten Kanäle in der Zelle 2 in einer zeitorthogonalen Basis den Zellen 6 und 7 zugewiesen werden. Aufgrund der synchronisierten Natur der Interferenz beeinflußt dies den teilweise der Zelle 2 zugewiesenen Träger nicht. Es beeinflußt jedoch das C/I mit den entsprechenden Ko-Kanalgrup pen.
  • Nun folgt eine Beschreibung einer Verwirklichung eines Transceivers (Sender-Empfängers) für einen Basisstandort, der eine Zelle mit zwei Sektoren bedient.
  • Eine besondere Ausführungsform des Senders ist in Fig. 4 gezeigt. Hier wird eine Basisbandumschaltung verwendet, die zu derjenigen analog ist, die beim langsamen Frequenzsprungverfahren im digitalen GSM-Zellensystem erforderlich ist.
  • Ein Verkehrskanal (Sprache und Daten) wird, falls notwendig, durch einen Sprachcodierer 1 quellencodiert. Durch einen Kanalcodierer 2 wird, falls erforderlich, eine Kanalcodierung geschaffen, die vom Kanaltyp, der Sprache, den Daten und der Zeichengabesteuerung, abhängt. Die Raten, mit denen die Quellencodierung erfolgt, unterscheidet sich von der Kanalcodierungsrate. Die Kanalcodierungsrate ist an die Zeitschlitz-(Burst)-Rate angepaßt, die durch die Anzahl der auf einen Träger multiplexierten Kanäle gefordert ist, wobei ein Zeitschlitz- Zusammensetzer 3 die codierten Daten zu einer Zeitschlitz-Struktur einschließlich Schutz-, Ende- und Ausgleichs-Trainingsbits, falls erforderlich, organisiert. Die TDMA- Zeitschlitze werden dann durch einen Rahmen- Multiplexierer 4 unter einer Synchronisationssteuerung multiplexiert, um einen Rahmen entsprechend dem Kanaltyp oder dessen submultiplexierter Form, z. B. die submultiplexierte Form von BCCH/CCCH im Zeitschlitz Nr. 0 auf dem BCCH-Träger, zu bilden. Die Antennenauswahl 8 gibt den Senderwählschalter 9 auf der Grundlage einer Zuweisungsentscheidung frei, um Zeitschlitze für den geeigneten Sender-Empfänger-Abschnitt für den Zielsektor des Zeitschlitzes zu schaffen. Jeder Sektor besitzt einen Modulator und Leistungsverstärker 6, die jeden Sektorantennen Kombinierer 7 einzeln versorgen. Der Sender-Kombinierer 7 kann mehr als zwei Träger kombinieren, wobei der Kombiniererverlust vom Kombinierertyp abhängt.
  • Ein Unterschied zwischen der vorliegenden Ausführungsform und der Verwirklichung für einen herkömmlichen 120º Zellenplan besteht darin, daß Versorgungen über getrennte Modulatoren und Leistungsverstärker für die 60º Sektorantennen für den Sender erfolgen. Die Antennenauswahlrate kann entsprechend dem Hardware-Entwurf und den Technologie-Beschränkungen gewählt werden. Die maximal zulässige Rate ist die Zeitschlitzrate (26/15 kHz im gesamteuropäischen digitalen Zellensystem)
  • In der vorliegenden Ausführungsform gibt es außer der Bereitstellung eines Modulators und eines Leistungsverstärkers pro Sektor keinerlei erhebliche Forderungen. Die Basisband-Funktionen die im Basisstation-Sender-Empfänger enthalten sind, sind in einem Standard-Sender-Empfänger gefordert. Die Antennenauswahl wird unter Verwendung einer einfachen Logikschaltung im Basisband oder durch einen mit Adressen wählbaren Speicher verwirklicht. Die Kanäle werden in die geeigneten Sektoren entsprechend einer Speicherabbildung in Abhängigkeit vom Kanaltyp, der Submultiplexierung und den Entscheidungskriterien für die Antennenauswahl gerichtet. Daher stellt die Verwirklichung des Sender-Empfängers 4 und des Modulators 5 keine größeren Forderungen als diejenigen, die von einem Frequenzsprung-Sender-Empfänger gefordert werden.
  • Ein besonderer Punkt, den es zu erwähnen gilt, ist die Submultiplexierung des BCCH im Zeitschlitz Nr. 0 (TS0) in beiden 60º-Sektoren. Der mit S2 gekennzeichnete Schalter richtet den BCCH in der einfachen Implementierung gleichzeitig in beide Sektoren. Falls die BCCH-Daten unterschiedlich gesetzt sind, ist ein zusätzlicher Zweig (ausschließlich 1) angeordnet, der mit TS0 übereinstimmt, jedoch einen Rahmenmultiplexierer mit Blindkanälen (0- Kanälen) TS1, 2,... 7 und ohne TS0 besitzt.
  • Dies wird gleichzeitig auf den nicht für TS0 gewählten Sektor auf den BCCH-Träger durch den Antennenwählschalter gerichtet.
  • Der Empfänger für die Sektoren 1 und 2 ist in Fig. 5 dargestellt. Ein Duplexer (10) kann verwendet werden, um die Antenne für die Sende- und Empfangsrichtungen gemeinsam zu nutzen. Der HF-Teiler (11) ist ein Breitbandteiler und kann so beschaffen sein, daß er eine Bank von Vorfeldem (Vorauswahlen) mit Abwärtsumsetzern beliefert, um den HF-Träger für jeden Entzerrungsdemodulator (13) zu wählen.
  • In der gezeigten Ausführungsform ist es möglich, das Signal auf dem abwechselnden Sektor zu verwenden, um die Antennendiversity (die Nacherfassungs-Kombination ist dargestellt) zu verwirklichen. Der Antennenwählschalter (14) ist ein Zweipolschalter, der mit dem Sender-Wählschalter synchronisiert ist. Der Schalter richtet die Zeitschlitze für demultiplexierte Rahmen (15) an den Zeitschlitz-Zerleger (16) und dann an den Kanaldecodierer. Eine Doppeldiversity-Kombination (18) führt zum Sprachdecodierer (19) (für Sprachverkehr) und zum Datenspeicher für Zeichengabesignale und die Datenübertragung.
  • Diese Ausführungsform wird einfach für andere TDMA-Systeme verallgemeinert und erfordert nicht notwendigerweise die Bereitstellung des Frequenzsprungverfahrens. Sie findet Anwendung auf sämtliche Typen von Kanälen, z. B. Sprache, Daten usw. Die Darstellung zeigt den Fall für einen Verkehrskanal, der Sprachinformation trägt.
  • Innerhalb der Beschränkungen der Kanalmultiplexierung für Verkehrs- und Steuerkanäle gibt es für diese Verwirklichung keine zusätzlichen Forderungen.

Claims (10)

1. Zellenfunksystem, mit: mehreren Basisstationen, wobei jeder Basisstation eine oder mehrere Funkfrequenzen zugewiesen sind, so daß benachbarte Zellen Basisstationen mit anderen zugewiesenen Frequenzen besitzen; wobei wenigstens eine Zelle in wenigstens zwei Sektoren unterteilt ist, wobei die Basisstation dieser Zelle eine Einrichtung besitzt, die durch die Zuweisung von Zeitschlitzen jedes Bursts der Funkverbindung auf einer oder mehreren der der Basisstation dieser Zelle zugewiesenen Funkfrequenzen an jeden Sektor der Zelle eine andere Funkversorgung bereitstellt, und dadurch gekennzeichnet, daß die Basisstation einer in Sektoren unterteilten Zelle eine Einrichtung besitzt, um die Zeitschlitze zwischen unterschiedlichen Sektoren gemeinsam zu nutzen, so daß die Zeitschlitze auf Anforderung den Sektoren zugewiesen werden können.
2. Zellenfunksystem nach Anspruch 1, bei dem eine Zelle wenigstens zwei Paare von Sektoren besitzt und Einrichtungen vorgesehen sind, die die Zeitschlitze für jedes Paar von Sektoren innerhalb eines zugewiesenen Bursts der Funkverbindung gemeinsam nutzen, so daß jeder Zeitschlitz dem einen oder dem anderen Sektor des Paars dynamisch zugewiesen werden kann.
3. Zellenfunksystem nach Anspruch 1 oder 2, bei dem wenigstens ein Basisstandort vorhanden ist, wo drei Basisstationen vorhanden sind, wovon jede als Zelle eines Paars von Sektoren dient.
4. Zellenfunksystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei dem ein Frequenzzuweisungs-Wiederholmuster entsprechend einer Gruppierung von drei Basisstandorten beschaffen ist, wovon jeder drei Zellen besitzt, die jeweils ein Paar von Sektoren aufweisen, so daß die verfügbaren Frequenzen neun Zellen mit jeweils zwei Sektoren zugewiesen sind.
5. Zellenfunksystem nach Anspruch 4, bei dem ausgewählten der neun Zellen der Gruppierung von Basisstandorten relativ mehr Frequenzen zugewiesen sind.
6. Zellenfunksystem nach Anspruch 5, mit Einrichtungen für die Ausführung der Gesprächsübergabe, wobei die Gesprächsübergabe-Protokolle des Systems so beschaffen sind, daß die ausgewählten Zellen mit mehr zugewiesenen Frequenzen bei der Handhabung von Gesprächen begünstigt sind.
7. Zellenfunksystem, mit: mehreren Basisstationen, wovon jede einer Zelle dient, die in mehrere Sektoren unterteilt ist; wobei jede Basisstation einen Sender- Empfänger (Fig. 4, 5) für eine Zeitvielfachzugriff(TDMA)-Verbindung mit mehreren Zeitschlitzen in jedem Burst der Verbindung auf einer oder mehreren der Basisstation zugewiesenen Funkfrequenzen besitzt, wobei eine Basisstation eine Einrichtung aufweist, die mehreren Sektoren ihrer Zelle dient, wobei jeder Sektor eine andere Zuweisung von Zeitschlitzen verwendet, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisstation eine Einrichtung aufweist, die den Sender-Empfänger wahlweise freigibt, damit er innerhalb jedes Bursts der TDMA-Kommunikation Sektoren Zeitschlitze zuweist, so daß die Basisstation die Zeitschlitze Sektoren dynamisch zuweisen kann.
8. Zellenfunksystem nach Anspruch 7, bei dem der Sender-Empfänger der Basisstation eine entsprechende Sender-Empfänger-Anordnung (7) für jeden bedienten Sektor besitzt und die Freigabeeinrichtung eine Einrichtung (9) enthält, die wahlweise Zeitschutze zwischen den Sender- Empfänger-Anordnungen im Basisband umschaltet.
9. Verfahren zum Betreiben einer Basisstation einer Zelle eines Zellenfunksystems, mit: Zuweisen von Bursts der Funkverbindung, wovon jeder mehrere Zeitschlitze enthält, an wenigstens zwei Unterteilungen der Zelle auf einer oder mehreren der Basisstation zugewiesenen Funkfrequenzen, und gekennzeichnet durch die dynamische Zuweisung der Zeitschlitze jedes Bursts der Funkverbindung an die Unterteilungen der Zelle, so daß die Zeitschlitze innerhalb eines Bursts aufgrund einer Anforderung von den Zellen-Unterteilungen gemeinsam genutzt werden.
10. Verfahren zum Betreiben einer Basisstation einer Zelle eines Zellenfunksystems mit einer oder mehreren ihr zugewiesenen Frequenzen, so daß benachbarte Zellen Basisstationen mit anderen zugewiesenen Frequenzen besitzen, wobei die Zelle in wenigstens zwei Sektoren unterteilt ist, wobei für jeden Sektor der Zelle durch die Zuweisung von Zeitschlitzen an jeden Sektor eine andere Funkversorgung bereitgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Zeitschutze eines Bursts der Funkverbindung auf einer oder mehreren der Funkfrequenzen, die der Basisstation einer in Sektoren unterteilten Zelle zugewiesen sind, von verschiedenen Sektoren der Zelle gemeinsam genutzt werden, so daß die Zeitschlitze den Sektoren auf Anforderung zugewiesen werden können.
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