DE690445C - Verfahren zur kuenstlichen Oberflaechenvergroesserung der Elektroden elektrolytischer Kondensatoren oder aehnlicher Geraete und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur kuenstlichen Oberflaechenvergroesserung der Elektroden elektrolytischer Kondensatoren oder aehnlicher Geraete und Einrichtung zur Ausuebung des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE690445C DE690445C DE1936M0141118 DEM0141118D DE690445C DE 690445 C DE690445 C DE 690445C DE 1936M0141118 DE1936M0141118 DE 1936M0141118 DE M0141118 D DEM0141118 D DE M0141118D DE 690445 C DE690445 C DE 690445C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- particles
- abutment
- electrode surface
- electrodes
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
- H01G9/00—Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
- H01G9/004—Details
- H01G9/04—Electrodes or formation of dielectric layers thereon
- H01G9/048—Electrodes or formation of dielectric layers thereon characterised by their structure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
- Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)
- ing And Chemical Polishing (AREA)
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
- Verfahren zur künstlichen Oberflächenvergrößerung der Elektroden elektrolytischer Kondensatoren oder ähnlicher Geräte und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Behandlung, insbesondere künstlichen Oberflächenvergrößerung von Elektroden elektrolytischer Kondensatoren und ähnlicher Geräte.
- Solche Elektroden können aus jedem geeigneten Metall oder Legierung bestehen; soll an ihnen eine dielektrische Haut gebildet werden, dann muß die Elektrode aus hautbildendem Material bestehen, wie zum Beispiel Aluminium oder Tantal. Regelmäßig werden diese Elektroden streifenförmig und zwecks Materialersparnis möglichst dünn, beispielsweise als Folien, ausgeführt.
- Die Kapazität eines elektrolytischen Kondensators hängt nun von der Größe der Oberfläche ab, welche mit der dielektrischen Haut bedeckt ist und mit dem Elektrolyten in Berührung steht, da die mit der Haut bedeckte. Elektrode gleichsam die eine Belegung und der Elektrolyt die andere Belegung des Kondensators darstellt.
- Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, um die Oberfläche solcher Elektroden künstlich zu vergrößern. Im besonderen wurde versucht, die Oberfläche durch Feilhiebe, Sandstrahlgebläse und Anbringung von Löchern auf mechanischem Wege künstlich zu vergrößern. Man hat ferner versucht, die Oberfläche solcher Elektroden auf chemischem Wege zu vergrößern, indem man die Elektroden in ein Bad kräftiger Säuren einlegte und darin ätzte.
- Gemäß der Erfindung wird eine wirkungsvollere mechanische Oberflächenvergrößerung dadurch erreicht, daß die Elektrode vorzugsweise in Form von Streifen oder Folien an ein Widerlager angepreßt wird und feine, harte Teilchen zwischen der Elektrode und dem Widerlager eingebracht werden, die nun. in die Elektrode eingepreßt werden. _ Eine besondere Ausführungsform ist in der-Fig. i der Zeichnung gezeigt, wo eine beispielsweise bandförmigeElektrode i über eine" Rolle 2 geführt ist, die in einem Raum 3 an=' geordnet ist, der mit dem harten, feinstkörnigen Material gefüllt ist. Beispielsweise ist feinst verteiltes Korund oder eine andere harte Substanz in dem Raum 3 vorhanden und gegebenenfalls in einer Flüssigkeit suspendiert, welche das Anhaften der feinen, harten Teilchen an der Elektrode i unterstützt. Die so bedeckte Elektrode wird nun über die Rollen q., 5; 6, 7 geführt und an diese angepreßt. Ersichtlich wird durch die Rollen ¢ und 6 das mitgenommene Material in die eine Seite des Elektrodenbandes i eingedrückt und durch die Rollen 5, 7 in die andere Seite. Nun ist es möglich, daß man dieRollen q. bis 7 stillstehen läßt oder mit einer Umfangsgeschwindigkeit bewegt, welche gleich, größer oder kleiner ist als die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Bandes i. Man kann die Rollen q. und 6 bzw. 5 und 7 untereinander in gleichem oder entgegengesetztem Sinne bewegen, und man kann auch sämtliche Rollen in umgekehrter Richtung antreiben, als der Bewegung des Bandes i entspricht. Hierdurch wird entweder das feinkörnige, feste Material nur in die Elektrode eingepreßt, oder es kommt außerdem noch eine reibende oder schleifende Wirkung zustande. Die Rollen q. bis 7 können auch mit Längsnuten parallel zu ihren Drehachsen versehen sein, wie bei 8 für die Rolle 5 angedeutet ist, damit die festen Teilchen zurückgehalten und eine erhöhte Schleifwirkung erzielt wird.
- Im allgemeinen kann außer Korund zum Beispiel jedes andere Schleifmaterial verwendet werden.
- Hierdurch gelingt es, das Elektrodenband i mit Vertiefungen zu versehen und hierdurch seine Oberfläche um ein Vielfaches desjenigen zu vergrößern, das mit bisherigen mechanischen Methoden möglich war.
- DieRolle g kann in der aus der Stirnansicht der Fig.2 ersichtlichen Weise ausgebildet sein, wobei die Kanten io, 1i, 12, 13 Längsriefeln im Band i erzeugen. Es hat sich gezeigt, daß die Oberfläche einer solchen Elektrode in viel größerem Maße durch darauffolgende chemische Behandlung weiterhin ver= größert werden kann, als dies bisher gelungen ist. Wahrscheinlich wird durch die beschriebene Behandlung die Anzahl von schärferen Kanten an den Erhebungen und Vertiefungen vergrößert, die nun ihrerseits besser durch chemische Einflüsse angegriffen und geätzt werden können; natürlich legt sich die Erfindung aber auf keine wissenschaftliche Erklärung der beobachteten Tatsache fest.
- . An diese mechanische Behandlung kann 'nun jede beliebige chemische oder elektromechanische Behandlung angeschlossen werden. Besonders vorteilhaft hat sich eine chemische Behandlung unter Anwendung von elektrischem Strom erwiesen, bei welcher eine Säure schwacher Konzentration verwendet wird, welche bei Abwesenheit von Strom die Elektroden nicht angreift, oder ein Bad, das überhaupt erst bei Stromdurchgang Säureionen entwickelt. Die vorher erfindungsgemäß aufgerauhte Elektrodenfläche ist offenbar für den Angriff durch die Säureionen bei Stromdurchgang besser vorbereitet als eine glatte Elektrodenfläche.
- Ersichtlich kann mit Hilfe der Erfindung ein kontinuierlicherProzeß durchgeführt werden, indem das Elektrodenband erst durch die Vorrichtung der Fig. i hindurchgeführt, sodann vom anhaftenden Schleifmittel usw. befreit und hierauf in einen Tank eingeführt wird, woran sich eine Reinigung mit Wasser, Glyzerin, Alkali und Säure, abermaliges Waschen mit Wasser und Behandlung mit dem Trocknungsalkohol anschließen kann. Hierauf wird das Elektrodenband entweder zu einer Vorratsrolle gewickelt oder ein- oder mehrstufig formiert, wobei es wiederum in kontinuierlicher Bewegung durch die Formierungsbäder hindurchgeführt werden kann.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur künstlichen Oberflächenvergrößerung der Elektroden elektrolytischer Kondensatoren und ähnlicher Geräte, dadurch gekennzeichnet, daß man die Elektroden vorzugsweise in Form von Streifen oder Folien unter Zwischenfügung feiner, harter Partikel gegen ein Widerlager preßt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu verändernde Elektrodenfläche und das Widerlager gegeneinander bewegt, wobei entweder das Widerlager fest steht und nur die Elektrode bewegt wird oder die Elektrode fest steht und das Widerlager bewegt wird oder schließlich sowohl Elektrode als auch Widerlager bewegt werden in gleichem oder entgegengesetztem Sinn mit gleicher oder untereinander verschiedener Geschwindigkeit.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die festen Partikel in einer Lösung, welche aber die Reibung zwischen den Partikeln und der Elektrodenfläche nicht wesentlich ändert, zum Anhaften an der zu verändernden Elektrodenoberfläche bringt und nach erfolgter Bearbeitung der Elektrodenfläche von dieser mit Flüssigkeiten oder Abstreifern wieder entfernt. q..
- Verfahren nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Band aus Elektrodenmaterial fortlaufend durch einen Behälter hindurchfährt, in welchem die zu behandelnde Elektrodenfläche harte Partikel haftend aufnimmt und sodann über eine oder mehrere Rollen führt, die sich gleich- oder gegensinnig mit gleicher oder verschiedener Geschwindigkeit wie das Elektrodenband bewegen, wodurch die Partikel in* die Elektrodenfläche eingepreßt und außerdemgegebenenfalls eine Schleifwirkung erzielt wird, worauf das Elektrodenband durch Vorrichtungen geführt wird, welche auf trockenem oder flüssigem Wege die Entfernung etwa anhaftender Partikel von der Elektrodenfläche bewirken.
- 5. Einrichtung zur Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen mit Quer- und/ oder Längsrillen versehen sind, von denen die ersteren zur Mitnahme harter Partikel dienen, während die lezteren Vertiefungen -oder Riefen in dem Elektrodenband erzeugen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US690445XA | 1936-11-19 | 1936-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE690445C true DE690445C (de) | 1940-04-25 |
Family
ID=22086362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936M0141118 Expired DE690445C (de) | 1936-11-19 | 1936-12-10 | Verfahren zur kuenstlichen Oberflaechenvergroesserung der Elektroden elektrolytischer Kondensatoren oder aehnlicher Geraete und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE690445C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014118222A1 (de) * | 2014-12-09 | 2016-06-23 | Epcos Ag | Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolien für Kondensatoren, Elektrodenfolien und Kondensatoren mit den Elektrodenfolien |
-
1936
- 1936-12-10 DE DE1936M0141118 patent/DE690445C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014118222A1 (de) * | 2014-12-09 | 2016-06-23 | Epcos Ag | Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolien für Kondensatoren, Elektrodenfolien und Kondensatoren mit den Elektrodenfolien |
| US10354807B2 (en) | 2014-12-09 | 2019-07-16 | Epcos Ag | Method for producing electrode foils for capacitors, electrode foils, and capacitors comprising said electrode foils |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2218471C3 (de) | ||
| DE69728847T2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Aluminiumelektrodenfolie für Elektrolytkondensatoren und eines Elektrolytkondensators unter Verwendung dieser Folie | |
| DE1621115A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufrauhen und elektrolytischen Oxydieren von Folien oder Baendern aus Aluminium | |
| DE2027052A1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung bandformi ger Aluminium Leiter | |
| DE1489695C3 (de) | ||
| DE976532C (de) | Verfahren und Einrichtung zur kuenstlichen Oberflaechenvergroesserung der Elektrodenfuer elektrolytische Kondensatoren | |
| DE60104148T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur elektrolytischen oberflächenbehandlung von metallstreifen | |
| DE655567C (de) | AEtzverfahren zur Vergroesserung der wirksamen Oberflaeche von Elektroden fuer Kondensatoren, Sperrzellen, Gleichrichter sowie fuer sonstige elektrische Zwecke | |
| DE1621626B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen oberflaechenbehandlung der kantenbereiche von metallblech | |
| DE1414682B2 (de) | Verfahren zur herstellung elektrischer spulen | |
| DE717683C (de) | Elektrode fuer elektrolytische Kondensatoren mit chemisch aufgerauhter Oberflaeche | |
| DE587012C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines fett- und wasserdichten Papiers | |
| DE669185C (de) | Verfahren zum Trennen von Eis und Konzentrat bei der Einengung von Loesungen durch Ausfrieren von Wasser | |
| AT159224B (de) | Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Kondensatoren. | |
| DE976979C (de) | Verfahren zur Herstellung eines breiten ueberragenden Lackrandes an lackierten metallischen Traegerfolien fuer elektrische Kondensatoren | |
| DE766254C (de) | Verfahren zur Herstellung dielektrischer Haeute auf Haut bildenden Metallbelegungen elektrolytischer Kondensatoren | |
| DER0003639MA (de) | ||
| DE621060C (de) | Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen | |
| DE715642C (de) | Verfahren zum Trocknen von Stoffen im elektrischen Hochfrequenzfeld, insbesondere im Ultrakurzwellenfeld | |
| DE1163118B (de) | Vorrichtung zur Oberflaechenbehandlung mit Fluessigkeiten laenglich gestreckter Gegenstaende, insbesondere aus Metall | |
| DE439547C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Versteifungsstoffes | |
| CH141413A (de) | Elektrischer Kondensator und Verfahren zur Herstellung desselben. | |
| DE583393C (de) | Verfahren zum UEberziehen von Draht | |
| DE1621626C (de) | ||
| DE879128C (de) | Elektroden mit stark vergroesserter Oberflaeche fuer elektrolytische Kondensatoren |