DE69101577T2 - Form mit schwenkbaren und radial bewegbaren Segmenten. - Google Patents

Form mit schwenkbaren und radial bewegbaren Segmenten.

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    • B29D30/0601Vulcanising tyres; Vulcanising presses for tyres
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Formen mit Segmenten für Reifen, insbesondere auf Formen, wie in der Patentanmeldung FR 2 342 153 beschrieben.
  • Dieser Typ von Form umfaßt einen unteren formenden Bereich, einen oberen formenden Bereich und eine Reihe von Segmenten, die jeweils die Formung einer Flanke, der anderen Flanke und der Lauffläche des Reifens sicherstellen. Außerdem umfaßt die Form eine die Segmente umgebende Ringarmierung, die deren radiale Schließbewegung (radiale Annäherung aller Segmente an den Mittelpunkt) hervorruft und diese fest geschlossen hält, um dem Formungsdruck zu widerstehen. Bei der Öffnung der Form wird außer einer geeigneten Kinematik auf die Wirkung von Federn zurückgegriffen, um die Segmente zurückzubewegen, d. h. , um sie vom Mittelpunkt der Form zu entfernen und sie geringfügig zu schwenken. Für mehr Details wird auf die oben erwähnte Patentanmeldung verwiesen.
  • Der Vorteil dieser Art von Form im Vergleich zu Behälterformen, bei denen die Segmente den oberen formenden Bereich begleiten, der sich beim Öffnen der Form hebt, beruht in der Tatsache, daß das zum Öffnen der Form anzuhebende Gewicht deutlich kleiner ist, da der gesamte die Lauffläche formende Bereich auf der unteren Platte der Presse bleibt, wie auch der untere formende Bereich. Außerdem ermöglicht die in der oben zitierten Patentanmeldung vorgeschlagene Verbesserung, den radialen Platzbedarf zu verringern. Oder sie ermöglicht, bei konstantem Platzbedarf Reifen von größerem Durchmesser zu formen. Tatsächlich ermöglicht die Schwenkung der Segmente, schneller einen ausreichenden Freidurchmesser zu erreichen, um den vulkanisierten Reifen zu entnehmen.
  • Viele an den Laufflächen von Reifen, insbesondere von PKW-Reifen geformte Profile weisen zahlreiche Lamellen auf. Dies zwingt dazu, eine rein radiale Rückwärtsbewegung beim Entformen sicherzustellen, um auf den Reifen und die Lamellen ausgeübte Entformungskräfte soweit wie möglich zu begrenzen. Jedoch stellen bei der Form, die Gegenstand des zitierten Patents ist, nur die radialen Rückholfedern die Öffnungsbewegung der Reihe von Segmenten sicher. Die Öffnung läuft folgendermaßen ab: Der Ablösung der Ringarmierung folgt keine Bewegung der formenden Teile, die Entfernung des oberen formenden Bereichs ermöglicht die Schwenkbewegung des Segments unter der Wirkung einer oder mehrerer zwischen dem unteren formenden Bereich und einem jeden Segment angeordneter Federn; anschließend, wenn die Segmente alle von der Lauffläche gelöst sind, entfernen sie sich unter der Wirkung der radialen Rückholfedern.
  • Bei dieser bekannten Form erweist es sich als unmöglich, die radiale Rückholbewegung vor der Schwenkbewegung hervorzurufen. Tatsächlich ist die Kraft zum Abreißen eines Segments von der vulkanisierten Lauffläche sehr groß, da eine Klebwirkung des Segments an der Lauffläche auftritt. Man kann keine ausreichend starken radialen Rückholfedern einbauen, um diese Klebung in allen möglichen Mustern zu überwinden. Die theoretisch zur Entwicklung einer ausreichenden Kraft notwendige Feder wäre zu sperrig.
  • Bei den Typen von Segmentformen mit rein radialer Rückzugsbewegung wird die Rückholbewegung durch Gleitschienen vom Schwalbenschwanztyp hervorgerufen, und diese Art von Steuerung ist mit der Schwenkbewegung des Segments unvereinbar. Die Erfindung zielt darauf, die rein radiale Rückholbewegung in der Entformungsphase des Profils, die ganz am Anfang der Rückzugsbewegung stattfindet, mit einer nachfolgenden Schwenkbewegung der Segmente zu verbinden, um einen möglichst geringen Platzbedarf zu erhalten.
  • Erfindungsgemäß ist die Segmentform zum Formen und Vulkanisieren von Reifen vom Typ mit einem unteren formenden Bereich zum Formen einer Flanke des Reifens, einem oberen formenden Bereich zum Formen der anderen Flanke, und einer Reihe von Segmenten zum Formen der Lauffläche, sowie einem Kranz zum Verschließen und Festziehen der Reihe von Segmenten, welcher Kranz eine geneigte Fläche aufweist, wobei die Öffnungs- und Schließbewegungen eine radiale Rückholbewegung der Segmente und eine Schwenkbewegung der Oberteile der Segmente nach außen sowie eine Anhebung des oberen formenden Bereichs implizieren, wobei die radial äußere Fläche eines jeden Segments derart geneigt ist, daß sie mit der komplementären geneigten Fläche des Kranzes zusammenwirkt, und wobei der Kranz vom oberen formenden Bereich getrennt angehoben und abgesenkt werden kann, wobei jedes Segment ständig durch eine oder mehrere Federn in die zurückgezogene und geschwenkte Position beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Segment mit wenigstens einem horizontalen Vorsprung versehen ist, der sich radial jenseits der geneigten Fläche entwickelt, wobei jeder Vorsprung von einer Aussparung durchbrochen ist, und daß der Kranz entsprechend zu jeder Aussparung eine geneigte Stange aufweist, die derart angeordnet ist, daß sie in die Aussparung beim Schließen der Form eindringen kann und mit dem Vorsprung zusammenwirken kann, um die radiale Rückzugsbewegung der Segmente hervorzurufen, wenn die Form geöffnet wird.
  • Der in der Vulkanisierpresse montierte untere formende Bereich ist mit der festen unteren Platte der Presse verbunden; der obere formende Bereich ist mit einer in Richtung der Achse der Form beweglichen oberen Platte verbunden. Der Verschlußkranz ist mit einem Mechanismus verbunden, der dessen Bewegung entlang der Achse der Form getrennt von der vorhergehenden Bewegung sicherstellt. Die radiale Innenfläche des Verschlußkranzes ist im allgemeinen eine kegelförmige Fläche. Die radiale Außenfläche der Segmente, die in bekannter Weise mit dem Verschlußkranz zusammenwirkt, ist ebenfalls kegelförmig und entspricht genau der radialen Innenfläche des Kranzes. Die Neigung der Kegelstümpfe ist derart, daß ausgehend von einer beabstandeten Position der Segmente eine Absenkung des Kranzes durch eine Bewegung parallel zur Achse der Form in einer Richtung von der oberen Platte in Richtung der unteren Platte durch Gleiten der kegelförmigen Flächen aufeinander eine Verschiebung der Segmente in radialer Richtung in Richtung ihrer Schließposition hervorruft.
  • Selbstverständlich ist es die Neigung gegen die Achse der Form, die diese Bewegungsweise sicherstellt, die kegelstumpfförmige Anordnung ist nur eine spezifische, nicht einschränkende Ausgestaltung. Aus diesem Grund werden diese Flächen in den Ansprüchen als geneigt bezeichnet, während in der Beschreibung von Kegelstümpfen gesprochen wird.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel verdeutlicht, das in den nachfolgenden Zeichnungen gezeigt ist:
  • Die Fig. 1, 2, 3 und 3' zeigen die erfindungsgemäße Form im Laufe der Schließbewegung;
  • die Fig. 4 und 4' zeigen die erfindungsgemäße Form nach dem Schließen;
  • die Fig. 5, 5' und 6 zeigen die erfindungsgemäße Form im Laufe des Öffnens;
  • die Fig. 7 und 7' zeigen einen Teilschnitt senkrecht zur Achse der Form;
  • die Fig. 7 ist ein Schnitt entlang XX der Fig. 4;
  • die Fig. 7' ist ein Schnitt entlang X'X' der Fig. 4;
  • die Fig. 1, 2 und 6 sind Schnitte entlang YY der Fig. 7;
  • die Fig. 3, 4 und 5 sind Schnitte entlang Y'Y' der Fig. 7.
  • Man erkennt in den diversen Figuren den unteren formenden Bereich 10, der mit der unteren Platte 11 verbunden ist, den oberen formenden Bereich 20, ein Segment 30 aus der Reihe von Segmenten, die die Formung der Lauffläche sicherstellen. Dieses Segment 30 besteht aus einem Trägerbereich 31 und einem Bereich 32, der die Formung der Lauffläche sicherstellt. Das Segment 30 weist eine unter einem Winkel geneigte kugelförmige Fläche 33 auf. Gleitplatten 34 sind an das obere Ende 35 des Segments 30 geschraubt, um die Gleitbewegung des Segments 30 entlang des oberen formenden Bereichs 20 zu erleichtern, und auch, um den Verschleiß zu begrenzen, den der bei der Schließbewegung der Form stattfindende Kontakt zwischen dem Segment 30 und dem oberen formenden Bereich 20 hervorrufen kann.
  • Der umlaufende Kranz 40 weist eine kegelförmige radiale Innenfläche auf, deren Neigung gleich der Neigung α der Fläche 33 der Segmente 30 ist. Der innere Hohlraum 42 ermöglicht den Umlauf eines Wärmeträgerfluids zum Durchführen der Vulkanisierung.
  • Die Sektoren 30 werden ständig durch Federn 50, 51 auf Klappbewegung und radiale Rückzugsbewegung beansprucht. Jede Feder 50 ist in einer in der unteren Platte 11 vorgesehenen Aussparung 12 angeordnet. Jede Feder 50 versucht, einen Schieber 52 nach oben zu drücken, dessen Weg durch einen an der unteren Platte 11 befestigten Anschlag 53 begrenzt ist.
  • Der Schieber 52 wirkt auf den unteren Bereich 36 des Segments 30 an dessen radial innerem Ende. Die Zugfedern 51 ziehen die Segmente 30 ständig zurück in Richtung ihrer Öffnungsposition, wobei diese radiale Rückzugsbewegung durch den Kranz 40 sowie durch die mit jedem Sektor 30 verbundene Achse 6 begrenzt ist. Der Zentralbereich 61 der Achse 6 kann in einer länglichen Aussparung 13 gleiten, die die zugelassene Radial bewegung der Achse 6 begrenzt.
  • Jedes Segment 30 weist zwei durch Verschraubung am unteren Bereich 36 versetzt befestigte Platten 37 auf. Die Scherzapfen 62 stellen die Kraftübertragung von den Platten 37 auf die Segmente 30 sicher. Jede Platte 37 bildet einen horizontalen Vorsprung 38, der sich radial außerhalb der geneigten Fläche 33 entwickelt, die den Rücken eines jeden Segments 30 bildet. Eine Aussparung 39 ist durch jede Platte 37 in Höhe des Vorsprungs 38 gebrochen. Über jeder Aussparung weist der Kranz 40 eine geneigte Stange 43 auf, die sich bezogen auf den Kranz radial abwärts erstreckt.
  • Die Funktionsweise der Form ist die folgende. Nach der Einführung des zu vulkanisierenden Reifens 1 werden der obere formende Bereich 20 und der Kranz 40 gemäß dem für diese Art Form üblichen Verfahren abgesenkt. Die spezifischen Einrichtungen der vorliegenden Erfindung, nämlich die Platten 37 und die Stangen 43 müssen nicht wirksam werden, um die Schließung der Form sicherzustellen. Man erkennt in Fig. 3, daß die Stangen 43 frei in die Aussparungen 39 eindringen können, ohne in Kontakt mit den Platten 37 zu kommen. Die Fig. 4 zeigt die Form völlig geschlossen: Es besteht ein radiales Spiel J zwischen der radial äußeren Seite einer jeden Stange und der entsprechenden Kante 16 der Aussparung 39. Um die Form zu öffnen, muß zunächst der Kranz 40 angehoben werden, wobei die obere Platte (und damit der obere formende Bereich 20) unbeweglich bleibt. Man erkennt in Fig. 5, daß der Kranz 40 die Segmente 30 freigibt, daß die Stangen 43 in Kontakt mit den Kanten 16 der Aussparungen 39 kommen und daß das Spiel J zwischen den Kranz 40 und die Segmente 30 verlagert ist. Die Wirkung der Zugfedern 51 ist nicht ausreichend, um die Sektoren 30 vom vulkanisierten Reifen abzulösen und diese bleiben daher in ihrer geschlossenen Position, wobei die Klappbewegung unter Wirkung der Federn 50 durch die Anwesenheit des oberen formenden Bereichs 20 unmöglich gemacht wird, der noch in Kontakt mit den Sektoren 30 ist.
  • Wenn die Aufwärtsbewegung des Kranzes 40 fortgesetzt wird, bewirken die Stangen 43 einen Zug an den Segmenten 30 und erzwingen damit die rein radiale Rückholbewegung, die zum guten Entformen des Profils der Lauffläche günstig ist, ohne Fehler an dieser zu erzeugen. Vorzugsweise ist die Neigung β der Stangen 43 kleiner als die Neigung α der Kegelflächen 41 und 33, was in Verbindung mit dem Spiel J jedes Klemmen beim Öffnen und jedes Zusammenstoßen von Teilen beim Schließen verhindert.
  • Die Fig. 3', 4', 5' und 7' zeigen eine Ausführungsvariante der Platten 37. Die Gleitreibung der Stangen 43 an der Kante 16 ist durch eine Rollreibung ersetzt. Zu diesem Zweck wird eine drehbeweglich an einer am Ende der Platten 37 angeordneten Achse 15 angeordnete und die Aussparung 39 verschließende Verschleißwalze verwendet. Diese Variante ermöglicht eine Anpassung des Spiels J durch Ändern des Durchmessers der Verschleißwalze 14.
  • Sobald das Profil entformt ist, ist es nicht mehr nötig, daß die Rückholbewegung rein radial ist. Der obere formende Bereich 20 kann angehoben werden, und anschließend wird die Öffnungsbewegung der Segmente in bekannter Weise durch Federn 50 und 51 sichergestellt.
  • Abgesehen von der Tatsache, daß sie es ermöglicht, eine rein radiale Rückzugsbewegung beim Entformen in Verbindung mit einer nachfolgenden Schwenkbewegung der Segmente 30 sicherzustellen, erfordert die Erfindung nur ein Minimum an Modifikationen an bekannten Formen und ermöglicht daher eine beträchtliche Qualitätsverbesserung der geformten Reifen bei einem Minimum an Investition. Außerdem erfordert die Steuerung der radialen Rückholbewegung keine große Fertigungs- und/oder Montagepräzision, was einen weiteren Vorteil der vorliegenden Erfindung darstellt.

Claims (5)

1. Form mit Segmenten (30) zum Formen und Vulkanisieren von Reifen, vom Typ mit einem unteren formenden Bereich (10) zum Formen einer Flanke des Reifens, einem oberen formenden Bereich (20) zum Formen der anderen Flanke und einer Reihe von Segmenten (30) zum Formen der Lauffläche, sowie einem Kranz (40) zum Schließen und Festziehen der Reihe von Segmenten (30), welcher Kranz eine geneigte Fläche (41) umfaßt, wobei die Öffnungs- und Schließbewegungen eine radiale Rückzugsbewegung der Segmente (30) und eine Schwenkbewegung des Oberteils der Segmente (30) nach außen sowie eine Anhebung des oberen Bereichs (20) implizieren, wobei die radial äußere Fläche (33) eines jeden Segments (30) derart geneigt ist, daß sie mit der komplementären geneigten Fläche (41) des Kranzes (40) zusammenwirkt, wobei der Kranz (40) vom oberen formenden Bereich (20) getrennt angehoben und abgesenkt werden kann, wobei jedes Segment (30) andauernd durch eine oder mehrere Federn in die zurückgezogene und geschwenkte Position beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Segment (30) mit wenigstens einem horizontalen Vorsprung (38) versehen ist, der sich radial jenseits der geneigten Fläche (33) entwickelt, daß jeder Vorsprung von einer Aussparung (39) durchbrochen ist und daß der Kranz (40) entsprechend zu jeder Aussparung (39) eine geneigte Stange (43) aufweist, die derart angeordnet ist, daß sie beim Schließen der Form in die Aussparung (39) eindringen kann und bestimmt ist, um mit dem Vorsprung (38) zusammenzuwirken, um die radiale Rückzugsbewegung der Segmente (30) beim Öffnen der Form hervorzurufen.
2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in geschlossener Position ein radiales Spiel (J) zwischen der radial äußeren Seite einer jeden Stange (43) und der entsprechenden Kante (16) ihrer Aussparung (39) besteht.
3. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenn die radial äußere Fläche (33) eines jeden Segments (30) unter einem Winkel α gegen die Achse der Form geneigt ist, jede Stange (43) unter einem Winkel β geneigt ist, der geringfügig kleiner als α ist.
4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (38) aus wenigstens einer am unteren Bereich (36) eines jeden Sektors (30) versetzt angebrachten Platte (37) bestehen, wobei die Aussparung (39) durch jede Platte (37) gebrochen ist.
5. Form nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Walze (14) drehbeweglich an einer am Ende der Platten (37) angeordneten Achse (15) angeordnet ist und die Aussparung (39) verschließt.
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