DE69103802T2 - Tankschiff. - Google Patents

Tankschiff.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Tanker zum Befördern einer Bulkladung, wie zum Beispiel Öl.
  • Heutzutage besteht ein steigender Bedarf, Tanker derart zu konstruieren, daß im Fall eines Schiffbruchs oder einer anderen Seekatastrophe ein Leck oder eine Undichtigkeit der Ladung und dadurch eine Verschmutzung der Umgebung vermieden oder minimiert wird.
  • Für diesen Zweck sind in der Vergangenheit Tanker mit doppelten Böden und doppelten Seiten gebaut worden, die wesentliche Erhöhungen in den Preisen bzw. Kosten der Tanker bewirkten. Weiterhin haben Konstruktionen mit doppeltem Boden den Nachteil, daß in dem Fall, daß der Boden eines Ladetanks aufgrund von Korrosion und/oder Erosion durchdrungen wird, Öl in den doppelten Boden eindringen kann und eine gefährliche Mischung von Luft und kohlenwasserstoffhaltigen Gasen erzeugen kann, wenn zum Beispiel Öl die Schiffsladung ist. Abgesehen von der möglichen Gefahr einer Explosion, würde die Erfordernis einer Gasmessung und einer gründlichen Ventilation des doppelten Bodens vor einem Betreten für routinemäßige strukturelle oder bauliche Inspektionen bestehen. Darüber hinaus verursacht ein Zugang zu einem doppelten Boden auch ein Problem. Er muß entweder durch eine Einstiegsöffnung bzw. ein Mannloch in dem Boden des Ladetanks, welche bzw. welches trotz einer mit Schrauben oder Bolzen befestigten Stahlabdeckung eine Quelle eines Lecks oder einer Undichtigkeit einbringt, oder andererseits durch einen vertikalen Schaft, welcher geradewegs zu dem Deck hinaufgeführt wird, erfolgen. Andere Bedenken betreffen die Wartung der Stahlstruktur in doppelten Böden, insbesondere die Erhaltung der Antikorrosions-Beschichtungen, welche für die Verhinderung von Korrosion erforderlich sind.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Tanker einer derartigen Konstruktion bzw. eines derartigen Aufbaus zu schaffen, daß eine Verschmutzung der Umgebung oder Umwelt im Fall eines Schiffbruchs oder einer anderen Seekatastro phe bei einer minimalen Erhöhung der Kosten vermieden oder minimiert wird.
  • Die vorliegende Erfindung schafft dementsprechend einen Tanker zum Befördern einer Bulkladung, welcher zumindest aufweist: einen sich länglich erstreckenden mittleren Ladetank mit einer Oberwand, einer Unter- bzw. Bodenwand und doppelten Seitenwänden, wobei die doppelten Seitenwände jeweils eine Innenwand und eine Außenwand aufweisen und geschlossene innere Räume definieren, die Lade- oder Ballasttanks bilden, die an jeder Seite des mittleren Ladetanks angeordnet sind, wobei die doppelten Seitenwände des (der) mittleren Ladetanks sich jeweils unterhalb der Bodenwand des (der) Ladetanks um einen Abstand erstrecken, welcher wenigstens gleich B/50 ist, wobei B die Breite des Tankers darstellt, und wobei der (die) Ladetank(s) derartige Ausmaße hat (haben), daß das Verhältnis H&sub1;/H&sub2; höchstens 1 ist, wenn der Tank mit Cargo bzw. Schiffsladung befüllt ist, wobei H&sub1; die hydrostatische Höhe auf der Bodenwand des Ladetanks aufgrund des Cargos in dem Tank darstellt und H&sub2; die hydrostatische Höhe auf der Bodenwand des Ladetanks aufgrund des sich außerhalb befindenden Wassers darstellt, und wobei der Abstand zwischen der Innen- und der Außenwand von jeder doppelten Seitenwand höchstens B/5 ist, wobei. B die Breite des Tankers darstellt.
  • Auf diese Weise wird in dem Fall, daß die Bodenwand eines Ladetanks bricht oder gebrochen wird, anschließend eher ein Einfließen von Wasser von außerhalb in den Ladetank als ein Ausfließen von zum Beispiel Öl in das äußere Wasser stattfinden, und eine Verschmutzung der Umgebung kann im Fall eines Schiffbruchs oder einer anderen Seekatastrophe vermieden oder minimiert werden.
  • Vorteilhafterweise erstrecken sich die doppelten Seitenwände des (der) mittleren Ladetanks unter die Bodenwand des (der) Ladetanks um einen Abstand, welcher mindestens gleich B/15 ist, wobei B die oben angegebene Bedeutung hat.
  • Geeigneterweise weist der Tanker Übergänge, vorzugsweise gekrümmte Übergänge, zwischen der Bodenwand des Ladetanks und den Innenwänden der doppelten Seitenwände auf, die sich unterhalb der Bodenwand des Ladetanks erstrecken.
  • Vorzugsweise weist der Schiffskörper bzw. Schiffsrumpf zwei oder mehr doppelte Seitenwände auf, wobei jeder Innenraum an dem Vorderende und dem heckseitigen Ende geschlossen ist.
  • Geeigneterweise sind die Innenwände der doppelten Seitenwände die Seitenwände des Ladetanks (Cargotanks).
  • Die Innen- und Außenwand jeder doppelten Seitenwand können entweder parallel oder mit einem Winkel zueinander angeordnet sein.
  • Vorteilhafterweise sind die Innen- und Außenwand jeder doppelten Seitenwand parallel zueinander angeordnet.
  • Vorzugsweise können die doppelten Seitenwände des Tankers nach der vorliegenden Erfindung vertikal oder mit einem Winkel zu der Vertikalen angeordnet sein, höchstvorzugsweise sind sie im wesentlichen vertikal angeordnet.
  • Während des Transports des Ladeguts können die Innenräume, die durch die doppelten Seitenwände definiert werden, leer sein, und nach der Entladung der Ladung aus dem (den) Tank(s) können die Innenräume mit Wasser gefüllt werden, um als Ballasttanks zu wirken. Geeigneterweise sind die doppelten Seitenwände entlang des ganzen Ladetanks angeordnet. Daher können die Innenräume, die durch die doppelten Seitenwände definiert sind, entweder zur Beförderung von Schiffsladung oder zur Beförderung von Wasserballast verwendet werden, oder sie können leer gelassen werden.
  • Die Innenräume und der (die) Ladetank(s) können in irgendeinem erforderlichen Ausmaß unterteilt werden, sowohl transversal als auch longitudinal.
  • Es sei bemerkt, daß die US-A-3 832 966 und die US-A-3 699 912 verschiedene Tankerrumpfentwürfe zum Einschliessen bzw. Bewahren einer Schiffsladung im Schiffsrumpf im Fall eines Bruchs oder Berstens wie zum Beispiel durch eine Kollision oder auf-Grund-Laufen zeigen.
  • Weiterhin zeigt die GB-A-2 000 474 eine Tankkonstruktion für flüssige Schiffsladung für Tankerbehälter, wobei ein Lecken oder Auslaufen in dem Fall eines Rumpfbruchs eines Tankbehälters verringert ist und wobei die Bedingung des Verhältnisses der hydrostatischen Höhe des Wassers und derjenigen der Schiffsladung betrachtet wird.
  • Der spezifische, gegen eine Verschmutzung beständige Aufbau der vorliegenden Erfindung, der sich auf einen doppelseitigen Tanker mit einem einzigen Boden bezieht und all die Vorteile eines doppelten Rumpfentwurfs, aber keinen der Nachteile von doppelten Böden hat, ist jedoch nicht gezeigt worden.
  • Die Erfindung wird nun detaillierter an Beispielen mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung gezeigt, in der Fig. 1 schematisch einen Querschnitt eines Tankers gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • Der in Fig. 1 gezeigte Tanker hat eine Breite B und weist auf: einen mittleren Cargo- bzw. Ladetank 1, der sich in Längsrichtung um irgendeinen angemessenen Abstand erstreckt und eine Oberwand 2 und eine Bodenwand 3 hat, und doppelte Seitenwände, die jeweils eine Innenwand 4 und eine Außenwand 5 aufweisen und einen Innenraum 6 definieren.

Claims (4)

1. Ein Tanker zum Befördern einer Bulkladung, der wenigstens einen sich in Längsrichtung erstreckenden mittleren Ladetank mit einer oberen Wand, einer Bodenwand und doppelten Seitenwänden aufweist, wobei die doppelten Seitenwände jeweils eine Innenwand und eine Außenwand aufweisen und geschlossene Innenräume definieren, die Lade- (Cargo-) oder Ballasttanks bilden, die an jeder Seite des mittleren Ladetanks angeordnet sind, wobei die doppelten Seitenwände des (der) mittleren Ladetanks sich jeweils unter die Bodenwand des (der) Ladetanks um einen Abstand erstrecken, welcher mindestens gleich B/50 ist, wobei B die Breite des Tankers darstellt, und wobei der (die) Cargotank(s) solche Ausmaße aufweist (aufweisen), daß das Verhältnis H&sub1;/H&sub2; höchstens 1 ist, wenn der Tank mit Schiffsladung gefüllt ist, wobei H&sub1; die hydrostatische Höhe auf der Bodenwand des Ladetanks aufgrund der Ladung in dem Tank darstellt und H&sub2; die hydrostatische Höhe auf der Bodenwand des Ladetanks aufgrund des äußeren Wassers darstellt, und wobei der Abstand zwischen der Innen- und Außenwand jeder doppelten Seitenwand höchstens B/5 ist, wobei B die Breite des Tankers darstellt.
2. Der Tanker nach Anspruch 1, wobei die doppelten Seitenwände des (der) mittleren Cargotanks sich unter die Bodenwand des (der) Cargotanks um einen Abstand erstrecken, welcher mindestens gleich B/15 ist, wobei B die Breite des Tankers darstellt.
3. Der Tanker nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Innenwand und die Außenwand jeder doppelten Seitenwand parallel zueinander angeordnet sind.
4. Der Tanker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die doppelten Seitenwände im wesentlichen vertikal angeordnet sind.
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