DE69105019T2 - Teilweise gehärteter Sinterkörper und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Teilweise gehärteter Sinterkörper und Verfahren zu seiner Herstellung.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sinterkörper mit einem gehärteten Teilbereich und auf ein Verfahren zur Herstellung solch eines teilweise gehärteten Sinterkörpers.
  • Erzeugnisse mit gehärteten Teilbereichen schließen Kipphebel zum Bewegen von Einlaß- und Auslaßventilen in Verbrennungskraftmaschinen mit interner Verbrennung ein. Der Kipphebel besitzt eine Gleitfläche, die in gleitendem Kontakt mit einer Nocke oder einem Ventil gehalten wird, und die Gleitfläche muß gegenüber abschleifender Beanspruchung widerstandsfähig sein. Kipphebel für Verbrennungskraftmaschinen mit interner Verbrennung werden üblicherweise als Stahlschmiedestücke, Sinterkörper auf Eisenbasis und Aluminiumgußstücke ausgeführt.
  • Stahlgeschmiedete Kipphebel sind hinreichend stabil und starr. Allerdings sind eine Anzahl von Bearbeitungsschritten erforderlich, um die geschmiedeten Kipphebel nachzuschleifen, und ein gegen Abschleifen widerstandsfähiges Bauteil aus gebundenem Karbid muß auf die in Kontakt mit einem Ventil oder einer Nocke gehaltene Gleitfläche aufgelötet oder sonstwie auf dieser befestigt werden.
  • Die auf Eisenbasis gesinterten Kipphebel müssen nach dem Sinterprozeß nicht mehr in großem Ausmaß bearbeitet werden. Allerdings muß ein gegen Abschleifen widerstandsfähiges Bauteil aus gebundenem Karbid in einer inerten Atmosphäre auf die in Kontakt mit einem Ventil oder einer Nocke gehaltene Gleitfläche aufgelötet werden.
  • Die Aluminiumguß-Kipphebel besitzen ein gegen Abschleifen widerstandsfähiges Bauteil aus gebundenem Karbid oder Keramikguß auf der in Kontakt mit einem Ventil oder einer Nocke gehaltenen Gleitfläche. Allerdings ist das gegen Abschleifen widerstandsfähige Bauteil, das so an den Aluminiumguß-Kipphebeln festgemacht ist, nicht notwendigerweise zufriedenstellend. Die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 62 (1987) - 38810 offenbart einen Kipphebel aus einer Aluminiumlegierung mit einer Gleitfläche für den Kontakt mit einer Nocke, wobei die Gleitfläche als zusammengesetzte Schicht ausgebildet ist, die ein feines Pulver aus einer intermetallischen Verbindung oder keramischem Material umfaßt, welches in einer Aluminiumlegierung-Matrix verteilt ist. Die Gleitfläche des offenbarten Kipphebels weist allerdings keinen zufriedenstellenden Grad an Widerstandsfähigkeit gegenüber Abschleifen auf, da es schwierig ist, eine zusammengesetzte Struktur aus der intermetallischen Verbindung oder dem keramischen Material in der Aluminiumlegierung-Matrix zu erzeugen. Zusätzlich sollte eine Energiequelle mit hoher Energiedichte, wie z.B. ein Laser, eingesetzt werden, um die zusammengesetzte Schicht zu bilden.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen teilweise gehärteten Sinterkörper vorzuschlagen, der auf einfache Weise geformt werden kann und nach seiner Ausformung nur eine relativ geringe Menge an Bearbeitung erfordert, und der einen sich zuverlässig ausbildenden gehärteten Teil aufweist, sowie ein Verfahren zur Herstellung solch eines teilweise gehärteten Sinterkörpers.
  • Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen teilweise gehärteten Sinterkörper vorzuschlagen, der einen gehärteten Teil aufweist, dessen Eigenschaft in Abhängigkeit von seiner gewünschten Funktion unabhängig vom Material des Sinterkörpers ausgewählt werden kann, sowie ein Verfahren zur Herstellung solch eines teilweise gehärteten Sinterkörpers.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers mit einem Hauptteil und einem gehärteten Teil vorgeschlagen, das folgende Verfahrensschritte umfaßt: Befüllen einer Sinterform mit Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers, Befüllen eines Teils der Sinterform mit einem kapselähnlichen Pulvergemisch, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers ist, und die Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers bestehen, zusammengesetzt ist, und Sintern des Pulvers und des kapselähnlichen Pulvergemischs, die in die Sinterform eingefüllt sind.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird auch ein Verfahren zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers mit einem Hauptteil und einem gehärteten Teil vorgeschlagen, das folgende Verfahrensschritte umfaßt: Sintern des Hauptteils des Pulvers zur Ausformung des Hauptkörpers, Anordnen des Hauptteils in einer Sinterform, Plazieren eines kapselähnlichen Pulvergemischs, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers ist, und die genannten Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers bestehen, zusammengesetzt ist, an einer Stelle an dem in der Sinterform angeordneten Hauptteil, und Sintern des kapselähnlichen Pulvergemischs, das an der Stelle an dem Hauptteil plaziert ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird weiter ein teilweise gehärteter Sinterkörper vorgeschlagen, der einen Hauptkörper ausformendes Pulver und ein dem Pulver benachbart angeordnetes kapselähnliches Pulvergemisch umfaßt, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das Pulver ist, und die Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das genannte Pulver bestehen, zusammengesetzt ist, wobei das Pulver und das kapselähnliche Pulvergemisch verfestigt sind.
  • Die Verwendung von vernickeltem Diamantpulver zum Beschichten von metallischen Gegenständen ist in DE-C-3706496 offenbart. Sintergegenstände aus weichem Pulver in einem Teil des Gegenstands und Hartmetallpulver in einem anderen Teil sind beispielsweise in WO-A-9002619 offenbart.
  • Die oben angegebenen und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung deutlicher werden, wenn sie in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen gesehen wird, in denen bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung als erläuternde Beispiele gezeigt sind.
  • Die beigefügten Zeichnungen zeigen:
  • Figur 1 eine schematische Darstellung eines Pulvergemischs, das in einem teilweise gehärteten Sinterkörper gemäß der vorliegenden Erfindung eingesintert werden soll;
  • Figur 2 eine schematische Darstellung einer Gruppe solcher Pulvergemische;
  • Figur 3 ein Schaltungsdiagramm einer Vorrichtung zur Herstellung des Sinterkörpers;
  • Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines teilweise gehärteten Sinterkörpers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wobei der teilweise gehärtete Sinterkörper als Kipphebel ausgebildet ist;
  • Figur 5 eine Querschnittdarstellung einer Sinterform zum Sintern des in Figur 4 gezeigten Kipphebels;
  • Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines teilweise gehärteten Sinterkörpers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wobei der teilweise gehärtete Sinterkörper als Kipphebel ausgebildet ist; und
  • Figur 7 eine perspektivische Ansicht einer Anordnung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • Wie in Figur 1 gezeigt, umfaßt ein kapselähnliches Pulvergemisch-Partikel 1, das in einem teilweise gehärteten Sinterkörper eingesintert werden soll, ein Kernteilchen 2 und mehrere Teilchen 3, die die Oberfläche des Kernteilchens 2 bedecken. Das Kernteilchen 2 kann aus einem harten Material, wie z.B. Aluminiumoxid (Al&sub2;O&sub3;) bestehen. Das Pulvergemisch-Partikel 1 kann auf folgende Weise erzeugt werden: Die Abdeckteilchen 3 werden an der Oberfläche des Kernteilchens 2 durch elektrostatische Kräfte festgehalten, wenn sie mit dem Kernteilchen 2 vermischt werden. Dann wird die Mischung in einem Gehäuse mit Drehflügeln plaziert und durch die Drehflügel in Rotation mit Zentrifugalkräften versetzt, bis die Abdeckteilchen 3 durch mechanische Bindung fest an der Oberfläche des Kernteilchens 2 haften. Solch ein Prozeß zur Erzeugung des Pulvergemisch-Partikels 1 ist beispielsweise in der japanischen offengelegten Patentveröffentlichung Nr. 62 (1987) - 250942 offenbart.
  • Figur 2 zeigt eine dichte Masse oder Gruppe 4 von kapselähnlichen Pulvergemisch-Partikeln 1, die gesintert sind. Die Kernteilchen 2, deren jedes mit den Abdeckteilchen 3 bedeckt ist, sind durch die Abdeckteilchen 3, die jeweils miteinander verbunden sind, sicher zu einer einheitlichen Struktur zusammengekoppelt. Die so geformte Gruppe 4 dient als Sinterkörper gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Eine Sintervorrichtung zur Erzeugung solch eines gesinterten Körpers gemäß der vorliegenden Erfindung ist in Figur 3 gezeigt. Die Sintervorrichtung schließt eine Sinterform 10 ein, die aus einem äußerst stabilem Metall wie beispielsweise Wolframstahl hergestellt ist und ein zentrales Loch aufweist, um darin eine zu sinternde Pulvermasse 1a, d.h. die Gruppe 4 von kapselähnlichen Pulvergemisch-Partikeln 1 anzuordnen. Die innere Wandung des Loches ist mit einer isolierenden Schicht 11 bedeckt, die elektrisch nicht leitend ist.
  • Obere und untere Stempel 12, 13 besitzen jeweils untere und obere Enden, die in das Loch in der Sinterform 10, 11 eingeführt sind. Die Pulvermasse 1a ist in dem Hohlraum zwischen den oberen und unteren Stempeln 12, 13 angeordnet. Falls ein Kipphebel 100, wie er in Figur 4 gezeigt ist, aus der Pulvermasse 1a durch Sintern in der Sintervorrichtung hergestellt werden soll, werden die Oberflächen der oberen und unteren Stempel 12, 13, die die Pulvermasse 1a berühren, komplementär zu den Seiten des Kipphebels 100 ausgeformt. Ein elektrisch nicht leitender Kern 12a (vgl. Figur 5) wird zur Ausformung eines Wellenloches 102 (vgl. Figur 4) im Kipphebel 100 in der Sinterform 10 angeordnet.
  • Die oberen und unteren Stempel 12, 13 sind jeweils mit oberen und unteren Elektroden 14, 15 verbunden. Die oberen und unteren Stempel 12, 13 und die oberen und unteren Elektroden 14, 15 werden durch eine hydraulische Presse kontrolliert in die durch die Pfeile P angezeigten Richtungen gedrückt, so daß das Pulver in der Sinterform 10 zusammengepreßt wird, während über die Elektroden 14, 15 eine Spannung angelegt wird.
  • Die oberen und unteren Elektroden 14, 15 sind elektrisch an einen Schaltkreis aus den in Serie geschalteten Schaltern SW1, SW2 und einem Kondensator C angeschlossen, und ein Schaltkreis aus einer Serienschaltung eines variablen Widerstands R und einer Energieversorgung mit variabler Spannung 16 ist parallel mit einem Schaltkreis aus einer Serienschaltung des Kondensators C und des Schalters SW2 verbunden. Die Schalter SW1, SW2 werden durch ein Steuergerät 17 gesteuert. Die Energieversorgung mit variabler Spannung 16 liefert einen elektrischen Strom unter hoher Spannung, um den Kondensator C über den Widerstand R und den geschlossenen Schalter SW2 aufzuladen. Wird der Schalter SW1 geschlossen, so wird über die Elektroden 14, 15 und die oberen und unteren Stempel 12, 13 an das zusammengepreßte Pulver eine hohe Spannung angelegt, um darin eine elektrische Entladung zu verursachen.
  • Eine wiederholte Einwirkung der hohen Spannung auf das zusammengepreßte Pulver zerbricht Oxide und andere Verunreinigungen auf den Oberflächen der Abdeckteilchen 3 und reinigt somit die Oberflächen der Abdeckteilchen 3, wodurch die Abdeckteilchen 3 sich miteinander verbinden können.
  • Ein Sinterkörper gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, der unter Verwendung der oben beschriebenen Sintervorrichtung erzeugt wird, wird im folgenden beschrieben.
  • Der Sinterkörper gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel wird wie der in Figur 4 gezeigte Kipphebel 100 hergestellt. Der Kipphebel 100 besitzt einen Hauptteil 101, der aus üblichem Sinterpulver auf Eisenbasis gemäß JPMA-Standard SMF4020 hergestellt ist, d.h. zusammengesetzt aus 0,2 bis 0,8 % Kohlenstoff, 1 bis 4 % Kupfer sowie dem Rest Eisen.
  • Der Kipphebel 100 weist auch eine gegen Abschleifen widerstandsfähige Gleitfläche 110 auf, die aus einem kapselähnlichen Pulvergemisch, wie es in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist, hergestellt ist. Beispielsweise sind die Kernteilchen als Aluminiumoxid(Al&sub2;O&sub3;)-Partikel mit einem Durchmesser im Bereich von 50 bis 200 um ausgeführt, und die Abdeckteilchen sind als Sinterpulver-Partikel auf Eisenbasis ausgeführt, deren Durchmesser etwa 1/10 des Durchmessers der Aluminiumoxid-Partikel beträgt. Das kapselähnliche Pulvergemisch wird wie folgt hergestellt: 70 Gewichtsprozent Aluminiumoxid-Partikel und 30 Gewichtsprozent Sinterpulver-Partikel auf Eisenbasis werden hinreichend miteinander vermischt. Dann wird die Mischung in einem elektrostatisch aufgeladenen Kasten durchgeknetet, wodurch die kleineren Pulverpartikel auf Eisenbasis von den Aluminiumoxid-Partikeln elektrostatisch angezogen werden können. Die Mischung wird danach in einem Gehäuse mit Drehflügeln plaziert, dessen Drehflügel mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5000 bis 7000 U/min rotieren. Die Drehflügel werden für einige Minuten gedreht, so daß die Sinterpulver-Partikel auf Eisenbasis fest die Aluminiumoxid-Partikel überziehen und so ein kapselähnliches Pulvergemisch erzeugen.
  • Dann wird das kapselähnliche Pulvergemisch in einer in Figur 5 gezeigten Sinterform an einer Stelle plaziert, die einem Gleitflächenbereich 110 des Kipphebels 100 entspricht, und eine vorbestimmte Menge an gesinterten Partikeln auf Eisenbasis wird in der Sinterform an einer Stelle plaziert, die dem Hauptkörper 101 des Kipphebels 100 entspricht. Dann wird über die Elektroden 14, 15 und die oberen und unteren Stempel 12, 13 eine gepulste Spannung an das Pulvergemisch und die gesinterten Partikel auf Eisenbasis in der Sinterform angelegt. Nun entwickeln sich elektrische Entladungen zwischen den gesinterten Partikeln auf Eisenbasis auf der Oberfläche des kapselähnlichen Pulvergemischs und auch zwischen den gesinterten Partikeln auf Eisenbasis, die dem Hauptkörper 101 entsprechen.
  • Wiederholte elektrische Entladungen zerbrechen Oxide und andere Verunreinigungen auf den Oberflächen der Partikel und reinigen so die Oberflächen der Partikel, die sich dann miteinander verbinden. Die Partikel in der Sinterform werden nun zu einem Kipphebel, wie er in Figur 4 gezeigt ist, gesintert. Der Gleitflächenbereich 110 weist ein inneres Gebiet auf, das aus Aluminiumoxid besteht, und ein Oberflächengebiet aus den gleichen gesinterten Eisenpartikeln wie im Hauptkörper 101. Daher können der Gleitflächenbereich 110 und der Hauptkörper 101 unter den gleichen Bedingungen durch einen hindurchfließenden elektrischen Strom gesintert werden.
  • Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird eine Pulsspannung an die in die Sinterform eingefüllten Partikel angelegt. Daher müssen die Abdeckteilchen des kapselähnlichen Pulvergemisches elektrisch leitend sein. Alternativ können die Partikel in der Sinterform durch einen Heißpreß- Prozeß gesintert werden.
  • Während bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel die Kernteilchen des kapselähnlichen Pulvergemisches im Gleitflächenbereich aus Aluminiumoxid bestehen, können sie aus einem gegen Abschleifen widerstandsfähigen Keramikmaterial wie beispielsweise Siliziumkarbid (SiC) oder Siliziumnitrid (Si&sub3;N&sub4;) bestehen.
  • Die Abdeckteilchen des kapselähnlichen Pulvergemisches im Gleitflächenbereich sind in dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel Pulver-Partikel auf Eisenbasis. Jedoch können die Abdeckteilchen als Aluminiumlegierung-Partikel ausgebildet sein, wenn der Hauptkörper des Kipphebels aus einer Aluminiumlegierung besteht.
  • Figur 6 zeigt einen Sinterkörper als einen Kipphebel 200 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Der Kipphebel 200 weist einen Hauptkörper 201 aus einer Aluminiumlegierung auf.
  • Um den in Figur 6 gezeigten gesinterten Kipphebel 200 herzustellen, wird ein aus Aluminiumoxidpulver und Aluminiumlegierungpulver, die in einem vorbestimmten Verhältnis miteinander vermischt sind, zusammengesetztes kapselähnliches Pulvergemisch verwendet, um einen Gleitflächenbereich 210 auszubilden, und Aluminiumlegierungpulver wird verwendet, um einen Hauptkörper 201 auszubilden. Der Kipphebel 200 weist ein Ölloch auf, das durch ein in das Aluminiumlegierungpulver eingebettetes Aluminiumröhrchen 203 gebildet wird.
  • Figur 7 zeigt eine Anordnung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das in Figur 7 gezeigte Verfahren kann eingesetzt werden, um den in Figur 6 gezeigten Kipphebel 200 herzustellen.
  • Zuerst wird der Hauptkörper 201 des Kipphebels 200 aus Aluminiumlegierungpulver gesintert. Insbesondere wird das Aluminiumröhrchen 203 zur Ausbildung eines Ölloches in einer Sinterform angeordnet, und dann wird Aluminiumlegierungpulver in die Sinterform eingefüllt. Der Hauptkörper 201 kann dann durch die in Figur 3 gezeigte Sintervorrichtung oder gemäß dem Heißpreß-Prozeß gesintert werden.
  • Der gesinterte Hauptkörper 201 wird dann in einem unteren Formbauteil 31 einer Sinterform 30 (vgl. Figur 7) angeordnet, wobei eine Oberfläche S nach oben zeigt. Der Gleitflächenbereich 210 wird an die Oberfläche S angefügt werden. Ein im Hauptkörper 201 definiertes Wellenloch 202 ist mit einem in dem unteren Formbauteil 31 definierten Durchgangsloch 311 ausgerichtet, und ein Haltestab 301 wird durch das Durchgangsloch 311 und das Wellenloch 202 eingeführt, um den Hauptkörper 201 in seiner Position in dem unteren Formbauteil 31 zu halten.
  • Danach wird eine Masse eines kapselähnlichen Pulvergemisches, das aus Kernteilchen aus Aluminiumoxid und Abdeckteilchen aus Aluminiumlegierungpulver zusammengesetzt ist, auf der Oberfläche S des Hauptkörpers 201 angeordnet. Ein oberes Formbauteil 32 wird auf die Masse des kapselähnlichen Pulvergemisches abgesenkt, um dieses unter Druck zu setzen. Dann wird eine Pulsspannung an das kapselähnliche Pulvergemisch angelegt, um dieses zu einem Gleitflächenbereich 210 zu sintern. Da die Abdeckteilchen des kapselähnlichen Pulvergemisches aus dem gleichen Aluminiumlegierungpulver bestehen, das auch das Material des Hauptkörpers 201 ist, verbindet sich der gesinterte Gleitflächenbereich 210 fest mit der Oberfläche S des Hauptkörpers 201.
  • In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird an das kapselähnliche Pulvergemisch eine Pulsspannung angelegt, um dieses zu dem Gleitflächenbereich 210 zu sintern. Der Gleitflächenbereich 210 kann allerdings auch gemäß dem Heißpreß-Prozeß gesintert werden.
  • Der teilweise gehärtete Sinterkörper gemäß der vorliegenden Erfindung ist in der Herstellungsform eines Kipphebels gezeigt und beschrieben worden. Der teilweise gehärtete Sinterkörper kann aber auch in Form verschiedener anderer Komponenten und Erzeugnisse verwendet werden.
  • Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele gezeigt und beschrieben worden sind, sei hiermit festgestellt, daß dabei viele Abänderungen und Modifikationen durchgeführt werden können, ohne den Bereich der beigefügten Ansprüche zu verlassen.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers mit einem Hauptteil und einem gehärteten Teil, das folgende Verfahrensschritte umfaßt:
Befüllen einer Sinterform mit Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers;
Befüllen eines Teils der genannten Sinterform mit einem kapselähnlichen Pulvergemisch, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers ist, und die genannten Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers bestehen, zusammengesetzt ist; und
Sintern des Pulvers und des kapselähnlichen Pulvergemischs, die in die genannte Sinterform eingefüllt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers und die Abdeckteilchen aus einem elektrisch leitenden Material bestehen, wobei der Verfahrensschritt des Sinterns des Pulvers und des kapselähnlichen Pulvergemischs den Verfahrensschritt des Anlegens einer Pulsspannung an das Pulver und das kapselähnliche Pulvergemisch, die in die genannte Sinterform eingefüllt sind, umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die genannten Kernteilchen aus einem elektrisch nicht leitenden Material bestehen.
4. Verfahren zur Herstellung eines teilweise gehärteten Sinterkörpers mit einem Hauptteil und einem gehärteten Teil, das folgende Verfahrensschritte umfaßt:
Sintern des Hauptteils des Pulvers zur Ausformung des Hauptkörpers;
Anordnen des Hauptteils in einer Sinterform;
Plazieren eines kapselähnlichen Pulvergemischs, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers ist, und die genannten Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers bestehen, zusammengesetzt ist, an einer Stelle an dem genannten in der Sinterform angeordneten Hauptteil; und
Sintern des kapselähnlichen Pulvergemischs, das an der Stelle an dem genannten Hauptteil plaziert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das Pulver zur Ausformung des Hauptkörpers und die Abdeckteilchen aus einem elektrisch leitenden Material bestehen, wobei der Verfahrensschritt des Sinterns des kapselähnlichen Pulvergemischs den Verfahrensschritt des Anlegens einer Pulsspannung an das kapselähnliche Pulvergemisch, das an der Stelle an dem genannten Hauptteil plaziert ist, umfaßt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die genannten Kernteilchen aus einem elektrisch nichtleitenden Material bestehen.
7. Teilweise gehärteter Sinterkörper, der einen Hauptkörper ausformendes Pulver und ein dem genannten Pulver benachbart angeordnetes kapselähnliches Pulvergemisch umfaßt, das aus Kernteilchen aus einem Material, das härter als das genannte Pulver ist, und die genannten Kernteilchen bedeckenden Abdeckteilchen, die aus dem gleichen Material wie das genannte Pulver bestehen, zusammengesetzt ist, wobei das genannte Pulver und das genannte kapselähnliche Pulvergemisch verfestigt sind.
8. Teilweise gehärteter Sinterkörper nach Anspruch 7, bei dem die genannten Kernteilchen aus einem keramischen Material bestehen.
9. Teilweise gehärteter Sinterkörper nach Anspruch 7, bei dem die genannten Abdeckteilchen aus einem Material auf Eisenbasis bestehen.
10. Teilweise gehärteter Sinterkörper nach Anspruch 7, bei dem die genannten Abdeckteilchen aus einem Aluminiummaterial bestehen.
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