DE69111472T2 - Ventilplatte für einen Kolbenverdichter. - Google Patents

Ventilplatte für einen Kolbenverdichter.

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DE69111472T2
DE69111472T2 DE69111472T DE69111472T DE69111472T2 DE 69111472 T2 DE69111472 T2 DE 69111472T2 DE 69111472 T DE69111472 T DE 69111472T DE 69111472 T DE69111472 T DE 69111472T DE 69111472 T2 DE69111472 T2 DE 69111472T2
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valve
compressor
exhaust
ports
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Hayato Ikeda
Hisato Kawamura
Masakazu Ohbayashi
Satoshi Umemura
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Description

    Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ventilplatte für einen Verdichter mit hin- und hergehendem Kolben bzw. einen Kolbenverdichter nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, der Kühlgas komprimiert, und insbesondere auf einen Kolbenverdichter mit einem Auslaßventilmechanismus, der Geräusche und Vibrationen unterdrückt.
  • 2. Erläuterung des in Beziehung stehenden Standes der Technik
  • Es sind viele Kolbenverdichter bekannt, wie z.B. der Schrägscheibenverdichter und der Taumelscheibenverdichter. Ein typischer Schrägscheibenverdichter mit einem durch einen Kolben betätigten Verdichtungsmechanismus zum Verdichten von Kühlgas ist in Fig. 9 gezeigt. Der Verdichter von Fig. 9 hat ein Paar von axial verbundenen Zylinderblocken 1 und 2, die an ihren entgegengesetzten Enden, dem vorderen und dem hinteren Ende, über eine vordere Ventilplatte 3 und eine hintere Ventilplatte 4 durch ein vorderes Gehäuse 5 bzw. ein hinteres Gehäuse 6 geschlossen sind. Das vordere Gehäuse 5, die vordere Ventilplatte 3, die Zylinderblöcke 1 und 2, die hintere Ventilplatte 4 und das hintere Gehäuse 6 sind durch eine geeignete Anzahl an Schraubenbolzen (nicht gezeigt) eng miteinander verbunden. Die verbundenen Zylinderblöcke 1 und 2 haben eine Schrägscheibenkammer 7, die in diesen an ihrem Verbindungsabschnitt ausgebildet ist; eine Taumelscheibe 9 ist in der Taumelscheibenkammer 7 angeordnet und auf einer Antriebswelle 8 verkeilt, die sich durch Bohrungen 1a und 2a erstreckt, die am Mittelpunkt der verbundenen Zylinderblöcke 1 und 2 ausgebildet sind. Die verbundenen Zylinderblöcke 1 und 2 sind mit einer Vielzahl von axialen Zylinderbohrungen 10 versehen, die um die Achse der Antriebswelle 8 radial mit gleichem Abstand angeordnet sind und sich zum Mittelpunkt der Antriebswelle 8 parallel erstrecken. Eine Vielzahl von zweistufigen Kolben 11 ist in die Vielzahl von Zylinderbohrungen 10 gleitfähig gepaßt, um über Gleitstücke 12 mit der Schrägscheibe 9 in Eingriff zu stehen, und wird durch die Schrägscheibe 9 hin- und herbewegt, wenn die Schrägscheibe 9 zusammen mit der Antriebswelle 8 gedreht wird.
  • Das vordere Gehäuse 5 und das hintere Gehäuse 6 sind mit äußeren Ansaugkammern 13 und 14 für das Kühlgas vor der Verdichtung bzw. inneren Auslaßkammern 15 und 16 für das Kühlgas nach der Verdichtung versehen. Die Schrägscheibenkammer 7 steht mit den Ansaugkammern 13 und 14 über einen Ansaugkanal (nicht gezeigt) in Fluidverbindung; die Auslaßkammern 15 und 16 stehen mit einem äußeren Kühlkreislauf in Fluidverbindung.
  • Die vordere Ventilplatte 3 und die hintere Ventilplatte 4 sind mit Ansauganschlüssen 17 und 18, die zwischen den Ansaugkammern 13 und 14 und den Zylinderbohrungen 10 Fluidverbindung herstellen, und Auslaßanschlüssen 19 und 20 versehen, die zwischen den Zylinderbohrungen 10 und den Auslaßkammern 15 und 16 Fluidverbindung herstellen. Die vorderen Ventilplatte 3 und die hintere Ventilplatte 4 sind ebenfalls mit Innenflächen versehen, die den Zylinderbohrungen 10 der verbundenen Zylinderblöcke 1 und 2 gegenüberliegen, und sind mit einem vorderen Ansaugventilbogen und einem hinteren Ansaugventilbogen bedeckt, die Ansaugventile 21 und 22 aufweisen, die die Ansauganschlüsse 17 und 18 öffnen und schließen. Die Ventilplatten 3 und 4 sind ferner mit Außenflächen versehen, die dem vorderen Gehäuse 5 und dem hinteren Gehäuse 6 gegenüberliegen, und sind mit einem vorderen und einem hinteren Ventilbogen bedeckt, der Auslaßventile 23 und 24 hat, die die Auslaßanschlüsse 19 und 20 öffnen und schließen. Ventilhalter 25 und 26 sind hinter den Auslaßventilen 23 und 24 angeordnet, um das Öffnen der Auslaßventile 23 und 24 zu beschränken.
  • Das vordere Auslaßventil 23 und das hintere Auslaßventil 24 sind in einer solchen Weise ausgebildet, daß diese mit Grenzabschnitten der Außenflächen der Ventilplatten 3 und 4 in enger Berührung stehen, die die Auslaßanschlüsse 19 und 20 umgeben; daher sind, wenn der Druck des Kühlgases in den Zylinderbohrungen 10 durch die Verdichtung durch die Kolben 11 bedingt auf einen vorbestimmten Pegel steigt, die Auslaßventile 23 und 24 zu den jeweiligen Ventilhaltern 25 und 26 hin gebogen, um die Auslaßanschlüsse 19 und 20 zu öffnen, und gestatten dadurch, daß das in den Zylinderbohrungen 10 komprimierte Kühlgas zu den Auslaßkammern 15 und 16 ausgelassen wird.
  • Der vorstehend beschriebene Kolbenverdichter wird mit Schmieröl in Form eines im Kühlgas schwebenden Ölnebels gespeist; somit haftet der Ölnebel an den Endflächen der vorderen Ventilplatte 3 und der hinteren Ventilplatte 4 und den Flächen des vorderen Auslaßventils 23 und des hinteren Auslaßventils 24 an, so daß die Endflächen der vorderen Ventilplatte 3 und der hinteren Ventilplatte 4 und die Flächen des vorderen Auslaßventils 23 und des hinteren Auslaßventils 24 immer mit einem Ölfilm bedeckt sind. Die Endflächen der vorderen Ventilplatte 3 und der hinteren Ventilplatte 4 sind ebenfalls mit glatten Flächen versehen, die eine Oberflächenrauheit (Rz) zwischen nur 6 bis 7 Rz aufweisen, so daß, wenn die Ventilplatten 3 und 4 im Verdichter zwischen den axialen Enden der Zylinderblöcke 1 und 2 und dem vorderen Gehäuse 5 und hinteren Gehäuses 6 untergebracht sind, zwischen dem Hochdruckbereich, z.B. den Auslaßkammern 15 und 16, und dem Niederdruckbereich, z.B. den Ansaugkammern 13 und 14, ein vollständig luftdichter Zustand erreicht wird, ohne daß über die Flächen der Ventilplatten 3 und 4 Fluidleckage auftritt, um dadurch bei der Verdichtung der Kühlgases eine hohe volumetrische Effektivität zu erhalten. Und zwar tritt, wenn die Oberfläche der Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 rauh ist, durch eine Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite bedingt ein Durchsickern des Hochdruck-Kühlgases vom Hochdruckbereich zum Niederdruckbereich über die rauhen Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 auf; daher ist die volumetrische Effektivität bei der Verdichtung des Kühlgases verringert.
  • Trotzdem werden, wenn die Oberfläche der Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 glatt ist, die Auslaßventile 23 und 24 der Ventilbögen mit den Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 während des Schließens der Auslaßanschlüsse 19 und 20 durch eine Oberflächenspannung, die der die Ventilplatten 3 und 4 bedeckende Ölfilm aufweist, bedingt in enge Berührung gebracht. Dementsprechend werden während des Betriebes des Verdichters die Auslaßventile 23 und 24 der Ventilbögen nicht von den Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 getrennt, um die Auslaßanschlüsse 19 und 20 zu öffnen, bis daß der Kältemitteldruck in den Zylinderbohrungen 10 auf ein Druckniveau steigt, das ausreichend ist, um die Oberflächenspannung und die Haftkraft des Ölfilms zu überwinden; daher tritt in jeder Zylinderbohrung 10 eine übermäßige Verdichtung auf. Wenn die Auslaßventile 23 und 24 unter dieser übermäßigen Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen 10 geöffnet werden, bricht somit das verdichtete Gas aus den Zylinderbohrungen 10 in die Auslaßkammern 15 und 16 aus; die Enden der geöffneten Auslaßventile 23 und 24 stoßen mit den Ventilhaltern 25 und 26 stark zusammen. Daher erzeugen der Verdichter und die umgebenden Mechanismen unerwünschte Impulsvibrationen und Geräusche.
  • Um die vorstehend genannten, beim herkömmlichen Kolbenverdichter auftretenden Probleme in bezug auf Vibrationen und Geräusche zu überwinden, hat das Anmelder-Unternehmen bereits zahlreiche Vorschläge gemacht. Zum Beispiel offenbart das US-Patent Nr. 4 781 540 von Ikeda et al. einen asymmetrischen Ventilmechanismus für einen Kolbenverdichter. Dennoch haben die Erfinder der vorliegenden Anmeldung ihre Experimente fortgesetzt, um ein kostengünstigeres Verfahren zum Lösen der vorstehend genannten Probleme zu erhalten; sie experimentierten dementsprechend mit dem Aufrauhen der Endflächen der Ventilplatten an speziellen Abschnitten, die jede der Auslaßöffnungen umgeben und mit den Auslaßventilen in Berührung gelangen, um die vorstehend genannte enge Berührung zwischen den Auslaßventilen und den Ventilplatten zu verhindern. Als Ergebnis konnte das Auftreten einer übermäßigen Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen verringert werden; daher wurden die Geräusche und Vibrationen unterdrückt. Dennoch wurde herausgefunden, daß wenn die Auslaßventile 23 und 24 wiederholt mit den Ventilplatten zusammenstoßen, um die Auslaßöffnungen der Ventilplatten 3 und 4 zu schließen, die gerauhten Abschnitte der Endflächen der Ventilplatten 3 und 4 allmählich abgerieben werden und glatt werden; dementsprechend tritt die übermäßige Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen 10 allmählich erneut auf. Und zwar ist es nach einer lange Betriebszeit des Verdichters schwierig, das Auftreten von übermäßiger Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen 10 zu verhindern.
  • Ferner ist eine Ventilplatte nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 aus der Druckschrift DE-A-3 447 194 bekannt, bei der zumindest ein Anschluß ausgebildet ist, der durch eine Ventileinrichtung auswählend bedeckt ist. Darüber hinaus ist ein Ventilsitz an der Ventilplatte vorgesehen, der mit der Ventileinrichtung zusammenwirkt, um den jeweiligen Anschluß zu öffnen oder zu schließen. Dieser Ventilsitz weist zwei Oberflächenabschnitte auf, die den Anschluß umgeben und eine vorbestimmte Oberflächenrauhigkeit haben, wobei ein Außenring mit größerer Rauheit einen glatten Innenring umgibt.
  • Durch die vorstehend genannte Gestaltung bedingt werden die Adhäsionskräfte zwischen der Ventileinrichtung und dem Ventilsitz in einem angemessenen Bereich gehalten, während die Anlage der Ventileinrichtung mit dem Ventilsitz dicht genug ist, um zwischen einer Hochdruckseite und einer Niederdruckseite der Ventilplatte eine Druckdifferenz zu halten; dadurch wird eine relativ große volumetrische Effektivität vorgesehen, wenn z.B. ein Kühlgas an der Hochdruckseite der Ventilplatte komprimiert wird.
  • Nach einer langen Betriebszeit macht sich jedoch beim Stand der Technik das vorstehend dargestellte Problem negativ bemerkbar, d.h. unerwünschte Impulsvibrationen und Geräusche werden erzeugt.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Daher besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die bekannte Ventilplatte weiterzuentwickeln, um zu bewirken, daß diese in der Lage ist, die durch eine übermäßige Verdichtung des Kühlgases verursachten Geräusche und Vibrationen für eine lange Zeit zu verringern.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale gelöst, die im kennzeichnenden Teil der Patentansprüche 1, 6 und 7 angezeigt sind.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche 2 bis 5 und 8.
  • Entsprechend der Erfindung umgibt der Oberflächenabschnitt A den jeweiligen Auslaßanschluß direkt benachbart zu seiner Kante, wobei der Abschnitt eine Vickershärte von 120 bis 450 und eine vorbestimmte Rauheit hat, die größer als die der verbleibenden Oberfläche der Ventilplatte ist.
  • Durch diese Maßnahmen bedingt tritt, wenn durch die Verdichtung der Kühlgases durch das Hin- und Herbewegen der Kolben während des Schließens der Auslaßventile bedingt das Druckniveau in den Zylinderbohrungen erhöht wird, das von den Zylinderbohrungen durchsickernde, verdichtete Kühlgas in die gerauhten Abschnitte der zweiten Endfläche der Ventilplatte ein, um Schmieröl zwischen der Ventilplatte und den Auslaßventilen zu entfernen; dementsprechend wird die Oberflächenspannung des Schmieröls verringert, um dadurch die enge Berührung zwischen der zweiten Endfläche der Ventilplatte und den Auslaßventilen zu lockern. Außerdem verringert das vorstehend genannte komprimierte Kühlgas, das in die gerauhten Abschnitte der zweiten Endfläche der Ventilplatte eintritt, den Druck, der auf die Auslaßventile von der Seite der Auslaßkammer wirkt; daher können die Auslaßventile einfacher geöffnet werden. Wenn der Druck in den Zylinderbohrungen durch die Verdichtung des Kühlgases bedingt ein vorbestimmtes Niveau erreicht, werden daher die Auslaßventile schnell geöffnet. Dementsprechend kann das Auftreten von übermäßiger Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen verhindert werden, um dadurch Geräusche und Vibrationen des ausgelassenen Kühlgases zu unterdrükken.
  • Wenn die Auslaßventile in die Position zurückgelangen, in der die Auslaßanschlüsse der Ventilplatte geschlossen sind, stoßen die Auslaßventile mit den Endflächen der Ventilplatte zusammen. Da die gerauhten Abschnitte der zweiten Endfläche der Ventilplatte, die die jeweiligen Auslaßanschlüsse umgeben, auf eine Vickershärte von 120 bis 450 gehärtet sind, werden dennoch die gerauhten Abschnitte der Ventilplatte nicht in einfacher Weise abgetragen; dementsprechend kann die Wirkung der Verringerung der Geräusche und Vibrationen für einen langen Zeitraum aufrechterhalten werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die vorstehenden Merkmale und weiteren Vorteile der vorliegenden Erfindung werden bei Betrachtung der Beschreibung des Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen deutlicher, in denen:
  • Fig. 1 eine vergrößerte Teil-Vorderansicht eines oberflächengerauhten Abschnitts einer Ventilplatte und eines zusammenwirkenden Auslaßventils entsprechend der vorliegenden Erfindung ist,
  • Fig. 2 eine Vorderansicht einer Ventilplatte mit einer Vielzahl von Auslaßanschlüssen und eines Ventilbogens mit der entsprechenden Anzahl an Auslaßventilen entsprechend der vorliegenden Erfindung ist,
  • die Fig. 3A und 3B vergrößerte Teil-Schnittansichten der Ventilplatte und des Auslaßventils entsprechend der vorliegenden Erfindung sind, die die zwei verschiedenen Betriebszustände darstellen,
  • Fig. 4A eine graphische Darstellung ist, die die Beziehung zwischen dem Drehwinkel einer Schrägscheibe und dem Druckniveau in den Zylinderbohrungen in dem Fall darstellt, in dem die herkömmliche Ventilplatte im Kolbenverdichter nach dem Stand der Technik untergebracht ist,
  • Fig. 4B eine graphische Darstellung ist, die die Beziehung zwischen dem Drehwinkel einer Schrägscheibe und dem Druckniveau in den Zylinderbohrungen des Kolbenverdichters darstellt, der mit dem Auslaßventilmechanismus entsprechend der vorliegenden Erfindung versehen ist,
  • Fig. 5 eine graphische Darstellung ist, die die Beziehung zwischen der Oberflächenrauheit einer in einem Kolbenverdichter untergebrachten Ventilplatte und der vom Verdichter gezeigten volumetrischen Effektivität darstellt,
  • Fig. 6 eine graphische Ansicht ist, die die Beziehung zwischen der Oberflächenrauheit einer in einem Kolbenverdichter untergebrachten Ventilplatte und dem Geräuschpegel darstellt,
  • Fig. 7 eine graphische Ansicht ist, die die Beziehung zwischen der Härte des oberflächengerauhten Abschnitts einer in einem Kolbenverdichter untergebrachten Ventilplatte und der Änderung des Geräuschpegels darstellt,
  • Fig. 8 eine graphische Ansicht ist, die die Beziehung zwischen den Betriebsstunden eines Kolbenverdichters und der Änderung des Geräuschpegels in den zwei Fällen darstellt, in dem nur die oberflächenrauhende Bearbeitung an den Abschnitten um die Auslaßanschlüsse der Ventilplatte vorgenommen ist und in dem die oberflächenrauhende und oberflächenhärtende Bearbeitung an den Abschnitten um die Auslaßanschlüsse der Ventilplatte herum vorgenommen ist, und
  • Fig. 9 eine geschnittene Längsansicht eines Kolbenverdichters ist, in dem der Auslaßventilmechanismus nach dem Stand der Technik untergebracht ist, wobei jedoch ein Auslaßventilmechanismus der vorliegenden Erfindung in ähnlicher Weise untergebracht sein kann.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Die Beschreibung eines Auslaßventilmechanismus einer Ventilplatte für einen Kolbenverdichter, der die vorliegenden Erfindung verkörpert, wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Darstellungen in den Fig. 1 bis 8 vorgenommen. Es ist festzuhalten, daß, da die Struktur des Kalbenverdichters mit Ausnahme der Struktur der Ventilplatte die gleiche wie die nach dem Stand der Technik ist, die in Fig. 9 verwendeten Bezugszeichen verwendet werden, um entsprechende Elemente und Teile der Ventilplatte entsprechend der vorliegenden Erfindung zu bezeichnen. Es ist ferner festzuhalten, daß, da die vordere und die hintere Seite des Verdichters im wesentlichen die gleiche Funktion hat, der Auslaßventilmechanismus an der hinteren Seite des Verdichters im folgenden exemplarisch dargestellt wird.
  • Eine im Kolbenverdichter unterzubringende Ventilplatte 4 ist aus Eisen gefertigt und ist mit einer ersten flachen Fläche 4a, die dem Zylinderblock 2 (Fig. 9) gegenüberliegt, einer zweiten flachen Fläche 4b, die dem Gehäuse 6 (Fig. 9) gegenüberliegt, und einer Vielzahl von in dieser ausgebildeten Ansaug- und Auslaßanschlüssen 18 und 20 (im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit fünf) versehen. Wie es in Fig. 2 gezeigt ist, ist die Ventilplatte 4 ebenfalls mit einer Vielzahl von Durchgangslöchern 27 versehen, von denen jedes zwischen zwei benachbarten Ansauganschlüssen 18 angeordnet ist und gestattet, daß Schraubenbolzen (nicht gezeigt) durch dieses hindurchgehen, um dadurch die Zylinderblöcke 1 und 2 und das vordere und das hintere Gehäuse 5 und 6 axial zu verbinden.
  • Die Ventilplatte 4 hat in der zweiten Fläche 4b mit "A" bezeichnete Abschnitte, wobei jeder Abschnitt "A" der Ventilplatte 4 einen der Auslaßanschlüsse 20 umgibt, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, und ein Flächengebiet hat, das geringfügig größer als das eines vorderen Endabschnitts 24a eines Auslaßventils 24 ist, das betrieben wird, um den Auslaßanschluß 20 mit Möglichkeit zum Öffnen zu schließen. Jeder Abschnitt "A" der Ventilplatte 4 wird einer aufrauhenden Bearbeitung auf eine Oberflächenrauheit von 10 bis 20Rz unterzogen. Der verbleibende Abschnitt der zweiten Fläche 4b der Ventilplatte 4 wird ausgebildet, so daß dieser ähnlich der Ventilplatte nach dem Stand der Technik eine Oberflächenrauheit von ungefähr 6 bis 7 Rz hat. Die oberflächengerauhten Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 werden einem oberflächenhärtenden Bearbeitung auf eine Vickershärte (Hv) von 120 bis 450 unterzogen. Und zwar wird, um eine gewünschte Oberflächenhärte zu erreichen, die Ventilplatte 4 entweder aus z.B. Kohlenstoffstahl, der durch Abschrecken gehärtet werden kann [wie z.B. S45C-Stahl entsprechend dem japanischen Industriestandard (JIS G 3102)], oder einen anderen Typ von Stahl gefertigt, der durch Härten erhalten wird, z.B. ein warmgewalztes Stahlblech, das einen erhöhten Betrag an Kohlenstoff und einen in diesem enthaltenen Manganbestandteil aufweist.
  • Wenn das Auslaßventil 24 den Auslaßanschluß 20 der Ventilplatte 4 schließt, steht unter Bezugnahme auf Fig. 3 das Auslaßventil 24 in im wesentlichen enger Berührung mit dem Abschnitt "A", der den Auslaßanschluß 20 umgibt. Wenn die Verdichtung von Kühlgas durch den Kolben 11 eine Erhöhung des Druckniveaus in der Zylinderbohrung 10 verursacht, um ein Niveau zu erreichen, das zum Öffnen des Auslaßanschlusses 20 durch Anheben des Auslaßventils 24 ausreichend ist, tritt anschließend das verdichtete Kühlgas zwischen den gerauhten Abschnitt "A" der Ventilplatte 4 und dem Auslaßventil 24 zwangsläufig ein, während das Schmieröl zwischen der Ventilplatte 4 und dem Auslaßventil 24 entfernt wird; dementsprechend wird die starke Berührung zwischen dem Auslaßventil 24 und der Fläche 4b der Ventilplatte 4 durch die Oberflächenspannung des Schmieröls abgeschwächt. Auch ist die Differenz zwischen den Kräften, die am Auslaßventil 24 von seinen beiden Seite aus wirken, d.h. von der Seite der Auslaßkammer 16 und von der Seite der Zylinderbohrung 10, verringert. Dementsprechend ist das Auslaßventil 24 zum Angehoben-werden bereit, um den Auslaßanschluß 20 zu öffnen. Daher wird, sobald der Druck in der Zylinderbohrung 10 sich auf ein Niveau erhöht, das ausreichend ist, um das Auslaßventil 24 von der Fläche 4b der Ventilplatte 4 wegzubewegen, der Auslaßanschluß 20 der Ventilplatte 4 sofort geöffnet. Und zwar wird das Auslaßventil 24 bei einem in der Zylinderbohrung 10 vorherrschenden, vorbestimmten Druckniveau von seiner geschlossenen Position in seine geöffnete Position mit einem bestimmten Zeitverhalten bewegt. Daher kann verhindert werden, daß das Auslaßventil 24 einen starken Zusammenprall mit dem in der Auslaßkammer 16 angeordneten Ventilhalter 26 verursacht; dementsprechend wird die Erzeugung von Geräuschen unterdrückt. Da das Kühlgas nicht übermäßig verdichtet wird, wird außerdem die Erzeugung von Vibrationen und Geräuschen durch ein Ausbrechen des verdichteten Kühlgases aus der Zylinderbohrung 10 heraus bedingt verhindert; eine Schwankung des Auslaßdrucks des verdichteten Kühlgases wird ausreichend abgeschwächt.
  • Die Fig. 4A und 4B stellen Ergebnisse der Messung der Änderung des Drucks in der Zylinderbohrung 10 während einer vollständigen Drehung der Schrägscheibe 9 (Fig. 9) dar, wenn die Verdichter, die mit den Ventilplatten 3 und 4 entsprechend der vorliegenden Erfindung bzw. entsprechend dem Stand der Technik versehen sind, unter den nachstehend aufgeführten Betriebsbedingungen betrieben wurden.
  • Die Anzahl der Umdrehungen des Verdichters: 1000 U/min, der Ansaugdruck des Kühlgases 200 000 Pa (2kg/cm²), der Auslaßdruck des Kühlgases 1 500 000 Pa (15kg/cm²).
  • Aus dem Vergleich der Darstellungen der Fig. 4A und 4B wird festgestellt, daß ein übermäßiger Druck, der in dem Verdichter auftritt, der mit den Ventilplatten entsprechend der vorliegenden Erfindung versehen ist, kleiner ist als der, der in dem Verdichter auftritt, der mit den Ventilplatten nach dem Stand der Technik versehen ist. Aus diesen Ergebnissen wird verständlich, daß entsprechend der vorliegenden Erfindung die Geräusch- und Vibrationsunterdrückung und eine Verringerung der Schwankung des Auslaßdrucks erreicht werden.
  • Dennoch tritt bei hoher Oberflächenrauheit der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4, die den Auslaßanschluß 20 umgibt, eine Leckage des verdichteten Kühlgases selbst in der Schließposition des Auslaßventils 24 auf; dementsprechend ist die volumetrische Effektivität bei der Verdichtung des Kühlgases durch den Verdichter verringert. Folglich ist die Betriebseffektivität des Kolbenverdichters verringert. Und zwar muß die Oberflächenrauheit der Abschnitte "A" der Ventilplatten 3 und 4 nicht übermäßig gerauht sein.
  • Fig. 5 stellt ein Ergebnis von Experimenten dar, die zum Messen der Änderung der volumetrischen Effektivität bei der Verdichtung des Kühlgases in bezug auf die zahlreichen Oberflächenrauheiten der die Auslaßanschlüsse 20 umgebenden Abschnitte "A" durchgeführt wurden. Aus der Darstellung von Fig. 5 wird verständlich, daß, obwohl bei einer Änderung der Oberflächenrauheit der Ventilplatten von 0 bis 20 Rz die volumetrische Effektivität nahezu konstant gehalten wurde, bei einem Anstieg der Oberflächenrauheit der Ventilplatte 4 auf mehr als 20 Rz die volumetrische Effektivität verringert ist.
  • Außerdem wurde ein Experiment ausgeführt, um die Änderung des Geräuschpegels bei einer Änderung der Oberflächenrauheit der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 zu messen. Fig. 6 stellt das Ergebnis des vorstehend genannten Experimentes dar.
  • Der Darstellung von Fig. 6 kann entnommen werden, daß, wenn die Oberflächenrauheit der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 auf mehr als 10 Rz erhöht ist, der Geräuschpegel um ungefähr 3dB verringert ist und daß die Geräuschpegel bei Oberflächenrauheiten von 20 und 30 Rz im wesentlichen die gleichen sind. Daher ist verständlich, daß eine bevorzugte Oberflächenrauheit der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 nahezu 10 bis 20Rz beträgt. Durch ein durchgeführtes Experiment wurde bestätigt, daß, wenn die gesamte Endfläche 4b der Ventilplatte 4 auf eine Oberflächenrauheit von 10 bis 20 Rz gerauht war, sich die Dichteigenschaft zwischen der Ventilplatte 4 und der Dichtung, d.h. dem Ventilbogen, verschlechterte und eine Leckage des komprimierten Kältemittels an zahlreichen Abschnitten des Verdichters erzeugt wurde. Somit sollte die gesamte Fläche 4b der Ventilplatte 4 nicht gerauht sein.
  • Fig. 7 stellt das Ergebnis eines Experiments dar, bei dem mit einer Änderung der Oberflächenhärte der gerauhten Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 die Änderung des Geräuschpegels gemessen wurde. In Fig. 7 zeigt die Änderung des Geräuschpegels auf der Ordinate die Differenz zwischen den Geräuschpegeln an, die zu den Zeitpunkten vor und nach dem kontinuierlichem Betrieb des Verdichters für einen langen Zeitraum gemessen wurden (im durchgeführten Experiment ein kontinuierlicher Betrieb von 100 Stunden). Beim Durchführen des Experiments wurden die Ventilplatten 4, die mit den gerauhten Abschnitten "A" versehen waren, die eine Vickershärte (Hv) von 300 oder mehr haben, dadurch erhalten, indem diese Platten 4 einer Härtbearbeitung unter Verwendung des Abschreckungsverfahrens unterzogen wurden; die Ventilplatten 4, die mit den gerauhten Abschnitten "A" versehen sind, die eine Vickershärte von 120 und 150 haben, wurde erhalten, indem diese Ventilplatten nach dem Einstellen der Mengen an Kohlenstoff- und Manganbestandteilen aus dem vorstehend genannten warmgewalzten Stahlblech hergestellt wurden.
  • Aus Fig. 7 ist ersichtlich, daß, obwohl bei Verwendung eines Ventilplatte mit einer Vickershärte von weniger als 100 die Änderung des Geräuschpegels 3dB betrug, durch Verwendung einer Ventilplatte 5 mit einer Vickershärte von 120 bis 450 die Änderung des Geräuschpegels auf 1dB abgesenkt werden konnte. Wenn die Härte der gerauhten Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 jedoch über eine Vickershärte von 450 hinaus erhöht wurde, war verständlich, daß die Auslaßventile 24, die aus Federstahl bestehen, der eine Vickershärte von 510 bis 570 hat, durch die wiederholte Berührung zwischen den gerauhten und gehärteten Abschnitten "A" der Ventilplatte 4 bedingt allmählich abgetragen wurden; dementsprechend wurde der Berührungsbereich der Auslaßventile 24 allmählich erhöht, um einen ungünstigen Haftzustand zwischen den Auslaßventilen 24 und der Ventilplatte 4 zu erzeugen. Somit konnten die Auslaßventile 24 nicht angemessen geöffnet werden; ein starkes Geräusch wurde erzeugt. Folglich wurde festgestellt, daß eine wünschenswerte Härte der gerauhten Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 einer Vickershärte von 120 bis 450 entspricht.
  • Fig. 8 stellt das Ergebnis eines weiteren Experiments dar, das einen aus der vorliegenden Erfindung erhaltenen Vorteil anzeigt. Im Experiment von Fig. 8 wurden ein erster Kolbenverdichter, in dem Ventilplatten untergebracht sind, die aus warmgewalztem Stahlblech mit einer Vickershärte von 100 gefertigt wurden und mit lediglich gerauhten Abschnitten "A" um die Auslaßanschlüsse 19 und 20 herum versehen sind, und ein zweiter Kolbenverdichter, in dem Ventilplatten untergebracht sind, die mit gerauhten und gehärteten Abschnitten "A" um die Auslaßanschlüsse 19 und 20 herum versehen sind, für 1000 Stunden kontinuierlich betrieben, um in bezug auf das Verstreichen von Zeit die Änderung des Geräuschpegels zu messen. Die Ventilplatten 3 und 4 des zweiten Verdichters wurden mit einer Vickershärte von ungefähr 400 versehen, indem diese Ventilplatten einer Härtebearbeitung durch das Abschreckungsverfahren unterzogen wurden.
  • Aus der graphischen Darstellung von Fig. 8 ist verständlich, daß sich der Geräuschpegel des ersten und des zweiten Verdichters mit dem Verstreichen von Zeit erhöhte. Insbesondere wurde vom Beginn des Betriebes bis zum Betrieb von 100 Stunden ein starker Anstieg des Geräuschpegels beobachtet; nach 100 Betriebsstunden jedoch war der Anstieg des Geräuschpegels der beiden Verdichter angemessen; In Fig. 8 betrug der Anstieg des Geräuschpegels, der beim die Ventilplatten mit einer Vickershärte von 100 verwendenden, ersten Kolbenverdichter zu verzeichnen war, von Beginn des Betriebes an nach dem kontinuierlichen Betrieb von 100 Stunden 3dB; der Anstieg jedoch, der beim zweiten Kolbenverdichter zu verzeichnen war, der die Ventilplatte mit einer Vickershärte von 400 verwendete, betrug lediglich 1dB.
  • Ferner wurde, obwohl es nicht in Fig. 8 gezeigt ist, ein dritter Verdichter unter Verwendung der Ventilplatten, die aus warmgewalztem Stahlblech mit einer Vickershärte von 150 gefertigt wurden, dem gleichen Experiment unterzogen, wie die des ersten und zweiten Verdichters. Als Ergebnis war die Änderung des Geräuschpegels über dem Verstreichen von Betriebszeit beim dritten Verdichter nahezu die gleiche wie die beim zweiten Verdichter, der Ventilplatten mit einer Vickershärte von 400 verwendet. Und zwar konnte festgestellt werden, daß durch das geeignete Erhöhen der Härte der gerauhten Abschnitte der Ventilplatte um die Auslaßanschlüsse 19 und 20 herum, eine Geräuschunterdrückung für einen langen Betriebszeitraum des Kolbenverdichters vorgenommen werden kann.
  • In den vorstehend beschriebenen, zahlreichen Experimenten wurde die Messung der Oberflächenrauheit (Rz) der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 durch eine Oberflächenrauheit-Meßvorrichtung, dem Modell SE-3Fk, die von Kosaka Kenkyusho in Japan hergestellt und verkauft wird, unter Meßbedingungen vorgenommen, bei denen die Längs- und Querkraft (longitudinal and lateral power) der Vorrichtung auf 1000x20 eingestellt waren und die Meßlänge 2,5mm betrug.
  • Die Messung der Oberflächenhärte der Abschnitte "A" der Ventilplatte 4 wurde durch eine Vickershärte-Meßvorrichtung, die von Matsuzawa Seiki Co. Ltd. in Japan hergestellt und verkauft wird, unter den Meßbedingungen vorgenommen, bei denen eine Last von 10kg für 15 Sekunden aufgebracht wurde. Die Meßvorrichtung wurde an einer herkömmlichen Werkbank montiert.
  • Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist es verständlich, daß die gerauhten Abschnitte "A" der Ventilplatten 3 und 4 durch Verfahren gehärtet werden, die sich vom beschriebenen Abschreckungsverfahren und dem Verfahren der Einstellung der Menge an Kohlenstoff- und Manganbestandteilen des warmgewalzten Stahlblechs unterscheiden. Zum Beispiel kann das Oberflächenhärten durch Nitrieren und das Verfahren verwendet werden, bei dem ein harte Material oder harte Materialien auf die Oberfläche der gerauhten Abschnitte gesprüht werden.
  • Ferner kann der Kolbenverdichter, auf den die vorliegende Erfindung angewendet wird, entweder ein zweistufiger Schrägscheiben-Kolbenverdichter oder ein Taumelscheibenverdichter mit variabler Verdrängung sein. Im Fall des zweistufigen Schrägscheiben-Kolbenverdichters können die Ansaugkammern am mittleren Abschnitt des vorderen und hinteren Gehäuses angeordnet sein; die Auslaßkammern können an Umfangsabschnitten des vorderen und hinteren Gehäuses angeordnet sein.
  • Ferner kann die aus einem einzelnen Eisenstück oder Stahlblech gefertigte, beschriebene Ventilplatte durch eine Zweischichtventilplatte ersetzt sein, so daß ein erstes dünnes Eisenblechelement, dessen eine Fläche mit einem Harzfilm, wie z.B. einem Synthesekautschukfilm, beschichtet ist, an einer Fläche eines zweiten Ventilplattenelements stationär befestigt ist, wobei die Fläche der Auslaßkammer des Verdichters gegenüberliegt.
  • Aus dem Vorstehenden ist verständlich, daß entsprechend der vorliegenden Erfindung der Auslaßventilmechanismus des Kolbenverdichters verbessert ist, so daß die Auslaßventile, die im allgemeinen aus Federstahl gefertigt sind, immer gleichmäßig mit einem optimalen Zeitverhalten geöffnet werden, wenn das Druckniveau in den Zylinderbohrungen auf ein gewünschtes Niveau steigt. Daher wird das Auftreten einer übermäßigen Verdichtung des Kühlgases in den Zylinderbohrungen verhindert; dementsprechend wird die Erzeugung von Geräuschen und Vibrationen durch ein Ausbrechen des überverdichteten Kühlgases aus den Zylinderbohrungen unterdrückt; ein Schwanken des Auslaßdrucks aus dem Verdichter heraus kann verringert werden.

Claims (8)

1. Ventilplatte (3, 4) für einen Kolbenverdichter, die sich zwischen einem axialen Ende eines Zylinderblocks (1, 2), der mit zumindest einer Zylinderbohrung (10) versehen ist, in der ein Kolben (11) hin- und hergeht, um ein Kühlgas zu verdichten, und einem Gehäuseelement (5, 6) befindet, das mit einer Ansaugkammer (13, 14) und einer Auslaßkammer (15, 16) versehen ist, wobei die Ventilplatte Ansauganschlüsse (17, 18), die die Ansaugkammer über eine Ansaugventileinrichtung (21, 22) mit der Zylinderbohrung auswählend verbinden, und Auslaßanschlüsse (19, 20) aufweist, die die Auslaßkammer über eine Auslaßventileinrichtung (23, 24), die mit Oberflächenabschnitten (A) an der Ventilplatte zusammenwirken kann, mit der Zylinderbohrung auswählend verbinden, wobei die Oberflächenabschnitte die Auslaßanschlüsse umgeben, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenabschnitte (A) die Auslaßanschlüsse (19, 20) direkt benachbart zu ihren Kanten umgeben und eine Vickershärte von 120 bis 450 und eine vorbestimmte Rauheit haben, die größer als die der verbleibenden Oberfläche der Ventilplatte (3, 4) ist.
2. Ventilplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Rauheit der Oberflächenabschnitte (A) 10 bis 20Rz beträgt.
3. Ventilplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenabschnitte (A) eine Vickershärte von 300 bis 450 haben.
4. Ventilplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus Kohlenstoffstahl gefertigt ist, wobei die Oberflächenabschnitte (A) durch Abschreckung gehärtet sind,
5. Ventilplatte nach einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus warmgewalztem Stahl gefertigt ist, der eine Härte hat, die auf die vorbestimmte Oberflächenhärte erhöht ist, indem der Betrag an in diesem enthaltenen Kohlenstoff- und Manganbestandteilen eingestellt wurde.
6. Kolbenverdichter, gekennzeichnet durch eine Ventilplatte (3, 4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
7. Zweistufiger Kolbenverdichter mit einer vorderen Ventilplatte (3) und einer hinteren Ventilplatte (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilplatten (3, 4) beide durch eine Ventilplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gebildet sind.
8. Zweistufiger Kolbenverdichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter ein Schrägscheibenverdichter ist.
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