DE69200280T2 - Stativ für ein medizinisches optisches Instrument. - Google Patents

Stativ für ein medizinisches optisches Instrument.

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DE69200280T2 DE1992600280 DE69200280T DE69200280T2 DE 69200280 T2 DE69200280 T2 DE 69200280T2 DE 1992600280 DE1992600280 DE 1992600280 DE 69200280 T DE69200280 T DE 69200280T DE 69200280 T2 DE69200280 T2 DE 69200280T2
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Description

    Hintergrund der Erfindung 1. Technischer Bereich
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stativ, welches ein medizinisch-optisches Instrurnent in einer horizontalen Richtung und in einer vertikalen Richtung frei bewegen kann.
  • 2. Stand der Technik
  • Hirnchirurgische Operationen, herzchirurgische Operationen und dergleichen werden unter Beobachtung des betroffenen oder kranken Teils durch ein als "medizinisch-optisches Instrument" dienendes Operationsmikroskop durchgeführt, und stellen Operationen dar, welche sehr fein und nervenaufreibend sind, und die Nerven des Operateurs beanspruchen. Es gibt viele Fälle, bei denen die Operationszeit lange dauert. Es ist für einen Patienten und einen Doktor oder Arzt nicht wünschenswert, daß sich die Operationszeit in die Länge zieht, da sowohl die körperliche als auch die geistige Ermüdung zunimmt. Wegen des Gewichts des medizinisch-optischen Instruments wird das medizinisch-optische Instrument durch eine Stativ-Vorrichtung unterstützt eingesetzt. Es hängt von der Leistungsfähigkeit der Stativ-Vorrichtung ab, ob das medizinische optische Instrument genau und schnell auf ein Zielteil (das betroffene oder erkrankte Teil) positioniert wird.
  • In Hinblick darauf hat der Erfinder der vorliegenden Anmeldung bereits früher eine Stativ-Vorrichtüng vorgeschlagen, welche für die Unterstützung eines derartigen medizinisch-optischen Instruments geeignet ist (siehe Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. SHO 64- 56409).
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Diese Erfindung verbessert eine derartige Stativ-Vorrichtung nach dem Stand der Technik und ist so angeordnet, daß es möglich ist, das medizinisch-optische Instrument geradlinig in horizontaler und vertikaler Richtung zu bewegen, und daß es möglich ist, einen großen Bewegungsbereich sicherzustellen. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Stativ-Vorrichtung bereitzustellen, die vorteilhaft ist, wenn z.B. gewünscht wird, das medizinisch-optische Instrument weit in vertikaler Richtung zu bewegen, wie bei einer ophtalmologischen Operation (Auge), oder wenn es gewünscht ist, das medizinisch-optische Instrument weit in horizontaler Richtung zu bewegen, wie in dem Falle, wenn ein Rückenmark (oder die Medulla spinalis) des Rückgrats oder der Wirbelsäule operiert wird, und ferner dann, wenn es gewünscht wird, eine Beobachtung aus allen Richtungen durchzuführen, wie bei einer otorhinologischen Operation (Hals-Nase-Ohr), ohne daß sich der Fokus des medizinisch-optischen Instruments verschiebt.
  • Um die vorstehend beschriebene Aufgabe zu lösen, wird eine der Erfindung entsprechende Stativ-Vorrichtung für ein medizinisch-optisches Instrument mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 oder 2 bereitgestellt. Die Vorrichtung kann so angeordnet sein, daß ein erstes Verbindungsgestänge mit einer ersten Pantographenanordnung (Storchenschnabel) ein proximales (dem Rahmen zugewandtes) Ende aufweist, welches auf einem Rahmen mit einer horizontalen Laufbahn oder Nut befestigt ist, wobei sich der Rahmen um eine vertikale Achse drehen kann, die erste Pantographenanordnung einen Zwischenabschnitt aufweist, der gleitend mit der horizontalen Laufbahn oder Nut in Eingriff steht, und die sich längs einer horizontalen Richtung linear hin und her bewegende erste Pantographenanordnung ein vorderes Ende aufweist, an dem ein sich horizontal bewegendes Element mit einen vertikalen Nut befestigt ist,
  • daß ein zweites Verbindungsgestänge mit einer zweiten Pantographenanordnung ein proximales Ende aufweist, welches auf dem sich horizontal bewegenden Element befestigt ist, die zweite Pantographenanordnung einen Zwischenabschnitt aufweist, der gleitend mit der vertikalen Laufbahn oder Nut in dem sich horizontal bewegenden Element in Eingriff steht, und das medizinisch-optische Instrument im Einsatz an einem vorderen Ende der zweiten Pantographenanordnung gehalten wird, welche sich längs einer vertikalen Richtung linear auf und ab bewegt, und
  • daß ein Gegengewicht für die Kompensation eines Gewichts des medizinisch-optischen Instruments innerhalb des ersten Verbindungsgestänges angeordnet ist.
  • Da das horizontal bewegliche Element auf dem Rahmen durch oder über das erste Verbindungsgestänge mit der ersten Pantographenanordnung befestigt ist, bewegt sich das horizontal bewegliche Element ähnlich zur linearen Bewegung des Zwischenabschnittes, welcher innerhalb der horizontalen Nut begrenzt oder eingeschränkt ist, linear entlang der horizontalen Richtung hin und her. Ferner wird, da das Verbindungsgestänge die erste Pantographenanordnung enthält, ein Bewegungsbetrag des vorderen Endes (horizontal beweglichen Elements) größer als ein Bewegungsbetrag des Zwischenabschnittes.
  • Darüber hinaus ist das zweite Verbindungsgestänge mit der zweiten Pantographenanordnung auf dem horizontal beweglichen Element befestigt, und das medizinischoptische Instrument wird von dem vorderen Ende des zweiten Verbindungsgestänges gehalten. Dementsprechend bewegt sich das medizinisch-optische Instrument ähnlich der Linearbewegung des Zwischenabschnittes, welcher innerhalb der vertikalen Nut in dem horizontal beweglichen Element eingeschränkt oder gesteuert wird, linear längs der vertikalen Richtung. Ein Bewegungsbetrag des medizinischoptischen Instruments ist, ähnlich wie bei dem vorstehenden horizontalen Element, ebenfalls stärker vergrößert als ein Bewegungsbetrag des Zwischenabschnittes innerhalb der vertikalen Nut.
  • Darüber hinaus wird, da das Gegengewicht, welches das Gewicht des medizinischoptischen Instruments kompensiert, innerhalb des ersten Verbindungsgestänges angeordnet ist, auch dann, wenn das erste Verbindungsgestänge und/oder das zweite Verbindungsgestänge ausgelenkt werden, so daß das medizinisch-optische Instrument in horizontaler und/oder vertikaler Richtung bewegt wird, ein Gleichgewicht gehalten oder insgesamt beibehalten, und das medizinisch-optische Instrument wird per se an einer gegebenen Position in der Luft gehalten.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es stellen dar:
  • Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der gesamten Anordnung, die einen der Fig. 3 entsprechenden Zustand einer Stativ-Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt;
  • Fig. 2 eine schematische Ansicht der Stativ-Vorrichtung in einen normalen oder üblichen Betriebszustand;
  • Fig. 3 eine schematische Ansicht, welche einen Zustand zeigt, bei dem sich ein horizontal bewegliches Element in einer Richtung A bewegt;
  • Fig. 4 eine schematische Ansicht, welche einen Zustand zeigt, bei dem sich das horizontale bewegliche Element in einer Richtung B bewegt;
  • Fig. 5 eine schematische Ansicht, welche einen Zustand zeigt, bei dem sich ein Operationsmikroskop in einer Richtung C bewegt;
  • Fig. 6 eine schematische Ansicht, welche einen Zustand zeigt, bei dem sich das Operationsmikroskop in einer Richtung D bewegt;
  • Fig. 7 eine schematische Ansicht, welche einen Zustand zeigt, bei dem sich das Operationsmikroskop in einer aus A und C verbundenen oder zusammengesetzten Richtung bewegt; und
  • Fig. 8 eine Ansicht, die das Prinzip einer Pantographenanordnung zeigt.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 8 beschrieben. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß in den Fig. 2 bis 8, die schematische Ansichten sind, nur die Bezugszeichen, welche zur Beschreibung der Fig. 2 bis 8 erforderlich sind, an den Teilen und Elementen angebracht sind, um einen Komplikation der Bezugszeichen zu vermeiden und das Verständnis zu erleichtern.
  • Zu Beginn wird die allgemeine Anordnung und der Bewegungsablauf einer erfindungsgemäßen Stativ-Vorrichtung zuerst schematisch beschrieben.
  • Bei dieser Stativ-Vorrichtung werden drei Teile, ein Rahmen 1, ein horizontal bewegliches Element 2 und ein Operationsmikroskop (medizinisch-optisches Instrument) 5 zu dem Bewegungspunkt. Das heißt, das horizontal bewegliche Element 2 ist auf dem Rahmen 1 über ein erstes Verbindungsgestänge 4 befestigt. Durch eine verändernde oder auslenkende Bewegung des ersten Verbindungsgestänges 4 wird das horizontal bewegliche Element 2 linear längs der horizontalen Richtungen A und B hin und her bewegt. Das Operationsmikroskop 3 ist über ein zweites Verbindungsgestänge 5 auf dem horizontal beweglichen Element 2 befestigt. Durch eine auslenkende Bewegung des zweiten Verbindungsgestänges 5 wird das Operationsmikroskop 3 linear in den vertikalen Richtungen C und D auf und ab bewegt. Durch eine zusammengesetzte oder verbundene Bewegung der Bewegung in den horizontalen Richtungen A und B und der Bewegung in den vertikalen Richtungen ist es möglich, eine Position des Operationsmikroskops 3 frei zu wählen oder zu verändern. Ferner ist ein Paar später zu beschreibender Gegengewichte W&sub1; und W&sub2;, welche mit dem Gewicht und dergl. des Operationsmikroskops 3 im Gleichgewicht stehen, innerhalb des ersten Verbindungsgestänges 4 angeordnet. Dementsprechend ist es möglich, das Operationsmikroskop 3 sozusagen in der Luft zu halten, wobei sich das Operationsmikroskop 3 in einer ausgelenkten Position befindet.
  • Die Details der Anordnung werden als nächstes beschrieben.
  • Der Rahmen 1 ist um eine vertikale Achse P in einer Richtung θ&sub1; drehbar auf einer am Boden angeordneten Basis 6 befestigt. Das erste Verbindungsgestänge 4 weist eine obere Seite auf, welche eine erste Pantographenanordnung 7 mit umfaßt.
  • Zur Unterstützung oder Erleichterung des Verständnisses der Beschreibung wird die letzte Fig. 8 herangezogen, um kurz das Prinzip einer allgemeinen Pantographenanordnung zu beschreiben. Die Pantographenanordnung ist eine drehbare Anordnung mit vier Knoten, welche eine Bewegung vergrößert und verkleinert. Ein Paar langer Verbindungsteile (a) und (b) und ein Paar kurzer Verbindungsteile arbeiten zusammen, um ein Parallelogramm zu bilden, und ein proximales Ende (e) ein Zwischenabschnitt (f) und ein vorderes Ende (g) sind alle auf einer geraden Linie L fixiert. Wenn sich der Zwischenabschnitt (f) um das proximale Ende (e) bewegt, führt das vordere Ende (g) eine im Ähnlichkeitsverhältnis der Abstände (h) : (i) vergrößerte Bewegung aus. Wenn sich z.B. der Zwischenabschnitt (f) um einen vorgegebenen Betrag in der horizontalen Richtung bewegt, dann bewegt sich das vordere Ende (g) in der horizontalen Richtung mit einem Bewegungsbetrag der größer als der Bewegungsbetrag des Zwischenabschnittes (f) ist. Das heißt, die Bewegung des Zwischenabschnittes (f) wird sozusagen vergrößert. Folglich beschreibt oder zeichnet, wenn Schreibstifte an dem Zwischenabschnitt(f) bzw. dem vorderen Ende (g) so befestigt sind, daß eine feste oder vorgegebene Figur durch den Schreibstift an dem Zwischenabschnitt abgetastet wird, der Schreibstift an dem vorderen Ende (g) eine ähnliche vergrößerte Ansicht der von dem Zwischenabschnitt (f) abgetasteten Figur.
  • Das heißt, die in dem ersten Verbindungsgestänge 4 enthaltene Pantographenanordnung 7 nutzt dieses vorstehende Prinzip. Speziell weist die erste Pantographenanordnung 7 ein langes Verbindungsteil 9, welches ein proximales Ende 8 besitzt, das am Rahmen 1 befestigt ist, ein langes Verbindungsteil 11 mit einem vorderen Ende 10, welches an dem horizontal beweglichen Element 2 befestigt ist, und ein Paar kurzer Verbindungsteile 12 und 13 auf, um das Parallelogramm zu bilden. Der Rahmen 1 weist einen oberen Abschnitt auf, in dem eine horizontale Nut 14 ausgebildet ist. Ein an einem Knoten zwischen den kurzen Verbindungsteilen 12 und 13 ausgebildeter Zwischenstift (Zwischenabschnitt) 15 steht in gleitendem Eingriff mit der horizontalen Nut 14. Ferner ist das vordere Ende 10 der ersten Pantographenanordnung 7 an einem oberen Abschnitt des horizontal beweglichen Elements 2 befestigt. Das vordere Ende 10, der Zwischenstift (15) und das proximale Ende (8) sind alle auf einer einzigen geraden Linie L1 (siehe Fig. 2) fixiert. Diese Beziehung ändert sich nicht, wenn sich das erste Verbindungsgestänge 4 bewegt. Ein Knoten 16 zwischen den langen Verbindungsteilen 9 und 11 ist an einer der Ecken eines dreieckigen Elements 17 befestigt. Das dreieckige Element 17 weist einen unteren Abschnitt auf, und ein Verbindungsteil 18 weist unter einer Bedingung, daß sich das Verbindungsteil 18 in paralleler Beziehung zu dem langen Verbindungsteil 9 in der ersten Pantographenanordnung 7 erstreckt und ein proximales Ende 17a an dem Rahmen 1 befestigt ist, ein vorderes Ende 19 auf, welches mit einer Ecke des unteren Abschnittes des dreieckigen Elements 17 verbunden ist. Ein Verbindungsteil 21, welches parallel zu dem anderen langen Verbindungsteil 11 verläuft und bei dem ein vorderes Ende 20 an einem oberen Abschnitt des horizontal beweglichen Elements 2 befestigt ist, weist einen Mittenabschnitt 22 auf, welcher auf dem verbleibenden Eck des dreieckigen Elements 17 befestigt ist. Das Verbindungsteil 21 weist ein proximales Ende 23 auf, an dem das erste Gegengewicht W&sub1; montiert ist, und ein weiteres Verbindungsteil 24, an dem das zweite Gegengewicht W&sub2; auf einer gegenüberliegenden Seite montiert ist, ist horizontal angeordnet. Darüber hinaus sind ein Mittenabschnitt 25 des Verbindungsteils 24 und ein Mittenabschnitt 27 eines später zu beschreibenden Verbindungsteils 26, welches sich von dem horizontal beweglichen Element 2 nach oben erstreckt, über ein weiteres Verbindungsteil 28 miteinander verbunden.
  • Da, wie vorstehend beschrieben, das horizontal bewegliche Element 2 durch das erste Verbindungsgestänge 4, welches die erste Pantographenanordnung enthält, in der Luft gehalten wird, bewegt sich das horizontal bewegliche Element 2 geradlinig längs der horizontalen Richtungen A und B entsprechend der Auslenkung des ersten Verbindungsgestänges 4 (ersten Pantographenanordnung 7) (siehe Fig. 3 und 4). Das heißt, da die geradlinige Bewegung des Zwischenstifts 15, welcher innerhalb der horizontalen Nut 14 in dem Rahmen 1 gleitet, an dem vorderen Ende 10 der Pantographenanordnung 7 vergrößert ist, daß sich das an dem vorderen Ende 10 befestigte horizontal bewegliche Element 2 um einen größeren Bewegungsbetrag geradlinig bewegen kann.
  • Das zweite Verbindungsgestänge 5, welches auf dem horizontal beweglichen Element 2 befestigt ist, wird als nächstes beschrieben. Eine zweite Pantographenanordnung 29, welche in dem zweiten Verbindungsgestänge 5 enthalten ist, umfaßt: das vorgenannte Verbindungsteil 26 mit einem proximalen Ende, welches als Zwischenstift (Zwischenabschnitt) 31 ausgebildet ist, der gleitend mit einer vertikalen Nut 30 in dem horizontal beweglichen Element 2 in Eingriff steht, ein Verbindungsteil 34 mit einem gekrümmten Abschnitt 34a, welches ein vorderes Ende 32 aufweist, an dem ein Haltearm 33 für das Operationsmikroskop 3 befestigt ist, und welches ein mit einem oberen Ende des Verbindungsteils 26 verbundenes proximales Ende 46 aufweist, ein Verbindungsteil 37 mit einem Ende, welches auf einem Mittenabschnitt 35 des Verbindungsteils 34 befestigt ist, und mit einem Mittenabschnitt, welcher auf der Ecke des horizontal beweglichen Elements 2 als ein proximaler Mittenabschnitt 36 befestigt ist, und ein Verbindungsteil 38, um das andere Ende des Verbindungsteils 37 und den Zwischenstift 31 des Verbindungsteils 26 miteinander zu verbinden. Die zweite Pantographenanordnung 29 weist eine modifizierte Anordnung auf, die sich leicht von der grundsätzlichen oder prinzipiellen Pantographenanordnung unterscheidet. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß der gekrümmte Abschnitt 34a des Verbindungsteils 34 dafür vorgesehen ist, die gegenseitige Behinderung mit einem Kopf eines Menschen, der das Operationsmikroskop 3 bedient, zu verhindern. Das vordere Ende 32 des Verbindungsteils 34, das mittige proximale Ende 36 des Verbindungsteils 37 und der Zwischenstift 31 des Verbindungsteils 26 sind allesamt auf einer einzigen geraden Linie L&sub2; (siehe Fig. 2) fixiert. Diese Beziehung ändert sich auch dann nicht, wenn das zweite Verbindungsgestänge 5 bewegt wird. Da bei der zweiten Pantographenanordnung 29 eine Positionsbeziehung zwischen dem proximalen Ende 36 und dem Zwischenstift 31 umgekehrt ist, wird die geradlinige Bewegung des Zwischenstifts 31 zu der entgegengesetzten Richtung am vorderen Ende 32 vergrößert. Das heißt, daß sich das vordere Ende 32 nach oben bewegt, wenn sich der Zwischenstift 31 nach unten bewegt. Ferner ist eine Ecke eines dreieckigen Elements 39 an dem Mittenabschnitt 35 des Verbindungsteils 34 befestigt, und ein Verbindungsteil 40, das sich in paralleler Beziehung zu den Verbindungsteilen 26 und 37 erstreckt, ist an einem anderen Eck des dreieckigen Elements 39 befestigt. Das Verbindungsteil 40 weist ein unteres Ende 41 auf, welches an einem oberen Abschnitt des horizontal beweglichen Elements 2 befestigt ist. Das untere Ende 41, das vordere Ende 10 des Verbindungsteils 11, das vordere 20 des Verbindungsteils 21 und der Mittenabschnitt 27 des Verbindungsteils 26 sind auf der derselben geraden Linie L&sub3; angeordnet, welche sich längs der horizontalen Richtung (siehe Fig. 2) erstreckt. Diese Beziehung wird nur in dem Fall wie in Fig. 2 beibehalten oder gehalten. Ein weiteres Verbindungsteil 42, welches sich paralleler Beziehung zur zu dem Verbindungsteil 34 erstreckt ist an der verbleibenden Ecke des dreieckigen Elements 39 befestigt. Das Verbindungsteil 42 weist ein vorderes Ende auf, an dem ein vertikales Verbindungsteil 43 befestigt ist, um den Haltearm 33 für das Operationsmikroskop 3 an einer Stelle des vorderen Endes 32 des Verbindungsteiles 34 vertikal zu befestigen. An dem Haltearm 43 ist ein drehbarer Lagerabschnitt 44 angeordnet, und das Operationsmikroskop 3 ist innerhalb des drehbaren Lagerabschnittes 44 angebracht.
  • Da wie vorstehend beschrieben das Operationsmikroskop 5 an dem vorderen Ende 32 des zweiten Verbindungsgestänges 29 gehaltert wird, welches die zweite Pantographenanordnung 29 enthält, bewegt sich das Operationsmikroskop 3 linear längs der vertikalen Achsen C und D entsprechend einer Auslenkung des zweiten Verbindungsgestänges 5 (zweiten Pantographenanordnung 29) (siehe Fig. 5 und 6). Das heißt, da die lineare oder geradlinige Bewegung des Zwischenstifts 31, welcher innerhalb der vertikalen Nut 30 in dem horizontal beweglichen Element 2 gleitet, am vorderen Ende 32 des zweiten Pantographenanordnung 29 vergrößert ist, kann das auf dem vorderen Ende 32 befestigte Operationsmikroskop 3 eine lineare Bewegung um einen vergrößerten Bewegungsbetrag ausführen. Wie in Fig. 7 dargestellt, kann eine schräge Bewegung, bei der die vertikale Bewegung und die horizontale Bewegung miteinander verbunden sind, natürlich auch ausgeführt werden.
  • An den beweglichen Teilen der vorstehend beschriebenen Anordnung sind jeweils elektromagnetische Kupplungen angeordnet, so daß ein Zustand, bei dem die Bewegung der beweglichen Teile abgeschlossen ist, sozusagen fixiert werden kann. Das heißt, eine elektromagnetische Kupplung C&sub1; ist an der vertikalen Achse P, die ein Drehmittelpunkt des Rahmens 1 ist, angeordnet, um die Drehbewegung des Köpers 1 in der Drehrichtung θ&sub1; zu blockieren. An einem Knoten 45 zwischen dem Verbindungsteil 37 und dem Verbindungsteil 38 in der zweiten Pantographenanordnung 29 ist eine elektromagnetische Kupplung C&sub2; angebracht, um eine Position des Operationsmikroskops 3 in den vertikalen Richtungen C und D zu fixieren. Ferner ist eine elektromagnetische Kupplung C&sub3; an einem Berührungspunkt zwischen dem Verbindungsteil 9 und dem Verbindungsteil 11 in der ersten Pantographenanordnung 7 angeordnet, um eine Position des Operationsmikroskops 3 (des horizontal beweglichen Elements) in den horizontalen Richtungen A und B zu fixieren. Darüber hinaus ist eine elektromagnetische Kupplung C&sub4; an dem vertikalen Verbindungsteil 43 des zweiten Verbindungsgestänges 5 angeordnet, um eine Position des Haltearms 33 in einer vorgegebenen Drehrichtung θ&sub2; zu fixieren. Ferner ist eine elektromagnetische Kupplung C&sub5; an dem unteren Ende des Haltearms 33 angeordnet, um eine Position des Operationsmikroskops 3 in der Drehrichtung θ&sub3; zu fixieren. Zusätzlich ist in ähnlicher Form eine elektromagnetische Kupplung C&sub6; ebenfalls an unteren Ende des Haltearms 33 vorgesehen, um eine Position zu fixieren, bei der das Operationsmikroskop 3 längs einer Richtung θ&sub4; über einen drehbaren Lagerabschnitt 44 gedreht wird.
  • Die vorstehend beschriebenen Bewegungen in den vertikalen Richtungen C und D und in den horizontalen Richtungen A und B werden alle durch die Gegengewichte W&sub1; und W&sub2; im Gleichgewicht gehalten. Demzufolge ist es nach dem Lösen der elektromagnetischen Kupplungen C&sub2; und C&sub3; möglich, die elektromagnetischen Kupplungen C&sub2; und C&sub3; mit einer kleinen Bedienungskraft zu betätigen. Das heißt, als ein Gleichgewicht (Moment) in dem zweiten Verbindungsgestänge 5, welches das Operationsmikroskop 3 in den Richtungen C und D beweglich unterstützt, wirkt in einer Richtung, die das proximale Ende 46 anhebt, wobei der Mittenabschnitt 35 des Verbindungsteils 34 als Mittelpunkt dient, einerseits das von dem vorderen Ende 32 des Verbindungsteils 34 gehaltene Operationsmikroskop 3. Andererseits wird jedoch das proximale Ende 46 durch das Gegengewicht W&sub2;, welches auf dem Verbindungsteil 24 angeordnet ist, über die Verbindungsteile 26 und 28 und dergl. angehoben oder nach unten gezogen. Demzufolge ist es erforderlich, die folgende Gleichgewichtsbeziehung in den vertikalen Richtungen C und D (siehe Fig. 5) einzuhalten:
  • W x l&sub1; = W&sub2; x l&sub2;
  • wobei l&sub1; ein Abstand von dem vorderen Ende 32 des Verbindungsteils 34 zu dem Mittenabschnitt 35; l&sub2; ein Abstand von dem proximalen Ende 23 zu dem Mittenabschnitt 25; und W ein Gewicht des Operationsmikroskops 3 ist.
  • Ferner ist es für das Gleichgewicht in den horizontalen Richtungen A und B ebenso erforderlich die nachstehende Gleichung (siehe Fig. 3) einzuhalten:
  • W'=l&sub3;=(W&sub1;+W&sub2;)xl&sub4;
  • wobei W' das Gesamtgewicht eines Abschnittes über dem horizontal beweglichen Element 2 einschließlich dem Operationsmikroskop 3; l&sub3; ein Abstand von vorderen Ende 20 des Verbindungsteils 21 zu dem Mittenabschnitt 22 ist; und l&sub4; ein Abstand vom Mittenabschnitt 22 zu dem proximalen Ende 23 ist.
  • Das erste Verbindungsgestänge 4 und das zweite Verbindungsgestänge 5 für die Stativ-Vorrichtung der Ausführungsform können manuell bedient werden, sie können aber auch durch Motoren betrieben werden. Da das vorgenannte Gleichgewicht auch im Falle eines Motorantriebs beibehalten wird, reicht es aus, kleine Motoren zu verwenden.
  • In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß in der vorstehenden Beschreibung ein Beispiel dargestellt wurde, bei dem sich das horizontal bewegliche Element 2 horizontal in Bezug zu dem Rahmen 1 bewegt, und bei dem sich das Operationsmikroskop 3 vertikal in Bezug zum horizontal beweglichen Element 2 bewegt. Die Anordnung kann jedoch auch so sein, daß sich das horizontal bewegliche Element 2 in Bezug zu Rahmen als "vertikal bewegliches Element" vertikal bewegt, und daß sich das Operationsmikroskop 3 in Bezug zu dem "vertikal beweglichen Element" horizontal bewegt. In diesem Fall ist die Anordnung so, daß eine vertikale Nut in dem Rahmen und eine horizontale Nut in dem "vertikal beweglichen Element" ausgebildet ist. Weiterhin ist es nicht erforderlich das Gegengewicht auf W&sub1; und W&sub2; aufzuteilen. Die Anordnung kann so sein, daß ein einzelnes längliches Gegengewicht längs dem Verbindungsteil 24 angeordnet ist.
  • Die erfindungsgemäße Stativ-Vorrichtung für das medizinisch-optische Instrument weist die vorstehend beschriebenen Bestandteile auf. Demzufolge ist eine geradlinige Bewegung des medizinisch-optischen Instruments in den horizontalen und vertikalen Richtungen möglich, und es ist möglich den Bereich der Bewegung zu vergrößern. Folglich ist sie nützlich und vorteilhaft, wenn man das medizinisch-optische Instrument weit in der vertikalen Richtung, wie bei einer ophtalmologischen Operation bewegen will, und wenn man das medizinisch-optische Instrument weit in der horizontalen Richtung bewegen will, wie in einem Falle bei dem das Rückenmark der Wirbelsäule operiert wird, oder wenn man betroffene oder erkrankte Teile aus allen Richtungen, wie bei einer otorhinologischen Operation ohne Fokusverschiebung beobachten will.
  • Da das Gleichgewicht ferner durch die Gegengewichte aufrechterhalten wird, kann die Operation schnell und genau ohne großen Kraftaufwand durchgeführt werden. Darüber hinaus wird das medizinisch-optische Instrument an der Stelle an die das medizinisch-optische Instrument bewegt wird, sozusagen in der Luft gehalten.
  • Außerdem wird, der Ausführungsform der Erfindung entsprechend, da die Gegengewichte unterhalb der Stativ-Vorrichtung angeordnet sind, ein äußeres Erscheinungsbild der Stativ-Vorrichtung neu gestaltet, und es kann ein Versuch gemacht werden, die Stabilität beizubehalten. Ein kompakte Ausführung der Stativ-Vorrichtung ist leicht realisierbar.

Claims (2)

1. Stativ-Vorrichtung für ein medizinisch-optische Instrument (3), wobei ein erstes Verbindungsgestänge (4) mit einer ersten Pantographenanordnung (7) ein proximales Ende (8) aufweist, welches auf einem Rahmen (1) mit einer horizontalen Nut (14) befestigt ist, wobei der Rahmen (1) um eine vertikale Achse (P) drehbar ist, die erste Pantographenanordnung (7) einen Zwischenabschnitt (15) aufweist, der gleitend mit der horizontalen Nut (14) in Eingriff steht, und die sich längs einer horizontalen Richtung linear hin und her bewegende erste Pantographenanordnung (7) ein vorderes Ende (10) aufweist, an dem ein horizontal bewegliches Element (2) mit einer vertikalen Nut (30) befestigt ist,
wobei ein zweites Verbindungsgestänge (5) mit einer zweiten Pantographenanordnung (29) ein proximales Ende (36) aufweist, welches auf dem horizontal beweglichen Element (2) befestigt ist, die zweite Pantographenanordnung (29) einen Zwischenabschnitt (31) aufweist, welcher gleitend mit der vertikalen Nut (30) in dem horizontal beweglichen Element (2) in Eingriff steht, und das medizinisch-optische Instrument (3) an einem vorderen Ende (32) der zweiten Pantographenanordnung (29) gehalten wird, welche sich längs einer vertikalen Richtung linear auf und ab bewegt, und
wobei ein Gegengewicht(W) für die Kompensation eines Gewichts des medizinisch- optischen Instruments (3) innerhalb des ersten Verbindungsgestänges (4) angeordnet ist.
2. Stativ-Vorrichtung für ein medizinisch-optisches Instrument (3) nach Anspruch 1, wobei eine vertikale Nut in dem Rahmen (1) ausgebildet ist, wobei das horizontal bewegliche Element in ein vertikal bewegliches Element mit einer horizontalen Nut umgewandelt ist, wobei sich das vertikal bewegliche Element mittels des ersten Verbindungsgestänge linear längs einer vertikalen Richtung auf und ab bewegt, und wobei sich das medizinisch-optische Instrument (3) linear längs einer horizontalen Richtung an dem vorderen Ende des zweiten Verbindungsgestänges, welches auf dem vertikal beweglichen Element befestigt ist, hin und her bewegt.
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