HINTERGRUND UND BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung oder
Maschine zum Auftragen von Kleber auf einen vorbestimmten
Bereich auf einer Oberfläche eines Gegenstands gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Insbesondere bezieht sich
die Erfindung auf eine Vorrichtung oder Maschine zur
Verwendung bei der Herstellung von Packungen in großen Mengen,
bei welcher ein Erfordernis besteht, einen Kleber auf einer
vorbestimmten Fläche einer Reihe von packungsbildenden Teilen
aufzutragen oder abzuscheiden, wobei man anschließend zur
Bildung einer luftdichten Abdichtung auf den abgeschiedenen
Kleber angewiesen ist.
-
In den letzten Jahren hat eine Packungsart, die ein hohes Maß
an kommerziellem Erfolg erzielt hat, ein relativ steifes oder
halbstarres Trägerelement oder Basisteil umfaßt, auf dem ein
zu verpackendes Erzeugnis angeordnet ist, und über dem eine
durchsichtige Abdeckung befestigt ist, die entweder in Form
einer vorgeformten durchsichtigen Kunststoffblase oder einer
durchsichtigen Folie vorliegen kann. Diese Art Packung ist in
der Lebensmittelindustrie in weitem Umfang zum Verpacken von
in Scheiben geschnittenem Frühstücksfleisch und Käse verwendet
worden. Eine derartige Packung sowie ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Ausbildung derselben ist in der US-A-3,498,018
an Oscar F. Seiferth et al; in der US-A-3,349,540 vom 31.
Oktober 1967 an Hans A. Jensen et al. und in der US-A-
3,478,488 vom 18. November 1969 an Hans A. Jensen et al.
offenbart. Ähnliche Packungen werden auch in weitem Umfang als
Sichtverpackungen für eine breiten Vielzahl von Non-Food-
Gegenständen in sogenannten "Blister"-Packungen verwendet.
-
Bei der Ausbildung von Packungen der vorgenannten Art sind
verschiedene Systeme verwendet worden, um Kleber auf der
Versiegelungsfläche der steifen oder halbstarren Trägerteile
aufzutragen oder abzuscheiden, obwohl der Kleber auch oder
alternativ dazu auf die durchsichtige Blase oder den
Blisterteil aufgetragen worden ist. Ein derartiges System und
eine derartige Vorrichtung ist in der oben erwähnten
US-A-3,349,540 offenbart, wobei Übertragungswalzen Kleber aus
einer Versorgungsquelle entnehmen und den Kleber auf
Auftragswalzen übertragen, die den Kleber wiederum auf der
gewünschten Versiegelungsfläche auf einem halbstarren
Kunststoffträger oder einer Basis abscheiden, welche bei der
Ausbildung einer Packung für in Scheiben geschnittene
Lebensmittel verwendet wird.
-
Die früheren kommerziell verwendeten Vorrichtungen und
Verfahren zum Auftragen von Kleber auf die
Versiegelungsflächen von Packungsteilen haben mehrere
anerkannte Mängel aufgewiesen. Insbesondere mußte der Kleber
in einem verhältnismäßig viskosen und erwärmten Zustand
aufgetragen werden, welcher die Arten und Eigenschaften von
Kleber, welcher verwendet werden konnte, stark einschränkte
und eine Tendenz zu einem übermäßigem Kleberverbrauch aufwies.
-
Die US-A-2376069 offenbart eine Vorrichtung zum Auftragen von
Kleber auf einen vorbestimmten Teil eines Gegenstands. Die
Vorrichtung umfaßt einen Klebervorratsbehälter unter einer
Plattform mit einer Öffnung darin, eine Auftragvorrichtung,
die sich zwischen dem Vorratsbehälter und der Plattformöffnung
bewegt, um Kleber auf einen auf der Plattform ruhenden
Gegenstand aufzutragen, sowie eine Einrichtung, um
überschüssigen Kleber von der Auftragvorrichtung abzukratzen.
-
Die GB-A-95715l offenbart eine Vorrichtung zum Versiegeln von
Behältern mit einem Kleber gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Diese Vorrichtung umfaßt ebenfalls einen
Klebervorratsbehälter und eine Auftragvorrichtung, die sich
vom Vorratsbehälter aus bewegt, um die Unterseite von oberen
Behälterverschlußklappen zu berühren, die dann umgefaltet
werden, um den Behälter zu versiegeln.
-
Allgemein gesprochen ist das Ziel der Erfindung die
Bereitstellung einer verbesserten Vorrichtung und eines
verbesserten Verfahrens zum Auftragen von Kleber auf
Packungsteile und andere Gegenstände, bei welchen die Lippe
eines Kleberaufnahme- und Auftragelements hin und her bewegt
wird, so daß es abwechselnd unter der Oberfläche einer
Klebermasse eingetaucht und dann über die Oberfläche angehoben
wird, in Eingriff mit der Versiegelungsfläche des
Packungsteils oder anderen Gegenstands, der eine
Versiegelungsfläche aufweist, welche den Auftrag von Kleber
erfordert.
-
Dementsprechend sieht die vorliegende Erfindung eine
Vorrichtung zum Auftragen von Kleber auf eine vorbestimmte
Versiegelungsfläche eines Gegenstands vor, umfassend ein
Aufnahmegefäß zum Aufnehmen einer Klebermasse, ein
Kleberaufnahme- und Auftragelement, das eine Kleber
aufnehmende und mit dem Gegenstand in Eingriff tretende Lippe
mit einer der besagten vorbestimmten Versiegelungsfläche
entsprechenden Oberseite aufweist, eine funktionell mit dem
besagten Kleberaufnahme- und Auftragelement verbundene
Einrichtung, um dasselbe zwischen einer abgesenkten Position,
in welcher die besagte Lippe in einer Klebermasse in dem
besagten Aufnahmegefäß eingetaucht ist, und einer oberen
Position, in welcher die besagte Lippe über die besagte
Klebermasse angehoben ist, hin und her zu bewegen, sowie eine
Gegenstandhalterung, um den besagten Gegenstand in einer
Position zu halten, in welcher die besagte Oberseite der
besagten Lippe in ihrer besagten oberen Position mit seiner
besagten vorbestimmten Versiegelungsfläche in Eingriff tritt,
und bei einem solchen Eingriff von und auf der besagten
Lippenoberseite aufgenommener Kleber auf die besagte
vorbestimmte Versiegelungsfläche des besagten Gegenstands
übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der
obere Teil des besagten Kleberaufnahme- und Auftragelements in
Form einer Hülse vorliegt, und das besagte Aufnahmegefäß eine
Öffnung in seinem Boden aufweist, durch welche sich die
besagte Hülse hin und her bewegt.
-
Bei der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung weist ein
Kleberaufnahme- und Auftragelement in Form einer Hülse am
oberen Ende eine Lippe mit einer Form und Fläche auf, die der
Versiegelungsfläche entspricht, auf der man Kleber auf einer
Reihe von Packungsteilen auftragen oder abscheiden möchte. Ein
derartiges Kleberaufnahme- und Auftragelement wird zwischen
einer abgesenkten Position, in welcher die Lippe in einen
Klebersumpf oder ein Kleberbad eingetaucht ist, und einer
oberen Position, in welcher die Lippe über die Oberfläche des
Klebers angehoben ist und mit der Versiegelungsfläche eines
Gegenstands im Eingriff steht, auf dem der Kleber aufgetragen
oder abgeschieden werden soll, hin und her bewegt. In
Abhängigkeit vom geforderten Fertigungsvolumen kann die
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung aus einer einzigen
Einheit bestehen oder einen im Einklang arbeitenden Satz von
Einheiten umfassen und als solches betrieben werden.
-
Eine Anzahl von anderen wichtigen und besonderen Aspekten der
Erfindung wird dem Fachmann im Hinblick auf die nachfolgende
ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen
ersichtlich, in welchen:
KURZE BESCHREIBUNGEN DER ZEICHNUNGEN
-
Fig. 1 eine teilweise als Seitenansicht und teilweise als
Schnitt dargestellte Ansicht einer die Erfindung verkörpernden
Kleberauftragvorrichtung mit einer einzelnen Einheit ist,
wobei ihr sich hin und her bewegendes Kleberaufnahme- und
Auftragelement in seiner eingetauchten und unteren Position
dargestellt ist;
-
Fig. 2 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 in größerem Maßstab und
unter Weglassen eines Teils der Vorrichtung ist, und das sich
hin und her bewegende Kleberaufnahme- und Auftragelement in
seiner angehobenen Position zeigt, in der es mit der
Versiegelungsfläche eines Packungsteils im Eingriff steht;
-
Fig. 3 eine Draufsicht von oben auf die in Fig. 1 dargestellte
Vorrichtung ist;
-
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht entlang der
Linie 4-4 der Fig. 3 ist;
-
Fig. 5 eine vertikale Schnittansicht in Längsrichtung durch
eine die Erfindung verkörpernde Kleberauftragvorrichtung ist,
welche einen Satz von Einheiten umfaßt, und die sich in
vertikaler Richtung hin und her bewegenden Kleberaufnahme- und
Auftragelemente der Einheiten in ihrer zurückgezogenen und
eingetauchten Position zeigt;
-
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 5 ist, jedoch die
Kleberaufnahme- und Auftragelemente in ihrer angehobenen
Position im Eingriff mit den Versiegelungsflächen einer
entsprechenden Anzahl von Packungsteilen zeigt;
-
Fig. 7 eine Seitenansicht eines Nockenbetätigungshebels ist,
der ein Element der in den Figuren 5 und 6 dargestellten
Vorrichtung bildet;
-
Fig. 8 eine Draufsicht von oben auf die in den Figuren 5 und 6
dargestellte Vorrichtung ist, wobei der größte Teil der die
Packungsteile haltenden Abdeckung entfernt ist.
-
Fig. 9 eine Schnittansicht allgemein entlang der Linie 9-9 der
Fig. 6 ist;
-
Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie 10-10 der Fig. 9
ist;
-
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Packung für in
Scheiben geschnittenes Fleisch ist, deren Basisteil eine
Versiegelungsfläche aufweist, auf welcher der Kleber mittels
einer Vorrichtung und eines Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung aufgetragen und abgeschieden wurde; und
-
Fig. 12 eine vertikale Schnittansicht entlang der Linie 12-12
der Fig. 11 ist.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Bezug nehmend auf die Figuren 1 bis 4, ist in diesen eine
Kleberauftragvorrichtung allgemein mit 5 bezeichnet, die einen
Rahmen einschließt, umfassend eine Grundplatte 6,
Seitenplatten 7-7, eine obere Platte 8 und eine Zwischenplatte
10. Die obere Platte 8 ist mit einem Satz von vier Laufbuchsen
11-11 versehen, und die Zwischenplatte ist mit einem Satz von
vier Laufbuchsen 12-12 versehen, in denen ein Satz von vier
Stützen 13-13 in vertikaler Richtung hin und her beweglich
ist. An ihren unteren Enden werden die Stützen 13 auf einer
Kreuzplatte 14 gehalten, und am oberen Ende von einer
Kreuzplatte 15. Ein Kleberaufnahme- und Auftragelement 16 in
Form eines am Boden geschlossenen und am oberen Ende offenen
Zylinders wird in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung auf der
Oberseite der Platte 14 gehalten. Die obere Lippe oder der
obere Rand 17 des Kleberaufnahme- und Auftragelements 16, wie
in Fig. 1 dargestellt, nimmt eine abgesenkte Position ein, in
der er in einer mit 18 bezeichneten Masse von flüssigem Kleber
eingetaucht ist. In Fig. 2 ist die Lippe 17 in ihrer
angehobenen Position oberhalb der Klebermasse 18 und im
Eingriff mit der Versiegelungsfläche einer halbstarren
Kunststoffbasis 20 einer Packung für in Scheiben geschnittenes
Fleisch dargestellt (z.B. Packung 65 in den Figuren 11 und
12).
-
Die Klebermasse oder der Klebersumpf wird in einem
Aufnahmegefäß 21 zurückgehalten, das auf der Oberseite der
Zwischenplatte 10 angebracht ist. Der zylindrische Hülsenteil
des Elements 16 ist durch den Boden des Aufnahmegefäßes 21 in
vertikaler Richtung hin und her beweglich, durch einen
zylindrischen Aufnahmeschlitz in demselben, in dem eine
Umfangs- oder O-Ring-Dichtung 22 angeordnet ist. Der obere
Teil des Aufnahmegefäßes 21 ist von einer elektrischen
Umfangs-Widerstandsheizung 23 einer bekannten Art umgeben, die
thermostatisch geregelt sein kann, um so die Temperatur des
Kleberbades 18 innerhalb eines vorbestimmten
Temperaturbereichs zu halten.
-
Auf dem Mittelteil der Grundplatte 6 ist ein Postament 24
angebracht. Ein Paar Schrauben 25-25 halten das untere Ende
des Postaments 24 an der Grundplatte 6. Der Grundkörper des
Postaments 24 erstreckt sich nach oben zur Unterseite der
Zwischenplatte 10 und weist auf der Oberseite eine als Einheit
ausgebildete obere Stütze 26 (Fig. 2) auf, die sich nach oben
durch einen Einsatz 27 und durch eine Mittenöffnung in der
Bodenwand 28 des Aufnahmegefäßes 21 erstreckt. Ein Paßstück 30
weist einen Kopf 31 in Form einer Sechskantmutter und einen
mit einem Außengewinde versehenen hohlen Schaft 32 auf, der in
das obere Ende der Stütze 26 geschraubt ist. Eine Scheibe 33
ist unterhalb des Kopfes 31 angeordnet. Man sieht, daß die
Scheibe 33 durch Festziehen des Paßstücks 30 zusammengedrückt
und die Bodenwand 28 des Aufnahmegefäßes 21 gegen die
Oberseite des Einsatzes 27 nach unten gezogen wird. O-Ring-
Dichtungen 29 umgeben die Stütze 26, wo sie durch den Einsatz
27 und den Boden 28 des Aufnahmegefäßes hindurchtritt.
Zusätzlich ist eine O-Ring-Dichtung 35 in einer Nut in der
Oberseite des Einsatzes 27 angeordnet, um eine
flüssigkeitsdichte Abdichtung zwischen dem Boden 28 des
Aufnahmegefäßes und der Oberseite des Einsatzes 27 zu bilden.
-
Das Postament 24, das die Stütze 26 einschließt, weist einen
vertikalen Mittendurchlaß 36 auf, um Kleber hindurch nach oben
und durch das Paßstück 30 und in die Klebermasse 18
zuzuführen, um so eine Aufrechterhaltung der Versorgung zu
etablieren. Das Postament 24 weist auch ein Paar vertikale
Durchlässe 37 und 38 auf, die am oberen Ende mit einem
ringförmigen Raum 40 (Fig. 2) in der Unterseite des Bodens 28
des Aufnahmegefäßes 21 verbunden sind. Durch einen der
Durchlässe 37 oder 38 kann ein Heizmedium zugeführt werden und
durch den anderen abgeführt werden, so daß es zirkuliert und
den Kleber im Mittendurchlaß 36 auf der gewünschten Temperatur
hält und auch den Boden 28 des Aufnahmegefäßes 28 erwärmt und
dazu beiträgt, die vorbestimmte Temperatur des Bades 18
aufrechtzuerhalten.
-
Die gewünschte Höhe des Klebers 18 im Aufnahmegefäß 21 wird
durch Zuführen von Kleber aus einem allgemein mit 41
bezeichneten erwärmten Versorgungsbehälter (Figuren 1,3 und 4)
nach oben durch die Bohrung 36 aufrechterhalten. Der
Kleberversorgungsbehälter 41 umfaßt ein zylindrisches
Aufnahmegefäß, das durch einen Zylinder 42 (Fig. 4) gebildet
wird, der am Boden geschlossen und durch Schweißen an einem
Sockel 43 befestigt ist, der wiederum auf einem Arm 44
gehalten wird, von dessen entgegengesetzten Seiten her Ständer
45-45 durch Schweißen befestigt sind. Der Arm 44 ist mittels
Schrauben 46-46 (Figuren 1 und 4) an dem benachbarten
Rahmenelement 7 befestigt.
-
Ein Deckel 47 verschließt das obere Ende des Zylinders 42 und
wird mittels eines Paars von Knebelklemmen 48-48 bekannter Art
stramm in seiner Lage gehalten, um eine hermetische Abdichtung
zu bilden. Der Deckel 47 ist mit einem Griff 50 versehen, der
verwendet werden kann, um den Deckel abzunehmen, wenn es Zeit
ist, den Behälter 42 mit Kleber zu füllen. Der Zylinder 42 ist
mit elektrischen Widerstandsheizungsbändern 51-51 bekannter
Art versehen, die in bekannter Weise passend mit einer
elektrischen Stromquelle (nicht dargestellt) verbunden sind.
-
Der Deckel 47 ist in der Mitte mit einer Öffnung 52 versehen,
die mit einer Druckquelle (nicht dargestellt) verbunden sein
kann, um im Kopfraum im Zylinder oder Behälter 42 einen
ausreichenden Druck bereitzustellen und aufrechtzuerhalten, um
einen Transport von Kleber in das Aufnahmegefäß 21 zu
erzwingen.
-
Der Boden 43 des Behälters 42 ist mit einer Auslaßöffnung 53
versehen, mit der ein Paßstück 54 (Fig. 1) verbunden ist,
welches ein Handventil 55 einschließt. Das Auslaßende des
Paßstücks 54 ist mittels einer Armatur 56 mit einer
doppelwandigen Kleberleitung 57 (Fig. 3) verbunden. Das
entgegengesetzte Ende der Leitung 57 ist mit einer
rechtwinkligen Armatur 58 versehen, die wiederum mit einem
kurzem Leitungsstück 60 verbunden ist, welches den Kleber der
Einlaßöffnung 61 (Fig. 1) am Boden des vertikalen Durchlasses
36 zuführt.
-
Man sieht, daß durch Öffnen des Ventils 55 der Druck im
Kopfraum des Behälters 41 Kleber nach oben in den Klebersumpf
18 im Behälter 21 drückt. Durch Bedienen des Ventils 55 kann
die Masse an flüssigem Kleber im Behälter 21 auf einer
geeigneten Höhe gehalten werden.
-
Um Kleber aus dem Sumpf oder dem Vorrat 18 auf
aufeinanderfolgende Packungsteile 20 zu übertragen und
aufzutragen, ist eine Einrichtung vorgesehen, um das
Kleberaufnahme- und Auftragelement 16 zwischen seiner in Fig.
1 dargestellten abgesenkten Position, in der die Lippe 17 im
Kleber 18 eingetaucht ist, und seiner in Fig. 2 dargestellten
angehobenen Position, in der die Lippe 17 mit der
Versiegelungsfläche des Packungsteils 20 im Eingriff steht, in
vertikaler Richtung hin und her zu bewegen. Die Einrichtung
zum Hin- und Herbewegen des Elements 16 schließt eine
doppeltwirkende Zylindereinheit 62 ein, die pneumatisch
betätigt sein kann. Der Zylinder 62 ist auf dem oberen
Querträger 8 des Rahmens montiert, und seine sich hin und her
bewegende Verbindungsstange 63 ist an ihrem oberen Ende mit
einem Gewinde versehen und mittels einer oberen Mutter 64 und
einer unteren Mutter 65 mit dem Querträger 15 verbunden. Beim
Hin- und Herbewegen der Kolbenstange 63 nimmt sie den
Querträger 15 und die vertikalen Führungsstäbe 13 mit. Diese
nehmen wiederum das untere Kreuzstück 14 und das
Kleberaufnahme- und Auftragelement 16 mit.
-
Während die Lippe 17 auf dem Element 16 mit einer Nut
dargestellt ist, kann die Lippe andere Profile aufweisen,
einschließlich eines angefasten Profils, um eine zugespitzte
Rippe zu bilden. Wenn sich die Lippe über die Oberfläche des
Klebers 18 erhebt, wird eine vorbestimmte Menge des Klebers
mit der Lippe mitgetragen und gegen die Versiegelungsfläche
des Packungsteils 20 aufgetragen. Es versteht sich, daß die
Auftragvorrichtung 16 nach einem Auftragen von Kleber auf den
Packungsteil 20 abgesenkt wird, so daß die Lippe 17 erneut im
Kleber 18 eingetaucht ist, und der Packungsteil 20 wird
entfernt und durch einen anderen ersetzt.
-
Der Packungsteil 20, auf den der Kleber aufgetragen worden
ist, kann als die Basis bei der Bildung der in den Figuren 11
und 12 allgemein mit 65 bezeichneten, fertiggestellten Packung
für in Scheiben geschnittenes Fleisch verwendet werden. Die
Packung 65 entspricht der Packung, die in den Figuren 12 bis
14 des vorgenannten Patents 3,498,018 dargestellt ist, wobei
die Offenbarung dieses Patents durch Bezugnahme hier
aufgenommen wird. Die Packung 65 umfaßt die Basis 20 und den
durchsichtigen Blasenbehälter 67. Die Basis 20 und die Blase
67 besitzen zusammenpassende Flansche, die mittels des Klebers
66 aneinander befestigt sind, welcher beim Betrieb der Einheit
5, wie oben beschrieben, auf der Versiegelungsfläche der Basis
20 aufgetragen worden ist.
-
Während die Kleberauftrageinheit 5 der Figuren 1 bis 4 für
eine Einzelfertigung geeignet ist, kann eine Fertigung in
großem Umfang vorteilhaft einen Satz der im Einklang
arbeitenden Einheiten verwenden. Die in den Figuren 5, 6 und 8
bis 10 allgemein mit 70 bezeichnete Einheit liefert eine
derartige Mehrfacheinheit. Die Einheit 70 kann sich im Inneren
einer Form zum Wärmeformen befinden und enthält einen
Umfassungsrahmen, umfassend eine Grundplatte 71, Stirnplatten
72 und 73, Seitenplatten 74 und 75, eine obere Platte 76 und
einen Deckel 77. Der Deckel 77 kann ein Formteil sein, das auf
der Unterseite zwanzig ausgebauchte Bereiche oder Podien 78-78
aufweist, von denen jedes eine Patritze zur Bildung eines
halbstarren Kunststoffpackungsteils 80 ist, welcher dem
Packungsteil 20 in den Figuren 1, 2, 11 und 12 entsprechen
kann. Die Einzelheiten des Aufbaus des Formteils oder Deckels
77 bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Wie auf dem
Fachgebiet der Wärmeformung wohlbekannt ist, kann eine die
Unterseite des Teils 77 bedeckende Kunststofflage durch Zufuhr
von Wärme, Beaufschlagung mit Unterdruck und/oder Druck durch
Wärmeformen geformt werden, um in der Lage zwanzig einzelne
Packungsteile 80 auszubilden.
-
Innerhalb des Umfassungsrahmens der Einheit 70 befinden sich
zwanzig Postamente 81-81, die allgemein dem Postament 24 der
Einheit 5 in den Figuren 1 bis 4 entsprechen. Jedes Postament
81 besitzt einen unteren Flansch oder Sockel 82, mittels
dessen es auf der Oberseite der Grundplatte 71 montiert ist.
Jedes Postament 81 weist einen vertikalen Mittendurchlaß 83
und ein Paar Heizmedium-Durchlässe 84 und 85 auf. Es ist klar,
daß die Mittendurchlässe 83 dem Klebermittendurchlaß 36 in der
Einheit 5 entsprechen, während die Durchlässe 84 dem Durchlaß
37 bzw. die Durchlässe 85 dem Durchlaß 38 in der Einheit 5
entsprechen. Jeder der Durchlässe 83, 84 und 85 erstreckt sich
nach unten in die Grundplatte 71 hinein, in der geeignete
Verbindungen hergestellt sein können, um den Durchlässen 83
Kleber und den Durchlässen 84 ein Heizmedium zuzuführen und
das Heizmedium aus den Durchlässen 85 abzuführen.
-
Zwanzig eingeschlossene Klebebadhalter 86-86 sind auf der
Oberseite der oberen Platte 76 angebracht und unmittelbar
unterhalb der Formationen 78 auf der Unterseite des Deckels 77
zentriert. Die Klebebäder oder -sümpfe in den Haltern 86 sind
mit 87-87 bezeichnet. Jeder der Halter 86 weist einen
ringförmigen Schlitz auf, der sich in vertikaler Richtung
hindurcherstreckt, wobei jeder Schlitz einen vergrößerten
ringförmigen Zwischenraum 90 (Fig. 5) enthält, der durch die
seitlich verlaufenden Durchlässe 91-91 mit dem Kleberbad 87
verbunden ist.
-
In vertikaler Richtung hin und her bewegliche Kleberaufnahme-
und Auftragelemente 92-92 sind auf der Oberseite einer in
vertikaler Richtung hin und her beweglichen Platte 93
montiert. Die hülsenartigen Elemente 92 erstrecken sich nach
oben durch die obere Platte 78 und durch geeignete ringförmige
Dichtungen 94 in jedem der Halter 86 in die Schlitze 88
hinein. Die Elemente 92 entsprechen allgemein dem
Kleberaufnahme- und Auftragelement 16 der Einheit 5 in den
Figuren 1 bis 4 und sind in ähnlicher Weise mit Lippen 95 mit
Nuten versehen, in denen Kleber aufgenommen und später auf die
Versiegelungsflächen der Packungsteile 80 übertragen wird.
-
Unterhalb der in vertikaler Richtung hin und her beweglichen
Platte 93, auf der das Kleberaufnahme- und Auftragelement 92
montiert ist, sind zwei Paare von U-förmigen Klammern 100
angebracht, von denen jedes zwischen seinen herabhängenden
Beinen einen Bolzen 101 trägt. Jeder Bolzen 101 erstreckt sich
durch die obere Öffnung in einem Verbindungsglied 102. Ein
unterer Bolzen 103 erstreckt sich durch die untere Öffnung im
Verbindungsglied 102. Jeder Bolzen 103 erstreckt sich durch
eine Öffnung im distalen Ende eines Stützarms 104, der mittels
einer Halterung 106 an seinem proximalen Ende drehbar auf
einem ortsfesten Bolzenträger 105 (Fig. 9) angebracht ist.
-
Jeder Bolzen 103 trägt auf seinem dem Verbindungsglied 102
entgegengesetzten Ende eine Nockenrolle 107. Die Nockenrollen
107 sind innerhalb der Nockenöffnungen 108-108 in jedem der
sich hin und her bewegenden Nockenhebel 110-110 positioniert.
Jeder Nockenhebel 110 ist an seinen entgegengesetzten Enden
mit einem Halte- und Führungsstab 111 und 112 verbunden. Jeder
Halte- und Führungsstab 111 bewegt sich in einer an der
Außenseite der Rahmenseitenplatte 72 angebrachten Laufbuchse
113 hin und her, während jeder Halte- und Führungsstab 112 in
einer an der Außenseite der entgegengesetzten Seitenplatte 73
angebrachten Laufbuchse 114 gehalten wird und sich in dieser
hin und her bewegt.
-
Ein doppeltwirkender Pneumatikzylinder 115 ist zwischen den
Laufbuchsen 114 auf der Seitenplatte 73 montiert. Die
Verbindungsstange 116 des doppeltwirkenden Zylinders ist starr
mit einem Querträger 117 verbunden, mit dessen
entgegengesetzten Enden die äußeren Enden der Halte- und
Führungsstäbe 112 verbunden sind. Man sieht, daß durch diese
Anordnung die Verbindungsstange 116 der doppeltwirkenden
Zylindereinheit 115 bei ihrer Hin- und Herbewegung bewirkt,
daß sich auch die Nockenhebel 110 hin und her bewegen. Eine
derartige Hin- und Herbewegung bewirkt, daß sich die
Nockenrollen 107 in den Nockennuten oder -schlitzen 108
aufwärts und abwärts bewegen, wodurch sie bewirken, daß sich
die Verbindungsglieder 102 in vertikaler Richtung hin und her
bewegen, und wiederum bewirken, daß sich die Bolzen 101 und
die Platte 93 in vertikaler Richtung hin und her bewegen. Eine
Hin- und Herbewegung der Platte 93 bewirkt, daß die Lippen 95
auf den Kleberaufnahme- und Auftragelementen 92 nach oben aus
den Schlitzen 88 heraustreten, wie in Fig. 5 dargestellt, in
ihre angehobene Position, wie in Fig. 6 dargestellt, in der
sie mit den Versiegelungsflächen der Packungsteile 80 in
Eingriff treten und Kleber darauf auftragen oder abscheiden.