DE69201083T2 - Flüssigkeitssprühvorrichtung bestehend aus einem Druckbehälter versehen mit einem Ventil mit zusätzlichem Gaszustrom. - Google Patents

Flüssigkeitssprühvorrichtung bestehend aus einem Druckbehälter versehen mit einem Ventil mit zusätzlichem Gaszustrom.

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DE69201083T2 DE1992601083 DE69201083T DE69201083T2 DE 69201083 T2 DE69201083 T2 DE 69201083T2 DE 1992601083 DE1992601083 DE 1992601083 DE 69201083 T DE69201083 T DE 69201083T DE 69201083 T2 DE69201083 T2 DE 69201083T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zerstäuber für eine Flüssigkeit, der einen mittels eines komprimierten, nicht-Verflüssigten Gases unter Druck gesetzten Behälter umfaßt, wobei der Behälter mit einem Abgabeventil, das eine zusätzliche, in den Ventilkörper führende Gasentnahme aufweist, und mit einein Tauchrohr ausgestattet ist.
  • US-A-3 131 834 zeigt eine Vorrichtung dieser Art. Wenn das Treibmittel ein komprimiertes, nicht-verflüssigtes Gas ist, beispielsweise komprimierte Luft, ist der Druck in dem Behälter im allgemeinen auf etwa 12 x 10&sup5; Pascal begrenzt. Der Druck in dem Behälter nimmt im Laufe der Abgabe ab; folglich ist die Zerstäubung am Ende der Abgabe und ohne zusätzliche Gasentnahme Im allgemeinen nicht zufriedenstellend, denn der Druck ist für eine geeignete mechanische Zerstäubung an der Abgabeöffnung unzureichend, weil der ursprüngliche Druck eine obere Grenze besitzt. Um das Zerstäuben zu verbessern, wurde daher versucht, das Ventil mit einer zusätzlichen Gasentnähme zu versehen; aber mit den bis heute verwendeten, zusätzlichen Gasentnahmen, die einen Durchmesser von etwa 0,3 bis 0,4 mm besitzen, ist der Behälter nach einigen Zerstäubungsvorgängen vollständig von dem komprimierten Gas entleert, das er ursprünglich enthielt. Es wurde dann versucht, zusätzliche Gasentnahmen mit geringerem Durchmesser zu verwenden: Es ist aber mechanisch unmöglich, Löcher oder Öffnungen in industriellem Maßstab herzustellen, die einen Durchmesser von weniger als etwa 100 bis 150 mm besitzen und der Druck in dem Behälter nimmt mit einer zusätzlichen Gasentnahme dieses Durchmessers immer noch sehr schnell ab.
  • Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß man die Zerstäubung mit einem komprimierten, nicht-verflüssigten Gas verbessern kann, ohne den unter Druck stehenden Behälter zu schnell von seinem Treibgas zu entleeren, indem in die zusätzliche Gasentnahme ein Sinterelement oder eine Fritte eingepaßt wird.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Zerstäuber mit einem mittels eines komprimierten, nicht-verflüssigten Gases unter Druck gesetzten Behälter, wobei der Behälter mit einem Abgabeventil ausgestattet ist, das eine zusätzliche, in den Ventilkörper und den Körper eines Tauchrohrs führende Gasentnahme aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Gasentnahme über ein Sinterelement erfolgt, das derartige Abmessungen und eine solche Porosität aufweist, daß der Durchfluß des Gases durch das Sinterelement bei einem Druckunterschied von 10 x l0&sup5; Pascal zwischen 10 und 50 cm³/sec. beträgt, und daß das zu zerstäubende Produkt das Sinterelement nicht durchquert.
  • Das verwendete Sinterelement besitzt im allgemeinen einen mittleren Porendurchmesser zwischen 0,1 und 5 um.
  • Die Sinterelemente sind in an sich bekannter Weise durch Wärme- und/oder Drucksintern eines pulverförmigen Materials, wie z. B. Glas, Keramik, Metall oder Xunststoff, beispielsweise Polyethylen, erhältlich. Erfindungsgemäß verwendet man bevorzugt Sinterelemente, die von der Firma "POREX" unter der Handelsbezeichnung "POROUS PLASTICS" verkauft werden.
  • Es wurde festgestellt, daß man durch die Verwendung eines wie oben definierten Sinterelements in einer zusätzlichen Gasentnahme eine feinere Zerstäubung erhält, ohne daß sich der Druck zu schnell verringert. Die Zerstäubung ist umso feiner, je höher der Durchfluß ist; man kann folglich mit geringeren Durchf lüssen arbeiten und erhält immer noch eine zufriedenstellende Zerstäubung. Beispielsweise sind mit einem geringen Durchfluß von 0,5 g/s Tröpfchen mit einem mittleren Durchmesser von 75 um erhältlich.
  • Der Durchfluß der zusätzlichen Gasentnahme hängt von den Abmessungen und der Art des Sinterelements ab, d.h. von der mittleren Wegstrecke, die von dem Gas in dem Sintereleinent durchlaufen wird, und von der Kontaktoberfläche zwischen dem Gas und dem Sinterelement. Wenn beispielsweise das Sinterelement ein Zylinder ist, hängt er von dem Querschnitt und der Länge dieses Elementes ab.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung liegt das Tauchrohr in der Achse der Zufuhrleitung des Ventilkörpers und die zusätzliche Gasentnahme verläuft senkrecht zur Zufuhrleitung; das Sinterelement kann die Form eines Zylinders aufweisen.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung liegt die zusätzliche Gasentnahme in der Achse der Zufuhrleitung des Ventilkörpers und das Tauchrohr mündet senkrecht zu dieser Achse ein; das Sinterelement kann die Form eines Zylinders aufweisen.
  • Gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung weist das Sinterelement die Form eines Ringes auf, der so in dem Ventilkörper angeordnet ist, daß er die Zufuhrleitung des Ventilkörpers umschließt, wobei die gesamte zusätzliche Gasentnahme über den Ring durch Öffnungen erfolgt, die in der Wand des Ventilkörpers gegenüber dem Ring ausgespart sind.
  • Zum besseren Verständnis des Gegenstandes der Erfindung werden im folgenden anhand von rein erläuternden und nicht einschränkenden Beispielen mehrere, in der beigefügten Zeichnung dargestellte Ausführungsformen beschrieben.
  • In der Zeichnung zeigt:
  • - Figur 1 die schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erf indungsgemäßen Vorrichtung im Achsschnitt, bei der die zusätzliche Gasentnahme senkrecht zur Achse der Zufuhrleitung des Ventilkörpers ist;
  • - Figur 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform im axialen Teilschnitt, bei der das Sinterelement in der Achse der Zufuhrleitung des Ventilkörpers angeordnet ist;
  • - Figur 3 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform im axialen Teilschnitt, bei der das Sinterelement ein Ring ist, der in dem Ventilkörper angeordnet ist und die Öffnung der Zufuhrleitung des Ventilkörpers umgibt.
  • Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung wird insgesamt mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet. Sie besteht aus einem Behälter 2, der ein durch einen Druckknopf 5 betätigbares Ventil 3 aufweist.
  • Der Behälter 2 besteht aus Seitenwänden, die eine zylindrische Allgemeinforin aufweisen, und ist an einem Ende durch einen (nicht dargestellten) Boden verschlossen. An dem dem Boden gegenüberliegenden Ende bilden die Wände eine Kuppel und der Behälter ist durch einen Teller 4 eines Ventils 3 verschlossen.
  • Das Ventil 3 ist in der Mitte des Ventiltellers 4 befestigt, der mittels einer Bördelwulst auf dem Behälter 2 befestigt ist. Das Ventil 3 weist einen herausragenden Schaft 6, der verschiebbar ist und über den Behälter 2 herausragt, und einen Ventilkörper 7 auf, der fixiert ist und der sich in den Behälter 2 öffnet; der Ventilschaft 6 ist in dem Ventilkörper 7 verschiebbar, um das Öffnen des Ventils 3 hervorzurufen. Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist ein Druckknopf 5 durch Aufstecken auf dem hervorragenden Schaft 6 befestigt; er weist eine seitliche, zylindrische Schürze 5a auf, deren unterer Rand von dem Teller 4 beabstandet ist und deren oberer Rand mit einem ebenen, oberen Bereich 5b verbunden ist, auf den der Benutzer zur Betätigung des Ventils 3 drückt. In dem Druckknopf 5 ist ein Ausstoßkanal 8 ausgespart, wobei der Kanal zwei, im rechten Winkel angeordnete Abschnitte aufweist; ein erster Abschnitt 8a ist coaxial zum herausragenden Schaft 6 angeordnet und ein zweiter, im rechten Winkel angeordneter Abschnitt 8b mündet in der Seitenschürze in eine Einsenkung, in die eine Zerstäuberdüse kraftschlüssig eingedrückt ist, deren Öffnung 9 einen sehr geringeren Durchmesser als der des Abschnitts 8b besitzt.
  • Der Ventilkörper ist mit einem Rohr 10 mit kleinerem Durchmesser versehen, das die Zufuhrleitung des Ventilkörpers bildet. Auf das Rohr 10 ist kraftschlüssig ein Tauchrohr 11 aufgeschoben. Die zusätzliche Gasentnahme 12 öffnet sich in den Ventilkörper 7; sie besteht aus zwei im rechten Winkel zueinander verlaufenden Abschnitten l2a und 12b. Der Abschnitt 12a ist senkrecht zur Längsachse des Behälters 2 und mündet in den Ventilkörper 7. Der Abschnitt l2b öffnet sich oberhalb des Niveaus der zu zerstäubenden Flüssigkeit L. Der Abschnitt l2b enthält ein Sinterelement 13, das die Form eines Zylinders besitzt und das man mit Kraft eingeführt hat.
  • Wenn der Benutzer auf das Teil 5b des Druckknopfes 5 drückt, drückt er den Ventilschaft 6 hinein und betätigt das Ventil 3; die Flüssigkeit L steigt, vom komprimierten Gas getrieben, in dem Tauchrohr 11 hinauf. Gleichzeitig durchguert eine kleine Menge des komprimierten Gases das Sinterelement 13 der zusätzlichen Gasentnahme 12 und dringt in den Ventilkörper 7 ein, wo es den Durchfluß der zu zerstäubenden Flüssigkeit L erleichtert. Am Austritt des herausragenden Schaftes 6 tritt die Flüssigkeit in den Kanal 8 ein und wird auf Höhe der Öffnung 9 zerstäubt. Es wurde festgestellt, daß man so eine zufriedenstellende Zerstäubung vom Anfang bis zum Ende der Abgabe erhält.
  • In Figur 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind der Druckknopf und der Behälter, sowie das Ventil identisch mit den in Figur 1 dargestellten Teilen. Zur Vereinfachung sind nur der mit Bezugsziffer 104 bezeichnete Teller und der Ventilkörper 107 dargestellt. Auf dem die Zufuhrleitung des Ventilkörpers 107 bildenden Rohr 110 ist axial eine zusätzliche Gasentnahme befestigt, die aus einer Leitung 112 besteht, die mit einem Seitenstutzen 112a versehen ist. Auf diesem Seitenstutzen 112a ist ein im rechten Winkel gekrümmtes Tauchrohr 111 befestigt; das Rohr 111 ist senkrecht zur Längsachse des Behälters auf dem Seitenstutzen 112a befestigt; es verläuft auf seiner restlichen Länge parallel zur Längsachse des Behälters. Das Sinterelement 113 ist zylindrisch und ist mit Kraft in die Leitung 112 unterhalb des Seitenstutzens 112a eingeführt. Man erhält vergleichbare Resultate wie die für die erste Ausführungsform angegebenen.
  • In Figur 3 ist schematisch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zerstäubers dargestellt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung entsprechen der Druckknopf und der Behälter den in Figur 1 dargestellten Teilen. Zur Vereinfachung sind nur der Ventilteller 204 und der Ventilkörper 207 dargestellt. Der Ventilkörper 207 wird von einer zylindrischen Seitenwand 214 begrenzt, die an ihrer Basis durch eine senkrecht zur Längsachse des Behälters verlaufende Trennwand 215 verschlossen ist. Die Trennwand 215 ist in ihrem mittleren Bereich mit einem zylindrischen Ansatz 210 verbunden, der ins Innere des Behälters gerichtet ist und eine Zufuhrleitung des Ventilkörpers bildet. Auf diesem Ansatz ist das Tauchrohr 211 befestigt. Im unteren Bereich der Seitenwand 214 und im Umfang der Trennwand 215 sind Öffnungen 216 ausgespart. Das Sinterelement 213 liegt auf der Trennwand 215; es ist ringförmig und sein Außendurchmesser entspricht, mit dem nötigen Spiel, dem Innendurchmesser der Seitenwand 214 und sein Innendurchmesser entspricht dem Innendurchmesser des Ansatzes 210. Das Sinterelement 213 besitzt eine solche Dicke, daß die Öffnungen 216 5insgesamt dem Sinterelement gegenüberliegen.
  • Bei der Zerstäubung dringt das komprimierte Gas durch die Öffnungen 216 in das Element 213 und durch dieses hindurch. Man erhält entsprechende Resultate, wie diel die für die erste Ausführungsform beschrieben wurden.
  • In einem Vergleichsexperiment wurde ein Zerstäuber verwendet, wie er in Figur 1 dargestellt ist; der Behälter dieser Vorrichtung hat ein Innenvolumen von 270 cm³ und enthält 150 cm³ zu zerstäubende Flüssigkeit mit einer Viskosität von 15 cps; das Treibgas ist komprimierte Luft, ursprünglich bei 10 x l0&sup5; Pascal; die Öffnung der Zerstäubungsdüse hat einen Durchmesser von 0,20 mm. Es wurden die Ergebnisse verglichen ohne zusätzliche Gasentnahme und mit einer zusätzlichen Gasentnahme, die ein zylindrisches Sinterelement aus Polyethylen mit 2,4 mm Durchmesser und 1,75 mm Länge bei einem Porendurchmesser von 2 um enthält; der Durchfluß der Fritte ist 50 cm³/s bei einer Druckdifferenz von 10 x l0&sup5; Pascal. Es wurde der Durchfluß der abgegebenen Flüssigkeit und die mittlere Abmessung der zerstäubten Tröpfchen am Anfang, in der Mitte und am Ende der Abgabe gemessen. Die folgenden Ergebnisse wurden festgestellt: mit ZGE ohne ZGE Durchfluß g/sec. Durchmesser der Tröpfchen Anfang der Abgabe Mitte der Abgabe Ende der Abgabe ZGE = zusätzliche Gasentnahme
  • Mit einem Zerstäuber mit zusätzlicher Gasentnahme ist eine feinere Zerstäubung mit geringerem Durchfluß erhältlich als die mit einem Zerstäuber ohne zusätzliche Gasentnahme gemessene.

Claims (6)

1. Zerstäuber mit einem mittels eines komprimierten, nichtverf lüssigten Gases unter Druck gesetzten Behälter (2), wobei der Behälter mit einem Abgabeventil (3,103,203) ausgestattet ist, das eine zusätzliche, in den Ventilkörper und den Körper des Tauchrohrs (11,111,211) führende Gasentnahme aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Gasentnahme über ein Sinterelement (13,113,213) erfolgt, das derartige Abmessungen und eine solche Porosität aufweist, daß der Durchfluß des Gases durch das Sinterelement bei einem Druckunterschied von 10 x 10&sup5; Pascal zwischen 10 und 50 cm³/sec beträgt, und daß das zu zerstä.ubende Produkt das Sinterelement nicht durchquert.
2. Zerstäuber gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Poren des Sinterelements (13,113,213) zwischen 0,1 und 5 um beträgt.
3. Zerstäuber gemäß einem der Ansprüche l oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tauchrohr (11,111,211) in der Achse der Zufuhrleitung (10) des Ventils liegt und die zusätzliche Gasentnahme (12) senkrecht zur Zufuhrleitung (10) verläuft.
4. Zerstäuber gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Gasentnahme in der Achse der Zufuhrleitung (110) des Ventils liegt und das Tauchrohr (111) senkrecht zu dieser Achse einmündet.
5. Zerstäuber gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintereleinent (13,113) die Form eines Zylinders aufweist.
6. Zerstäuber gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterelement (213) die Form eines Rings aufweist, der so in dem Ventilkörper (207) angeordnet ist, daß er die Zufuhrleitung (210) des Ventilkörpers (207) umschließt, wobei die gesamte zusätzliche Gasentnahme über den Ring durch Öffnungen (216) erfolgt, die in der Wand des Ventilkörpers ausgespart sind und wobei die Öffnungen (216) insgesamt dem Sinterelement (213) gegenüberliegen.
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