DE69201322T2 - Sanitärzelle mit automatischer Reinigungsvorrichtung. - Google Patents
Sanitärzelle mit automatischer Reinigungsvorrichtung.Info
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- DE69201322T2 DE69201322T2 DE1992601322 DE69201322T DE69201322T2 DE 69201322 T2 DE69201322 T2 DE 69201322T2 DE 1992601322 DE1992601322 DE 1992601322 DE 69201322 T DE69201322 T DE 69201322T DE 69201322 T2 DE69201322 T2 DE 69201322T2
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- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitärzelle mit automatischer Reinigungsvorrichtung.
- Verschiedene Typen von Toiletten mit automatischen Reinigungsvorrichtungen sind sowohl für öffentliche Toiletten als auch für private Badezimmer bekannt. Im allgemeinen ist es essentiell, das Becken so zu waschen, daß jede Spur von flüssigen oder festen Exkrementen beseitigt wird, und diejenigen Teile zu waschen und zu desinfizieren, die mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen.
- Bei einem bekannten Typ von Toilette, wie zum Beispiel dem aus der EP-A 274 588, ist eine Vorrichtung zum Waschen, Desinfizieren und Trocknen des Sitzes vorgesehen, wobei die Vorrichtung einen hinter dem Sitz angeordneten Behälter umfaßt, der von einer vertikal verschiebbaren Tür verschlossen wird. Dieser Behälter wird von einer vertikalen Trennungswand geteilt, die eine Serie von Düsen trägt, die in einem vertikalen Ring angeordnet sind, dessen Form dem Sitz entspricht. Eine Mischung aus Wasser und Desinfektionsmittel wird zuerst durch diese Serie von Düsen zugeführt. Die ringförmige Zone weist darüber hinaus eine Serie von Löchern für den Durchlaß von heißer Luft von einem Gebläse auf.
- Bei einem anderen Typ von Toilette wird der Sitz mittels eines rotierenden Doppelarmes gewaschen, der zwei Sätze von Düsen an beiden Enden hat. Dieser Arm ist ebenfalls in einem vertikalen Behälter hinter dem Klosettbecken angeordnet und von einer an ihrer Oberkante drehbar gelagerten Tür verschlossen. Die Hinterkante der Klosettbrille ist an einem vertikal beweglichen Schlitten befestigt, der in dem Behälter angeordnet ist. Wenn die Klosettbrille in die vertikale Position im Behälter angehoben wird, schließt die Tür automatisch. In diesem Moment beginnt eine Rotation des Wascharmes und anschließend wird ein heißer Luftstrom in dem Behälter erzeugt.
- Diese bekannte Toilette hat den Nachteil, daß die Tür in dem vertikalen Behälter geschlossen die Rückenlehne des Klosettbekkens bildet, die mit dem Körper des Benutzers in Kontakt kommt.
- Sie kann deshalb nicht automatisch von der Reinigungsvorrichtung gewaschen werden.
- Das Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Sanitärzelle mit automatischer Reinigungsvorrichtung, die von maximaler Einfachheit ist und die diesen und andere Nachteile von bekannten Sanitärzellen beseitigt.
- Dieses Ziel wird mit einer erfindungsgemäßen Sanitärzelle erreicht, die ein Klosettbecken umfaßt, das mit einem Spülungssystem ausgestattet ist, und die eine anhebbare Klosettbrille und eine Rückenlehne hat, wobei dieses Gerät mindestens eine Sitz-Wasch-, Desinfektions- und Trocknungsvorrichtung enthält und das dadurch gekennzeichnet ist, daß die besagte Vorrichtung so betrieben werden kann, daß sie gleichzeitig die besagte Klosettbrille in der vertikalen Position und die Rückenlehne bearbeitet.
- Gemäß einer weiteren Eigenschaft der Erfindung ist die besagte Klosettbrille mit einer Serie von Düsen ausgestattet, die während der Benutzung des besagten Beckens gespeist werden, um einen Wasserfilm auf der inneren Oberfläche des besagten Beckens so zu erzeugen, daß das Festsetzen von organischen Substanzen daran verhindert wird.
- Zum besseren Verständnis der Erfindung ist eine bevorzugte Ausführungsform hier - nur beispielhaft - mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:
- Figur 1 eine teilweise quergeschnittene perspektivische Zeichnung einer Toilette mit einer erfindungsgemäßen Sanitärzelle ist;
- Figur 2 ein schematisches Profil der linken Seite der Toilette gemäß Figur 1 ist;
- Figur 3 ein Teilprofil der rechten Seite der Sanitärzelle ist;
- Figur 4 eine teilweise quergeschnittene Frontansicht der Sanitärzelle ist; und
- Figur 5 ein schematisches Blockdiagramm ist, das die Funktionen der Steuereinheit der Sanitärzelle illustriert.
- Mit Bezug auf Figur 1 bedeutet das Bezugszeichen 6 generell eine Toilette für öffentliche oder gemeinschaftliche Bedürfnisanstalten, die einen Fußboden 7, zwei Seitenwände 8 und eine Rückwand 9 umfaßt, die vorteilhafterweise mit einem Glasfenster 11 versehen ist. Die Toilette 6 wird von einer per se bekannten und deshalb nicht gezeigten Tür verschlossen, zum Beispiel mittels einer mit Geld oder Marken öffenbaren Tür.
- Die Toilette ist mit den üblichen Anschlüssen für Wasser und Elektrizität sowie mit dem üblichen Ablaufrohr 12 (Figur 2) ausgestattet, das mit der Kanalisation verbunden ist. Der Fußboden 7 ist ausgestattet mit einem Auffangbecken 13, um kleine Abfallteile, wie zum Beispiel Zigarettenstummel, und Flüssigkeit, wie zum Beispiel das Waschwasser der Toilette 6, zu sammeln. Das Auffangbecken 13 wird von einem Fußbodenrost 14 bedeckt, welcher den Durchgang von Flüssigkeit und kleinen Abfallteilen in das Auffangbecken 13 erlaubt. Das letztere ist ausgestattet mit einem Siphon-Abschluß 10 für die Entleerung von solchen Flüssigkeiten und Abfallteilen in die Kanalisation. Der Rost 14 ist weiterhin ausgestattet mit einer Kante 15 (Figur 3), die eine Serie von Düsen 16 zum Waschen des Beckens 13 trägt.
- Die Toilette 6 ist mit einer einteiligen Sanitäreinheit, generell mit 17 bezeichnet, versehen, welche ein Klosettbecken 18 beinhaltet, das an einem Gehäuse 19 von im wesentlichen rechteckiger Form befestigt ist, das die gesamte automatische Reinigungsvorrichtung der Sanitäreinheit enthält und von drei abnehmbaren Abdeckplatten abgedeckt wird. Eine von diesen drei Abdeckplatten, in den Zeichnungen mit 20 bezeichnet, ist über dem Gehäuse 19 derart angeordnet, daß sie entfernt werden kann, um Zugang zu den elektrischen und mechanischen Teilen für entsprechende Anschlüsse und Wartungsarbeiten zu erlauben. Das Gehäuse 19 hat eine Sockelplatte 21 an seinem Ende zur Verbindung mit dem Rost 14. Die Sockelplatte 21 ist versehen mit einer Reihe von Düsen 25 (Figur 2), die auch zum Waschen des Beckens 13 vorgesehen sind.
- Das Klosettbecken 18 ist versehen mit der üblichen ring- oder kreisförmigen Klosettbrille 22, auf welcher der Benutzer sitzen soll. Die Hinterkante der Klosettbrille 22 ist mit einer Auskragung 23 (Figur 3) versehen, die an einer Hohlwelle 24 befestigt ist, welche drehbar in einem Lager 26 (Figur 4) innerhalb des Gehäuses 19 gelagert ist. Die Welle 24 wird mittels einer Welle 28 eines reversierbaren Umschaltmotors 29 über Bewegungstransmissionsmittel, bestehend aus einer Führungsschraube und einer Mutter 27 gedreht. Damit kann die Klosettbrille 22 um ihre Hinterkante aus einer in Figur 2 gezeigten horizontalen Benutzungsposition in eine angehobene oder vertikale Position gedreht werden, die in Figur 2 mit Strichlinien angedeutet ist.
- Das Gehäuse 19 ist mit einer hinter dem Klosettbecken 18 angeordneten Aussparung 31 versehen, die normalerweise von einer Rücklehne 32 verschlossen ist. In vorteilhafter Weise kann die Rücklehne 32 dieselbe Form und dieselben Dimensionen haben wie die Klosettbrille 22, um letzterer zu erlauben, in angehobenem Zustand von der Aussparung 31 aufgenommen zu werden. Die Rücklehne 32 ist an einer Parallelogramm-Gelenkverbindung befestigt, die aus einem Paar von gleichen Armen 33 und 34 (Figur 3) besteht, die an Auskragungen 36 des Gehäuses 19 angelenkt sind.
- Mit dem Arm 33 ist eine Gelenkverbindung 37 verbunden, die mittels eines Zapfens 38 an einem Hebel 39 angelenkt ist, der an einer weiteren Auskragung 31 des Gehäuses 19 drehbar gelagert ist. Der Zapfen 38 ist an einer Mutter 40 befestigt, die mit einer Schraube 32 belegt ist, welche von einem reversierbaren Umschaltmotor 43 gedreht wird. Die Betätigung des Umschaltmotors 43 bewirkt eine Verschiebung der Rücklehne 32 parallel zu sich selbst aus der Benutzungsposition, die durch die durchgezogene Linie in Figur 2 dargestellt ist, in die Waschposition, die durch die Strichlinie dargestellt ist.
- Die automatische Reinigungsvorrichtung umfaßt im wesentlichen eine allgemein mit 44 (Figuren 2 bis 4) bezeichnete Einrichtung zum Waschen, Desinfizieren und Trocknen der Klosettbrille 22 und der Rücklehne 32. Die Einrichtung 44 wird von einem Wagen 46 geführt, an welchem ein Paar Räder 47 befestigt ist, die vertikal in zweckmäßigen Geradführungen des Gehäuses 19 geführt sind. Die Geradführungen sind derart angebracht, daß sie eine Bewegung der Einrichtung 44 in den Raum zwischen der Klosettbrille 22 in der vertikalen Position und der Rücklehne 32 in der zurückgezogenen Position bedingen.
- Der Wagen 46 wird mittels eines Paars von Riemen 48 verschoben, von denen jeder zwei entsprechende Leitrollen 49 und 50 belegt, die am oberen und unteren Ende des Gehäuses 19 angeordnet sind. An einem Befestigungsarm 52 des Gehäuses 19 ist ein reversierbarer Umschaltmotor 53 befestigt, der dazu bestimmt ist, eine Welle 54 drehbar in zwei Lagern 55 des Gehäuses 19 anzutreiben. Die Welle 54 trägt zwei Räder 56 von derselben Größe wie die Leitrollen 49 und 50, und jede von ihnen berührt gleichzeitig zwei verschiedene Sektionen des entsprechenden Riemens 48.
- Der Wagen 46 trägt zwei Reinigungswischer 51 aus Gummi, wobei der eine zur Klosettbrille 22 und der andere zur Rücklehne 32 zeigt. Der Wagen 46 trägt außerdem zwei Reihen von Düsen 57 und 58, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen, d.h. entsprechend zur Klosettbrille 22 in der vertikalen Position und zur Rücklehne 32 in der zurückgezogenen Position. Jede Reihe von Düsen 57 und 58 ist über flexible Leitungen, die in den Zeichnungen nicht gezeigt sind, mit einer Wasserpumpe 61 verbunden. Die Leitungen, die zu den Düsen 57 und 58 führen, sind darüber hinaus in bekannter Weise mit Spendern für Lösungsmittel, Desinfektionsmittel und - optional - Deodorant verbunden. Schließlich trägt der Wagen 46 ein motorgetriebenes Gebläse 59, welches wahlweise mit einem Heizer für Luft verbunden werden kann, um die Klosettbrille 22 und die Rücklehne 32 zu trocknen.
- In dem Gehäuse 19 ist darüber hinaus ein nicht in den Zeichnungen dargestellter Spülkasten für das übliche Spülungssystem des Klosettbeckens 18 untergebracht, welches mittels eines Handdruckschalter 60 betätigt wird. Es kann auch automatisch betätigt werden, zum Beispiel mittels eines Elektromagneten vor der Reinigung des Klosettbeckens 18, wie aus dem Nachfolgenden deutlicher zu verstehen ist. Nach jeder Spülung wird der Spülkasten des Spülsystems direkt mit Wasser von der Hauptleitung aufgefüllt.
- Die Pumpe 61 ist über ein Magnetventil 63 mit den Düsen 57 und 58 des Wagens 46 verbunden. Ein weiteres Magnetventil 64 kann betätigt werden, um die Pumpe 61 über eine nicht gezeigte Leitung mit den Düsen 16 und 25 zur Reinigung des Auffangbeckens 13 unter dem Fußbodenrost 14 zu verbinden.
- Die Klosettbrille 22 ist mit einer Reihe von Düsen 65 ausgestattet, die an der Unterseite nahe der Innenkante des Klosettbekkens 18 angeordnet sind. Die Düsen 65 sind mit einer gemeinsamen Leitung 67 verbunden, die in Verbindung mit der Hohlwelle 25 steht, welche wiederum mit der Pumpe 61 über zwei weitere Magnetventile 62 und 66 verbunden ist. Diese können wahlweise bedient werden, wenn sich die Klosettbrille 22 in der horizontalen Position befindet, um einen Flüssigkeitsfilm auf der Innenfläche des Klosettbeckens 18 zu erzeugen und um den Boden des Klosettbeckens 18 nach der Betätigung des Spülsystems zu reinigen.
- Schließlich enthält das Gehäuse 19 eine Geräte-Steuereinheit 69, welche eine logische Prozeßkreissteuerung 71 (Figur 5) beinhaltet. Diese Steuerung 71 hat eine logische Schritt-für-Schritt- Funktion und ist mit einem Selbstdiagnoseprogramm ausgestattet, welches kontinuierlich die korrekte Ausführung des vorhergehenden Arbeitsvorganges testet, bevor es den nächsten erlaubt.
- Die Steuereinheit 69 umfaßt eine Reihe von Schaltkreisen, die von der Steuerung 71 zur Steuerung verschiedener Einrichtungen des Gerätes gesteuert werden. Im einzelnen können diese Schaltkreise zu den folgenden funktionalen Blöcken zusammengefaßt werden:
- - einen Block 72, der schaltbar ist, um den Eintritt und das zugehörige Verlassen eines Benutzers der Toilette 6 anzuzeigen, zum Beispiel mittels einer Einrichtung für Toilettenmarken und/oder einem Fußbodenschalter;
- - einen Block 73, schaltbar, um das Verschließen und Öffnen der Tür und die damit verbundenen Lichtsignale zu steuern;
- - einen Block 74, schaltbar, um die Wasserpumpe 61 und die zugehörigen Magnetventile 62 bis 64 und 66 zu steuern;
- - einen Block 75, schaltbar, um den Umschaltmotor 43 für die Bewegung der Rücklehne 32 zu steuern;
- - einen Block 77, schaltbar, um den Umschaltmotor 29 für die Bewegung der Klosettbrille 22 zu steuern;
- - einen Block 78, schaltbar, um den Umschaltmotor 53 für den Antrieb der Riemen 48 zur Bewegung des Wagens 46 zu steuern; und
- - einen Block 79, schaltbar, um die Betätigung des elektrischen Gebläses 59 zu steuern.
- Die oben beschriebenen Sanitärzelle arbeitet wie folgt Beim Eintritt des Benutzers in die Toilette 6 sendet der Block 72 ein Signal zur Steuerung 71, welche mittels des Blocks 73 die Toilettentür verschließt. Darüber hinaus steuert der Block 73 die Beleuchtung einer externen Warnlampe, die anzeigt, daß die Toilette 6 besetzt ist. Wahlweise kann der Block 73 auch die Beleuchtung eines internen Lichtes und das Anlaufen eines Ventilators für stärkeren Luftwechsel steuern.
- Über den Block 74 öffnet die Steuerung 71 das Magnetventil 62 (siehe auch Figuren 2 bis 4). Dies erzeugt mittels der Düsen 65 einen Wasserfilm auf der Innenfläche des Klosettbeckens 18, welcher das Ankleben von organischen Substanzen oder Kotteilchen auf dieser Oberfläche des Klosettbeckens 18 während der Benutzung verhindert. Nach Benutzung kann der Benutzer den Handdruckschalter 60 des Spülsystems für eine erste Reinigung des Klosettbeckens 18 mittels des Spülsystems betätigen. Er kann dann eventuell in der Toilette 6 vorhandene weitere Sanitäreinrichtungen benutzen.
- Wenn der Benutzer die Toilette 6 verläßt, schließt die Tür automatisch und es beginnt eine gründliche Reinigung des Klosettbeckens 18, eine Reinigung, Desinfektion und Trocknung der Klosettbrille 22 und der Rücklehne 32 sowie ein Auswaschen des Fußbodenbeckens 13. Im einzelnen bewirkt die Steuerung 71 nun mittels des Blocks 74 eine Entleerung des Wasserbehälters, falls der Druckschalter 60 noch nicht manuell betätigt wurde. Darüber hinaus startet sie nun mittels des Blocks 74 die Wasserpumpe 61 und betätigt das Magnetventil 66, welches über die Düsen 65 der Klosettbrille 22 eine gründliche Reinigung der Innenseite des Klosettbeckens 18 mit einem Hochdruckwasserstrahl bewirkt.
- Am Ende der Klosettbecken-Reinigungsphase setzt die Steuerung 71 über den Block 76 den Umschaltmotor 43 in Gang. Dieses treibt den Mechanismus 33, 34, 37, 39 derart an, daß die Rücklehne 32 in die durch Strichlinien angezeigte, zurückgezogene Position gebracht wird. Sodann setzt der Block 77 den Umschaltmotor 29 in Gang, der die Klosettbrille 22 in die vertikale Position bewegt.
- Jetzt beginnt die Klosettbrillen- und Rücklehnen-Reinigungsphase. Zu diesem Zweck wird der Umschaltmotor 53 über den Block 78 in Gang gesetzt. Dies bewegt nun den Wagen 46 zwischen die Klosettbrille und die Rücklehne 32, zuerst abwärts und dann aufwärts, so daß die Gummiwischer 51 alle möglichen Schmutzpartikel entfernen.
- Darüber hinaus betätigt der Block 74 während der Abwärtsbewegung des Wagens 46 das Magnetventil 63, so daß die Düsen 57 und 58 die Klosettbrille 22 und die Rücklehne 32 waschen und desinfizieren. Andererseits wird das Magnetventil 63 während der Aufwärtsbewegung des Wagens 46 geschlossen, während der Block 69 das elektrische Gebläse 59 bedient, so daß die Klosettbrille 22 und die Rücklehne 32 getrocknet werden.
- Dieser Arbeitsvorgang kann automatisch in vorbestimmter Anzahl wiederholt werden, zum Beispiel dreimal. Alternativ kann die Steuerung 71 programmiert werden, die Reinigung während einer kompletten Auf- und Abwärtsbewegung des Wagens 46, die Desinfektion während einer zweiten kompletten Bewegung und die Trocknung während einer dritten Bewegung des Wagens 46 ablaufen zu lassen.
- Danach steuert die Steuerung 71 über das Magnetventil 64 und die Düsen 16 und 25 die Reinigung des Beckens 13 unter dem Rost 14. Schließlich steuert die Steuerung 71 über den Block 77 die Energieversorgung des Umschaltmotors 29, der bewirkt, daß sich die Klosettbrille 22 in die horizontale Ruheposition zurückbewegt, und steuert über den Block 76 den Umschaltmotor 43, welcher bewirkt, daß sich die Rücklehne 32 in die vorgeschobene Position bewegt. Nach diesen Arbeitsvorgängen bewirkt die Steuerung 71 über die Blöcke 72 und 73 das Öffnen der Tür zur Toilette 6 und die damit verbundene externe Anzeige.
- Nach dem oben Gesagten sind die Vorteile der erfindungsgemäßen Sanitärzelle gegenüber bekannten Sanitärzellen evident. Tatsächlich führt die Einrichtung 44 nicht nur eine Reinigung der Klosettbrille 22 und des Klosettbeckens 18 aus, sondern auch eine Reinigung der Rücklehne 32 Darüber hinaus wird das Klosettbekken 18 kontinuierlich mittels der Düsen 65 der Klosettbrille 22 mit Wasser gewaschen, sowohl während des Gebrauchs, als auch zum Zwecke einer energetischen Reinigung während der durch das Spülsystem ausgelösten Spülung. Schließlich sorgt die Sanitäreinheit 17 mittels der Düsen 16 und 25 auch für eine Reinigung des Fuß bodenbeckens 13 unter dem Fußbodengrill 14 und erlaubt eine leichte Installation der Sanitärzelle in dem Toilettenhäuschen 6.
- Es ist vorgesehen, daß die beschriebene Sanitärzelle Modifikation und Verbesserungen haben kann, ohne vom Umfang der Ansprüche abzuweichen. Zum Beispiel kann auf die Düsen der Sockelplatte 21 verzichtet werden und der Rost 14 kann vom Gehäuse 19 getrennt werden. Darüber hinaus kann der Wagen 46 von verschiedenen Mitteln angetrieben werden, zum Beispiel mittels eines Linearmotors. Schließlich kann die Pumpe 61 verschiedene Drücke erzeugen oder kann von zwei Niedrigdruckpumpen oder von einer Niedrigdruckpumpe und einer Hochdruckpumpe ersetzt werden.
Claims (16)
1. Sanitärzelle mit automatischer Reinigungsvorrichtung, die
ein Klosettbecken (18) umfaßt, das mit einem Spülungssystem
ausgestattet ist, und die eine anhebbare Klosettbrille (22)
und eine Rücklehne (32) hat, wobei dieses Gerät mindestens
eine Einrichtung (44) zum Waschen, Desinfizieren und
Trocknen der Klosettbrille (22) enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (44) derart betreibbar ausgebildet
ist, daß sie gleichzeitig die Klosettbrille (22) in der
vertikalen Position und die Rücklehne (32) bearbeitet.
2. Sanitärzelle gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Trägerstruktur (33, 34, 37, 38) für die
Rücklehne (32) antreibbar ist, um die Rücklehne (32) innerhalb
des Gerätes zu verschieben, und
daß die Einrichtung (44) an einem Wagen (46) montiert
ist, welcher mit wechselnder Bewegungsrichtung zwischen der
Klosettbrille (22) in der vertikalen Position und der auf
diese Weise verschobenen Rücklehne (32) bewegbar ist.
3. Sanitärzelle gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerstruktur (33, 34, 37, 38) einen gelenkig
gekoppelten Parallelogramm-Mechanismus (33, 34) beinhaltet,
welcher von einem zugeordneten Motor (43) betätigt wird.
4. Sanitärzelle gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (44) zwei Reihen von Waschdüsen
(57, 58) beinhaltet, die an dem Wagen (46) angeordnet sind
und in entgegengesetzte Richtungen weisen, um die
Klosettbrille (22) und die Rücklehne (32) zu bearbeiten.
5. Sanitärzelle gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wagen (46) mit zwei wischenden Reinigern (51),
jeweils einen für die Klosettbrille (22) und einen für die
Rücklehne (32), und/oder mit einem Gebläse (59) zum
Trocknen der Klosettbrille (22) und der Rücklehne (32) versehen
ist.
6. Sanitärzelle gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5, bei welcher
das besagte Gerät in einem geschlossenen Gehäuse (19)
untergebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rücklehne (32) in Ausrichtung zu einer
Aussparung (31) in dem Gehäuse (19) angeordnet ist und
daß die Einrichtung (44) innerhalb des Gehäuses (19)
angeordnet ist.
7. Sanitärzelle gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klosettbrille (22) mittels eines zugeordneten
Motors (29), welcher ebenfalls innerhalb des Gehäuses (19)
angeordnet ist, drehbar ist.
8. Sanitärzelle gemäß einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wagen (46) an zwei Riemen (48) befestigt ist,
von denen jeder ein Paar von Leitrollen (49, 50) belegt,
und
daß diese Riemen (48) synchron mittels eines
zugeordneten reversierbaren Umschaltmotors (53) bewegbar sind.
9. Sanitärzelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klosettbrille (22) mit einer Reihe von
Düsen (65) ausgestattet ist, welche während des Gebrauchs des
Klosettbeckens (18) speisbar sind, um einen Wasserfilm auf
der inneren Oberfläche des Beckens (18) derart zu erzeugen,
daß ein Festkleben von organischen Substanzen daran
verhindert wird.
10. Sanitärzelle gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (65) zum Waschen des Beckens (18) nach
der Toilettenbenutzung betrieben werden können und
daß Pumpenmittel (61) vorgesehen sind, um die Reihen
von Düsen (65) wahlweise zu speisen, um sowohl den
Wasserfilm zu erzeugen, wenn die Klosettbrille (22) in der
horizontalen Position ist, als auch um das Becken (l8) zu
reinigen.
11. Sanitärzelle nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß dabei Ventilmittel (62, 66) für das wahlweise
Verbinden der Pumpenmittel (61) mit den besagten Reihen von
Düsen (65) vorgesehen sind.
12. Sanitärzelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei
welcher das besagte Gerät innerhalb eines geschlossenen
Gehäuses (19) untergebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sanitärzelle als vorgefertigter Monoblock (17)
ausgebildet ist, welcher in einer Toilette (6), zum
Beispiel für öffentliche Bedürfnisanstalten, montiert werden
kann.
13. Sanitärzelle gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet.
daß der Monoblock (17) einen Fußbodenrost (14) umfaßt,
um ein Auffangbecken (13) für außerhalb des Klosettbeckens
(18) anfallende Flüssigkeit abzudecken.
14. Sanitärzelle gemäß Anspruch 11 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß an wenigstens einer Kante (15, 21) des Rostes (14)
eine weitere Reihe von Düsen (16, 25) vorgesehen ist,
we1che von den Pumpenmitteln (61) mittels weiterer
Ventilmittel (64) speisbar sind, um das Auffangbecken (13) zu
reinigen.
15. Sanitärzelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (19) eine elektronische Einheit (69)
zur Kontrolle der verschiedenen Reinigungsprozesse enthält
und
daß diese Einheit (69) eine Prozeßsteuereung (71)
umfaßt, welche so programmierbar ist, daß sie die einzelnen
Prozesse in Verbindung mit dem Eintreten und dem Verlassen
eines Toilettenbenutzers steuert.
16. Sanitärzelle gemäß Anspruch 15, welche einen Handdruckknopf
(60) zur Betätigung des Spülungssystems umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Prozeßsteuerung (71) derart einstellbar ist,
daß sie den Druckknopf (60) automatisch betatigt, wenn
dieser noch nicht manuell betätigt wurde, bevor sie
wenigstens eine der Reinigungsphasen des Gerätes startet.
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