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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schalldämpfer für
niedrige Frequenzen für Klimaanlagenkanäle, insbesondere für
Lufteinlaß- und/oder Abluftkanäle in Papiermühlen, die einen
Rahmen aufweisen, dessen Strömungskanal im wesentlichen mit
dem Klimaanlagenkanal übereinstimmt und wobei sich in diesem
Rahmen zumindest ein flaches Dämpferelement parallel zur
Strömungsrichtung befindet und aus einem oder mehreren
Dämpfereinheiten besteht, die nach dein Helmholtz- und/oder
dem Plattenresonatorprinzip arbeiten.
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Es werden immer strengere Anforderungen an die
Lärmunterdrückung in die Umgebung auferlegt. Eine bedeutende
Lärmquelle besteht aus den Lufteinlaß- und Abluftkanälen für
die Lüftung in Verbindung mit mehreren Industrieanlagen und
anderen großen Gebäuden, da durch diese Kanäle besonders der
Lärm der Gebläse in die Umgebung abgegeben wird. Die Gebläse
werden für gewöhnlich auf der Grundlage ihrer produzierten
Luftmenge ausgewählt und es wird häufig nicht auf den von
diesen erzeugten Lärm geachtet. Der durch die Gebläse
erzeugte Lärm hat ein ziemlich breites Spektrum, das ferner
besondere Anforderungen an die Lärmunterdrückung stellt.
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Bezüglich der Lärmunterdrückung stellen Papiermühlen eine
besondere Anforderung, da die Lüftung der
Papiermaschinenhalle und insbesondere die Eliminierung von
Feuchtigkeit aus dem Trocknungsbereich der Papiermaschine
große Luftmengen erfordert. Die Klimatisierung einer
Papiermaschine ist ein besonderes Problem, zum Beispiel
bezüglich der Abluft vom Drahtabschnitt, dadurch daß die
Abluft eine große Feuchtigkeitsmenge und einen bestimmten
Gehalt an Fasern und mehreren Papierfüllern, wie
beispielsweise Kaolinlehm, enthält. Diese Materialien neigen
dazu, die Schalldämpfer zu verstopfen.
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Die Stand-der-Technik Schalldämpfer im allgemeinen und die
Schalldämpfer, die in der Papiermaschinenlüftung verwendet
werden, waren schwierig in der Wartung, da sie oft schwierig
zu reinigen sind, und der Austausch der Dämpferbauteile ist
oftmals schwierig. Dies hätte zur Folge haben können, daß
Schalldämpfer, die an sich effektiv konstruiert und
dimensioniert wurden, unbefriedigend arbeiten, da sie als
Ergebnis der Verschmutzungen "verstopft" sind.
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Da der von Gebläsen erzeugte Lärm ein ziemlich breites
Spektrum hat, ist es häufig notwendig sowohl absorptive als
auch reaktive Schalldämpfer in den Einlaß- und den
Abluftkanälen, die mit den Gebläsen verbunden sind, zu
verwenden. Absorptive Schalldämpfer arbeiten hauptsächlich
bei höheren Frequenzen; das Maximum ihrer Dämpfung liegt bei
einer Frequenz von etwa 1000 Hz, währenddessen reaktive
Schalldämpfer, die hauptsächlich auf verschiedenen
Resonatorkonstruktionen basieren, am effektivsten bei
niedrigen Frequenzen arbeiten und deren maximale Dämpfung in
der Regel auf einen Bereich von etwa 100 bis 200 Hz
abgestimmt ist.
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Für Schalldämpfung bei niedrigen Frequenzen gibt es
verschiedene Prinzipien, deren Anwendung in Schalldämpfern
verwendet wurden und werden, wie allgemein bekannt ist.
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Eine allgemein bekannte Anwendung für die Schalldämpfung bei
niedrigen Frequenzen ist der Plattenresonator, d.h. ein
Membrandämpfer, bei dem die Schwingung der Platte die
Schallenergie in Wärmeenergie umwandelt. In einem
Plattenresonator arbeitet die Platte oder Membran als Masse,
die in einem bestimmten Abstand von einer steifen Wand
angeordnet ist, und verschließt den Luftraum, der als eine
Feder arbeitet, hinter sich. In einem Plattenresonator tritt
die maximale Dämpfung bei einer Resonanzfrequenz auf, die von
der Masse der Platte und dem Abstand zwischen der steifen
Wand und der Platte, die als Masse arbeitet, abhängt.
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Eine zweite allgemein bekannte Lösung für die Schalldämpfung
bei niedrigen Frequenzen ist der Helmholtz-Resonator, bei dem
der Resonator aus einem Luftraum besteht, der mit der
"Außenluft" durch eine Öffnung in Verbindung steht. Ein in
der Öffnung vorhandener Luftstopfen bildet die Masse, die
durch die Abstützung der Federkraft, welche mittels der in
dem hohlen Luftraum eingeschlossenen Luft gebildet wird,
mitschwingt. Die Resonanzfrequenz eines Helmholtz-Schwingers
hängt von der Fläche der Öffnung, vom Volumen des Luftraumes,
und von der Länge des in der Öffnung gebildeten Luftstopfens
ab. In einem Helmholtz-Resonator kann der Frequenzbereich und
das Ausmaß der Dämpfung durch Verändern der Dimensionen der
Kammer, die als Luftraum arbeitet, und der Größe der Öffnung
eingestellt werden. Wenn das Volumen des Luftraumes größer
wird, wird die Resonanzfrequenz in Richtung niedrigerer
Frequenzen verschoben, und wenn die Fläche der Öffnung
verkleinert wird, wird die Resonanzfrequenz in Richtung
niedrigerer Frequenzen verschoben.
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Unter Bezugnahme auf den gegenüber der Erfindung
naheliegenden Stand der Technik, wird auf das US-Patent 4 787
473 verwiesen, in dem eine Lösung für Schalldämpferelemente
vorgeschlagen wird, bei denen es Helmholtz-Resonatoren auf
beiden Seiten gibt. In der Version, die in dem US-Patent
beschrieben wird, wurde jedoch nicht auf eine Möglichkeit der
Reinigung oder der einfachen Wartung der Dämpfereinheiten
geachtet, noch darauf, daß der Dämpfer so konstruiert ist,
daß er für verschiedene Verwendungszwecke geeignet ist.
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Eine wichtige Eigenschaft von Schalldämpfern, die mit
Einlaß- oder Auslaßkanälen von Gebläsen verbunden sind, ist neben der
Lärmdämpfung der durch sie erzeugte Druckverlust.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, neue Lösungen
für die vorstehenden Probleme zu schaffen.
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Es ist insbesondere Aufgabe der Erfindung, einen solchen
Schalldämpfer für niedrige Frequenzen zu schaffen, der
besonders für die Klimatisierung von Papiermaschinen geeignet
ist und der schnell gewartet und gereinigt werden kann und
bei dem die Dämpferelemente bei Bedarf ausgetauscht werden
können, dessen Konstruktion jedoch nichtsdestoweniger relativ
einfach ist.
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Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, einen solchen leicht
zu wartenden Schalldämpfer für niedrige Frequenzen zu
schaffen, der unter den geforderten Bedingungen arbeitet,
nämlich in nassen, verschmutzten, heißen und/oder trockenen
Umgebungen.
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In Anbetracht der Erzielung der vorstehend genannten Aufgaben
ist der Schalldämpfer für niedrige Frequenzen erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpferelement oder die
Elemente in dem Rahmen einzeln oder als eine Gruppe von
mehreren Dämpferelementen eingepaßt sind, um zum Reinigen
und/oder Warten des Schalldämpfers und/oder der
Dämpferelemente ausgetauscht zu werden.
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Der erfindungsgemäße Schalldämpfer ist äußerst wirksam bei
niedrigen Frequenzen und die darin auftretenden Druckverluste
sind sehr gering, annähernd gleich zu denen, die in einem
Kanalabschnitt derselben Länge auftreten.
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Wenn ein erfindungsgemäßer Schalldämpfer verwendet wird,
können die niedrigen Frequenzen effektiv gedämpft werden,
wobei in diesem Fall die gesamte Länge des Dämpfers auch
beträchtlich verkürzt werden kann, insbesondere wenn ein
erfindungsgemäßer Schalldämpfer in Kombination mit einem
absorptiven Dämpfer in einem geeigneten Verhältnis, daß von
der einzelnen Situation abhängt, verwendet wird.
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Desweiteren ist die Reinigung eines erfindungsgemäßen
Schalldämpfers leicht und es sind keine anderen
Instandhaltungsarbeiten notwendig.
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Wenn eine erfindungsgemäße Lösung verwendet wird, können die
Dämpfer als kreisförmige und rechtwinklige Dämpferelemente
mit standardisierten Maßen hergestellt werden.
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Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die
Figuren in der beigefügten Zeichnung detaillierter
beschrieben, in der
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Fig. 1 eine schematische, axonometrische Ansicht eines
kreisförmigen erfindungsgemäßen Schalldämpfers für niedrige
Frequenzen ist, der an Ort und Stelle geöffnet und gereinigt
werden kann,
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Fig. 2 eine schematische, axonometrische Ansicht eines
winkligen erfindungsgemäßen Schalldämpfers für niedrige
Frequenzen ist, der an Ort und Stelle geöffnet und gereinigt
werden kann,
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Fig. 3 eine schematische, axonometrische Ansicht eines
erfindungsgemäßen Schalldämpfers für niedrige Frequenzen ist,
wenn er zu einem absorptiven Dämpfer verwendet wird,
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Fig. 4 eine schematische Schnittansicht eines
erfindungsgemäßen Schalldämpfers für niedrige Frequenzen ist,
wenn er zu einem absorptiven Dämpfer verwendet wird,
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die Fig 5A bis 5C schematische Darstellungen eines
feststehenden erfindungsgemäßen Schalldämpfers für niedrige
Frequenzen sind, in dem ein Hemholtz-Resonator verwendet
wird,
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Fig. 6 eine schematische Darstellung eines beispielhaften
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers
für niedrige Frequenzen ist, der an einer Wand aufgehängt
werden kann, beispielsweise in einem Raum für
Motorkühlventilatoren,
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die Fig. 7A bis 7D schematische Darstellungen eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Schalldämpfers für niedrige Frequenzen sind, der gereinigt
werden kann, nachdem der Dämpfer aus dem Kanalsystem entfernt
wurde.
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Das in der Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße
Ausführungsbeispiel weist einen Schalldämpfer für niedrige
Frequenzen auf, der an Ort und Stelle geöffnet und gereinigt
werden kann, und der geringe Druckverluste hat. Der Rahmen 20
bildet einen Strömungskanal, der im wesentlichen mit dem
Klimaanlagenkanal übereinstimmt, wenn der Schalldämpfer in
seiner Position im Klimaanlagenkanal angeordnet ist. Die
Richtung des Luftstroms ist mit dem Pfeil A bezeichnet, und
das flache Dämpferelement 30, das im Inneren des Rahmens 20
angeordnet ist, ist parallel zur Strömung A. Der Querschnitt
des Rahmens 20 des Schalldämpfers ist kreisförmig in der
Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung A und der Rahmen 20
ist rohrförmig. Als Material des Rahmens 20 ist es möglich,
beispielsweise Aluminium, Stahl etc. zu verwenden. Standard-
Flansche (nicht gezeigt) können am Rahmen 20 befestigt sein.
Dämpferelemente 30 sind im Rahmen 20 angeordnet, die entweder
nach dem Helmholtz-Prinzip oder nach dem Membran-Prinzip
arbeiten können und die einseitig oder zweiseitig sein
können. Die Dämpferelemente 30 sind so in dem Rahmen 20
plaziert, daß deren flache Seiten im wesentlichen parallel
zur Richtung A des Luftstroms sind.
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In dem Ausführungsbeispiel, das in Fig. 1 gezeigt ist, werden
Helmholtz-Dämpfer verwendet. In dem Rahmen 20 können ein bis
drei Elemente angeordnet werden, abhängig von der Größe des
Kanalsystems. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel, das
in der Fig. gezeigt ist, werden zwei Elemente verwendet. Für
das Material der Elemente 30 sind dieselben Materialien wie
das Material für den Rahmen 20 geeignet. Ein Dämpferelement
30 weist eine Anzahl von Dämpfereinheiten 33 auf, die aus
einem geschlossenen Volumen 31 und einer Öffnung 32 bestehen.
Die Größe der Öffnung 32 und die Kammergröße des
geschlossenen Volumens 31 werden durch die Dämpfergröße und
durch die zu dämpfende Frequenz bestimmt. Die Dämpferelemente
30 werden von dem Rahmen 20 durch ihre Ober- und Unterkanten
mittels horizontaler Schienen 25 getragen. Die
Dämpferelemente 30 können vom Rahmen 20 entlang der Schienen
25 entfernt werden. Um das Herausziehen zu erleichtern, sind
die Dämpferelemente 30 mit Handgriffen 29 versehen. Die
entfernbaren Dämpferelemente 30 erlauben ein Reinigen der
Dämpferelemente 30 ohne der Notwendigkeit den Dämpfer an sich
aus dem Kanalsystem zu entfernen. Die Elemente 30 können
durch gleiche Ersatzteile schnell ausgetauscht werden, und
die verunreinigten Dämpferelemente 30 können später zu einer
geeigneten Zeit gereinigt werden.
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Wenn in dem Dämpferelement 30 Plattenresonatordämpfer
verwendet werden, ist es beispielsweise möglich, ein dünnes
Metallblech, Kunststoff, Teflon oder ein vergleichbares
Material als Membranmaterial zu verwenden. In das
Membranmaterial wird keine Öffnung 32 eingefügt. Das
Membranmaterial wird beispielsweise durch dünne Schienen und
Schrauben (nicht gezeigt) oder durch Schweißen an der
Oberfläche des Dämpfungselements befestigt. Die Membran in
dem Dämpferelement kann auch aus einem dünnen Metallblech
hergestellt werden, das mit Öffnungen 32 versehen ist, und
auf dessen Oberfläche eine dünne Plastikfolie oder irgend ein
anderer synthetischer Film als Schutz aufgeklebt ist.
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Das beispielhafte erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel, das
in Fig. 2 gezeigt ist, weist einen Dämpfer auf, dessen Rahmen
40 als ein rechtwinkliges Prisma gestaltet ist. Der Rahmen 40
ist in einem Klimaanlagenkanal so angeordnet, daß sein
Strömungskanal im wesentlichen mit dem Klimaanlagenkanal
übereinstimmt. Der Rahmen 40 hat einen rechtwinkligen Schnitt
in der Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung A. Der
Dämpfer weist zwei Dämpferelemente 30 auf, die aus Helmholtz
oder Plattendämpfern 33 zusammengesetzt sind. An seinen
äußeren Ecken kann der Dämpfer auch zwei Dämpferelemente 50
aufweisen, die nach dem Helmholtz- oder Plattenresonator-
Prinzip arbeiten. Die Dämpferelemente 30, 50 sind flach und
ihre ebenen Oberflächen sind im wesentlichen parallel zur
Luftströmungsrichtung A. Die Dämpferelemente 30, 50 werden
auf horizontalen Schienen 25, die auf dem Rahmen 40
vorgesehen sind, durch deren Ober- und Unterkanten gelagert,
wobei die Dämpferelemente 30, 50 durch die Handgriffe 29
entlang der Schienen aus dem Rahmen 40 herausgezogen werden
können. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel, das in der
Figur gezeigt ist, sind die Dämpferelemente 30, die in der
Mitte angeordnet sind, zweiseitig und die Dämpferelemente 50,
die an den äußeren Seiten angeordnet sind, sind einseitig.
Die Dämpferelemente, die an den äußeren Seiten angeordnet
sind, können auch gleich zu denen in der Mitte sein, oder sie
können auch weggelassen werden.
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Dämpferelemente können auch im Inneren der Einlaßöffnungen
des Systems an Lüftungskanälen errichtet sein. Die Größe und
die Gestalt des Rahmens 20; 40 sind der Größe und Gestalt des
Kanalsystems angepaßt. Wenn nötig, können einige der
Dämpferbauteile in einem Dämpfer auch so konstruiert sein,
daß sie nach dem Prinzip der absorptiven Dämpfung arbeiten,
d.h. sie weisen beispielsweise eine perforierte Platte auf,
in deren Inneren sich geschäumter Kunststoff oder Wolle
befindet.
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In dem in Fig. 3 gezeigten beispielhaften Ausführungsbeispiel
weist der Schalldämpfer einen Kastenteil 60 auf, der als
rechtwinkliges Prisma gestaltet ist, an dessen
Rahmenkonstruktion gegenüberliegende feststehende Wände 61
und 62 befestigt wurden. Die anderen vertikalen Wände
bestehen aus öffenbaren Türpaaren 63a, 63b und 64a, 64b, die
mit Scharnieren 68 versehen sind. Durch den Kastenteil 60
erstreckt sich ein inneres Rohr 69 mit Kreisquerschnitt, das
den Luftkanal einschränkt und dessen Wandplatte mit
Durchgangslöchern 69a versehen ist und den Rahmen 70 bildet.
Das innere Rohr 69 ist durch seine Abschlußwände 65a, 65b
befestigt. Um das perforierte 69a innere Rohr 69 in dem
Kastenteil 60 ist ein Ring 71 aus Absorptionsmaterial
eingepaßt, der zum Beispiel aus Mineralwolle oder geschäumten
Kunststoff mit beständiger Form besteht.
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Im Rahmen 70 des Schalldämpfers gibt es zwei Dämpferelemente
30 und 80. Die Dämpferelemente 30, 80 sind flach und parallel
zur Strömung A. Die Dämpferelemente 30 und 80 arbeiten
entweder nach dem Helmholtz- oder nach dem
Plattenresonatorprinzip. Ebenso kann das Dämpferelement 30
nach dem Helmholtz- oder dem Plattenresonatorprinzip arbeiten
und das Dämpferelement 80 nach dem Absorptionsprinzip. Durch
diese Kombination können sowohl hochfrequente als auch
niedrigfrequente Schallschwingungen durch denselben Dämpfer
gedämpft werden. Die Dämpferelemente 30, 80 werden von
horizontalen Schienen getragen, die mit ihren Ober- und
Unterkanten im Rahmen 70 eingepaßt sind, wobei längs der
Schienen 25 die Dämpferelemente durch Handgriffe 29 entweder
vollständig oder teilweise aus dem Rahmen 20 herausgezogen
werden können.
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Der Raum im Inneren der Kastenkonstruktion 60, der sich
außerhalb des Absorptionsringes 71 befindet, kann
beispielsweise mit Absorptionsstücken 72 befüllt werden, die
derartig angeordnet und dimensioniert sind, daß sie zum
Reinigen und/oder Austauschen durch die gegenüberliegenden
Türpaare 63a, 63b und 64a, 64b entfernt werden können, die
auf dem Kasten eingepaßt sind.
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Fig. 4 zeigt ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel, bei dem
Helmholtz/Membrandämpferelemente 30; 50 in einem absorptiven
Dämpfer verwendet werden. Der Ring, der aus einem
Absorptionsmaterial hergestellt ist und sich im Inneren des
Rahmens 70 befindet, ist mit dem Bezugszeichen 71 bezeichnet.
Das Absorptionsmaterial kann Wolle, geschäumter Kunststoff
oder ein irgendein anderes, gleichwertiges Material sein.
Dieses Absorptionsmaterial ist nicht austauschbar, wobei es
eine kostengünstigere Bauweise ist, und ist für
Reinigungsanwendungen geeignet, beispielsweise als ein
Schalldämpfer für Abluftkanäle in einer Maschinenhalle. Die
Dicke des Absorptionsmaterials beträgt beispielsweise 100 bis
200 mm. Der Dämpfer enthält auch flache Dämpferelemente 30;
50, die parallel zur Strömungsrichtung sind und herausgezogen
werden können und entweder nach dem Helmholtzprinzip oder
nach dem Membranprinzip arbeiten, je nach den Bedürfnissen
der einzelnen Anwendung. Die Anzahl der Elemente, die in
einem Rohr verwendet werden beträgt 1 bis 3, je nach
Durchmesser des Rohres in dem Kanalsystem.
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Die Fig. 5A bis 5C zeigen einen Dämpfer, der eine
feststehende Konstruktion hat und nach dem Helmholtzprinzip
arbeitet, dessen Rahmen 30 aus einer Materialschicht 91 einer
massiven Platte besteht, die auf der Außenseite angeordnet
ist, und aus einer Materialschicht 92, die mit Öffnungen 32
versehen und auf der Innenseite angeordnet ist. Als Material
des Rahmens 90 des Dämpfers kann Aluminium, Aluminium-Zink,
Stahl oder rostfreier Stahl verwendet werden. Die Dicke der
Innenschicht 92 kann beispielsweise 1 mm betragen und die
Dicke der Außenschicht 91 beispielsweise 2 bis 3 mm. Der
Dämpfer ist aus Dämpfereinheiten 33 zusammengesetzt, bei
denen die Außenwand des geschlossenen Volumens 31 aus der
Außenwand 91 des Rahmens 90 und in entsprechender Weise die
Innenwand aus der Innenwand 91 des Rahmens 90 besteht, wobei
die Innenwand 92 und die Außenwand 91 in einem Abstand
voneinander angeordnet sind. Die horizontalen Wände 93 des
Rahmens 90, die in einem Abstand voneinander angeordnet sind,
und die sich von der Innenwand 92 zur Außenwand 91
erstrecken, bilden die Boden- und die Deckenwände des
geschlossenen Volumens 31, und die vertikalen Wände 94, die
im Rahmen 90 ausgebildet sind, die in einem Abstand
voneinander angeordnet sind und sich von der Innenwand 92 zu
den Außenwänden 91 erstrecken, bilden die Seitenwände des
geschlossenen Volumens 31. Somit weist jede Dämpfereinheit 33
ein geschlossenes Volumen 31 auf, in das sich eine Öffnung 32
erstreckt, die in der Innenwand 92 des Rahmens 90 ausgebildet
wurde.
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In der Dämpferlösung, die in Fig. 6 gezeigt ist, ist der
Dämpfer als Rahmenkonstruktion 100 gebaut, die aus
horizontalen Wänden 101 und vertikalen Wänden 102 besteht,
die ein Fach 103 bilden, in das eine Dämpferelementeneinheit,
beispielsweise eine Einheit 33 eingepaßt ist, die nach dem
Helmholtzprinzip arbeitet. Es ist ebenso möglich, in dem Fach
103 einen Plattenresonator einzupassen, d.h. eine
Dämpfereinheit, die nach dem Membrandämpfungsprinzip
arbeitet. Die Dämpfereinheit 33 kann an der
Rahmenkonstruktion 100 befestigt werden, beispielsweise durch
Schnellverbinder (nicht gezeigt), wobei in diesem Fall die
Dämpfer schnell geöffnet werden können, beispielsweise zum
Reinigen und/oder Austauschen. Das in der Figur gezeigte
Ausführungsbeispiel ist, wenn es beispielsweise an einer Wand
aufgehängt ist, für den Gebrauch zur Dämpfung von niedrigen
Frequenzen gut geeignet, beispielsweise in Motorkühlräumen,
an einer Wärmerückgewinnungsebene und bei Vorrichtungen, die
an Zimmerdecken angeordnet sind.
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In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel, das in den Fig. 7A
bis 7D gezeigt ist, sind ebene Dämpferelemente 30; 50
parallel zur Strömungsrichtung A in einem kreisförmigen
Rahmen 110 in achteckiger Gestalt angeordnet, und die
Dämpferelemente 30; 50 können vertikal entfernt werden. Solch
ein Entfernen kann jedoch nicht an Ort und Stelle ausgeführt
werden, sondern der gesamte Dämpfer muß zuerst aus dem
Kanalsystem entfernt werden. Die Dämpferelemente 30; 50 sind
in dem Rahmen 110 beispielsweise in achteckiger Gestalt
angeordnet. Wie in Fig. 7D gezeigt ist, die ein vergrößertes
Detail aus Fig. 7C ist, kann der dreieckige Raum 87, der
zwischen den Dämpferelementen 30; 50 verbleibt,
beispielsweise mit geschäumten Kunststoff befüllt werden.
Fig. 7B zeigt ein Dämpferelement 30, das in dem
beispielhaften Ausführungsbeispiel, das in der Fig. gezeigt
ist, nach dem Helmholtzprinzip arbeitet, d.h. die
Dämpfereinheiten 33 sind mit einer Öffnung 32 und mit einem
geschlossenen Volumen 31 versehen. Das Dämpferelement kann
ebenso ein Dämpferelement 50 sein, das nach dem
Plattenresonatorprinzip arbeitet, das in diesem Fall keine
Löcher hat und eine Membran/Platte und einen Luftraum hat.
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Die Schalldämpfer sind erfindungsgemäß für den Gebrauch in
unterschiedlichen Anwendungen der Schalldämpfung geeignet.
Insbesondere sind alle Schalldämpfer mit kreisförmiger
Gestalt zusammen mit kreisförmigen Absorptionsdämpfern für
den Gebrauch in Abluftkanalsystemen geeignet. In einem
solchen Fall kann die gesamte Länge der Dämpfer verkürzt
werden.
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Geeignete Materialien für den Rahmen eines Schalldämpfers
enthalten metallische Materialien, wie beispielsweise Stahl
oder unterschiedliche Kunststoffmaterialien, beispielsweise
PTFE ("Teflon"), PP (Polypropylen), oder einige andere,
vergleichbare Kunststoffmaterialien.
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In einem Plattenresonatordämpfer sind geeignete Materialien
für die Membran beispielsweise die obenstehenden
Stahlmaterialien (Dicke, beispielsweise 0,2mm), Aluminium,
Fluorkunststoff PTFE ("Teflon"), Polypropylen PP, oder ein
anderes Kunststoffmaterial. Desweiteren ist es möglich, ein
dünnes perforiertes Metallblech als Membran zu verwenden, das
mit einem klebenden Plastikfilm oder einem anderen
syntethischen Film beschichtet ist.
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Um den Zugang von Verunreinigungen in der Kammer bei
Helmholtzdämpfern zu vermeiden, ist es möglich eine dünne
"superlon" Kunststoffschicht auf den Oberflächen der
Dämpferelemente zu verwenden. Ein dünnes Kunststoffmaterial
wie beispielsweise Polypropylen oder Teflon, kann ebenso auf
die Oberfläche der Platte geklebt werden. In einem solchen
Fall arbeitet der Dämpfer nach dem Membranprinzip. Das
Kunststoffmaterial muß dünn sein, aber noch dick genug, um
ein Reinigen auszuhalten.
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Bei Tests, die mit einem erfindungsgemäßen Dämpfer
durchgeführt wurden, wurden bei niedrigen Frequenzen
Dämpfungen um bis zu 30 Dezibel erreicht. In diesem Test
wurde ein Dämpfer auf Membranbasis verwendet, bei dem die
Membran ein 0,3mm dicker Teflonfilm mit einer
Rippenbefestigung war.