DE69201742T2 - Modul für Druckperipherieschliessung. - Google Patents
Modul für Druckperipherieschliessung.Info
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Description
- Diese Erfindung bezieht sich auf ein tragbares Modul zum Verschließen durch Druck an einem Umfang zum Reparieren und/oder Verschließen von Geschäftsformularen, die auf Druck ansprechende Haftklebestreifen verwenden.
- In unseren gleichzeitigen Patentanmeldungen EP-A-0421565, EP- A-0497 094 und EP-A-0499780 sind Verfahren und Vorrichtungen zum Verschließen durch Druck am Umfang von Geschäftsformularen beschrieben, die an ihren Umfängen auf Druck ansprechende Haftklebstoffe (gewöhnlich in relativ dünner Streifenform) verwenden, statt beispielsweise durch Wärme aktivierbare Klebstoffe. Die in diesen Patentanmeldungen offenbarten Verfahren und Vorrichtungen sind zwar bei einer großen Anzahl verschiedener Anwendungen wirkungsvoll, jedoch bei bestimmten anderen Anwendungen, bei denen preisgünstige, tragbare Einheiten wünschenswerter sind, dennoch zu komplex. Zu diesen anderen Anwendungen können die Reparatur einzelner Geschäftsformulare oder auch das erste Verschließen kleinerer Mengen Formulare gehören.
- In unserer gleichzeitigen Patentanmeldung EP-A-0483962 wird eine Tischvorrichtung zum Verschließen durch Druck beschrieben, die zur Handhabung von Geschäftsformularen mit manueller oder halbmanueller Zuführung ausgelegt ist. Entsprechend der Beschreibung in dieser Anmeldung transportieren erste und zweite Walzen Geschäftsformulare durch die Verschlußvorrichtung und werden von einem einzelnen, motorgetriebenen Zahnrad angetrieben, das mit weiteren, mit den Walzen fest bzw. einstückig verbundenen Zahnrädern in Zahneingriff ist. Oberhalb und in Deckungsstellung mit den ersten und zweiten Walzen sind Anpreßwalzen angeordnet, die durch eine einstellbare Federvorrichtung vorgespannt sind, welche den für die Aktivierung des Haftklebstoffs notwendigen Druck erzeugen. Die Federvorrichtung ist im wesentlichen senkrecht so angeordnet, daß sie Druckkräfte rechtwinklig zu den Drehachsen der Anpreßwalzen erzeugt.
- Es leuchtet jedoch ein, daß wenn Umfangsanpreßflächen zusammenwirkender Walzen zur gegenseitigen Anlage vorgespannt sind, wobei ihre zugehörigen Drehachsen parallel sind, notwendigerweise ein leichtes Kippen der einen oder der anderen der Achsen (und folglich der einen oder der anderen der Umfangsanpreßflächen) der Anpreßwalzen auftritt, wodurch eine ungleichmäßige Druckausübung auf den zwischen zwei (oder mehr) Formularteilen angeordneten Klebstoffstreifen hervorgerufen wird.
- Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Verschließen durch Druck zum Aktivieren eines auf Druck ansprechenden Klebestreifens zwischen zumindest zwei Formularabschnitten, mit:
- einem ersten Rahmen,
- zumindest einem ersten Paar zusammenwirkender Verschlußräder, die am Umfang erste bzw. zweite Verschlußoberflächen aufweisen, wobei die Verschlußräder drehbar am ersten Rahmen angebracht sind,
- die gekennzeichnet ist durch Mittel, die bewirken, daß die erste oder die zweite Verschlußoberfläche am Umfang relativ zu der jeweils anderen Verschlußoberfläche am Umfang eine nichtparallele Lage einnimmt, wenn sich zwischen den Verschlußrädern keine Formularabschnitte befinden.
- Diese Ausbildung bewirkt, daß die Umfangsverschlußfläche eines Verschlußrades bei jedem Paar Verschlußräder in bezug auf die Umfangsverschlußfläche des mit ihm zusammenwirkenden Verschlußrades vor dem Einführen eines Formulares zwischen die Räder eine nichtparallele Lage einnimmt. Nach einer solchen Einführung jedoch wird das (bei dem Ausführungsbeispiel) obere Verschlußrad in eine im wesentlichen parallele Lage gegenüber der Umfangsverschlußfläche des mit ihm zusammenwirkenden unteren Verschlußrades elastisch vorgespannt. Folglich wird beim Durchlauf des Geschäftsformulars durch das Verschlußmodul ein gleichmäßiger Verschließdruck auf den Haftklebestreifen ausgeübt.
- Die vorstehend beschriebene Ausbildung wird durch die Verwendung eines neuen Rahmenaufbaus ermöglicht, in dem die Verschlußräder in der nachstehend näher beschriebenen Weise angeordnet sind.
- Entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Rahmen-Baugruppe des Moduls zum Verschließen durch Druck an einem Umfang einen vorderen Rahmen und einen hinteren Stützrahmen, der durch eine Vielzahl Verbindungsstangen parallel im Abstand gehalten ist. Die Verbindungsstangen erstrecken sich zwischen den unteren Abschnitten des vorderen und des hinteren Rahmens, derart, daß sie zwischen ihnen eine im wesentlichen starre Verbindung aufrechterhalten. Der vordere Rahmen weist auch einen oberen Abschnitt auf, der mit dem unteren Abschnitt durch ein Paar senkrecht ausgerichteter ebener Federgelenkeinsätze verbunden ist, die sich zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt erstrecken. Gleichzeitig ist der obere Abschnitt des vorderen Rahmens mit dem oberen Abschnitt des hinteren Rahmens durch ein Paar waagerecht angeordneter Federn verbunden, die eine gesteuerte Biegung des oberen Abschnitts des vorderen Rahmens relativ zum unteren Abschnitt sowohl des vorderen als auch des hinteren Rahmens ermöglichen. Es versteht sich, daß die Hinweise hier auf "senkrecht" und/oder "waagerecht" lediglich dazu bestimmt sind, das Verständnis des Ausführungsbeispiels der Erfindung in einer beispielsweise auf eine Auflagefläche, z.B. eine Tischoberseite, bezogenen Ausrichtung zu vereinfachen.
- In der Rahmen-Baugruppe sind zwei Paar zusammenwirkender Verschlußräder drehbar gelagert, von denen ein Paar dem anderen, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Formulars durch das Verschlußmodul, nachgeschaltet ist. Die oberen Verschlußräder jedes Paares sind am oberen Abschnitt des vorderen Rahmens angeordnet, die unteren Verschlußräder jedes Paares am unteren Abschnitt des vorderen Rahmens. Es leuchtet daher ein, daß die oberen Verschlußräder jedes Paares in bezug auf die zugehörigen unteren Verschlußräder aufgrund der flexiblen Nontageanordnung des oberen Abschnitts vom vorderen Rahmen bewegbar ist.
- Insbesondere übt das Paar Federn, die sich zwischen dem oberen Abschnitt des vorderen Rahmens und dem hinteren Rahmen erstrecken, auf den oberen Abschnitt des vorderen Rahmens eine Kraft in einer zu den Drehachsen der Verschlußräder im wesentlichen parallelen Richtung aus. Wegen der flexiblen Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt des vorderen Rahmens hat jedoch die ausgeübte Kraft das Bestreben, den oberen Abschnitt des vorderen Rahmens und die oberen Verschlußräder um die senkrechten Federgelenkeinsätze und entgegengesetzt zum hinteren Rahmen zu schwenken, so daß die Umfangsverschlußflächen der oberen Verschlußräder in eine nichtparallele Lage gegenüber Umfangsverschlußflächen der unteren Verschlußräder vorgespannt sind.
- Beim Einführen eines Geschäftsformulars zwischen die Verschlußradpaare des Moduls werden die oberen Verschlußräder zusammen mit dem oberen Abschnitt des vorderen Rahmens in eine Schwenkbewegung nach hinten zum hinteren Rahmen gegen die Vorspannkraft gedrängt, die von den waagerechten, sich zwischen dem oberen Abschnitt des vorderen Rahmens und dem hinteren Rahmen erstreckenden Federn ausgeübt wird, so daß die Umfangsverschlußflächen der oberen Verschlußräder sich nunmehr im wesentlichen parallel zu den Umfangsverschlußflächen der unteren Verschlußräder erstrecken. Dadurch ist eine gleichmäßige Ausübung von Anpreßdruck auf den Haftklebestreifen des zwischen den Verschlußrädern hindurch laufenden Geschäftsformulars sichergestellt.
- Bei diesem Ausführungsbeispiel wird eines der unteren Verschlußräder von einem Motor direkt angetrieben, und das andere der unteren Verschlußräder wird über ein Paar Umlenkscheiben, die auf den Verschlußradachsen angeordnet sind, und einen sich zwischen ihnen erstreckenden Riemen angetrieben. Ferner besteht ein Merkmal der Erfindung darin, daß die Umlenkscheibe für das nachgeschaltete Verschlußrad von etwas kleinerem Durchmesser als die Umlenkscheibe für das vorgeschaltete Verschlußrad ist, so daß das nachgeschaltete Verschlußrad rascher zuführt, derart, daß dadurch ein Knittern des Formulars beim Einlaufen in den Klemmspalt des nachgeschalteten Verschlußradpaares verhindert wird.
- Bei einem Ausführungsbeispiel können zwei O-Ringe vorgesehen sein, von denen der eine um das obere Verschlußrad, der andere um das untere Verschlußrad angeordnet ist. Diese in Umfangsnuten, die sich an die Umfangsverschlußflächen der Verschlußräder anschließen, angeordneten Ringe dienen dazu, das Formular zu halten und es vom ersten zum zweiten Paar Verschlußräder zu leiten. Dies ist besonders kritisch bei einem Geschäftsformular, das kürzer als der Abstand zwischen den Verschlußradpaaren ist.
- Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine Auflagebühne für das Formular vorgesehen, auf der das Formular beim Durchlauf durch die Verschlußräder aufruht. Wird eine solche Bühne verwendet, kann der untere der beiden vorstehend beschriebenen O-Ringe weggelassen werden.
- Das Verschlußmodul kann als separate Einheit zum Reparieren des Verschlusses oder zum manuellen Verschließen der Umfangsklebestreifen eines Formulars benutzt werden. Alternativ können zwei oder mehr Module kombiniert und zu verschiedenen Modellen preisgünstiger Umfangsverschlußvorrichtungen durch einfaches Verbinden spiegelgleicher Einheiten mit Wellen konfiguriert werden, welche die Verschlußräder seitlich beabstandeter Einheiten verbinden. Diese Anordnung ermöglicht es, mit seitlichem Abstand angeordnete Klebestreifen eines Formulars gleichzeitig zu aktivieren. Bei einem üblichen Formular werden mit zwei Durchläufen durch die Vorrichtung alle vier Ränder verschlossen.
- Die vorstehend beschriebene Anordnung bietet ein preisgünstiges, wirkungsvolles Verschlußmodul für spezielle, weniger hohe Ansprüche genügende Anwendungen auf dem Gebiet der Geschäftsformulare und zugehöriger Industrien.
- Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden detaillierten, nur als Beispiel gedachten Beschreibung.
- Fig. 1 ist eine Vorderansicht eines tragbaren Moduls zum Verschließen durch Druck gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Moduls entsprechend Fig. 1,
- Fig. 3 ist eine Ansicht in auseinandergezogener Darstellung des vorderen Rahmenteils des Moduls entsprechend Fig. 1,
- Fig. 4 ist eine Vorderansicht des vorderen Rahmenteils des Moduls entsprechend Fig. 1,
- Fig. 5 ist eine Seitenansicht des in Fig. 1 dargestellten vorderen Rahmenteils,
- Fig. 5a ist eine Teileinzelheit mit einer Darstellung der Lage der zum Zusammenwirken fähigen Anpreßverschlußräder im Ruhezustand,
- Fig. 5b ist eine Teileinzelheit entsprechend Fig. 5a, jedoch mit einem zwischen die Anpreßverschlußräder eingeführten Formular,
- Fig. 6 ist eine Vorderansicht des hinteren Stützrahmenteils des Moduls entsprechend Fig. 1,
- Fig. 7 ist eine Seitenansicht eines Anpreßverschlußrades und einer zugehörigen Umlenkscheibe entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 8 ist eine Seitenansicht eines Anpreßverschlußrades entsprechend einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 9 ist eine Vorderansicht einer Auflagebühne entspre- chend Fig. 1 und 2, aber nach Ausbau aus dem Modul,
- Fig. 10 ist eine Draufsicht auf die Bühne entsprechend Fig. 9, und
- Fig. 11 ist eine Seitenansicht von zwei Modulen des in Fig. 1 dargestellten Typs, die entsprechend einer anderen Ausführungsform der Erfindung miteinander verbunden sind.
- Entsprechend Fig. 1 und 2 umfaßt das Modul 10 zum Verschließen durch Druck an einem Umfang im allgemeinen einen vorderen Rahmen 12 und einen hinteren Stützrahmen 14. Der hintere Rahmen 14 ist im Abstand parallel zum vorderen Rahmen 12 durch eine Vielzahl von Verbindungsstangen 16 und zugehörigen Schrauben 18 gehalten, die sich zwischen einem unteren Abschnitt 20 des vorderen Rahmens 12 und dem hinteren Rahmen 14 erstrecken.
- Der vordere Rahmen 12, der deutlicher in Fig. 3 und 4 zu erkennen ist, ist von geschichtetem Aufbau, in dem der untere Abschnitt 20 von Außenplatten 22, 24 gebildet ist, die beiderseits einer dazwischenliegenden Abstandsplatte 26 angeordnet sind. Diese Platten können durch Punktschweißen oder auf andere Weise starr aneinander befestigt sein.
- Die Abstandsplatte 26 ist oben mit Ausnehmungen 28, 30 versehen, die ein paar Rahmenfedergelenke 32, 34 zum Teil aufzunehmen vermögen, welche im wesentlichen in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind, wobei (mehr als die Hälfte ausmachende) obere Abschnitte der Federn über die Ränder 36, 38 der Platten 22 und 24 nach oben hinausragen. Insbesondere sind Ausnehmungen 40, 42 am Ende der Federn 32, 34 in der Lage, an Vorsprüngen 44, 46 an entgegengesetzten Enden der Abstandsplatte 26 auf zuruhen, wie am deutlichsten in Fig. 4 zu erkennen ist.
- Vom vorderen Rahmen 12 ist ein oberer Abschnitt 48 von zwei identischen Baugruppen 50, 52 gebildet, von denen nur eine im einzelnen beschrieben werden braucht. Entsprechend Fig. 3 umfaßt die Baugruppe 50 ein paar obere Rahmenteile 54, 56, die beiderseits eines oberen Rahmenabstandsstückes 58 angeordnet sind. Wie beim unteren Abschnitt können die Bauteile 54, 56 und 58 durch Punktschweißen oder auf andere Weise starr aneinander befestigt sein. Die Abmessungen des oberen Rahmenabstandsstückes 58 sind so, daß die freiliegenden Abschnitte der Federn 32, 34 nach oben in einen Raum hineinragen, der von den oberen Rahmenteilen 54, 56 und dem Abstandsstück 58 begrenzt ist. Wie am deutlichsten in Fig. 4 und 5 zu erkennen, ist nach dem Zusammenbau der untere Abschnitt 20 des vorderen Rahmens in senkrechter Richtung vom oberen Abschnitt 48 des vorderen Rahmens beabstandet, mit ihm jedoch durch die Federn 32, 34 verbunden, deren Mittelabschnitte, wie am deutlichsten in Fig. 2, 4 und 5 zu erkennen, freiliegend bleiben, derart, daß eine Nachgiebigkeit des oberen Rahmenabschnitts 48 in bezug auf den unteren Rahmenabschnitt 20 um die Federn 32, 34 ermöglicht ist, die zwischen ihnen ein elastisches Gelenk bilden.
- Der vordere Rahmen 12 ist ferner in seinem unteren Abschnitt 20 mit einer Vielzahl Öffnungen 60 versehen (von denen sechs dargestellt sind), und der hintere Rahmen 14 ist mit einer Vielzahl Öffnungen 62 versehen, die zu den Öffnungen 60 in Deckungsstellung stehen und die Schrauben 18 zum Verbinden der vorderen und hinteren Rahmenteile mit einer entsprechenden Anzahl Verbindungsstangen 16 aufzunehmen vermögen.
- Der obere Abschnitt 48 des vorderen Rahmens und der hintere Rahmen 14 sind durch ein Paar gleicher Federn 64 verbunden, die sich zwischen den Rahmen erstrecken und teleskopierend über einem zugehörigen Paar Schrauben mit Bund 66 angeordnet sind. Diese Federn können Lamina Die Springs (eingetragenes Warenzeichen) sein, also Schraubenfedern aus Draht von rechteckiger Gestalt; jedoch können andere zweckdienliche Vorspannmittel verwendet werden. Die Köpfe 68 der Schrauben 66 sind durch Zwischenscheiben 70 im Abstand vom vorderen Rahmen 12 gehalten. Aus dieser Rahmenkonstruktion ergibt sich folglich, daß der obere Abschnitt 48 des vorderen Rahmens zum hinteren Stützrahmen 14 hin und von ihm weg um die Federgelenke 32, 34 und gegen die elastische Vorspannwirkung der Federn 64 gebogen werden kann.
- Der untere Abschnitt 20 und der obere Abschnitt 48 des vorderen Rahmens 12 sind ferner mit in waagerechter und senkrechter Deckungsstellung stehenden Paaren kreisrunder Öffnungen 72, 74, 76 und 78 (Fig. 4) versehen, die je ein zweireihiges Lager 80 (Fig. 2) aufnehmen, welche (je Rad) auf der Vorderseite des Moduls durch drei Federringe 82 in Stellung gehalten sind. Die Lager 80 können das MRC Modell 5204-CZZG oder andere zweckdienliche Lager sein. Paare drehbarer Verschlußräder 84, 86 und 88, 90 weisen wenigstens zum Teil hohle Achswellen 92, 94, 96 bzw. 98 auf, welche die Lager durchdringen und mit ihren freien Enden in kurzem Abstand vom hinteren Stützrahmen 14 enden. Die Radpaare sind in den Lagern durch Halteringe 100 (Fig. 2) gehalten, die auf die Achswellen 92, 94, 96 und 98 auf der Rückseite der zugehörigen Lager 80 aufgeschoben sind.
- Auf den freien Enden der unteren Achswellen 94 und 98 sind Umlenkscheiben 102 bzw. 144 mit zugehörigen Büchsen verschieblich aufgenommen. Die Umlenkscheibe 102 kann eine Browning Poly-V-Umlenkscheibe des Modells 6J3OH oder eine andere zweckdienliche Umlenkscheibe sein. Die Umlenkscheibe 144 kann mit der Umlenkscheibe 102 zuerst gleich sein, dann auf einen etwas kleineren Durchmesser abgeändert worden sein. Die zueinander ausgerichteten Umlenkscheiben sind von einem Mehrkeilriemen 104 umschlungen, der am deutlichsten in Fig. 1 zu erkennen ist. Am hinteren Rahmen 14 kann ein herkömmliches einstellbares Spannlosrad 106 gelagert sein, das die Einstellung der Spannung des Riemens 104 durch die senkrechte Verstellung des Rades 106 in einem sich senkrecht erstreckenden Schlitz 108 im hinteren Rahmen 14 ermöglicht.
- Mit der Rückseite des hinteren Rahmens 14 ist ein Motor 110 durch Schrauben 112 befestigt. Die Abtriebswelle 114 des Motors durchdringt eine Öffnung 115 im hinteren Rahmen 14, die Umlenkscheibe 144 und ist im hohlen Abschnitt der Achse 98 des Verschlußrades 90 aufgenommen. Die Welle 114 und der entsprechende hohle Abschnitt der Achse 98 sind mit solchen (z.B. quadratischen) Querschnittsgestalten versehen, die bewirken, daß sich das Verschlußrad 90 zusammen mit der Umlenkscheibe 144 mit der Motorabtriebswelle 114 dreht. Dies kann auch durch die Klemmwirkung erreicht werden, mit der die Umlenkscheibe 144 und die zugehörige Büchse beim Anziehen der Büchse, wie bei diesem Ausführungsbeispiel, den hohlen Abschnitt der Achse 98 an der Motorwelle 114 festklemmt. Der Motor 110 ist bei einem Ausführungsbeispiel ein Bodine Getriebemotor, Modell 473; es versteht sich jedoch, daß andere Motoren ebenso verwendet werden können.
- Es leuchtet daher ein, daß der Motor 110 dazu dient, die unteren Verschlußräder 86 und 90 durch Antreiben des die Umlenkscheiben 102 und 144 umschlingenden Riemens 104 anzutreiben.
- Wie weiter oben angegeben, ist der Durchmesser der dem Verschlußrad 90 zugeordneten Umlenkscheibe 144 vorzugsweise etwas kleiner als jener der dem Verschlußrad 86 zugeordneten Umlenkscheibe 102. Dies bewirkt, daß sich das Rad 90 mit etwas größerer Geschwindigkeit als das Rad 86 dreht, um dadurch ein Knittern eines Formulars zu verhindern, wenn es in den Klemmspalt zwischen den zusammenwirkenden nachgeschalteten Rädern 88, 90 einläuft.
- Die beiden Verschlußradpaare 84, 86 und 88, 90 sind so angeordnet und von solchen Abmessungen, daß nach ihrem Einbau und in unbelastetem Zustand zwischen den zugehörigen Umfangsanpreßflächen (von denen in Fig. 2 zwei - 88', 90' - dargestellt sind) ein Spalt von 0,115 mm (0,006 engl. Zoll) besteht. Diese Spaltabmessung wird durch Versuche ermittelt, um entlang dem Radspalt einen ziemlich gleichmäßigen Anpreßdruck zu erzeugen, wenn ein Formular von vorbestimmter, die Spalthöhe überschreitender Dicke zwischen die Verschlußräder des Moduls 10 eingeführt wird. Oberhalb jedes oberen Verschlußrades ist zwischen dem vorderen Rahmen und dem hinteren Stützrahmen eine Feder 64 zusammengedrückt. Diese Federn sorgen für die Belastung der Verschlußräder, indem sie den oberen Abschnitt des Rahmens um das Federstahl-Gelenk nach vorn kippen und dadurch bewirken, daß das obere Rad mit dem unteren Rad in Berührung koinmt und Druck auf es ausübt.
- Befindet sich zwischen den Verschlußrädern jedes Paares kein Formular, nehmen die Umfangsverschlußflachen eine nichtparallele Lage ein, wie in Fig. 5a am Beispiel der Räder 88, 90 schematisch dargestellt ist. Nach Einführen eines Formulars 116 zwischen die Verschlußräder 88, 90 wird das obere Verschlußrad 88 zusammen mit dem oberen Abschnitt 48 des vorderen Rahmens 12 nach hinten gekippt, so daß die glatten Umfangsf lächen zum Verschließen durch Druck 88', 90' eine im wesentlichen parallele Lage einnehmen, wie in Fig. 5b dargestellt ist. Natürlich findet die gleiche Wirkung hinsichtlich der Verschlußräder 84, 86 ebenfalls statt. Weil (wenn sich kein Formular zwischen den Rädern befindet und die Drehachsen der Räder parallel gehalten sind) der Spalt zwischen den Verschlußrädern kleiner als die Dicke des Formulars ist, wird auf das Formular ein Anpreßdruck ausgeübt, der ausreicht, um Haftklebestreifen zwischen den Formularteilen zu aktivieren.
- In Fig. 8 ist ein alternatives Verschlußrad 91 dargestellt, das mit einer gemusterten Verschlußfläche 91' in Form einer Schrägverzahnung 93 versehen ist. Ansonsten ist das Rad mit den Verschlußrädern 84, 86, 88 und 90 gleich. Bei einer anderen Ausführungsform können die unteren Räder 86, 90 durch gemusterte Räder wie 91 ersetzt sein, damit eine Aktivierung des auf Druck ansprechenden Klebstoffs nach einem unterbrochenen, regelmäßigen Muster bewirkt wird, so daß kleine Fehler im Vorschub eines oder beider Formularteile in den Bereichen zwischen den Zähnen 93 ausgeglichen werden. Weitere Einzelheiten von solchen gemusterten Verschlußrädern und über die Art und Weise ihrer Verwendung zum Verschließen von Geschäftsformularen durch Druck am Umfang sind einer gemeinsam übertragenen gleichzeitigen Patentanmeldung EP-A-497 094 zu entnehmen, die durch Hinweis zum Bestandteil dieser Beschreibung gemacht wird.
- Jedes der Verschlußräder 84, 86, 88 und 90 ist auch mit einer gleichen kreisringförmigen Nut 118 versehen, die sich anschließend an die Anpreßverschlußfläche und auf der dem Rahmen abgewandten Seite des Rades um dessen Umfang erstreckt. Um die beiden oberen Verschlußräder 84, 88 ist ein O-Ring 120 angeordnet, wogegen (entsprechend Fig. 11) ein weiterer die unteren Verschlußräder 86, 90 umschlingen kann. Ob ein oder zwei O-Ringe verwendet werden, hängt davon ab, ob, wie weiter unten beschrieben wird, mit dem Modul eine Formularauflagebühne verwendet wird.
- Entsprechend Fig. 1, 2 und 9 kann mit dem Modul 10 eine Auflagebühne 122 verwendet werden, um einzelne Geschäftsformulare einfacher durch das Modul leiten und transportieren zu können. Die Bühne 122 umfaßt eine waagerechte, ebene Auflagefläche 124 und ein Paar nach unten ragender Anschlußflansche 126, 128, die örtlich so festgelegt sind, daß sie mit den Löchern 60 an jedem Ende des unteren Abschnitts 20 vom vorderen Rahmen 12 in Deckungsstellung kommen. Dies ermöglicht, wie am deutlichsten in Fig. 1 und 2 zu erkennen, die Befestigung der Bühne mit denselben Schrauben, die, wie weiter oben beschrieben wurde, zum Anbringen des unteren Abschnitts 20 am hinteren Rahmen 14 verwendet werden.
- Die Bühne 122 ist mit Ausnehmungen 130, 132 versehen, die in senkrechter Richtung mit den Achsen der zugehörigen Verschlußradpaare in Deckungsstellung stehen, damit die Ausübung von Anpreßdruck auf die Formulare beim Durch lauf von einem Verschlußradpaar zum nächsten nicht gestört wird. Wie am deutlichsten in Fig. 2 zu erkennen, ist die Bühne 122 exakt an den Klemmspalten der entsprechenden Verschlußradpaare so angeordnet, daß das Formular beim Durchlauf durch das Modul 10 in waagerechter Richtung eben bleibt. Am Einlaufende des Moduls ist ein senkrechter Führungsflansch 134 vorgesehen, der einen Rand des Formulars einwandfrei ausrichtet, so daß der Klebestreifen an diesem Rand nach den Verschlußrädern ausgerichtet sein wird.
- Es leuchtet ein, daß nach dem Einführen des Formulars in den Klemmspalt zwischen dem ersten Paar Verschlußräder 84, 86, das Formular nicht nur durch die Drehung der Räder 84, 86, sondern auch durch die Anlage des O-Rings 120 am Formular vorgeschoben wird, wobei das Formular zwischen dem O-Ring und der Auflagefläche 124 angeordnet ist. Bei dieser Anordnung ist ein zweiter O-Ring zwischen den Rädern 86 und 90 nicht nötig.
- Wenn jedoch die Aufnahmebühne nicht benutzt wird, dann sollte ein zweiter O-Ring 120 verwendet werden, um das Fortbewegen des Formulars zu vereinfachen. Eine Anordnung dieses Typs ist in Fig. 11 dargestellt, ist aber nicht auf die Verwendung in dieser speziellen Ausführungsform beschränkt, die weiter unten weiter beschrieben wird.
- Die Verwendung eines einzelnen O-Rings 120 in Verbindung mit der Bühne 122 oder eines Paares O-Ringe 120 bei Nichtverwendung der Bühne ist besonders wichtig bei Formularen, deren Länge kleiner ist als der Abstand zwischen den entsprechenden Verschlußradpaaren 84, 86 und 88, 90. In solchen Fällen wird die zusätzliche Vorschubmöglichkeit erforderlich, um sicherzustellen, daß das Formular in den Klemmspalt den nachgeschalteten Radpaares 88, 90 einläuft.
- Die Arbeitsweise ist folgende: Beim Einführen in das Verschlußmodul 10 wird ein Formular 116 zuerst in den Klemmspalt zwischen den Rädern 84, 86 einlaufen und die Räder auseinanderdrängen, so daß sie im wesentlichen parallel zueinander sind (Fig. 5b) und daher auf den zwischen oberen und unteren Formularteilen 138 bzw. 140 angeordneten Klebestreifen 136 den gewünschten gleichmäßigen Anpreßdruck ausüben.
- Das Formular läuft weiter durch das zweite Paar Verschlußräder 88, 90, wo weiterer Anpreßdruck ausgeübt wird, um eine zuverlässige Aktivierung des Haftklebestreifens 136 herbeizuführen.
- Es leuchtet ein, daß das vorstehend beschriebene Verschlußmodul 10 als separate Einheit zum Reparieren des Verschlusses oder zum ersten Verschließen eines Streifens entlang einer Seite eines Formulars (z.B. eines Geschäftsumschlages) benutzt werden kann. Falls ein Formular mehr als ein Haftklebestreifen enthält, ermöglicht eine Neuausrichtung des Formulars in bezug auf das Modul seine nachfolgende Aktivierung.
- Entsprechend Fig. 11 können zwei Module 10, 10' kombiniert werden, um die gleichzeitige Aktivierung von Haftklebestreifen an mit Zwischenabstand parallelen Rändern eines Formulars zu ermöglichen. Dies kann ziemlich einfach erreicht werden durch Verbinden spiegelgleicher Einheiten durch eine Antriebswelle 140, die sich vom Motor 110 aus durch das Verschlußrad 90 zu einem unteren Verschlußrad 142 des benachbarten Moduls 10' erstreckt.
- Abgesehen vom Fehlen des Motors 110 und dem Umwechseln der Umlenkscheiben 102 und 144 von den Achsen 94 und 98 auf die Achsen 98 bzw. 94 (aus Gründen der Übersichtlichkeit der Fig. 11 sind die Antriebsscheiben 102 und 144 bei beiden Modulen 10 und 10' weggelassen), ist das Verschlußmodul 10' sonst gleich mit dem Modul 10 und braucht nicht weiter beschrieben werden.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck, zum Aktivieren
eines auf Druck ansprechenden Klebestreifens (136) zwischen
zumindest zwei Formularabschnitten (116) mit:
einem ersten Rahmen (12);
zumindest einem ersten Paar zusammenwirkender Verschlußräder
(88, 90), die am Umfang erste bzw. zweite Verschlußoberflächen
(88', 90') aufweisen, wobei die Verschlußräder drehbar am ersten
Rahmen angebracht sind,
gekennzeichnet durch Mittel (64, 32, 34), die bewirken, daß die
erste oder die zweite Verschlußoberfläche am Umfang relativ zu
der jeweils anderen Verschlußoberfläche am Umfang eine
nichtparallele Lage einnimmt, wenn sich zwischen den Verschlußrädern
keine Formularabschnitte befinden.
2. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach Anspruch 1,
die weiter ein zweites Paar zusammenwirkender Verschlußräder
(84, 86) in Laufrichtung vor oder nach dem ersten Paar von
Verschlußrädern (88, 90) aufweist, die dritte und vierte
Verschlußoberflächen am Umfang haben, wobei das zweite Räderpaar
ebenfalls drehbar am ersten Rahmen angebracht ist, die Mittel
(64, 32, 34) auch bewirken, daß die dritte oder vierte Verschluß
oberfläche am Rahmen relativ zur jeweils anderen
Verschlußoberfläche am Rahmen eine nicht-parallele Lage einnimmt, wenn sich
zwischen dem zweiten Paar Verschlußräder keine
Formularabschnitte befinden.
3. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach Anspruch 1
oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußoberflächen am Umfang
(88', 90') des Paares oder jedes Paares so angeordent sind, daß
sie eine im wesentlichen parallele Lage einnehmen, wenn
Formularabschnitte (116) zwischen die zusammenwirkenden Verschlußräder
eingeführt werden.
4. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen obere und untere Bereiche
(48, 20) aufweist, wobei ein Verschlußrad des oder jedes Paares
Verschlußräder an dem oberen Rahmenbereich (48) angebracht ist
und das andere Verschlußrad des oder jedes Paares
Verschlußräder an dem unteren Rahmenbereich (20) angebracht ist und die
Mittel eine flexible Verbindung (32, 34) zwischen den oberen
und unteren Rahmenbereichen aufweisen.
5. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch einen zweiten Rahmen, der vom ersten Rahmen
entfernt und zu ihm im wesentlichen parallel ist, wobei der
untere Bereich des ersten Rahmens starr mit dem zweiten Rahmen
verbunden ist, und wobei die Mittel weiter eine elastische
Verbindung (64, 66, 68) zwischen dem oberen Bereich des ersten
Rahmens und dem zweiten Rahmen aufweisen.
6. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Verbindung mindestens
eine Feder (64) aufweist, die sich zwischen dem oberen Bereich
(48) des ersten Rahmens und dem zweiten Rahmen (14) erstreckt,
so daß die mindestens eine Feder eine die Verschlußoberflächen
am Umfang zusammendrückende Kraft ausübt, die ausreicht, um auf
Druck ansprechende Klebestreifen zu aktivieren, wenn
Formularabschnitte (116), die solche Klebestreifen (136) tragen, zwischen
die Verschlußräder eingeführt werden.
7. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die Verschlußoberflächen am
Umfang des oder jedes Paares im wesentlichen parallel zueinander
ausgerichtet sind, zwischen ihnen ein Abstand von im wesentlichen
0,15 mm (0,006 inch) besteht.
8. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach Anspruch 4,
bei der die flexible Verbindung ein Paar Blattfedern (32, 34)
aufweist.
9. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, die einen Motor (110) zum Antrieb des
nichtflexibel angebrachten Rades des oder jedes Paares Verschlußräder
umfaßt.
10. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach Anspruch 9
mit zwei Paar Verschlußräder, bei der der Motor eine
Abtriebswelle (114) aufweist, die in Wirkverbindung mit einem der Räder
eines Paars Verschlußräder steht, und die Vorrichtung zum
Verschließen weiter Riemenscheiben (144) aufweist, die auf Wellen
des anderen Paares Verschlußräder angebracht sind, wobei sich
ein Treibriemen (104) zwischen den Riemenscheiben erstreckt.
11. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch flexible Vorschubmittel (120), die sich
zwischen zumindest einem Paar Verschlußräder erstrecken.
12. Vorrichtung zum Verschließen durch Druck nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Paar Verschlußräder
an einer Seite des ersten Rahmens angeordnet ist, und die
Vorrichtung eine Haltebühne (122) aufweist, die an der gleichen
Seite des ersten Rahmens angeordnet ist.
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