DE69201877T2 - Durchstechbarer Verschluss für Proberöhrchen. - Google Patents

Durchstechbarer Verschluss für Proberöhrchen.

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DE69201877T2
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    • B01L3/50Containers for the purpose of retaining a material to be analysed, e.g. test tubes
    • B01L3/508Rigid containers without fluid transport within
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine mit einem durchstechbaren Stopfen versehene evakuierte Prüfröhrcheneinrichtung für Proben - durch Vakuumsaugwirkung - organischer Flüssigkeiten und insbesondere zum Entnehmen von Blutproben mittels Zwei-Nadel-Einrichtungen, mit einer Nadel zum Einführen in die Vene und der eine elastische Gleithülse aufweisenden anderen, um die Nadel zu umfassen, wobei die Hülse ausgebildet ist, beim Einführen des verstöpselten Prüfröhrchens in den die zweite Nadel umgebenden Hohlraum zurückzugleiten; der Durchstechvorgang des Gummidiaphragmas im Prüfröhrchenstopfen bringt auf diese Weise die Vene mit dem evakuierten Prüfröhrchen in Verbindung, um die gewünschte Menge biologischer Flüssigkeit in das Prüfröhrchen abzuziehen. Mit diesem System ist es möglich, separate Prüfröhrchen zu verwenden, sukzessive biologische Proben in dosierten Mengen zu entnehmen, um die übermäßige Blutentnahme zu vermeiden und zu sichern, daß es genügend Proben für die einzelnen Analysen gibt, die durchzuführen sind.
  • Verschiedene Arten von Prüfröhrchen mit durchstechbaren Stopfen werden für diesen Zweck verwendet. Ein solches Prüfröhrchen ist in Fig. 1 dargestellt, wo der Stopfen aus zwei verbundenen Bauteilen besteht. Das Prüfröhrchen 1 endet in einem Außenrand 1A; der als Ganzes durch 3 bezeichnete Stopfen weist einen äußeren Schutzmantel 5, eine ringförmige Verbindung 7 und einen mit einem zweiten Bauteil 10 in Eingriff bringbaren röhrenförmigen Innenlappen 9 auf, der den eigentlichen die Abdichtung gegen die Innenwand des Teströhrchens 1 erzeugenden Stopfen bildet; das Bauteil 10 wird demzufolge aus Gummi oder dergleichen Material hergestellt und greift fest in das Teil 9 des den Mantel bildenden Bauteils 5 ein, wobei letzteres im allgemeinen aus einem festen Kunststoff besteht. Der Mantel 5 besitzt eine Reihe von schraubenförmigen Innenansätzen 5A, die - wenn der Stopfen 3 beginnt, durch eine axiale Gleitbewegung in bezug zum Prüfröhrchen 1 zurückgezogen zu werden - über den Rand 1A greifen und, die durch die nachfolgende Drehung der Kappe 3, eine allmähliche aber ungleichmäßige Zurückziehbewegung infolge einer diskontinuierlichen Schraubkupplungsbewegung auf den Teil der Ansätze 5A erzeugen. Das Bauteil 10 bildet ein Diaphragma, das von der mit Hülse umgebenen Innennadel der Zwei-Nadel-Prüfeinrichtung durchstechbar ist.
  • Die Erfindung betrifft einen durchstechbaren Stopfen, mittels dem die Nachteile des oben erläuterten und in Fig. 1 dargestellten Systems verhindert werden, wobei gleichzeitig größere Einfachheit in der praktischen und industriellen Herstellung des Stopfens erreicht wird.
  • Der durchstechbare Stopfen - welcher, nachdem die biologische Probe entnommen worden ist, durch Drehen entfernbar ist - wird grundsätzlich vollständig aus Gummi oder dergleichen Material hergestellt, mit einem das durchstechbare Diaphragma tragenden inneren Dichtkörper, einen Außenmantel, um gegen plötzliches Herausspritzen oder Zerstäubungen der biologischen Flüssigkeit zu schützen, wenn das Röhrchen geöffnet wird, und einer mit Schraubengewinde zwischen der Außenwand des Prüfröhrchens und der Innenwand des Mantels versehenen Verbindung, so daß es durch Drehen und durch axiale Kraft eingesetzt werden kann; die zusammenwirkenden Gewinde können in ihre geeignete Position durch eine begrenzte und gleichmäßige Relativdrehung eingebracht werden.
  • In einer praktischen Ausführungsform erzeugt die Innenfläche des Mantels den schraubenförmigen Gang oder die Gänge des Schraubengewindes, und das Prüfröhrchen bildet den korrespondierenden männlichen Gewindegang oder die Gewindegänge.
  • Vorteilhafterweise können die zum Übereinandergleiten bestimmten Flächen silikonbehändelt oder anderweitig behandelt sein, um leichtes Gleiten und ein Abdichten zu gewährleisten. Audere Flächen der Kappe können ebenfalls silikonbehändelt sein.
  • Der Außenmantel kann über den Dichtkörper hinaus erstreckt sein. Das durchstechbare Diaphragma ist äußerlich von einer zentralen Vertiefung zum Verhindern des Austritts eines Mikrotropfens der Probe begrenzt, der sich bilden kann, wenn die Nadel zurückgezogen wird.
  • Die Erfindung wird durch die folgende Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen klarer verstanden, wobei letztere eine praktische, nicht beschränkende Ausführungsform der Erfindung zeigen. In den Zeichnungen:
  • zeigt Fig. 1 die bekannte Lösung, die bereits zuvor beschrieben wurde; und zeigt Fig. 2 in einer Explosivdarstellung den Stopfen im Schnitt und das offene Ende des Prüfröhrchens, das mit dem Stopfen zu verbinden ist.
  • Wie in Fig. 2 dargestellt, weist das Prüfröhrchen 21, das die gleiche allgemeine Form, wie die bekannte Art des Prüfröhrchens hät, am offenen Ende zumindest einen gleichmäßigen schraubenförmigen Außenvorsprung in Form eines Schraubengewindes 22 für Zwecke auf, die unten aufgezeigt sind.
  • Um das Prüfröhrchen 21 abzudichten, das mit einem gewissen Vakuumgrad im Inneren zu verpacken ist, ist ein Stopfen 24 vorgesehen; dieser besteht aus einem Einzelteil elastischen Materials (Gummi, Chlorobutyl, Silikon oder dergleichen), das alle die Eigenschäften aufweist, die für ein korrektes Funktionieren des Systems hinsichtlich der industriellen Produktion gefordert sind, wie z.B. das Entnehmen biologischer Proben, und in bezug auf nachfolgende Labortätigkeiten des Öffnens des die Probe zur Analyse oder zum Test enthaltenen Röhrchens.
  • Wie in Fig. 2 beschrieben, weist der Stopfen 24 einen Außenmantel 26 und einen inneren Dichtkörper 28 auf, der mit dem Mantel 26 um das äußere Teil 30 verbunden ist, und der mit dem Mantel 26 einen einen im wesentlichen röhrenförmigen Zwischenraum bildenden Spalt 32 begrenzt, um das äußerste Ende der Wand des Prüfröhrchens 21 einzunehmen. Der Innenkörper 28 ist leicht stumpfkegelig mit einer abgestuften Stirntläche 28A, um dessen Einsetzen in das Prüfröhrchen zu unterstützen und eine Druckdichtung gegen die Innenwand des Prüfröhrchens zu erhalten; diese Außenfläche 28A des Körpers 28 kann zumindest eine Vertiefung 28B aufweisen, die dazu dient, das Vakuum im Teströhrchen zu erzeugen, nachdem der Stopfen 24 angebracht und nur teilweise in den Körper 28 in die Öffnung des Prüfröhrchens eingesetzt worden ist; die Vertiefung 28B sichert, daß ein Verbindungsdurchgang belassen wird, um das Vakuum im Prüfröhrchen vor der Behandlung zu erzeugen, um dieses durch Drücken des Stopfens 24 axial in und gegen das Prüfröhrchen zu verschließen. Im zentralen Nil des Stopfens, der sich im Körper 28 befindet, sind eine innere Vertiefung 34 und eine zweite, äußere Vertiefung ausgebildet: diese begrenzen ein quer dazu befindliches Diaphragma 38, welches von der mit Hülse versehenen inneren Nadel der Zwei-Nadel-Probeeinrichtung durchstechbar ist. Die Innenfläche 26A des Mantels 26 weist zumindest eine ein negatives Schraubengewinde bildende schraubenförmige Vertiefung 40 auf, die in das gleiche elastische Material (Gummi oder dergleichen) von dem, aus dem der gesamte Stopfen hergestellt ist, eingeschnitten ist; das negative Schraubengewinde 40 korrespondiert zum positiven Schraubengewinde 22 in der Erhebung an der Außenfläche des Prüfröhrchens 21 benachbart seiner Öffnung. Das Gewinde oder die Gewinde 40 (die beiden kooperierenden Schraubengewinde 22 und 40 können einzel- oder doppeltbeginnende Schraubengewinde sein) führen nach unten zum Rand des Mantels 26, der sich unterhalb des Körpers 28, 28A im Innern zum Mantel für Zwecke erstreckt, die unten erwähnt sind.
  • In der industriellen Produktionsstufe, wenn der gewünschte Vakuumgrad im Innern des Prüfröhrchens erreicht worden ist, wird mit dem leicht über dessen Öffnung ruhenden Stopfen 24 (das Vakuum wird von der Umgebung zum Innern des Prüfröhrchens durch die Vertiefung oder die Vertiefungen 28B und auch durch den Durchgang übertragen, der durch den mit Schraubengewinde versehenen Hohlraum 40 geboten wird) eine axiale Kraft auf den Stopfen 24 ausgeübt, wenn er auf dem Prüfröhrchen 21 ruht, wobei das Ende der Wand des Prüfröhrchens 21 veranlaßt wird, den Spalt 32 einzunehmen und das Teströhrchen durch das Drücken des Körpers 28 in die Öffnung des Röhrchens zu verschließen, während der Mantel 26 um die Außenseite des äußersten Endes des Prüfröhrchens befestigt ist. Der Befestigungsvorgang des Stopfens ohne Drehen ist möglich aufgrund der dem Schraubengewinde 40 im Stopfen eigenen Elastizität. Um die relative Position des männlichen Gewindes 22 zum weiblichen Gewinde 40 einzustellen, wird nur eine begrenzte relative Drehung zwischen dem Prüfröhrchen 21 und dem Stopfen 24 benötigt, um das erhabene Schraubengewinde 22 in die dafür vorgesehene und durch das negative Gewinde 40 im Innern des Mantels 26 verkörperte Vertiefung zu bringen. Auf diese Weise ist das ein kalibriertes Vakuum enthaltende Prüfröhrchen bereit, eine Probe zu entnehmen und dies wird die temporäres Durchstechen des Diaphragmas 38 mit der Innennadel der Zwei-Nadel-Probeeinrichtung getan. Sobald das die durch Vakuumansaugung entnommene biologische Probe enthaltende Prüfröhrchen entfernt worden ist, kann das Prüfröhrchen leicht durch einfaches Drehen und nachfolgendem Abschrauben des Stopfens 24 geöffnet werden. Um leichtes schraubenförmiges Gleiten zu sichern, wenn das Prüfröhrchen geöffnet wird, ist es vorteilhaft, eine Silikonoberflächenbehändlung des Gummis zumindest über der Innenwand des Mantels 26 mit dem Gewinde 40, aber auch über dem gesamten Stopfen 24 vorteilhaft durchzuführen, wobei dessen Außenfläche auf dem Mantel 26 längsgenutet werden kann, um einen leichteren und sicheren Griff zu erzeugen.
  • Die Vertiefung 36 erlaubt jedem Mikrotropfen, der sich zum Zurückziehen der Nadel der Zwei-Nadel-Probeeinrichtung bilden kann, aufgenommen zu werden, ohne Gefahr des Austretens oder des Beschmutzens gerade wenn der Stopfen 24 auf die Arbeitsfiäche gelegt wird. Die Glattheit, mit der es möglich ist, den Stopfen 24 zu drehen und abzuschrauben, der infolge der gleichmäßig verschraubten Kupplung 22 und 40 vorhanden ist, sichert gegen Gewalt oder ruckartige Bewegungen, die das Austreten der biologischen Probe in Aerosolform verursachen könnte oder auch gegen Abtropfen, wenn das Prüfröhrchen im Labor zur Analyse geöffnet wird; auf der anderen Seite schließt die Leichtgängigkeit des Abschraubvoraanges jede Gefahr in dieser Hinsicht aus.
  • Das Herstellen des Stopfens 24 in einem einzelnen Teil gibt auch dem zur Verwendung bereiten Prüfröhrchen eine lange Lebensdauer ohne der Gefahr der Verminderung des Vakuumgrades im Röhrchen, das daher für eine lange Zeitdauer mit der Aussicht beibehalten werden kann, daß die gewünschte Probenmenge korrekt entnommen werden wird.
  • Diese und andere Aufgaben und Vorteile sind klar aus der Beschreibung zu entnehmen. Keine der in den zugehörigen Ansprüchen auftretenden Bezugszeichen sind beabsichtigt, das lesen der Ansprüche in bezug auf die Beschreibung und die Zeichnungen zu erleichtern, und beschränken nicht den Schutzgegenstand, der durch die Ansprüche wiedergegeben wird.

Claims (5)

1. Sicherheitsstopfen (24), durchstechbar mit einer Nadel, um das Aufnehmen organischer Flüssigkeiten durch Vakuum in ein evakuiertes Prüfröhrchen (21) zu ermöglichen, wobei der Stopfen (24) vom Prüfröhrchen (21) durch einfaches Drehen entfernbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß er vollständig aus Gummi oder dergleichen Material besteht, mit einem das durchstechbare Diaphragma (38) bildenden inneren Dichtkörper (28), einem Außenmantel (26) zum Schutz und einem Schraubengewinde (22; 40) für die Verbindung zwischen der Außenwand des Prüfröhrchens (21) und der Innenwand des Mantels (26), so daß es durch Drehen entfernt und durch axiale Kraft eingesetzt werden kann, so daß es möglich ist, die zusammenwirkenden Gewinde in ihre geeignete Position durch eine begrenzte relative Drehung zu bringen.
2. Sicherheitsstopfen nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche des Mantels (26) der schraubenförmige Gang oder die Gänge (40) des Schraubengewindes ausgebildet sind und daß am Prüfröhrchen (21) der korrespondierende männliche Gewindegang oder die Gewindegänge (22) ausgebildet sind.
3. Sicherheitsstopfen nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Außenmantel (26) über den Dichtkörper (28) hinaus erstreckt, um Austritte biologischer Proben zu verhindern, wenn das Röhrchen geöffnet wird, und daß äußerlich das durchstechbare Diaphragma (38) von einer Vertiefung (36) zum Verhindern des Austritts eines Mikrotropfens begrenzt ist, der sich bilden kann, wenn die Nadel, nachdem die Probe entnommen worden ist, herausgezogen wird.
4. Sicherheitsstopfen nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die zum Übereinandergleiten bestimmten Flächen silikonbehändelt oder anderweitig behandelt sind, um leichtes Gleiten zu gewährleisten.
5. Sicherheitsstopfen nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Gummi oder dergleichen bestehende und zum Abschrauben geeignete Stopfen mit einer Nadel der Zwei-Nadel- Einrichtungen für die Vakuumprobe der biologischen Flüssigkeiten durchstechbar ist.
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