DE69229155T2 - Verfahren zur Nachrichtenwegidentifizierung und Nachrichtenverarbeitungsgerät - Google Patents

Verfahren zur Nachrichtenwegidentifizierung und Nachrichtenverarbeitungsgerät

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DE69229155T2
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Identifizierung eines gewünschten Weges für ein Benutzerinformationssignal zwischen einem ersten und einem zweiten Gerät in einem System aus drei oder mehr Geräten, wobei die Geräte des Systems eins zu eins miteinander verbunden sind, um die Benutzerinformationssignale zu übertragen, während sie mit einem seriellen Datenbus mit verteilter Steuerung verbunden sind, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
  • (a) Initiieren eines ersten autonomen Prozesses, durch den mit Hilfe einer Folge von Datenbusmeldungen und beginnend mit dem ersten Gerät eine Reihe von Einszu-eins-Verbindungen durch eine Folge von Geräten des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät erreicht ist.
  • Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Nachrichtenverarbeitungsgerät zum Implementieren eines derartigen Verfahrens in einem System von miteinander verbundenen Geräten.
  • Ein solches Verfahren ist aus der Patentschrift GB 2 223 114 A bekannt.
  • Geräte mit Steuermitteln zum Implementieren des bekannten Verfahrens mit Hilfe eines Domestic Digital Bus (D2B) sind zum Beispiel das Philips Farbfernsehgerät Modell 2070 und der Videorecorder Modell VR6590. Der serielle Datenbus bietet neben dem vorliegenden Verfahren zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten, und es ist wünschenswert, daß eine standardisierte Reihe von Anwendungsprotokollen entwickelt und von vielen Herstellern von Audio/Video-Unterhaltungsgeräten eingehalten wird, so daß ein Datenbus wie der D2B eine erweiterte Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit für die große Fülle von Gerätetypen bieten kann, die heute und in Zukunft erhältlich sein werden, wobei eine echte Kompatibilität zwischen den verschiedenen Marken erreicht wird.
  • Zu diesem Zweck und in Hinblick auf eine Minimierung der Kosten und der Komplexität von kompatiblen Geräten ist es ein Prinzip des bekannten Systems, daß jede Vorrichtung (adressierbar über den Bus als ein "Gerät") nur weiß, was für seine eigene Funktionalität benötigt wird. Nach einer Initialisierungsphase zum Beispiel kennt jedes Gerät (nur) die eigenen logischen Verbindungen und die physikalischen Verbindungen seiner externen Stecker. Damit wird in dem bekannten Verfahren der genannte autonome Prozeß Schritt für Schritt unter der Steuerung der verschiedenen betroffenen Geräte durchgeführt. Am Ende des Prozesses werden die Informationen über die Topologie des Weges zwischen dem ersten und dem zweiten Gerät nicht an einem zentralen Ort gespeichert, sondern alle lokalen Verbindungen sind den betroffenen Geräten bekannt.
  • Es ist natürlich wünschenswert, daß ein Nachrichtenweg in Reaktion auf einen Benutzerbefehl ohne wahrnehmbare Verzögerung für den Benutzer aufgebaut werden sollte. Es hat sich jedoch gezeigt, daß es bei einem großen System zu übermäßigen Verzögerungen aufgrund der langen Folge von lokalen Wechselwirkungen kommen kann, die erforderlich sind, um das Netzwerk zu erforschen und den Erfolg oder das Fehlschlagen des Verfahrens unter lokaler Steuerung zu bestätigen.
  • Die Erfindung hat zur Aufgabe, die mit dem Identifizieren eines Nachrichtenweges zusammenhängende Verzögerung zu reduzieren und gleichzeitig kompatibel mit vorhandenen Geräten zu bleiben und die oben beschriebenen Prinzipien einzuhalten. Ein Verfahren, wie es eingangs beschrieben wurde, ist gemäß der vorliegenden Erfindung gekennzeichnet durch:
  • (b) gleichzeitig mit dem ersten autonomen Prozeß Initiieren eines zweiten autonomen Prozesses, durch den eine Folge von Eins-zu-eins-Verbindungen beginnend mit einem dritten Gerät durch eine Folge von Geräten des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät erreicht ist; und
  • (c) im Fall, daß das dritte Gerät in einer Zwischenphase im ersten Prozeß erreicht wird, Beenden des ersten Prozesses und Hinzufügen des durch den zweiten Prozeß identifizierten Nachrichtenweges zu dem bisher durch den ersten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg.
  • Wenn das dritte Gerät nicht im ersten Prozeß erreicht wird, fährt der erste Prozeß bis zur Beendigung auf herkömmliche Weise ohne irgendeine Zeitersparnis fort. Wenn das dritte Gerät erreicht wird, gibt es jedoch eine unmittelbare Zeitersparnis, da die Ergebnisse der gleichzeitig verlaufenden ersten und zweiten autonomen Prozesse sofort kombiniert werden können, indem die beiden resultierenden Nachrichtenwege im Speicher des dritten Gerätes verknüpft werden.
  • Es ist zu beachten, daß ein erfindungsgemäßes Verfahren implementiert werden kann, wobei das Verhalten der Mehrzahl der Geräte in bezug auf die Busmeldungen identisch mit dem von ihnen erwarteten Verhalten bei der Durchführung des bekannten Verfahrens bleibt. Neuartige Merkmale sind nur zum Initiieren des zweiten Prozesses und in dem dritten Gerät erforderlich, das in der Lage sein muß, als ein Startpunkt für den zweiten "Blind"-Prozeß zu fungieren und den ersten Prozeß abfangen muß, wenn und falls dieser Prozeß das dritte Gerät erreicht, um die Verknüpfung zwischen den beiden Teilen des Nachrichtenweges herzustellen.
  • Die Erfindung schafft daher weiterhin ein Gerät zur Verarbeitung von Benutzerinformationssignalen, wobei das Gerät eins zu eins verbunden werden kann für die Weiterleitung und/oder den Empfang derartiger Signale an und/oder von (je nach Fall) (einem) benachbarten Gerät(en) in einem System, das drei oder mehr solche Geräte umfaßt, und wobei das Gerät außerdem über eine Schnittstelle zu einem seriellen Datenbus mit verteilter Steuerung vertilgt, wobei das Gerät Steuermittel enthält, die folgendes umfassen:
  • - Mittel zum Empfangen von Informationen, daß die Identifizierung eines Nachrichtenweges zwischen einem ersten und einem zweiten Gerät des Systems gewünscht wird;
  • - Mittel zum Initiieren eines ersten autonomen Prozesses, durch den mit Hilfe einer Folge von Datenbusmeldungen und beginnend mit dem ersten Gerät eine Reihe von Eins-zu-eins-Verbindungen durch eine Reihe von Geräten des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät erreicht ist;
  • - Mittel, um gleichzeitig mit dem ersten autonomen Prozeß einen zweiten autonomen Prozeß zu initiieren, durch den eine Folge von Eins-zu-eins-Verbindungen beginnend mit einem dritten Gerät durch eine Reihe von Geräten des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät erreicht ist; und
  • - Mittel, die in dem Fall wirksam werden, daß das dritte Gerät bei einer Zwischenphase in dem ersten Prozeß erreicht wird, um den ersten Prozeß zu beenden und den durch den zweiten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg zu dem bisher durch den ersten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg hinzuzufügen.
  • Obwohl die Vorrichtungen des Systems über den seriellen Datenbus als Geräte adressierbar sind, können sie Elemente enthalten, die als Teilgeräte dieser Geräte adressierbar sind. In einem Gerät gemäß der oben beschriebenen Erfindung können die Steuermittel als ein Steuerungs-Teilgerät innerhalb dieses Gerätes adressierbar sein. Ein solches Steuerungs-Teilgerät kann die Intelligenz des Systems verkörpern und bei der Umsetzung der Benutzerwünsche nicht nur sein eigenes Gerät steuern, sondern über den Bus und vordefinierte Anwendungsprotokolle auch jedes andere Gerät des Systems.
  • Das Steuerungs-Teilgerät kann angeordnet werden, um den ersten autonomen Prozeß durch Zusammenstellen und Adressieren einer ersten initiierenden Meldung an ein erstes Teilgerät innerhalb des ersten Gerätes zu initiieren.
  • Das erste Teilgerät kann ein Quellen-Teilgerät des gewünschten Nachrichtenweges bilden, während die erste initüerende Meldung ein Ziel-Teilgerät des gewünschten Nachrichtenweges innerhalb des zweiten Gerätes spezifiziert. Wie in dem bekannten Verfahren bietet es sich an, immer mit der Quelle des Signals zu beginnen und sich zum Ziel vorzuarbeiten, obwohl sich natürlich ein alternatives Verfahren vom Ziel zur Quelle vorarbeiten könnte.
  • In dem zweiten autonomen Prozeß können Verbindungen für das Benutzerinformationssignal beginnend mit einem Umschaltbox-Teilgerät innerhalb des dritten Gerätes identifiziert werden. Umschaltbox-Teilgeräte bilden die Verknüpfungen innerhalb der Geräte zwischen den Verbindungen von Gerät zu Gerät, und sorgen bereits in dem bekannten System für die lokale Steuerungsfähigkeit.
  • Falls das Gerät mit den erfindungsgemäßen Steuermitteln auch das dritte Gerät ist, zum Beispiel die genannte Umschaltbox enthält, können die speziellen Merkmale, die erforderlich sind, um die Erfindung zu implementieren, auf dieses Gerät begrenzt werden, und zwar ohne daß dies irgendwelche Auswirkungen auf die Busprotokolle hat. Alternativ können zusätzliche Busmeldungen definiert werden, um die Initiierung von einem oder mehreren zweiten autonomen Prozessen in dritten Geräten zu ermöglichen, die nicht das Gerät sind, welches die Steuermittel enthält.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1 ein Heimunterhaltungssystem mit einer Reihe von Audio/Video- Nachrichtenverarbeitungsgeräten;
  • Fig. 2 die Funktion eines bekannten Verfahrens der Identifizierung eines Nachrichtenweges in dem System aus Fig. 1; und
  • Fig. 3 die Funktion eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Fig. 1 zeigt ein exemplarisches System von Geräten, das einen Satellitentuner 10, einen Videorecorder (VCR) 12, einen Laser-Videodisc-Spieler (LV) 14, ein Fernsehgerät (TV) 16 und einen Verstärker 18 umfaßt. Diese Geräte sind auf einer Eins-zu-eins- Basis durch ein begrenztes Netzwerk von Audio/Video-Kabeln 20, 22, 24 und 26 miteinander verbunden. Die Geräte 10-18 sind auch mit einem gemeinsamen seriellen Datenbus 28 verbunden.
  • Bei dem seriellen Datenbus 28 handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel um einen Domestic Digital Bus (D2B), wie er durch die International Electrotechnical Commission (IEC), Genf, standardisiert wurde. Der D2B-Bus dient zur verteilten Steuerung des Busses und ermöglicht eine einheitliche Adressierung von Befehlen und anderen Meldungen für spezifische "Geräte", zum Beispiel die Vorrichtungen 10-18, und auch für spezifische "Teilgeräte" innerhalb jedes Gerätes.
  • In jedem Gerät 10-18 sind Blöcke abgebildet, die die D2B-Teilgeräte darstellen. Die Aufteilung eines Gerätes in Teilgeräte ist nur in logischem Sinne erforderlich, das heißt von seinem Verhalten in bezug auf den D2B-Bus 28 her gesehen. Bei der physikalischen Implementierung des Gerätes kann es entsprechende separate physikalische Teilgeräte geben oder auch nicht. Bei dem abgebildeten Ausführungsbeispiel umfaßt jedes Gerät 10-18 ein Teilgerät vom Typ AudiolVideo-Controller (AVC), das mit 30-38 bezeichnet ist und für die Steuerungsintelligenz für alle Teilgeräte innerhalb dieses Gerätes sorgt. Oft werden die Steuerlogik des AVC und einige oder alle anderen Teilgeräte in einen einzigen Mikrocontroller integriert sein. Auf ähnliche Weise werden Teilgeräte innerhalb des gleichen Gerätes typischerweise direkt kommunizieren, ohne den Bus zu benutzen.
  • Der Einfachheit halber wird in der folgenden Beschreibung nicht weiter zwischen logischen Geräten und Teilgeräten und den physikalischen Vorrichtungen und Funktionselementen unterschieden, die diese darstellen.
  • Jedes Gerät 10-18 enthält außerdem jeweils ein Umschaltbox-Teilgerät 40- 48, das Audio/Video-Signale von externen Steckern des Gerätes empfängt und sie selektiv an andere Teilgeräte innerhalb des Gerätes weiterleitet. Zu diesem Zweck werden - zumindest logisch - "interne Stecker" in dem D2B-Modell jedes Gerätes 10-18 definiert.
  • Zusätzlich zum AVC und zu den Umschaltbox-Teilgeräten ist folgendes enthalten:
  • - in dem Satellitentuner-Gerät 10 ein Tuner-Teilgerät 50, das als Signalquelle mit der Umschaltbox 40 verbunden ist;
  • in dem VCR-Gerät 12 ein Tuner-Teilgerät 52, das als Signalquelle mit der Umschaltbox 42 verbunden ist, und ein Aufnahme/Wiedergabedeck-Teilgerät 62, das als Quelle und Zielort von Signalen mit der Umschaltbox 42 verbunden ist;
  • - in dem LV-Spieler-Gerät 14 ein Deck-Teilgerät 64, das als Quelle von Signalen mit der Umschaltbox 44 verbunden ist;
  • in dem Fernsehgerät 16 ein Videomonitor-Teilgerät 76 und ein Verstärker-Teilgerät 86, das mit der Umschaltbox 46 als Zielort von Video- bzw. Audiosignalen verbunden ist, und ein Tuner-Teilgerät 56, das als Quelle von Signalen mit der Umschaltbox 46 verbunden ist, und
  • in dem Verstärker-Gerät 18 ein Verstärker-Teilgerät 88, das als Zielort von Audiosignalen mit der Umschaltbox 48 verbunden ist.
  • Da die funktionellen Einheiten der Vorrichtungen 10-18 als D2B- Teilgeräte adressierbar sind, kann jedes der AVC-Teilgeräte 30-38 die Steuerung des Busses übernehmen und Befehle an diese Teilgeräte adressieren. Dies geschieht zum Beispiel durch ein AVC-Teilgerät, welches einen Benutzerbefehl (durch Benutzereingabemittel, die der Übersichtlichkeit halber nicht abgebildet sind) empfangen und interpretiert hat und die Steuerung von Teilgeräten in anderen Geräten anfordert, um die Wünsche des Benutzers zu erfüllen.
  • D2B-Meldungsformate zum Steuern der grundlegenden Funktionen von bestimmten allgemeinen Teilgeräten sind bereits in der obengenannten IEC-Norm definiert, wobei genügend Raum bleibt, um nicht nur neue Befehle zu definieren, sondern auch Anforderungs- und Antwortmeldungen, die ein D2B-Gerät oder Teilgerät in die Lage versetzen, einander hinsichtlich ihrer Eigenschaften und ihres Status abzufragen. Jedem Umschaltbox-Teilgerät 40-48 kann über den Bus (oder durch sein lokales AVC-Teilgerät) befohlen werden, Audio- und/oder Video-Verbindungen zwischen bestimmten seiner Stekker herzustellen.
  • Wie eingangs erwähnt, kennt kein Gerät die gesamte Systemkonfiguration. Statt dessen sind lokales Wissen und die Intelligenz, darauf zuzugreifen, über das gesamte System verteilt. Die Umschaltbox 42 im VCR-Gerät 12 kennt also ihre internen Verbindungen zum Tuner und zu den Deck-Teilgeräten 52 und 62 und auch ihre externe Verbindung (Kabel 22) zu der Umschaltbox 46 des Fernsehgerätes 16, ist sich jedoch generell nicht der internen Verbindungen der anderen Geräte oder der anderen Kabel 20, 24, 26 bewußt.
  • Damit sich das System dennoch automatisch um das Detail der Verbindungsherstellung zwischen einer Quelle und einem Zielort von Signalen nach den Wünschen des Benutzers kümmern kann, wurden in der Patentschrift GB 2 223 114A (PHN 12.678) Anwendungsprotokolle vorgeschlagen, durch die ein autonomer Prozeß initiiert wird, in dem das Quellen- und das Umschaltbox-Teilgerät die Verantwortung für den Aufbau eines Nachrichtenweges von der Quelle zum Zielort unter ausschließlicher Nutzung des eigenen lokalen Wissens übernehmen.
  • In Fig. 2 ist die Funktion eines derartigen Prozesses schematisch dargestellt, wenn zum Beispiel gewünscht wird, eine Videocassettenaufnahme von einer Laser- Videodisc anzufertigen. Ziel des Prozesses ist es daher, einen Nachrichtenweg vom Gerät- Teilgerät 64 als Quelle zum Deck-Teilgerät 62 als Zielort aufzubauen. Die Zeit nimmt in der Figur von oben nach unten zu. Die Aktionen des AVC zum Initiieren des Prozesses sind auf der vertikalen Linie links außen von Fig. 2 dargestellt, während die Aktionen in den betreffenen Geräten 14, 18, 16 und 12 auf aufeinanderfolgenden vertikalen Linien dargestellt sind, die von links nach rechts angeordnet sind. Richtungspfeile geben D2B- Meldungen an, die durch ein Gerät erzeugt und an ein anderes Gerät gerichtet werden.
  • Nach dem Bestimmen der erforderlichen Quellen- und Ziel-Teilgeräte und nach der weiteren Feststellung, daß das eigene lokale Wissen nicht ausreicht, um den Nachrichtenweg zu bauen, erstellt der betreffende AVC einen Befehl [CON 64-62] und sendet diesen an das Quellen-Teilgerät 64 im LV-Spieler 14, wie in Fig. 2 bei 100 dargestellt. Die Bezugszeichen 64 und 62 für das Quellen- bzw. das Ziel-Teilgerät sind als Teil des Befehls dargestellt. Dies dient jedoch nur der Veranschaulichung, und es ist zu beachten, daß diese Teilgeräte in der Praxis als Parameter in dem Befehl spezifiziert werden, indem auf ihre eindeutige D2B-Geräte-Teilgeräte-Adressen Bezug genommen wird. Außerdem spezifizieren derartige Befehle in der Praxis die einzelnen Steckernummern, die erforderlich sich, um die Verbindung herzustellen. Dieses Detail ist für das Verständnis der vorlie genden Erfindung unwichtig, und der Leser wird für weitere Einzelheiten auf die Patentschrift GB 2 223 114 A und den D2B-Standard verwiesen.
  • Der LV-Spieler 14 stellt nach Empfang des Befehls [CON 64 - 62] fest, daß er nicht über das Wissen verfügt, um den Nachrichtenweg zu vervollständigen. In dem Wissen, daß er mit der Umschaltbox 48 des Verstärkers 18 verbunden ist, gibt der LV- Spieler 14 jedoch als einen ersten Schritt zum Aufbau eines Nachrichtenweges zum Zielort bei 102 einen Befehl [CON 48-62] an diese Umschaltbox 48 aus. Auf ähnliche Weise gibt der Verstärker 18 bei 104 einen Befehl [CON 46-62] an die Umschaltbox 46 in dem Fernsehgerät 16 aus, das seinerseits einen Befehl [CON 42-62] an die Umschaltbox 42 in dem Videorecorder 12 sendet, wobei die Befehle jeweils die Verbindung mit dem Deck- Teilgerät 62 fordern.
  • Einige Zeit nach dem Ausgeben eines Verbindungsbefehls gibt das ursprüngliche Teilgerät (zum Beispiel der AVC bei 105, oder das Quellen-Teilgerät 64 bei 108) eine Anforderung [CON?] an das gleiche Teilgerät aus, um festzustellen, ob die Verbindung hergestellt wurde. Die Antworten [NY], die für diese Meldungen dargestellt sind, geben an, daß noch keine Verbindung hergestellt wurde, aber daß der Prozeß läuft. Eine Antwort [NOCON] ist definiert, um anzugeben, daß der Versuch zum Finden eines Nachrichtenweges fehlgeschlagen ist (nicht in dem Beispiel dargestellt), zumindest soweit das antwortende Teilgerät betroffen ist.
  • Nach Empfang des Befehls [CON 42-62] bestimmt die VCR-Umschaltbox 42, ob die gewünschte Verbindung vom Kabel 22 durch die Umschaltbox 42 zum Eingang des Deck-Teilgerätes 62 hergestellt werden kann. Dies wird nicht immer der Fall sein, da zum Beispiel der VCR 12 eventuell bereits ein Programm von seinem internen Tuner 52 aufnehmen kann und sich weigern kann, diese Funktion ohne einen entsprechenden Prioritätscode zu unterbrechen. Falls es keine derartigen Hindernisse gibt, kann die Verbindung jedoch hergestellt werden.
  • Bei 110 gibt die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 ihre erste [CON?]- Anforderung an die VCR-Umschaltbox 42 aus und erhält sofort die Antwort [CON], die eine erfolgreiche Verbindung angibt. Anschließend werden bei 112, 114 und 116 nachfolgende [CON?]-Anforderungen entlang der Kette von Geräten mit bestätigenden [CON]- Antworten beantwortet, bis schließlich dem AVC bei 118 mitgeteilt wird, daß der Nachrichtenweg von der Quelle zum Zielort vollständig ist.
  • Es ist zu beachten, daß der bei 100, wenn der AVC den Befehl [CON 64- 62] ausgibt, initiierte Prozeß ein autonomer Prozeß ist, der in verteilter Weise ausgeführt wird. Mit anderen Worten, wenn ein Teilgerät einmal einen Verbindungsbefehl erhalten hat, ermittelt dieses Teilgerät mit seiner lokalen Intelligenz, welche Folgeaktion erforderlich ist, um den Befehl auszuführen. Diese Aktion kann das Delegieren der Aufgabe an die lokale Intelligenz eines anderen angeschlossenen Gerätes umfassen, wie dies bei 102, 104 und 106 in dem Beispiel von Fig. 2 der Fall ist.
  • In Fig. 3 ist ein alternatives, aber vollkommen kompatibles Verfahren dargestellt, bei dem ein zweiter autonomer Prozeß parallel zu dem oben beschriebenen initiiert wird, mit dem Ziel, die Verzögerung zwischen den Punkten 100 und 118 zu reduzieren, das heißt die Verzögerung im Zusammenhang mit dem Identifizieren und Aufbauen des Nachrichtenweges.
  • Die Schritte, die denjenigen des Verfahrens aus Fig. 2 entsprechen, sind in.
  • Fig. 3 mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Andere Schritte, deren Beschaffenheit oder Ort in der Sequenz geändert ist, sind mit Zahlen mit Strichindex, zum Beispiel 118', gekennzeichnet, wenn ein nahezu entsprechender Schritt im Verfahren aus Fig. 2 existiert, oder haben neue Bezugszeichen. Die erste Änderung in Fig. 3 besteht darin, daß unmittelbar im Anschluß an den initüerenden Befehl [CON 64-62] bei 100 der AVC einen weiteren Verbindungsbefehl [CON' 46-62] an die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 ausgibt. Dadurch wird ein zweiter autonomer Prozeß initiiert, dessen Ziel es ist, einen Weg von der Umschaltbox 46 des Fernsehgerätes 16 zu dem Ziel-Teilgerät 62 zu identifizieren.
  • In Reaktion darauf und parallel zu der Funktion des ersten autonomen Prozesses bei den Schritten 102, 104 gibt die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 bei 106' auf autonome Weise einen Befehl [CON 42-62] an die VCR-Umschaltbox 42 in ihrem Versuch aus, eine Verbindung zu dem Ziel-Teilgerät 62 herzustellen. Diese Verbindung wird anschließend mit der Anforderung [CON?] bei 110' verifiziert. Wenn danach der bei 104 ausgegebene Befehl [CON 46-62] durch die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 empfangen wird, wird erkannt, daß dieser Befehl den gleichen Zielort spezifiziert wie der weitere Verbindungsbefehl [CON' 46-62], und an dem mit einem Sternchen ('*') markierten Punkt kombiniert die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 die beiden autonomen Prozesse zu einem. Damit wird, nachdem die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 die bestätigende Antwort [CON] von der VCR-Umschaltbox 42 empfangen hat, die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 anschließend in der Lage sein, auf die Anforderung [CON?], die bei 109' ausgegeben wurde, bestätigend zu antworten. Dies steht im Gegensatz zu der Antwort [NY] (noch nicht), die bei dem Verfahren aus Fig. 2 auf die Anforderung bei 109 gegeben wird, so daß durch die parallele Ausführung der beiden Prozesse eine Zeitersparnis realisiert wurde. Die Anforderungen 114' und 116' können früher bestätigende Antworten erhalten als dies bei Fig. 2 möglich war. Diese Zeitersparnis könnte noch größer sein, wenn der Weg vom Fernsehgerät 16 zum Zielgerät länger wäre.
  • Es ist zu beachten, daß eine Zeitersparnis auch in den Fällen erreicht wird, in denen der zweite autonome Prozeß zu einem negativen Ergebnis ([NOCON]) führt, weil der erste autonome Prozeß sonst selbst Zeit damit verbringen müßte, die Erfolglosigkeit dieses bestimmten Zweiges des Netzwerks zu erkennen. Nur wenn die durch die parallelen Prozesse identifizierten Wege sich vollkommen gegenseitig ausschließen ist keine Zeitersparnis möglich, und selbst in diesen Fällen entsteht durch den Ablauf des zweiten Prozesses keine zusätzliche Verzögerung, wenn der Bus nicht durch Datenverkehr überlastet wird. Bisher wurde nicht spezifiziert, welcher AVC das Verfahren aus Fig. 3 initiiert. Im Prinzip kann jeder AVC benutzt werden, jedoch ist zu beachten, daß im Vergleich zu der bekannten Vorrichtung dieser AVC über die zusätzliche Fähigkeit verfügen muß, den speziellen Befehl [CON' --------] zu senden, und die Fernsehgerät-Umschaltbox 46 muß über die zusätzlichen Merkmale verfügen, die erforderlich sind, um die durch die beiden parallelen Prozesse identifizierten Wege zu erkennen und zu kombinieren. Dies führt zu einer besonderen Ausführungsform, bei der der AVC das AVC-Teilgerät 36 des Fernsehgerätes 16 selbst ist, wobei sich in diesem Fall die zusätzlichen Funktionen alle in der gleichen Vorrichtung befinden. Das Verfahren aus Fig. 3 kann dann durch das Fernsehgerät 16 ausgeführt werden, während alle anderen Vorrichtungen 10, 12, 14, 18 sich nur genauso verhalten müssen wie bei dem bekannten Verfahren. Auf diese Weise wird eine Leistungsverbesserung ohne Probleme mit der Kompatibilität erreicht. In der Tat braucht bei einer derartigen Ausführungsform der Spezialbefehl [CON' -----] nicht über den D2B- Bus gesendet oder überhaupt definiert zu werden, außer innerhalb der physikalischen Implementierung des einen einzigen Gerätes. Natürlich ist in diesem Fall das neue Verfahren nicht wirksam, wenn das Gerät mit den neuartigen Merkmalen auch die Quelle oder den Zielort des Audio/Video-Signals enthält.
  • Ein weiteres Merkmal, um das einige oder alle Geräte zwecks Verbesserung der Geschwindigkeit, mit der ein Nachrichtenweg aufgebaut wird, ergänzt werden könnten, könnte die Meldung 'Verbindung fertiggestellt' [CON-CMPL] sein. Diese Meldung könnte durch eine Umschaltbox oder ein Quellen-Teilgerät gesendet werden, um sofort mitzuteilen, daß die Verbindung aufgebaut ist, statt auf eine [CON?]-Anforderung von dem Teilgerät zu warten, das die Verbindung angefordert hat. Die [CON?]-Anforderung kann nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls immer noch gesendet werden, um eine Bestätigung durch das bekannte Verfahren zu erhalten. Dies gewährleistet vollständige Kompatibilität mit den bekannten Vorrichtungen, in denen die Meldung [CON-CMPL] nicht implementiert ist.
  • Die Meldung [CON-CMPL] kann unabhängig oder in Kombination mit dem zweiten autonomen Prozeß der vorliegenden Erfindung benutzt werden. Eine frühzeitige Bestätigung des aufgebauten Nachrichtenweges kann man auch durch die Verwendung eines Teilgerät-Statusanforderungsprotokolls erreichen, wie es in unserer gleichzeitig anhängigen europäischen Patentanmeldung EP-A-0510739 (PHQ 91.019) beschrieben wird.
  • Aus der Lektüre der vorliegenden Beschreibung werden dem Fachkundigen leicht weitere Abwandlungen und Anwendungen ersichtlich sein. Derartige Abwandlungen können andere Merkmale einschließen, die bereits im Entwurf, in der Herstellung und in der Verwendung von lokalen Bus-Kommunikationssystemen, Audio/Video-Vorrichtungen und Bestandteilen hiervon bekannt sind und anstelle oder zusätzlich zu den hier bereits beschriebenen Merkmalen eingesetzt werden können.

Claims (10)

1. Verfahren zur Identifizierung eines gewünschten Weges für ein Benutzerinformationssignal zwischen einem ersten (14) und einem zweiten (12) Gerät in einem System aus drei oder mehr Geräten (10-18), wobei die Geräte des Systems eins zu eins miteinander verbunden sind (20-28), um die Benutzerinformationssignale zu übertragen, während sie mit einem seriellen Datenbus (28) mit verteilter Steuerung verbunden sind, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
(a) Initiieren eines ersten autonomen Prozesses, durch den mit Hilfe einer Folge von Datenbusmeldungen (28) und beginnend mit dem ersten Gerät (14) eine Reihe von Eins-zu-eins-Verbindungen durch eine Folge von Geräten (18, 16) des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät (12) erreicht ist;
dadurch gekennzeichnet, daß
(b) gleichzeitig mit dem ersten autonomen Prozeß ein zweiter autonomer Prozeß initiiert wird, durch den eine Folge von Eins-zu-eins-Verbindungen beginnend mit einem dritten Gerät (16) durch eine Folge von Geräten des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät (14) erreicht ist; und
(c) im Fall, daß das dritte Gerät (16) in einer Zwischenphase im ersten Prozeß erreicht wird, der erste Prozeß beendet wird und der durch den zweiten Prozeß identifizierte Nachrichtenweg zu dem bisher durch den ersten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg hinzugefügt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei jede Vorrichtung (14, 18, 16, 12) in dem Nachrichtenweg über den seriellen Datenbus (28) als ein Gerät adressierbar ist und Elemente (34, 38, 36, 32) enthält, die als Teilgeräte dieses Gerätes adressierbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Schritt (a) das Zusammenstellen und Adressieren einer ersten initüerenden Meldung an ein erstes Teilgerät (34) innerhalb des ersten Gerätes (14) umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das erste Teilgerät (34) ein Quellen- Teilgerät des gewünschten Nachrichtenweges bildet und wobei die erste initüerende Mel dung ein Ziel-Teilgerät (62) des gewünschten Nachrichtenweges innerhalb des zweiten Gerätes (12) spezifiziert.
5. Gerät (16) zur Verarbeitung von Benutzerinformationssignalen, wobei das Gerät eins zu eins verbunden werden kann für die Übertragung derartiger Signale zwischen benachbarten Geräten (12, 14, 18) in einem System, das drei oder mehr solche Geräte umfaßt, und wobei das Gerät außerdem über eine Schnittstelle zu einem seriellen Datenbus (28) mit verteilter Steuerung verfügt, wobei das Gerät (16) Steuermittel (36) enthält, die folgendes umfassen:
- Mittel zum Empfangen von Informationen, daß die Identifizierung eines Nachrichtenweges zwischen einem ersten (14) und einem zweiten (12) Gerät des Systems gewünscht wird;
- Mittel zum Initiieren eines ersten autonomen Prozesses, durch den mit Hilfe einer Folge von Datenbusmeldungen (28) und beginnend mit dem ersten Gerät (14) eine Reihe von Eins-zu-eins
- Verbindungen durch eine Reihe von Geräten (18, 16) des Systems identifiziert wird, bis das zweite Gerät (12) erreicht ist; gekennzeichnet durch:
- Mittel, um gleichzeitig mit dem ersten autonomen Prozeß einen zweiten autonomen Prozeß zu initiieren, durch den eine Folge von Eins-zu-eins-Verbindungen beginnend mit einem dritten Gerät (16) durch eine Reihe von Geräten des Systems identifiziert wird, bis ein zweites Gerät (12) erreicht ist; und
- Mittel, die in dem Fall wirksam werden, daß das dritte Gerät (16) bei einer Zwischenphase in dem ersten Prozeß erreicht wird, um den ersten Prozeß zu beenden und den durch den zweiten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg zu dem bisher durch den ersten Prozeß identifizierten Nachrichtenweg hinzuzufügen.
6. Gerät (16) nach Anspruch 5. das über den seriellen Datenbus (28) als ein Gerät adressierbar ist, wobei das Steuermittel (36) als ein Steuerungs-Teilgerät innerhalb dieses Gerätes adressierbar ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, wobei das Steuerungs-Teilgerät (36) angeordnet ist, um den ersten autonomen Prozeß durch Zusammenstellen und Adressieren einer ersten in itiierenden Meldung an ein erstes Teilgerät (64) innerhalb des ersten Gerätes (14) zu initiieren.
8. Gerät nach Anspruch 7, wobei das erste Teilgerät (64) ein Quellen-Teilgerät des gewünschten Nachrichtenweges bildet und wobei die erste initüerende Meldung ein Ziel-Teilgerät (62) des gewünschten Nachrichtenweges innerhalb des zweiten Gerätes (12) spezifiziert.
9. Gerät nach Anspruch 6, 7 oder 8, wobei in dem zweiten autonomen Prozeß Verbindungen für das Benutzerinformationssignal beginnend mit einem Umschaltbox- Teilgerät (46) innerhalb des dritten Gerätes (16) identifiziert werden.
10. Gerät nach Anspruch 5, 6, 7, 8 oder 9, wobei es sich bei dem Gerät um das dritte Gerät (16) handelt.
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