DE69302146T2 - Durchfluss-stück mit brechbarem Propfen - Google Patents
Durchfluss-stück mit brechbarem PropfenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft allgemein eine Fluidbahn, die einen brechbaren Verschluß, d. h. ein brechbares Verschlußelement, hat. Insbesondere betrifft die Erfindung einen brechbaren Verschluß zum Herstellen einer Fluidverbindung zwischen einer Vielzahl von separaten Behältern, beispielsweise Blutbeuteln.
- Bei einer Vielzahl von Anwendungen ist es erwünscht, Bestandteile eines Gemischs zum späteren Vermischen getrennt aufzubewahren. Die Bestandteile können mit Hilfe einer Einrichtung, die gattungsgemäß als brechbarer Verschluß bezeichnet wird, getrennt und isoliert sein, wobei der Verschluß aufgerissen wird, um die Verbindung zwischen Behältern herzustellen, in denen die getrennten Bestandteile aufbewahrt sind.
- Außerdem wird auf dem Gebiet der Bluttransfusionen Vollblut nur selten zur Durchführung einer Transfusion eingesetzt. Stattdessen wird das Blut, um es wirkungsvoll zu nutzen, in Bestandteile getrennt, und die verschiedenen Bestandteile werden in separate Beutel eingebracht.
- Dazu wird ein sogenannter Vielfachbeutel bereitgestellt, der integral, geschlossen und keimfrei hermetisch dicht und vollständig von außerhalb manipulierbar ist und in dem eine Vielzahl von Blutbeuteln aus Kunststoff durch Verbindungsschläuche gegenseitig miteinander verbunden sind. Vollblut wird in einem Sammelbeutel gesammelt und dann zentrifugiert, um die Bestandteile voneinander zu trennen. Um jedoch zu verhindern, daß ungetrenntes Blut in einen Verbindungsschlauch spritzt, ist eine aufreißbare Dichtung vorgesehen.
- Auf einem anderen verwandten Gebiet wird ein Verfahren, das als kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse bekannt ist, angewandt, um Nierenleiden im Endstadium zu behandeln. Der Vorgang der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse soll, nachdem ein Katheter durch chirurgischen Eingriff in den Patienten implantiert worden ist, eine vom Patienten selbst durchführbare Technik sein. Dabei wird in die Bauchhöhle des Patienten eine Dialyselösung infundiert. Die Dialyselösung ist in einem Beutel aufbewahrt, der mit dem Katheter verbunden werden kann.
- Auf diesen beiden Gebieten werden brechbare Verschlüsse und biegsame Schläuche verwendet, um die Verbindung zwischen den Blutbeuteln bzw. der Dialyselösung und dem Katheter herzustellen.
- In dieser Hinsicht wird in US-PS 4 007 738 ein Mechanismus beschrieben, der Blutbeuteln erlaubt, miteinander in Verbindung zu gelangen, und der folgendes aufweist: ein Verbindungsrohr; einen Verbindungsschlauch zum Verbinden eines ersten Blutbeutels mit einem zweiten Blutbeutel, wobei der Verbindungsschlauch in das Verbindungsrohr eingesetzt und daran befestigt ist, das einen hermetisch dichten Bereich hat, von dem ein Ende auf der Seite des zweiten Blutbeutels in den Verbindungsschlauch eingesetzt und daran befestigt ist; und einen brechbaren Abschnitt geringer Dicke, der an dem Verbindungsrohr zwischen dem hermetisch dichten Bereich und seinem befestigten Ende ausgebildet ist. Die Kommunikation zwischen dem ersten und dem zweiten Beutel wird dadurch wirksam, daß das Verbindungsrohr an dem Bereich geringer Dicke zerbrochen wird.
- In der US-PS 4 181 140 wird ein brechbarer, wiederverschließbarer Verschluß für einen flexiblen Schlauch angegeben, der Offenhaltemittel hat. Es ist eine Ventileinrichtung in einem flexiblen Schlauch, beispielsweise einem Schlauch zum Verbinden von Blutbeuteln, vorgesehen, die einen rohrförmigen Bereich mit einem geschlossenen Ende sowie ein langgestrecktes, allgemein starres Element aufweist, das an der Außenseite des geschlossenen Endes getragen wird und in dem flexiblen Schlauch positioniert ist. Eine brechbare Einrichtung ist vorgesehen, um das Öffnen des geschlossenen Endes durch manuelles Betätigen des langgestreckten Elements von außerhalb des flexiblen Schlauchs zuzulassen.
- Das langgestreckte starre Element ist ausgebildet, um nach Öffnen des geschlossenen Endes in Abdichtbeziehung in den rohrförmigen Bereich eingesetzt zu werden, so daß ein Wiederverschließen des Ventils möglich ist. Das langgestreckte, allgemein starre Element trägt in Längsrichtung verlaufende Flügel, um Strömungskanäle entlang seiner Länge zu bilden. Ein Paar der Flügel, die zueinander entgegengesetzt sind, verlaufen hinter das Ende des zentralen Bereichs des starren Elements, und der flexible Schlauch definiert einen Bohrungsbereich, der positioniert ist, um die entgegengesetzten Flügel aufzunehmen und elastisch zu halten, wenn die brechbare Einrichtung zerbrochen und das starre Element von dem rohrförmigen Bereich getrennt wird.
- Es wird beschrieben, daß die Flügel ungleiche Länge haben können. Der das starre Element umgebende flexible Schlauch kann dann einen konischen Bereich definieren, der zur Aufnahme und zum elastischen Halten der längeren Flügel positioniert ist, nachdem die brechbare Einrichtung zerbrochen und das starre Element von dem rohrförmigen Bereich getrennt worden ist.
- Das langgestreckte, allgemein starre Element weist außerdem einen konisch verjüngten Bereich zum Einsetzen in die Bohrung des rohrförmigen Bereichs nach dem Öffnen auf, um die Konstruktion wieder zu verschließen. Somit hat der erörterte brechbare Verschluß auch die Funktion eines brechbaren wiederverschließbaren Verschlusses.
- Es sind jedoch Ansätze vorgesehen, die von dem langgestreckten starren Element nach außen vorspringen, um das ungewollte vollständige Einführen des langgestreckten Elements in die Bohrung zu verhindern, da hierdurch das Entfernen des Elements zu einem späteren Zeitpunkt erschwert werden würde. Die Ansätze liegen an dem Ende des rohrförmigen Bereichs an, wenn das langgestreckte Element bis zu seiner vorgesehenen Tiefe eingesetzt ist, und verhindern ein weiteres Einführen.
- In der US-PS 4 294 247 wird ein anderer brechbarer wiederverschließbarer Verschluß für einen flexiblen Schlauch beschrieben.
- WO-91/11152 zeigt einen flexiblen Behälter mit einer Öffnung, die durch ein abbrechbares Ventil dicht verschlossen ist, das einen Handgriff mit Vorsprüngen hat, der beim Öffnen des Ventils durch Hin- und Herbewegen nach und nach in den Schlauch hinein "wandert", wobei die Vorsprünge mit der Innenfläche des Schlauchs in Reibungskontakt sind.
- EP-A-0 462 548 zeigt eine Verschlußeinrichtung aus einem Kunstharz, z. B. Polycarbnonat, PVC, Polystyrol oder Polyethylenterephthalat.
- Die US-PS 4 340 049 zeigt einen anderen brechbaren Verschluß in Form eines abbrechbaren Ventils, das zwei Teile aufweist, und zwar einen rohrförmigen Bereich mit einem geschlossenen Ende und einen langgestreckten, allgemein starren Handgriff, der abbrechbar an dem geschlossenen Ende angebracht ist. Der langgestreckte Handgriff hat Vorsprünge, die mit der Innenfläche des biegsamen Schlauchs in Reibungskontakt sind und verhindern, daß der langgestreckte Handgriff sich in eine geschlossene Position zurückbewegt, nachdem der langgestreckte Handgriff abgebrochen worden ist.
- Das Ventil kann im Zusammenhang mit Schläuchen und einem Kunststoffbehälter für eine Dialyselösung verwendet werden.
- Das Ventil wird geöffnet, indem der langgestreckte, allgemein starre Handgriff weggebrochen wird und der starre Handgriff in den Schlauch durch Hin- und Herbewegen, indem der Schlauch auf sich selbst rückwärts und vorwärts umgefaltet wird, eingeführt wird (d. h. "wandert"). Die Vorsprünge des starren abbrechbaren Handgriffs haben ausreichenden Reibungskontakt mit der Innenseite des Schlauchs, um sicherzustellen, daß der Handgriff sich nicht in Berührung mit dem rohrförmigen Bereich zurückbewegt und daß das Ventil geöffnet bleibt.
- Die Erfindung gibt einen verbesserten brechbaren Verschluß in einer Fluidbahn an. Zu diesem Zweck stellt die Erfindung einen brechbaren Verschluß in einer Fluidbahn bereit, die nach dem Brechen des Verschlusses einen größeren Durchflußquerschnitt hat.
- Die Erfindung erreicht dies durch Vorsehen einer Fluidbahn, die einen brechbaren Verschluß gemäß Anspruch 1 hat. Der Oberbegriff von Anspruch 1 basiert auf US-A-4 340 049, und die kennzeichnenden Merkmale der Erfindung sind im Kennzeichenteil von Anspruch 1 aufgeführt.
- Bei einer Ausführungsform gibt die Erfindung eine Fluidbahn an, die ein brechbares Verschlußelement hat, das ein rohrförmiges Hartkunststoff-Abdichtelement mit einem daran angebrachten langgestreckten Hartkunststoff-Langelement oder Schaft ist. Das Abdichtelement weist ein geschlossenes Ende auf, von dessen Außenseite der Schaft in Axialrichtung verläuft. Das Abdichtelement und der Schaft sind aus einem Nicht-Polyvinylchlorid-Material geformt.
- Bei einer Ausführungsform sieht die Erfindung vor, daß der Schaft Flügel aufweist, die Schrägflächen bzw. Schrägen haben, die von dem Schaft nach außen vorspringen. An der Basis des Schafts sind mehrere "Bogenstreben" vorgesehen, die von dem Schaft nach außen vorspringen. Diese Bogenstreben sind so ausgebildet, daß sie mit einer unteren inneren Rippe in einem Schlauch in Eingriff gelangen, in dem das brechbare Verschlußelement positioniert ist. Diese Bogenstreben sind so ausgebildet, daß sie mit der inneren Oberfläche des biegsamen Schlauchs in Reibungsberührung sind. Wenn der Schlauch von außen rückwärts und vorwärts auf sich selbst umgefaltet wird, bewegt sich der Schaft nur in einer Richtung, und die Ecken des vorderen Rands der Bogenstreben ebenso wie die untere innere Rippe verhindern, daß der Schaft sich in eine geschlossene Position zurückbewegt, nachdem der Schaft abgebrochen wurde.
- Bei einer Ausführungsform sind an dem Oberende des Schafts Schrägen vorgesehen, die von dem Schaft nach außen vorspringen. Diese Schrägen greifen an der inneren Oberfläche des Schlauchs vor dem Brechen nicht an, aber sobald der Schlauch gefaltet wird, gelangen die Schrägen in Reibungseingriff im Inneren eines Abschnitts oder einer Kammer des Schlauchs, die einen geringfügig kleineren Innendurchmesser hat. Diese Kammer weist außerdem eine zweite innere Rippe auf. Ein Falten des Schlauchs vorwärts und rückwärts bewirkt das Brechen des Schafts mit einem Klickgeräusch, und der Schaft bewegt sich in dem Schlauch nach oben, so daß er sich allmählich von dem rohrförmigen Bereich trennt.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der genauen Beschreibung der derzeit bevorzugten Ausführungsformen und aus den Zeichnungen.
- Fig. 1 zeigt ein Doppelblutbeutelsystem, bei dem die vorliegende Erfindung besonders nützlich ist;
- Fig. 2 zeigt als Perspektivansicht ein unzerbrochenes brechbares Verschlußelement;
- Fig. 3 ist eine Seitenansicht des brechbaren Verschlußelements von Fig. 2;
- Fig. 3A zeigt eine Einzelheit des brechbaren Verschlußelements von Fig. 3;
- Fig. 4 zeigt eine Endansicht des brechbaren Verschlußelements der Fig. 2 und 7;
- Fig. 5 zeigt im Längsschnitt ein Kanülengehäuse zur Verwendung mit dem brechbaren Verschlußelement der Fig. 2 bis 4;
- Fig. 6 zeigt im Längsschnitt eine Kanüle mit einem nichtaufgerissenen brechbaren Verschlußelement;
- Fig. 7 zeigt im Längsschnitt eine Kanüle mit einem aufgerissenen brechbaren Verschlußelement;
- Fig. 8 zeigt im Längsschnitt eine Y-förmige Kanüle mit einem nichtaufgerissenen brechbaren Verschlußelement;
- Fig. 9 zeigt im Längsschnitt eine Y-förmige Kanüle mit einem aufgerissenen brechbaren Verschlußelement.
- Gemäß der Erfindung ist ein brechbarer Verschluß für eine Fluidbahn vorgesehen, wobei ein brechbares Dichtelement in dichtendem Eingriff in einer Fluiddurchflußleitung befestigt ist und die Leitung zwei Halterippen aufweist. Das brechbare Verschlußelement kann ein rohrförmiges Dichtelement mit einem geschlossenen Ende und einem Schaft aufweisen, der an der Außenseite des geschlossenen Endes integral angebracht ist und davon in Axialrichtung verläuft.
- Das Dichtelement und der Schaft können integral aus einem Nicht-PVC-Material geformt sein, so daß das brechbare Dichtelement an der Fluiddurchflußleitung haftet, während diese erwärmt wird, beispielsweise während der Sterilisation der Leitung mittels Wärme. Außerdem kann der Schaft mit Flügeln versehen sein, die Schrägen und Bogenstreben haben, die so ausgebildet und angeordnet sind, daß bei einer Trennung des Schafts von dem Dichtelement eine untere Rippe im Inneren der Leitung mit den Bogenstreben in Eingriff gelangt, um den Schaft und das Dichtelement in voneinander getrennten Positionen zu halten, während gleichzeitig eine obere Rippe im Inneren der Leitung die Schrägen daran hindert, den Endbereich der Leitung zu blockieren.
- Fig. 1 zeigt ein Doppelblutbeutelsystem 20, bei dem die Erfindung besonders nützlich ist. Selbstverständlich ist das gezeigte System nur beispielhaft für die vielen Verwendungsmöglichkeiten der Erfindung.
- Bei dem Doppelblutbeutelsystem 20 von Fig. 1 enthält ein erster Beutel 22 ursprünglich eine Antikoagulanslösung, die von einem leeren Beutel 24 mit einer Leitung 28 getrennt ist, die einen biegsamen Polyvinylchlorid- bzw. PVC-Schlauch aufweist. Nach Sammeln von Vollblut in dem Beutel 22 durch den Spenderschlauch 26 wird das Doppelblutbeutelsystem mit hoher Geschwindigkeit gedreht, um die Blutzellen von dem Plasma zu trennen oder zum Absitzen zu bringen. Das Plasma wird dann mit einem Extraktor aus dem Sammelbeutel 22 in den zweiten Beutel 24 exprimiert, nachdem der brechbare Verschluß 40 aufgerissen worden ist.
- Eine biegsame Leitung bzw. ein Schlauch 28, beispielsweise aus PVC, ist zur Fluidverbindung zwischen den Beuteln 22 und 24 befestigt. In einem rohrförmigen Gehäuse 30, durch das der Schlauch 28 an dem Beutel 22 befestigt ist, ist ein brechbares Verschlußelement 40 positioniert, wodurch der brechbare Verschluß bzw. die brechbare Dichtung zwischen den beiden Beuteln 22 und 24 gebildet ist.
- Das brechbare Verschlußelement sitzt im Preßsitz im Inneren des rohrförmigen Gehäuses 30 in einer ausreichenden Tiefe, um ein Hochfrequenz-Verschweißen des rohrförmigen Gehäuses 30 mit den Folien des Beutels 22 zuzulassen, wobei jedoch das rohrförmige brechbare Verschlußelement 40 außerhalb des HF-Schweißbereichs angeordnet ist, so daß es an den Innenwänden des rohrförmigen Gehäuses 30 abdichtet, indem es damit während der Sterilisation mittels Wärme verschmolzen wird. Solche Schmelz- oder Hafteigenschaften sind beispielsweise in DE-A-3 238 836 beschrieben, deren gesamte Lehren hier summarisch eingeführt werden.
- Ursprünglich verhindert der brechbare Verschluß 40 eine Fluidverbindung zwischen den Beuteln 22 und 24. Wenn jedoch der Verschluß 40 ordnungsgemäß aufgerissen wird, wird eine Fluidverbindung zwischen den Beuteln 22 und 24 zugelassen. Bei Blutbeutelsystemen ist es besonders wichtig, eine zuverlässige Aufrechterhaltung des Durchflusses sicherzustellen, nachdem die brechbare Dichtung aufgerissen worden ist. Ferner ist es wichtig, die Drosselung des Blutdurchflusses in der Dichtung zu minimieren.
- Zu diesem Zweck ist ein brechbares Verschlußelement 40 vorgesehen, wie es in den Fig. 2 bis 4 gezeigt ist. Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 wird das brechbare Verschlußelement 40 nachstehend im einzelnen beschrieben.
- Wie gezeigt ist, umfaßt das brechbare Verschlußelement 40 ein rohrförmiges Dichtelement 42 und ein langgestrecktes, hartes Element bzw. einen Schaft 44, der davon ausgeht. Das rohrförmige Dichtelement 42 weist allgemein einen rohrförmigen Bereich auf, der ein geschlossenes Ende 46 hat, von dessen Außenseite der Schaft 44 in axialer Richtung verläuft.
- Durch Vor- und Zurückbiegen des Schafts 44 kann man den Schaft 44 entlang einer Bahn 47 an der Basis des zylindrischen Bereichs 43 aufreißen. Das ermöglicht die Trennung des Schafts 44 von dem geschlossenen Ende 46 des Dichtelements 42, so daß ein Durchfluß durch dieses zugelassen wird.
- Das Aufreißen des geschlossenen Endes 46 wird durch die Wahl eines harten Nicht-Polyvinylchlorid-Kunststoffs, beispielsweise Polycarbonat, leichter und zuverlässiger gemacht. Polycarbonat ist ein bevorzugtes Material, weil seine Härte und seine Dimensionen während der Sterilisation mittels Erhitzen unverändert bleiben.
- Das geschlossene Ende 46 des rohrförmigen Dichtelements 42 weist bevorzugt eine Dichtungsmembran 47 auf, deren Dicke, im Schnitt gesehen, von der Außenseite zur Innenseite des rohrförmigen Bereichs abnimmt. Die Membran ist so ausgebildet, daß das Aufreißen entlang dem dünnsten Bereich stattfindet, der der Bahn entspricht, die den Durchmesser des zylindrischen Bereichs 43 hat. Mit dieser Konstruktion wird das Aufreißen zwangsläufig entlang einem gegebenen Kreis lokalisiert, wo die Dicke der Membran 47 minimal ist.
- Die Wahl eines Polycarbonats als Kunststoffmaterial ergibt außerdem ein brechbares Verschlußelement 40 mit hoher mechanischer Festigkeit gegenüber einer Bewegung des Schafts 44 und erlaubt eine verringerte Größenbemessung des Schafts 44. Wie die Fig. 6 bis 9 zeigen, bildet der verringerte Durchmesser eines zentralen axialen Bereichs 54 des Schafts 44 einen recht freien ringförmigen Durchgang für Fluid zwischen dem Schaft 44 und einem Innendurchmesser des rohrförmigen Gehäuses 30. Bei der gezeigten Anwendung in Verbindung mit Blutbeuteln ist die Querschnittsfläche dieses Durchgangs mehr als das Zweifache der Querschnittsfläche bekannter Anordnungen.
- Wie ebenfalls in den Fig. 2 bis 4 zu sehen ist, weist der Schaft 44 bevorzugt vier Flügel 50 auf, die davon in Radialrichtung ausgehen und an deren äußersten Enden vier entsprechende Schrägen 52 ausgebildet sind. Diese Schrägen 52 dienen zum Reibungseingriff mit den Innenwänden 45 der zweiten Kammer 62 der Leitung; nachdem der brechbare Verschluß durch Vor- und Zurückbiegen des Schafts 44 abgebrochen worden ist.
- Während des Vor- und Zurückbiegens des Rohrs gelangen die Bogenstreben 58 in Eingriff mit der ersten inneren Rippe 51, während die Schrägen 52 gleichzeitig mit der verengten zweiten Kammer 62 in Eingriff gelangen. Das aufeinanderfolgende Vor- und Zurückbiegen bewegt den Schaft 44 von dem rohrförmigen Bereich 42 weg, indem der Schaft in dem Kanülengehäuse 30 "wandert" oder "kriecht". Die oberste innere Rippe 53 begrenzt die Bewegung des Schafts, so daß der Endbereich des Gehäuses 64, der mit dem Schlauch zusammengefügt ist, von den Schrägen 52 nicht blockiert wird. Die obere und die untere innere Rippe halten den Schaft 44 und das rohrförmige Dichtelement 42 voneinander im Abstand.
- Der Fortgang des Schafts 44 in Richtung zu der oberen inneren Rippe 53 durch aufeinanderfolgendes Biegen wird durch die Anwesenheit von vier Bogenstreben 58 erleichtert, die ebenfalls in Radialrichtung von dem Schaft 44 ausgehen. Diese Bogenstreben 58 sind mit Vorderkantenecken 59 ausgebildet, die so orientiert sind, daß sie das axiale Einführen des brechbaren Verschlußelements 40 in das Kanülengehäuse 30 sowie den Kriecheffekt während des Biegens erleichtern.
- Die vorstehende Konstruktion ist besonders in Fällen anwendbar, in denen während des Zusammendrückens der Beutel 22 und 24 der brechbare Verschluß unter günstigen und ungünstigen Durchflußrichtungen steht. Der Schaft 44 wird ungeachtet der Richtung, in der das Fluid strömt, von dem Dichtelement 42 getrennt gehalten.
- Fig. 5 zeigt im einzelnen das rohrförmige Gehäuse 30 von Fig. 1. Wie gezeigt, umfaßt das rohrförmige Gehäuse 30 drei miteinander verbundene und in Axialrichtung ausgefluchtete Kammern 60, 62 und 64. Die erste Kammer 60 ist ausgebildet, um in eine Öffnung im Rand des Verschlusses des Beutels 22, d. h. zwischen dessen Folien, zu passen und darin beispielsweise durch Hochfrequenz-Schweißen verschweißt zu werden. Sie enthält eine innere Rippe 51. Diese Rippe 51 ist ausgebildet, um nach Trennung des Schafts von dem rohrförmigen Dichtelement 42 mit den Vorderkantenecken 59 des Schafts 44 in Eingriff zu gelangen, wie beschrieben wurde.
- Die zweite Kammer 62 hat bevorzugt einen relativ kleinen Innendurchmesser in bezug auf den der ersten Kammer 60 und enthält eine weitere innere Rippe 53. Diese Rippe 53 ist ausgebildet, um den Fortgang des Schafts 44 zu begrenzen, wie bereits beschrieben wurde.
- Die dritte Kammer 64 hat gegenüber dem Innendurchmesser der zweiten Kammer 62 einen relativ kleineren Innendurchmesser sowie außerdem einen verringerten Außendurchmesser, so daß sie mit dem biegsamen Schlauch 28 zusammenpaßt. Der verringerte Innendurchmesser ist durch die zweite innere Rippe 53 davor geschützt, von den Schrägen 52 des Schafts 44 verstopft zu werden.
- Die erste und die zweite Kammer 60 und 62 sind mit solchen Längen ausgebildet, daß die Vorderkantenecken 59 des Schafts 44 nur und erst dann an der unteren inneren Rippe 51 angreifen, wenn der Schaft 44 von dem Dichtelement 42 getrennt worden ist. Außerdem sind die Längen so gewählt, daß dann, wenn die Bogenstreben 58 tatsächlich mit der Rippe 51 in Eingriff sind, der Schaft 44 in einem Abstand von dem Dichtelement 42 gehalten wird, um einen ausreichenden
Claims (12)
1. Fluidbahn, die einen brechbaren Verschluß hat und
folgendes aufweist:
ein im wesentlichen rohrförmiges Gehäuse (30), das eine
Kammer (60, 62, 64) hat, und ein brechbares Verschlußelement
(40), das in der Kammer (60) des rohrförmigen Gehäuses
befestigt ist, wobei das brechbare Verschlußelement
aufweist:
ein rohrförmiges Dichtelement (42), das in dichtendem
Eingriff mit dem Inneren der Kammer (60) befestigt ist und
ein geschlossenes Ende (46) mit einer reißfähigen Membran
(47) hat;
einen Schaft (44), der an der reißfähigen Membran (47)
des rohrförmigen Dichtelements (42) angebracht ist und davon
in Axialrichtung verläuft; und
eine Vielzahl Flügel (50), die von dem Schaft (44) in
Radialrichtung ausgehen, wobei jeder von wenigstens zwei der
Flügel eine an einer Extremität davon gebildete jeweilige
Schräge (52) hat, die ausgebildet ist, um an der Innenwand
des rohrförmigen Gehäuses (30) in Reibungseingriff zu
gelangen, wenn der Schaft (44) von dem rohrförmigen
Dichtelement (42) durch Aufreißen der Membran (47) getrennt wird,
um die Fluidbahn zu öffnen;
gekennzeichnet durch eine erste, zweite und dritte
Kammer (60, 62, 64), die entlang einer Achse ausgefluchtet
sind, wobei die erste Kammer (60) eine innere Rippe (51)
aufweist und das darin befestigte brechbare Dichtelement
hat, wobei das rohrförmige Element (42) in dichtendem
Eingriff mit dem Inneren der ersten Kammer (60) befestigt
ist, wobei die zweite Kammer (62) die erste und die dritte
Kammer (60, 64) miteinander verbindet und eine innere Rippe
(53) hat, das geschlossene Ende (46) des rohrförmigen
Dichtelements
(42) der zweiten Kammer (62) zugewandt ist, der
Schaft (44) in Richtung zu der zweiten Kammer (62) verläuft,
die Schrägen (52) ausgebildet sind, um mit den Innenwänden
der zweiten Kammer (62) in Reibungseingriff zu gelangen, und
das brechbare Verschlußelement (40) aus einem harten Nicht-
Polyvinylchlorid-Kunststoff besteht.
2. Fluidbahn nach Anspruch 1, wobei die reißfähige Membran
(47) des geschlossenen Endes (46) des rohrförmigen
Dichtelements (42) einen ringförmigen Rand aufweist, der
innerhalb eines Außenumfangs des rohrförmigen Dichtelements
angeordnet ist, um eine Bahn zu bilden, entlang der das
Reißen der Membran initiiert werden kann.
3. Fluidbahn nach Anspruch 1 oder 2, wobei das brechbare
Verschlußelement (40) mit der genannten Achse im
wesentlichen in Axialrichtung ausgefluchtet ist und das
geschlossene Ende (46) abnehmende Dicke hat, die von einem
außenseitigen Rand des brechbaren Verschlußelements (40) radial
in Richtung zu der Achse verläuft.
4. Fluidbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Schaft (44) aus dem harten Nicht-Polyvinylchlorid-
Kunststoff besteht und mit der Membran (47) des rohrförmigen
Dichtelements (42) integral geformt ist.
5. Fluidbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Nicht-Polyvinylchlorid-Kunststoff Polycarbonat ist.
6. Fluidbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Schaft (44) mit der genannten Achse im wesentlichen
axial ausgefluchtet ist und jeder Flügel von dem Schaft (44)
rechtwinklig zu der genannten Achse ausgeht.
7. Fluidbahn nach Anspruch 6, wobei jeder Flügel (50) an
einem Ende davon in einer Schräge (52) endet und an seinem
anderen Ende einen Ansatz (58) hat, der unter dem jeweiligen
rechten Winkel von der genannten Achse weg verläuft.
8. Fluidbahn nach Anspruch 7, wobei jeder Ansatz eine
Bogenstrebe ist.
9. Fluidbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das brechbare Verschlußelement (40) eine Vielzahl von
Bogenstreben (58) aufweist und jede Bogenstrebe an einer zweiten
Extremität eines jeweiligen Flügels (50) positioniert ist.
10. Fluidbahn nach Anspruch 8 oder 9, wobei die
Bogenstreben (58) ausgebildet sind, um mit der inneren Rippe (51)
der ersten Kammer (60) in Reibungseingriff zu sein.
11. Fluidbahn nach Anspruch 8, 9 oder 10, wobei jede
Bogenstrebe eine Vorderkante (59) aufweist, um die axiale
Einführung des brechbaren Verschlußelements (40) in das
rohrförmige Gehäuse (30) zu erleichtern.
12. Abgabesystem, das eine Fluidbahn nach einem der
vorhergehenden Ansprüche hat, wobei das System aufweist: zwei
Behälter (22, 24) und einen flexiblen Schlauch (28, 30), der
die beiden Behälter zur Herstellung einer Fluidverbindung
zwischen ihnen miteinander verbindet und das an einem
Behälter (22) befestigte, im wesentlichen rohrförmige Gehäuse
(30) aufweist.
Durchfluß durch die Aufreißöffnung in dem Dichtelement 42
sicherzustellen.
In den Fig. 6 und 7 ist das Aufreißen des brechbaren
Verschlußelements 40 gezeigt. Wie Fig. 6 zeigt, ist das
brechbare Verschlußelement 40 ursprünglich in einem geeigneten
rohrförmigen Gehäuse wie etwa dem gezeigten rohrförmigen
Gehäuse 30 befestigt, so daß das rohrförmige Dichtelement 42
abdichtend an dem Inneren der Wände der Kammer 60 befestigt
ist. Dieser Dichteingriff ergibt sich durch das Verschmelzen
oder Haften des Nicht-PVC-Dichtelements 42 mit dem
rohrförmigen PVC-Gehäuse 30 während der Sterilisation mittels
Wärme. Die Schrägen 52 des Schafts 44 haften nicht an dem
rohrförmigen Gehäuse, weil der Innendurchmesser der Kammer
60 ausreichend größer als der Gesamtdurchmesser der Schrägen
52 ist.
Nachdem der brechbare Verschluß 40 durch Vor- und
Zurückbiegen des Schafts 44 aufgerissen ist, wird der Schaft 44,
wie Fig. 7 zeigt, dazu gebracht, von dem Dichtelement 42 weg
zu "wandern" oder zu "kriechen", bis die Schrägen 52 in der
zweiten Kammer 62 festgelegt werden. Zu diesem Zeitpunkt
sind durch die Flügel 50 vier Kanäle gebildet, durch die
Flüssigkeit wie etwa Blutbestandteile fließen kann. Wie oben
erörtert wurde, ermöglicht die Verwendung eines Nicht-PVC-
Materials beim Formen des Schafts 44 die Ausbildung eines
zentralen Bereichs 54 mit verringertem Durchmesser, was
vergrößerte Durchflußkanäle durch die Flügel 50 ermöglicht.
Wie die Fig. 8 und 9 zeigen, kann ein brechbares
Verschlußelement wie etwa das brechbare Verschlußelement 40 auch in
einem Y-förmigen rohrförmigen Gehäuse 80 verwendet werden,
indem erforderliche Modifikationen vorgenommen werden.
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