DE69307690T2 - Implantierbare penis-prothese - Google Patents
Implantierbare penis-protheseInfo
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Description
- Diese Erfindung betrifft im allgemeinen das Gebiet der implantierbaren Prothesesysteme zum Überwinden der männlichen Erektionsimpotenz und im besonderen eine Penisprothese mit einer einzigartigen Aufblasventileinheit und gleichzeitig einer verbesserten Einrichtung zum Aufblasen und Entleeren dieser Prothese.
- Eine Anzahl von Vorrichtungen sind erhältlich, die es den an Erektionsimpotenz Leidenden ermöglichen, eine Erektion zu bekommen. Diese Vorrichtungen werden im allgemeinen in den Schwellkörper (Corpus cavernosum) des Penis implantiert. Normalerweise werden zwei derartige Vorrichtungen verwendet, von denen jeweils eine in jeden Schwellkörper implantiert wird. Allgemein gesagt weisen die Penisprothesen, die erhältlich oder beschrieben worden sind, ein Reservoir, eine Pumpe und eine Druckkammer auf Fluid wird mit der Pumpe aus dem Reservoir in die Druckkammer gepumpt, um eine Erektion zu erreichen. Beispiele dieser früheren Vorrichtungen sind diejenigen, die im US-Patent Nr. 3,853,122 von Strauch et. al., das eine externe Pumpe und einen einzelnen Rohr- und Ventilmechanismus beschreibt, und im US-Patent Nr. 3,954,102 von Buuck et al. offenbart, das eine Vorrichtung beschreibt, die im Hodensack angeordnet ist und manuell durch die Verwendung einer Bypass- Ventileinrichtung betätigt wird.
- Ein weiteres Beispiel der erhältlichen Vorrichtungen ist dasjenige, das im US-Patent Nr. 4,590,927 von Porter und Kuyaya offenbart ist. Dieses Patent betrifft eine einheitliche Penisprothese, die ein röhrenförmiges Gehäuse aufweist, das einen eine Pumpe umfassenden Fernabschnitt, einen Mittelabschnitt, der eine Druckkammer, die einen internen röhrenförmigen, im wesentlichen nicht-aufblähbaren Abschnitt und eine konzentrische röhrenförmige Hülse enthält, umfaßt, und einen Nahabschnitt umfaßt, der in seinem Inneren ein Fluidreservoir aufweist. Der nicht-aufblähbare Abschnitt der Druckkammer ist üblicherweise gekräuselt, so daß er sich in Richtung des Durchmessers ausdehnen kann. Die röhrenförmige Hülse kann den nicht-aufblähbaren Abschnitt elastisch in seinen schlaffen Zustand vorspannen. Ein Verbindungsgang stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Reservoir und der Pumpe her und ist fluidmäßig von der Druckkammer des Mittelabschnitts getrennt.
- In der US 5,010,882 von Polyak und Pugh ist eine implantierbare Penisprothese beschrieben, die einen einzigartigen Ablaßventilmechanismus verwendet, der eine verbesserte Einrichtung zum Rückführen der Prothese vom erigierten in den schlaffen Zustand vorsieht. In ihrer bevorzugten Ausführungsform ist die Prothese des Patentes von einem einheitlichen Typ, bei dem der Pumpenball, das Reservoir, die Druckkammer und Aufblas- und Ablaßventile in einer in sich geschlossenen Einheit vorliegen, die in den Schwellkörper eingesetzt wird.
- Obwohl einheitliche Penisprothesen-Vorrichtungen verschiedene Vorteile haben und großen Erfolg und Akzeptanz erreicht haben, sind einige Anwender noch auf Schwierigkeiten beim Aufblasen dieser Vorrichtungen gestoßen, insbesondere weil das Aufblasen oft das Zusammenquetschen der Spitze oder eines anderen Teiles des Penis erfordert, was unangenehm sein kann. Daher ist eine Vorrichtung sehr erwünscht, die es dem Anwender ermöglicht, das Aufblasen der Prothese schnell und wirksam, beispielsweise durch einfaches Zusammenquetschen des Hodensackes, zu bewirken, ohne auf die sichere, einfache und schnelle Vorrichtung zum Entleeren der Prothese zu verzichten, die dem einheitlichen Typ der Prothesen-Vorrichtung eigen ist, wie er beispielsweise in der US 5,010,882 beschrieben ist.
- Die US 5,010,882 bildet den Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Penisprothese gemäß Patentanspruch 1.
- Die Druckkammersektion umfaßt bevorzugt auch einen im wesentlichen nichtaufblähbaren röhrenförmigen Abschnitt und eine röhrenförmige Hülse, die konzentrisch mit diesem röhrenförmigen Abschnitt angeordnet ist; wobei dieser röhrenförmige Abschnitt von einem schlaffen in einen erigierten, steifen Zustand ausdehnbar ist, wenn sein Innenvolumen wesentlich gefüllt wird. Kanäle sind in der gesamten röhrenförmigen Hülse ausgebildet, so daß das Fluid während des Entleerens von der Druckkammer zurück in das Reservoir strömen kann.
- Der Fachbegriff "Fluid" bedeutet in der praktischen Ausführung dieser Erfindung "Flüssigkeit".
- Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer typischen erfindungsgemäßen Prothese in ihrem implantierten Zustand;
- Fig. 2 ist eine längsgeschnittene Ansicht einer bevorzugten erfindungsgemäßen implantierbaren Prothese;
- Fig. 3 ist eine quergeschnittene Ansicht entlang der Achse 2-2 der Prothese von Fig. 2;
- Fig. 4 ist eine vergrößerte längsgeschnittene Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Ablaßventils;
- Fig. 5 ist eine quergeschnittene Ansicht entlang der Achse 3-3 der Prothese von Fig. 2;
- Fig. 6 ist eine vergrößerte Schnittansicht der Aufblasventileinheit und des Reservoirs gemäß Fig. 2 mit eingehendem Verbindungsgang von dem Pumpenball;
- Fig. 7 ist eine längsgeschnittene Ansicht entlang der Achse 44 der Prothese von Fig. 2.
- Unter Bezugnahme auf die Zeichnung, in der in den verschiedenen Ansichten so weit wie möglich gleiche Bezugszeichen für gleiche Teile verwendet sind, ist in Fig. 1 eine nicht-einheitliche aufblasbare Penisprothesen-Vorrichtung 10 dargestellt. Sie umfaßt einen implantierbaren Zylinder oder röhrenförmiges Gehäuse 12 und einen Pumpenball 24, der in den Hodensack mit dem Zylinder 12 in Fluidverbindung stehend implantierbar ist. Normalerweise wird in jeden Schwellkörper ein Zylinder 12 implantiert, die dann beide mit dem Pumpenball 24 in Fluidverbindung stehen. Es ist jedoch möglich, nur einen Zylinder in einem Schwellkörper zu verwenden.
- Bei der durch Fig. 1 definierten Prothese besteht die Außenschicht der Vorrichtung 10 aus einem Material, das physiologisch inert oder biokompatibel ist. Ein Beispiel für ein derartiges Material ist Silikonkautschuk, jedoch kann jedes Material verwendet werden, von dem bekannt ist, daß es für in den Körper zu implantierende kunstliche Vorrichtungen geeignet ist.
- Der in Fig. 1 gezeigte Zylinder 12 umfaßt einen Nahabschnitt 14, einen Mittelabschnitt 16 und einen Fernabschnitt 18. In der in Fig. 2 gezeigten vergrößerten Schnittansicht der Vorrichtung 10 enthält der Nahabschnitt 14 ein Reservoir 50. Bequemerweise hat das Hinterende 28 eine sich leicht verjüngende Form. Eine in Fig. 1 gezeigte Hinterendenverlängerung 22, die bevorzugt von der in dem US-Patent 5,010,882 offenbarten Art ist, kann zum Verlangern der Vorrichtung 10 vorgesehen sein, falls erwünscht. Das Reservoir 50 enthält eine Reservoirkammer 52.
- Der in Fig. 1 gezeigte Fernabschnitt 18 umfaßt vorteilhafterweise ein Vorderende 20, das vorzugsweise im wesentlichen starr ist, so daß es gegen Krücken widerstandsfähig ist, wenn es in dem erigierten Zustand verwendet wird. Vorteilhafterweise ist das Ende 20 sowohl in dem erigierten als auch in dem schlaffen Zustand starr. Der in Fig. 1 gezeigte Pumpenball 24 ist typischerweise von dem manuell komprimierbaren Typ, wie beispielsweise in dem US-Patent 4,590,927 beschrieben. Eine Schlauchleitung (oder Schlauchleitungen) 26 ermöglicht es der Pumpe 24 wie in Fig. 1 gezeigt, mit dem Zylinder 12 (oder den Zylindern, falls zwei verwendet werden) in Fluidverbindung zu stehen.
- Wie in Fig. 2 gezeigt, enthält der Mittelabschnitt 16 eine Druckkammer 38. Dieser Mittelabschnitt ist in Längsrichtung des Zylinders 12 angeordnet, so daß er auch in Längsrichtung des Schwellkörpers mittig angeordnet ist. Die Außenschicht 32 des Mittelabschnitts 16 umfaßt bevorzugt einen gerippten Schlauch, der typisch aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material, wie beispielsweise Silikon, besteht. Ein in Fig. 3 gezeigter longitudinaler Verbindungsgang 78 ist konzentrisch in der Außenschicht 32 ausgebildet. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann der Verbindungsgang auch durch mehrfache Verbindungsgänge oder Kanäle 78A gebildet sein. Die Druckkammer 38 ist innerhalb dieses Verbindungsganges 78 angeordnet und umfaßt zwei Schichten, d. h. eine Innenschicht (oder Blase) 36 und eine im wesentlichen nicht-aufblähbare Schicht 34, die konzentrisch um die Innenschicht 36 angeordnet ist. Die nicht-autblähbare Schicht 34 kann die verschiedensten Formen haben, ist jedoch vorteilhafterweise aus einem röhrenförmigen Abschniff aus gewebtem Dacron-Material gebildet, wie beispielsweise einem Vaskulärgraftmaterial für Prothesen. In ähnlicher Weise kann auch die Innenschicht 36 die verschiedensten Formen haben, ist jedoch vorteilhafterweise aus einem röhrenförmigen Abschnitt aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material gebildet, wie beispielsweise Silikon. In dem Vorderende des Zylinders 12 ist vor der Druckkammer 38 ein Ablaßblock 30 angeordnet, der im folgenden an Hand von Fig. 4 näher beschrieben wird. Dieser Block steht, wie im folgenden auch beschrieben wird, mit dem Reservoir 50 über den Verbindungsgang 78 in Fluidverbindung.
- In der praktischen Ausführung dieser Erfindung ist der Verbindungsgang 78 wie gesagt longitudinal in Längsrichtung des Zylinder 12 zwischen dem Fernabschnitt 18 und dem Nahabschnitt 14 angeordnet und dient zum Fördern von Fluid während des Ablassens zurück zum Reservoir 50, wie im folgenden beschrieben wird.
- In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der Verbindungsgang 78 tatsächlich aus einer Reihe von Verbindungsgängen, wie in Fig. 3 deutlicher gezeigt ist. Diese Verbindungsgänge (78A) sind untereinander durch einen Auslaßringkanal 68 und einen in Fig. 6 gezeigten Reservoirringkanal 58 verbunden. Die die Verbindungsgänge 78A bildende gerippte Ausbildung der Außenschicht 32 ist in der praktischen Ausführung dieser Erfindung von besonderem Vorteil, da sie ein leichteres Dehnen des Mittelabschnittes ermöglicht, wenn der Zylinder 12 gebogen oder geschwenkt wird, was, wie später gezeigt wird, für die Betätigung der Vorrichtung wichtig ist. Mit anderen Worten dient die gerippte Form zum Unterstützen des Einnehmens eines schlaffen Zustandes, da es praktisch keinen Widerstand gegen ein Umfangsrückformen gibt, wenn die Vorrichtung 10 geschwenkt wird, um den schlaffen Zustand einzunehmen. Es ist außerdem herausgefunden worden, daß auf Grund der Tatsache, daß diese Ausführung sich mit einem Minimum an Kraft rückformt, die Spannung auf das Silikon des Außenschlauches bei einer Verbesserung der reibungsbedingten Verschleißzeit dieses Silikones verringert wird.
- Wie zuvor in US 5,010,882 in Betracht gezogen wurde, ist ein lästiges Problem bei den meisten Penisimplantaten ihr Versagen beim Wiedereinnehmen des schlaffen Zustandes mit einem Minimum an Aufwand und maximaler (oder fast maximaler) Sicherheit. Ein einzigartiges Merkmal der in US 5,010,882 beschriebenen Erfindung war ein Ablaßventil, das eine schnelle und sichere Vorrichtung (und Verfahren) zur Verfügung stellt, mittels derer der das Penisimplantat enthaltende Penis schnell und sicher vom erigierten zum erschlafften Zustand zurückkehren kann. In der vorliegenden Erfindung wird das Ablaßventil der US 5,010,882 mit leichten Änderungen für den in dem oben erwähnten Patent aufgeführten Zweck verwendet. Wie jedoch oben erklärt wurde, ist in der praktischen Ausführung der vorliegenden Erfindung dieses Ventil üblicherweise in dem Vorderende des Zylinders 12 angeordnet.
- Wie in Fig. 4 gezeigt arbeitet das Ablaßventil (des Ventilblockes 30) auf Basis einer Druckdifferenz. Ein Teller 82, der bevorzugt einen Kopf 74 und einen Schaft 72 aufweist, stößt dichtend an das Gehäuse 31 (wenn das Ventil in einer Schließstellung ist, die sein normaler Zustand ist). Der Tellerkopf 74 wird typischerweise mittels einer vorgespannten Feder 80 und zudem durch den Fluiddruck, der durch das Fluid in der Hinterkammer 86, die in ständiger Fluidverbindung mit der Druckkammer 38 steht, ausgeübt wird, in Dichtberührung mit dem Gehäuse 31 gehalten. Wenn die Prothesen-Vorrichtung entweder in dem schlaffen oder in dem erigierten Zustand ist, ist der Druck in der Vorderkammer 64 derselbe wie der in der Hinterkammer 86. Die Vorderkammer 64 und die Hinterkammer 86 stehen über ein Fluidwiderstandsmittel 88 in Fluidverbindung. Dieses sorgt für einen vorgegebenen zeitverzögerten Widerstand gegen die Fluidströmung in die und aus der Vorderkammer 64 und Hinterkammer 86. Dieses Element 88 kann von einem der verschiedenen im Fachgebiet bekannten Typen sein, ist aber typischerweise eines der Art, das einen labyrinthartigen Fluiddurchgang definiert, wie er beispielsweise durch eine Vielzahl von axial aneinandergereihten, perforierten Scheiben gebildet wird, die zum Bilden eines einschränkenden Pfades für die Fluidströmung ausgebildet sind.
- Ein wichtiges Merkmal des Ventiles des Blockes 30 ist eine bewegliche oder aufblähbare Trennwand 66, die bevorzugt in Gestalt eines Diaphragmas hergestellt ist; die Trennwand 66 liegt bevorzugt in Abstand zu und vor dem Tellerschaft 72 und ist so ausgebildet, daß sie auf den Tellerschaft trifft, wenn der Druck in der Vorderkammer 64 hoch genug ist. Falls dieser Druck ausreichend größer als der Druck in der Hinterkammer 86 ist, dessen benötigtes Ausmaß voreingestellt und vorbestimmt ist, wird die Trennwand 66 sich ausdehnen und mit einer Kraft auf den Tellerschaft treffen, die ausreicht, um die Dichtberührung des Tellerkopfes 74 mit dem Ventilsitz 84 zu brechen, wodurch das Ablaßventil geöffnet wird. Fluid kann aus der Druckkammer 38 in das Reservoir 50 über eine Fluidverbindungsleitung strömen, die aus der Mittelkammer 92, dem Auslaßloch 70, dem Auslaßringkanal 68, den longitudinalen Verbindungsgängen 78(A), dem Reservoirringkanal 58 und einem Einlaßloch 48 gebildet wird. Die Mittelkammer 92 ist, wie gezeigt, um den Tellerschaft herum in der Mitte zwischen Vorderkammer 64 und Hinterkammer 86 angeordnet.
- Fig. 3 stellt, wie gezeigt, eine quergeschnittene Ansicht entlang der Achse 2-2 aus Fig. 2 durch den Ablaßventilblock 30 dar. Diese Figur zeigt die relative Anordnung der gerippten Außenschicht 32 zu der Vielzahl von Verbindungsgängen, repräsentiert durch 78A. In dieser Figur ist die nicht-autblähbare Schicht 34 nicht gezeigt, auf die in Bezug auf die Druckkammer 38 verwiesen wurde und die sich bis in die Außenfläche des Gehäuses 31 des Ablaßventilblockes 30 hinein erstreckt und auf dieser befestigt ist. Sie erstreckt sich auch bis zur Außenfläche des in Fig. 6 gezeigten Aufblasblockes 42 und ist auch an diesem befestigt.
- Gemäß Fig. 2 ist ein einzigartiges Merkmal dieser Erfindung, nämlich eine Aufblaseinheit oder -block 42 an der Rückseite der Druckkammer 38 angeordnet. Dieser wird im folgenden an Hand von Fig. 6 genauer beschrieben. Der Aufblasblock 42 ist in dem oben erwähnten Nahabschnitt 18 angeordnet. Ein Pumpenball 24 ist getrennt von dem Zylinder 12, beispielsweise in dem Hodensack angeordnet. Falls gewünscht kann der Pumpenball 24 irgendwo anders im Körper, z. B. im Abdomen angeordnet sein, jedoch wird es bevorzugt, den Pumpenball 24 im Hodensack zu plazieren, da der Anwender die Pumpe leichter erreichen und bedienen kann. In dem Pumpenball 24 befindet sich eine Pumpenkammer 106. Wenn der Pumpenball 24 zusammengequetscht wird, wird das Fluid dieser Kammer in einen Schlauch-Verbindungsgang 104 gezwungen, der in einem Schlauch 26 ausgebildet ist. An dem vorderen Abschnitt des Pumpenballes 24 sitzt ein Adapter 62, dessen Funktion darin besteht, die Pumpenkammer 106 abzudecken und als Übergangsstuck zu dem Schlauch 26 zu dienen. Der Verbindungsgang 104 steht mit der Aufblaskammer 96 des Aufblasblockes 42 in Fluidverbindung.
- Wie in Fig. 6 gezeigt umfaßt der Aufblasblock 42 eine Autblaskammer 96, die um den Umfang eines Versteifungsteiles 44 angeordnet ist, das sich fast durch die gesamte Länge des Nahabschnittes 14 erstreckt. Vor einer derartigen Aufblaskammer ist ein vorderes Rückschlagventil als Teil des Blockes 42 plaziert, das eine Einfassung oder dünnwandige Hülse 94 aufweist, die sich in Abhängigkeit von dem Auftreten von Druckdifferenzverhältnissen öffnen oder schließen wird, d. h. wenn der Druck der Aufblaskammer 96 den der Druckkammer 38 überschreitet, wird sich die Einfassung 94 öffnen, da der positive Druck in der Kammer 96 die Hülse (Einfassung) 94 aufblähen und einen Verbindungsgang zwischen den Innenwänden der Einfassung und dem Versteifungsteil 44 erzeugen wird. Wenn der Druck der Kammer 38 größer als der Druck in der Kammer 96 ist, wird sich das Ventil schließen, d. h. der Überdruck in der Druckkammer 38 wird die vorderen Einfassungswände um das Versteifungsteil herum andrücken. Die Einfassung 94 ist in ihrem normalen Zustand, d. h. inaktiviert, geschlossen. Hinter der Aufblaskammer 96 ist ein hinteres Rückschlagventil plaziert, das auf eine Einfassung oder dünnwandige Hülse 46 Druck ausübt, die sich ebenfalls öffnet oder schließt, wenn sie Druckdifferenzverhältnissen ausgesetzt wird. Wie bei dem vorderen Rückschlagventil ist der normale Zustand des hinteren Rückschlagventils eine geschlossene Stellung. Es ist zu beachten, daß mit "geschlossen" gemeint ist, daß die Einfassungen gegen das Versteifungsteil 44 gedrückt sind, wodurch die Fluidströmung zwischen den Innenwänden dieser Einfassungen und dem Versteifungsteil verhindert wird. Die Druckdifferenzverhältnisse, die die Einfassung 46 aufblähen und dieses Ventil öffnen werden, treten auf, wenn der Fluiddruck in dem Reservoir 50 größer gleich dem der Aufblaskammer 96 ist. Dieses Ventil wird sich schließen, wenn der Fluiddruck der Aufblaskammer größer gleich dem des Reservoirs ist.
- Die Aufblaskammer 96 steht an einer Stelle zwischen dem vorderen Rückschlagventil, gebildet durch die Einfassung 94, und dem hinteren Rückschlagventil, gebildet durch die hintere Einfassung 46, mit der Pumpenkammer 106 über den Schlauch- Verbindungsgang 104 in Fluidverbindung. Direkt an die Rückseite der hinteren Einfassung 46 grenzen hintere Einfassungsverbindungsgänge 98 an, die mit der Reservoirkammer 52 des Reservoirs 50 über Verbindungsgänge 100 in Fluidverbindung stehen, die in einem Versteifungsteil-Flansch 102 angeordnet sind. Das Reservoir 50 ist wie gesagt rückwärtig in dem Nahabschnitt 14 plaziert. Der Versteifungsteil- Flansch 102 ist an einer mittleren Stelle in diesem Nahabschnitt zwischen den hinteren Einfassungsverbindungsgängen 98 und einem Einlaßloch 48 angeordnet, so daß das Versteifungsteil 44 in dem hinteren Teil des Zylinders gehalten wird. Eine Sprengscheibe 40 ist vor der Einfassung 94 angeordnet, die verhindert, daß ungewollt Fluid aus der Druckkammer 38 in die Aufblaskammer 96 durch das vordere Rückschlagventil leckt, wenn die Kammer 38 während des Geschlechtsverkehrs oder zum Bewirken des Entleerens gebogen wird. Die Sprengscheibe 40 definiert eine Steile, jenseits der die Kammer 38 und ein vorderer Bereich des Aufblasblockes 42 nicht gebogen werden können.
- Fig. 5 ist eine entlang der Achse 3-3 in Fig. 2 quergeschniffene Ansicht des rückwärtigen Abschnittes des Aufblasblockes 42 und stellt unter Betonung des Querschnittes die Stellung der Flansch-Verbindungsgänge 100 dar, die es dem Fluid ermöglicht, aus dem Reservoir 50 in die Aufblaskammer 96 zu strömen.
- Fig. 7 ist eine weitere, an der vorigen Stelle quergeschnittene Ansicht des Aufblasblockes 42 und stellt unter Betonung des Querschnittes die Stellung der vorderen Einfassungsverbindungsgänge 92 dar, die die Fluidströmung aus der Aufblaskammer 96 in die Druckkammer 38 zuläßt. Sowohl in Fig. 5 als auch in Fig. 7 sind die Verbindungsgänge 78A im Querschnitt gezeigt.
- Anfangs wird auf beliebige Weise eine ausreichende Menge an Fluid in die Vorrichtung 10 geladen, wie beispielsweise durch den Füll-Verbindungsgang 54, der unter Verwendung des Reservoirstopfens 56 geöffhet oder verschlossen wird. Dieses Verfahren wird in der US 4,590,927 beschrieben. Die Prothese wird in den Schwellkörper des Patienten unter Verwendung herkömmlicher Operationstechniken implantiert, die für die Implantation von Penisprothesen-Vorrichtungen gut bekannt sind. Hinterendenverlängerungen können zum Erzielen eines korrekten Sitzes verwendet werden.
- Die bevorzugte Ausführungsform dieser Erfindung arbeitet wie folgt:
- Zum Aufblasen der Zylinder dieser Erfindung nach der Implantation drückt der Anwender anfangs den manuell zusammendrückbaren Pumpenball 24 zusammen, der wie gesagt bevorzugt im Hodensack angeordnet ist. Das Zusammendrücken des Pumpenbaues 24 druckt in der Pumpenkammer 106 enthaltenes Fluid in den Verbindungsgang 104 und dann in die Aufblaskammer 96 des Aufblasblockes 42. Das Einströmen von Fluid in die Kammer 96 erhöht den Druck darin, wodurch ein Überdruck zwischen dieser Kammer und der vorne angrenzenden Druckkammer 38 erzeugt wird. Als Folge wird die vordere Einfassung oder Hülse 94 in die offene Stellung gezwungen, so daß Fluid in die Druckkammer 38 strömen kann. Gleichzeitig hält der Überdruck zwischen Aufblaskammer 96 und Reservoirkammer 54 die hintere Einfassung oder Hülse 54 geschlossen, so daß die Fluidübertragung von der Pumpe zum Reservoir verhindert wird. Wenn der Pumpenball 24 losgelassen wird, bewirkt der in der Pumpenkammer 106 und der Aufblaskammer 96 erzeugte Unterdruck oder Sog einen Überdruck zwischen dem Reservoir 50 und der Aufblaskammer 96. Dies zwingt dann die hintere Einfassung oder Hülse 46, sich auszudehnen und zu öffnen, wodurch die Fluidströmung aus dem Reservoir 50 zuruck in die Pumpe 24 ermöglicht wird. Die vordere Einfassung 94 schließt sich gleichzeitig, da der Druck in der Druckkammer 38 größer als der in der Aufblaskammer 96 ist, wodurch die vordere Einfassung 94 um das Versteifungsteil 44 herum angedruckt und das Ventil geschlossen gehalten wird. Wenn der Vorgang wiederholt wird, d.h. die Pumpe erneut zusammengequetscht wird, wird die Abfolge wiederholt, bei der das Fluid erneut von dem Reservoir durch den Pumpenball in die Aufblaskammer und dann in die Druckkammer strömt. Wiederholtes Zusammenquetschen und Loslassen des Pumpenballes wird wirksam zum Einströmen von Fluid in die Kammer bis zum vollen Aufblasen führen, so daß die Erektion erreicht ist.
- Es ist erwähnenswert, daß in der praktischen Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Abfolge der Fluidströmung von der Pumpe zur Druckkammer (durch die Aufblasblockkammer und das vordere Ventil oder Einfassung 94) geht; dann beim Loslassen des Pumpenballes, bei dem ein Unterdruck oder Sog entsteht, vom Reservoir zur Pumpe; und dann erneut von der Pumpe zur Druckkammer, bis vollständiges Aufblähen und Erektion auftritt.
- Um den schlaffen Zustand nach der Erektion wieder zu erhalten, muß ein Teil des Fluides von der Druckkammer 38 zuruck zum Reservoir 50 gebracht werden. Dies wird erfindungsgemäß über das Ventil des Ablaßblockes 30 getan, der in der praktischen Ausführung der Erfindung in dem (vorderen) Fernabschnitt der Vorrichtung 10 angeordnet ist. Das Ablaßventil 30 ist normalerweise in einem geschlossenen Zustand auf Grund der Kompressionskraft der Feder 80 und des Druckes in der Hinterkammer 86, wenn diese unter Druck steht. Der Fluiddruck in der Hinterkammer 86 und der Vorderkammer 64 des Ablaßventils 30 ist derselbe wie der in der Druckkammer 38, wenn die Vorrichtung 10 in einem schlaffen oder erigierten Zustand ist.
- Um die erfindungsgemäße implantierte Prothese nach dem Aufblähen zu Entleeren, biegt der Anwender anfangs den Penis an irgendeiner Stelle entlang der Druckkammer 38 auf- oder abwärts bis zu einem vorgegebenen Minimalwinkel oder etwas weiter, der typischerweise durch den Hersteller der Prothese festgelegt wird. Der Winkel kann beispielsweise für eine Betätigung auf 50-60º auf- oder abwärts von der Ausgangsebene gesetzt werden. Der genaue zu verwendende Winkel liegt jedoch in den Grenzen der Durchführbarkeit und der Anwenderannehmlichkeit. Wenn der Penis bis zum Ablaßwinkel gebogen wird, wird der Fluiddruck in der Druckkammer 38 und in der Hinterkammer 86 des Ablaßventils 30 erhöht, das in Fluidverbindung mit der Kammer 38 steht. Der Fluiddruck in der Vorderkammer 64 des Ablaßventils wird auch steigen und so groß wie der erhöhte Fluiddruck der Hinterkammer 86 und der Druckkammer 38 werden. Dies wird jedoch nach einer kurzen Zeitverzögerung geschehen, die durch den zeitverzögerten Durchgang von Fluid aus der Vorderkammer durch den Fluidwiderstand 88 in die Hinterkammer verursacht wird. Die für den Druckausgleich in der Kammer 38 und der Kammer 64 erforderliche Zeitverzögerung (die vorbestimmt werden kann) hängt von der Strömungskonfiguration des Fluidwiderstandes 88, von der Druckdifferenz zwischen der Vorder- und der Hinterkammer, kurz nachdem der Penis bis zum Ablaßwinkel gebogen worden ist, und von der Nachgiebigkeit der Vorderkammer 64 ab, d. h. der Leichtigkeit, mit der diese unter Druck expandieren wird. Der erhöhte Druck in der Vorderkammer wölbt (obwohl er so groß wie der in der Hinterkammer ist) die aufblähbare Trennwand oder Diaphragma 66 zu dem Tellerschaft 72 hin. Diese Wölbung ist direkt proportional zu dem Druck der Vorderkammer und zu dem Durchmesser des Diaphragmas und umgekehrt proportional zu der Dicke des Diaphragmas.
- Zu diesem Zeitpunkt wird jedoch die Dichtkompression des Tellerkopfes noch nicht beeinträchtigt, da die Drücke, obwohl sie in beiden Kammern erhöht sind, noch immer in all diesen Kammern dieselben sind.
- Nachdem die vorbestimmte Zeitverzögerung verstrichen ist, bringt der Anwender den Penis abrupt zurück in die gerade Stellung. (Nebenbei muß betont werden, daß die erwähnten "Zeitverzögerungen" im Sekundenbereich liegen, z. B. in der Größenordnung von 5-10 Sekunden). Wenn der Penis abrupt in die gerade Stellung zurückgebracht wird, kehrt der Fluiddruck in der Druckkammer 38 und der Hinterkammer 86 fast sofort auf den Ausgangspegel zurück (d. h. auf den Pegel, bevor der Penis bis zum Ablaßwinkel gebogen wurde). Der Fluiddruck in der Vorderkammer 64 wird jedoch nicht so schnell auf den Ausgangspegel zurückkehren, d. h. er wird für einige Zeit (erneut im Sekundenbereich) höher bleiben, da der Rückfluß von Fluid aus der Vorderkammer 64 in die Hinterkammer 86 erneut auf Grund des Fluidwiderstandes 88 zeitverzögert ist. Bis dies geschehen ist, gibt es somit eine Druckdifferenz zwischen der Vorderkammer und der Hinterkammer. Jetzt bewirkt der höhere Druck der Vorderkammer, daß die bereits gewölbte Trennwand oder Diaphragma 66 über den Tellerschaft 72 auf den Tellerkopf 74 schlägt. Dieser wird dadurch von seinem Dichtkontakt mit dem Ventilsitz 84 des Ventilgehäuses gestoßen, wodurch das Ablaßventil geöffnet wird. Das Ventil bleibt folglich solange offen, bis sich der Druck in der Kammer 38 und der in der Kammer 64 angeglichen haben. Solange das Ablaßventil 30 offen ist, strömt, wie zuvor beschrieben, Fluid aus der Druckkammer 38 zum Reservoir 50 (da dieses einen niedrigeren Druck hat, nachdem der erigierte Zustand hervorgerufen worden ist). Dies erfolgt durch die Verbindungsleitung, die aus der Mittelkammer 92, dem Auslaßloch 70, dem Auslaßringkanal 68, dem Fluiddurchgangskanal 72, dem Reservoirringkanal 58 und Einlaßlöchern 48 gebildet wird, in die Reservoirkammer.
- Es ist jedoch auch möglich, obwohl weniger wünschenswert, das erfindungsgemäße Ablaßventil zu betätigen und folglich die erfindungsgemäße Prothesen-Vorrichtung von dem erigierten in den schlaffen Zustand zu bringen, ohne den Penis bis zum Ablaßwinkel zu biegen. Dies könnte beispielsweise dadurch bewirkt werden, daß der Druck der Vorderkammer des Ablaßventils direkt erhöht wird, beispielsweise durch das Zuführen eines Druckfluides von einer äußeren Quelle, wie beispielsweise von einer implantierbaren zusammenquetschbaren Blase, die mit Fluid gefüllt und direkt über einen Schlauch oder andere geeignete Mittel mit der Vorderkammer verbunden ist. Auf diese Weise könnte die oben definierte Druckdifferenzabfolge noch innerhalb des Ventils auftreten. Dies könnte für diejenigen Anwender vorteilhaft sein, die beim Biegen oder Zusammenquetschen des Penis Schwierigkeiten haben.
- Es ist auch möglich, obwohl noch weniger wünschenswert, daß die Druckverhältnisse, unter denen sich das Ablaßventil öffnen wird, nicht erfordern, daß der Druck der Vorderkammer des Ventils größer als der der Hinterkammer ist. In dieser Ausführungsform kann derselbe oder der im wesentlichen gleiche Druck in der Hinterkammer mit ausreichender Kraft auf den Teller schlagen, damit das Ventil seine offene Stellung einnimmt, falls die Fläche der Wand der beweglichen oder aufblähbaren Trennwand ausreichend größer als die Fläche des Tellerkopfes ist. Dann wird dieselbe zeitverzögerte Abfolge weiter dazu dienen, die Drücke von der Hinterkammer zu der Vorderkammer zu verschieben. Da jedoch die ausgeübte Kraft proportional zu der Fläche der Trennwand wie auch zum Druck der Hinterkammer sein wird, muß dieser Druck nicht größer als der der Hinterkammer sein, damit die aufblähbare oder verschiebbare Trennwand mit so ausreichender Kraft auf den Teller schlägt, daß dessen Dichtkontakt mit dem Ventilgehäuse gebrochen wird.
- Es ist auch klar, daß an den Strukturen und Techniken, die hier beschrieben und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, Modifikationen und Variationen neben den hier besonders erwähnten vorgenommen werden können, ohne vom Konzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Claims (10)
1. Penisprothese (10) mit einem im wesentlichen röhrenförmigen, in einem
Schwellkörper des Penis implantierbaren Gehäuse (12) mit einem Nahabschnitt (14)
und einem Fernabschnitt (18), wobei das röhrenförmige Gehäuse aufweist:
- eine im wesentlichen röhrenförmige, nicht-aufblähbare Druckkammer (38) mit
einem im wesentlichen in der Mitte des Gehäuses ausgebildeten Innenraum,
wobei die Prothese von einem schlaffen in einen erigierten Zustand transformierbar
ist, wenn der Innenraum der Druckkammer im wesentlichen vollständig mit
einem Fluid gefüllt wird;
- ein ein Fluid enthaltendes Reservoir (50), das innerhalb des Nahabschnittes (14)
des Gehäuses ausgebildet ist; und
- ein Ablaßventil (30), das innerhalb des Fernabschnittes des Gehäuses und
angrenzend an die Druckkammer angeordnet ist,
wobei die Prothese außerdem einen Pumpenball (24) für eine von dem röhrenförmigen
Gehäuse getrennte Implantation aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine Aufblaseinheit (42) zwei Ventile aufweist, die longitudinal
aufeinanderfolgend angeordnet sind und Mittel zum Öffnen und Schließen unter
aufeinanderfolgend vorliegenden Druckdifferenzverhältnissen aufweisen, und zwischen der
Druckkammer und dem Reservoir angeordnet ist;
- der Pumpenball über einen Verbindungsgang (104), der an einer Stelle zwischen
den beiden Aufblasventilen der Aufblaseinheit in die Aufblaseinheit mündet, mit
der Aufblaseinheit in Fluidverbindung steht; und
- das Fluid, wenn der Pumpenball aufeinanderfolgend zusammengequetscht und
losgelassen wird, aus dem Pumpenball in die Druckkammer, aus dem Reservoir
zurück in den Pumpenball und wieder zurück in die Druckkammer strömen
wird, bis diese vollständig gefüllt ist, wodurch die Prothese den erigierten
Zustand einnimmt.
2. Penisprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel der
Aufblaseinheit eine normalerweise eng sitzende, aber aufblähbare Hülse (94, 46)
aufweist, die in einem geschlossen Zustand auf einem starren Abschnitt der
Aufblaseinheit zusammengedrückt werden wird, die es jedoch in einem offenen Zustand dem
Fluid ermöglicht, aus einer angrenzenden Kammer um diesen Abschnitt herum zu
strömen.
3. Penisprothese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckkammer aus einem Material besteht, das zusammengequetscht oder gebogen
werden kann, und daß der Pumpenball in dem Hodensack implantierbar ist.
4. Penisprothese nach einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das röhrenförmige Gehäuse einen Nahabschnitt (14), einen Fernabschnitt (18) und
einen Mittelabschnitt (16) aufweist, daß die Außenschicht (32) des Mittelabschnittes
eine gerippte Form hat, und daß die Druckkammer innerhalb des Mittelabschnittes
ausgebildet ist.
5. Penisprothese nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gerippte
Form der Außenschicht des Mittelabschnittes eine Reihe von Verbindungsgängen
oder Kanälen (78A) definiert, die eine Fluidströmung von dem Ablaßventil zum
Reservoir ermöglicht, und daß der Fernabschnitt im wesentlichen starr ist.
6. Penisprothese nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckkammer einen im wesentlichen nicht-aufblähbaren röhrenförmigen Abschnitt
(36) und eine zu dem röhrenförmigen Abschnitt konzentrische röhrenförmige Hülse
(34) aufweist, und daß die röhrenförmige Hülse Kanäle enthält, die während des
Entleerens die Fluidströmung von der Druckkammer zurück zum Reservoir ermöglichen.
7. Penisprothese (10) mit einem im wesentlichen röhrenförmigen, in einem
Schwellkörper des Penis implantierbaren Gehäuse (12) mit einem Nahabschnitt (14)
und einem Fernabschnitt (18), wobei das röhrenförmige Gehäuse aufweist:
- eine im wesentlichen röhrenförmige, nicht-aufblähbare Druckkammer (38) mit
einem im wesentlichen in der Mitte des Gehäuses ausgebildeten Innenraum,
wobei die Kammer von einem schlaffen in einen erigierten Zustand transformierbar
ist, wenn der Innenraum der Druckkammer im wesentlichen vollständig mit
einem Fluid gefüllt wird;
- ein ein Fluid enthältendes Reservoir (50), das innerhalb des Nahabschnittes (14)
des Gehäuses ausgebildet ist; und
- ein Ablaßventil (30), das innerhalb des Fernabschmttes des Gehäuses und
angrenzend an die Druckkammer angeordnet ist,
wobei die Prothese außerdem einen Pumpenball (24) für eine von dem röhrenförmigen
Gehäuse getrennte Implantation aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine Aufblaseinheit (42) zwischen der Druckkammer und dem Reservoir
angeordnet ist, zwei Ventile, die longitudinal aufeinanderfolgend angeordnet und so
ausgebildet sind, daß sie sich unter aufeinanderfolgend vorliegenden
Druckdifferenzverhältnissen öffnen und schließen, aufweist und außerdem eine
Aufblaskammer (96) umfaßt, die um den Umfang eines Versteifungsteiles (44), das sich
durch den größten Teil des Nahabschnittes erstreckt, angeordnet ist und die
beiden Ventile definiert, die ein vorderes Rückschlagventil, das aus einer
normalerweise eng auf dem Versteifungsteil sitzenden Hülse (94), die sich aufblähen
und somit öffnen wird, wenn der Druck der Aufblaskammer den der
Druckkammer übersteigt, und sich schließen wird, wenn der Druck der Druckkammer
den der Aufblaskammer übersteigt, besteht, und ein hinteres Rückschlagventil
umfassen, das aus einer unter normalen Bedingungen eng auf dem
Versteifungsteil sitzenden Hülse (46) besteht, die sich aufblähen und somit öffnen wird,
wenn der Druck des Reservoirs den der Aufblaskammer übersteigt, und sich
schließen wird, wenn der Druck der Autblaskammer größer gleich dem des
Reservoirs ist;
- der Pumpenball über einen Verbindungsgang (104), der an einer Stelle zwischen
den beiden Aufblasventilen der Aufblaseinheit in die Aufblaseinheit mündet, mit
der Autblaseinheit in Fluidverbindung steht; und
- das Fluid, wenn der Pumpenball aufeinanderfolgend zusammengequetscht und
losgelassen wird, aus dem Pumpenball in die Druckkammer, aus dem Reservoir
zurück in den Pumpenball und wieder zurück in die Druckkammer strömen
wird, bis diese vollständig gefüllt ist, wodurch die Prothese den erigierten
Zustand einnimmt.
8. Penisprothese nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaßventil
(30) mit der Druckkammer und dem Reservoir in Fluidverbindung steht und
Verschlußmittel zum Halten des Ventils in einem geschlossenen Zustand unter normalen
Bedingungen, Mittel (88) zum zeitlichen Verzögern des Fluidtransfer innerhalb des
Ventiles, wodurch ein Wechsel der internen Druckverhältnisse innerhälb des Ventiles
bewirkt wird, und eine bewegliche Trennwand (66) umfaßt, die innerhalb einer
aufblähbaren Kammer im Inneren des Ventiles angeordnet ist und als Folge dieses
Wechsels der internen Druckverhältnisse eine Kraft auf das Verschlußmittel ausüben kann,
die ausreicht, das Ventil in einen offenen Zustand zu bringen, der zum Bewirken des
Entleerens nötig ist.
9. Penisprothese nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaßventil
zum Zurückführen der Kammersektion aus dem erigierten in den schlaffen Zustand ein
Gehäuse (31) aufweist, in dem ausgebildet sind.
- ein Verschlußmittel mit einem Teller (82), der einen Kopf (74) und einen Schaft
(72) aufweist, und einem Mittel (80) zum Ausüben einer Kraft auf den
Tellerkopf, so daß diese unter normalen Bedingungen dessen Dichtkante in
Dichtkontakt mit der inneren Oberfläche des Gehäuses hält,
- wobei der Tellerkopf in einer Fluid enthaltenden Kammer (64) angeordnet ist,
die mit der Druckkammer in Fluidverbindung steht, wobei der Fluiddruck in
dieser Kammer und das Mittel zum Ausüben einer Kraft auf den Tellerkopf das
Verschlußmittel und somit den Ventilmechanismus in einem geschlossenen
Zustand halten;
- eine bewegliche Trennwand (66), die auf den Teller schlagen kann; und
- eine weitere aufblähbare Kammer (86), die an die Trennwand angrenzt und mit
der um den Tellerkopf angeordneten Kammer (64) über Mittel (88) in
Fluidverbindung steht, die den Fluidtransfer zwischen diesen Kammern zeitlich
verzögern, wobei unter vorkalibrierten Druckverhältnissen der Fluiddruck in
dieser weiteren Kammer die Trennwand aufblähen wird, so daß diese eine Kraft
auf den Teller ausübt, die ausreicht, den Dichtkontakt des Tellerkopfes mit dem
Gehäuse zu brechen, so daß der Ventilmechanismus in einen offenen Zustand
gebracht wird, wodurch Fluid aus der röhrenförmigen Druckkammer in die um
den Tellerkopf angeordnete Kammer und dann in das Fluidreservoir strömen
wird, so daß die röhrenförmige Kammersektion entleert und in ihren schlaffen
Zustand zurückgebracht wird.
10. Penisprothese nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (88),
die den Fluidtransfer zwischen der um den Tellerkopf angeordneten Kammer und der
weiteren Kammer, die angrenzend an die aufblähbare Trennwand angeordnet ist,
zeitlich verzögern, Fluidwiderstandsmittel aufweisen, daß die aufblähbare Trennwand ein
aufblähbares Diaphragma ist, und daß der Pumpenball in dem Hodensack implantiert
ist.
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