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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein kontinuierliches Verfahren zur Halogenierung von Elastomeren, bei
dem man in eine Lösung
eines ungesättigten
Elastomers in einem organischen Lösungsmittel ein Halogenierungsmittel
einspeist, das Halogenierungsmittel in einen kontinuierlichen Strom
der Elastomerlösung
einmischt, wodurch das Halogenierungsmittel aufgelöst wird
und mit dem Elastomer im kontinuierlichen Strom reagiert.
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Bei den bekannten Verfahren zur Halogenierung
von Elastomeren ist das Einmischen und Verteilen von gasförmigem oder
flüssigem
Halogen in einer hochviskosen Elastomerlösung erforderlich. Dies geschieht üblicherweise
in einem so genannten diskontinuierlichen Verfahren, bei dem zum
Rühren
der viskosen Masse eine beträchtliche
Energiemenge verbraucht wird. Zur Vermeidung von hohen örtlichen
Halogenkonzentrationen erfolgt die Zugabe sehr langsam, was eine
niedrige Produktivität
und den kontinuierlichen Verbrauch von Mischenergie bedeutet. Trotz
der Zuhilfenahme verschiedener technischer Hilfsmittel leidet die
Produktqualität unter
der inhomogenen Disergierung des Halogens in der gesamten gerührten Masse.
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Zur Vermeidung bestimmter Nachteile
des oben genannten diskontinuierlichen Verfahrens ist bereits ein
kontinuierliches Verfahren zur Halogenierung von hochviskosen Lösungen vorgeschlagen
worden.
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Der US-PS 3,966,692 ist ein Verfahren
zur Halogenierung von Elastomerlösungen
mit hoher Viskosität (1500
bis 6000 cP), die man so durch ein Rohr strömen lässt, dass die Reynolds-Zahl
weniger als 100 beträgt, zu
entnehmen. Das Verfahren wird unter Druck durchgeführt, wodurch
die Auflösung
des Halogens unterstützt und
die Bildung von Gasblasen, die den laminaren Charakter der Strömung beeinträchtigen
würden,
vermieden werden soll.
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Es wurde nun überraschend gefunden, dass
die Verwendung eines Stroms einer Elastomerlösung mit geringerer Viskosität, beispielsweise < 1000 cP, den man
in turbulenter Bewegung hält
und wobei man Strömungsumkehrphänomene vermeidet,
die Verbesserung der Dispergierung und Diffusion des Halogens ermöglicht,
wobei hohe örtliche
Halogenkonzentrationen, die zu merklichem Abbau der Elastomerkette
führen,
vermieden werden.
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Die
US
2,964,489 beschreibt ein Verfahren zum Chlorieren von Butylkautschuk,
wobei erwähnt
ist, dass das Verfahren stapelweise oder kontinuierlich durchgeführt werden
kann. Als Beispiel wird ein stapelweises Verfahren angeführt, mit
dem ein zufrieden stellender Abbau des Elastomers erreicht wird.
Die Effizienz dieses Verfahrens ist jedoch nicht zufrieden stellend.
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Demgemäß liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der
US 2,964,489 ein effizienteres Verfahren
zur Herstellung von halogenierten Elastomeren mit einem Abbau, der
mindestens vergleichbar ist mit demjenigen, der in der
US 2,964,489 erreicht wird, zu schaffen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird diese Aufgabe durch ein kontinuierliches Verfahren gemäß Anspruch
1 gelöst.
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe durch
die Verwendung eines Rohrreaktors gemäß Anspruch 15 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben.
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Das kontinuierliche Verfahren der
vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der kontinuierliche
Strom der Elastomerlösung
in turbulenter Bewegung gehalten wird, ohne dass im Lauf der Reaktion zwischen
dem Halogenierungsmittel und dem Elastomer Strömungsumkehrphänomene auftreten.
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In dem Rohrreaktor, der zur Durchführung des
oben genannten Verfahrens eingesetzt wird, wird die turbulente Bewegung
der Lösung
durch mechanische Mittel unterstützt,
die eine Turbulenz hervorrufen, wobei diese Mittel statisch oder
dynamisch sein können,
zum Beispiel Raschig-Ringe, die in den Reaktor eingefügt sind,
in dem die organische Lösung
des Elastomers in kontinuierlichem Fluss gehalten wird.
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Zweckmäßig setzt man der Elastomerlösung zur
Unterstützung
der Dispergierung des Halogens, Verstärkung der Turbulenz und Verringerung
der örtlichen
Halogenierungsmittelkonzentrationen und der so gebildeten Halogenwasserstoffsäure ein
Inertgas zu.
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Die Zugabe des Halogenierungsmittels
zum kontinuierlichen Strom der Elastomerlösung erfolgt aufgrund der unter
den Betriebsbedingungen hohen Reaktionsgeschwindigkeit unter Normaldruck.
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Weitere vorteilhafte Merkmale der
vorliegenden Erfindung gehen aus den Ansprüchen hervor, auf die hiermit
ausdrücklich
Bezug genommen wird.
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Mit Hilfe des erfindunsgemäßen Verfahrens
wird die örtliche
Konzentration des Halogens verringert und dessen Verteilung und
Diffusion verstärkt,
was ein homogeneres und gleichbleibenderes halogeniertes Produkt
ergibt. Ein örtlicher
Halogenüberschuß wird vermieden
und der Abbau der Elastomerkette behindert. Nach der Halogenierung
variiert die Viskosität
der Lösung
nur unwesentlich. Die Gegenwart von Inertgas unterstützt die
Abgabe der gebildeten Halogenwasserstoffsäure.
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Die vorliegende Erfindung wird im
folgenden anhand der beigefügten
beispielhaften Zeichnung, in der die einzige Figur eine schematische
Ansicht einer Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
zeigt, ausführlich
beschrieben.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Halogenierung
der Elastomere, die als Ganzes durch die Bezugszahl 10 bezeichnet
ist, soll entweder mit einem gasförmigen Halogenierungsmittel,
wie z. B. Chlor, das durch eine Speiseleitung 11.1 eingespeist
wird, oder alternativ dazu mit einem flüssigen Halogenierungsmittel, wie
z. B. Brom, das durch eine Speiseleitung 11.2 eingespeist
wird, betrieben werden. Die Bezugszahlen 12.1 und 12.2 bezeichnen
die Leitungen für
die Einspeisung der Mittel zur Verdünnung der Halogenierungsmittel: eines
Inertgases für
Chlor und für
Brom (Leitung 12.1) und eines organischen Lösungsmittels
für Brom
(Leitung 12.2). Die Bezugszahl 13 bezeichnet eine
Leitung zur Einspeisung einer Lösung
eines ungesättigten
Elastomers in einem organischen Lösungsmittel.
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Die organische Lösung des zu halogenierenden
ungesättigten
Elastomers fließt
in einer rohrförmigen Säule 14,
die einen Reaktor darstellt, in dem mehrere Raschig-Ringe 15 oder ähnliche
statische oder dynamische Mittel zur Förderung der Turbulenz eingebaut
sind, nach oben.
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Die Einspeisung des gasförmigen Halogens
in den Säulenreaktor 14 erfolgt über die
Verteiler 16, die sich in bezug auf die Strömungsrichtung
der Elastomerlösung
unmittelbar vor jeder Schüttung
aus Raschig-Ringen befinden. Der gasförmige Halogenstrom wird über mehrere
Verteiler 16 unterteilt, wodurch die in den Reaktor 14 eingespeiste örtliche
Halogenmenge verdünnt
wird.
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Alternativ dazu speist man den gasförmigen Halogenstrom
mit Hilfe eines einzigen Verteilers 16 in den Reaktor 14 ein.
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Durch die Wahl des Verteilers bzw.
der Verteiler 16 für
die Einspeisung des gasförmigen
Halogens in den Säulenreaktor 14 von
dessen Boden zu dessen Kopf verändert
sich die Vezweilzeit der Elastomerlösung im Reaktor vor der Entgasung.
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Der Strom des gasförmigen Halogens
kann, wie oben bereits erwähnt,
mit einem Inertgas, wie z. B. Stickstoff, verdünnt werden. In diesem Fall
ergibt sich im Reaktor 14 eine größere Turbulenz, durch die die
Dispergierung des Halogens unterstützt wird.
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Die Bezugszahl 17 bezeichnet
einen Temperaturregler, der die Einstellung des Reaktors 14 auf
die gewünschte
Temperatur gestattet, wodurch die Viskosität der Lösung, die Diffusion des Gases
in der Lösung
und die Reaktionsgeschwindigkeit konstant gehalten werden. Dies
trägt wesentlich
dazu bei, ein zeitlich einheitliches und gleichbleibendes Produkt
zu erhalten.
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Es ist nicht erforderlich, das System
unter Überdruck
zu halten, was das Entgasen beim Austritt aus dem Reaktor 14 vereinfacht.
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Die Bezugszahl 18 bezeichnet
die Austragsleitung für
die aus dem Reaktor 14 austretenden Gase, die Bezugszahl 19 die
Austragsleitung für
die beim Austritt aus dem Reaktor erhaltene Lösung des halogenierten Elastomers.
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Wie bereits erwähnt, eignet sich die Vorrichtung 10 auch
für die
Verwendung eines flüssigen
Halogenierungsmittels, wie z. B. Brom (Speiseleitung 11.2).
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In diesem Fall ist es bevorzugt,
die Dispersion des Halogens in der Elastomerlösung dadurch zu unterstützen, daß man das
Brom zunächst
(Speiseleitung 12.2) mit Hilfe des Mischers 11.3 mit
einem geeigneten Lösungs mittel
verdünnt
und dieses Gemisch in bezug auf die Strömungsrichtung der Elastomerlösung vor
jeder Schüttung
aus Raschig-Ringen 15 in den Reaktor 14 oder in
einen geeigneten Mischer 13.1 unmittelbar vor dem Reaktor 14 einspeist.
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Es ergibt sich sofort Turbulenz,
wodurch eine hervorragende Dispergierung des Broms in der Elastomerlösung erreicht
wird. Die Turbulenz kann durch Einspeisung von Inertgas in den Reaktor 14 über die
Verteiler 16 noch verstärkt
werden.
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Ferner werden in der einzigen Figur
der beigefügten
Zeichnung die folgenden Bezugszeichen verwendet:
- – FRC: Durchflußmesser
- – TR:
Temperaturschreiber
- – TI:
Temperaturanzeiger
- – PI:
Druckanzeiger.
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Zwar kann man das erfindungsgemäße Verfahren
mit jedem beliebigen Elastomer, das mit Halogenen reagieren kann
und sich in einem inerten organischen Lösungsmittel dispergieren läßt, durchführen, jedoch
ist das Verfahren in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
auf die Halogenierung von Butylkautschuk mit Chlor oder mit Brom
anwendbar. Dieser Kautschuk ist in Hexan sehr gut löslich, jedoch
kommen für
den gleichen Zweck auch viele andere Lösungsmittel in Betracht. Der
Einfachheit halber behandelt der folgende Text die Chlorierung oder
Bromierung von in Hexan gelöstem
Butylkautschuk.
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Zwecks höherer Leistungsfähigkeit
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist es vorteilhaft, daß die
Viskosität
des in Hexan gelösten
Butylkautschuks nicht mehr als 1000 cP beträgt und bevorzugt zwischen 100 und
500 cP liegt. Dies ist mit Butylkautschuk-Konzentrationen in der
Größenordnung
von 10% in Hexan leicht zu erreichen. Da die Viskosität der Polymerlösungen bei
gegebener Temperatur sowohl vom Molekulargewicht als auch von der
Konzentration abhängig
ist, muß man
bei der Variation der Butylkautschuk-Qualitäten die Konzentration so einstellen,
daß man
eine geeignete Viskosität
erhält.
Wird die Viskosität
zu stark verringert, so verbessern sich zwar die Turbulenz und die
Dispergierung und die Diffusion des Halogens, aber die Produktivität sinkt.
Eine zu starke Erhöhung
der Viskosität
hat die entgegengesetzte Wirkung. Bei der Halogenierung von Butylkautschuk
mit Chlor oder Brom sollte man eine Temperatur zwischen 10 und 40°C einhalten.
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Die zur Reaktion mit der Ungesättigtheit
des Butylkautschuks eingespeiste Halogenmenge ist zum Ungesättigtheitsgrad
proportional. Unter Berücksichtigung
der Gleichung:
worin
X = Gewichtsprozent
(Gew.-%) Halogen im halogenierten Polymer;
L = Molprozent (Mol-%)
Diolefin im Butylkautschuk;
M1 = Molekulargewicht des Olefins
im Butylkautschuk;
M2 = Molekulargewicht des Diolefins im Butylkautschuk
und
M3 = Molekulargewicht des Halogens,
und der Tatsache,
daß der
Halogengehalt für
technische Anwendungen von 0,5% bis X variiert, muß man, bezogen
auf das Elastomer, das Doppelte dieser Menge an Halogen einspeisen.
Größere Halogenmengen
sind nicht anzuraten, da sie bekanntlich zum Abbau des Produkts
führen.
Bei Chlor als Halogen darf das chlorierte Elastomer außerdem pro
Doppelbindung des Elastomers nicht mehr als ein Chloratom enthalten.
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Wie bereits erwähnt, kann man das Halogen über einen
einzigen Verteiler 16 oder mehrere, in verschiedenen Höhen in der
Säule 14 angeordnete
Verteiler 16 einspeisen. In letzterem Fall werden örtlich erhöhte Halogenkonzentrationen
vermieden, was zu einem qualitativ höherwertigen Produkt führt. Am
besten wird die Dispergierung des Halogens durch Verdünnen unterstützt. Bei
Verwendung von Chlor verdünnt
man dieses bevorzugt mit einem Inertgas, wie z. B. Stickstoff oder
je nach Bedarf anderen Inertgasen. Das Verhältnis von Inertgas zu Chlor
kann beliebig variiert werden, solange man berücksichtigt, daß eine Erhöhung das
Verhältnisses
zwar die Turbulenz, die Dispergierung des Halogens und die Entgasung
unterstützt,
dabei aber gleichzeitig der Verbrauch steigt und die Abmessungen
größer werden.
Ein Volumenverhältnis
von Stickstoff zu Chlor von etwa 4 oder 5 erwies sich als hervorragender
Kompromiß.
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Bei Verwendung eines flüssigen Halogens,
wie z. B. Brom, kann man das Halogen in der Ungesättigtheit
des Elastomers entsprechenden Mengen einsetzen. Zur Verbesserung
der Dispergierung führt
man zweckmäßig eine
Vorverdünnung
mit unterschiedlichen Mengen eines Lösungsmittels, bevorzugt des
gleichen Lösungsmittels,
das auch zur Verdünnung
des Elastomers verwendet wird, durch. Eine Verdünnung von 10% ist möglicherweise
optimal, stellt jedoch offensichtlich keine Einschränkung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
dar.
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Diese Verdünnung kann mittels jeder eine
gute Mischung ergebenden Einrichtung erfolgen, beispielsweise mit
einem statischen Mischer 11.3.
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Die Zugabe des so verdünnten Broms
kann an einer oder mehreren Stellen des Säulenreaktors 14 oder
in bezug auf die Strömungsrichtung
der Elastomerlösung
unmittelbar vor diesem in einen geeigneten Mischer, wie z. B. den
Mischer 13.1, erfolgen. Zur Unterstützung von Turbulenz, Dispergierung
und Entgasung speist man zweckmäßig über die
Verteiler 16 zusätzlich
noch ein Inertgas ein.
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Die zur Vervollständigung der Halogenierungs
reaktion erforderliche Zeit hängt
von der Temperatur, von der Art und Konzentration des Elastomers
und vom Halogen ab. Man kann die Vervollständigung der Reaktion jedoch
durch Variation der Länge
der Reaktionssäule 14 erreichen.
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Es wurde festgestellt, daß bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren,
das die Dispergierung und die Diffusion des Halogens unterstützt, eine
Verweilzeit in der Reaktionssäule
von nur etwa 30 Sekunden möglicherweise
schon ausreicht und in der Regel eine Zeit von etwa 120 Sekunden
geeignet ist.
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Durch die Gegenwart eines Inertgases
und die Tatsache, daß das
Verfahren bei Normaldruck durchgeführt wird, wird die schließliche Entgasung,
bei der die gebildete Chlorwasseratoffsäure oder Bromwasserstoffsäure und
jegliches nichtumgesetztes Halogen entfernt werden, unterstützt, wobei
mögliche
unerwünschte
Folgehalogenierungen vor dem Waschen des halogenierten Kautschuks
vermieden werden.
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Nach der Entgasung kann eine Wäsche mit
Wasser schon zur Entferung aller Spuren von Säure und nicht-umgesetztem Halogen
ausreichen. Eine schließliche
Wäsche
mit einer alkalischen Lösung
ist jedoch empfehlenswert. In diesem Fall wird der Verbrauch der
Neutralisationslösung
stark herabgesetzt.
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Unter den verschiedenen Verfahren
zur Entfernung des organischen Lösungsmittels
aus dem halogenierten Kautschuk ist angesichts der geringen Viskosität und Konzentration
der Lösung
das Verfahren der Verdampfung und Abtrennung des Lösungsmittels
durch Einleiten der Lösung
in gerührtes
heißes
Wasser bevorzugt.
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Beispiele für die Ausführung der
Erfindung
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Die folgenden Beispiele dienen zur
näheren
Erläuterung
der Erfindung.
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Beispiel Nr. 1
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Die Umsetzung von Chlor mit einer
Butylkautschuk-Lösung erfolgte
in der Vorrichtung 10.
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Der Reaktor 14 war aus Glas
und bestand aus rohrförmigen
Einheiten, die zu einer Säule übereinander
angeordnet waren. Jede Einheit besaß einen Innendurchmesser von
20 mm und eine Höhe
von 150 mm und war mit einem Verteiler 16 und einer Schicht
aus gläsernen
Raschig-Ringen 15 mit den Abmessungen 5 × 5 mm versehen.
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Zur Durchführung der nachfolgend beschriebenen
Versuche wurden drei rohrförmige
Elemente verwendet, die zum rohrförmigen Säulenreaktor 14 übereinander
angeordnet waren. Die Verteiler 16 bestanden aus G4-Glasfritten.
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Der verwendete Butylkautschuk besaß ein viskosimetrisch
bestimmtes Molekulargewicht von etwa 500.000 und eine Ungesättigtheit
von 2,3%.
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In den Boden des Reaktores 14 wurde
eine 12,3ige Lösung
von Butylkautschuk in Hexan mit einer Viskosität von 450 cP und einer Temperatur
von 30°C
mit einer Zufuhrgeschwindigkeit von 4 l/h eingespeist.
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Das Chlor wurde nach vorheriger Verdünnung mit
Stickstoff nur vom in bezug auf die Strömungssrichtung der Elastomerlösung ersten
Verteiler 16 aus eingespeist.
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Dabei betrugen die Zufuhrgeschwindigkeiten
2,5 Nl/h Chlor bzw. 12 Nl/h Stickstoff.
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Unter diesen Bedingungen entwickelte
sich im Reaktor 14 starke Turbulenz. Bei den genannten
Zufuhrgeschwindigkeiten betrug die Verweilzeit der Hexanlösung im
Reaktor 14 vor der Entgasung 2 Minuten.
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Der erhaltene Kautschuk besaß einen
Chlorgehalt von 1,15%, während
sich das viskosimetrisch bestimmte Molekulargewicht um 2,2% verringert
hatte.
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Beispiel Nr. 2
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Es wurde analog Beispiel 1 verfahren,
jedoch wurde das gleiche Gasgemisch in zwei gleichen Teilen gleichzeitig
vom in bezug auf die Strömungsrichtung
der Elastomerlösung
ersten und zweiten Verteiler 16 des Reaktors 14 aus
eingespeist.
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Der erhaltene Kautschuk zeigte keine
Verringerung des Molekulargewichts, während der Chlorgehalt 1,2%
betrug.
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Beispiel Nr. 3
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Der verwendete Kautschuk besaß ein viskasimetrisch
bestimmtes Molekulargewicht von etwa 390.000 und eine Ungesättigtheit
von 2%.
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Eine 11,3%ige Lösung wurde hergestellt und
bei 25°C
mit einer Zufuhrgeschwindigkeit von 6 l/h in den Reaktor 14 eingespeist.
Unter diesen Bedingungen betrug die Viskosität der Lösung 340 cP.
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Das Gasgemisch wurde durch Verdünnen von
3 Nl/h Chlor mit 3 Nl/h Stickstoff erhalten und vom in bezug auf
die Strömungsrichtung
der Elastamerlösuag
dritten Verteiler 16 aus eingespeist.
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Unter diesen Bedingungen betrug die
Verweilzeit in der Reaktionszone der Säule 14 vor der Entgasung
30 Sekunden.
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Der erhaltene Kautschuk besaß einen
Chlorgehalt von 1,10%, und das Molekulargewicht zeigte eine Verringerung
um 10%.
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Die Mooney-Viskosität ML 1+8
(125°C) änderte sich
von 53,5 auf 47,5.
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Beispiel Nr. 4
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Es wurde ein Butylkautschuk mit einem
viskosimetrisch bestimmten Molekulargewicht von 440.000 und einer
Ungesättigtheit
von 3% verwendet.
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Es wurde eine 9,8%ige Lösung in
Hexan hergestellt. Diese Lösung
wurde bei einer Temperatur von 17°C
mit einer Zufuhrgeschwindigkeit von 6 l/h in den Reaktor eingespeist.
Unter diesen Bedingungen betrug die Viskosität 220 cP.
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Das Gasgemisch wurde durch Verdünnen von
4 Nl/h Chlor mit 20 Nl/h Stickstoff erhalten und vom in bezug auf
die Strömungsrichtung
der Elastomerlösung
zweiten Verteiler 16 aus eingespeist.
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Unter diesen Bedingungen betrug die
Verweilzeit in der Reaktionszone vor der Entgasung 60 Sekunden.
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Der erhaltene Kautschuk besaß einen
Chlorgehalt von 1,38%. Das Molekulargewicht fiel um 5%. Die Mooney-Viskasität ML 1+8
(125°C) änderte sich
von 52,5 auf 51,5.
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Beispiel Nr. 5
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Es wurde ein Butylkautschuk mit einem
viskosi metrisch bestimmten Molekulargewicht von 420.000 und einer
Ungesättigtheit
von 2,6% verwendet. Eine 9,8%ige Lösung wurde hergestellt und
bei 25°C
mit einer Zufuhrgeschwindigkeit von 6 l/h in den Reaktor 14 eingespeist.
Unter diesen Bedingungen betrug die Viskosität der Lösung 180 cP.
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Der Lösung wurde mit einer Zufuhrgeschwindigkeit
von 20 g/h mit Hexan auf 10% verdünntes Brom zugesetzt. Die Bromlösung wurde
vom in bezug auf die Strömungsrichtung
der Elastomerlösung
zweites Verteiler 16 aus zusammen mit 17 Nl/h Stickstoff
eingespeist. Unter diesen Bedingungen betrug die Verweilzeit in der
Reaktionszone der Säule 14 vor
der Entgasung 1 Minute.
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Der erhaltene Kautschuk basaß einen
Bromgehalt von 2,25%, und das viskosimetrisch bestimmte Molekulargewicht
fiel um 15%. Die Mooney-Viskosität
ML 1+8 (125°C) änderte sich
von 52 auf 44.
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Beispiel Nr. 6
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Es wurde ein Butylkautschuk mit einem
viskosimetrisch bestimmten Molekulargewicht von 420.000 und einer
Ungesättigtheit
von 2,0% verwendet.
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Eine 9,8%ige Lösung wurde hergestellt und
bei 25°C
mit einer Zufuhrgeschwindigkeit von 6 l/h in den Reaktor eingespeist.
Unter diesen Bedingungen betrug die Viskosität der Lösung 180 cP.
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Der Lösung wurde mit einer Zufuhrgeschwindigkeit
von 18 g/h unverdünntes
Brom zugesetzt, wobei das Brom vom in bezug auf die Strömungsrichtung
der Elastamerlösung
ersten Verteiler 16 aus zusammen mit 17 Nl/h Stickstoff
eingespeist wurde. Unter diesen Bedingungen betrug die Verweilzeit
in der Reaktionszone vor der Entgasung 90 Sekunden.
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Der erhaltene Kautschuk besaß einen
Bromgehalt von 1,90%, und das viskosimetrisch bestimmte Molekulargewicht
fiel um 20%. Die Mooney-Viskosität
ML 1+8 (125°C) änderte sich
von 52 auf 37.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
selbstverständlich
jedes Verfahren und jede Vorrichtung, wie z. B. die nachstehend
beanspruchten, die bei Anwendung der oben angeführten Lehren zu den gleichen
technischen Auswirkungen führen.