DE69314010T2 - Verfahren zum Herstellen eines Federeinsatzes - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines FedereinsatzesInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Federeinsatzes aus Reihen von Federn, die einzeln in Materialhülsen gekapselt sind, sogenannte Taschenfedern, wobei die genannten Reihen einen Klebstoff aufweisen und gepreßt werden, um den Federeinsatz zu bilden, wobei die genannten Reihen verschiedene Elastizitäts- und/oder Dämpfungscharakteristiken haben, und wobei die genannte Reihe von mindestens einer Bahn geschnitten wird, und wobei jede Bahn einer Schneidvorrichtung zugeführt wird.
- Das genannte Verfahren ist aus EP-A-0089789 bekannt, und durch dieses bekannte Verfahren ist es auf eine überraschend einfache Art und Weise möglich, einen Federeinsatz mit idealen Merkmalen zu produzieren, so daß damit ein Federeinsatz aufgebaut werden kann, der auf die Belastung auf einzelnen Teilen des Federeinsatzes abgestimmt ist. Dies erlaubt die Herstellung von Federeinsätzen, und damit von Matratzen, Kissen usw., die dem Stützungsgrad, mit dem sie ausgestattet sein sollen, vollständig entsprechen.
- Ferner ist ein weiteres Verfahren aus EP-A-0421495 bekannt, das die folgenden Schritte und Merkmale zur Herstellung eines Federeinsatzes umfaßt:
- Eine Reihe wird von einer Bahn in einer Schneidevorrichtung, der mehrere Bahnen zugeführt werden, geschnitten, und jede Bahn wird solchermaßen mittels einer einstellbaren Vorschubanordnung einem Schneidemechanismus zugeführt, daß die Auswahl der Bahn und die Länge der Reihe eingestellt werden kann,
- ein Klebstoff wird auf die Reihe während ihrer Bewegung vorbei an einer oder mehreren Düsen vor dem Pressvorgang aufgebracht, wobei der Klebstoff nur auf die Außenseite der Hülsen aufgebracht wird, dort, wo die Taschen angrenzender Reihen nach dem Preßvorgang aneinander liegen,
- und der Klebstoff wird durch die Düse(n) in einem Strahl auf die Außenseite der Tasche gepumpt, wenn die Tasche gegenüber der[n] Düse(n) liegt.
- Allerdings zeigt keine der erwähnten Ausführungen einen geeigneten Weg, um die Bahnen vor dem Auftragen des Klebstoffs so auszurichten, daß die Bahnen und die Reihen ohne das Risiko befördert werden können, im Verhältnis zur Stützfläche und gegeneinander verschoben zu werden.
- Mit dem Verfahren nach der Erfindung kann dies in einer einfachen Weise bewirkt werden, so wie dies im charakterisierenden Teil des Anspruchs dargestellt wird, wenn die Bahnen so angeordnet sind, daß sie mit den Längsachsen der horizontal liegenden Taschenfedern zugeführt werden, und die Reihe danach, bevor der Klebstoff aufgebracht wird, um 90º geneigt wird, wodurch die Bahn und die Reihe ohne das Risiko einer Verschiebung im Verhältnis zu ihrer Stützfläche oder einer Verschiebung gegeneinander gefördert werden.
- Im folgenden Abschnitt wird ein Beispiel einer Anlage für die Ausführung des Verfahrens mit Bezug auf die Zeichnung noch näher beschrieben werden, wobei
- Fig. 1 eine perspektivische Zeichnung einer Anlage nach der Erfindung,
- Fig. 2 die eigentliche Abschneidevorrichtung mit der bearbeiteten Bahn,
- Fig. 3 die Abschneidevorrichtung mit einer zweiten bearbeiteten Bahn,
- Fig. 4 den Drehtisch vor der Drehung der Reihe zeigt,
- Fig. 5 den Drehtisch während der Drehung der Reihe,
- Fig. 6 die eigentliche Kompressionsvorrichtung vor dem Preßvorgang einer Reihe mit Klebstoffauftrag, und
- Fig. 7 den Preßvorgang der Reihe gegen die übrigen Reihen während der Herstellung eines Federeinsatzes zeigt.
- Eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens wird in Fig. 1 veranschaulicht.
- Die Anlage umfaßt einen Zuführungsabschnitt 1, der im Zusammenhang mit den Figuren 2 und 3 noch näher beschrieben werden wird, einen Drehungsabschnitt 2, der im Zusammenhang mit den Figuren 4 und 5 noch näher beschrieben werden wird, und einen Klebstoff- Auftragsabschnitt 3 und einen Kompressionsabschnitt 4, die im Zusammenhang mit den Figuren 6 und 7 noch näher beschrieben werden.
- Wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt, besteht der Zuführungsabschnitt 1 aus einem Rahmen 5, an dessen oberen Ende mehrere Rollen 6, entsprechend der Anzahl von Taschen-Bahnen 7, 8, getragen werden.
- Diese Bahnen 7 und 8 können verschiedene Elastizitäts- und/oder verschiedene Dämpfungsmerkmale haben, so daß in der dargestellten Beispielausführungsform ein fertiger Federeinsatz 9 bestehend aus zwei verschiedenen Arten von Taschenfedern hergestellt werden kann.
- Die Rollen 6 sind vorzugsweise als Kettenrad ausgeführt, so daß die Bahnen 7 und 8 durch die Umdrehung der Rollen zugeführt werden können. Um die Bahnen 7 und 8 davon abzuhalten, aus der Rolle 6 zu springen, kann eine Schutzführung 10 über einem Teil des Kreisumfangs der Rollen montiert werden.
- Unter jeder Rollengruppe 6 wird ein weiterer Satz Antriebsrollen 11 für jede Bahn 7, 8 angebracht, so daß jede einzelne Bahn auf präzise Art und Weise zugeführt werden kann. In der Praxis werden die Rollenanordnungen 6, 11 durch ein Kettengetriebe oder dergleichen synchronisiert.
- Ein Schneidemechanismus 12 wird unter der Antriebsrolle 11 angebracht, dieser umfaßt zwei Klemmbacken 13, die mittels eines Betätigungselements 14 so hin- und herbewegt werden können, daß die Bahnen 7 und 8 zwischen den Klemmbacken 13 zugeführt werden können, wenn diese abgetrennt werden.
- In dieser Stellung kann die Antriebsrolle 11 eine bestimmte Anzahl von Taschen in der Länge 7 und 8 zuführen, so daß eine vorgegebene Anzahl von Taschen, entsprechend der Länge der Reihe 15, ein Element im fertigen Federeinsatz 9 bilden wird.
- Wenn die Reihe 15 gebildet geworden ist, werden die Klemmbacken 13 geschlossen, und die Bahn wird entweder mechanisch oder thermisch geschnitten.
- Unter dem Schneidemachanismus 12 ist ein Fließband 16 montiert. Dieses Band transportiert die Reihe 15 zu einem sich winkelig erstreckendes Förderband 17 weiter, der die Reihe 15 zum Drehungsabschnitt 2 befördert.
- Wie in den Figuren 4 und 6 gezeigt, ist dieser Abschnitt mit einem Förderband 18, auf dem die Reihe 15 im Abschnitt vorwärts geführt wird, ausgestattet.
- Wenn das Band 18 gestoppt wird, stößt ein Ausleger 19, der von den Betätigungselementen 20 betrieben wird, die Reihe über die Seite, wo sie in einen Seitenhalt 21 fällt. Wie in Fig. 5 gezeigt, wird der Seitenhalt danach gekippt, so daß die Reihe in eine Führungsrinne 22 fällt.
- In der Führungsrinne 22 wird die Reihe 15 einer Kettenfördervorrichtung 23 zugeführt, die vom Drehungsabschnitt 2 und weiter durch den Kompressionsabschnitt 4 bewegt wird.
- Danach wird die Reihe 15 mittels der Kettenfördervorrichtung 23 vorbei an einer Vorrichtung zum Klebstoffauftrag 24, die von irgendeiner geeigneten Art sein kann, geführt.
- Ein flüssiger Klebstoff ist von Vorteil, da er durch Düsen mittels eines Schlauchs 25 herausgepumpt werden kann. Dies ermöglicht es, den Klebstoff schußweise herauszupumpen, und der Klebstoff 26 kann hierdurch auf der Außenseite jeder Taschenfeder in der Reihe aufgebracht werden, wenn diese die Düse(n) passiert.
- Die Kettenfördervorrichtung 23 hält an, wenn die Reihe 15 einer Schubauslegervorrichtung 27 gegenüber liegt, welche mit einem Endprofil ausgestattet ist, das es dieser ermöglicht, an der Reihe 15 zu liegen.
- Danach kann ein Betätigungselement 28 die Reihe 15 mit dem Klebstoff 26 auf eine Unterlage 29 führen, wo sie gegen die vorhergehenden Reihen zum Zusammenkleben mit der äußersten Reihe geschoben werden kann.
- Wenn die letzte Reihe 15 angeklebt wurde, wird das Band 29 gestartet und der Federeinsatz weggeführt.
- Das Folgende ist eine Beschreibung des Verfahrens.
- Die Bahnen 7 und 8 mit den gewünschten Elastizitäts- und Dämpfungsmerkmalen und den gewünschten Abmessungen werden der Anlage in der Form von Endlos-Taschenfedern 7 und 8 zugeführt.
- In dem gezeigten Beispiel, werden zwei Bahnen mit der gleichen äußeren Abmessung dargestellt, jedoch können unproblematisch mehrere Bahnen und Bahnen mit verschiedenen Abmessungen verwendet werden. Hierdurch können Federeinsätze von jeglicher gewünschten Art und jeglichem gewünschten Charakter, auch einschließlich solcher Federeinsätze, die Taschenfedern mit verschiedenen Höhen umfassen, hergestellt werden.
- Die Anlage wird von Mikroprozessoren in einer allgemein bekannten Weise gesteuert, so daß eine Auswahl möglich ist, um Reihen jeder gewünschten Länge zuzuführen, wobei die genannten Reihen dann aufrecht gekippt werden und vor dem letzten Preßvorgang einen Klebstoffauftrag erhalten.
- Das komplette Verfahren wird so gesteuert, daß alle Bewegungen synchronisiert sind, wodurch Reihen mit einer sehr hohen Herstellungsrate hergestellt werden können, weil der ganze Ablauf mit der gleichen Geschwindigkeit bewirkt werden kann.
- Die Wahl der Taschenfederreihen wird von der Aktivierung der Zuführungsrollenanordnung bestimmt, wodurch Reihen bei normaler Herstellungsgeschwindigkeit hergestellt werden können, dies selbst dann, wenn es häufige Änderungen zwischen den Reihen gibt.
Claims (1)
- Verfahren zum Herstellen eines Federeinsatzes aus Reihen von Federn, die einzeln in Materialhülsen gekapselt sind, sogenannte gekapselte Federn, wobei die genannten Reihen einen Klebstoffauftrag aufweisen und verpreßt werden, um den Federeinsatz zu bilden, und die genannten Reihen (15) verschiedene Elastizitätsund/oder Dämpfungscharakteristiken aufweisen und die genannte Reihe (15) von mindestens einer Bahn (7, 8) abgeschnitten wird, wobei jede Bahn einer Schneidvorrichtung (12, 13) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn(en) (7, 8) über Rollen/Kettenräder (6, 11) mit horizontal sich erstreckenden Achsen zu der Schneidvorrichtung (12, 13) geführt werden, nach welcher die Reihe (15) in einer an sich bekannten Weise zu einem Drehtisch (2) geführt wird, wo die Reihe (15) aufrecht gekippt wird, wonach die Reihe (15) mittels einer Kettenfördervorrichtung (23) in Form einer Endlos-Kette, die über Trägerrollen mit vertikalen Achsen läuft, geführt wird, vorbei an der(n) Klebstoffauftragedüse(n) (24), bevor sie auf einem horizontal verschiebbaren Ausleger (27) positioniert wird, der danach die Reihe (15) gegen die vorhergehende Reihe im Federeinsatz (9) preßt.
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