DE69314147T2 - Wässrige Bitumen-Polymer Emulsionen, deren Herstellungsverfahren und Verwendung - Google Patents

Wässrige Bitumen-Polymer Emulsionen, deren Herstellungsverfahren und Verwendung

Info

Publication number
DE69314147T2
DE69314147T2 DE69314147T DE69314147T DE69314147T2 DE 69314147 T2 DE69314147 T2 DE 69314147T2 DE 69314147 T DE69314147 T DE 69314147T DE 69314147 T DE69314147 T DE 69314147T DE 69314147 T2 DE69314147 T2 DE 69314147T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymer
bitumen
weight
emulsion according
emulsion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69314147T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69314147D1 (de
Inventor
Guy Lemoine
Sophie Mariotti
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TotalEnergies Marketing Services SA
Original Assignee
Total Raffinage Distribution SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Total Raffinage Distribution SA filed Critical Total Raffinage Distribution SA
Application granted granted Critical
Publication of DE69314147D1 publication Critical patent/DE69314147D1/de
Publication of DE69314147T2 publication Critical patent/DE69314147T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/02Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction
    • C10C3/026Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction with organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft wäßrige Bitumen/Polymer-Emulsionen, die Herstellung derselben und deren Verwendungen, insbesondere zur Realisierung von bituminösen Überzügen mit verbesserten physikalischen Eigenschaften.
  • Bekanntlich kann Bitumen insbesondere aus Roherdöl durch Destillation desselben und Entasphaltierung der von der Destillation oder den Destillationen herrührenden schweren Fraktion erzeugt werden. Je nach dem Ursprung des Roherdöls besteht das Bitumen aus unterschiedlichen Gehalten an (aliphatischem oder naphtenischem) Paraffinöl, aromatischem Öl, Harzen und Asphaltenen (vgl. dazu EP-Patent 0 246 956).
  • Je nach seiner Konstitution kann das Bitumen einen mehr oder weniger thermoplastischen Charakter haben; es erweicht unter Wärmeeinwirkung, wobei sein Erweichungspunkt, gewöhnlich wegen der zu seiner Bestimmung angewendeten Methode (gemäß der Norm AFNOR NFT 66008) "Kugel-Ring"- Temperatur genannt, je nach dem Verfahren der Gewinnung des Bitumens zwischen etwa 30 und etwa 130ºC variieren kann.
  • Diese Temperaturen können als unzureichend für bestimmte Verwendungen angesehen werden:
  • Gefahr des Fließens bei hoher Temperatur bei der Verwendung zur Realisierung von Dichtungsschichten,
  • elastisches Verhalten,
  • Temperaturverhalten von bestimmten Mastiks anläßlich bestimmter Behandlungen (Automobilkarosserien).
  • Unter den bekannten Techniken zur Verbesserung des Temperaturverhaltens eines Bitumens kann man insbesondere anführen:
  • 1) Das Oxydieren des Bitumens durch die Technik des Blasens mit Luft bei etwa 250ºC; das so erhaltene Produkt kann hohe "Kugel-Ring"-Temperaturen aufweisen, ist härter und spröder.
  • 2) Das Modifizieren des Bitumens durch Einverleiben bestimmter Polymere, wobei die "Kugel-Ring"-Temperaturen des erhaltenen Produktes Werte von 120 bis 150ºC erreichen können; bei dieser Temperatur von 150ºC weist das erhaltene Produkt geringe elastische Eigenschaften auf.
  • 3) Das Modifizieren des Bitumens durch Einverleiben von Polymeren vom Typ SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk) oder SBS (Styrol-Butadien-Styrol), welche mit Hilfe von Schwefel (oder Schwefelgebern) oder Peroxyden vulkanisierbar sind; diese Technik erfordert hohe und über verhältnismäßig lange Zeitspannen perfekt kontrollierte Temperaturen; das so erhaltene Produkt weist eine sehr hohe Viskosität auf, welche mit den Verarbeitungsverfahren der üblichen Technik schwer vereinbar ist; außerdem gibt die Vulkanisation ihm einen irreversiblen Charakter, der für eine leichte Verarbeitung wenig günstig ist; die Verwendung des Produktes muß in den auf seine Herstellung folgenden Wochen erfolgen, da seine Viskosität mit den aktuellen Verarbeitungstechniken vereinbar bleiben muß.
  • Um zu versuchen, diese Nachteile zu beheben, sind in der EP-A-0 351 736 Massen für Dichtungsfolien genannt, welche 100 Teile eines mit einem Silan und einem Peroxyd gepfropften Äthylen/α-Olefin-Copolymers und 10 bis 200 Teile eines Bitumens enthalten.
  • Insbesondere erfolgt die Vernetzung der Formteile auf der Basis von Bitumen und mit ungesättigten Alkoxysilanverbindungen gepfropften Copolymeren im Wasser.
  • Die so erhaltenen Massen enthalten ein mit einem Silan gepfropftes Polymer. Danach, erst anschließend, wird das Polymer dem Bitumen einverleibt.
  • Die Verarbeitung dieser Massen erscheint daher kompliziert.
  • Die US-A-5 130 354 betrifft ebenfalls Bitumen/Polymer-Massen, bei denen das Polymer zunächst mit dem Silan gepfropft wird, bevor es dem Bitumen einverleibt wird.
  • Das hier verwendete Silan schließt Verbindungen mit nicht hydrolisierbaren und nicht pfropfbaren Substituenten ein. Diese Verbindungen haben verbesserte Hafteigenschaften und sind insbesondere als Versiegelungsdichtungen verwendbar, jedoch sind sie ebenfalls mit dem Nachteil einer wenig leichten Verarbeitung behaftet.
  • Außerdem kann ebenfalls die EP-A-0 467 790 genannt werden, in welcher im Unterschied zu den beiden oben genannten Lösungen vorgeschlagen wird, eine wäßrige Emulsion eines Bitumens/Polymer-Bindemittels mit dreidimensionaler polymerer Struktur herzustellen. Dazu wird einer Emulsionsbildungszone eine Mischung aus
  • einer Komponente bestehend aus Bitumen und schwefelvernetzbarem Polymer, und zwar in geschmolzenem Zustand,
  • einer wäßrigen Phase, welche ein Emulgatorsystem enthält,
  • einem Schwefelgeber-Vernetzungssystem
  • zugeführt und diese Mischung in der Emulsionsbildungszone bei einer Temperatur zwischen 50 und 160ºC verweilen gelassen, bis eine Bitumen/Polymer-Bindemittel-Emulsion erhalten wird, in welcher das Polymer zu einer dreidimensionalen Struktur vernetzt ist. Um eine übermäßige Vernetzung des Polymers zu vermeiden, welche in einer zu hohen Viskosität der Bitumen/Polymer-Komponente zum Ausdruck kommt, wird empfohlen, die Mischung dieser Komponente und des Vernetzungssystems sofort oder alsbald nach seiner Bildung in Emulsion zu bringen.
  • Die vorliegende Erfindung zielt gleichfalls darauf ab, eine wäßrige Emulsion aus Bitumen und vernetztem Polymer vorzuschlagen, jedoch sind die Vernetzungsweise und das Herstellungsverfahren von denen der EP-A-0 467 790 grundlegend verschieden, wobei die Vernetzung erfindungsgemäß auf kontrollierte Art und Weise erfolgt.
  • Die Erfindung zielt darauf ab, ein Bitumen/Polymer vorzuschlagen, welches vor der Vernetzung des Polymers eine geringe Viskosität aufweist, was es erleichtert, es in Emulsion zu bringen, wobei das Bitumen/Polymer eine dreidimensionale polymere Struktur hat, welche dem Endprodukt hohe Viskositäts-, Elastizitäts- und "Kugel-Ring"-Temperatur-Werte vermittelt. Außerdem zielt die Erfindung darauf ab, die Verarbeitungsnachteile der Produkte mit zu großer Viskosität zu vermeiden.
  • Zu diesem Zweck ist erster Gegenstand der Erfindung eine Bitumen/Polymer- Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß sie enthält:
  • a) wenigstens ein Bitumen,
  • b) wenigstens ein Kohlenwasserstoffketten mit beweglichem Wasserstoff oder beweglichem Elektron aufweisendes Polymer, welches aus der Gruppe bestehend aus:
  • den Polyolefinen, wie Polyäthylen oder Polypropylen und den Olefincopolymeren,
  • den natürlichen oder synthetischen Kautschuken, wie EPDM (Äthylen-Propylen-Terpolymer); EPM (Äthylen-Propylen- Copolymer); den linearen oder sternförmigen statistischen Styrol-Butadien-Copolymeren SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk) oder Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymeren SBS oder Styrol- Isopren-Styrol-Blockcopolymeren SIS; Polyisobutylen (Butylkautschuk); Polybutadien; Polyisopren; Polynorbornen;
  • Polychloropren,
  • Polyvinylchlorid,
  • Äthylen-Vinylacetat-Copolymer,
  • ausgewählt und in situ in dem Bitumen über einen Komplex mindestens einer organischen Siliziumverbindung gepfropft und vernetzt ist, der aus einem primären Bestandteil und einem sekundären Bestandteil gebildet ist, wobei letzterer die organische Siliziumverbindung und aus der Gruppe bestehend aus den Chlorsilanen, wie Trichlorsilan, den Organochlorsilanen, wie Vinyltrichlorsilan, Methyltrichlorsilan, Methyldichlorsilan, Dimethyldichlorsilan oder Methylvinyldichlorsilan, den Organosilanestern, wie Methyltriäthoxysilan oder Methyltrimethoxysilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy)-silan oder Vinyltriacetoxysilan, oder den Methacryl-, Epoxy-, Mercapto-, Aminosilanderivaten ausgewählt ist,
  • c) Wasser und
  • d) wenigstens ein Emulgiermittel.
  • Weiterhin ist zweiter Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieser Emulsion, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • a) Erzeugung einer im wesentlichen homogenen Mischung in geschmolzenem Zustand aus wenigstens einem Bitumen und wenigstens einem Kohlenwasserstoffketten mit beweglichem Wasserstoff oder beweglichem Elektron aufweisenden Polymer, welches aus der Gruppe bestehend aus:
  • den Polyolefinen, wie Polyäthylen oder Polypropylen und den Olefincopolymeren,
  • den natürlichen oder synthetischen Kautschuken, wie EPDM (Äthylen-Propylen-Terpolymer); EPM (Äthylen-Propylen- Copolymer); den linearen oder sternförmigen statistischen Styrol-Butadien-Copolymeren SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk) oder Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymeren SBS oder Styrol- Isopren-Styrol-Blockcopolymeren SIS; Polyisobutylen (Butylkautschuk); Polybutadien; Polyisopren; Polynorbornen;
  • Polychloropren,
  • Polyvinylchlorid,
  • Äthylen-Vinylacetat-Copolymer,
  • ausgewählt ist und gegebenenfalls vorher in einem Lösungsmittel gelöst wurde, und Einverleibung von primären sowie sekundären Bestandteilen in die in geschmolzenem Zustand gehaltene Mischung, welche Vorläufer des Komplexes zum Pfropfen und Vernetzen des Polymers sind, mindestens einer organischen Siliziumverbindung, welche aus der Gruppe bestehend aus den Chlorsilanen, wie Trichlorsilan, den Organochlorsilanen, wie Vinyltrichlorsilan, Methyltrichlorsilan, Methyldichlorsilan, Dimethyldichlorsilan oder Methylvinyldichlorsilan,den Organosilanestern, wie Methyltriäthoxysilan oder Methyltrimethoxysilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy)-silan oder Vinyltriacetoxysilan, oder den Methacryl-, Epoxy-, Mercapto-, Amino- Silanderivaten ausgewählt ist und gegebenenfalls vorher in der Polymerlösung gelöst wurde,
  • b) Halten des beim Schritt a) erhaltenen Produktes unter Rühren während einer solchen Zeitspanne in geschmolzenem Zustand, welche ausreicht, um den beim Schritt a) gebildeten Komplex der organischen Siliziumverbindung auf das Polymer zu pfropfen,
  • c) Einverleiben einer wäßrigen Lösung des Emulgiermittels unter Rühren in die beim Schritt b) erhaltene Bitumen/Polymer-Masse bei einer Temperatur, die ausreicht, um die Bitumen/Polymer-Masse in geschmolzenem Zustand zu halten, so daß sich eine Emulsion ergibt.
  • Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann es sich bei dem in der Bitumen/Polymer-Emulsion verwendbaren Bitumen um ein Bitumen handeln, welches nachstehend zur Unterscheidung von dem weiter unten beschriebenen "synthetischen" Bitumen als "natürliches" Bitumen bezeichnet wird. Dieses natürliche Bitumen stammt vom Roherdöl, von den bituminösen Schiefern, von den Schwerölen, vom bituminösen Sand etc. oder sogar von der Kohle.
  • Bei dem Bitumen kann es sich beispielsweise handeln um
  • a) die schwerste Fraktion, welche durch direkte Destillation eines Roherdöls unter Atmosphärendruck oder unter vermindertem Druck erhalten wird;
  • b) die schwere Phase, welche durch Lösungsmittel-Entasphaltierung einer gemäß lit. a) erhaltenen schweren Fraktion erhalten wird;
  • c) das durch Oxydation einer schweren Fraktion gemäß lit. a) oder einer schweren Phase gemäß lit. b) in Gegenwart oder in Abwesenheit von Katalysatoren erhaltene Produkt;
  • d) das durch Oxydation einer Mischung einer schweren Fraktion gemäß lit. a) oder einer schweren Phase gemäß lit. b) einerseits und eines Destillats oder eines bei der Aromatenextraktion aus den Schmierölen erhaltenen aromatischen Extraktes oder eines Entaspaltierungspechs andererseits in Gegenwart oder in Abwesenheit von Katalysatoren erhaltene Produkt;
  • e) eine Mischung eines gemäß lit. c) oder lit. d) erhaltenen oxydierten Produktes oder einer harten Phase einerseits und eines Destillats oder eines bei der Aromatenextraktion aus den Schmierölen erhaltenen aromatischen Extraktes oder eines Entasphaltierungspechs oder einer schweren Fraktion gemäß lit. a) oder einer schweren Phase gemäß lit. b) andererseits;
  • f) eine viskoreduzierte Basis, und zwar allein oder vermischt mit einem der obigen Produkte.
  • Bei dem verwendbaren Bitumen kann es sich auch um ein "synthetisches" Bitumen mit Charakteristiken ähnlich denen eines "natürlichen" Bitumens, wie vorstehend beschrieben, handeln, beispielsweise um die klaren synthetischen Bindemittel, welche durch Zusatz von Pigmenten gefärbt werden können.
  • Beispielsweise kann es sich um Erdölharze oder Inden-Cumaron-Harze, vermischt mit aromatischen und/oder praffinischen Kohlenwasserstoffen, handeln.
  • Die Erdölharze können durch Polymerisation von ungesättigten Kohlenwasserstoffen hergestellt werden, welche in ungesättigten Erdölfraktionen vorliegen, wie beispielsweise den durch thermisches Cracken oder Wasserdampfcracken oder Pyrolyse erhaltenen Fraktionen.
  • Die Inden-Cumaron-Harze werden aus Steinkohlenteeren gewonnen.
  • Die Bitumen/Polymer-Anfangsmischung kann bis zu 25 Massenprozent an verwendetem Polymer enthalten, vorzugsweise 3 bis 15 Massenprozent, in Abhängigkeit von der Natur des Polymers und den für die beabsichtigte Verwendung gewünschten Eigenschaften.
  • Die erfindungsgemäße Emulsion kann vorzugsweise enthalten:
  • a) 29 bis 67 Massenprozent Bitumen,
  • b) 1 bis 13 Massenprozent vernetztes und gepfropftes Polymer,
  • c) 69,5 bis 18 Massenprozent Wasser,
  • d) 0,5 bis 12 Massenprozent Emulgiermittel,
  • wobei das vernetzte und gepfropfte Polymer bis zu 10 Gewichtsprozent an Komplex (primärer Bestandteil + sekundärer Bestandteil) enthalten kann.
  • So hat die Anmelderin mit Erfolg EPDM verwendet, welches einen Äthylengehalt zwischen 45 und 80 Gewichtsprozent, ein Molekulargewicht in Masse zwischen 100 000 und 500 000 und einen Gehalt an Dienmonomeren zwischen 1 und 10 Massenprozent aufweisen kann, wobei es sich bei dem Monomeren beispielsweise um Äthylidennorbornen, Dicyclopentadien oder Hexadien handeln kann.
  • Sie hat auch ein sternförmiges Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymer SBS mit Erfolg benutzt.
  • Das Bitumen wird vom Gesichtspunkt seiner Konstitution gewählt, um eine gute Verträglichkeit mit dem Polymer aufzuweisen, indem die Verhältnisse von gesättigten Kohlenwasserstoffen, aromatischen Kohlenwasserstoffen und Harzen des Bitumens angepaßt werden.
  • Ohne daß das Folgende eine Auswirkung auf die Patentfähigkeit der vorliegenden Erfindung haben kann, ist die Anmelderin der Ansicht, daß bei der erfindungsgemäßen Emulsion das Polymer, auf das ein Komplex mindestens einer organischen Siliziumverbindung aufgepfropft wird, danach durch Hydrolyse dieser Verbindung vernetzt wird.
  • Der Komplex ist selbst von einem primären Bestandteil gebildet, welcher mit einem sekundären Bestandteil verbunden ist, der organischen Siliziumverbindung, welche nachstehend der Einfachheit halber Silan genannt wird, obwohl sie andere Atome als Silizium- und Wasserstoffatome enthalten kann, beispielsweise Sauerstoffatome.
  • Der primäre Bestandteil, welcher den sekundären Bestandteil auf das Polymer aufpfropft, kann beispielsweise eine Schwefel liefernde Verbindung oder ein Peroxyd sein. Die Schwefelverbindung erweist sich als leistungsfähiger und wird bevorzugt.
  • So hat die Anmelderin mit Erfolg Dipentamethylenthiuramtetrasulfid verwendet. Man kann auch beispielsweise 4,4'-Dithiodimorpholin benutzen.
  • Das verwendete Silan wird nach seinem Molekulargewicht und seiner Siedetemperatur ausgewählt. Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy)-silan erweist sich unter Berücksichtigung seiner Siedetemperatur höher als 180ºC als besonders interessant.
  • Diese Temperatur ist tatsächlich wichtig, weil der erste Schritt des Verfahrens zur Herstellung der erfindungsgemäßen Bitumen/Polymer-Emulsion darin besteht, das Polymer und das Bitumen bei einer Temperatur zu mischen, welche zwischen 150 und 230ºC liegen kann, und zwar in einem Raum zum dynamischen Mischen mit Rotor während einer Zeitspanne von 1 bis 3h, um eine im wesentlichen homogene Dispersion des Polymers im Bitumen zu erhalten. Der Mischraum kann vom Rayneri-Turbinenmischer-Typ sein.
  • Das Polymer kann vor dem Mischen in einem Lösungsmittel, beispielsweise einem aromatischen Lösungsmittel, wie einem bei der Herstellung von Schmiermittelbasen erhaltenen aromatischen Extrakt, gelöst werden.
  • Im Verlauf dieses Schrittes werden die primäre Verbindung (beispielsweise Schwefel liefernd) und die sekundäre Verbindung (Silan) gleichzeitig oder nacheinander in die geschmolzene Bitumen/Polymer-Mischung eingebracht, welche während einer Zeitspanne gerührt wird, die dazu ausreicht, daß die Silanverbindung sich über die Schwefelverbindung auf die Polymerketten aufpfropft.
  • Wenn das Polymer in Lösung in einem Lösungsmittel verwendet wird, ist es vorteilhaft, diese Lösung zur Einverleibung der primären Verbindung und der sekundären Verbindung zu benutzen, welche so besser dispergiert werden und in geringeren Konzentrationen verwendet werden können.
  • Nach dem Zusatz der primären Verbindung und der sekundären Verbindung weist die warme resultierende Mischung, worin der Vernetzungskomplex sich zu bilden beginnt, eine geringe Viskosotät auf, die mit der Zeit größer wird.
  • Die Vernetzungskinetik kann durch Einbringen von Katalysatoren, beispielsweise vom Typ DLTDB (Dibutylzinndilaurat), beschleunigt werden.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen Emulsion erfordert die Verwendung eines klassischen Emulgators : kationisch, anionisch, amphoter oder nichtionisch.
  • Ein bevorzugter Emulgatorbereich umfaßt die kationischen Emulgatoren bei Straßenanwendungen, und zwar wegen der chemischen Reaktionsfähigkeit mit den Granulaten. Man benutzt beispielsweise Amine, wie die N-Alkyl-Derivate von "Talg"-Dipropylenpolyamin oder-diamin oder Alkylimidazopolyamin oder quaternäre Ammoniumderivate.
  • Emulgatoren wie Polyvinylalkohol können bei sogenannten industriellen Anwendungen benutzt werden.
  • Die wäßrige Lösung kationischer Emulgatoren kann zwischen 0,1 und 2 Massenprozent an einem Amin enthalten, die wäßrige Polyvinylalkohollösung kann zwischen 1 und 10 Massenprozent an diesem Alkohol enthalten und die Mischung dieser Lösungen und der Mischung aus Bitumen und gepfropftem Polymer enthält zwischen etwa 70 und etwa 20 Massenprozent an dieser wäßrigen Lösung und zwischen etwa 30 und etwa 80 Massenprozent an Bitumen/Polymer-Mischung.
  • Unter den Polyvinylalkoholen sind diejenigen bevorzugt, welche eine Esterzahl zwischen 50 und 200 sowie eine Viskosität geringer als 15 mPas bei 20ºC (nach der Norm DIN 53015) aufweisen.
  • Die Mischung aus Bitumen und gepfropftem Polymer und aus Emulgatorlösung wird auf einer Temperatur unter 100ºC gehalten, und zwar in einem zur Erzeugung einer Emulsion fähigen Rotormischer.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen Emulsion kann auch in einer Emulgiermaschine unter Druck erfolgen.
  • Die Zerstörung der erfindungsgemäßen Emulsion geschieht durch Verdampfung des Wassers bei Umgebungstemperatur oder durch Erwärmung. Wenn für spezielle Anwendungen eine schnelle kontrollierte Zerstörung gewünscht wird, kann ein geeigneter klassischer Emulgator vom anionischen oder kationischen Typ verwendet werden, und zwar allein oder zusammen mit dem Polyvinylalkohol.
  • Im Bedarfsfall kann der Emulsion ein pH-Einsteller : mineralische oder organische Säure oder Base, zugegeben werden.
  • Um die Stabilität der Emulsion aufrechtzuerhalten, können weitere Zusätze hinzugefügt werden, wie Geliermittel vom Kaolin-Typ, Betonit-Typ oder jeder andere wegen seiner thixotropen Eigenschaften bekannte Zusatz.
  • Die aus den erfindungsgemäßen Emulsionen durch Verdampfen des Wassers erhaltenen Bitumen/Polymer-Massen weisen eine "Kugel-Ring"-Temperatur auf, welche 100ºC und sogar 180ºC überschreiten kann, während die Masse aus Bitumen und gepfropftem Polymer vor dem Emulgieren eine sehr viel niedrigere "Kugel-Ring"-Temperatur hat. Außerdem weisen sie ein zufriedenstellendes Verhalten bei niedriger Temperatur in der Größenordnung von -20ºC auf.
  • Die erfindungsgemäßen Bitumen/Polymer-Emulsionen sind für alle üblichen Verwendungen von Bitumenemulsionen, insbesondere von Emulsionen modifizierten Bitumens, geeignet.
  • Unter Berücksichtigung der hohen Viskosität der durch Verdampfung des Wassers der erfindungsgemäßen Emulsion erhaltenen Bitumen/Polymer- Masse, ihres fehlenden Fließens bei hoher Temperatur und ihrer Hafteigenschaften ist diese Emulsion besonders gut für eine Verwendung als Überzug zum Ersatz bestimmter polymerer Überzüge, wie der Polyvinylchlorid- Plastisole, der Lösungen von Polymeren, der Latizes, der Emulsionen von Polymeren oder der Farben, oder alle anderen industriellen Anwendungen geeignet. Solche Emulsionen können auch bei den sogenannten "Kalttechniken" der Straßenanwendungen verwendet werden.
  • Diese Verwendungen der Emulsionen stellen einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung dar.
  • Die folgenden Beispiele, die keinen einschränkenden Charakter haben, veranschaulichen die Erfindung.
  • Beispiel 1
  • Dieses Beispiel betrifft die Herstellung einer erfindungsgemäßen Bitumen/Polymer-Emulsion E1.
  • Zunächst wird eine Masse C hergestellt aus:
  • 1) einem Bitumen mit Erdölursprung, welches die folgenden Charakteristiken aufweist:
  • Penetrabilität bei 25ºC : 200 Zehntelmillimeter (nach der Norm AFNOR 66 004)
  • Erweichungspunkt : 37ºC (nach der Norm AFNOR NFT 66 008)
  • 2) einem EPDM mit den folgenden Charakteristiken:
  • Äthylengehalt : 50 Massenprozent
  • Diengehalt : 4 Massenprozent
  • Propylengehalt : 46 Massenprozent
  • Molekulargewicht (in Masse) : 210 000.
  • Das Bitumen (90 Massenprozent) und das EPDM (10 Massenprozent) werden in einem Rayneri-Mischer bei 190ºC während 2 Stunden gemischt, an deren Ende eine homogene Mischung erhalten wird.
  • Dann wird das den Pfropf- und Vernetzungskomplex bildende System eingebracht:
  • Silan : Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy)-silan, 3 Massenprozent
  • Schwefelverbindung : Dipentamethylenthiuramtetrasulfid, 0,5 Massenprozent
  • Das Mischen wird 30 Minuten lang bei 190ºC fortgesetzt.
  • Es wird eine emulgierende Lösung SE hergestellt, indem 83 Massenprozent Wasser und 17 Massenprozent Polyvinylalkohol mit den folgenden Charakteristiken gemischt werden:
  • Schüttdichte : 0,60 g/cm³
  • Esterzahl : 120 bis 150
  • Viskosität bei 20ºC : 4 mPas
  • Danach wird die Emulsion E1 hergestellt, indem
  • 50 Massenprozent Masse C
  • 33,5 Massenprozent emulgierende Lösung SE
  • 15 Massenprozent Wasser
  • 1,5 Massenprozent Bentonit
  • gemischt werden.
  • Die Emulsion wird mittels eines Ultramischers bei Athmosphärendruck hergestellt. Die Temperaturen der Masse C und der Lösung SE sind so, daß die Temperatur der Emulsion immer tiefer als 100ºC ist. Der Betonitzusatz erlaubt es, eine hervorragende Lagerungsstabilität zu erzielen.
  • Die so erzielte Lagerungsstabilität der Emulsion (bestimmt nach der Norm ASTM D 244) ist kleiner als 10 %, d. h. die Entmischung liegt unter 10 %.
  • Das Wasser der Emulsion wird auf einer Platte verdampft, so daß sich ein Überzug mit einer Dicke von 2 mm ergibt.
  • Die mechanischen Eigenschaften des Überzuges werden gemäß der Norm NFT 46-002 bestimmt.
  • Mit Hantelprüfstäben werden Zugversuche bei 20ºC mit einer Geschwindigkeit von 500 mm/Minute durchgeführt. Es werden die in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführten Resultate erzielt. Tabelle I
  • Der niedrigere Dehnungswert und der höhere Spannungswert zeigen deutlich, daß die verdampfte Emulsion vernetzt ist.
  • Beispiel 2
  • Das Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch ausgehend von einem Bitumen mit einer Penetrabilität von 45 Zehmetelmillimeter bei 25ºC und mit einem Erweichungspunkt von 52ºC (76 Gewichtsteile) vermischt mit einem White Sprit als Lösungsmittel (11 Gewichtsteile).
  • Die erhaltene Emulsion E2 weist dieselben Charakteristiken wie die Emulsion E1 auf.
  • Beispiel 3
  • Das Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch unter Ersatz des Bitumens mit Erdölursprung durch ein Synthesebitumen mit einer Penetrabilität von 200 Zehntelmillimeter bei 25ºC und mit einer "Kugel-Ring"-Temperatur von 45ºC, bestehend aus der Mischung eines Erdölharzes und eines von der Extraktion der aromatischen Kohlenwasserstoffes aus einer Schmiermittelbasis stammenden aromatischen Extraktes.
  • Es werden dieselben Resultate wie im Beispiel 1 erzielt.
  • Beispiel 4
  • Dieses Beispiel betrifft die Herstellung einer erfindungsgemäßen Bitumen/Polymer-Emulsion E4 und ihre Verwendung zur Realisierung eines bituminösen Bindemittels.
  • Zunächst wird eine Masse C4 hergestellt aus:
  • a) einem Bitumen mit Erdölursprung, welches die folgenden Charakteristiken aufweist:
  • Penetrabilität bei 25ºC : 90 Zehntelmillimeter (nach der Norm AFNOR NFT 66-004)
  • Erweichungspunkt : 45ºC (nach der Norm AFNOR NFT 66-008)
  • b) einem sternförmigen Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer SBS mit den folgenden Charakteristiken:
  • Styrolgehalt : 30 Massenprozent
  • Molekulargewicht (in Masse) : 350 000
  • Das Bitumen (97,5 Massenteile) und das SBS (2,5 Massenteile) werden bei 180ºC 3 Stunden lang mit 3 Massenteilen Silan (Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy) -silan) und 0,5 Gewichtsteil Schwefelverbindung (Dipentamethylenthiuramte trasulfid) vermischt.
  • Man erhält so eine Masse C4 mit einem Erweichungspunkt von 57ºC.
  • Es wird eine emulgierende Lösung SE4 hergestellt, indem 92,9 Massenteile Wasser, 4,3 Massenteile Fettamingemisch und 2,8 Massenteile Salzsäure mit einer Dichte von 1,16 bei 150ºC gemischt werden.
  • Danach wird die Emulsion E4 hergestellt, indem
  • 65 Massenteile Masse C4
  • 35 Massenteile emulgierende Lösung SE4
  • gemischt werden.
  • Das Wasser der Emulsion wird auf einer Platte verdampft, so daß sich ein Überzug mit einer Dicke von 2 mm ergibt.
  • Der Erweichungspunkt des so erhaltenen Bindemittels wird bestimmt. Er ist höher als 130ºC.
  • Die aus SBS erhaltene erfindungsgemäße Emulsion E4 erlaubt also die Herstellung von bituminösen Überzügen mit einem hohen Erweichungspunkt.
  • Beispiel 5
  • Dieses Beispiel betrifft die Herstellung von zwei erfindungsgemäßen Bitumen/Polymer-Emulsionen E51 und E52 und deren Verwendung zur Realisierung von bituminösen Überzügen.
  • Es stehen dasselbe Bitumen und dasselbe Polymer SBS wie im Beispiel 4 zur Verfügung.
  • Zunächst wird durch Mischen eine Mutterlösung SM1 hergestellt, welche enthält (in Massenteilen):
  • Aromatische Öle : 85
  • Polymer SBS : 15
  • Silan (wie Beispiel 4) : 6
  • Schwefelverbindung (wie Beispiel 4) : 1.
  • Danach wird das Bitumen (83 Massenteile) mit der Mutterlösung SM1 (17 Massenteile) vermischt, so daß sich die Masse C51 ergibt.
  • Die Masse C51 weist also einen Silangehalt von 1 Massenprozent, einen Schwefelverbindungsgehalt von 0,17 Massenprozent und einen Polymergehalt von 2,5 Massenteilen auf.
  • Es wird eine Masse C52 hergestellt, indem gemischt werden:
  • 83 Massenteile Bitumen
  • 14,5 Massenteile aromatisches Öl
  • 2,5 Massenteile Polymer SBS
  • 3 Massenteile Silan
  • 0,5 Massenteil Schwefelverbindung.
  • Die Mischungen erfolgen wie im Beispiel 4.
  • Die Erweichungspunkte der Massen C51 und C52 liegen jeweils bei 53ºC bzw. 52ºC und sind also praktisch identisch.
  • Aus den Massen C51 und C52 werden genau so wie im Beispiel 4 zwei Emulsionen E51 und E52 hergestellt, aus denen man nach dem Trocknen (wie im Beispiel 4) zwei Überzüge mit praktisch identischen Erweichungspunkten von 94ºC und 95ºC erhält.
  • Die Verwendung von Mutterlösungen erlaubt es, die Silan- und Schwefelverbindungsgehalte um einen Faktor 3 zu vermindern.

Claims (16)

1. Bitumen/Polymer-Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß sie enthält:
a) wenigstens ein Bitumen,
b) wenigstens ein Kohlenwasserstoffketten mit beweglichem Wasserstoff oder beweglichem Elektron aufweisendes Polymer, welches aus der Gruppe bestehend aus:
den Polyolefinen,
den natürlichen oder synthetischen Kautschuken,
Polyvinylchlorid,
Äthylen-Vinylacetat-Copolymer,
ausgewählt und in situ in dem Bitumen über einen Komplex mindestens einer organischen Siliziumverbindung gepfropft und vernetzt ist, der aus einem primären Bestandteil und einem sekundären Bestandteil gebildet ist, wobei letzterer die organische Siliziumverbindung ist, welche aus der Gruppe bestehend aus den Chlorsilanen, den Organochlorsilanen, den Organosilanestern oder den Methacryl-, Epoxy-, Mercapto-, Aminosilanderivaten ausgewählt ist,
c) Wasser und
d) wenigstens ein Emulgiermittel.
2. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein "natürliches" Bitumen enthält.
3. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein "synthetisches" Bitumen enthält.
4. Emulsion nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie bis zu 25 Gewichtsteile Polymer je 75 Gewichtsteile Bitumen, vorzugsweise 3 bis 15 Gewichtsteile Polymer je 97 bis 55 Gewichtsteile Bitumen, enthält.
5. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie enthält:
a) 29 bis 67 Gewichtsprozent Bitumen,
b) 1 bis 13 Gewichtsprozent vernetztes und gepfropftes Polymer,
c) 69,5 bis 18 Gewichtsprozent Wasser,
d) 0,5 bis 12 Gewichtsprozent Emulgiermittel.
6. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der primäre Bestandteil ein Schwefelgeber oder ein Peroxyd ist.
7. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der primäre Bestandteil Dipentamethylenthiuramtetrasulfid ist.
8. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der sekundäre Bestandteil Vinyl-tris(2-methoxyäthoxy)-silan ist.
9. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein EPDM ist, welches einen Äthylengehalt zwischen 45 und 80 Gewichtsprozent, ein Molekulargewicht zwischen 100 000 und 500 000 und einen Gehalt an Dienmonomerem zwischen 1 und 10 Gewichtsprozent aufweist.
10. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein sternförmiges Styrol-Butadien-Styrol- Blockcopolymer (SBS) ist.
11. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Emulgiermittel ein Polyvinylalkohol ist,, welcher im Verhältnis 0,2 bis 7 Gewichtsteile Polyvinylalkohol je 30 bis 80 Gewichtsteile Mischung aus Bitumen und gepfropftem Polymer verwendet wird.
12. Emulsion nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyvinylalkohol eine Esterzahl zwischen 50 und 200 sowie eine Viskosität bei 20ºC kleiner als 15 mPas aufweist.
13. Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Emulgiermittel ein Amin oder ein Gemisch von Aminen ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Erzeugung einer im wesentlichen homogenen Mischung in geschmolzenem Zustand aus wenigstens einem Bitumen und wenigstens einem Kohlenwasserstoffketten mit beweglichem Wasserstoff oder beweglichem Elektron aufweisenden Polymer, welches aus der Gruppe bestehend aus:
den Polyolefinen,
den natürlichen oder synthetischen Kautschuken,
Polyvinylchlorid,
Äthylen-Vinylacetat-Copolymer,
ausgewählt ist und gegebenenfalls vorher in einem Lösungsmittel gelöst wurde, und Einverleibung von primären sowie sekundären Bestandteilen in die in geschmolzenem Zustand gehaltene Mischung, welche Vorläufer des Komplexes zum Pfopfen und Vernetzen des Polymers sind, mindestens einer organischen Siliziumverbindung, welche aus der Gruppe bestehend aus den Chlorsilanen, den Organochlorsilanen, den Organosilanestern oder den Methacryl-, Epoxy-, Mercapto-, Amino- Silanderivaten ausgewählt ist und gegebenenfalls vorher in der Polymerlösung gelöst wurde,
b) Halten des beim Schritt a) erhaltenen Produktes unter Rühren während einer solchen Zeitspanne in geschmolzenem Zustand, welche ausreicht, um den beim Schritt a) gebildeten Komplex der organischen Siliziumverbindung auf das Polymer zu pfropfen,
c) Einverleiben einer wäßrigen Lösung des Emulgiermittels unter Rühren in die beim Schritt b) erhaltene Bitumen/Polymer-Masse bei einer Temperatur, die ausreicht, um die Bitumen/Polymer-Masse in geschmolzenem Zustand zu halten, so daß sich eine Emulsion ergibt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Bitumen und das Polymer bei einer Temperatur zwischen 150 und 230ºC vermischt werden.
16. Verwendung der Emulsionen nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zur Erzeugung von bituminösen Belägen, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Verdampfung des Wassers der Emulsionen erhaltene Bitumen/Polymer-Masse eine "Kugel-Ring"-Temperatur höher als 100ºC aufweist.
DE69314147T 1992-12-14 1993-12-06 Wässrige Bitumen-Polymer Emulsionen, deren Herstellungsverfahren und Verwendung Expired - Fee Related DE69314147T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR9215017A FR2699187B1 (fr) 1992-12-14 1992-12-14 Emulsions aqueuses bitume-polymère, leur procédé de préparation et leurs applications.

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69314147D1 DE69314147D1 (de) 1997-10-30
DE69314147T2 true DE69314147T2 (de) 1998-03-05

Family

ID=9436546

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69314147T Expired - Fee Related DE69314147T2 (de) 1992-12-14 1993-12-06 Wässrige Bitumen-Polymer Emulsionen, deren Herstellungsverfahren und Verwendung

Country Status (8)

Country Link
US (1) US5414029A (de)
EP (1) EP0604258B1 (de)
JP (1) JPH06234925A (de)
AT (1) ATE158605T1 (de)
CA (1) CA2111301C (de)
DE (1) DE69314147T2 (de)
ES (1) ES2106990T3 (de)
FR (1) FR2699187B1 (de)

Families Citing this family (24)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2293174A (en) * 1994-09-15 1996-03-20 Exxon France Polymer-modified bitumen
AUPN235195A0 (en) * 1995-04-11 1995-05-11 Protrak Australia Pty Limited Improvements in artificial surfaces
AU712740B2 (en) * 1995-04-11 1999-11-18 Stratum Green Pty Ltd Improvements in artificial surfaces
DE69607646D1 (en) * 1995-12-12 2000-05-11 Rubber Resources L L C Additiv auf gummibasis für asphaltemulsion
US5863440A (en) 1996-05-24 1999-01-26 Abtech Industries, Inc. Methods for ameliorating oil spills in marine and inland waters
US6541569B1 (en) 1997-01-10 2003-04-01 Abtech Industries, Inc. Polymer alloys, morphology and materials for environmental remediation
AU732308B2 (en) 1997-01-10 2001-04-12 Abtech Industries, Inc. Systems for ameliorating aqueous hydrocarbon spills
NL1005731C2 (nl) * 1997-04-04 1998-10-07 Zeffex Plastics Bv Lichtgewicht en flexibel niet-metallisch steekwerend materiaal.
US6099723A (en) 1997-06-06 2000-08-08 Abtech Industries, Inc. Catchbasin systems for filtering hydrocarbon spills
AU751991B2 (en) 1998-02-18 2002-09-05 Abtech Industries, Inc. Curb-inlet storm drain systems for filtering trash and hydrocarbons
US6080307A (en) 1998-09-29 2000-06-27 Abtech Industries, Inc. Storm drain systems for filtering trash and hydrocarbons
US6893989B2 (en) * 1999-10-21 2005-05-17 Twaron Products V.O.F. Stab-resisting material, a coated carrier to be used therewith, and clothing made of said material
FR2813309B1 (fr) * 2000-08-30 2003-02-21 Total Raffinage Distribution Emulsions aqueuses de bitume synthetique, leur procede de preparation et leurs applications
US20020058734A1 (en) * 2000-09-01 2002-05-16 Harlan C. Wayne Asphalt emulsion
US6531059B1 (en) 2000-10-05 2003-03-11 Abtech Industries, Inc. Suspended runoff water filter
WO2002034860A1 (en) * 2000-10-20 2002-05-02 Michael James Hudson Artificial surface for the growing of turf forming grasses and other plants
DE102004050085A1 (de) * 2004-10-14 2006-04-27 Basf Ag Vernetzbare Polyisobuten-Zusammensetzungen
FR2918066B1 (fr) 2007-06-26 2010-11-19 Total France Liant concentre non gelifiable et pompable pour bitume/polymere
FR2924121A1 (fr) * 2007-11-27 2009-05-29 Total France Sa Composition bitumineuse elastique reticulee de maniere thermoreversible
FR2929616B1 (fr) * 2008-04-08 2011-09-09 Total France Procede de reticulation de compositions bitume/polymere presentant des emissions reduites d'hydrogene sulfure
US7935749B2 (en) * 2008-04-17 2011-05-03 Carlson David A Production of warm-mix asphalt compositions utilizing a polyhydric alcohol
CN105238080A (zh) * 2014-07-12 2016-01-13 卢桂才 反应型改性沥青及其生产方法
US10919012B2 (en) * 2015-09-15 2021-02-16 Kuraray Co., Ltd. Crude oil dispersion stabilizer
US11987747B2 (en) * 2022-06-03 2024-05-21 Saudi Arabian Oil Company Sand consolidation using asphaltene/tar with solvents and adsorption system

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4038096A (en) * 1973-02-12 1977-07-26 Chevron Research Company Bituminous emulsion-mineral aggregate compositions containing silanes as adhesion promoters
JP2646240B2 (ja) * 1988-07-18 1997-08-27 日本ユニカー株式会社 防水シート用組成物
US5068270A (en) * 1989-07-13 1991-11-26 Nippon Unicar Company Limited Composition for water proof sheets
US5137947A (en) * 1989-07-13 1992-08-11 Nippon Unicar Company Ltd. Composition for water proof sheets
FR2664900B1 (fr) * 1990-07-20 1994-07-22 Elf France Procede pour preparer en emulsion aqueuse un liant bitume/polymere a structure polymerique tridimensionnelle continue et application de ce liant a la realisation de revetements ou d'enrobes.
US5130354A (en) * 1991-05-13 1992-07-14 Shell Oil Company Asphalt-diene polymer composition with improved adhesion to polar materials

Also Published As

Publication number Publication date
US5414029A (en) 1995-05-09
EP0604258B1 (de) 1997-09-24
ES2106990T3 (es) 1997-11-16
FR2699187A1 (fr) 1994-06-17
CA2111301A1 (fr) 1994-06-15
EP0604258A1 (de) 1994-06-29
FR2699187B1 (fr) 1995-02-17
DE69314147D1 (de) 1997-10-30
JPH06234925A (ja) 1994-08-23
CA2111301C (fr) 2006-03-28
ATE158605T1 (de) 1997-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69314147T2 (de) Wässrige Bitumen-Polymer Emulsionen, deren Herstellungsverfahren und Verwendung
DE69502902T2 (de) Herstellung von bitumen/polymerzusammensetzungen und ihre verwendung
DE69511375T2 (de) Verfahren zur herstellung von bitumen-polymer-zusammensetzungen und ihre verwendung
DE69727638T2 (de) Verfahren zur herstellung von bitumen-polymer-zusammensetzungen und ihre verwendung
DE69403330T2 (de) Ungellierbare bitumen/polymer zusammensetzungen
DE69826801T2 (de) Verfahren zur herstellung von bitumen/polymer zusammensetzungen, ihre verwendung in beschichtungen
DE69405094T2 (de) Stabilisierte bitumenzusammensetzungen
DE2925106A1 (de) Bitumen-polymer-zusammensetzungen, ihre herstellung und verwendung
DE69628553T2 (de) Mit säure umgesetzte, polymermodifizierte asphaltzusammensetzungen und deren herstellung
DE69627127T2 (de) Verfahren zur herstellung von bitumen-polymer-zusammensetzungen, ihre verwendung als bindemittel für beschichtungen
DE69324572T2 (de) Bituminöse zusammensetzung und verfahren zu ihrer herstellung
DE68912044T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Bitumen-Polymer-Zusammensetzung.
DE69613133T2 (de) Bituminöse zusammensetzung
DE69323849T2 (de) Bitumen-Polymer Zusammensetzungen, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung
DE69008067T2 (de) Bitumen-/Polymerzusammensetzung mit einem bei Lagerung bei erhöhter Temperatur sich nicht ändernden Haftvermögen und Verfahren zur Herstellung derselben.
DE69810284T2 (de) Elastomermodifizierte bituminöse zusammensetzungen
DE69230339T2 (de) In-situ stabilisierte zusammensetzungen
DE69103842T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines eine durchgehende dreidimensionale Polymerstruktur aufweisenden Bitumen/Polymer-Bindemittels und Verwendung desselben in Überzugsmitteln oder Strassendeckenmischungen.
DE68922613T2 (de) Verfahren zur herstellung von bitumen-kautschuk-zusammensetzungen.
DE69620940T2 (de) Bituminöse Zusammensetzung
DE3003149A1 (de) Schwefelverbindungen und verfahren zu ihrer herstellung
DE10045162A1 (de) Asphaltbeton
DE69020303T2 (de) Emulsion bituminösen Bindemittels eine Viskosität aufweisend, die vom Skleroglukanzusatz kontrolliert wird.
DE69432067T2 (de) Bituminöse Zusammensetzungen für schalldämpfende Materialien
DE69313964T2 (de) Bei temperaturen niedriger als 100 c vulkanisierbare zusammensetzung aus bitumen und polymer, ihre herstellung und verwendung

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee