DE69314210T2 - Verfahren und Vorrichtung zur multimodalen und multifunktionalen Datenübertragung zwischen einem Benutzer und einem oder mehreren Rechnern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur multimodalen und multifunktionalen Datenübertragung zwischen einem Benutzer und einem oder mehreren RechnernInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Multimode- und Multifunktions-Verbindung zwischen einem Operator und mindestens einem Prozessor.
- Sie betrifft insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Herstellung eines ergonomischen und einfachen Kommunikationsgeräts, das außerdem dazu beitragen kann, die Komplexität und das Volumen der Anlagen zu verringern, die zur Ausrüstung der heutigen Flugzeug-Cockpits gehören.
- Allgemein ist bekannt, daß bereits viele Arten von Geräten für den Dialog Operator/Prozessor vorgeschlagen wurden, wobei die am weitesten verbreiteten Geräte Tastaturen (statisch, dynamisch, neukonfigurierbar usw.) oder Manipulatoren wie z.B. Joystick oder Maus sind.
- Diese Geräte können auf verschiedene Weise verwendet werden. So können bestimmte Tasten Funktionen zugeordnet sein, andere dienen zur Erfassung von Informationen, die nach und nach im Verlauf ihrer Erfassung angezeigt werden (oder nicht) und die vom Prozessor erst nach einer Validierung berücksichtigt werden.
- Die Tastatur kann außerdem dazu dienen, einen Cursor auf einem Bildschirm zu verschieben, um ihn in eine bestimmten Zone zu bringen, die einer durch den Prozessor identifizierbaren Information zugeordnet ist. Eine Einwirkung auf Validierungsmittel ermöglicht dann die Berücksichtigung dieser Information durch den Prozessor.
- Dieses letztere Verfahren wird von Manipulatoren wie z.B. einer Maus verwendet, deren Verschiebungen auf einer beliebigen Oberfläche eine entsprechende Verschiebung des Cursors bewirken und die eine Validierungstaste enthalten, die es ermöglicht, die auf dem Bildschirm angezeigte Informationen zu validieren (anzuklicken).
- Bei einer neu konfigurierbaren Tastatur können Form, Lage und Funktion der Tasten verändert werden, z.B. bei jeder Veränderung der Betriebsweise des Systems.
- Die Tastatur kann schließlich dynamische Tasten enthalten, deren Funktionen, die gemäß den verschiedenen Betriebsarten des Systems variieren können, auf dem Bildschirm angezeigt werden.
- Es hat sich herausgestellt, daß diese verschiedenen Kommunikationsgeräte nicht gut geeignet sind für Systeme, die eine große Anzahl von Betriebsarten besitzen, und insbesondere dann nicht, wenn man mit mehreren Prozessoren in Verbindung treten will, die eigene Anzeigemittel aufweisen.
- Man hat nämlich festgestellt, daß die Konfiguration einer Tastatur zu starr ist und daß sie, selbst wenn sie neukonfigurierbar ist, zuviel Aufmerksamkeit vom Piloten erfordert, der große Schwierigkeiten hat, sich alle Konfigurationen anzueignen. Auch die Verschiebung eines Cursors auf dem Bildschirm mit Hilfe eines Manipulators ist ein Vorgang, der in vielen Fällen zu lange die Aufmerksamkeit des Operators erfordert (z.B. bei der einfachen Auswahl eines Prozessors, mit dem man in Verbindung treten will, der Betriebsart, oder einer Variablen, die man ändern will, usw.).
- Aus der Druckschrift EP-A-0 129 286 ist ein Gehäuse zur Fernsteuerung einer Vielzahl von elektrischen Geräten bekannt, das eine Tastf[äche aufweist, die auch als Anzeigeschirm dient. Dieses Gehäuses arbeiten gemäß zwei Modi. Im ersten Modus werden die zu steuernden Geräte auf dem Bildschirm angezeigt. Im zweiten Modus werden die Steuerparameter des im ersten Modus ausgewählten Geräts auf dem Bildschirm angezeigt. Aus der Druckschrift DP-A-30 43 788 ist weiter eine sensitive Platte bekannt, auf der die Verschiebung einer Schreiberspitze in zwei vorbestimmten virtuellen Zonen, die zwei unabhängigen Anzeigeschirmen entsprechen, einen Cursor von einem Bildschirm zum anderen übergehen läßt.
- Ein weiterer Nachteil der heutigen Geräte betrifft ihre Ergonomie, insbesondere bei der Veränderung einer auf einem Bildschirm angezeigten Variablen.
- Üblicherweise wird diese Veränderung erhalten, indem man einen Druck auf eine Taste (z.B. + oder -) ausübt, was eine Inkrementierung oder eine Dekrementierung der Variablen bewirkt, und somit einen Durchlauf dieser Variablen mit einer mehr oder weniger hohen Geschwindigkeit, bis der gewünschte Wert erreicht ist. Es gibt hier keine Korrelation zwischen der Handbewegung des Operators und der Durchlaufgeschwindigkeit der Variablen, auch nicht zwischen dem Abstand zwischen tatsächlichem Wert und gewünschtem Wert der Variablen und dem Ausmaß einer Verschiebung, die der Operator durchführen muß, um den gewünschten Wert zu erhalten.
- Um zu diesem Ergebnis zu kommen, verwendet man natürlich häufig Steuervorrichtungen, die eine Analog-Digital-Umwandlung durchführen, wie z.B. Kodierräder. Diese Lösung ist aber mit dem Multimode- und Multifunktions-Charakter des herzustellenden Geräts nicht zu vereinbaren.
- Die Erfindung hat also insbesondere zum Ziel, diese Nachteile zu beseitigen.
- Zu diesem Zweck schlägt sie ein Kommunikationssystem zwischen einem Operator und mindestens einem Prozessor vor, das verwendet: - mehrere Anzeigeelemente, die vom Prozessor verwaltet werden und gemäß einer bestimmten geometrischen Anordnung verteilt sind, wobei diese Anzeigeelem ente verschiedenen Funktion alitäten zugeordnet werden können, eine geeignete Symbolik für jede dieser Funktionalitäten aufweisen und es ermöglichen, einen Parameter in Verbindung mit dieser Funktion anzuzeigen oder nicht,
- - ein Kommunikationsgerät mit einer empfindlichen Fläche, die mit dem Prozessor derart gekoppelt ist, daß sie mit diesem in Verbindung tritt, um die Anzeigeelemente gemäß einem Betriebsablauf zu verwalten, der mindestens die folgenden Modi aufweist:
- - einen ersten Modus, gemäß dem aus der Sicht des Prozessors die empfindliche Fläche virtuell in eine Vielzahl von Zonen in isomorpher Übereinstimmung mit der geometrischen Anordnung der Anzeigeelemente aufgeteilt ist, wobei diese erste Betriebsart es dem Operator ermöglicht, ein Anzeigeelement und die ihm entsprechende Funktionalität auszuwählen, indem er direkt auf die entsprechende Zone der empfindlichen Fläche einwirkt und indem er diese Wahl durch eine Einwirkung auf Validierungsmittel validiert,
- - eine zweite Betriebsart, die auf die ersten folgt und in der eine auf dem ausgewählten Anzeigeelement angezeigte Variable nach einer Verschiebung eines Gegenstands wie z.B. eines Fingers des Operators auf der empfindlichen Fläche verändert wird, wobei der Prozessor dann zyklisch die Erfassung der Position des Gegenstands auf der Fläche, die Bestimmung der Verschiebung des Gegenstands zwischen zwei aufeinanderfolgenden Positionen, die Berechnung eines neuen Werts der Variablen in Abhängigkeit von ihrem Wert im vorhergehenden Zyklus und von der so bestimmten Verschiebung und die Anzeige eines neuen Werts durchführt.
- Diesen beiden Betriebsarten kann eine zusätzliche Betriebsart hinzugefügt werden, insbesondere dann, wenn das während der ersten Betriebsphase ausgewählte Anzeigeelement mehrere Parameter anzeigt, wobei diese zusätzliche Betriebsart einen Index verwendet, der in homothetischer Verbindung mit der Verschiebung eines Gegenstands auf der empfindlichen Fläche verschoben werden kann. Außerdem sind Validierungsmittel vorgesehen, um eine Zone des Anzeigeelements, auf die der Index zeigt, und die dieser Zone entsprechende Information zu validieren.
- Vorteilhafterweise können Mittel vorgesehen werden, um zu bewirken, daß nach der Wahl eines Anzeigeelements oder einer Anzeigezone, aber vor der Validierung dieser Wahl, das Anzeigeelement (oder die Anzeigezone) erkennbar ist.
- Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung als nicht einschränkend zu verstehende Beispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
- Figur 1 zeigt schematisch in Perspektive den vorderen Teil und den zentralen Teil eines Cockpits eines Flugzeugs, das eine Vielzahl von Anzeigegeräten aufweist, die ausgehend von einer einzigen Steuerung gesteuert werden, die hier aus einer empfindlichen Fläche besteht.
- Figur 2 zeigt schematisch die verschiedenen Zonen der empfindlichen Fläche in isomorpher Übereinstimmung mit den Anzeigegeräten.
- Figur 3 zeigt schematisch verschiedene Elemente, die auf den beiden Bildschirmen des Steuersystems des Flugzeugs angezeigt sind (PFD) ("Primary Flight Display").
- Figur 4 zeigt schematisch die Zusammensetzung der Zonen der empfindlichen Fläche für die Bildschirme der in Figur 3 gezeigten Art.
- Figur 5 zeigt schematisch ein Anzeigegerät der Art ND ("Navigation Display"), das im in Figur 1 gezeigten Cockpit während einer Revisionsphase einer Flugebene verwendet wird.
- Figur 6 zeigt die Zusammensetzung der Zonen der empfindlichen Fläche in Übereinstimmung mit der Anzeige des Anzeigegeräts ND im Mo dus der Revision einer Flugebene.
- Figur 7 zeigt schematisch eine empfindliche Fläche im Querschnitt.
- Figur 8 zeigt eine Teilansicht, die die Form und die Verteilung der Elektroden der empfindlichen Fläche sowie die ihnen zugeordneten Elektronikschaltungen darstellt.
- Das in Figur 1 gezeigte Cockpit ist für zwei nebeneinander sitzende Piloten ausgebildet.
- Es enthält unter der Windschutzscheibe (nicht dargestellt) des Flugzeugs eine im wesentlichen T-förmige senkrechte Instrumententafel 1, deren zentraler Bereich 2 nach unten durch eine waagrechter Platte 3 verlängert wird. Diese Platte, die in Bezug auf den Boden des Cockpits leicht erhöht ist, trennt die den beiden Piloten zugeteilten Plätze. Sie trägt eine Vielzahl von manuellen Steuerungen, wie z.B. die Gashebel, die Steuerhebel für die Flügelklappen, für die Bremsklappen usw. Von diesen Steuerungen wurden nur zwei nebeneinander angeordnete Tastatur-Bildschirm-Displays 4, 5 (eines je Pilot) und zwei empfindliche Flächen 6, 6' dargestellt, deren Aufgabe in der nachfolgenden Beschreibung erklärt wird.
- Die Tastatur-Bildschirm-Displays 4, 5, die üblicherweise MCDU ("Multipurpose Control Display Unit") genannt werden, sollen einen Dialog zwischen dem Flugsteuersystem und dem Piloten herstellen, z.B. mit dem Zweck der Revision einer Flugebene (in diesem letzteren Fall ermöglicht das Display die Erfassung einzelner Punkte, die die Flugebene definieren, und anschließend die Veränderung dieser Flugebene).
- Das obere Brett der Instrumententafel (das den waagrechten Zweig des T bildet) enthält fünf Anzeigeschirme:
- - zwei Paare von seitlichen Bildschirmen 7, 8-9, 10, die je vor einem der Piloten angeordnet sind und je aufweisen:
- . einen PFD-Bildschirm 7, 10, der die für die Flugsteuerung nützlichen Informationen anzeigt, wie z.B. die augenblicklichen Fluginformationen (Geschwindigkeit, Flughöhe, Kurs, Trimmlage, Lastigkeit usw.), und
- . einen ND-Bildschirm 8, 9, der die Informationen in Bezug auf die Navigation anzeigt (zu folgende Flugstrecke, Funknavigationsbaken, Passierpunkte usw.), und
- - einen zentralen EWD-Bildschirm 11 ("Engine and Warning Display") für die Anzeige von Informationen, die vom zentralisierten Steuersystem des Flugzeugs kommen, und insbesondere Informationen in Bezug auf die Motoren und Alarmnachrichten.
- Der senkrechte Zweig der Instrumententafel enthält seinerseits unterhalb des zentralen EWD-Bildschirms 11 einen Bildschirm der Art SD ("System Display") 12, der dazu dient, die Informationen bezüglich der Routinesysteme des Flugzeugs anzuzeigen.
- Diese verschiedenen Bildschirme, die bestimmten Prozessoren zugeordnet sind, bilden ein Anzeigesystem mit einer Vielzahl von Anzeigeelementen, mit jedem von denen der Pilot so einfach und so natürlich wie möglich kommunizieren können soll.
- In diesem System kann jedes Anzeigeelement aus einem Bildschirm oder aus einem Teil eines Bildschirms bestehen, wobei selbstverständlich ein Bildschirm mehrere voneinander getrennte Zonen aufweisen kann, die je eine Untereinheit des Anzeigeelements bilden, die nachfolgend "Anzeige- Unterelement" genannt wird.
- Es ist klar, daß die Form und die Anordnung der Bildschirme innerhalb des Cockpits im Prinzip festgelegt sind.
- Dagegen können die Form und die Anordnung der Anzeige-Unterelemente innerhalb ihrer Bildschirme variieren, z.B. von einem Funktionsmodus zum anderen.
- In diesem Zusammenhang hat die Erfindung insbesondere die Herstellung einer zentralisierten Steuerung zum Ziel, die es dem Piloten erlaubt, einfach und ergonomisch mit allen Anzeigeelementen und den Anzeige-Unterelementen zu kommunizieren.
- Um zu diesem Ergebnis zu kommen, schlägt sie die Verwendung einer empfindliche Fläche 6, 6' (eine für jeden Piloten) vor, die mit den verschiedenen Prozessoren gekoppelt ist, die zu den jedem Piloten zugeordneten Anzeigeelementen gehören, zum Beispiel über einen Kanalwähler oder sogar über eine Verbindung über einen gemeinsamen Bus und/oder geeignete Eingangs-Ausgangs-Schnittstellen.
- Wie schematisch in Figur 7 dargestellt, enthält diese empfindliche Fläche 6 ein Trägerelement 14 mit einer steifen ebene Oberfläche, die mit einem sogenannten "empfindlichen" Belag bedeckt ist, der es ermöglicht, das Vorhandensein eines Gegenstands wie z.B. eines Fingers des Piloten auf (oder in direkter Nähe) der Fläche zu erfassen und zu lokalisieren.
- Zu diesem Zweck kann dieser empfindliche Belag zwei Elektrodenschichten 17, 18 aufweisen, die miteinander über leitenden Verbindungen in Matrixkonfiguration verbunden sind, wobei eine der Schichten die Zeilen enthält, während die andere die Spalten bildet (Figur 8).
- Eine Abfragevorrichtung 19 legt an diese Zeilen und Spalten ein elektrisches Signal an und identifiziert diejenigen unter ihnen, bei denen sie aufgrund der Nähe oder des Vorhandenseins des Gegenstands, dessen Position man erfassen will, eine Veränderung des Signals festgestellt hat.
- Eine Ausführungsform einer Verbindungsschaltung ist beispielhaft zwischen einer Zeile und einer Spalte einerseits und der Abfragevorrichtung 19 andererseits dargestellt.
- Vorteilhafterweise wird die Position des Gegenstands durch den Schwerpunkt der beeinflußten Zone bestimmt. Man erhält so eine empfindliche Fläche mit hoher Auflösung.
- In diesem Beispiel trägt die empfindliche Fläche keine Symbolik: Sie muß unabhängig von der von den verschiedenen Anzeigeelementen verwendeten Symbolik verwendet werden können.
- Wie oben erwahnt, besitzt diese empfindliche Fläche mehrere Betriebsarten:
- - eine Vielzahl von Betriebsarten zur Auswahl eines Anzeigeelements, bei jeder von denen die empfindliche Fläche virtuell in eine Vielzahl von Zonen aufgeteilt wird, die mit der Anordnung entweder der Anzeigeelemente innerhalb des Cockpits oder der Anzeige-Unterelemente innerhalb eines beliebigen der Anzeigeelemente isomorph übereinstimmen,
- - eine Betriebsart der Aktualisierung einer Variablen durch Verschiebung eines Gegenstands, z.B. des Fingers des Piloten, auf der empfindlichen Fläche,
- - eine Betriebsart der Auswahl einer Zone (entsprechend einer Funktion) innerhalb eines Anzeigeelements, wobei diese Betriebsart die Führung eines Cursors mit Hilfe der Verschiebung des Fingers auf der empfindlichen Fläche und dann die Validierung der gewünschten Zone enthält, sobald sie vom Cursor markiert wurde.
- Zu diesen verschiedenen Betriebsarten kann ein Modus "dynamische Taste" hinzukommen, bei dem die empfindliche Fläche virtuell in eine Vielzahl von Steuerzonen in isomorpher Übereinstimmung mit Zonen des Bildschirms unterteilt wird, in denen die Funktionen angezeigt sind, die nach der Beanspruchung der Zonen der empfindlichen Fläche erhalten wurden.
- Ursprünglich befinden sich die empfindlichen Flächen im Modus der Auswahl der Anzeigeelemente (hier Bildschirme des Cockpits, Figur 2).
- Jede empfindliche Fläche ist dann virtuell in fünf Zonen unterteilt, die auf drei Ebenen verteilt sind, d.h.:
- - drei Zonen 21, 22, 23, die nebeneinander angeordnet sind, um die erste Ebene zu bilden, wobei diese drei Zonen je den Bildschirmen 7, 8, 11 bzw. 11, 9, 10 des Cockpits entsprechen,
- - eine Zone 24, die Gesamtheit der zweiten Ebene einnimmt und dem Bildschirm 12 entspricht, und
- - eine Zone 25, die die dritte Ebene einnimmt und die den Tastatur/Bildschirm-Displays 4 oder 5 entspricht.
- Um einen Bildschirm auszuwählen, muß der Pilot nur seinen Finger auf die Zone der empfindlichen Fläche legen, die mit diesem Bildschirm übereinstimmt. Dieser Vorgang bewirkt eine Anzeige des betroffenen Bildschirms (z.B. das Aufleuchten einer Leuchtanzeige). Der Pilot muß dann seine Wahl durch eine Einwirkung auf Validierungsmittel validieren. Diese Validierung hat zur Wirkung, eine Verbindung zwischen der empfindlichen Fläche 6 und dem zum gewählten Bildschirm gehörenden Prozessor herzustellen und eine Änderung der Betriebsart hervorzurufen, um die Betriebsart anzunehmen, die diesem Bildschirm entspricht. Natürlich kann diese neue Betriebsart ein Auswahlmodus der auf dem Bildschirm dargestellten Anzeige-Unterelemente, ein Modus der Aktualisierung einer Variablen, z.B. wenn das auf dem Bildschirm angezeigte Bild eine Gesamtheit bildet, in der die Variable angezeigt ist, oder ein Auswahlmodus einer Zone des Bildschirms durch Verschiebung eines Cursors sein.
- Die Figuren 3 und 5 zeigen zwei Arten von Bildschirmen, die es ermöglichen, diese Betriebsarten darzustellen.
- So ist der in Figur 3 gezeigte PFD-Bildschirm (der einem der Bildschirme 7 und 10 der Figur 1 entspricht) in drei Bereiche aufgegliedert, die je ein eigenständiges Anzeigeelement bilden, d.h.:
- - einen zentralen, rechteckigen Bereich 30, der einen
- Flugsteuerungs-Horizont gemäß einer klassischen Symbolik darstellt, mit einer für die Längs- und Seiten-Trimmlage repräsentativen geradlinigen Skala und mit einer kreisförmigen Skala, die es ermöglicht, den Unterschied zwischen dem momentanen Wert des Kurses und einem in einem Fenster 31 angezeigten Sollwert anzuzeigen,
- - einen linken Seitenrand 32, der links den zentralen Bereich
- 30 verlängert, wobei dieser Rand 32 eine senkrechte Instrumentenskala aufweist, zu deren beiden Seiten zwei Indices angeordnet sind, d.h. ein Index 33, der die Geschwindigkeit des Flugzeugs angibt, und ein Index 34, der die Sollgeschwindigkeit angibt, und
- - einen rechten Seitenrand 35, der rechts den zentralen
- Bereich 30 verlängert, wobei dieser Rand 35 eine senkrechte instrumentenskala enthält, zu deren beiden Seiten zwei Indices angeordnet sind, d.h. ein Index 36, der die Flughöhe des Flugzeugs angibt, und ein Index 37, der aus einem Fenster besteht, in dem die Sollflughöhe angezeigt ist.
- Nach der Wahl dieses Bildschirms durch Berührung der Zone 21 der empfindlichen Fläche 6 und dann einer Validierung, die durch Einwirkung auf die Validierungsmittel erhalten wird, erfährt die empfindliche Fläche 6 eine Neukonfigurierung und wird in drei Hauptzonen unterteilt, die in Figur 4 zu sehen sind, d.h.: eine Zone 40, die dem zentralen Bereich 30 des PFD- Bildschirms entspricht, ein linker Seitenbereich 41, der dem linken Seitenrand 32 entspricht, und ein rechter Seitenbereich 42, der dem rechten Seitenrand 35 entspricht.
- Die Beanspruchung eines dieser Bereiche der empfindlichen Fläche 6, z.B. des Bereichs 41, bewirkt zunächst das Auftreten eines leuchtenden Rahmens, der den linken Seitenrand 32 umrandet (in unterbrochenen Linien gezeichnet).
- Die Validierung dieser Wahl bewirkt eine Änderung der Betriebsart der empfindlichen Fläche 6, die automatisch in den Modus der Veränderung einer Variablen übergeht.
- Bei dieser Betriebsart ist die empfindliche Fläche 6 nicht mehr virtuell aufgeteilt: Sie ermöglicht es, das Ausmaß und die Richtung der Verschie bungen des Fingers des Piloten zu bestimmen, und dies unabhängig von seiner Position auf der empfindlichen Fläche 6, einen neuen Wert der Variablen (hier der Flughöhen-Sollwert) in Abhängigkeit von dem Ausmaß dieser Verschiebung zu berechnen, und die neuen Werte der Variablen (hier der Flughöhen-Sollwert) mit Hilfe des zu diesem Zweck vorgesehenen Index 34 anzuzeigen.
- Die Beanspruchung der Bereiche 40 und 42 löst einen ähnlichen Prozeß aus, der es dem Piloten ermöglicht, die Sollwerte des Kurses und der Geschwindigkeit zu ändern.
- Im in Figur 4 gezeigten Beispiel enthält die empfindliche Fläche 6 außerdem eine untere Zone 43, deren Beanspruchung gefolgt von einer Validierung, eine Rückkehr des Systems in den Modus der Auswahl der Bildschirme und die Neukonfigurierung der empfindlichen Fläche gemäß der in Figur 2 gezeigten Anordnung bewirkt.
- Die Auswahl eines ND-Bildschirms (z.B. Bildschirm 8) durch Beanspruchung und Validierung der Zone 22 der empfindlichen Fläche 6 ermöglicht es zum Beispiel dem Piloten, in den Modus der Revision der seitlichen Flugebene des Flugzeugs überzugehen.
- Bei dieser Betriebsart, die teilweise in Figur 5 dargestellt ist, kann die empfindliche Fläche 6 in zwei Teile geteilt sein, d.h.:
- - einen ersten Teil 45, der dazu dient, die Verschiebung eines Cursors 46 auf dem Bildschirm 8 mit Hilfe einer Verschiebung homothetisch zu der des Fingers des Piloten auf der empfindlichen Fläche zu steuern und eine Zone des Bildschirms zu validieren, die vom Cursor 46 angezeigt wird,
- - einen zweiten Teil, der Zonen 47, 48, 49, 50 begrenzt, die dynamische Tasten darstellen, deren Funktionen (die sich von einem Modus zum ande ren ändern) im unteren Teil des Bildschirms 8 in Zonen 51, 52, 53, 54 angegeben sind, die in isomorpher Übereinstimmung mit den Zonen 47, 48, 49, 50 stehen.
- Ursprünglich enthält die auf dem Bildschirm angezeigte Flugebene eine Strecke, die durch die einzelnen Punkte A bis G verläuft, die sich je im Zentrum von empfindlichen Zonen befinden, die durch kleine Kreise dargestellt sind.
- Im unteren Teil des Bildschirms zeigen die vier rechteckigen Bereiche zum Beispiel die vier vorn Hauptmenü vorgeschlagenen Revisionsmodi an:
- - den Modus "NEW WPT" (Einfügung eines neuen Punkts in den Flugebene),
- - den Modus "DIR-TO", der es ermöglicht, einen Punkt zu definieren, zu dem das Flugzeug sich ausgehend von seiner aktuellen Position hin bewegen soll,
- - den Modus "CLEAR", der es ermöglicht, einen einzelnen Punkt zu löschen,
- - den Modus "CLR DISC", der es ermöglicht, eine Unterbrechung zu beseitigen.
- Die Auswahl und dann die Validierung einer der dynamischen Tasten bewirkt die Anzeige eines Sekundärmenüs in den Zonen 51 bis 54. Der erste Bereich (45) des Bildschirms 8 kann dann verwendet werden, um den Cursor 46 in homothetischem Modus zu bewegen, z.B. um einen vorhandenen einzelnen Punkt anzuzeigen und/oder zu validieren und ggf. um einen neuen einzelnen Punkt zu erzeugen.
Claims (6)
1. Kommunikationssystem zwischen einem Operator und mindestens einem
Prozessor, das verwendet:
- mehrere Anzeigeelemente (4, 5 und 7 bis 12), die vom
Prozessor verwaltet werden und gemäß einer bestimmten geometrischen
Anordnung verteilt sind, wobei diese Anzeigeelemente (4, 5 und 7 bis 12)
verschiedenen Funktion alitäten zugeordnet werden können, eine
geeignete Symbolik für jede dieser Funktionalitäten aufweisen und es
ermöglichen, einen Parameter in Verbindung mit dieser Funktion anzuzeigen
oder nicht,
- ein Kommunikationsgerät mit einer empfindlichen Fläche (6,
6'), die mit dem Prozessor derart gekoppelt ist, daß sie mit diesem in
Verbindung tritt, um die Anzeigeelemente (4, 5 und 7 bis 12) zu steuern,
wobei der Dialog zwischen dem Gerät und dem Prozessor gemäß einem
Betriebsablauf erfolgt, der mindestens die folgenden Betriebsarten aufweist:
- einen ersten Betriebsmodus, gemäß dem aus der Sicht des
Prozessors die empfindliche Fläche (6, 6') virtuell in eine Vielzahl von
Zonen in isomorpher Übereinstimmung mit der geometrischen
Anordnung der Anzeigeelemente (4, 5 und 7 bis 12) aufgeteilt ist, wobei dieser
erste Modus es dem Operator ermöglicht, ein Anzeigeelement und die ihm
entsprechende Funktionalität auszuwählen, indem er direkt auf die
entsprechende Zone der empfindlichen Oberfläche (6, 6') einwirkt und indem
er diese Wahl durch eine Einwirkung auf Validierungsmittel validiert,
- einen zweiten Betriebsmodus, der auf den ersten folgt und in
dem eine auf dem ausgewählten Anzeigeelement angezeigte Variable nach
einer Verschiebung eines Gegenstands wie z.B. eines Fingers des
Operators
auf der empfindlichen Fläche (6, 6') verändert wird, wobei der
Prozessor dann zyklisch die Erfassung der Position des Gegenstands auf der
Fläche (6, 6'), die Bestimmung der Verschiebung des Gegenstands
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Positionen, die Berechnung eines neuen
Werts der Variablen in Abhängigkeit von ihrem Wert im vorhergehenden
Zyklus und von der so bestimmten Verschiebung und die Anzeige eines
neuen Werts durchführt.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzeigeelemente (4, 5 und 7 bis 12) aus unterschiedlichen Anzeigeschirmen, die
unterschiedlichen Funktionalitäten zugeordnet werden können, und/oder aus
Bereichen eines einzigen Bildschirms (Anzeige-Unterelement) bestehen.
3. System nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dialog zwischen dem Gerät und dem Prozessor einen zusätzlichen
Betriebsmodus enthält, der einen Index (46), der auf einem vorher
ausgewählten Anzeigeelement in homothetischer Verbindung mit der
Verschiebung eines Gegenstands auf der empfindlichen Fläche (6, 6') verschiebbar
ist, und Mittel verwendet, um die Zone des Anzeigeelements, auf die der
Index (46) zeigt, und gleichzeitig die dieser Zone entsprechende Information
zu validieren.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dialog zwischen dem Element und dem Prozessor
außerdem einen Betriebsmodus aufweist, der eine Aufteilung der empfindlichen
Fläche (6, 6'), die dynamische Tasten (47 bis 50) begrenzt, und eine
entsprechende Aufteilung des gewählten Anzeigeelements verwendet, die Zonen (51
bis 54) begrenzt, in denen die den dynamischen Tasten (47 bis 50)
zugeordneten Funktionen angezeigt sind.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß vor der während der ersten Betriebsphase durchgefuhrten
Validierung die Auswahl eines Anzeigeelernents eine Anzeige des gewählten
Anzeigeelements bewirkt.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige im
Auftreten eines leuchtenden Rahmens um das Anzeigeelernent (31, 32, 33)
herum besteht.
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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