DE69314678T2 - Prozess zur Verbesserung Anhydrid-functionalisierter Polymere und Produkt - Google Patents

Prozess zur Verbesserung Anhydrid-functionalisierter Polymere und Produkt

Info

Publication number
DE69314678T2
DE69314678T2 DE69314678T DE69314678T DE69314678T2 DE 69314678 T2 DE69314678 T2 DE 69314678T2 DE 69314678 T DE69314678 T DE 69314678T DE 69314678 T DE69314678 T DE 69314678T DE 69314678 T2 DE69314678 T2 DE 69314678T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethylene
anhydride
adhesive
alcohol
copolymers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69314678T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69314678D1 (de
Inventor
Jeffrey A Jones
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Equistar Chemicals LP
Original Assignee
Quantum Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Quantum Chemical Corp filed Critical Quantum Chemical Corp
Publication of DE69314678D1 publication Critical patent/DE69314678D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69314678T2 publication Critical patent/DE69314678T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09J—ADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J123/00—Adhesives based on homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Adhesives based on derivatives of such polymers
    • C09J123/02—Adhesives based on homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Adhesives based on derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C09J123/04—Homopolymers or copolymers of ethene
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00—Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/14—Esterification
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09J—ADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J123/00—Adhesives based on homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Adhesives based on derivatives of such polymers
    • C09J123/02—Adhesives based on homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Adhesives based on derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C09J123/04—Homopolymers or copolymers of ethene
    • C09J123/08—Copolymers of ethene
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2666/00—Composition of polymers characterized by a further compound in the blend, being organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials, non-macromolecular organic substances, inorganic substances or characterized by their function in the composition
    • C08L2666/02—Organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials
    • C08L2666/24—Graft or block copolymers according to groups C08L51/00, C08L53/00 or C08L55/02; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haftmischung, die ausgewogene optische Qualitäten und Transparenz aufweist, wenn sie sich in Form einer Folie befindet.
  • Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung eine Verbundstruktur, die aus vielen Schichten besteht, worin eine oder mehrere der Schichten ein Ethylenvinylalkohol ist, der daran haftend die oben genannte Haftmischung aufweist.
  • Vielschichtige Folienprodukte, worin eine oder mehrere der Harzschichten ein Polyolefin sind und eine oder mehrere der verbleibenden Harzschichten ein Homopolymer oder Copolymer eines Vinylalkohols sind, werden weit verbreitet in der Verpackungsindustrie verwendet, wenn Barriereeigenschaften gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff benötigt werden. Beide dieser oben genannten Harze sind coextrudierbar und sehr geeignet für die Konstruktion von vielschichtigen Foheen. Das Polyolefin in der Struktur sorgt für einen hohen Grad an Impermeabilität gegen Wasserdampf und eine Resistenz gegen Chemikalien, während das Vinylalkoholharz für die Defizienz des Polyolefins im Hinblick auf die Permeabilität von Sauerstoff und anderen Gasen sorgt. Vinylalkohol-Polymere sind wohlbekannt für ihre geringe Gaspermeabilität und Ethylenvinylalkohl (EVOH)-Copolymere sind insbesondere geeignet im Hinblick auf ihre einfache Coextrudierbarkeit. Eine oder mehrere andere Harzschichten, z.B. Polyamid, Ethylen- Vinylacetat (EVA)-Copolymer, Polyester oder Polyvinylidenchlorid können ebenfalls in die Konstruktion eingeschlossen sein, um der Folie andere gewünschte Eigenschaften zu verleihen.
  • Da die Vinylalkohol-Polymere nicht so gut an einigen der oft verwendeten Harze haften, insbesondere Polyolefine und EVA- Copolymeren, wird eine Zwischenschicht eines Haftmaterials, das eine gute Adhäsion an beide Harzsubstrate aufweist, im allgemeinen zwischen ihnen coextrudiert. Dieses Haftmaterial, manchmal als "Verbindungsschicht" bezeichnet, macht es möglich, einen vielschichtigen Folie zu erhalten, der eine hohe Resistenz gegen den Durchfluß von Gasen und Feuchtigkeit aufweist, wobei die Schichten resistent gegen eine Entlaminierung sind. Solche vielschichtigen Folieprodukte sind sehr angepaßt an ihre Verwendung als Verpackungsmaterialien, sowohl für Nahrungsmittel als auch Nicht-Nahrungsmittel, die eine haltbare Barriereverpackung gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff benötigen.
  • Modifizierte Polyolefine werden weit verbreitet als Zwischenschichtmaterial verwendet. Im allgemeinen ist das modifizierte Polyolefin ein Polyethylen oder Polypropylenharz, das durch Aufpolymerisieren eines ungesättigten, Fusionsring-Carbonsäureanhydrids modifiziert wurde, z.B. Maleinsäureanhydrid. Diese aufpolymerisierten Polymere sind im typischen Fall mit einem oder mehreren anderen Polymeren vermischt, um das gewünschte Gleichgewicht der Eigenschaften zu erhalten.
  • Obwohl coextrudierte Folien mit akzeptablen Niveaus einer Haftung unter Verwendung der Anhydrid-funktionalisierten Polyolefinmischungen erzeugt werden können, kann in einigen Fällen eine korrespondierende Abnahme der optischen Qualitäten der resultierenden vielschichtigen Folienstruktur beobachtet werden. In schweren Fällen weist die Folie einen Schleier auf oder ist wolkig, was natürlich für die Verbraucher nicht wünschenswert ist, die einen klaren, wasserweißen Folie wünschen, um ihre verpackten Güter darzustellen. Während die optische Qualität der meisten Foliee auf ein akzeptables Niveau gebracht werden kann, durch eine genaue Auswahl und Kontrolle der Verfahrensbedingungen, z.B. durch eine Kontrolle der Temperatur der Polymerschmelze (Schmelzen), eine Variation der Zeitspanne, in der die Harzschmelzen in Kontakt sind und der Rate des Abkühlens, ist es bei kommerziellen Verarbeitungen nicht immer möglich, diese Parameter in dem notwendigen Ausmaß zu variieren, aufgrund der Ausrüstungsbegrenzungen und der negativen Wirkungen, die diese Änderungen auf andere Eigenschaften auswirken können. Z.B. reduziert die Abnahme der Schmelztemperatur der Polymere die Haftung, während sie die optische Qualität des resultierenden Folies verbessert. Ähnlich verbessert die Verringerung der Zeitspanne, in der die geschmolzene Haftmischung in Kontakt mit der Polymermischung ist die optische Qualität, verringert aber die Haftwerte. Überlegungen hinsichtlich der Kosten und der Herstellung müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden, so daß, selbst wenn die optische Qualität und Haftung durch Reduktion der Abkühlungsrate der Folie, wenn er den Extruder verläßt verbessert wird, ist dies in der Regel kein akzeptabler Ansatz für kommerzielle Verarbeitungen, bei bei denen eine hohe Geschwindigkeit der Arbeitsleitung notwendig ist.
  • Es ist allgemein in der Industrie akzeptiert, daß die optische Qualität eines coextrudierten, vielschichtigen Folies nicht durch eine einzelne Eigenschaft bestimmbar ist. Vielmehr wird die optische Qualität durch ein Gleichgewicht von verschiedenen Eigenschaften bestimmt, insbesondere den Glanz, den Schleier und die Transparenz. Der Glanz ist eine Messung des glänzenden Erscheinungsbilds der Folieoberfläche, während der Schleier die Lichttransmissionsfähigkeit des Folies betrifft. Die Transparenz ist eine Messung der Fähigkeit, "durch den Folie durchzusehen", ohne relative weit entfernte Objekte zu verzerren. Während man annimmt, daß Glanz und Schleier in der Regel ein Ergebnis der Volumeneigenschaften der verwendeten Harze sind, nimmt man an, daß die eine schlechte Transparenz in vielen Fällen aufgrund eines Grenzflächenphänomens entsteht, das manchmal als "Grenzflächeninstabilität" bezeichnet wird. Es ist möglich, daß Foliee gute Werte für zwei dieser Eigenschaften aufweisen und trotzdem aufgrund einer Defizienz der verbliebenen Eigenschaft nicht akzeptabel sind. Z.B. kann eine Folie einen akzeptablen Glanz und Schleier aufweisen und trotzdem nicht akzeptabel für einen Hersteller sein, aufgrund seiner geringen Transparenz. Ein Gleichgewicht zwischen diesen drei Eigenschaften muß erreicht werden und keine der drei Eigenschaften darf unter ihre minimale, akzeptable Grenze fallen, wenn ein Folie als wirklich akzeptabel angesehen werden soll.
  • Während es bekannt ist, die Ester und Halbester von Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden, wie z.B. Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid, auf verschiedene Polymersubstrate aufzupfropfen, zeigen funktionalisierte Polymere, die durch ein direktes Pfropfen eines Halbesters auf ein Polymergrundgerüst erhalten werden, wesentlich schlechtere Transparenz als die Produkte der Erfindung, die durch Modifikation von zunächst gepfropfter Anhydridfunktionalität erzeugt wurden.
  • Die EP-A-0188901 offenbart eine Haftmischung, umfassend (A) 100 Gewichtsteile eines Polymers mit einer Kristallinität, bestimmt durch Röntgendiffraktometrie, von nicht mehr als 40%, wobei das Polymer ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus einem Ethylen/Vinylacetat-Copolymer und einem Ethylen/α-Olefin-statistischen Copolymer; (B) 1-50 Gewichtsteilen eines modifizierten Polyethylens, enthaltend 0,01-10 Gew.-% einer ungesättigten Carbonsäure oder ihres Derivats, darauf polymerisiert, und (C) 1-125 Gewichtsteile eines hydrierten, aromatischen Petroleum-Harzes, bei dem mindestens 70% des aromatischen Rings hydriert ist; mit der Maßgabe, daß die gesamte Menge der Bestandteile (B) und (C) nicht mehr als 150 Gewichtsteile beträgt.
  • Die GB-A-1055337 offenbart einen öllöslichen Ester einer im wesentlichen Kohlenwasserstoff-substituierten Bernsteinsäure und ein Verfahren zur Herstellung von öllöslichen Estern von substituierten Bernsteinsäuren durch Reaktion eines Alkohols mit einem im wesentlichen Kohlenwasserstoff-substituierten Bernsteinsäureanhydrid.
  • Die GB-A-2116187 offenbart Haftmischungen, die geeignet sind zur Bildung von Verbundstrukturen, umfassend in Gewicht:
  • (a) von 0,1-95 Teile eines Pfropf-Copolymers von 70-99,999% eines linearen Polyethylengrundgerüsts mit geringer Dichte, gepfropft mit von 30-0,001% von mindestens einem Pfropf- Monomer, das eine polymerisierbare, ethylenisch ungesättigte Carbonsäure oder deren Anhydrid ist oder von 50-99,9% eines linearen Polyethylengrundgerüstes geringer Dichte, copolymerisiert mit von 0,05-25% eines derartigen Pfropf-Monomers und von 0,05-25% eines ungesättigten Esters, und
  • (b) von 99,9-5 Teilen eines Polyolefinmischharzes.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Haftmischung bereit mit ausgewogenen optischen Eigenschaften und Transparenz, wenn sie in Form einer Folie vorliegt, wobei die Haftmischung die folgende Mischung umfaßt:
  • a) 0,1-30 Gew.-% eines modifizierten Anhydridfunktionalisierten Polymers, erhalten durch Reaktion eines Polyolefins, das mit 0,1-5 Gew.-% Maleinsäureanhydrid gepfropft wurde mit 0,1-1 Äquivalent eines aliphatischen Alkohols mit 1-10 Kohlenstoffatomen; und
  • b) 70-99,9 Gew.-% eines Ethylenpolymers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenhomopolymeren, Copolymeren von Ethylen und C&sub3;&submin;&sub8;-Olefinen und Ethylen-Ester- Copolymeren.
  • Außerdem stellt die vorliegende Erfindung eine Verbundstruktur bereit, bestehend aus vielen Schichten, worin eine oder mehrere der Schichten Ethylen-Vinylalkohol (EVOH) ist, der daran haftend die oben genannte haftende Mischung aufweist.
  • Die haftenden Anhydrid-funktionalisierten Polymere mit einem guten Gleichgewicht von optischen Qualitäten (transparent und zufriedenstellendem Glanz und Schleier), wenn sie in Form eines Folies vorliegen, werden bereitgestellt, indem man ein Anhydrid-funktionalisiertes Polymer mit von 0,1-1 Äquivalent eines C&sub1;-C&sub1;&sub0;-aliphatischen Alkohols reagieren läßt, um die gesamte oder ein Teil der Anhydrid- Funktionalität in den Halbester umzuwandeln. Die Äquivalenzverhältnisse von Alkohol zu Anhydrid und die Reaktionsbedingungen werden bestimmen, wieviel des Anhydrids in den Halbester umgewandelt werden wird.
  • Vorzugsweise sind die modifizierten Anhydrid-funktionalisierten Polymere Polyolefine, die mit 0,1-5 Gew.-% Maleinsäureanhydrid gepfropft wurden, mit 0,1-1 Äquivalent eines aliphatischen Alkohols mit 2-8 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt ist das Polyolefin ein Ethylenhomo- oder Copolymer, das mit 0,2-3 Gew.-% Maleinsäureanhydrid gepfropft wurde und das man darauffolgend mit 0,4-1 Äquivalenten C&sub3;&submin;&sub8;- aliphatischem Alkohol reagieren läßt. Haftmischungen werden erhalten, indem 0,1-30 Gew.-% des modifizierten Anhydridfunktionalisierten Polymers mit 70-99,9 Gew.-% eines Ethylen-Polymers kombiniert werden, insbesondere Ethylen- Homopolymeren, Copolymeren von Ethylen und C&sub3;&submin;&sub8;-Olefinen und Ethylenester-Copolymeren. Die Haftmischungen haben Schmelzindices von 0,1-20. Ethylenvinylacetat und Ethylen-n- butylacrylat-Copolymere werden besonders bevorzugt, wenn das modifizierte Anhydrid-funktionalisierte Polymer HDPE ist, gepfropft mit 0,2-3 Gew.-% Maleinsäureanhydrid und man es mit 0,4-1 Äquivalent aliphatischem Alkohol mit 2-8 Kohlenstoffatomen reagieren läßt.
  • Beispielhafte Alkohole, die verwendet werden können, umfassen Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol, Pentanol, Hexanol und 2-Ethylhexanol.
  • Das gesamte oder nur ein Teil der Anhydridbestandteile, die in dem Polymergrundgerüst vorhanden sind, können in einen Halbester umgewandelt werden. Das Ausmaß der Umwandlung wird von der Menge des verwendeten Alkohols abhängen. Wo es gewünscht ist, die gesamte Anhydrid-Funktionalität umzuwandeln, läßt man ein Äquivalent Alkohol pro Anhydrid Äquivalent reagieren. Während es möglich ist, so wenig wie 0,1 Äquivalent Alkohol zu verwenden, liegt die Menge des Alkohols, den man reagieren läßt, im typischen Fall bei 0,2 Äquivalenten oder darüber. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegen Alkoholäquivalente im Bereich von 1-0,4.
  • Die Reaktion einer einzelnen Anhydrid-Gruppe, die auf ein Polyethylengrundgerüst gepfropft ist mit einem Äquivalent Alkohol (ROH) kann durch die folgende Gleichung dargestellt werden:
  • Wie bei der Veresterung von difunktionellen Säuren wird es für den Fachmann klar sein, daß die obige Gleichung die "ideale" Reaktion darstellt und daß eine gewisse Diesterbildung nicht vermieden werden kann. Wenn die Alkoholäquivalente in dem vorstehend angegebenen Bereich vermehrt werden, wird die Menge des gebildeten Diesters im allgemeinen ansteigen.
  • Dementsprechend wird notwendigerweise eine restliche Anhydrid-Funktionalität verbleiben, wenn man weniger als ein Äquivalent Alkohol reagieren läßt. Selbst wenn man ein Äquivalent Alkohol reagieren läßt, wird eine geringe Menge des Anhydrids nicht reagieren und intakt bleiben.
  • Die Reaktion des Alkohols und des Anhydrid-funktionalisierten Polymers kann durchgeführt werden unter Verwendung von konventionellen Verfahren. Eins dieser Verfahren zur Modifikation des Polymers, das fähig ist zur kontinuierlichen Durchführung, ist die Durchführung der Reaktion in der Schmelze, d.h. bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Polyolefins. Dies wird im allgemeinen durch Verwendung eines konventionellen Extruders durchgeführt, z.B. einem Warner Pfleiderer ZSK-3 0-Doppelschneckenextruder. Für eine solche Durchführung wird das Anhydrid-funktionalisierte Polymer mit einer festgelegten Geschwindigkeit zugeführt und der Alkohol wird in den Extruder an einer Stelle stromabwärts von der Schmelz/Mischzone zudosiert. Die Menge des zugeführten Alkohols wird durch den Grad der gewünschten Reaktion bestimmt. Ein Vakuum kann an das System in den letzten Stufen der Extrusion angelegt werden. Die Aufenthaltszeiten werden abhängig von den Arbeitsbedingungen variieren.
  • Die Reaktion kann auch durchgeführt werden, indem man den Alkohol mit Pellets des Anhydrid-funktionalisierten Polymers in einem geeigneten Mischer kontaktiert, wie z.B. einem Henschel-Mischer. Typischerweise für diese Arbeitsweise werden die Polymer-Pellets auf eine erhöhte Temperatur erhitzt (aber unterhalb ihres Schmelzpunktes), während sie gemischt werden.
  • Abhängig von dem gewünschten Ausmaß der Modifikation wird eine Menge Alkohol hinzugefügt und die Temperatur wird während des Mischens aufrechterhalten. Wenn die Reaktion abgeschlossen ist, wird die Mischung abgekühlt und das modifizierte Produkt wird in Pellet-Form wiedergewonnen.
  • Bei einer noch anderen Arbeitsart, wird die Reaktion in einem inerten flüssigen Medium durchgeführt. Für dieses Verfahren wird das Anhydrid-funktionalisierte Produkt in Pulver- oder Pellet-Form in ein Gefäß eingeführt, das die gewünschte Menge des Alkohols enthält sowie ein organisches Medium, das kein Lösungsmittel für das Polymer ist. Das organische Medium kann das Polymer in einem gewissen Ausmaß anschwellen lassen, aber es sollte das Polymer nicht klebrig machen. Die Mischung wird dann auf eine Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes des Polymers erhitzt, wobei gerührt wird (in der Regel mit Stickstoff). Wenn die Reaktion abgeschlossen ist oder im wesentlichen abgeschlossen ist, wird das Polymer durch Filtration oder Dekantieren wiedergewonnen und getrocknet. Katalysatoren, wie z.B. p-Toluolsulfonsäure, können in diesem Verfahren verwendet werden.
  • Jeder verwendete Katalysator wird aus dem Polymer durch Waschen am Ende der Reaktion entfernt.
  • Ethylen-Copolymere, die in der Erfindung verwendet werden, können bis zu 40 Gew.-% Comonomer enthalten, werden aber im typischen Fall Comonomer-Gehalte von weniger als 25 Gew.-% aufweisen. Die höheren Olefin-Comonomere sind im allgemeinen C&sub3;&submin;&sub8;-α-Olefine. Ethylen-Homopolymere, die durch Niedrigdruckverfahren erzeugt werden, die lineare Polyethylen-Harze mit hoher Dichte (HDPE) sind oder verzweigte Polyethylen(LDPE)- Harze mit geringer Dichte, hergestellt unter Verwendung von Hochdruckverfahren, stellen geeignete Pfropfrückgrade zur Verfügung, wie auch die linearen Polyethylene geringer Dichte (LLDPE), die durch Copolymerisierung von Ethylen und α- Olefinen, wie z.B. Buten-1, Hexen-1 oder Octen-1 erhalten werden.
  • Während Maleinsäureanhydrid auf die oben beschriebenen Ethylen-Homopolymere und Copolymere aufgepfropft wird, können andere ethylenisch ungesättigte Dicarbonsäuren oder Anhydride ebenfalls aufgepfropft werden.
  • Andere mögliche Pfropfmonomere umfassen 4-Methylcyclohex-4- en-1,2-dicarbonsäureanhydrid, Bicyclo(2,2,2)oct-5-en-2,3- dicarbonsäureanhydrid, Bicyclo(2,2,1)hept-5-en-2,3- dicarbonsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid, Norborn-5-en-2,3-dicarbonsäureanhydrid, und x-Methylbicyclo(2,2,1)hept-5-en-2,3-dicarbonsäureanhydrid.
  • Das Anhydrid-funktionalisierte Polymer enthält 0,1-5 Gew.-% des Pfropf-Comonomers. Im allgemeinen werden 0,2-3 Gew.-% Maleinsäureanhydrid auf das Ethylen-Homopolymer oder Copolymerrückgrad aufgepfropft. Das Pfropfen wird unter Verwendung von konventionellen Verfahren, die im Stand der Technik bekannt sind, durchgeführt. Im allgemeinen bedeutet dies einen direkten Kontakt des Polymers und des Maleinsäureanhydrids bei erhöhter Temperatur, mit oder ohne Lösungsmittel und in Abwesenheit oder Gegenwart von freien radikalischen Katalysatoren. Die Pfropfoperation kann unterhalb oder überhalb des Schmelzpunktes des Polymers durchgeführt werden. Katalysatoren, die verwendet werden können, umfassen Peroxide und Hydroperoxide.
  • Es ist jedoch möglich, den Pfropf allgemein in Abwesenheit von Katalysatoren durchzuführen, indem die Reaktion in der Schmelze mit hoher Scherung durchgeführt wird. Konventionelle Einzel- oder Doppelschneckenextruder werden zu diesem Zweck weit verbreitet verwendet.
  • Die Alkohol-modifizierten Pfropfpolymere können mit einem oder mehreren anderen Polymeren formuliert werden, um Haftmischungen zu erzeugen, die nützlich sind zur Bindung von einer Vielzahl von Substraten. Diese Mischungen sind besonders vorteilhaft als Haftstoffe zur Bindung von EVOH-Folieen in vielschichtigen Folienanwendungen. Verfahren zur Bildung der vielschichtigen Konstruktionen können z.B. eine Laminierung, Coextrusion, Extrusionslaminierung oder Coextrusionsbeschichtung sein, um ungleiche Materialien zur Bildung von Verbundstrukturen zu verbinden. Z.B. können Haftmischungen, die unter Verwendung der modifizierten Anhydridfunktionalisierten Produkte erhalten wurden, in Verbundmischungen von EVOH mit Substraten verwendet werden, wie z.B. Nylon, Polyvinyl-Alkohol (PVA), Polyester, Polyurethan, LDPE, LLDPE, HDPE oder EVA.
  • Diese Verbundmischungen können nur zwei Schichten aufweisen oder sie können aus drei oder mehr Schichten bestehen, nicht einschließlich (der) den Haftverbindungsschicht(en). Einige Beispiele von geeigneten Verbundmischungen umfassen: Polyethylen/Haftstoff/EVOH, LLDPE/Haftstoff/EVOH/Haftstoff/LDPE, EVA/Haftstoff/EVOH, EVA/Haftstoff/EVOH/Haftstoff(LLDPE, LDPE/Haftstoff/EVOH/Haftstoff/Papier, Nylon/EVOH/Haftstoff/Al, Polyester/Haftstoff/EVOH und Nylon/EVOH/Haftstoff/EVA.
  • Bei der Formulierung der Haftmischungen werden die Alkoholmodifzierten Polymere mit einem oder mehreren Ethylen-Harzen kombiniert, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Ethylen-Homopolymeren, Ethylen-Olefin-Copolymeren, Ethylen-Ester-Copolymeren und Mischungen davon. Während die resultierenden Haftmischungen im wesentlichen frei von elastomeren Materialien sein können, können eine oder mehrere der Ethylen-Polymere gummiartige Eigenschaften aufweisen. Andere Elastomer-Copolymere, die nicht von Ethylen abgeleitet sind, können in den Haftmischungen ebenfalls enthalten sein.
  • Die Haftmischungen enthalten von 0,1-30 Gew.-% des modifizierten Anhydrid-funktionalisierten Polymers und 70-99,9 Gew.-% von einem oder mehreren Ethylen-Polymeren. Wenn andere elastomere Materialien vorhanden sind, werden sie im typischen Fall in Mengen von weniger als 25 Gew.-% angewendet.
  • Ethylen-Homopolymere, die in den Haftmischungen verwendet werden können, umfassen dieselben Polymere wie oben beschrieben zur Herstellung der Pfropfe. Die meistverwendeten von diesen umfassen LDPE und HDPE. Ethylen-Olefin-Copolymere werden diejenigen umfassen, bei denen das Comonomer vorzugsweis 3-8 Kohlenstoffatome enthält. Copolymere von Ethylen mit Propylen, Buten-1, Hexen-1 und Octen-1 sind besonders geeignet und würden LLDPE und EPR (Ethylen-Propylen-Gummi) umfassen.
  • Ethylenester-Copolymere, worin die Ester-Verbindung der allgemeinen Formel
  • entspricht, worin R&sub1; ein Alkylgruppe ist und R&sub2; Wasserstoff oder Methyl bedeutet, sind ebenfalls nützlich für die Formulierung der Haftmischungen. Während Copolymere von Ethylen mit Vinylacetat und N-Butylacrylat besonders vorteilhaft sind, können andere nützliche Ethylenester-Copolymere diejenigen umfassen, worin das Comonomer Vinylpropionat, Vinylbutyrat, Vinyl-2-ethylhexanoat, Vinyllaurat, Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat, Butylacrylat, 2- Ethylhexylacrylat, Laurylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, 2- Ethylmethacrylat oder Laurylmethacrylat ist.
  • Eine Vielzahl von anderen Elastomeren, die nicht von Ethylen abgeleitet sind, können ebenfalls in den Haftmischungen enthalten sein. Wie hier verwendet bedeutet die Bezeichnung "Elastomer" oder "elastomerisch" Produkte mit gummiähnlichen Eigenschaften, die einen Kristallinitätsgehalt von weniger als 5% aufweisen, gemessen durch Röntgendiffraktometrie. Beispiele für solche Elastomere umfassen Poly(isobutylen), Copolymere von Isobutylen und Isopren, chlorierte Copolymere von Isobutylen und Isopren, Copolymere von Butadien und Styrol, Copolymere von Isopren und Styrol, Blockcopolymere von Butadien und Styrol, Block-Copolymere von Isopren und Styrol, Block-Copolymere von Isopren und Vinyltoluol, hydrierte Copolymere von Butadien und Styrol, hydrierte Block- Copolymere von Isopren und Styrol, Copolymere von Acrylonitril und Butadien, Copolymere von Methacrylonitril und Butadien, Copolymere von Acrylonitril und Isopren und Copolymere von Methacrylonitril und Isopten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung werden Haftmischungen, bestehend aus 80-98% EVA oder EnBA-Copolymer und 2-20% modifiziertem, Anhydrid-funktionalisiertem Polymer verwendet. Diese sind insbesondere nützlich, um EVOH an andere Foliesubstrate zu haften, wie diejenigen, die im typischen Fall in vielschichtigen Barrierefoliekonstruktionen verwendet werden. Es ist besonders wünschenswert, wenn das EVA oder die EnBA-Copolymere, die für diese Mischung verwendet werden, 3-30 Gew.-% des Ester-Comonomers, d.h. des Vinylacetats oder n-Butylacrylats, enthalten und wenn das modifizierte, Anhydrid-funktionalisierte Polymer ein Pfropf von HDPE, modifiziert mit einem C&sub2;&submin;&sub8;-aliphatischem Alkohol, ist. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weisen die resultierenden Haftmischungen einen Schmelzindex (ASTM D1238) im Bereich von 0,1-20 auf.
  • Die verschieden modifizierten Anhydrid-funktionalisierten Polymere, die in den Beispielen verwendet werden, wurden unter Verwendung von einem der folgenden Verfahren hergestellt, bei dem alle Teile und Prozentzahlen auf Gewichtsbasis beruhen, wenn dies nicht anders angegeben ist.
  • Verfahren A:
  • Für dieses Verfahren, bezeichnet als "kontinuierliche Schmelze"-Verfahren, ließ man das Anhydridfunktionalisierte Polymer mit dem Alkohol in einem Warner Pfleiderer ZSK-30-Doppelschneckenextruder (L/D 30; 9 Erwärmungszonen Z1-Z9) reagieren. Der Extruder wies eine Stickstoffreinigung bei Zl auf. Alle Temperaturzonen wurden bei 150ºC gehalten und das Anhydrid-funktionalisierte Polymer wurde mit einer Geschwindigkeit von 6,81 kg/Stunde (15 Pfund/Stunde) mit einer Schneckengeschwindigkeit von 150 rpm. zugeführt. Der Alkohol wurde in den Extruder über eine Injektionsmündung zudosiert, die in Z3 lokalisisert war, mit der gewünschten Geschwindigkeit. Die Menge des zugeführten Alkohols wurde durch den Grad der gewünschten Reaktion bestimmt. Ein Vakuum von 5,33 kPa (40 mm Hg) wurde in Z7 angelegt, um den Alkohol zu entfernen, der nicht reagiert hatte. Die ungefähre Verweildauer zwischen Z3 und Z7 betrug 1 Minute. Das Extrudat wurde zu Pellets geformt.
  • Verfahren B:
  • Für dieses Verfahren, bezeichnet als "diskontinuierliches Misch"-Verfahren, wurden 1,82 kg (4 Pfund) des Anhydrid-funktionalisierten Polymers in Pellet- Form in einen mit einem Dampfmantel ausgekleideten Henschel- Mischer gegeben, der mit 1250 rpm betrieben wurde und auf 60ºC erhitzt war. Abhängig von dem gewünschten Ausmaß der Modifizierung wurde eine Alkoholmenge hinzugefügt und die Temperatur wurde auf 100ºC erhöht, während das Mischen 10 Minuten fortgeführt wurde. Die Mischung wurde auf 60ºC abgekühlt und die Pellets wurden entfernt.
  • Verfahren C:
  • Für dieses Verfahren, bezeichnet als "diskontinuierliches Lösungs"verfahren wurden 0,91 kg (2 Pfund) des Anhydrid-funktionalisierten Polymers in Pellet- Form in einen 5 l-Dreihalskolben gegeben, der 2 l Toluol enthielt sowie die gewünschte Menge Alkohol. Die Mischung wurde unter Stickstoff 4 Stunden bei 60ºC unter Rühren erhitzt und das modifizierte Polymer wurde dann durch Filtration gewonnen.
  • Bei allen vorstehenden Verfahren wurde die Reaktion unter Verwendung von Infrarot-Spektroskopie überwacht, wobei das Verschwinden des Anhydrid-Peaks 1780 cm&supmin;¹ und die Entwicklung der Peaks bei 1710 cm&supmin;¹ und 1740 cm&supmin;¹ verfolgt wurde, die der Säure bzw. dem Ester zuzuordnen sind. Die Menge des Anhydrids, das für das Endprodukt in einen Halbester umgewandelt wurde, wurde unter Verwendung der relativen Bereiche dieser Peaks kalkuliert.
  • BEISPIELE I - V
  • Fünf HDPE-Anhydrid-funktionalisierte Polymere (Dichte 0,950; Schmelzindex 10), gepfropft mit 2,8 Gew.-% Maleinsäureanhydrid wurden unter Verwendung von verschiedenen Alkoholen in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen Verfahren hergestellt. Details für die verschiedenen Reaktionen sind in Tabelle 1 dargestellt.
  • Haftmischungen wurden unter Verwendung von jedem der oben hergestellten modifizierten Produkte I-V und den entsprechend bezeichneten Mischungen I-V hergestellt. Die Haftmischungen wurden durch Schmelzmischen von 6% von jedem der modifizierten, Anhydrid-funktionalisierten Polymerprodukte mit 94% EVA (Schmelzindex 1; 9% VA) hergestellt. Fünfschichtige coextrudierte Foliee der Konstruktion LDPE/Haftstoff/EVOH/Haftstoff/LDPE wurden dann unter Verwendung von jeder der fünf Haftmischungen hergestellt und auf Adhäsion und optische Eigenschaften überprüft. Die Gesamtdicke der Foliee betrug 7,6 10&supmin;&sup5; m (3 mils) und das Verhältnis von jeder Schicht, die im Folie enthalten war, betrug 25%/20%/10%/20%/25%. Das verwendete LDPE wies einen Schmelzindex von 1 auf sowie eine Dichte von 0,925 und das EVOH wies einen Schmelzindex von 1,6 auf und enthielt 38% Ethylen. Der coextrudierte Folie wurde unter Verwendung von drei 2,54 cm (1 inch) Durchmesser Extrudern (L/D 24) hergestellt. Der Hauptextruder war ein Standmodell und die zwei Satellitenextruder waren vom Kipp-Schwingtyp (tilt-andswing). Ein Killion-Aufbau, fünf Schichten-Zufuhrblock wurde verwendet und die Extrusionsdüsen waren vom "Beschichtungshänger"(coat-hanger)-Typ mit einer Applikationsbreite von 20,3 cm (8 inches). TABELLE I
  • Vier Vergleichshaftmischungen wurden ebenfalls wie folgt hergestellt:
  • Vergleichsmischung A:
  • 94% EVA/6% nicht-modifiziertes, Anhydrid-funktionalisiertes Copolymer. Das Anhydrid-funktionalisierte Copolymer, das verwendet wurde, war dasselbe, wie verwendet für die Beispiele 1-5, d.h. 0,95 Dichte, 10 Schmelzindex, HDPE- gepfropft mit 2% Maleinsäureanhydrid.
  • Vergleichsmischung B:
  • 94% EVA/6% Anhydrid-funktionalisiertes Copolymer, worin die Anhydrid-Funktionalität zu der zweiwertigen Säure durch Hydrolyse umgewandelt wurde. Das Anhydrid-funktionalisierte Copolymer, das verwendet wurde, war dasselbe, wie verwendet für die Beispiele I-V.
  • Vergleichsmischung C:
  • 94% EVA/6% Anhydrid-funktionalisiertes Copolymer, worin die Anhydrid-Funktionalität zum Diester umgewandelt war, durch Veresterung unter Verwendung des Verfahrens C und einem Äquivalent Überschuß von Methanol, katalysiert mit p- Toluolsulfonsäure. Das Anhydrid-funktionalisierte Copolymer, das verwendet wurde, war dasselbe, wie verwendet für Beispiele I-V.
  • Vergleichsmischung D:
  • 94% EVA/6% Anhydrid-funktionalisiertes Copolymer, hergestellt, indem direkt 4,6 Gew.-% Mono-2-ethylhexyl-maleat auf das HDPE (0,95 Dichte; 6,5 Schmelzindex) gepfropft wurden.
  • Das für alle vorstehenden Vergleichshaftmischungen verwendete EVA-Copolymer war dasselbe wie verwendet für die Herstellung der Mischungen I-V. Fünfschichtige, coextrudierte Foliee wurden unter Verwendung von jeder der Vergleichshaftmischungen in Übereinstimmung mit dem vorher beschriebenen Verfahren hergestellt.
  • Jeder der coextrudierten Foliee, hergestellt unter Verwendung der Mischungen I-V und Vergleichsmischungen A-D wurde auf Adhäsion und optische Eigenschaften überprüft. Die Adhäsion wurde in Übereinstimmung mit ASTM F904 bestimmt. Die optischen Qualitäten der Foliee wurden durch Messung von Glanz, Schleier und Transparenz bestimmt. Der Glanz wurde in Übereinstimmung mit ASTM D-2457-70 bestimmt. Dies stellt eine Messung des glänzenden Erscheinungsbilds der Foliee bereit. Der Schleier wurde in Übereinstimmung mit ASTM D-1003- 61 bestimmt, was eine Indikation der engen Kontaktklarheit der Foliee gibt. Die Transparenz der Foliee wurde unter Verwendung von ASTM D-1746-70 bestimmt, die mit der Eigenschaft übereinstimmt, die allgemein bekannt ist als "Durchsicht". Sie gibt ein Anzeichen der Verzerrungswirkung, die ein Folie aufweisen wird, wenn relativ weit entfernte Objekte betrachtet werden. Höhere Werte zeigen eine bessere Transparenz an. Die Testergebnisse sind in Tabelle II dargestellt.
  • Es ergibt sich aus den in Tabelle II dargestellten Daten, daß die Foliee, die unter Verwendung der Haftmischungen der Erfindung hergestellt wurden, signifikant verbesserte Transparenz aufwiesen, während sie eine vergleichbare Adhäsion, Glanz und Schleier zeigten. Tabelle II
  • * 214.3 g/cm
  • ** 232.2 g/cm
  • 196.5 g/cm
  • 142.9 g/cm
  • Δ 89.3 g/cm

Claims (4)

1. Eine Haftmischung mit ausgewogenen optischen Qualitäten und Transparenz, wenn sie in Form einer Folie vorliegt, wobei die Haftmischung eine Mischung umfaßt aus:
a) 0,1-30 Gew.-% eines modifizierten Anhydridfunktionalisierten Polymers, erhalten durch Reaktion eines Polyolef ins, das mit 0,1-5 Gew.-% Maleinsäureanhydrid gepfropft wurde mit 0,1-1 Äquivalent eines aliphatischen Alkohols mit 1-10 Kohlenstoffatomen; und
b) 70-99,9 Gew.-% eines Ethylenpolymers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenhomopolymeren, Copolymeren von Ethylen und C&sub3;&submin;&sub8; Olefinen und Ethylen- Ester-Copolymeren.
2. Haftmischung nach Anspruch 1, die außerdem weniger als 25 Gew.-% Elastomer enthält, das nicht von Ethylen abgeleitet ist.
3. Haftmischung nach Anspruch 1, worin (b) ein Ethylen- Vinylacetat-Copolymer oder Ethylen-N-butylacrylat- Copolymer ist, das 3-30% Vinylacetat oder N- Butylacrylat enthält.
4. Verbundstruktur, bestehend aus mehreren Schichten, worin eine oder mehrere der Schichten Ethylenvinylalkohol (EVOH) ist, das daran haftend die Haftmischung nach Anspruch 1 enthält.
DE69314678T 1992-02-25 1993-02-25 Prozess zur Verbesserung Anhydrid-functionalisierter Polymere und Produkt Expired - Fee Related DE69314678T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US84111292A 1992-02-25 1992-02-25

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69314678D1 DE69314678D1 (de) 1997-11-27
DE69314678T2 true DE69314678T2 (de) 1998-02-26

Family

ID=25284043

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69314678T Expired - Fee Related DE69314678T2 (de) 1992-02-25 1993-02-25 Prozess zur Verbesserung Anhydrid-functionalisierter Polymere und Produkt

Country Status (4)

Country Link
US (1) US5525672A (de)
EP (1) EP0558001B1 (de)
CA (1) CA2090202A1 (de)
DE (1) DE69314678T2 (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5725917A (en) * 1996-02-01 1998-03-10 Westvaco Corporation Barrier laminate with improved interlayer adhesion
US6184298B1 (en) 1998-06-19 2001-02-06 E. I. Du Pont De Nemours And Company Adhesive compositions based on blends of grafted polyethylenes and non-grafted polyethylenes and styrene container rubber
US7064163B2 (en) * 2002-09-04 2006-06-20 Msi Technology Llc Polyolefin-based adhesive resins and method of making adhesive resins
JP2006519296A (ja) * 2003-03-04 2006-08-24 バーセル ポリオレフィン イタリア ソシエタ ア レスポンサビリタ リミタータ ポリ(ビニルアルコール)がグラフトされたポリオレフィン及びその製造方法
US7125929B2 (en) * 2004-05-11 2006-10-24 Equistar Chemicals, Lp Adhesive composition having improved clarity for coextruded barrier films
ITMI20042399A1 (it) * 2004-12-16 2005-03-16 Polimeri Europa Spa Additivi per oli lubrificanti aventi migliorata stabilita' di forma e migliorate prestazioni a bassa temperatura e procedimento per la loro preparazione
US20090117399A1 (en) * 2007-11-01 2009-05-07 Next Generation Films, Inc. Multi-layer polymer nanocomposite packaging films
US8236886B2 (en) 2009-07-30 2012-08-07 Equistar Chemicals, Lp Adhesive compositions
US12545014B2 (en) * 2017-12-05 2026-02-10 Cryovac, Llc Sealable and easy opening polyester films
WO2020213528A1 (ja) 2019-04-17 2020-10-22 日本製紙株式会社 変性ポリオレフィン樹脂組成物

Family Cites Families (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2599119A (en) * 1950-08-18 1952-06-03 Du Pont Ethylene/butene-1,4-dioic acid monoester copolymers
US2599123A (en) * 1950-08-18 1952-06-03 Du Pont Copolymers of ethylene with an alkyl acrylate and an alkyl monoester of a butene-1,4-dioic acid
DE1271877B (de) * 1963-04-23 1968-07-04 Lubrizol Corp Schmieroel
US3972961A (en) * 1974-11-13 1976-08-03 E. I. Du Pont De Nemours And Company Process for the preparation of graft copolymers
JPS5280334A (en) * 1975-12-27 1977-07-06 Mitsui Petrochem Ind Ltd Method of adhering polyolefin and polar substrate
US4225476A (en) * 1976-05-14 1980-09-30 E. I. Du Pont De Nemours And Company Adhesive blend of wood rosin and thermoplastic graft copolymer
JPS54132631A (en) * 1978-04-07 1979-10-15 Mitsui Petrochem Ind Ltd Powdered coating composition
DE3033001A1 (de) * 1980-09-02 1982-04-01 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Verfahren zur herstellung von anhydrid- oder carboxylgruppen enthaltenden ethylen-pfropfcopolymerisaten
US4452942A (en) * 1982-02-19 1984-06-05 Chemplex Company Adhesive blends containing anacid or anhydride grafted LLDPE
DE3405843A1 (de) * 1984-02-17 1985-08-29 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Copolymere auf basis von maleinsaeureanhydrid und (alpha), (beta)-ungesaettigten verbindungen, ein verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als paraffininhibitoren
FR2572417B1 (fr) * 1984-10-30 1987-05-29 Atochem Compositions adhesives a base de polypropylene modifie par greffage d'un monomere insature
EP0188901B1 (de) * 1984-12-20 1991-06-12 Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. Klebstoffzusammensetzung aus Kunststoff
WO1987007900A1 (fr) * 1986-06-17 1987-12-30 Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. Composition de resine epoxy et procede pour sa preparation
US5064897A (en) * 1990-08-30 1991-11-12 Isp Investments Inc. Process for making ethanol solutions of alkyl half-esters of copolymers of maleic anhydride and a C1 -C4 alkyl vinyl ether

Also Published As

Publication number Publication date
CA2090202A1 (en) 1993-08-26
EP0558001A1 (de) 1993-09-01
EP0558001B1 (de) 1997-10-22
US5525672A (en) 1996-06-11
DE69314678D1 (de) 1997-11-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3140987C2 (de)
DE3305684C3 (de) Klebstoffmischungen
DE2747032C3 (de) Masse auf Basis von modifizierten Polyolefingemischen mit verbesserter Klebefähigkeit an Substraten und die damit erhaltenen Verbundmaterialien
DE3486025T2 (de) Interpolymere von aethylen und ungesaettigten saeuren.
DE3650251T2 (de) Sperrschichten aus plastik.
DE69705502T2 (de) Thermisch stabile ethylen/säure copolymere
DE60217947T2 (de) Pfropfpolymer von isotaktischem Polypropylen erhalten durch Verwendung eines Metallocen- Katalysatoren
DE60125552T2 (de) Elektrisches Netzverteilungsgehäuse für elektronische Geräte
DE3889045T2 (de) Thermoplastische Äthylenpolymer-Zusammensetzung.
DE3313607A1 (de) Klebstoffmischungen und damit hergestellte verbundwerkstoffe
DE2926439A1 (de) Mehrschichtige beutelstruktur fuer die verpackung
DE69618272T2 (de) Koextrusionsbindemittel aus gepfropften Polyolefinen
DE602005004536T2 (de) Klebstoff mit verbesserter transparenz für coextrudierte barrierefilme
DE69722311T2 (de) Coextrusionsbindemittel, seine Verwendung für Mehrschichtstrukturen und Mehrschichtstrukturen daraus hergestellt
DE69306972T3 (de) Ethylencopolymermischungen für heissschmelzklebstoffe
DE68921568T2 (de) Polypropylenharzzusammensetzung.
DE2744527C2 (de) Modifizierte Polyolefingemische mit verbesserter Klebfähigkeit an verschiedenen Substraten
CH551457A (de) Verfahren zur herstellung von aetylen-copolymeren.
DE60028113T2 (de) Koextrusionbindung, seine Verwendung für eine Multischichtstruktur und die Struktur hergestellt davon
EP0558001B1 (de) Prozess zur Verbesserung Anhydrid-functionalisierter Polymere und Produkt
DE4107665A1 (de) Teilvernetzte kunststoffmasse aus polymerisaten des propylens und des ethylens
DE69109766T2 (de) Zähe Ethylenvinylalkohol-Copolymerharze.
DE60007213T2 (de) Koextrusionbindung, die Verwendung für eine Multischichtstruktur und die Struktur hergestellt davon
DE1745002A1 (de) Vinylchloridharze und Verfahren zu deren Herstellung
DE2721475C2 (de) Modifizierte Polyolefingemische und deren Verwendung

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: EQUISTAR CHEMICALS L.P., HOUSTON, TEX., US

8339 Ceased/non-payment of the annual fee