DE69314962T2 - Verfahren zur entkeimung von lebensmitteln - Google Patents

Verfahren zur entkeimung von lebensmitteln

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Description

  • Die folgende Erfindung bezieht sich auf die Ausräucherung und Dekontaminierung bzw. Desinfektion und Entkeimung einer Oberfläche von Lebensmittelprodukten einschließliche Samen, Nüsse, Getreide, Früchte, Gewürze, Trockennahrung und dehydrierter Nahrungsprodukte.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die Entkeimung von Lebensmittelprodukten beispielsweise Samen, Getreide, Nüssen, Gewürzen, getrockneten und dehydrierten Lebensmitteln und Früchten von Hefe, Schimmel, Pilzen, Bakterien (und anderen Mikroorganismen), Insektenlarven und Eiern, Insekten und Mykotoxin, welche durch bestimmte Pilze erzeugt werden, einschließlich Arten von Penizillinium und Aspergillus, ist ein besonderes Anliegen für Lebensmittelzüchter, Verpacker, Bearbeiter und Verbraucher. Wie am besten derartige Lebensmittelprodukte zu behandeln sind, ohne dabei die Erscheinung, Zusammensetzung, Geschmack oder organoleptischen Eigenschaften des Lebensmittels zu beschädigen bzw. zu beeinträchtigen und ohne dabei Umwelt- oder Gesundheitsrisiken aufzustellen, beispielsweise krebserregende oder mutadierende Chemikalien auf den Lebensmittelprodukten zu deponieren, oder derartige Chemikalien in die Umwelt freizugeben, waren derartige Behandlungen für längere Zeit Gegenstand der Untersuchungen. Vor kurzem wird allgemein Propylenoxid verwendet, um Lebensmittelprodukte zu entkeimen. Unglücklicherweise stellt eine Propylenoxidbehandlung unerwünschte Umwelt und Krebsrisiken dar. Andere Entkeimungsbehandlungen beinhalten die Verwendung von Ethanol, Methylbromid, Chloropikrin und Hypochlorit.
  • Für die Zwecke dieser Erfindung wird der Begriff Entkeimung verwendet, um darauf hinzuweisen bzw. hinzuwirken, daß Lebensmittelprodukte von unerwünschten Organismen befreit werden, um die Lagerfähigkeit und Bearbeitungsattribute des Lebensmittels zu erhöhen, und um einschließlich der Richtlinien der Gesundheitsbehörden und Lebensmittelbearbeitungsspezifikationen zu genügen. Der Begriff bedeutet und wird verwendet, die Konzepte der Desinfektion und Ausräucherung ebenfalls zu umfassen.
  • Bestehende bzw. gängige Entkeimungstechniken entkeimen die Lebensmittel nicht von allen Bakterien, Schimmel, Hefe oder zersetzende Mykotoxine, welche auf Lebensmittelprodukten gefunden wurden. Zum Beispiel ist Tilletia controversa, das ursächliche Mittel des Zwergenstamms bzw. Zwergenwuchs von Weizen, eine Krankheit welche vorrangig im Winter vorkommt, wenn Weizen in Regionen wächst, die eine verlängerte Schneebedeckung aufweisen, besonders schwierig abzutöten. Da tatsächlich kein bekanntes Vorkommen von Tilletiy controversa in der Volksrepublik China bekannt ist, erfordert die Volksrepublik China, daß importierter Weizen frei von T. controversa Teliosporen ist. Dementspechend wird Weizen aus den USA häufig nicht in die Volksrepublik China importiert. Eine ökonomisch einfache Methode zum Entkeimen von Weizen, welcher T. controversa enthält, stellt eine Lösung dieses Problems dar.
  • Die vorliegende Erfindung räumt die oben beschriebenen Nachteile der gängigen Entkeimungsmethoden aus, indem die Lebensmittelprodukte einem dampfphasigen Wasserstoffperoxid ausgesetzt sind, wobei der Wasserstoffperoxiddampf aus einer mehrkomponentigen Lösung erzeugt wurde, und wobei das Verhältnis von Wasserstoffperoxid in dem Dampf im wesentlichen die gleiche Gewichtsprozentzusammensetzung wie die Flüssigkeitslösung, aus der er erzeugt wurde, ist. In einer ersten Ausgestaltung wird das Lebensmittelprodukt einer Behandlung einer effektiven Menge an Wasserstoffperoxiddampf ausgesetzt. Diese Methode ist anwendbar oberhalb, unterhalb und bei Umgebungsdrücken. Die Wasserstoffperoxidflüssigkeitkonzentration kann in jeder Menge verwendet werden, vorzugsweise aber nicht darauf eingeschränkt, von 25 bis 70%, wohingegen die Konzentration des verdampften Wasserstoffperoxids vorzugsweise in den Bereichen von 0,5 - 10% mg Wasserstoffperoxid/Litervolumen der Expositionskammer oder der Durchgangsvorrichtung. Die Expositionskammer kann bei Umgebungstemperatur, oberhalb und unterhalb der Umgebungstemperatur gehalten werden. Das Erreichen einer Wasserstoffperoxiddampfkonzentration mit im wesentlichen der gleichen Gewichtsprozentzusammensetzung wie die Flüssigkeitslösung, kann mit jedem Verfahren herbeigeführt werden, welche die Wasserstoffperoxidlösung lichtbogen- bzw. blitzvaporiziert. Die entsprechende Konzentration von Wasserstoffperoxid, Expositionszeit, Expositionsdruck oder- vakuum, oder die Durchflußraten müssen für jedes einzelne Lebensmittelprodukt bestimmt werden. Diese Bedingungen müssen empirisch bestimmt werden und hängen von mehreren Faktoren ab, einschließlich
  • 1. dem Verhältnis des Oberflächenbereichs zum Volumen des Lebensmittelproduktes;
  • 2. Oberflächenart (d.h. Haut, Schale, Gehäuse)
  • 3. dem Vorhandensein von Öl oder Fetten;
  • 4. dem Niveau des vorhandenen zellulosen Materials;
  • 5. ob ein schubweiser, kontinuierlicher oder halbkontinuierlicher Vorgang verwendet wird; und
  • 6. der Temperatur, bei der erwünscht wird, das Produkt zu behandeln.
  • Das U.S. Patent Nr. 4642165 stellt eine Erläuterung eines Verfahrens zur Verfügung, welches eine Lichtbogenverdampfung ermöglicht, und deren Offenbarung unter Bezugnahme ausdrücklich aufgenommen wird. Eine Vorrichtung, die momentan eine geeignete Lichtbogenvaporisierung bereitstellt, ist ein AMSCO-VHP Sterilizer. Die Gleichung zur Berechnung der Wasserstoffperoxiddampfkonzentration in eine AMSCO-VHP Sterilizer ist folgende.
  • Konzentration in mg/L= Injektionsrate (g/min.) * [H202] * 1000mg/g/ Luftdurchflußrate (SCFM) 1000 L/m³ (28.32 L/cu ft)
  • Die Injektionsrate und die Wasserstoffperoxidkonzentration gelten für flüssiges Wasserstoffperoxid. Der Begriff "SCFM" bedeutet 100 Kubik Fuß/Minute.
  • In einer anderen Ausgestaltung dieser Erfindung wird dampf förmiges Wasserstoffperoxid von einem AMSCO VHP Stenlizer erzeugt. Dieses Instrument wird verwendet, um Wasserstoffperoxiddampf aus 35% Wasserstoffperoxidlösung zu erzeugen, welche durch ein Vakuum in den Sterilizer gezogen wird, welcher eine luftdichte Kammer ist. Der Sterilizationszyklus besteht aus drei Phasen: Entfeuchten der Kammeratmosphäre, Erzeugung eines Wasserstoffperoxiddampfes und Belüften. Der Wasserstoffperoxiddampf bei einer Konzentration von 3-4 mg/L innerhalb der Kammer während der Desinfektion kondensiert nicht aus dem Dampfzustand, und kein freies Wasser ist vorhanden, um diesen Vorgang zu beeinflussen. Es kann wünschenswert sein, das Lebensmittelprodukt und/oder die Kammer auf eine ausreichende Temperatur vorzuheizen bzw. vorzuerwärmen, um eine Kondensation zu vermeiden. Das Betreiben bei höheren Temperaturen kann ebenso höhere Injektionen des Wasserstoffperoxids erlauben, wodurch die Sterberate potentiell erhöht wird. Eine oder mehrere Behandlungszyklen sind möglich. Wenn beispielsweise zwei Behandlungszyklen verwendet werden, kann einer ein tiefes Vakuum ca. 5066.3 Pa ca. 38 mm Hg (Zyklus 1) und der andere ein weiches bzw. schwaches Vakuum ca. 53329- 77327 Pa ca.400-580 mm Hg (Zyklus2) sein, um den Wasserstoffperoxiddampf zu injizieren bzw. einzuspritzen. Beide Zyklen werden durch einen tiefen Vakuumevakuierung der Kammer belüftet, um den Rest-Wasserstoffperoxiddampf zu entfernen, gefolgt von einer Einleitung von frischer Luft. Der verbrauchte Dampf wird durch eine katalytische Zelle hindurchgeleitet, die den Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff oxydiert. Die Kammertemperatur ist normalerweise 45-50 ºC während eines Sterilisationszyklus, obwohl die Temperatur erhöht oder vermindert werden kann, wie es durch Festlegung für eine effektive Behandlung nötig ist. Bei diesem Verfahren wird das Lebensmittelprodukt dem Wasserstoffperoxid für von ungefähr 3 bis 30 Minuten in jedem Expositionsschritt ausgesetzt, um eine Verminderung des mikrorobiologischen Gehaltes zu erreichen. Die Expositionszeit kann erhöht oder vermindert werden, um die effizienteste und effektiveste bzw. wirksamste Behandlung zu erreichen.
  • In einer anderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird anstelle einer Verwendung eines Geräts, bei dem das Lebensmittelpordukt innerhalb einer Kammer plaziert wird und in takteweisen Einheiten entfernt wird, vielmehr beabsichtigt, lieber eine Kanaleinrichtung zu verwenden, um die vorsortierten Lebensmittelprodukte durch eine Kammer hindurchzuführen, welche durch einen Wasserstoffperoxiddampfgenerator beliefert bzw. versorgt wird. Derartige Kanal- bzw. Röhreinheiten können beispielsweise enthalten ein Transportband, ein Augersystem oder ein Rutschen- bzw. Verschlußsystem. Die Lebensmittelprodukte können dann belüftet werden, um die Peroxidrestanteile über unterschiedliche Methoden, beispielsweise durch Erwärmen, Unterwerfen des Produktes einem Vakuum und Zuführen eines Luftvolumens oder anderen Gases über das Produkt, zu entfernen. Das Produkt wird dann weitergeführt, um schließlich verpackt oder in einem weiteren Bearbeitungsvorgang bearbeitet zu werden.
  • Obwohl momentan bestehende Geräte eine Expositionskammer von weniger als 28,317 1 (bzw. kleiner als 1 Kubik Fuß) bis zu 56633,7 1 bzw. 2000 Kubik Fuß aufweisen, wird beabsichtigt, daß eine Kammer jeder Größe gebaut werden kann, um ein Lebensmittelvolumen unterzubringen, welches typischerweise und normalerweise in der Lebensmittelindustrie vorkommt. Falls ein Beförderungssystem verwendet wird, muß eine luftdichte Kammer nicht verwendet werden, während das Lebensmittelprodukt dem Dampf ausgesetzt ist. Es ist beabsichtigt, daß ein derartiger kontinuierlicher Prozeß oder halbkontinuierlicher Prozeß mehrfache Einheitsprozeße aufweist, welche zusätzliche Behandlungen mit dem Lebensmittelprodukt durchführen.
  • Es ist ebenso vorstellbar, daß, wenn mit dehydriertem Lebensmitteln, welche Pulver sind, gearbeitet wird, ein Reaktor mit turbulentem Fluid verwendet werden muß, um eine gleichmäßige Möglichkeit bzw. Gelegenheit für das Gas sicherzustellen, die Oberfläche jedes individuellen Lebensmittelproduktteils zu kontaktieren.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist deshalb eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Entkeimen von Samen, Getreide, Nüssen, Gewürze, getrockneten und dehydrierten Lebensmitteln und Früchten bereitzustellen, bei dem Umweltprobleme und toxikologische Probleme vermieden werden. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, jegliches Mykotoxin zu zersetzen, welches auf dem Lebensmittelprodukt vorhanden sein kann.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Entkeimung von Samen, Getreide, Nüssen, Gewürzen, getrockneten und dehydrierten Lebensmittel und Früchten in einem kontinuierlichen Prozeß so zu schaffen, um die Kosten der Entkeimung von den Produkten mit einem schubweisen bzw. taktweisen Verfahren zu vermeiden. Getrocknete Lebensmittel können Früchte enthalten, beispielsweise Rosinen, Backpflaumen und dergleichen. Dehydrierte Produkte können enthalten Zwiebelschalen, Knoblauchpulver, Basilienkrautblätter, Ingwerwurzeln und dergleichen.
  • Weiter Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden im folgenden teilweise in der Beschreibung, welche folgt, erläutert und teilweise aus der Beschreibung ersichtlich werden oder können durch die Anwendung der Erfindung erlernt werden. Die Aufgaben und Vorteile der Erfindung können realisiert und erreicht werden mittels Instrumentalitäten und Kombinationen welche insbesondere in den abhängigen Ansprüchen herausgestellt sind.
  • Um diese Aufgaben und entsprechend dem Erfindungszweck zu lösen, schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Entkeimen von Samen, Getreide, Nüssen, Gewürzen, getrockneten und dehydrierten Lebensmittel und Früchten, welches einen dampfförmigen Wasserstoffperoxiddampf verwendet, der in einer effektiven bzw. wirksamen Konzentration vorliegt.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Figur 1 ist ein schematisches Diagramm einer Ausführungsform eines kontinuierlich arbeitenden Systems.
  • DETAILIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die Erläuterungen werden detailliert unter Bezugnahme der Ausführungsform, welche in Figur 1 gezeigt ist, gemacht. Das Entkeimungssystem enthält eine Kanaleinrichtung (10) welche das Lebensmittelprodukt (11) in eine Behandlungskammer (15) weiterbefördert, in der dann das Lebensmittelprodukt in einem Vorwärmabschnitt (16) der Kammer (15) vorgewärmt wird und zu einem Behandlungsabschnitt (13) weiterbefördert wird, in dem das Lebensmittelprodukt dem wasserstoffperoxiddampf ausgesetzt wird, welcher von einer Erzeugungseinrichtung für den Wasserstoffperoxiddampf (12) erzeugt wird. Der Wasserstoffperoxiddampf wird in den Behandlungsabschnitt (13) über eine Injektionseinheit (17) eingebracht. Das Lebensmittelprodukt wird dann einer Restanteilentfernungseinrichtung (14) zu der Kammer (15) weiterbefördert, in der jeder Wasserstoffperoxiddampfrestanteil entfernt wird. Das Lebensmittelprodukt wird dann zur Verpackung (20) weiterbefördert.
  • DETAILIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Es ist beabsichtigt, daß bei der Anwendung dieser Erfindung, die Samen, Getreide, Nüsse, Gewürze, Früchte und getrocknete und dehydrierte Lebensmittelprodukte dem Wasserstoffperoxid in einer temperaturkontrollierten bzw.- gesteuerten Umgebung für eine wirksame Zeitspanne mit einer wirksamen Konzentration von Wasserstoffperoxid ausgesetzt wird, um das Lebensmittelprodukt zu entkeimen und jegliche Mykotoxine auf den Lebensmittelprodukten zu zersetzen. Da sich die spezifische Zeit, Temperatur und Wasserstoffperoxidkonzentration von Lebensmittelprodukt zu Lebensmittelprodukt in Abhängigkeit vom Wesen des Lebensmittelprodukts, dessen äußere Oberfläche und der Zielorganismen oder Mykotoxin ändern kann, ist es nicht notwendig, übermäßige Experimente und Nachforschungen zu machen, um ein besonderes Anwendungsprotokoll für eine vorhandene bzw. gegebene Lebensmittelsubstanz zu bestimmen. Die folgenden sind allerdings lediglich illustrative Beispiele der vorliegenden Erfindung, welche an unterschiedlichen Lebensmittelsubstanzen verwendet wird.
  • BEISPIELE
  • Es existieren sehr wenige Lebensmittelprodukte, welche eine Charakteristik mit einem Null-Level bzw.- Nivau an Mikroorganismen aufweist. In der Tat haben Wurzelgetreide und Produkte aus Wurzelgetreiden (beispielsweise Zwiebelhäute, Zwiebelpulver, Pfeilwurzmehl, Ingwer), häufiger einen hohen mikrobiologischen Anteil. Eine Reduktion bzw. Verminderung dieses Anteils auf ein niedrigeres Nivau ist der einzige praktische Behandlungs-bzw. Bearbeitungsprozeß für die Lebensmittelindustrie.
  • Repräsentative Verseuchungen, welche beobachtet wurden, sind Aspergillus, Penicillium, Mucor, Botrytis, Fusanum, und Rhizopus Spezien. Während der Zählwert für aerobe Bakterien bzw. aerobische Flächenanteile eine breiten Bereich von Organismen wiedergeben können, werden Mitglieder einer Gattung Bacillus teilweise auf Lebensmittelprodukten gefunden und sind speziell vorhanden in Wurzelfrüchten, beispielsweise Zwiebeln. Wurzelfrüchte haben häufig ein moderates Niveau an coliformen Bakterien, wegen der einhergehenden Verschmutzung.
  • Die folgenden sind lediglich ein paar Beispiele, wo diese Erfindung effektiv bei der Entkeimung war, indem aerobische Flächenanteile, Mold, Schimmel und Coliforms auf Lebensmittelprodukten reduziert wurden.
  • Beispiel 1 Nüsse, Nußgerichte
  • Große Teile von geschälten Walnüssen (Nußgerichten) werden in einer Atmosphäre von dampf förmigen Wasserstoffperoxid mit Konzentrationen von 2,1 und 4,2 mg/L bei Atmosphärendruck und Raumtemperatur (40ºC) behandelt für Zeitspanne von 7, 15, und 30 Minuten. Eine doppeltlogarithmische Reduktion der mikrobiologischen Treffer wurden beobachtet. Die Ergebnisse werden unten vorgestellt.
  • Beispiel 2 Unversehrte Mandeln
  • Unversehrte Mandeln werden einer Atmosphäre ausgesetzt, die 2,0 mg/L von dampf förmigen Wasserstoffperoxid enthält, und zwar für 4 Minuten bei einem Atmosphärendruck und 40ºC. Die unten aufgeführten Ergebnisse zeigen, daß eine Vorerwärmung der Mandeln auf 40ºC, die Ergebnisse verbesserten.
  • Die Ergebnisse sind unten dargestellt.
  • Beispiel 3 Gewürze. Pfeffer und Zwiebel
  • Die Lebensmittelprodukte, welche unten aufgeführt sind, werden normalerweise bei 1,9 mg/L dem dampfförmigen Wasserstoffperoxid ausgesetzt. Dies waren Zeitstudien, um eine anhaltende bzw. andauernde Exposition bei moderaten Konzentrationen von Wasserstoffperoxid zu berechnen. Die Expositionszeiten waren im allgemeinen zwischen 60 und 90 Minuten. Unten dargestellt sind der Anfangsgehalt des Organismus und der Organismenanteil beim Ende der längsten Verlaufes.
  • * Während der Zählwert für aerobe Bakterien bei dieser Konzentration nicht abnahm, so wird dennoch angenommen, daß eine effektive Konzentration bestimmt werden könnte. Derartige Experimente wurden nicht durchgeführt.
  • Beispiel 4 Weizensamen
  • Der Entkeimungszyklus von Weizensamen bestand aus drei Phasen: Entfeuchten der Kammer, Erzeugen eines Wasserstoffperoxides aus 35%-Flüssigkeitskonzentration, wodurch eine Dampfkonzentration von 3-4 mg/L innerhalb der Kammer während der Exposition erhalten wird, und Belüften. Zwei Betriebszyklen werden verwendet, wobei einer ein tiefes Vakuum ca. 5066.3 Pa (ca. 38mmHg, Zyklus 1) und der andere ein weiches Vakuum ca. 77327 Pa (ca. 580mmHg, Zyklus 2) verwendet, in denen der Wasserstoffperoxiddampf eingeführt wird. Die Kammertemperatur wurde bei 46-50ºC gehalten. Die Samen waren mit oberflächengeborenen Teliosporen und T. tritici und T. controversa kontaminiert. Diese Bakterien keimten nach 5 Minuten der Exposition von Wasserstoffperoxiddampf nicht. Diese Behandlung weder wässerte den Weizensamen noch beeinflußte seine Keimbarkeit, selbst wenn die Behandlung für mehr als 30 Minuten andauerte.
  • Die Ergebnisse, bei einer Verwendung eines AMSCO VHP Sterilizer sind unten dargestellt. Die Zahl stellt die prozentuale Keimung von Teliosporen auf der Oberfläche eines Samens dar.
  • * Zahl, die das Volumen von 35% Wasserstoffperoxidlösung (ml), welches während des Entkeimungszyklus verbraucht wurde, darstellt.
  • Beispiel 5 Barleysamen
  • Im folgenden werden die Testresultate dargestellt, die unter Verwendung einer AMSCO VHP Sterilizers erhalten wurde, um die Effektivität gegen die Keimung der Teleosporen von T. japonicus, T. brizaeformis und T. tectorum zu tun.
  • * Zahl, die das Volumen von 35% Wasserstoffperoxidlösung (ml) welcher während des Entkeimungszyklus verbraucht wurde, darstellt.
  • Beispiel 6 Weizensamen
  • Im folgenden werden die Testresultate dargestellt, welche unter Verwendung des AMSCO VHP Sterilizers erhalten wurden, um die Effektivität gegenüber T. tndica zu berechnen.
  • * Zahl, die das Volumen von 35% Wasserstoffperoxidlösung (ml), welches während des Entkeimungszyklus verbraucht wurde, darstellt.
  • Beispiel 7 Frische Früchte
  • Die Sensitivität bzw. die Empfindlichkeit der vier ökonomisch wichtigsten Sporen hinsichtlich dem Nacherntezeitverlauf, Botrytis cinerea, Penicillium digitatum, P. italicum und Monilinia fructicola wurden für deren Sensitivität auf die Exposition von Wasserstoffperoxiddampf entsprechend der Erfindung berechnet. Es wurde herausgefunden, daß verdünnte Konzentrationen von 35%-Wasserstoffperoxid ebenso effektiv waren, falls sie in dem AMSCO VHP Sterilizer eingesetzt wurden. Alle Sporen, außer der von Monilinia fructicola, keimten nicht, falls sie vaporisiertem Wasserstoffperoxid ausgesetzt wurden, welcher aus flüssigem Wasserstoffperoxid erzeugt wurde, welches von 35% bis 0,025% und 0,05% verdünnt wurde und für 5 Minuten ausgesetzt war, Zyklus 2. Die Monilinia fructicola keimte weiterhin unter Verwendung von Wasserstoffperoxid, welches auf 0,2% verdünnt wurde. Allerdings wird erwartet, daß mit höheren Konzentrationen die Sporen inaktiv werden würden, aber zusätzliche Arbeit muß getan werden.

Claims (20)

1. Verfahren zur Entkeimung einer Oberfläche eines Lebensmittelproduktes, welches die Schritte aufweist:
a) Erzeugen eines Wasserstoffperoxiddampfes aus einer mehrkomponentigen Flüssigkeitslösung derart, daß das Verhältnis des Wasserstoffperoxids in dem Dampf im wesentlichen die gleiche Gewichtsprozentzusammensetzung ist, wie die Flüssigkeitslösung, aus der der Dampf erzeugt wird;
b) Exponieren der Oberfläche des Lebensmittelprodukts dem Wasserstoffperoxiddampfes für eine wirksame Zeitspanne, um Bakterien, Schimmel, Hefe abzutöten und jegliches Mykotoxin auf der Oberfläche von Lebensmittelprodukten zu oxidieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Exponierens der Oberfläche des Lebensmittelproduktes ferner den Schritt enthält, eine mehrkomponentige Flüssigkeitslösung mit der Konzentration von 25% bis 70% Wasserstoffperoxid zu verwenden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Schritt des Exponierens der Oberfläche des Lebensmittelproduktes ferner den Schritt enthält, das Lebensmittelprodukt dem Wasserstoffperoxiddampf für eine Zeitspanne von 1 bis 96 Minuten exponiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schritt des Exponierens der Oberfläche des Lebensmittelproduktes dem Wasserstoffperoxiddampfferner enthält, jeden Wasserstoffperoxidrestanteil, der nach der Exposition verblieben ist, zu entfernen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, das ferner die Schritte aufweist:
(b-1) Vorheizen des Lebensmittelproduktes zur Vermeidung von Kondensation;
(b-2) Exponieren des Lebensmittelproduktes einer ersten Behandlung mit Wasserstoffperoxiddampf unter Verwendung eines tiefen Vakuum innerhalb der Wasserstoffperoxidbehandlungs kammer;
(b-3) Exponieren des Lebensmittelproduktes einer zweiten Behandlung mit Wasserstoffperoxiddampf unter Verwendung eines schwachen Vakuums innerhalb der Wasserstoffperoxidbehandlungskammer; und
(b-4) Entfernen jeglichen Wasserstoffperoxiddampfrestanteils, der auf dem Lebensmittelprodukt nach der Exposition in den Schritten (b-2) und (b-3) vorhanden ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, das ferner die Schritte aufweist:
(a-1) Entfeuchten der Behandlungskammer
(b-1) Exponieren des Lebensmittelproduktes in der Behandlungskammer einem Dampf, der im wesentlichen aus Wasserstoffperoxiddampf und Wasserdampf entsprechend einem ersten Vakuum besteht; wobei die Exposition solange beibehalten wird, um effektiv das Lebensmittelprodukt zu entkeimen; und
(b-2) Entfernen im wesentlichen aller Wasserperoxiddampfrestanteile von dem Lebensmittelprodukt nach der Exposition des Dampfes; wobei das Lebensmittelprodukt aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Trockennahrung, dehydrierter Nahrung und Mischungen daraus besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das erste Vakuum 5066.3 Pa (38 mmHg) entspricht.
8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das erste Vakuum 7327 Pa (580 mmHg) entspricht.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, das ferner den Schritt enthält, das Lebensmittel einem Dampf unter Verwendung eines zweiten Vakuums zu exponieren, wobei das zweite Vakuum von dem ersten Vakuum unterschiedlich ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das zweite Vakuum kleiner als das erste Vakuum ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das erste Vakuum 38 mmHg entspricht und das zweite Vakuum 53329-77327 Pa (400-580 mmHg) entspricht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, das ferner den Schritt enthält, die Behandlungskammer, auf zwischen 45 bis 50 ºC während des Schrittes des Exponierens des Lebensmittelproduktes zu erwärmen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 12, wobei das Lebensmittelprodukt dem Dampf für eine Zeitspanne von 3 bis 30 Minuten exponiert wurde.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Schritt des Exponierens der Oberfläche des Lebensmittelproduktes dem Wasserstoffperoxid ferner enthält, das Produkt in der Kammer einzuschließen.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Schritt des Exponierens der Oberfläche des Lebensmittelproduktes dem Wasserstoffperoxiddampfferner den Schritt aufweist:
(1) Positionieren des Lebensmittelproduktes auf einer Leitungseinrichtung, um das Lebensmittelprodukt einer Expositionskammer zuzuführen;
(2) Hindurchführen des Lebensmittelproduktes durch eine Kammer, die den Wasserstoffperoxiddampf enthält; und
(3) Herausführen des Lebensmittelproduktes aus der Expositionskammer.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Lebensmittelprodukt aus einer Gruppe ausgewählt wurde, die Samen, Gewürze, Nüsse, Getreide und Mischungen daraus enthlt.
17. Vorrichtung zum Entkeimen von Lebensmittelprodukten, welche aufweist:
(a) eine Behältervorrichtung zur Aufnahme des Wasserstoffperoxiddampfes; wobei die Behältereinrichtung in Form einer Expositionskammer (15) ausgebildet ist, um die Nahrung dem Wasserstoffperoxiddampf zu exponieren;
(b) einer Einführeinrichtung zum Einführen des Wasserstoffperoxiddampfes in die Behältereinrichtung; und
(c) eine Erzeugungseinrichtung für den Wasserstoffperoxiddampf (12), die geeignet ist, Wasserstoffperoxiddampf aus einer mehrkomponentigen Flüssigkeit derart zu erzeugen, daß das Verhältnis des Wasserstoffperoxids in dem Dampf im wesentlichen die gleichen Gewichtsprozentzusammensetzung ist, wie die Flüssigkeit, aus der der Dampf erzeugt wurde,
(d) wobei ein Vorwärmer (16) vorgesehen ist, um die Lebensmittelprodukte vor zuwärmen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei eine Leitungseinrichtung zum Transportieren der Lebensmittelprodukte in und aus der Expositionskammer (15) vorgesehen ist, wobei der Vorwärmer (16) vor oder innerhalb der Expositionskammer (15) positioniert ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, wobei die Vorrichtung ferner enthält eine Restanteilentfernungseinrichtung (14) zum Entfernen jedes Wasserstoffperoxiddampfes oder Restanteile von dem Lebensmittelprodukt; und eine Leitungseinrichtung (10) zum Transportieren des Lebensmittelproduktes der Expositionskammer zu der Restanteilentfernungseinrichtung.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, wobei die Restanteilentfernungseinrichtung (14) eine Wärmequelle zur Erwärmung der Atmosphäre und der um das Lebensmittelprodukt bestehenden Atmosphäre, um jeden Wasserstoffperoxiddampfrestanteil zu vertreiben.
DE69314962T 1992-08-14 1993-08-05 Verfahren zur entkeimung von lebensmitteln Expired - Lifetime DE69314962T2 (de)

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US93085792A 1992-08-14 1992-08-14
PCT/US1993/007353 WO1994004036A1 (en) 1992-08-14 1993-08-05 A method of decontamination of food

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Publication Number Publication Date
DE69314962D1 DE69314962D1 (de) 1997-12-04
DE69314962T2 true DE69314962T2 (de) 1998-03-05

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