DE69320175T2 - Farbenüberblendungssystem für eine Leuchte - Google Patents

Farbenüberblendungssystem für eine Leuchte

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Farbenüberblendungssystem für eine Leuchte zur Benutzung bei Bühnen-, Architektur- oder andere Lichtanwendungen.
  • Verschiedene Vorschläge sind bereits gemacht worden zum Vorsehen von Variationen der Farbe des Lichtes, das von einer Leuchte erzeugt ist, wobei der früheste solcher Vorschläge die Benutzung von gefärbten Gelen im Lichtstrahl war. Farbänderer, die Gele verwendet haben, haben eine Mehrzahl von Gelen in einem Drehträger, der gedreht werden kann, um irgendeines einer Mehrzahl von verschieden gefärbten Gelen in den Strahl zu positionieren, oder Reihen von quadratischen Farbgelen, die miteinander an der Kante verbunden sind und quer über den Strahl zwischen einem Paar von Rollen verschiebbar sind, aufgewiesen.
  • Die US-Patente 4 459 014 (Thebault 7/84) und 4 600 976 (Callahan 7/86) benutzen beide drei primäre oder sekundäre Farbfilter gleichförmiger Dichte, die individuell zum Unterbrechen eines variablen Anteiles eines Strahlquerschnittes bewegt werden können. Während diese Anordnung ermöglicht, daß ein breiter Bereich von insgesamt mittleren Farben erhalten wird, ist die Verteilung von Farben innerhalb des Strahles ungleichförmig, und eine geeignete Mischung kann nur durch Diffusion erhalten werden, was uneffektiv ist. Die US-Patente 4 897 770 (Solomon 1/90) und seine Fortsetzung 4 958 265 (9/90) verbessern die Verteilung durch simultanes Vorsehen von Farbfiltern zum Beeinflussen gegenüberliegender Seiten des Strahles so, daß die Strahlfarbverteilung symmetrisch aber immer noch ungleichförmig ist. Die oben erwähnten älteren Patente stützen sich alle auf additives Mischen verschiedener Teile eines Strahles, und das US-Patent 5 044730 (La Duke 9/91) stützt sich auch auf solch eine Mischung unter Benutzung von Filtern, die den Strahl in verschieden gefärbte Unterstrahlen aufspalten, und eines Mischers zum Wiedervereinen der Unterstrahlen. Das US-Patent 4 914 556 (Richardson 4/90) benutzt Filterplatten mit einer Filterbeschichtung, die in einem Muster aufgebracht ist, dessen Dichte variiert. Eine bevorzugte Ausführungsform benutzt drei solcher Platten in Gelb, Zyanblau und Magenta. Diese Anordnung wiederum erlaubt eine weite Variation von Farben in kontinuierliche Weise, aber der Strahl ist gestreift, insbesondere wenn das Fokussiersystem der Leuchte auf oder nahe der Platten fokussiert ist.
  • Das US-Patent 4 392 187 (Bornhorst 7/83) offenbart zwei Verfahren zum Variieren der durchgelassenen Strahlfarbe. Bei einem Verfahren sind mehrere dichroitische Filter schwenkbar in dem Lichtstrahl so angebracht, daß eine Variation des Farbtones durch Schwenken der Filter um Achsen senkrecht zu der Strahlachse erhalten werden kann. Diese Anordnung benötigt noch einen Mixer oder eine Integrationslinse zum Mischen des weißen Lichtes mit dem durch die Filter durchgelassenen variabel gefärbten Licht. Das andere Verfahren benutzt zwei drehbare Scheiben mit einer Mehrzahl von dichroitischen Filtern auf jeder. Die Scheiben werden individuell so geschaltet, daß verschiedene Kombinationen von Filtern in dem Strahl positioniert sind, so daß die Wirkungen der zwei Filter in dem Strahl kumulativ sind. Das erstere Verfahren wird auch in dem US-Patent 4 602 321 (Bornhorst 7/86) benutzt, während das letztere Verfahren in dem US-Patent 4 800 474 (Bornhorst 1/89) entwickelt ist, bei dem die dichroitischen Filter auf einer Scheibe Filter mit langem Durchlaßbereich mit unterschiedlichen Abschneidewellenlängen sind und jene auf der anderen Scheibe Filter mit kurzen Durchlaßbereichen mit verschiedenen Abschneidepunkten sind. Dieses letztere Patent offenbart auch die Benutzung sogenannter "komplexer" Filter, die grundsätzlich Bandstoppfilter sind, wobei das gesamte Stoppband in dem sichtbaren Be reich ist. Diese werden in Kombination mit Filtern langen Durchlaßbereiches oder Filtern kurzen Durchlaßbereiches benutzt zum Erhalten zusätzlicher Farben, die nicht durch einfaches Filtern mit langem oder kurzen Durchlaßbereich zur Verfügung stehen.
  • In keinem der oben erwähnten Patente ist es möglich, kontinuierliche Variationen von Farbe über den gesamten sichtbaren Bereich durch einfache kumulative subtraktive Filterung zu erzielen. In jedem Fall werden die Farben schrittweise geändert, oder wenn eine kontinuierliche Variation zur Verfügung steht, ist dieses über einen begrenzten Bereich und Neumischung oder Diffusion ist nötig zum Erzielen eines gleichförmigen Strahles.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Farbenüberblendungssystem eines vollen Bereiches für eine Leuchte vorzusehen, bei dem kontinuierliche Variation der Farbe auf einfache und wirksame Weise ohne Neumischung oder Diffusion des Strahles erzielt werden kann.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, solch ein Farbenüberblendungssystem vorzusehen, bei dem "komplexe" Filtercharakteristik erzielt werden kann und kontinuierlich variiert werden kann.
  • Weit gefaßt, die Erfindung ruht in einem Farbenüberblendungssystem für eine Leuchte, wie in Anspruch 1 definiert ist. Zur Bequemlichkeit der Herstellung der Filterelemente hängt die Dicke der Mehrzahl von Schichten darauf an jedem Punkt entlang der Gradientenachse linear von der Versetzung solch einen Punktes von einem Referenzpunkt auf der Gradientenachse ab. Dieses resultiert darin, daß die Abschneidewellenlänge an jedem Punkt linear von der Verschiebung abhängt.
  • Bevorzugt weist jedes der Filterelemente eine "komplexe" Filtercharakteristik auf. In dem Fall des Filterelementes des langwelligen Durchlasses wird im wesentlichen alles Licht mit einer Wellenlänge länger als die erste Abscheidewellenlänge durchgelassen, zusätzlich wird ein kleiner Anteil des Lichtes einer Wellenlänge kürzer als die Abscheidegrenze niedriger als die erste Abscheidewellenlänge ebenfalls durchgelassen. Ähnlich wird in dem Fall des Filterelementes des kurzwelligen Durchlasses ein Anteil des Lichtes einer Wellenlänge länger als eine Abscheidegrenze höher als die zweite Abscheidewellenlänge durchgelassen.
  • Wobei, da es bevorzugt ist, die Dicke der verschiedenen Schichten der Filterelemente in den gleichen Verhältnissen zueinander entlang der Länge der Gradientenachse bleibt, die oben genannten Abscheidegrenzen sind proportional zu den Abscheidewellenlängen.
  • Weiter kann in dem Fall des Filters des kurzwelligen Durchlasses eine niedrigere Durchlaßwellenlänge (innerhalb des sichtbaren Bereiches) vorgesehen sein, unter der kein Licht durchgehen kann. Wenn wieder die Dicke der Schichten in den gleichen Verhältnissen zueinander entlang der Gradientenachse bleibt, ist diese niedrigere Durchlaßwellenlänge proportional zu der Abscheidewellenlänge.
  • Dem Fachmann auf dem Gebiet des dichroitischen Filterentwurfes ist klar, daß die niedrigere Abscheidewellenlänge und die zwei Abscheidegrenzen, auf die sich bezogen wurde, wenn die Abscheidewellenlänge nahe einem Ende des sichtbaren Bereiches ist, außerhalb des sichtbaren Lichtbereiches sein können und somit nicht relevant für die Benutzung der Filterelemente für Lichtstrahlfarbvariation sind.
  • Bevorzugt ist das Verhältnis der Abscheidewellenlänge zu der Abscheidegrenze in dem Bereich von 1 : 0,70 bis 1 : 0,85 für das Filterelement des langwelligen Durchlasses. In dem Fall des Filters des kurzwelligen Durchlasses ist das Verhältnis der Abscheidewellenlänge zu der Abscheidegrenze in dem Bereich von 1 : 1,27 bis 1 : 1,40. Das Verhältnis der Abscheidewellenlänge zu der Durchlaßwellenlänge des Filters des kurzwelligen Durchlasses ist in dem Bereich 1 : 0,40 bis 1 : 0,50.
  • In den begleitenden Zeichnungen:
  • Fig. 1 ist eine schematische Ansicht eines Beispieles eines Farbenüberblendungssystemes gemäß der Erfindung;
  • Fig. 2 ist eine schematische perspektivische Ansicht zweier Filterscheibenelemente, die in dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel enthalten sind;
  • Fig. 2a und 2b sind vergrößerte Teilschnittansichten, die entsprechend auf den Linien 2a-2a und 2b-2b in Fig. 2 genommen sind;
  • Fig. 3 und 4 sind Diagramme, die Filtercharakteristiken der zwei in Fig. 1 gezeigten Scheiben zeigen; und
  • Fig. 5 ist eine schematische perspektivische Ansicht eines anderen Beispieles der Erfindung.
  • Es wird zuerst Bezug genommen auf Fig. 1, eine Lichtquelle 10 mit einem ellipsenförmigen Reflektor 11 projiziert einen weißen Lichtstrahl entlang einer optischen Achse 12. Zum Variieren der Farbe des Lichtstrahles ist ein Farbenüberblendungssystem 13 vorgesehen, das ein erstes und ein zweites scheibenförmiges Filterelement 14 und 15 enthält, die optisch in Reihe miteinander sind. Diese Scheiben sind drehbar zum Drehen um eine gemeinsame Achse 16 angebracht, und jede ist mit einem Servomotorantrieb SM1, SM2 zum Drehen derselben unabhängig von der anderen versehen. Die Scheibenachse 16 ist von der optischen Achse 12 beabstandet und parallel dazu, wobei die zwei Scheiben die optische Achse schneiden. Anordnungen von mehr Filterscheiben dieser Art sind im Stand der Technik gut bekannt, und keine detaillierte Beschreibung der mechanischen Anordnungen zum Anbringen der Lampe und der Scheiben und zum Steuern der Drehung der Scheiben wird daher gegeben.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt ist, sind die beiden Scheiben 14, 15 aus einem durchsichtigen Substrat aus Keramik, Glas, Quarz, Kunststoff oder anderem Material gebildet, und jede weist eine im wesentlichen ringförmige Fläche 14a, 15a auf, die mit dielektrischen Materialien zum Vorsehen eines dichroitischen Filtereffektes mit einer gewünschten Filtercharakteristik beschichtet sind. In jedem Fall gibt es einen unbeschichteten Sektor 14b, 15b einer Breite, die ausreichend ist zum Durchlassen des Strahles von der Lampe. Für maximale ungefiltere Lichtdurchlässigkeit kann ein Loch in das Substrat in diesem Sektor der Größe des Strahlquerschnittes geschnitten werden.
  • Die Dicke der Schichten des Beschichtungsmateriales variiert entlang der Gradientenachse 14c, 15c, die bei dem vorliegenden Beispiel eine Kreislinie ist, die dem Ort des Schnittpunktes der optischen Achse und der Scheibe folgt, wenn die letztere um ihre Achse gedreht wird. In jedem Fall gibt es eine lineare Beziehung zwischen der Dicke einer jeden der Beschichtungsschichten an einem gegebenen Punkt unter Versetzung dieses Punktes entlang der Gradientenachse von einem Referenzpunkt (Zentrum des fiktiven Strahlquerschnittskreises in dem unbeschichteten Sektor).
  • Die zwei Scheiben wirken vorherrschend als langwelliges Durchlaßfilter bzw. kurzwelliges Durchlaßfilter, aber jede weist eine spezielle "komplexe" Charakteristik auf. Die Abscheidewellenlänge der vorherrschenden langwelligen oder kurzwelligen Durchlaßcharakteristik an jedem Punkt auf der Gradientenachse ist proportional zu der Beschichtungsdicke und somit linear bezogen auf die Verschiebung des Punktes entlang der Gradientenachse von dem Referenzpunkt.
  • In einem speziellen Beispiel der Erfindung sind beide Filter mit abwechselnden Schichten von Titandioxid und Siliziumdioxid beschichtet, wobei das letztere den niedrigeren Brechungsindex aufweist. In dem Fall des Filters des langwelligen Durchlasses 14 gibt es fünfzehn Schichten L&sub1; bis L&sub1;&sub5; (siehe Fig. 2a), wobei Titandioxid direkt auf das Substrat und als die oberste Schicht aufgebracht ist. Die Schichten werden eine nach der anderen durch gut bekannte Dünnfilmvakuumabscheidungsverfahren aufgebracht, wobei die Scheibe in einer Vakuumabscheidungskammer gedreht wird, während das Öffnen eines variablen Verschlusses oder Maske gesteuert wird, die die Rate steuert, mit der verdampftes Material, das abzuscheiden ist, sich dem Substrat nähern kann. Das Öffnen der Maske wird synchron zu der Drehung der Scheibe gesteuert zum Vorsehen (innerhalb zur Verfügung stehender Toleranzen) eine linearen Beziehung zwischen der Dicke einer jeden Schicht und der winkelmäßigen Verschiebung der Scheibe von einer Referenzposition. Tabelle 1 unten gibt die Entwurfsdicken der verschiedenen Schichten an den Punkten 14X, 14Y und 14Z, die in Fig. 2 gezeigt sind. Die "Verhältnis"-Spalte zeigt das Verhältnis der gewünschten Abscheidewellenlänge an jedem Punkt und die Dicke jeder Schicht. Die Abscheidewellenlänge ist für 300 nm an dem Punkt 14X, 550 nm an dem Punkt 14Y und 800 nm an dem Punkt 14Z ausgelegt. Tabelle 1 - Filter langwelligen Durchlasses
  • In dem Fall des Filters kurzwelligen Durchlasses 15 gibt es 16 Schichten 51 bis S16, wobei die erste Schicht 51 aus Titaniumdioxid ist und die sechzehnte aus Siliziumdioxid ist. Tabelle 2 unten zeigt die Entwurfsdicken zum Vorsehen von Grenzwellenlängen von 300 nm, 550 nm und 800 nm an den Punkten 15X, 15Y bzw. 15Z. Tabelle 2 - Filter kurzwelligen Durchlasses Dicke
  • Fig. 3 und 4 zeigen angenäherte Beispielsfiltercharakteristiken für die zwei Scheiben an ausgewählten etikettierten Punkten auf den Scheiben. Fig. 3 zeigt die Charakteristiken des Filters langwelligen Durchlasses 14. Die durchgezogene Linie in Fig. 3 zeigt die Charakteristiken an dem Punkt 14X, an dem die Abscheidewellenlänge λ14x-0 ungefähr 300 nm beträgt. Die gestrichelte Linie in Fig. 3 zeigt die Charakteristiken an dem Punkt 14Y, an dem die Abscheidewellenlänge λ14Y-0 ungefähr 550 nm beträgt, und die strichpunktierte Linie zeigt die Charakteristiken an dem Punkt 14Z, an dem die Abscheidewellenlänge λ14Z-0 ungefähr 800 nm beträgt. Da das Verhältnis der Dicken der verschiedenen Schichten entlang der Achse 14c konstant ist, ist jede Charakteristik den anderen ähnlich. Wenn Fig. 3 eine logarithmische Wellenlängenskala anstatt der gezeigten linearen hätte, würde jede Charakteristikkurve genau die gleiche Form aufweisen aber an einer anderen Position entlang der Skala liegen. Es gibt eine untere Abscheidegrenze in den Fällen der Punkt 14Y und 14Z, wobei solche Grenzen in Fig. 3 als λ14Y-1 und λ14Z-1 bezeichnet sind. Der Punkt λ14X-1 existiert auch, aber er ist unterhalb des Wellenlängenbereiches des sichtbaren Lichtes. Für Licht der Wellenlänge unterhalb der unteren Abscheidegrenze λ14Y-1 oder λ14Z-1 nimmt die Durchlässigkeit auf ungefähr 75% zu, sie variiert jedoch mit der Wellenlänge.
  • In dem Fall der Filtercharakteristiken des kurzwelligen Durchlasses, die in Fig. 4 gezeigt ist, sind die Abscheidewellenlängen an den drei Punkten 15X, 15Y und 15Z als λ15X-0, λ15Y-0 und X15X-0 gezeigt. In dem Fall der Punkte 15Y und 15Z gibt es eine Abscheidegrenze, die als λ15Y-1 und λ15Z-1 gezeigt ist, oberhalb von der eine mittlere Durchlässigkeit von ungefähr 75% mit der Wellenlänge variiert. Der entsprechende Punkt λ15x-1 existiert auch, aber er ist höher als der Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes.
  • Ebenfalls sind in Fig. 4 Durchlaßwellenlängen als λ15X-2 und λ15Y-2 gezeigt, die Wellenlängen sind, unter denen Lichtdurchlässigkeit an den Punkten 15X bzw. 15Y abgeschnitten ist. Ein ähnlicher Punkt λ15Z-2 existiert auch, aber er ist unterhalb des Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichtes.
  • Wünschenswert sollte für das Filter des langwelligen Durchlasses die Abscheidegrenze ungefähr 0,77 der Abscheidewellenlänge sein. Für das Filter des kurzwelligen Durchlasses sollte die Abscheidegrenze ungefähr 1,34 · die Abscheidewellenlänge sein, und die Durchlaßwellenlänge sollte ungefähr 0,45 der Abscheidewellenlänge sein.
  • Mit der oben beschriebenen Anordnung kann eine sehr weite Vielzahl von Farben durch selektives Positionieren der zwei Filterscheiben erhalten werden. Weiterhin kann kontinuierliches langsames Überblenden von einer Farbe zu einer anderen leicht erzielt werden. Zum Beispiel kann ein Bereich von Magentaschattierungen durch Einstellen der Scheibe 14 so erhalten werden, daß die optische Achse 12 durch einen Punkt auf der Scheibe 14 geht, an dem die Abscheidewellenlänge ungefähr 650 nm ist, und die Scheibe 15 so positioniert wird, daß die Achse 12 durch einen Punkt auf der Scheibe 15 geht, an dem die Abscheidewellenlänge ungefähr 500 nm beträgt. An diesen Positionen läßt die Scheibe 14 eine Rot/Blau-Mischung mit einem Vorherrschen von rotem Licht durch, und die Scheibe 15 läßt eine Rot/Blau-Mischung mit einem Vorherrschen von blauem Licht durch, da jedoch die Filterung kumulativ ist, läßt die Kombination der zwei Filter eine ausgeglichene Rot/Blau-Mischung durch.
  • Durch Drehen der Scheibe 15 zum Vergrößern der Abscheidewellenlänge ändert sich die durchgelassene Farbe glatt zu blau hin. Ähnlich verringert sich durch Drehen der Scheibe 14 die Abscheidewellenlänge, die durch gelassene Farbe ändert sich glatt zu rot hin.
  • Fig. 5 zeigt eine alternative Form der Erfindung, bei der die Filter in der Form ähnlicher rechteckiger Streifen 114, 115 vorgesehen sind, auf denen Filterbeschichtungen vorgesehen sind. Diese Streifen können flexibel zum Ermöglichen des Aufrollens der Streifen auf Rollen sein. Die Gradientenachsen sind parallele gerade Linien, die die optische Achse 112 schneiden. Die Filter sind auf Linearlagern angebracht und unabhängig voneinander in Längsrichtung durch Linearservomotoren (nicht gezeigt) bewegbar. Die Charakteristiken verschiedener Punkte auf der Ausführungsform von Fig. 4 sind ähnlich zu denen in der Ausführungsform von Fig. 2.
  • Obwohl nur wenige Ausführungsformen der Erfindung im einzelnen oben beschrieben worden sind, wird der Fachmann verstehen, daß viele Modifikationen bei diesen Ausführungsformen, ohne die neue Lehre davon zu verlassen, möglich sind. Obwohl zum Beispiel Siliziumdioxid und Titandioxid bevorzugt sind, könnten andere Materialien mit ähnlicher Charakteristik wie Tantalpentoxid oder Zirkoniumdioxid verwendet werden. Während nur zwei spezielle Filterformen beschrieben worden sind, können natürlich andere Filterformen benutzt werden, so lange es möglich ist, daß die optische Achse von einer relativ zu der anderen variiert werden kann.
  • Weiter kann die Zahl und die relativen Dicken der Schichten auf jedem Filterelement zum Vorsehen eines Bereiches verschiedener akzeptierbarer Filtercharakteristiken variiert werden.

Claims (16)

1. Farbsteuersystem (13) für eine Leuchte, das ein erstes und zweites, ungleichmäßiges, dichroitisches Filterelement (14, 15; 114, 115) aufweist, die angeordnet sind, um eine vorgegebene Richtung (12; 112) zu filtern, wobei das erste Filterelement eine überwiegend langwellige Durchlaßcharakteristik in dem Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts hat, und das zweite Filterelement eine überwiegend kurzwellige Durchlaßcharakteristik in dem Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts hat, wobei die zwei Filterelemente so angebracht sind, daß sie bezüglich der vorgegebenen Richtung unabhängig voneinander verschiebbar sind, um die subtraktiv kombinierten Durchlaßbereiche der zwei Filtreelemente für einen sich in dieser vorgegebenen Richtung ausbreitenden Lichtstrahl zu variieren, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Filterelement eine Vielzahl von Schichten (L1, ..., L15; S1, .... S16) aus Materialien, die verschiedene Brechungsindizies haben, aufweist, um einen dichroitischen Filterungseffekt zu erhalten, und daß die Dicke der Schichten längs einer Gradientenachse (14c, 14c), die die vorgegebene Richtung schneidet, kontinuierlich zunimmt, so daß die Durchlaßbereichscharakterisktiken jedes Filterelement längs der Gradientenachse kontinuierlich variieren.
2. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Filterelement (14, 14) die Dicke der Schichten bei jedem Punkt (14Y, 15Y) auf der Gradientenachse (14c, 15c) mit der Verschiebung dieses Punktes längs der Gradientenachse ab einem Bezugspunkt (14X, 15X; 14Z, 15Z) linear zusammenhängt.
3. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem die Charakteristik des ersten Filters komplex ist, wobei sie bei jedem Punkt (14Y) auf der Gradientenachse (14c) eine Abscheidegrenze hat, die niedriger als die entsprechende Abscheidewellenlänge ist.
4. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 3, bei dem die Abscheidegrenze über den Bereich der Abscheidewellenlängen bei einem im wesentlichen festen Verhältnis der Abscheidewellenlänge liegt, wobei die Abscheidegrenzen Abscheidewellenlängen an dem unteren Ende des Bereichs entsprechen, der unterhalb des Wellenlängenbereichs des sichtbaren Lichts liegt.
5. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 4, bei dem das Verhältnis der Abscheidewellenlänge zu der Abscheidegrenze in dem Bereich von 1 : 0,70 bis 1; 0,85 liegt.
6. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 5, bei dem das Verhältnis der Abscheidewellenlänge zu der Abscheidegrenze 1 : 0,77 beträgt.
7. Farbsteuersystem gemäß irgendeinem vorhergehenden Anspruch, bei dem die Charakteristik des zweiten Filterelements komplex ist, wobei sie bei jedem Punkt (15Y) auf der Gradientenachse (15c) eine Abscheidegrenze des zweiten Filters hat, die höher als die entsprechende Abscheidewellenlänge des zweiten Filters ist.
8. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 7, bei dem die Abscheidegrenze des zweiten Filters über den Bereich der Grenzwellenlängen des zweiten Filters bei einem im wesentlichen festen Verhältnis der Abscheidewellenlänge des zweiten Filters liegt, wobei die Abscheidegrenzen des zweiten Filters den Abscheide wellenlängen an dem oberen Ende des Bereichs entsprechen, der oberhalb des Wellenlängenbereichs des sichtbaren Lichts liegt.
9. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 8, bei dem das Verhältnis der Abscheidewellenlänge des zweiten Filters zu der Abscheidegrenze des zweiten Filters in dem Bereich 1 : 1,27 zu 1 : 1,40 liegt.
10. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 9, bei dem das Verhältnis der Abscheidewellenlänge des zweiten Filters zu der Abscheidegrenze des zweiten Filters 1 : 1,34 beträgt.
11. Farbsteuersystem gemäß irgendeinem vorhergehenden Anspruch, bei dem das zweite Filterelement eine solche Filtercharakteristik hat, daß es bei jedem Punkt auf der Gradientenachse eine Durchlaßwellenlänge gibt, die kleiner als die Abscheidewellenlänge des zweiten Filters ist, so daß das Licht bei einer Wellenlänge unterhalb der Durchlaßwellenlänge blokkiert wird.
12. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 11, bei dem die Durchlaßwellenlänge über den Bereich der Abscheidewellenlängen des zweiten Filters bei einem im wesentlichen festen Verhältnis der Abscheidewellenlänge des zweiten Filters liegt, wobei die Durchlaßwellenlängen Abscheidewellenlängen des zweiten Filters an dem unteren Ende des Bereichs entsprechen, der unterhalb des Wellenlängenbereichs des sichtbaren Lichts liegt.
13. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 12, bei dem das Verhältnis der Abscheidewellenlänge des zweiten Filters zu der Durchlaßwellenlänge des zweiten Filters in dem Bereich von 1 : 0,40 zu 1 : 0,50 liegt.
14. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 13, bei dem das Verhältnis de Abscheidewellenlänge des zweiten Filters zu der Durchlaßwellenlänge des zweiten Filters 1 : 0,45 beträgt.
15. Farbsteuersystem gemäß irgendeinem vorhergehenden Anspruch, bei dem jedes Filterelement (14, 15) die Form einer Scheibe hat, wobei die Gradientenachse (14c, 15c) eine kreisförmige Linie auf der Scheibe ist.
16. Farbsteuersystem gemäß Anspruch 15, bei dem ein Sektor (14b, 15b) jeder Scheibe unbeschichtet gelassen ist.
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