DE69324672T2 - Anzeigevorrichtung für den eingestellten Lamellenwinkel in einer Erntemaschine - Google Patents

Anzeigevorrichtung für den eingestellten Lamellenwinkel in einer Erntemaschine

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DE69324672T2
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F12/00Parts or details of threshing apparatus
    • A01F12/44Grain cleaners; Grain separators
    • A01F12/446Sieving means
    • A01F12/448Sieve adjusting means

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Threshing Machine Elements (AREA)
  • Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf landwirtschaftliche Erntemaschinen, wie zum Beispiel Mähdrescher, und insbesondere auf die einstellbaren Körnersiebe hiervon. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft, wenn einerseits ein Zugang an eines dieser Siebe in einer derartigen Weise beschränkt ist, daß eine direkte Überprüfung der tatsächlichen Sieböffnung behindert ist, und wenn andererseits eine genaue Siebeinstellung erforderlich ist, um eine wirkungsvolle Körnerreinigung zu erzielen.
  • Mähdrescher wurden für ein wirkungsvolles Ernten eines weiten Bereichs von Erntematerialien entwickelt. Zu diesem Zweck kann eine Vielzahl von Maschineneinstellungen geändert und eingestellt werden. Dies schließt die Einstellung der Lamellen der oberen und unteren Siebe ein. Die Öffnung zwischen diesen Lamellen muß an die Körnerart angepaßt werden, um eine wirkungsvolle Trennung von Körnern einerseits und Spreu und Stroh andererseits zu erzielen. Insbesondere muß die Öffnung des unteren Siebes auf eine genaue Siebeinstellung eingestellt werden, um optimale Körner-Reinigungs-Forderungen zu erfüllen. Siebe die derartige Einstellungen ermöglichen, wurden bereits in der US-A-2 253 296 beschrieben.
  • Üblicherweise wird die Öffnung des oberen Siebes durch das Einsetzen kalibrierter Einrichtungen, wie zum Beispiel von Meßlehren, zwischen die Lamellen an dem hinteren Ende des Siebes überprüft. Die Oberfläche des oberen Siebes ist in den meisten Fällen für eine derartige Messung leicht zugänglich. Das untere Sieb ist jedoch nicht so leicht zugänglich, und zwar aufgrund seiner verdeckten Position unter dem genannten oberen Sieb. Ein Zugang an die Lamellen des unteren Siebes kann weiterhin durch Ansätze behindert sein, die mit der Rückseite des oberen Siebes verbunden sind, wie zum Beispiel ein Rechen oder eine Sensorplatte für einen Körnerverlust-Anzeiger. Die Verwendung von kalibrierten Einrichtungen für die Überprüfung dieser Öffnung wird damit unpraktisch gemacht.
  • Es wurden verschiedene Verfahren erdacht, um dieses Problem zu umgehen. Bei Sieben mit einem Einstellhandgriff, der gegenüber einem verzahnten Segment verriegelt wird, ist es allgemein üblich, die Anzahl von Zähnen zu zählen, die zwischen einer am weitesten links liegenden Stellung, in der die Lamellen geschlossen sind, und der tatsächlichen Position des Handgriffs liegen. Dies ist jedoch keine genaue Messung der Sieböffnung, weil die am weitesten links liegende Position nicht bei jedem Sieb dem gleichen Zahn entspricht und die durch einen Zahn bestimmte Öffnung nicht notwendigerweise einem Schritt von beispielsweise genau einem Millimeter entspricht. Weiterhin treten Ungenauigkeiten aufgrund der Toleranzen der Abmessungen der zwischenliegenden Einstellglieder und Handgriffe auf, und zwar aufgrund des Spiels dieser Bauteile gegeneinander und aufgrund der möglichen Verformung dieser Teile im Betrieb.
  • Das deutsche Gebrauchsmuster DE-U-69 05 754 zeigt eine mit Gradeinteilungen versehene Skala, die an einem Einstellelement für die Sieböffnung angebracht ist. Andere Arten von Sieböffnungsanzeigern an Einstelleinrichtungen finden sich in der US-A-3 472 378. Diese Anzeiger können eine Anzeige für die Öffnung in Millimetern oder Bruchteilen eines Zolls liefern, doch ist die Null-Stellung, die vollständig geschlossenen Sieblamellen entspricht, nicht angezeigt. Außerdem berücksichtigen diese Systeme nicht die Ungenauigkeiten, die durch Toleranzen, Spiel und Verformung der Einstelleinrichtungen zwischen dem Einstellelement und den Lamellen hervorgerufen werden.
  • Die DE-U-91 12 209 beschreibt die Verwendung von Potentiometern zur Lieferung von Informationen hinsichtlich der Sieböffnung an den Fahrer des Mähdreschers. Die Sieböffnung wird durch einen Elektromotor gesteuert, der über Bowden-Züge und Hebel auf die Lamellen wirkt. Hierbei sind die Rotoren der Potentio meter mit dem motorseitigen Ende der Bowden-Züge verbunden. Das von den Potentiometern gelieferte Signal weist erhebliche Ungenauigkeiten aufgrund der relativen Elastizität der Kabel und des Spiels in dem Hebelsystem auf. Entsprechend kann das Signal in erheblichem Ausmaß von der tatsächlichen Sieböffnung abweichen.
  • Entsprechend ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die vorstehend genannten Probleme der Messung der Lamellenöffnung in einer einfachen, jedoch sehr wirkungsvollen Weise zu überwinden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine einstellbare Siebeinrichtung für eine landwirtschaftliche Erntemaschine geschaffen, die folgendes umfaßt:
  • - Lamellen, die eine hinter der anderen angeordnet sind und die über einen Bereich von Positionen zwischen einer vollständig geschlossenen und einer vollständig geöffneten Position beweglich sind, wobei aufeinanderfolgende Lamellen zwischen sich eine Öffnung bilden, wenn sie sich in einer geöffneten Stellung befinden,
  • - Einstelleinrichtungen zur Änderung der Öffnung, und
  • - Öffnungs-Anzeigeeinrichtungen, die einen beweglichen Teil einschließen.
  • Diese Siebeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil und zumindest eine der Lamellen gemeinsam miteinander bewegt werden, wenn die Öffnung (d) eingestellt wird.
  • Vorzugsweise wird der bewegliche Teil durch die Halterungseinrichtung bewegt, an der die Lamelle befestigt ist. Die tatsächliche Öffnung kann in Längeneinheiten auf einer mit Unterteilungen versehenen Skala angezeigt werden. Zur besseren Sichtbarkeit kann diese mit Unterteilungen versehene Skala auf dem beweglichen Teil vorgesehen sein, und eine horizontale Kante oder ein stationärer Teil kann als Bezugspunkt zum Ablesen der tatsächlichen Sieböffnung dienen.
  • Zur Erleichterung der Steuerung und Kontrolle der Öffnung kann die Öffnungs-Anzeigeeinrichtung benachbart zu der Siebeinstelleinrichtung, wie zum Beispiel einem Einstellhandgriff, eingebaut sein.
  • Eine landwirtschaftliche Erntemaschine, die die vorliegende Erfindung verwendet, wird nunmehr ausführlicher in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen
  • Fig. 1 eine schematische Draufsicht längs eines Mähdreschers ist,
  • Fig. 2 ein unteres Sieb der in Fig. 1 gezeigten Siebeinrichtung zeigt,
  • Fig. 3 in größerem Maßstab einen Teil des hinteren Abschnittes des Siebes nach Fig. 1 zeigt, wobei Teile für eine bessere Sichtbarkeit entfernt wurden,
  • Fig. 4 eine teilweise Schnittansicht entlang der Linien IV-IV nach Fig. 3 zeigt,
  • Fig. 5 eine teilweise Schnittansicht entlang der Linien V-V in Fig. 4 zeigt,
  • Fig. 6 eine teilweise Rückansicht entlang der Linien VI-VI nach Fig. 6 zeigt,
  • Fig. 7 eine Anzeigeeinrichtung gemäß einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung zeigt.
  • Die Ausdrücke "vorwärts", "links", "rechts", "rückwärts" usw., die in Verbindung mit der landwirtschaftlichen Erntemaschine und/oder von Teilen hiervon verwendet werden, werden unter Bezugnahme auf die Richtung der Vorwärts-Arbeitsbewegung bestimmt, sollten jedoch nicht als beschränkend betrachtet werden. Weiterhin werden die Ausdrücke "Körner", "Stroh" und "Überkehr" hauptsächlich in der gesamten Beschreibung aus Bequemlichkeitsgründen verwendet, und es sei verständlich, daß diese Ausdrücke ebenfalls nicht beschränkend sein sollen. Somit bezieht sich der Ausdruck "Körner" auf den Teil des Erntematerials, der von dem zu verwerfenden Teil des Erntematerials ausgedroschen und getrennt wird, der als "Stroh" bezeichnet wird. Unvollständig gedroschene Ähren werden als "Überkehr" bezeichnet.
  • Obwohl der in Fig. 1 gezeigte Mähdrescher eine übliche Konstruktion aufweist und Strohschüttler verwendet, ist es ohne weiteres zu erkennen, daß die Erfindung in gleicher Weise auf sogenannte rotierende Mähdrescher, wie zum Beispiel Mähdrescher vom Typ mit Axialfluß, anwendbar ist.
  • Zur Erleichterung der Bezugnahme wird eine kurze allgemeine Beschreibung des in Fig. 1 gezeigten Mähdreschers gegeben. Dieser Mähdrescher, der allgemein mit 1 bezeichnet ist, umfaßt ein Hauptfahrgestell oder einen Rahmen 2, der von zwei vorderen Antriebsrädern 3 und einem hinteren Paar von lenkbaren Rädern 4 getragen wird. Auf diesem Hauptfahrgestell 2 sind eine Fahrer-Plattform 5 mit einer Fahrerkabine 6, ein Körnertank 7 ein Dresch- und Trennmechanismus 8, ein Körnerreinigungsmechanismus 9 und eine Antriebsquelle oder ein Motor 10 befestigt. Ein üblicher Erntevorsatz 11 und ein Stroh-Schrägförderer 12 erstrecken sich von der Vorderseite des Hauptfahrgestells 2 aus für eine allgemein in Vertikalrichtung erfolgende Bewegung, die durch ausfahrbare Hydraulikzylinder 13 gesteuert wird.
  • Während der Mähdrescher 1 in Vorwärtsrichtung über ein Feld mit stehendem Erntematerial angetrieben wird, wird das letztere von den Stoppeln durch eine Mähbalken an der Vorderseite des Erntevorsatzes 11 abgetrennt, worauf der Erntevorsatz 11 und der Stroh-Schrägförderer 12 das geschnittene Erntematerial dem Dresch- und Trennmechanismus 8 zuführen. Das von diesem empfangene Erntematerial wird gedroschen und getrennt, das heißt, das Erntematerial wird gerieben und geschlagen, wodurch die Körner, Samen und dergleichen gelockert und von dem Stroh, den Ähren oder anderen zu verwerfenden Teilen des Erntematerials getrennt werden.
  • Der in Fig. 1 gezeigte Mähdrescher umfaßt einen üblichen Dreschmechanismus, der eine Dreschtrommel 14, eine Wendetrommel 16 und einen Trennrotor 18 einschließt übliche Strohschüttler 20 sind im Betrieb dazu betreibbar, eine Schicht des verbleibenden Erntematerials (d. h. hauptsächlich Stroh, weil die Körner hiervon getrennt sind) durch die Strohhaube 21 auszuwerfen. Körner, die von dem Dresch- und Trennmechanismus 8 abgetrennt wurden, fallen auf eine erste Körnerpfanne oder einen Stufenboden 24 des Reinigungsmechanismus 9, der weiterhin ein Vorreinigungssieb 26, das oberhalb eines zweiten Stufenbodens 27 angeordnet ist, zwei Siebe 30, 31, die übereinander angeordnet sind, und ein Reinigungsgebläse 25 umfaßt.
  • Die Stufenböden oder Körnerpfannen 24, 27 und die Siebe 26, 30 und 31 werden allgemein in Vorwärts-/Rückwärtsrichtung in Schwingungen versetzt, um gedroschene und abgetrennte Körner von dem ersten Stufenboden 24 zu dem Vorreinigungssieb 26 und dem zweiten Stufenboden 27 und von diesem zu den Sieben 30, 31 zu transportieren. Die gleiche Schwingungsbewegung verteilt die Körner über die Siebe 26, 30 und 31, während der Durchgang von gereinigten Körnern durch Schwerkraft durch diese Siebe 26, 30, 31 hindurch ermöglicht wird. Die Körner auf den Sieben 26, 30, 31 werden einer Reinigungswirkung durch das Gebläse 25 unterworfen, das eine Luftströmung durch die Siebe 26, 30, 31 liefert, um Spreu und andere Verunreinigungen, wie zum Beispiel Staub, von den Körnern dadurch zu entfernen, daß dieses Material für einen Auswurf von der Maschine durch den Auslaß 22 der Stohhaube 21 aufgeblasen wird.
  • Reine Körner fallen schließlich auf eine Förderschnecke 32 für reine Körner in einer Förderschneckenwanne 33 für reine Körner, und sie werden nachfolgend von dieser zu dem Körnertank 7 überführt. Die Überkehr fällt schließlich auf eine (nicht gezeigte) Überkehr-Förderschnecke in einer Überkehr-Förderschneckenwanne 35. Die Überkehr wird durch die Überkehr-Förderschnecke zu einer getrennten Nachdrescheinrichtung 34 transportiert und zu dem Reinigungsmechanismus 9 für eine Wiederholung des Reinigungsvorgangs zurückgeführt.
  • Alle soweit beschriebenen Bauteile sind in der Technik üblich, so daß keine weitere ausführliche Beschreibung hiervon für erforderlich gehalten wird.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird ein unteres Sieb 31 gemäß der vorliegenden Erfindung ausführlicher beschrieben. Dieses Sieb 31 umfaßt eine Vielzahl von Jalousie- oder Lamellensätzen 40, 40', 40", die in einem Siebrahmen 42 befestigt sind. Es umfaßt weiterhin Siebeinstelleinrichtungen 47 und Anzeigeeinrichtungen 48. Jeder Lamellensatz 40, 40', 40" ist durch eine Serie von einstellbaren Lamellen 41 gebildet, die eine hinter der anderen angeordnet sind. Der Siebrahmen 42 umfaßt ein hinteres Rahmenteil 43, Seitenrahmenteile 44, 44', ein vorderes Rahmenteil 46 und zwischenliegende Rahmenteile 45, 45', wobei die letzteren zwischen den Seitenrahmenteilen 44, 44' angeordnet sind und sich parallel zu diesen erstrecken.
  • Wie dies in den Fig. 3 und 4 gezeigt ist, sind die Lamellen 41 an Befestigungsstangen 49 angebracht, die schwenkbar in Bohrungen in den Seitenrahmenteilen 44, 44' und den zwischenliegenden Rahmenteilen 45, 45' befestigt sind. Benachbart zu dem zwischenliegenden Rahmenteil 45 sind diese Befestigungsstangen 49 mit einem kurbelartigen Ansatz 50 versehen, dessen Position durch die Siebeinstelleinrichtung 47 geändert werden kann, wodurch die Stangen 49 um ihre jeweiligen Drehachsen verschwenkt werden, die durch die Befestigungsbohrungen in den Rahmenteilen 44, 44', 45, 45' gebildet sind. Die Schwenkbewegung der Stangen 49 dreht die daran angebrachten Lamellen 41 gleichzeitig und ändert die Sieböffnung zwischen zwei benachbarten Lamellen 41, wie sie durch den Abstand d definiert ist, der in Fig. 4 gezeigt ist.
  • Die Position der kurbelartigen Ansätze 50 wird durch die Schlitze in einer Einstell-Leiste 51 gesteuert, die über ein Gestängeteil 52 mit einem Einstellhandgriff 55 verbunden ist. Dieser Einstellhandgriff 55 ist schwenkbar an einem Schwenkpunkt 54 an dem zwischenliegenden Rahmenteil 45 angebracht und wird mit Hilfe eines Verriegelungshandgriffes 56 an seiner Position verriegelt, der mit einem verzahnten Segment 57 kämmt, das an dem hinteren Rahmenteil 43 angeschweißt ist. Dieser Verriegelungshandgriff 56 ist schwenkbar an dem Einstellhandgriff 55 an einem zweiten Schwenkpunkt 60 angebracht und wird durch eine Feder 58 in Eingriff mit dem verzahnten Segment 57 gehalten.
  • Zur Einstellung der Sieböffnung d wird der Verriegelungshandgriff 56 in Richtung auf den Einstellhandgriff 55 gedrückt, wodurch er von dem verzahnten Segment 57 gelöst wird, und der Einstellhandgriff 55 wird in der einen oder anderen Richtung um den Schwenkpunkt 54 gedreht. Entsprechend wird das Gestängeteil 52, das mit dem Einstellhandgriff 55 über exzentrisches Gestänge 53 verbunden ist, in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung gedrückt, wobei diese Bewegung auf die Einstell-Leiste 51 übertragen wird. Die Einwirkung der Einstell-Leiste 51 auf die kurbelartigen Ansätze 50 zwingt die hinteren Enden der Lamellen 41 dazu, sich anzuheben, wenn die Einstell-Leiste 51 zur Rückseite des Mähdreschers 1 bewegt wird, während sie diese nach unten drückt, wenn die Leiste 51 nach vorne bewegt wird, wodurch jeweils die Sieböffnung d vergrößert oder verkleinert wird.
  • Wie dies in den Fig. 3 bis 5 gezeigt ist, ist ein Anzeigeelement 65 mit einem Schlitz 66 über einem Teil des kurbelartigen Ansatzes 50 einer der Befestigungsstangen 49 zwischen dem zwischenliegenden Rahmenteil 45 und der Einstell-Leiste 51 eingebaut. Der Querschnitt des Schlitzes 66 und des kurbelartigen Ansatzes 50 sind derart, daß der letztere eng in den ersteren paßt, so daß das Anzeigeelement 65 zusammen mit der entsprechenden Befestigungsstange 49 und damit mit der daran angebrachten Lamelle 41 bewegt wird. Diese Lamelle 41 und das Anzeigeelement 65 sind somit direkt verbunden, und wenn die Sieböffnung d eingestellt wird, so sind ihre Bewegungen iden tisch, weil die Lamelle 41 und das Anzeigeelement 65 beide um den gleichen Winkel verschwenkt werden.
  • Das Anzeigeelement 65 umfaßt einen Arm 69, der sich im wesentlichen in Richtung auf die Rückseite des Siebes 31 erstreckt. Das hintere Ende des Armes 69 ist mit einer bogenförmigen Oberfläche versehen. Der kreisförmige Querschnitt dieser bogenförmigen Oberfläche führt dazu, daß diese Oberfläche in einem konstanten Abstand von dem hinteren Rahmenteil 43 bleibt, wenn die Sieböffnung d eingestellt wird und das Anzeigeelement 65 entsprechend verschwenkt wird.
  • Wie dies am besten aus Fig. 6 zu erkennen ist, ist eine mit Unterteilungen versehene Skala 67 auf der bogenförmigen Oberfläche des Anzeigeelements 65 vorgesehen. In der Nähe dieser Oberfläche ist eine Bezugsplatte 68 an dem hinteren Rahmenteil 43 angeschweißt, wobei die Oberkante dieser Platte 68 die Sieböffnung d auf der mit Unterteilungen versehenen Skala 67 anzeigt. Die Relativstellung der Eichungen hiervon auf dem Anzeigeelement 65 ist derart, daß die Null-Stellung, die unter Bezugnahme auf die Oberkante bestimmt werden kann, vollständig geschlossenen Lamellen 41 entspricht, während eine Skalenanzeige oberhalb von Null der tatsächlichen Sieböffnung d, ausgedrückt in Millimetern, entspricht. Alternativ kann diese Sieböffnung d in irgendeiner anderen geeigneten Längeneinheit ausgedrückt werden, wie zum Beispiel in Bruchteilen eines Zoll.
  • In Fig. 7 ist eine alternative Ausführungsform der Sieböffnungs- Anzeigeeinrichtung 48 gezeigt. Vergleichbar mit der ersten Ausführungsform umfaßt ein Anzeigeelement 75, das zwischen dem zwischenliegenden Rahmenteil 45 und der Einstell-Leiste 51 eingebaut ist, einen Schlitz 66', der mit engem Sitz über den kurbelartigen Ansatz 50 einer der Befestigungsstangen 49 paßt. Die Bewegung dieses Anzeigeelementes 75 ist somit gleich der Bewegung des Anzeigeelementes 65 nach den Fig. 3 bis 6. Der hintere Teil des Anzeigeelementes 75, der in einem Zeiger 76 endet, liegt benachbart zu dem hinteren Abschnitt des zwischenliegenden Rahmenteils 45, der die Form eines bogenförmigen Sektors 78 aufweist. Auf diesem Sektor 78 ist eine mit Unterteilungen versehene Skala 77 entlang der Bahn des Zeigers 76 vorgesehen, der die tatsächliche Sieböffnung d in Millimetern oder gegebenenfalls in irgendeiner anderen geeigneten Längeneinheit auf der Skala 77 anzeigt. Die mit Unterteilungen versehene Skala 77 ist durch eine Reihe von Kerben 79 in dem Sektor 78 gebildet.
  • In beiden Ausführungsformen liegen die Öffnungs-Anzeigeeinrichtungen 48, die das Anzeigeelement 65 bzw. 75 und die Bezugsplatte 68 bzw. 78 umfassen, benachbart zu der Siebeinstelleinrichtung 47, derart, daß eine Person, die an der Rückseite des Siebes 31 steht und die Einstelleinrichtung 47 zur Änderung der Sieböffnung d betätigt, einen direkten Blick auf die mit Unterteilungen versehene Skala 67 bzw. 77 hat. Somit kann der Betreiber unmittelbar die resultierende Öffnung d während deren Einstellung überprüfen, ohne daß er sich auf irgendeinen anderen Platz bewegen muß. Auf diese Weise ermöglicht die Relativstellung der Anzeigeeinrichtung 48 und der Einstelleinrichtung 47 eine schnelle und präzise Siebeinstellung.
  • Die Öffnungs-Anzeigeeinrichtung 48 der vorstehenden Ausführungsformen beseitigt die Notwendigkeit einer weiteren Überprüfung der Sieböffnung d mit Meßlehren in dem unzugänglichen Bereich unter dem oberen Sieb 30. Toleranzen, Spiel und Verformung der Bauteile der Einstelleinrichtung 47 beeinflussen nicht die Genauigkeit der Anzeigeablesung, weil die Bewegung des Anzeigeelementes 65 in einstückiger Weise mit der Bewegung der Befestigungsstange 49 und der daran angebrachten Lamellen 41 verbunden ist.
  • Es sind weitere alternative Ausführungsformen der Öffnungs- Anzeigeeinrichtung nach den Fig. 3 bis 7 denkbar. Beispielsweise kann ein Anzeigeelement an einer Befestigungsstange oder direkt auf einer Lamelle durch Schweißen, Kleben oder irgendein anderes geeignetes Verfahren befestigt werden. In allen Fällen bewegt sich das Anzeigeelement gemeinsam mit der Lamelle, der es entspricht.
  • Weiterhin kann die vorstehend beschriebene manuelle Siebeinstelleinrichtung 47 durch Einstelleinrichtungen ersetzt werden, die elektrische, hydraulische oder pneumatische Stellglieder verwenden, um die Position der Einstell-Leiste 51 zu ändern. In allen Fällen kann eine Fernsteuerung derartiger Einstelleinrichtungen in Betracht gezogen werden.

Claims (12)

1. Einstellbare Siebeinrichtung (31) für eine landwirtschaftliche Erntemaschine (1), mit:
- Lamellen (41), die eine hinter der anderen angeordnet sind und über einen Bereich von Positionen zwischen einer vollständig geschlossenen und einer vollständig geöffneten Stellung beweglich sind, wobei aufeinanderfolgende Lamellen eine Öffnung (d) zwischen sich bilden, wenn sie sich in einer geöffneten Stellung befinden,
- Einstelleinrichtungen (47) zum Ändern der Öffnung (d), und
- Öffnungs-Anzeigeeinrichtungen (48), die einen beweglichen Teil (65/75) einschließen,
dadurch gekennzeichnet, daß:
die Bewegung des beweglichen Teils (65/75) identisch zu der Bewegung von zumindest einer der Lamellen (41) ist, wenn die Öffnung (d) eingestellt wird.
2. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des beweglichen Teils (65/75) direkt mit der Bewegung der zumindest einen Lamelle (41) verknüpft ist.
3. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Lamelle (41) und der bewegliche Teil (65/75) um eine gemeinsame Achse verschwenkbar sind.
4. Einstellbare Siebeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Lamelle (41) an einer stabförmigen, beweglichen Halterung (49) angebracht ist, deren Bewegung auf den beweglichen Teil (65/75) übertragen wird.
5. Einstellbare Siebeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtungen (48) die Öffnung (d) auf einer mit Unterteilungen versehenen Skala (67/77) anzeigen.
6. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (d) in Längeneinheiten auf der mit Unterteilungen versehenen Skala (67/77) angezeigt wird.
7. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Unterteilungen versehene Skala (67) auf dem beweglichen Teil (65) vorgesehen ist.
8. Einstellbare Siebeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungs-Anzeigeeinrichtung (48) weiterhin einen stationären Teil (68/45) einschließt, der fest an einem Rahmen (42) angebracht ist, der betriebsmäßig die Lamellen (41) haltert.
9. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 8, unter Rückbeziehung auf Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Unterteilungen versehene Skala (67) auf einer bogenförmigen Oberfläche des beweglichen Teils (65) vorgesehen ist, wobei diese Oberfläche in einer im wesentlichen vertikalen Richtung vor einer im wesentlichen horizontalen Kante des stationären Teils (68) vorbeiläuft, wenn die Öffnung (d) eingestellt wird, wobei die horizontale Kante als ein Bezugspunkt zum Ablesen der tatsächlichen Sieb öffnung (d) auf der mit Unterteilungen versehenen Skala (67) dient.
10. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 8, unter Rückbeziehung auf Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Unterteilungen versehene Skala (77) auf dem stationären Teil (45) angebracht ist.
11. Einstellbare Siebeinrichtung nach Anspruch 5 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Unterteilungen versehene Skala (77) durch eine Reihe von Kerben (79) gebildet ist.
12. Einstellbare Siebeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (48) benachbart zu der Einstelleinrichtung (47) eingebaut ist.
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