DE69329862T2 - Freikolben-stirlingmaschine mit veränderlicher federung - Google Patents

Freikolben-stirlingmaschine mit veränderlicher federung

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Description

    Technisches Sachgebiet
  • Diese Erfindung bezieht sich auf das Sachgebiet der Freikolben-Stirlingmaschinen und -kühlgeräte, im Allgemeinen bezeichnet als nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebene thermomechanische Wandler. Die Erfindung richtet sich im Besonderen auf die Steuerung des Leistungsflusses und die Begrenzung des Hubes bei nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebenen thermomechanischen Wandlern.
  • Stand der Technik
  • Freikolben-Stirlingmaschinen treiben üblicherweise eine mechanische Last wie eine Pumpe oder einen Elektrogenerator. Freikolben-Stirlingkühlgeräte werden üblicherweise von einem Elektromotor od. dgl. angetrieben, um Wärme von einem Ort zu einem anderen zu übertragen, bspw. von dem Innenraum einer Gefriertruhe zu deren äußerer Umgebung. Aufgrund von Schwankungen der Leistungsanforderungen einer Last an Maschinen bzw. der Wärmeübertragungsanforderungen an Kühleinrichtungen muss die Stirlingmaschine eine Leistungssteuerung aufweisen, um die Leistungsabgabe des Motors oder den Wärmetransport einer Kühleinrichtung an die Bedürfnisse des Systems anzupassen, mit dem die Maschine kooperiert. Bspw. muss eine Freikolben-Stirlingmaschine, welche eine Last treibt, deren Leistungsanforderung manchmal absinkt oder ansteigt, wie bspw. ein Elektrogenerator, die Leistungsabgabe der Maschine entsprechend anheben oder absenken.
  • Ein damit verbundenes Problem tritt auf, wenn die Belastung eines Motors abnimmt oder bei einer Kühleinrichtung die Anforderungen an die zu übertragende Wärme zurückgehen, da die Schwingungsamplitude des Verdrängerkolbens wie auch des Arbeitskolbens bis jenseits bevorzugter Grenzen ansteigen kann, woraus Zusammenstöße zwischen internen Maschinenteilen und möglicherweise Beschädigungen resultieren. Derartige Übersteuerungen resultieren daraus, weil die der Maschine zugeführte Energie gleich der Summe aus Energieabgabe und Energieverlusten in der Maschine ist. Wenn eine Lastanforderung sinkt, neigt die überschüssige, nicht mehr an die Last gekoppelte Energie dazu, den Verdrängerkolben zu einer höheren Amplitude zu veranlassen, üblicherweise bis jenseits der maximal erwünschten Amplitude, und dies kann zu einem Durchgehen führen. Deshalb ist es zusätzlich wünschenswert, die Schwingungsamplitude des Verdrängerkolbens und des Arbeitskolbens in dem Fall einer erheblichen Reduzierung der Lastanforderungen zu begrenzen.
  • Die US-A-4 912 929 offenbart eine Freikolben-Stirlingmaschine, umfassend eine Gasfeder mit einer variablen Federkonstante, die zwischen dem Arbeitskolben und dem Maschinengehäuse, d. h. Masse, angeschlossen ist.
  • Die US-A-4 945 726 zeigt eine Gasfeder mit einer variablen Feder, die zwischen dem Verdrängerkolben einer Freikolben-Stirlingmaschine und der Gehäusemasse angeschlossen ist.
  • Das der Erfindung zugrundeliegende Problem ist, ein Mittel zur Steuerung der Leistungsabgabe und zur Begrenzung der Amplitude einer Freikolben- Stirlingmaschine und zur Steuerung des Wärmetransportes eines Stirling- Kühlgerätes mit Freikolben zu schaffen.
  • Dieses Problem wird durch das erfindungsgemäße Konzept gelöst, welches in den unabhängigen Ansprüchen 1, 5 und 6 definiert ist. Besondere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
  • Diese Erfindung ist eine Verbesserung eines nach dem Slirling-Kreisprinzip betriebenen, thermomechanischen Wandlers von dem Typ mit einem Arbeitskolben und einem Verdrängerkolben, welche frei innerhalb eines Gehäuses oszillieren. Die Erfindung umfaßt ein Federelement mit einer variablen Federkonstante und einer Federauslenkung, die proportional zu der relativen Verschiebung zwischen dem Verdrängerkolben und dem Arbeitskolben ist. Eine gesteuerte Veränderung der Federkonstante verändert in beeinflußbarer Weise das Verhältnis der Amplitude des Leistungskolbens zu der Amplitude des Verdrängerkolbens und verändert auch die relative Phasenverschiebung zwischen deren Auslenkungen. Dieses wiederum erlaubt eine direkt steuerbare Veränderung der Motorleistung oder des thermischen Transports, indem die Federkonstante der Feder gesteuert verändert wird.
  • Diese Feder bildet eine Leistungskopplung zwischen dem Verdrängerkolben und dem Arbeitskolben. Wenn die Feder steifer gemacht wird, d. h. mit einer höheren Federkonstante K ausgeführt wird, so steigt derjenige Leistungsanteil des Verdrängerkolbens, der von dem Verdrängerkolben zu dem Arbeitskolben gekoppelt wird. Infolgedessen beläßt eine erhöhte Federsteifheit dem Verdrängerkolben weniger Leistung zu dessen Verschiebung, so dass dessen Amplitude (insbesondere dessen Maximalverschiebung) reduziert wird, und deshalb wird im Gegenzug die Leistung des Arbeitskolbens reduziert, da der Verdrängerkolben sodann einen kleineren Bruchteil des Arbeitsgases zwischen dem heißen und kalten Raum bewegt. Gleichzeitig verändert die zwischen Verdrängerkolben und Arbeitskolben eingebundene Feder die ebenso große Resonanz-Federkonstante des Verdrängerkolbens und des Arbeitskolbens, so dass die Phasenvoreilung des Verdrängerkolbens gegenüber dem Arbeitskolben reduziert wird, und dadurch wird ebenfalls die Leistung in dem Kreisprozeß reduziert.
  • Die Steuerung des Leistungs- oder Wärmeflusses wird durch eine Veränderung der Federkonstante als Funktion der Lastanforderung erreicht, entweder manuell oder automatisch mit einem Steuerungssystem. Bspw. kann eine reduzierte Lastanforderung erkannt werden, und über ein Steuersystem wird die Federsteifheit in ausreichendem Umfang erhöht, um eine gleichgroße Reduzierung der Leistungsabgabe der Maschine hervorzurufen. Bei einem Stirling-Kühlgerät oder einer Stirling-Wärmepumpe kann die Federkonstante steifer gemacht werden, um den Durchsatz der gepumpten Wärme zu reduzieren und dadurch eine übermäßige Kühlung zu vermeiden.
  • Während der übliche Weg zur Reduzierung der thermischen Pumprate eines Kühlgerätes einfach darin besteht, dieses weniger anzutreiben (d. h., die Eingangsspannung des das Kühlgerät antreibenden Elektromotors zu reduzieren), wäre das erfindungsgemäße Verfahren zur Veränderung der Federkonstanten hilfreich, wenn die Amplitude des Kolbens festgelegt ist, oder wenn andere Einschränkungen hinsichtlich der Leistungssteuerung einer herkömmlichen Wärmepumpe vorliegen.
  • Eine Hubbegrenzung kann erreicht werden durch Veränderung der Federkonstante als Funktion der Verschiebung des Arbeits- oder Verdrängerkolbens, so dass die Federkonstante angehoben wird, wenn die Schwingungsamplitude sich einer vorgegebenen Grenzamplitude nähert.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 enthält einen von einer Seite gesehenen Schnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die eine 300 W-Maschine mit einer variablen, elektromagnetischen Federung zur Steuerung darstellt.
  • Fig. 2 enthält einen von der Seite gesehenen Schnitt durch eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter Verwendung einer variablen Gasfeder.
  • In Fig. 3 ist im Rahmen einer graphischen Illustration die Federkonstante gegenüber der Amplitude für die Ausführungsform nach Fig. 1 aufgetragen.
  • In Fig. 4 ist als graphische Illustration die Leistung gegenüber der Amplitude des Arbeitskolbens für unterschiedliche Steuerungs-Federkonstanten aufgetragen.
  • Bei der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die in den Zeichnungen wiedergegeben ist, wird zum Zweck der Klarheit von einer besonderen Terminologie Gebrauch gemacht. Jedoch ist nicht beabsichtigt, dass die Erfindung auf die so gewählten, speziellen Begriffe begrenzt wird, vielmehr wird darauf hingewiesen, dass jeder spezielle Begriff alle technischen Äquivalente umfaßt, die in ähnlicher Weise betrieben werden, um eine ähnliche Wirkung hervorzurufen.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist schematisch in Fig. 1 wiedergegeben, die eine Freikolben-Stirlingmaschine 10 mit einem Verdrängerkolben 12, einem Arbeitskolben 14 und einer zwischen diesen angeordneten, elektromagnetisch aktivierten Feder 16 zeigt.
  • Die Ausführungsform einer variablen Feder entspricht wirkungsmäßig einem zwischen dem Verdrängerkolben 12 und dem Arbeitskolben 114 angeordneten, herkömmlichen Linearmotor, wobei der sich bewegende Magnet 18 an dem Verdrängerkolben 12 und der Flußpfad 20 sowie die Ankerwicklung 22 an dem Arbeitskolben 14 angeordnet ist. Ein derartiger Linearmotor kann solchermaßen ausgeführt werden, dass er einen sehr niedrigen Leistungsfaktor hat, indem die Ankerinduktivität groß konzipiert wird, so dass der Generator einen sehr niedrigen Leistungsfaktor hat, wenn der Ankerstrom fließt, und die auf den Magnet wirkende Kraft verzögert die Ankerspannung um einen großen Bruchteil von 90 Grad. Deshalb liegen die Kräfte nahezu in derselben Phasenbeziehung wie jene bei einer relativ wirkenden mechanischen Feder, d. h., zumeist proportional zu der Relativverschiebung zwischen Verdrängerkolben und Arbeitskolben. Eine derartige, relativ wirkende Feder kann in ihrer Steifheit verändert werden, indem der Ankerstrom gesteuert wird, wobei der höhere Strom eine höhere Federkonstante verursacht. Dieser Strom kann mittels herkömmlicher Stromsteuerschaltkreise gesteuert werden, um bei jedem Kolbenhub die gewünschte Motorleistung zu erzeugen.
  • Bei dieser Ausführungsform verhält sich der Magnet in dem Generator auch wie eine Feder, selbst ohne einen Ankerstrom. Diese Feder ist leicht negativ bei niedrigen, relativen Hüben, und wird stärker positiv, wenn der Magnet anfängt, sich aus dem Flußpfad herauszubewegen. Dies führt bei niedrigen Relativamplituden zu einem Leistungsfluß von dem Arbeitskolben zu dem Verdrängerkolben, und zu einem Leistungsfluß von dem Verdrängerkolben zum Arbeitskolben bei hohen Amplituden, und dient demnach dem nützlichen Effekt einer Begrenzung der relativen Amplitude des Verdrängerkolbens. Die elektromagnetische Feder kann auch so konstruiert werden, dass es bei einer reinen Magnetbewegung keinen Federeffekt gibt, sondern nur einen Federeffekt infolge eines Ankerstroms.
  • Der Steuerstrom des Elektromagneten zur steuerbaren Veränderung der Federkonstante der elektromagnetischen Feder 16 wird über einen Draht 24 zugeführt, der an dem Gehäuse der Maschine festgelegt und mittels eines biegsamen Elements an dem Elektromagnet abgestützt ist. Die Steifheit einer derartigen, elektromagnetischen Feder ist proportional zu dem Strom durch diese Spule, wie dies wohlbekannt ist. Wenn bspw. der Spulenstrom ansteigt, steigt auch die Federkonstante K an. Deshalb wird mehr Energie von dem Verdrängerkolben 12 zu dem Arbeitskolben 14 übergekoppelt. Da mehr Energie von dem Verdrängerkolben 12 zu dem Arbeitskolben 14 übergekoppelt wird, steht weniger Energie zum Antrieb des Verdrängerkolbens 12 zur Verfügung. Und deshalb sinkt die Amplitude des Verdrängerkolbens 12 ab, und dieser verschiebt weniger Arbeitsgas. Da weniger Arbeitsgas von dem Verdrängerkolben 12 verschoben wird, wird weniger Arbeitsgas zwischen dem Expansions- und dem Kompressionsraum des Stirlingmotors 10 bewegt, und deshalb wird während der Expansion und Kompression des Arbeitsgases weniger Arbeit geleistet. Da das Arbeitsgas den Arbeitskolben 14 antreibt, bedeutet eine niedrigere Arbeitsleistung des Arbeitsgases, dass weniger Arbeit an dem Kolben 14 verrichtet wird und demzufolge weniger Leistung von dem Stirlingmotor 10 produziert wird.
  • Wenn solchermaßen bei der Ausführungsform nach Fig. 1 die Abgabeleistung des Motors zu groß ist, führt ein Anstieg des dem Elektromagneten zugeführten Stroms zu einer Erhöhung der Steifheit der den Arbeitskolben 14 mit dem Verdrängerkolben 12 koppelnden Feder. Dadurch verursacht wird mehr Energie von dem Verdrängerkolben 12 zu dem Arbeitskolben 14 übergekoppelt, was eine Senkung der abgegebenen Leistung bewirkt, wie oben beschrieben.
  • Durch Veränderung der Steifheit der Feder wird die Abgabeleistung des Motors und die Amplitude des Verdrängerkolbens verändert. Die Veränderung der Steifheit kann beabsichtigt sein, um nur eines dieser beiden Ziele, nämlich eine Steuerung der Leistung oder des Hubes, zu erreichen, aber als Folge einer Veränderung der Steifheit wird sich gleichzeitig auch das zweite der beiden Ergebnisse einstellen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 treibt der Arbeitskolben 14 die Permanentmagneten 28 eines elektrische Leistung erzeugenden Lineargenerators 30. Die Permanentmagneten vollführen eine lineare Oszillationsbewegung zwischen den Polstücken 32 und 34, auf welche ein Anker 36 aufgewickelt ist. Dieser Generator 30 der wiedergegebenen Ausführungsform bildet keinen Teil der Erfindung. Fig. 1 zeigt auch einen Verbindungsstab 40 für den Verdrängerkolben, der diesen mit einer Gasfeder verbindet, die in dem Gehäuse des Motors 10 unverrückbar festgelegt ist, innerhalb des herkömmlichen Zwecken dienenden Generators 30.
  • Den Fachleuten werden sich andere Ausführungsformen eröffnen, um die Federkonstante allmählicher anzuheben nach Art einer kontinuierlich ansteigenden Funktion der Auslenkung des Verschiebungs- oder Arbeitskolbens. Anstatt die Federkonstante K als eine Funktion der Amplitude des Verdrängerkolbens oder des Arbeitskolbens zu verändern, kann die Steifheit oder die Federkonstante der Federkopplung zwischen dem Verdrängerkolben und dem Arbeitskolben durch ein Steuersystem mit einer negativen Rückkopplung gesteuert werden oder durch ein "intelligentes" computerbasierendes System, das den Betrieb der Maschine überwacht und die Steifheit der Feder beeinflußt, um den Betriebspunkt der Maschine zu verändern. Bspw. kann eine menschliche Bedienperson die Maschine überwachen und die Federkonstante manuell verändern. Alternativ dazu kann ein rückgekoppeltes Steuersystem vorgesehen sein, das ein mit einem Computer ausgestattetes Logikgerät enthält, um die Maschine zu überwachen und automatisch die Steifheit der Feder zu verändern.
  • Fig. 4 ist eine graphische Darstellung einer Kurvenschar, wobei die Leistung als Funktion der Verschiebung des Arbeitskolbens für typische, nach dem Stirling- Kreisprozeß betriebene Maschinen aufgetragen ist. Jede der Kurven A, B, C, D und E repräsentiert eine andere Konstante der Steuerungsfeder und demzufolge ein abweichendes Verhältnis der Bewegungsamplitude des Verdrängerkolbens. Das Amplitudenverhältnis ist definiert als das Verhältnis der Auslenkung des Arbeitskolbens zu der Auslenkung des Verdrängerkolbens, Xp/Xd, und ist eine fallende Funktion der Konstanten K der Steuerfeder, d. h., wenn K anwächst, nimmt das Amplitudenverhältnis ab. In der Grafik von Fig. 4 haben die Kurven eine ansteigende Federkonstante in einer Reihenfolge, wobei KA die kleinste Federkonstante und KD die größte ist.
  • Typischerweise wird eine Freikolben-Stirlingmaschine mit einer minimalen Federkonstante KA gestartet und würde solchenfalls entlang einer Kurve A betrieben. Wenn die Amplitude des Arbeitskolbens anwächst, wächst auch die abgegebene Leistung entsprechend, und die Werte folgen der Kurve A. Die Amplitude XC ist eine ausgewählte, kritische Amplitude, in deren Nähe der Arbeitskolben in einem normalen Betrieb mit maximaler Abgabeleistung arbeitet. Es ist wünschenswert, dass die Amplitude des Arbeitskolbens begrenzt wird, wenn diese die Auslenkung XC überschreitet.
  • Wenn die Federkonstante auf KB angehoben wird, arbeitet die Maschine auf der Kurve B, und weitere Erhöhungen der Federkonstanten bewegen den Motorbetriebspunkt weiter auf die Kurven C bis D. Wenn die Federkonstante von KA auf KD als eine Funktion der Amplitude oder als Reaktion auf eine abnehmende Leistungsanforderung der Last erhöht wird, verändert sich der Arbeitspunkt der Maschine entlang der Kurve F.
  • Die Kurve F ist in Fig. 4 als nicht unterbrochener Wahrscheinlichkeitspfad dargestellt, dem die Übertragungsfunktionskurve zwischen Leistung und Auslenkung des Arbeitskolbens folgen wird, wenn sie der vorliegenden Erfindung unterliegt. Wenn sich die Amplitude des Arbeits- oder Verdrängerkolbens erhöht, kann das Amplitudenverhältnis durch Justierung des K-Wertes verstellt werden, sobald die Auslenkung einen vorgegebenen Wert, bspw. XC, überschreitet, so dass die abgegebene Leistung absinkt. Der Anstieg der Amplitude des Arbeitskolbens wird dadurch erheblich reduziert. Dies erfolgt durch Anheben der Federkonstante K, wodurch mehr Energie von dem Verdrängerkolben zu dem Arbeitskolben übergekoppelt wird, wie oben beschrieben.
  • Darüber hinaus zeigt Fig. 1 schematisch ein einfaches Steuerungssystem als ein Beispiel für die Art eines rückgekoppelten Steuerungssystems, das im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden könnte. Die abgegebene Leistung des Generators 30 wird in herkömmlicher Weise einer Last 40 zugeführt. Ein Spannungsdetektor 42 ermittelt die Ausgangsspannung des Generators, und sein Ausgangssignal wird zusammen mit einem Referenzeingangssignal einem Summierungsknoten 44 zugeführt. Demzufolge repräsentiert der Ausgang des Summierungsknotens 44 den Fehler oder die Abweichung zwischen der gewünschten Ausgangsspannung und dem Referenzeingang. Das Fehlersignal von dem Summierungsknoten 44 wird über einen Übertragungsfunktionsschaltkreis mit einer hohen Verstärkung dem Anker der magnetischen Feder 16 zugeführt, um deren Federkonstante zu verändern und eine nahezu konstante Ausgangsspannung aufrecht zu erhalten.
  • Diese Erfindung kann auch auf nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebene Kühlgeräte angewendet werden, um die transportierte, thermische Energie in analoger Form zu verändern. Eine Erhöhung der Federkonstante reduziert den thermischen Transport, um den Kühleffekt bei einem gegebenen Hub des Arbeitskolbens zu verändern.
  • Sobald einmal die erfindungsgemäßen Grundlagen zur Veränderung der Federkonstante zwecks Steuerung des Leistungs- oder Wärmetransportes oder zur Begrenzung der Amplitude des Arbeits- oder Verdrängerkolbens verstanden sind, ergeben sich für die Fachleute viele verschiedene Arten von Systemen zur Veränderung der Federkonstante oder werden sich in der Zukunft ergeben. Beispielsweise können die Federn als Gasfedern oder magnetische Federn oder Kombinationen ausgebildet sein, einschließlich Kombinationen von mechanischen und elektromagnetischen Federn. Die Federkonstante von Gasfedern kann beeinflußt werden, indem der Druck der Gasfeder verändert wird. Darüber hinaus kann eine Vielzahl von mechanischen Strukturen geschaffen werden, um das Volumen der Gasfeder zu verändern und um den Druck der Gasfeder durch Hinein- oder Herauspumpen von Gas in die Gasfederkammer zu verändern.
  • Fig. 2 zeigt eine derartige Gasfeder, die einen wahlweisen Ersatz für die in Fig. 1 dargestellte, magnetische Feder bilden kann. Die spezielle, in Fig. 2 wiedergegebene Ausführungsform verwendet ein Magnetventil 50 in Reihenschaltung mit einem Rückschlagventil 52, um einen Gasfluß während der Niederdruckphase des Druckzyklus in die Gasfeder hinein zu ermöglichen, und ein Magnetventil 54 in Reihenschaltung mit einem Rückschlagventil 56, um während der Hochdruckphase des Kreiszyklus einen Fluß aus der Feder heraus zu ermöglichen. Solchermaßen wird die Federkonstante oder der Druck willentlich verändert, indem das eine oder das andere der Magnetventile mittels eines elektrischen Signals von dem Steuerungssystem betätigt wird.
  • In ähnlicher Form werden sich auch eine Vielzahl von Systemen ergeben, um der Feder eine nichtlineare Charakteristik zu verleihen, da die nichtlinearen Eigenschaften von Gas- und anderen Federn verstanden sind.
  • Ferner werden sich für die Fachleute auch eine Vielzahl von Elementen zum Ermitteln der Leistung oder des Hubes ergeben, zusammen mit einer erheblichen Anzahl von Steuerungssystemen unter Verwendung eines Signals mit der ermittelten Leistung oder dem ermittelten Hub zur Erzeugung eines Steuersignals für die Veränderung der Federkonstante. Da jedoch die Erfindung grundsätzlich die Entdeckung ist, dass eine Feder zwischen dem Verdrängerkolben und dem Arbeitskolben eines Freikolben-Stirlingmotors oder -kühlgerätes gesteuert verändert werden kann, um den Umfang zu steuern, in dem von der Freikolben- Stirlingmaschine Arbeit geleistet wird, d. h., Leistung oder Wärme transportiert wird, und weniger die technologische Ausführung oder die Technologie des Steuerungssystems, sind diese weiteren Bespiele nicht beigefügt.
  • Diese ausdrücklichen Beispiele sollten nicht als Beschränkung der Allgemeingültigkeit der Erfindung ausgelegt werden, welche in einer variablen Feder beliebiger Art - elektrisch, mechanisch, pneumatisch, oder anderweitig besteht, die verändert werden kann, um die Amplitude und Phase des Verdrängerkolbens und damit die Leistungsabgabe des Stirling-/Kreisprozesses zu steuern.
  • Während bestimmte, bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail offenbart worden sind, soll darauf hingewiesen werden, dass verschiedene Modifikationen möglich sind, ohne den Rahmen der beigefügten Ansprüche zu verlassen.

Claims (9)

1. Nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebener thermomechanischer Wandler mit einem freien Kolben, umfassend einen Verschiebekolben (12), einen innerhalb eines Gehäuses oszillierenden Leistungskolben (14) und einem Federelement mit einer variablen Federkonstanten, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement den Verschiebekolben (12) mit dem Leistungskolben (14) koppelt.
2. Nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebener thermomechanischer Wandler mit einem freien Kolben nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Steuerungssystem zur Veränderung der Federkonstanten in Form einer mit dem Leistungsbedarf der Last steigenden Funktion.
3. Nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebener thermomechanischer Wandler mit einem freien Kolben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem als Regelsystem mit einer negativen Rückkopplung ausgebildet ist.
4. Nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebener thermomechanischer Wandler mit einem freien Kolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement eine elektromagnetisch erregte Feder (16) umfaßt, die zwischen dem Leistungskolben (14) und dem Verschiebekolben (12) angeschlossen ist.
5. Nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebene Freikolben-Kühleinrichtung, umfassend einen Verschiebekolben (12), einen innerhalb eines Gehäuses oszillierenden Leistungskolben (14) und einem Federelement mit einer variablen Federkonstanten, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement den Verschiebekolben (12) mit dem Leistungskolben (14) koppelt.
6. Verfahren zur steuerbaren Veränderung der relativen Oszillationsamplituden des Verschiebe- und Leistungskolbens eines nach dem Stirling-Kreisprozeß betriebenen thermomechanischen Wandlers mit einem freien Kolben und einer Feder, welche den Verschiebe- und den Leistungskolben miteinander koppelt, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkonstante der Feder gesteuert verändert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkonstante in Abhängigkeit von der Amplitude erhöht wird, um die Amplitude des Verschiebekolbens zu begrenzen.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkonstante in Form einer mit der Lastspannung steigenden Funktion verändert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkonstante in Form einer mit dem Wärmetransportbedarf sinkenden Funktion verändert wird.
DE69329862T 1992-08-20 1993-08-19 Freikolben-stirlingmaschine mit veränderlicher federung Expired - Lifetime DE69329862T2 (de)

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