DE69330558T2 - Behälter zur verabreichung eines medikaments aus einer abgabevorrichtung an ein auge - Google Patents

Behälter zur verabreichung eines medikaments aus einer abgabevorrichtung an ein auge

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG Technisches Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft einen Behälter für das Verabreichen eines Medikaments in ein Auge von einem Fläschchenspender des Typs, der durch Zusammendrücken des Fläschchens zwischen seinem Ausguß und seiner Bodenwand betätigt wird.
  • Beschreibung des verwandten Standes der Technik
  • Es gibt verschiedene Spender, mit denen man ein Medikament in ein Auge verabreichen kann. Ein typischer Behälter für Augentropfen beinhaltet einen flexiblen Speichert läschchenabschnitt und einen Ausguß bzw. eine Tülle für das Verabreichen von Medikamententropfen in das Auge durch Zusammendrücken des Fläschchens zwischen seinen Seitenwänden. Weniger gebräuchlich, aber präziser sind leporelloartige oder kolbenartige Spender, die durch Zusammendrücken des Fläschchens zwischen einer Bodenwand und dem Ausguß betätigt werden, so daß das Fläschchen in seiner Längsrichtung komprimiert wird anstatt von seinen Seiten. Es sind diese leporelloartigen oder kolbenartigen Spender, für die der Behälter der vorliegenden Erfindung besonders geeignet ist. Ein Beispiel eines neuen und verbesserten kolbenartigen Spenders ist Gegenstand meiner ebenfalls anhängigen US-Anmeldung Nr. 07/801,243.
  • Die meisten Personen stoßen auf Schwierigkeiten bei der Verabreichung von Tropfen in ihre Augen. Das Auge ist ein sehr empfindliches Körperteil und Individuen erachten es als schwierig, den Reflex des Blinzelns zu steuern, wenn Tropfen in das Auge verabreicht werden. Überdies haben Augentropfenverwender häufig eine schwache Sehkraft. Eine schwache Sehkraft macht es schwierig, die Spitze der Tropfenflasche über dem Auge zu positionieren, und es kommt häufig vor, daß Tropfen fälschlicherweise auf die Nase oder die Wange appliziert werden. Zusätzlich haben ältere Leute häufig Schwierigkeiten, eine Tropfenflasche ruhig zu halten oder stoßen auf Schwierigkeiten, die Flasche zusammenzudrücken, um die richtige Menge des Medikaments zu applizieren.
  • Selbst wenn das flüssige Medikament richtig in das Auge appliziert wurde, ist die Wirksamkeit des Medikaments begrenzt. Das Mindestvolumen eines Tropfens eines flüssigen Medikaments, das normalerweise beim Kontakt mit einem Auge auf einmal eingeleitet werden kann, beträgt etwa 30 ul. Jede Menge, die größer als etwa 25 ul ist, läuft üblicherweise über das Augenlid auf die Wangen, da dies das maximale Volumen ist, weiches das Auge normalerweise handhaben kann. Wenn Augentropfen auf die Oberfläche des Augapfels appliziert werden, wirken Blinzeln und natürlicher Tränenfluß derart zusammen, daß die Zeit, in der das flüssige Medikament wirksam bleibt, auf ein paar Minuten begrenzt.
  • Wenn auf der anderen Seite das Medikament in den Bindehautsack appliziert wird, bleibt das Medikament für eine längere Zeitperiode wirksam, was den Nutzen des Verabreichens von Tropfen eines flüssigen Medikaments in ein Auge maximiert. Das liegt daran, daß die Bindehaut ein Bereich geringer Empfindlichkeit und geringen Tränenumsatzes ist, so daß Blinzeln und Tränen vermieden werden. Aufgrund der Schwierigkeit, der man beim Ruhighalten des Tropfers und bei der genauen Positionierung des Tropfers oberhalb der Bindehaut begegnet, bleibt jedoch die Maximierung der Wirksamkeit des Medikaments schwer erreichbar.
  • US-Patent Nr. 4,543,096 beschreibt und stellt eine Vorrichtung mit fingerartigen Vorsprüngen dar, die an der Vorderseite einer Augentropfenflasche angebracht werden, um die Augenlider während des Prozesses der Verabreichung von Augentropfen auseinanderzuspreizen. Ein beweglicher Finger ist mit einem Hebel verbunden, um sowohl den Hebefniederzudrücken und gleichzeitig zu veranlassen, daß die Augenlider auseinandergespreizt werden, während ein Tropfen aus der Tropfenflasche gedrückt wird. Die Vorrichtung, die in US-Patent Nr. 4,543,096 beschrieben wird, kann jedoch nicht mit den leporelloartigen oder kolbenartigen Spendern verwendet werden, die durch eine Kompression in Längsrichtung anstelle einer Kompression von den Seiten betätigt werden. Darüber hinaus benetzt diese Vorrichtung nicht genau den Bindehautsack.
  • In ähnlicher Weise stellt das US-Patent Nr. 4,531,944 eine Vorrichtung zum Ruhighalten der Spitze eines Tropfers oberhalb des Auges dar und beinhaltet weiterhin ein Beobachtungsloch, um das Auge abzulenken. Diese Vorrichtung hat jedoch keine Einrichtung zur Benetzung des Bindehautsackes noch für das Herunterdrücken des unteren Augenlides.
  • Typische Augentropfenspender haben auch den Nachteil, daß die Kraft, die notwendig ist, um den Spender zu betätigen, damit er einen Tropfen emittiert, nicht in der gleichen Richtung aufgebracht werden muß wie die Bewegung, die notwendig ist, um das untere Augenlid herunterzudrücken und den Bindehautsack zu benetzen. Es wäre wünschenswert, eine Vorrichtung zu haben, die den Spender mit einer Bewegung betätigt, die in der gleichen Richtung ist wie diejenige, die notwendig ist, um das untere Augenlid herunterzudrücken.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die einen kleinen Tropfen des Medikaments genau zu dem Bindehautsack eines Auges liefern kann.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, solch eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die verwendet werden kann, um einen leporelloartigen oder kolbenartigen Fläschchenspender unter Verwendung einer minimalen Kraft zu betätigen.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, solch eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, indem die Bewegung, die zum Betätigen des Spenders verwendet wird, um einen Tropfen zu emittieren, in der gleichen Richtung erfolgt wie die Bewegung, die notwendig ist, um das untere Augenlid herunterzudrücken und den Bindehautsack zu benetzen.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung mit diesen Merkmalen zur Verfügung zu stellen, die eine einfache Konstruktion aufweist und leicht herzustellen ist.
  • Die vorerwähnten Ziele werden erreicht durch die vorliegende Erfindung, die einen Behälter zur Verfügung stellt, der speziell für die Betätigung eines leporelloartigen oder kolbenartigen Fläschchenspenders angepaßt ist. Der Behälter beinhaltet ein im allgemeinen zylindrisches Gehäuse, das dafür vorgesehen ist, einen Fläschchenspender zwischen einer vorderen Wand des Gehäuses und einem zusammenschiebbaren Zylinder aufzunehmen. Die vordere Wand des Gehäuses hat eine Öffnung, die es der Ausgußdüse des Fläschchens erlaubt, aus dem Gehäuse hinauszuragen. Der vordere Teil des Gehäuses ist abgerundet mit einer stark polierten und glatten äußeren Oberfläche, um Hornhautverletzung im Falle eines unbeabsichtigten Kontakts mit dem Auge zu verhindern.
  • Das hintere Ende des Gehäuses ist offen und nimmt den zusammenschiebbaren inneren Zylinder verschiebbar auf. Wenn der innere Zylinder in Richtung der vorderen Wand des Gehäuses gedrückt wird, erzwingt er, daß der Fläschchenspender in Längsrichtung zwischen der vorderen Wand des Gehäuses und dem Zylinder zusammengedrückt wird. Im Falle einiger Spender, die mit der Erfindung verwendet werden können, verursacht das Zusammendrücken, daß ein Tropfen des flüssigen Medikaments den Tropfenhohlraum des Spenders betritt, wodurch der Tropfenhohlraum "beladen" wird.
  • Die Oberseite der inneren Fläche des Gehäuses ist mit einer Raste ausgebildet. Das vordere Ende des zusammenschiebbaren inneren Zylinders ist mit einem sich nach hinten und außen erstreckenden Fortsatz ausgebildet, der leicht an der geneigten Seite der Raste vorbeigleitet, wenn der Zylinder in das Gehäuse gedrückt wird, um den Tropfenraum des Spenders zu beladen. Die entgegengesetzte Seite der Raste ist jedoch eckig, um zu verhindern, daß der Fortsatz des Zylinders in entgegengesetzter Richtung über die Raste gleitet, wodurch der Zylinder festgeklemmt wird, so daß der Spender in seiner geladenen Position ist.
  • Das Gehäuse ist mit einem Auslösemechanismus für das Entriegeln bzw. Lösen des Zylinders ausgebildet. Ein Auslöseknopf ist an der Oberseite des Gehäuses angeordnet. Das Herunterdrücken des Auslöseknopfes drückt den Fortsatz des inneren Zylinders von der Raste weg, wodurch der Zylinder sich an der Raste vorbeibewegen kann. Der zusammengedrückte Fläschchenspender drückt den inneren Zylinder zurück. Mit der Ausdehnung des Fläschchenspenders wird ein Tropfen durch den Fläschchenausguß abgegeben.
  • Der Boden des vorderen Abschnitts des Gehäuses ist mit einem weichen Finger ausgebildet, der ausgestaltet ist, um mit dem unteren Augenlid in Eingriff zu treten. Um einen Tropfen zu applizieren, wird der innere Zylinder in seine befestigte bzw. eingeklemmte Position gedrückt, um den Fläschchenspender zu laden. Die Ausgußdüse, die sich von dem Behälter weg erstreckt, wird dann oberhalb des Augapfels positioniert, wobei der Finger auf das untere Augenlid drückt, um den Bindehautsack freizulegen. Wenn der Auslöser heruntergedrückt wird, wird die resultierende Bewegung des Behälters in der gleichen Richtung erfolgen wie die Bewegung, die den Finger zwingt, das untere Augenlid herunterzudrücken und den Bindehautsack freizulegen, wenn ein Tropfen emittiert wird.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
  • Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Behälters in Übereinstimmung mit der Erfindung.
  • Fig. 2 ist eine detaillierte Querschnittsseitenansicht eines Behälters in Übereinstimmung mit der Erfindung, der einen Fläschchenspender enthält.
  • Fig. 3 ist eine getrennte Detailansicht des Auslösemechanismus des Behälters der Erfindung.
  • Fig. 4 ist eine Ansicht des Behälters von vorne.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Der Behälter der Erfindung ist speziell angepaßt, um in Verbindung mit einem leporelloartigen oder kolbenartigen Fläschchenspender zu arbeiten. Der Begriff "Behälter", wie er in dieser Beschreibung verwendet wird, bezeichnet eine Vorrichtung, die angepaßt ist, um funktional mit dem Fläschchenspender verbunden zu werden und in Kombination mit diesem verwendet zu werden. Ein Beispiel eines neuen und verbesserten kolbenartigen Spenders, der in dem Behälter der Erfindung verwendet werden kann, ist Gegenstand meiner ebenfalls anhängigen Anmeldung Nr. 07/801,243, wobei die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf die Verwendung mit diesem speziellen Spender beschränkt ist. Teile eines Spenders, wie er in der Anmeldung Nr. 07/801,243 beschrieben ist, die für das Verständnis der vorliegenden Erfindung von Bedeutung sind, sind in Fig. 2 dargestellt und werden im folgenden kurz beschrieben, um das Verständnis des Behälters zu erleichtern.
  • Der Fläschchenspender beinhaltet einen Ausguß bzw. eine Ausgußdüse 2, Flügel 3, einen Balgabschnitt 4, Flügel 6 und einen hinteren Spenderabschnitt 8, der einen Zuführungsspeicher für das flüssige Medikament beinhaltet. Der Spender ist in Längsrichtung zwischen seiner hinteren Wand 10 und der vorderen Ausgußdüse 2 zusammendrückbar. Zu diesem Zweck ist der Balgabschnitt 4 aus einem weichen flexiblen Plastikmaterial hergestellt, wie z. B. aus thermoplastischem Harz, der unter dem Namen Kraton von der Shell Company verkauft wird. Die Elastizität des Spenders kann durch die Federqualität des Leporellobalgs, der aus Kraton hergestellt wird, zur Verfügung gestellt werden. KratonTM hat ein exzellentes Gedächtnis und kann eine exzellente Feder sein. Alternativ dazu kann Elastizität ebenfalls durch eine in Längsrichtung angeordnete Feder (nicht dargestellt) zur Verfügung gestellt werden, die den Spender dazu bringt, sich bei Kompression zu expandieren.
  • Der Spender schließt in sich einen Tropfenhohlraum (nicht dargestellt) ein, der ein vorbestimmtes Flüssigkeitsvolumen aufnimmt, das in Form eines Tropfens emittiert werden soll. Die Kompression des Spenders in seiner Längsrichtung erzeugt einen Druckabfall in dem Tropfenhohlraum, um den Tropfenhohlraum mit Flüssigkeit zu füllen oder zu "beladen", wo er gespeichert wird, bis er als Tropfen von dem Schlitz 12 (siehe Fig. 4) in der Ausgußdüse 2 emittiert wird. Dieser zusammengedrückte Zustand soll im folgenden hier als der geladene Zustand bezeichnet werden. Die Ausdehnung des Spenders von dem beladenen Zustand (verursacht durch die Feder) setzt die Flüssigkeit in dem Tropfenhohlraum in Richtung der Ausgußdüse 2 unter Druck, von der sie in Form eines Tropfens abgegeben wird. Man sieht, daß die Kraft, die erforderlich ist, um diesen Typ von Spender zu betätigen, normalerweise in Richtung der Ausgußdüse und somit des Auges angewendet werden muß. US-A-4,981,479 zeigt einen Fläschchenspender mit einem Tropfenhohlraum und einer Ausgußdüse, wobei dieser Fläschchenspender in Längsrichtung zusammendrückbar ist. Mit dieser Hintergrundinformation über die Funktionsweise des kolbenartigen Spenders im Gedächtnis wird der Behälter der Erfindung nun beschrieben.
  • Unter Bezug auf die Fig. 1 und 2 beinhaltet der Behälter, der im allgemeinen als 14 bezeichnet wird, ein zylindrisches Gehäuse 16, das ein inneres zylindrisches Glied 18 über ein offenes hinteres Ende 20 verschiebbar aufnimmt. Der hintere Teil des Gehäuses 16 hat vorzugsweise eine Wand 17, die um den Abschnitt des Zylinders 18, der außerhalb des Gehäuses vorstreckt, angepaßt ist. Die Wand 17 wird an einen zurückgesetzten Abschnitt 19 des inneren Zylinders 18 grenzen, um das Gehäuse gegenüber externem Staub und Feuchtigkeit abzuschließen.
  • Das vordere Ende des Gehäuses 16 ist im wesentlichen durch eine vordere Wand 23 abgeschlossen, die eine darin zentral angeordnete Öffnung 24 hat, die es der Ausgußdüse 2 des Spenders erlaubt vorzuragen. Die Vorderseite des Gehäuses 16 hat vorzugsweise eine glatte gekrümmte äußere Oberfläche 23 (siehe Fig. 1) für den Fall, daß der Behälter unbeabsichtigt das Gesicht berührt. Wenn der Spender in dem Behälter montiert ist, sitzt er zwischen der vorderen Wand 22 und dem Glied 18, wie dargestellt. Die innere Fläche des Gehäuses 16 beinhaltet einen kreisförmigen Kranz 26. Die vordere Wand 22 und der kreisförmige Kranz 26 klemmen den Flügel 3 des Spenders zwischen sich ein, um eine Verschiebung des Spenders innerhalb des Gehäuses 16 zu verhindern.
  • Der untere vordere Abschnitt des Gehäuses 16 beinhaltet einen sich nach vorne erstreckenden Finger 28, der sich von dem Gehäuse 16 über die Spitze der Ausgußdüse 2 erstreckt. Der Finger ist nach oben gekrümmt, um eine glatte Oberfläche 30 zu definieren für das Ineingrifftreten mit dem unteren Augenlid. Der Finger ist vorzugsweise mit einem Material, wie z. B. KratonTM beschichtet.
  • Der innere Zylinder 18 hat einen vorderen Abschnitt 31, der an dem Fläschchenabschnitt 8 des Spenders angebracht ist. Falls gewünscht, kann der innere Zylinder 18 einstückig mit dem Speicherabschnitt 8 ausgebildet sein. Der vordere obere Abschnitt des inneren Zylinders 18 hat einen sich nach außen und hinten erstreckenden Fortsatz 32, der mit der inneren Fläche des Gehäuses 16 in Eingriff tritt und gegen diese drückt. Der Fortsatz 32 ist flexibel in der Richtung senkrecht zu der Längsachse des Behälters 14. Die Spitze 34 des Fortsatzes 32 hat eine Fläche, die angeordnet ist und angepaßt ist, um mit einer Raste 36, die an der Innenseite der Fläche des Gehäuses 16 ausgebildet ist, in Eingriff zu treten. Die Raste 36 ist an ihrer hinteren Seite 38 geneigt und glatt, ist jedoch an ihrer vorderen Seite 40 gegenüber der Gehäusewand eckig bzw. abgewinkelt. Der innere Zylinder 18 und der Fortsatz 32 sind in der Art in dem Gehäuse positioniert, daß die Spitze 34 des Fortsatzes hinter der Raste 36 ist, wenn der Spender in seiner ungeladenen Position ist.
  • Der Behälter 14 beinhaltet einen Auslöser 42. Der Auslöser 42 kann verschiebbar in einer Öffnung eines oberen Gehäuses 43 (siehe Fig. 1) positioniert sein, so daß er eine Einwärtsbewegung in Richtung der zentralen Längsachse des Behälters durchführen kann. Alternativ dazu kann der Auslöser 42 einstückig mit dem Gehäuse 16 ausgebildet sein, so daß er sich um einen dünnwandigen dynamischen Gelenkabschnitt 44 (siehe Fig. 2) verschwenkt. Die innere Fläche des Auslösers ist mit einer vorspringenden Ferse 46 ausgebildet, deren Funktion aus der folgenden Beschreibung der Funktionsweise des Behälters deutlich werden wird. Wie in Fig. 2 dargestellt ist, sind der Auslöser 42 und der Punkt der Befestigung des Fingers 28 an dem Gehäuse 16 an entgegengesetzter oberer bzw. unterer Seite des Gehäuses angeordnet, so daß sie um 180º voneinander entfernt angeordnet sind.
  • Vor der Positionierung des Behälters 14 oberhalb des Auges wird der Fläschchenspender in dem Behälter als erstes durch Drücken des inneren Zylinders 18 nach innen beladen, wodurch der Balg 4 des Spenders zusammengedrückt wird. Wenn der innere Zylinder 18 nach innen gedrückt wird, wird der Fortsatz 32 dazu gebracht, sich flexibel zu verformen, wenn er über die Raste 36 gleitet. Die Spitze 34 des Fortsatzes 32 ist in der Lage, reibungslos über die geneigte Oberfläche 38 der Raste 36 zu gleiten. Wenn die Spitze 34 einmal die Raste 36 passiert hat, schnappt der Fortsatz 32 zurück in Eingriff mit der inneren Fläche des Gehäuses 16. An diesem Punkt wird der Spender in seinem beladenen Zustand sein, wie vorher definiert. Zusätzlich ist der Behälter 14 in einer befestigten Position, da die Spitze 34 des Fortsatzes 32 nicht in der Lage ist, sich über die abgewinkelte Fläche 40 der Raste 36 zu bewegen. Der Behälter 14 ist nun für die Positionierung oberhalb des Auges bereit.
  • Wie oben diskutiert wurde, wird in idealer Weise ein Tropfen des Medikaments in dem Bindehautsack des unteren Augenlides für maximale Wirksamkeit abgelegt. Zu diesem Zweck wird die Eingriffsfläche 30 des Fingers 28 vorsichtig auf das untere Augenlid gedrückt. Der Behälter wird dann leicht nach unten bewegt, um den Sack freizulegen und der Behälter wird derart positioniert, daß die Ausgußdüse 2 in Richtung des Sackes gerichtet ist. An diesem Punkt würde der Benutzer den Auslöser 42 herunterdrücken.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 3 wird die Ferse 46, wenn der Auslöser 42 heruntergedrückt wird, den Fortsatz 32 nach unten drücken und die Spitze 34 wird schließlich die vordere Fläche 40 der Raste 36 freigeben. Die Feder in dem Spender wird den Spender und den inneren Zylinder 18 dazu drängen, sich zurück in die nicht beladene Position auszudehnen und zu diesem Zeitpunkt wird ein Tropfen des Medikaments von dem Schlitz 12 der Auslaßdüse 2 in das Auge freigegeben, wie oben diskutiert wurde.
  • Es versteht sich, daß ein Vorteil des erfindungsgemäßen Behälters der ist, daß die Bewegung, die benötigt wird, um den Auslöser herunterzudrücken und hierdurch einen Tropfen freizugeben, in der gleichen Richtung erfolgt wie die Bewegung, die verwendet wird, um das Augenlid herunterzudrücken und den Sack freizulegen. Demzufolge ist eine genauere Zuführung des Tropfens möglich. Darüber hinaus wird mit dem Behälter ausdrücklich auf einen Bereich von geringer Empfindlichkeit und geringem Tränenumlauf gezielt, was Tränen und Blinzelreflexe für bessere Wirksamkeit verhindert.
  • Darüber hinaus besteht keine Gefahr des Stoßens des Augapfels mit der Düse 2, da die Bewegung, um den Auslöser herunterzudrücken, nicht in Richtung des Auges verläuft und da der Finger 28 sich über die Ausgußdüse hinaus erstreckt. Überdies schleudert der Rückkehrmechanismus des Spenders, wenn der Auslöser heruntergedrückt wird, den inneren Zylinder von dem Auge weg. Der Behälter ist insbesondere nützlich für arthritische Patienten, da der Auslösemechanismus die einfache Freigabe eines Tropfens ermöglicht.
  • In der vorhergehenden Beschreibung wurde die Erfindung unter Bezugnahme auf besondere exemplarische Ausführungsformen beschrieben. Es versteht sich jedoch, daß verschiedene Modifikationen und Veränderungen hieran durchgeführt werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung, wie er in den anhängenden Ansprüchen ausgeführt wird, zu verlassen. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind demzufolge in einem beschreibenden Sinn anstatt eines beschränkenden Sinns zu betrachten.

Claims (6)

1. Vorrichtung (14) für die Verwendung in Kombination mit einem Fläschchenspender für das Verabreichen eines Medikaments in ein Auge, wobei die Vorrichtung (14) ein Gehäuse (16) und ein in Längsrichtung verschiebbares Glied (18) hat, wobei das Gehäuse (16) eine vordere Wand (22) mit einer Öffnung (24) und ein offenes hinteres Ende (20) hat und das in Längsrichtung verschiebbare Glied (18) durch das offene hintere Ende (20) des Gehäuses (16) aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß:
das in Längsrichtung verschiebbare Glied (18) einen flexiblen nach außen vorstehenden Fortsatz (32) hat, der eine Spitze (34) hat, die mit einer inneren Fläche des Gehäuses (16) in Eingriff tritt,
die Vorrichtung (14) weist weiterhin eine Raste (36) auf, die an der inneren Fläche des Gehäuses angeordnet ist, mit einer vorderen Fläche (40) und einer hinteren Fläche (38), die gegenüber dem Gehäuse abgewinkelt sind und die mit der Fortsatzspitze (34) derart zusammenarbeiten, daß die Fortsatzspitze (34) über die hintere Fläche mit Schieben des verschiebbaren Glieds (18) zu der vorderen Wand (22) in eine eingerastete Position gedrückt werden kann, wo die Spitze (34) mit der vorderen Fläche (40) der Raste (36) in Eingriff tritt, wobei jedoch die Spitze (34) mit Schieben des Glieds (18) zu dem hinteren Ende des Gehäuses von der eingerasteten Position nicht über die vordere Fläche (40) gedrückt werden kann, und
einen Auslöser (42) in dem Gehäuse mit einer inneren Fläche für das Ineingrifttreten mit dem flexiblen Fortsatz (32), wobei der Auslöser (42) in der Lage ist, nach innen in Richtung der zentralen Längsachse der Vorrichtung (14) bewegt zu werden, wobei der Auslöser (42) in eine Position bewegbar ist, in der seine innere Fläche die Spitze (34) des flexiblen Fortsatzes in ihrer verrasteten Position in Richtung des verschiebbaren Glieds (18) und von der inneren Fläche des Gehäuses wegzudrücken, so daß die Spitze (34) frei ist, um sich mit Schieben des verschiebbaren Glieds (18) von der vorderen Wand (22) an der Raste (36) vorbei zu bewegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, indem das Gehäuse zylindrisch ist und indem ein Finger (28) für das Ineingrifftreten mit einem Augenlid an dem Gehäuse (16) angebracht ist an einem Punkt, der um etwa 180º von dem Ort des Auslösers (42) versetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, indem ein Finger (28) für das lneingrifftreten mit einem Augenlid entlang des Gehäuses (16) angebracht ist und eine Oberfläche aus einem weichen thermoplastischen Material hat.
4. Vorrichtung (14) nach Anspruch 1, in der die innere Fläche des Auslösers einen vorstehenden Absatz für das Ineingriffireten mit der Spitze des flexiblen Fortsatzes hat.
5. Vorrichtung (14) nach Anspruch 1, in der die hintere Fläche der Raste eine glatte geneigte Fläche ist und in der die vordere Fläche der Raste eine flache Fläche ist, die senkrecht zu der inneren Fläche des Gehäuses steht.
6. Vorrichtung (14) nach Anspruch 1, die weiterhin einen Finger (28) für das lneingrifftreten mit einem Augenlid aufweist, wobei der Finger (28) von einer äußeren Fläche des Gehäuses vorsteht und sich zu einem Punkt vor der vorderen Wand (22) erstreckt.
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