DE693668C - Anordnung zur Durchfuehrung von elektrometrischen Messungen mit Hilfe von Vergleichshalbelementen - Google Patents

Anordnung zur Durchfuehrung von elektrometrischen Messungen mit Hilfe von Vergleichshalbelementen

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DE693668C
DE693668C DE1935S0120327 DES0120327D DE693668C DE 693668 C DE693668 C DE 693668C DE 1935S0120327 DE1935S0120327 DE 1935S0120327 DE S0120327 D DES0120327 D DE S0120327D DE 693668 C DE693668 C DE 693668C
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Application number
DE1935S0120327
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Inventor
Dr-Ing Fritz Lieneweg
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/28Electrolytic cell components
    • G01N27/30Electrodes, e.g. test electrodes; Half-cells
    • G01N27/301Reference electrodes

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  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)

Description

  • Anordnung zur Durchführung von elektrometrischen Messungen mit Hilfe von Vergleichshalbelementen. , Als Vergleichshalbelemente für potentiornetrische Messungen aller Art werden im allgemeinen Kalomel- oder Silberchloridelektroden benutzt, da derartige Elektroden- sich durch außerordentlich hohe Konstanz der Spannung auszeichnen. Um Diffusionspotentiale bei der Messung galvanischer Ketten zu vermeiden, wird zwischen die zu untersuchende Lösung und die Vergleichselektrode eine Flüssigkeitsbrücke geschaltet, die meistens aus einer gesättigten Kaliumchloridlösung besteht.
  • Will man nun derartige Anordnungen für Dauermessungen benutzen, so besteht die Gefahr, daß bereits nach ziemlich kurzer Zeit trotz der zwischengeschalteten Flüssigkeitsbrücke Ionen aus der einen Elektrode in die andere gelangen, wodurch das, Potential allmählich immer mehr verfälscht wird.
  • Um diesem Übelstand abzuhelfen, sind Anordnungen bekanntgeworden, bei -denen die Kaliumchloridlösung mittels eines über der Brücke befindlichen Kaliiimchloridbehälter s unter einem geringen Überdruck steht, so daß stets etwas Kal iümchlorid durch das Filter, das zwischen der Flüssigkeitsbrücke und- der zu messenden Lösung angeordnet ist, hindurchtreten kann. Eine derartige Anordnung hat nun den wesentlichen Nachteil, daß einmal eine verhältnismäßig große Menge Kaliumchlorid verbraucht wird und daß zum anderen es nicht möglich ist, bei Überdruck in der Meßleitung, ein Einströmen von Meßlösung in die Brücke und von dort in das Vergleichshalbelement mit Sicherheit zu vermeiden.
  • Um eine Vermischung der Lösungen zu vermeiden, benützt eine bekannte Anordnung zwei- hintereinandergeschaltete Flüssigkeitsbrücken, bei denen sich über der einen ein Vorratsbehälter für Kaliumchlorid befindet.
  • Diese Anordnung besitzt jedoch die erwähnten Nachteile noch in fast gleich hohem Maße.
  • Gemäß der vorliegenden' Erfindung sind nun mehr als zwei mit Zwischenflüssigkeit gefüllte, als Flüssigkeitsbrücken dienende Kammern und das Vergleichshalbelement zu einem einheitlichen, geschlossenen, druckfest einbaubaren Körper vereinigt und so miteinander verbunden, daß die Flüssigkeit in den einzelneu Kammern je für sich abgeschlossen ist, wobei die Kammern untereinander sowie mit der zu untersuchenden Lösung -und dem Vergleichshalbelement in elektrisch leitender Versbindung stehen. Hierdurch wird erreidht, claß ein Vorratsbehälter für Kaliumchlörid entbehrlich und das ganze -Gerät einschließlich der Vergleichselektrode überaus handlich und vergleichsweise klein wird und zur Messung nur in die zu untersuchende Lösung eingetaucht zu werden braucht, wobei die -zu messende Lösung , unter beliebigem Druck stehen kann.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Die Fig. i stellt einen Querschnitt und die Fig.2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, dar.
  • In einem einseitig geschlossenen Hohlzylinder i sind vier radial verlaufende, senkrecht zueinander stehende Trennwände :2 bis 5 angebracht, durch die vier Klammern 6 bis 9 gebildet werden. Das ganze Gerät ist durch einen Deckel io (Fig.2) dicht verschließbar und kann in geeigneter Weise in die untersuchende Lösung mit der Meßelektrode eingebaut werden. In den Trennwänden 2, 3 und 5 sind Körper aus wasserdurchlässigem Stoff (Filter) i i bis 13 angebracht, ebenso ist in dein Teil des Hohlzylinders i, der die Außenwand der Kammer 8 bildet, ein Filter 14 vorgesehen. Die Filter können sich entweder über die ganze Höhe der Kainniern erstrecken, oder sie können zweckmäßig in ihrer 1-löhe gegeiiciiiapder versetzt angeordnet sein. Die Kammer 7 enthält die Vergleichselektrode 15, die durch den Deckel io dicht nach außen geführt ist. Die Kammern 6, 8 und 9 bilden .die Flüssigkeitsbrücken, für die gesättigte Salzlösungen verwendet werden.
  • Man kann gewünschtenfalls auch die Anordnung so treffen, da.'ß die einzelnen,Brückenteile und auch das Vergleichshalbeleinent aus dein Gerät getrennt entfernt werden können, um die einzelnen Kammern mit neuen Flüssigkeiten zu füllen.
  • Außer dieser Anordnung ist auch ein Ge- r i iit den1 -,bar, bei dem die einzelnen Kammern durch konzentrisch ineinander gebaute Hohlzylinder gebildet werden. Hierbei werden die Filter zweckmäßig so äiigebracht, daß sie sich abwechselnd auf zwei verschiedenen Seiten des Gerätes befinden.
  • Im allgemeinen wird als Zwischenflüssigkeit gesättigte Kaliiimchloridlösung verwendet. Es ist jedoch auch, möglich, .für die einzelnen Brücken verschiedene, zweckmäßig ausgesuchte Flüssigkeiten zu verwenden. Beispielsweise können bei der Bestimmung von Chlorionenkonzentrationen'mit einer Silberchloridelektrode zwei Kammern des Gerätes (8,-9) mit gesättigter Kaliumnitratlösung und die beiden anderen Kammern 6, 7 mit gesättigter Kaliumchloridlösung gefüllt werden. Die Kammer 7 enthält in diesem Fall einen Silberchloridstab-als Vergleichselektrode.
  • Auf diese Weise ist erreicht, daß die Chlorionenkonzentration an dem Silberchloridstab praktisch konstant bleibt, da aus der benachbarten Brücke (6) nur Kaliumchloridlösung, die sich erst im Laufe der Zeit mit etwas Kaliumnitrat vermischt, eintreten kann. Da außerdem Kaliumchlorid in gesättigter Form vorhanden ist, ändert sich die Chlorionenkonzentration an der Silberchloridelektrode nicht. Die Lebensdauer dieser Elektrode wird daher außerordentlich groß sein. In der anderen Richtung kann aus dem Gerät in die zu messende Flüssigkeit nur Kaliurnnitrat eindringen, welches die Chlorionenkonzentration an der 'Meßelektrode ebenfalls nicht #beeinflußt.

Claims (7)

  1. PATlsNTANSPR ÜCHL: i. Anordnung zur Durchführung von elektrometrischen Messungen mit Hilfe von Vergleichshalbelementen, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei mit Zwischenflüssigkeit gefüllte Kammern und das Vergleichshalbelement zu einem einheitlichen, geschlossenen, druckfest einbaubaren Körper vereinigt und so miteinander verbunden sind, daß die Flüssigkeit in den einzelnen Kaninlern je für sich abgeschlossen ist und daß die Kammern untereinander sowie mit der zu untersuchenden Lösung und dein Vergleichshalbeleineiit in elektrisch leitender Verbindung stehen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurcli gekennzeichnet, daß dic Kammern für die Zwischenflüssigkeit und das Vergleichshalbelement in einem Hohlzylinder durch mehrere radial verlaufende Treiiiiw iincle erzeugt sind.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern für die Zwischenflüssigkeit und das Vergleichshalbelement in einem Hohlzylinder durch mehrere ineinandergesetzte, als Trennwände dienende Hohlzylinder erzeugt sind.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern mittels wasserdurchlässiger, in den Trennwänden und der Außenwand der einen Kammer angeordneter Stoffe untereinander und mit der .zu untersuchenden Lösung elektrisch in Reihe geschaltet sind, wobei sich in der Endkammer das Vergleichshalbelement befindet.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die -einzelnen Körper.-aus wasserdurchlässigem Stoff gegeneinander versetzt sind.
  6. 6. Anordnung nach den Ansprüchen = bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder durch einen Deckel verschließbar ist, durch den die Zuführung zur Vergleichselektrode dicht hindurchgeführt ist.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenflüssigkeiten verschiedeneLösungen in den Kammern sich befinden.
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