DE69408024T2 - Steuervorrichtung für eine landwirtschaftliche Feldspritze - Google Patents
Steuervorrichtung für eine landwirtschaftliche FeldspritzeInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche, bewegliche Feldspritze, die mit einer Steuereinheit versehen ist.
- Üblicherweise besitzt eine landwirtschaftliche Feldspritze einen Spritzbehälter, mindestens eine Pumpe ffir die Flüssigkeit und einen Ausleger mit zwei Armen, der in mehrere, mit Spritzdüsen versehene Auslegerabschnitte unterteilt ist, und Mittel zum Einklappen oder Ausklappen der Auslegerabschnitte sowie Mittel zum Regeln der Höhe und der Neigung des Auslegers, wobei diese Elemente von einer Zuginaschine und/oder einem an einer Zugmaschine angekoppelten Anhänger getragen werden.
- Die Führung einer derartigen Feldspritze erfolgt von einem Fahrerstand aus, der mit herkömmlichen Mitteln zum Steuern der Fahrbewegung des Fahrzeuges ausgerüstet ist: Handrad, Brems- und Beschleunigungspedal usw., sowie mit einem Steuerkasten zur Steuerung des Spritzvorganges, der in der Fahrerkabine des Traktors angeordnet ist. Dieser Steuerkasten ist kompliziert. Ein derzeit handelsüblicher Steuerkasten besitzt beispielsweise insgesamt:
- - ein Potentiometer zum Regeln des Sollvolumens/ha,
- - acht Schalter, die den Spritzvorgangje Auslegerabschnitt steuern,
- - acht Warnanzeigen, die jeweils einem der acht Schalter zugeordnet sind,
- - ein Sechs-Stellungs-Schalter, der die Pumpen und den Spritzvorgang des Auslegers steuern,
- - vier Schalter zum Verriegeln des Auslegers zum teilweisen oder gesamten Auseinander- oder Zusammenfalten der Auslegerarme,
- - einen Schalter zum Regeln der Höhe des Auslegers,
- - drei Schalter zum Regeln der Neigung und Schräglage der Auslegerarme,
- - zwei Anzeigetafeln zum Anzeigen des Soll- bzw. Istvolumens/ha mit Steuerknopf und der Fahrgeschwindigkeit,
- - drei Warnanzeigen zur Kontrolle verschiedener Funktionen,
- - einen akustischen Alarm.
- Ein entsprechender Steuerkasten ist in der EP-A-0458 107 beschrieben.
- Dank derartiger Steuerkästen kann die Bedienungsperson den Spritzvorgang sehr gut kontrollieren, und allein die Arbeitsschritte, die vor oder nach dem eigentlichen Spritzvorgang ausgeführt werden, verlangen eine nicht ferngesteuerte manuelle Bedienung und insbesonder das Öffnen und Schließen von Ventilen.
- Die einem Spritzvorgang vorangehenden Arbeitsvorgänge umfassen insbesondere das Füllen des Spritzbehälters mit Wasser, das Einbringen eines Behandlungsmittels in den Inhalt des Behälters nach oder während des Füllvorganges und das Aufrechterhalten einer Rührbewegung in dem Spritzbehälter, um eine Sedimentierung während einer Fahrt zu vermeiden.
- Bei einer herkömmlichen Feldspritze verwendet man zu diesem Zweck eine Umlaufpumpe und einen Trichter für das Behandlungsmittel mit einem Dreiwegeventil, durch das die von der Pumpe geförderte Flüssigkeit in den oberen Bereich des Spritzbehälters oder in den unteren Bereich geführt werden kann, einem zweiten Dreiwegeventil, durch das die Saugseite der Pumpe entweder mit einer externen Saugleitung oder dem unteren Bereich des Spritzbehälters verbunden werden kann, und zwei Zweiwegeventilen, die zwischen der Leitung, die die Druckseite der Pumpe mit dem unteren Teil des Spritzbehälters verbindet, bzw. zwischen dieser Leitung und dem Trichter für das Behandlungsmittel angeordnet sind.
- Nach einem Spritzvorgang wird die Apparatur in der Weise gespült, daß Flüssigkeit aus einem Spülbehälter oder einem externen Behälter durch den Spritzbehälter, die Leitungen und die Düsen geschickt wird, was noch mindestens ein weiteres Ventil erfordert.
- Alle diese Ventile werden manuell gesteuert, mit der hieraus resultierenden Gefahr einer Fehlbedienung. Die Bedienungsperson muß in der Tat nicht nur die Stellung der Ventile, sondern auch die Durchsätze, den Füllgrad der Behälter und des Trichters usw. kontrollieren, um eine Schaumbildung, Staueffekte, Überdruck, ein Überlaufen, ein Leerlaufen der Pumpe, Überlastung der motorischen Apparate, eine Schlämmebildung, eine unvollständige Vermischung usw. zu vermeiden.
- Es sind noch weitere Bestandteile der Apparatur vorhanden, wie z.B. ein Rührwerk für den Spritzbehälter, eine Hilfspumpe, Entleerungsventile usw., und man muß sicherstellen, daß sie einwandfrei arbeiten oder ihre richtige Lage einnehmen oder daß nicht zwei Feldspritzen eingesetzt werden, wenn sie nicht gleichzeitig arbeiten dürfen.
- Das Dokument EP-A-0086061 (US 4 629 164) schlägt eine Anlage vor, die eine Lösung für einige dieser Schwierigkeiten bietet.
- Bei dieser Anlage werden abmontierbare Behälter in der Werkstatt mit einem Behandlungsmittel oder einem Verdünnungsmittel gefüllt, und sie werden an dem Gerät angebracht und jeweils an der Pumpe angeschlossen, die eigens für den Behälter vorgesehen ist. Eine bordeigene Datenverarbeitungsanlage steuert die Pumpe, um den Inhalt eines gewählten Behälters über einen gemeinsamen Kreis den Spritzdüsen zuzuführen. Am Ende des Spritzvorganges "befiehlt" die Datenverarbeitungsanlage ein Spülen des Kreises mit dem Verdünnungsmittel, und die Behälter werden abgeklemmt und in die Werkstatt zurückgebracht.
- Die vor und nach dem Spritzvorgang durchzuführenden Arbeitsvorgänge beschränken sich auf die Handhabung der Behälter und das Spülen eines Teils des Strömungsmittelkreises.
- Diese Anlage erfordert eine speziell ausgerüstete Werkstatt, wobei die Feldspritze jedesmal, wenn ein Behälter leer ist, in diese Werkstatt zurückgeführt werden muß. Außerdem ist sie zum Verspritzen verdünnter Produkte, welche voluminöse Behälter erfordern, schlecht geeignet.
- Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, die Arbeit der Bedienungsperson zu vereinfachen und die beim Gebrauch einer landwirtschaftlichen Feldspritze auftretenden Gefahren zu minimieren, wobei jedoch eine Apparatur herkömmlicher Bauart, die den Einsatz verdünnter Produkte erlaubt, verwendet werden kann und eine speziell ausgerüstete Werkstatt nicht erforderlich ist.
- Zu diesem Zweck schafft die Erfindung eine landwirtschaftliche bewegliche Feldspritze mit
- - einer Spritzeinheit, die auf einem selbsttatig angetriebenen oder gezogenen Trägerfahrzeug angebracht werden kann und mindestens einen Spritzbehälter, eine mit dem Spritzbehälter verbundene Pumpe und einen Strömungsmittelkreis besitzt, welcher Spritzdüsen und diese mit der Pumpe verbindende Leitungen aufweist,
- - einer Steuereinheit zum Steuern der Betriebsweise der Feldspritze während eines Spritzvorganges, wobei diese Steuereinheit eine Steuervorrichtung aufweist, die in einer Fahrerkabine in der Nähe von Mitteln zum Steuern der Bewegung des Trägerfahrzeuges angeordnet ist,
- - sowie Mitteln zum Steuern ausgewählter Arbeitsvorgänge vor und/oder nach einem Spritzvorgang, wobei diese Mittel Ventile und ggfs. Motoren aufweisen und mit Mitteln zum Informieren einer Bedienungsperson über den Betriebszustand dieser Ventile und Motoren versehen sind, und
- - einem Kontrollgerät, das mit diesen Mitteln verbunden ist,
- dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollgerät einen Speicher zum Speichern von Fühlersignalen aufweist, die mindestens zwei Arbeitsgängen vor und nach dem Spritzvorgang entsprechen, welche aus den folgenden Arbeitsvorgängen ausgewählt sind:
- - Füllen des Spritzbehälters,
- - Einbringen eines Behandlungsmittels in den Spritzbehälter,
- - Umrühren des Inhalts des Spritzbehälters,
- - Füllen eines Spülbehälters,
- - Spülen des Spritzbehälters,
- - Spülen des Spritzdüsenarmes,
- - Spülen des Spritzflüssigkeitskreises,
- - sowie Mittel zum Anzeigen der Art des Arbeitsvorganges, den die Bedienungsperson ausführen möchte, und Mittel zum Informieren der Bedienungsperson bezüglich der Übereinstimmung zwischen den Istwerten der Fühler und den im Speicher gespeicherten und dem angezeigten Arbeitsvorgang entsprechenden Werten.
- Die Mittel zum Informieren der Bedienungsperson können optische oder akustische Mittel sein. Auf diese Weise wird der Bedienungsperson angezeigt, daß der von ihr ins Auge gefasste Arbeitsvorgang ohne Fehlbedienung ausgeführt werden kann, und sie kann somit die Ventile, Motorsteuerungen oder dergleichen betätigen.
- Vorzugsweise sind die Anzeige- und Informationsmittel in einem Kontrollkasten untergebracht, um die Arbeit der Bedienungsperson zu erleichtern.
- Vorzugsweise sind die Anzeige- und Informationsmittel, die ggfs. in dem Kontrollkasten untergebracht sind, außerhalb der Fahrerkabine, an einem leicht zugänglichen Ort angeordnet, damit die Bedienungsperson nicht in diese Kabine zurücksteigen muß, um die Arbeitsvorgänge vor und nach einem Spritzvorgang auszulösen, was normalerweise bei einem Halt erfolgt. Eine Wiederholmöglichkeit kann dennoch in der Kabine vorgesehen sein.
- Bei einer konkreter ausgestalteten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß:
- das Kontrollgerät in der Lage ist, mindestens einige der Motoren und Ventile fernzusteuern,
- das Kontrollgerat einen Speicher auvweist, der in der Lage ist, Folgen von Arbeitsvorgängen entsprechend mindestens einem der vorgenannten Arbeitsvorgängen vor oder nach dem Spritzvorgang zu speichern,
- das Kontrollgerät in der Lage ist, mindestens einige der Arbeitsvorgangfolgen in Abhängigkeit von einem empfangenen Befehl und Werten der Fühler zu steuern,
- und daß das Kontrollgerät mindestens einen Steuerkasten aulweist, welcher versehen ist mit Mitteln, die es einer Bedienungsperson erlauben, einen programmierten Arbeitsvorgang auszulösen, und Mitteln zum Informieren der Bedienungsperson über den Ablauf des Arbeitsvorganges und/oder um ihm einen Fehler zu signalisieren.
- Auf diese Weise braucht die Bedienungsperson nicht selbst ein Ventil, eine Motorsteuerung oder dergleichen betätigen; das Kontrollgerät erledigt dies und informiert die Bedienungsperson über den Ablauf des Arbeitsvorganges.
- Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß der Kontrollkasten mit dem Steuerkasten zusammengefaßt ist.
- Vorzugsweise ist ferner vorgesehen, daß das Kontrollgerät in der Lage ist, mindestens einen der folgenden Arbeitsvorgänge zu steuern:
- - Füllen des Spritzbehälters von außen,
- - Einbringen eines Behandlungsmittels in den Spritzbehälter,
- - Umrühren des Inhaltes des Spritzbehälters,
- - Spülen eines der folgenden Elemente der Spritzeinheit: Spritzbehälter, Pumpe, Spritzdüsen, Strömungsmittelkreis, Filter,
- - Fördern der Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter zu den Elementen der Spritzeinheit und umgekehrt,
- - Fördern der Flüssigkeit eines Elementes der Spritzeinheit nach außen.
- Von Interesse ist es, dafür zu sorgen, daß das Kontrollgerät ferner in der Lage ist, eine Übertragung von Flüssigkeit zwischen zwei externen Punkten der Feldspritze durchführen zu lassen. Es handelt sich hierbei genaugenommen nicht um einen Arbeitsvorgang vor oder nach einem Spritzvorgang; die Bedienungsperson kann jedoch vorteilhafterweise die Pumpe der Feldspritze dazu benutzen, Flüssigkeit zu einem Zweck, der verschieden sein kann, von einer Stelle zu einer anderen zu transportieren.
- Vorteilhafterweise ist außerdem vorgesehen, daß das Kontrollgerät eine programmierbare Zeitsteuerung aufweist, die in der Lage ist, die selbsttätige Abfolge bestimmter Arbeitsvorgänge zu steuern.
- Die Erfindung wird nun anhand eines praktischen Ausführungsbeispieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher beschrieben. In den Figuren ist:
- Fig. 1 eine vereinfachte schematische perspektivische Ansicht einer Zugmaschinen-Anhänger-Einheit, die gemäß der Erfindung ausgerüstet ist;
- Fig. 2 ein Schema der Strömungsmittelleitungen und der elektrischen Verbindungen der Feldspritze gemäß der Erfindung;
- Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anzeigetafel des Kontrollgerätes;
- Fig. 4 ein Teilschema, das den Umlauf des Strömungsmittels während der Funktion "Füllen des Spritzbehälters und Arbeitsbeginn plus Einbringen des Behandlungsmittels, plus Turbo" darstellt;
- Fig. 5 eine Draufsicht auf die Anzeigetafel einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung.
- Fig. 1 zeigt eine teilweise dargestellte Zugmaschine 1, der ein ebenfalls teilweise dargestellter Anhänger 2 zugeordnet ist. Die Fahrerkabine 3 der Zugniaschine enthält die nicht dargestellten Elemente zum Führen der Zugmaschine und eine Einheit 4 zum Steuern und Kontrollieren der Spritzvorgänge einer an sich bekannten Bauart, im vorliegenden Fall eine "INTEGRAL" der Société Caruelle.
- Der Anhänger trägt einen teilweise sichtbaren Spritzbehälter 5, eine Umlaufpumpe 6, die Flüssigkeit von dem Spritzbehälter 5 zu einem Spritzdüsen-Ausleger fördern kann, der an der Rückseite angeordnet und nicht dargestellt ist. Ferner sind ein Trichter 7 für ein in die Flüssigkeit einzugebendes Behandlungsmittel und einige der zahlreichen Leitungen, mit denen der Anhänger ausgerüstet ist, dargestellt.
- Der Anhänger trägt außerdem ein Kontrollgerät 8, das ein Element der Erfindung ist und genauer beschrieben wird.
- Die Fig. 2 ist ein Schema, welches die für die Arbeitsvorgänge vor und nach einem Spritzvorgang erforderlichen Elemente sowie, in doppelten bzw. gestrichelten Linien, die elektrischen Verbindungen zeigt, welche die verschiedenen Elemente mit der Steuereinheit 4 und dem Kontrollgerät 8 verbinden.
- Der Spritzbehälter 5, die Pumpe 6 und der Trichter 7 für das Behandlungsmittel finden sich wieder.
- Die Druckseite der Pumpe 6 weist ein erstes Dreiwegeventil 9 auf, das die Pumpe entweder mit dem Spritzbehälter 5 oder den Spritzdüsen-Auslegern verbindet, und zwar über ein Filter 10, einen Durchsatzmesser 11, der mit der Steuereinheit 4 verbunden ist, und einen elektrischen Verteiler des Auslegerabschnittes 12, der ebenfalls von der Einheit 4 gesteuert wird. Ein Motorregler 13 und ein Rückführventil 14, die ebenfalls von der Einheit 4 gesteuert werden, überwachen die Rückführung der Flüssigkeit zu dem Behälter 5. Mit 15 ist ein Zugmaschinen-Radgeschwindigkeitsfühler bezeichnet, der ebenfalls mit der Einheit 4 verbunden ist.
- Die Pumpe 6 ist außerdem mit in dem Spritzbehälter 5 angeordneten Rührwerkelementen 16 über ein Ventil 17 verbunden.
- Der Trichter 7 für das Behandlungsmittel ist mit einem Ventil 18 versehen, das manuell gesteuert wird und das Eingeben des Behandlungsmittels in eine Leitung 19 ermöglicht, welche die Pumpe 6 mit dem Spritzbehälter 5 über das Ventil 9 und zwei weitere Dreiwegeventile 20 und 21 verbindet. Diese sind ebenfalls mit dem Kontrollgerät 8 verbunden und ermöglichen die Zuführ der Flüssigkeit entweder in die Leitung 19 oder in einen Anschluß 22 zur Übertragung nach außen.
- Die Druckseite der Pumpe 6 ist ferner mit einem Hydroteil 23 verbunden, das es erlaubt, Flüssigkeit in den Behälter entweder aus dem Spritzbehälter selbst zwecks Rezirkulation oder von außen durch einen Pumpanschluß 24 mit Hilfe eines Ventils 24A zu fördern. Ein weiteres Ventil 25 ermöglicht eine Verbindung der Saugseite der Pumpe entweder mit dem Spritzbehälter 5 oder mit einem Spülbehälter 5A, der im Inneren des Spritzbehälters 5 angeordnet ist. Diese beiden Ventile sind mit dem Kontrollgerät 8 verbunden.
- Das Bezugszeichen 26 bezeichnet einen Schwimmer-Fühler, der dazu dient, dem Kontrollgerät 8 den Füllzustand des Spritzbehälters 5 zu signalisieren. Weitere Fühler, die insbesondere dazu dienen, den Füllzustand des Spülbehälters 5A, den Flüssigkeitsdurchsatz in den Leitungen, die Drehzahl der Pumpe 6 usw. zu signalisieren, sind nicht dargestellt. Sie sind sämtlich mit dem Kontrollgerät verbunden. Einige von ihnen, wie z.B. ein Maximalniveaufühler sind ebenfalls mit der Steuereinheit 4 verbunden.
- Das Bezugszeichen 28 bezeichnet eine mit Drehstrahlen arbeitende Vorrichtung zum Reinigen der Innenwände des Behälters vom Typ "LAV'TON" (angemeldete Marke).
- Die Drehzahl der Pumpe 6 wird ihrerseits von dem Kontrollgerät 8 gesteuert.
- Es wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 3 die Anzeigetafel des Kontrollgerätes beschrieben.
- Das Bezugszeichen 30 bezeichnet einen 12-Stellungs-Wähler, der zum Wählen der gewünschten Funktion dient. Jeder dieser Stellungen entspricht eine Diode LED 31 zum Visualisieren der gewählten Funktion. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind diese 12 Funktionen die folgenden:
- - (0) Betriebsart "Spritzen"
- - (1) Reinigen der Filter
- - (2) Einbringen des Behandlungsmittels in den Spritzbehälter
- - (3) Beginn des Füllvorganges zum Füllen des Spritzbehälter
- - (4) Füllen des Spritzbehälters plus Einbringen des oder der Behandlungsmittel
- (5) Füllen des Spritzbehälters plus Einbringen des oder der Behandlungsmittel plus Turbo
- - (6) Spülen des Auslegers
- - (7) Spülen der Nebenaggregate
- - (8) Reinigen des Spritzbehälters im geschlossenen Kreis
- - (9) Waschen des Spritzbehälters im offenen Kreis
- - (10) Übertrageung von innen nach außen
- - (11) Umfüllen zwischen zwei externen Punkten.
- Diese Funktionen sind bei 32, rechts von jeder Diode LED 31 abgekürzt angegeben. Links von jeder Diode LED 31 ist die optimale Geschwindigkeit der Pumpe 6 für die betrachtete Funktion mit 33 bezeichnet.
- Wie ersichtlich ist die Steuereinheit 4 aktiviert und kontrolliert den Spritzvorgang, wenn der Wähler sich in der Stellung "Betriebsart Spritzen" befindet.
- Wie ersichtlich, unterscheidet sich die Bezeichnung der Funktion Nr.5 von der der Funktion Nr.4 durch die zusätzlichen Wörter "plus Turbo". Es handelt sich um eine Phase des Füllvorganges, bei dem der Spritzbehälter durch den Anschluß 24 (s. Fig. 2) mittels der Pumpe 6 bei nach links gestelltem Dreiwegeventil 25 und gleichzeitig mittels des Hydroteils 23 bei nach links gestelltem Ventil 24A gefüllt wird. Im Vergleich zu den Funktionen 3 und 4 erlaubt die Funktion 5 eine Vergrößerung des Fülldurchsatzes von ungefähr 40%. Die Funktion 5 ist in der Fig. 4 dargestellt.
- Das Bezugszeichen 34 bezeichnet eine Diode LED zum Bestatigen der gewählten Funktion. Die Rolle dieser Diode ist die folgende: Wenn eine Funktion mit Hilfe des Wählers 30 gewählt ist, verifiziert die Vorrichtung, ob die manuell gesteuerten Ventile die der gewählten Funktion entsprechende Stellung einnehmen, und es schickt Steuersignale an die elektrisch gesteuerten Ventile. Die Diode 34 leuchtet erst dann auf, wenn das Gerät festgestellt hat, daß sämtliche Ventile die korrekte Stellung für die gewählte Funktion einnehmen.
- Gewisse Funktionen wie die Funktionen 3 bis 5 oder 6 bis 8 können dank einer programmierbaren Zeitsteuerung selbsttätig aufeinander folgen.
- Der rechte Teil der vorderen Tafel des Kontrolgerätes ist für die Diagnose vorgesehen.
- Eine Figur 35 stellt ein Dreiwegeventil dar, bei dem es sich um das oben erwähnte Ventil 24A handelt. Drei Dioden LED 36, 37, 38 dienen dazu, den Betriebszustand des Ventils 24A zu visualisieren.
- Eine andere Figur 39 stellt das Ventil 25 dar und ist drei weiteren Dioden LED 40, 41, 42 zugeordnet, welche dazu dienen, den Betriebszustand dieses Ventils 25 zu visualisieren.
- An dem gleichen rechten Teil der vorderen Tafel stellt eine Figur 43 den Anschluß 22 dar, und er ist einer Diode LED 44 zugeordnet, die aufleuchtete, wenn dieser Anschluß geschaltet ist. In der gleichen Weise stellt eine Figur 45 den Anschluß 24 dar, und die zugehörige Diode LED 46 leuchtet auf, wenn dieser Anschluß geschaltet ist.
- Wenn die Figuren 35 und 39 die in Fig. 4 gezeigte Stellung einnehmen, leuchten die Dioden LED 38, 40 und 46 der Anzeigetafel der Fig. 3 für die Funktion 5 auf, während die anderen Dioden LED ausgeschaltet bleiben.
- Selbstverständlich ist es möglich,auch andere Diagnoseelemente zu visualisieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
- In der gleichen Weise kann der Wähler 30 dazu benutzt werden, andere Funktionen als die oben erwähnten auszuwählen, sei es, daß er mehr Stellungen erhält, sei es, daß gewisse Funktionen durch andere Funktionen ersetzt werden, die in der obigen Liste nicht enthalten sind. Hierzu lassen sich die folgenden Funktionen nennen:
- - Füllen des Spülbehälters,
- - Spülen der Pumpe,
- - Spülen des Spülbehälters,
- - Umrühren im Spritzbehälter,
- - Transport der Flüssigkeit aus dem Spülbehälter nach außen.
- Wenn der Apparat statt nur einem Spritzbehälter mehrere enthält, kann der Wähler 30 oder ein zugehöriger Wähle zwischen mehreren bekannten Stellungen wählen, beispielsweise:
- - Behälter 1, allein im Kreis,
- - Behälter 2, allein im Kreis,
- - Behälter 1 und 2 im Kreis.
- Die Fig. 5 zeigt die Anzeigetafel einer perfekteren Ausführungsform der Feldspritze gemäß der Erfindung, bei der das Kontrollgerät 8 in der Lage ist, bestimmte Motoren und Ventile fernzusteuern. Der rechte Teil der Tafel ist demjenigen der Tafel der Fig. 3 sehr ähnlich. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, daß auf der Seite der Diode LED 34 ein Bestätigungs-Tastschalter 34A vorhanden ist. Die Diode LED 34 ist keine Bestätigungsdiode, sondern eine Diode, die eine Bestätigung "autorisiert". Wenn der Wähler 30 bis in eine vorgegebene Stellung gedreht ist, beginnt die entsprechende Diode 31 zu blinken, und wenn der Arbeitsvorgang möglich ist, fängt die Diode LED 33 ebenfalls an zu blinken. Wenn der gewählte Arbeitsvorgang unmöglich ist, beispielsweise das Füllen des Spritzbehälters, wenn der Fühler 26 anzeigt, daß er voll ist, so ist die Bestätigung unmöglich, und die Diode LED 34 leuchtet nicht auf. Um eine Funktion zu bestatigen, drückt die Bedienungsperson auf den Tastschalter 34A. Die entsprechende Diode LED 31 leuchtet nun kontinuierlich auf.
- Gewisse Funktionen wie der Arbeitsbeginn und das Turbo-Füllen oder das Spülen des Auslegers, des Zubehörs und des Spritzbehälters können dank einer programmierbaren Zeitsteuerung selbsttätig aufeinander folgen.
- Der rechte Teil der Anzeigetafel unterscheidet sich in seiner Darstellung von derjenigen der Fig. 3. Dieser rechte Teil dient der Diagnose und stellt Empfehlungen zur Verfügung. Eine Anzeige 35 zeigt die von dem Fühler 29 erfaßte Geschwindigkeit der Pumpe an. Eine Reihe von Dioden LED 36 leuchtet auf bei einer entsprechenden Anzahl von Informationen und Empfehlungen, wie z.B.:
- - Vergrößern der Geschwindigkeit der Pumpe
- - Verringern der Geschwindigkeit der Pumpe
- - Einkuppeln der Hilfspumpe
- - Beenden des Spritzvorganges
- - Spritzbehälter voll
- - Übertragung der Flüssigkeit
- - Spülen empfohlen
- - Spülbehälter leer
- - Fehler an den Ventilen
- - Spritzbehälter nicht geleert
- - Pegelalarm (Aufleuchten)
- Das Bezugszeichen 37 bezeichnet einen Schalter zum Anhalten eines akustischen Alarms 38, welcher signalisiert, daß der Behälter voll ist, und der jeden schwereren Fehler anzeigt. Das Bezugszeichen 39 bezeichnet einen zweiten Wähler, einen Dreistellungswähler, der die Wahl zwischen fehlender Rührbewegung und zwei Rührbewegungsstufen ermöglicht. Dioden LED 40 ihrerseits dienen zum Anzeigen der gewählten Stufe. Dieser Wähler kann natürlich auch weggelassen werden, wenn der Wähler 30 eine größere Anzahl von Stellungen besitzt.
- Wenn beispielweise die Funktion "Spülen des Spritzbehälters" durchgeführt werden soll, wird der Wähler 30 in die entsprechende Stellung verstellt, und durch Betätigen des Tastschalters 34A werden die Ventile selbsttätig in die folgenden Stellungen bewegt:
- 9 : - nach links (in der Figur)
- 17 : - geschlossen
- 24A : - nach rechts
- 25 : - nach links
- und die Kontrollen und Anzeigen sind dann wie folgt:
Claims (8)
1. Landwirtschaftliche bewegliche Feldspritze mit
- einer Spritzeinheit, die auf einem selbsttatig angetriebenen oder gezogenen
Trägerfahrzeug angebracht werden kann und mindestens einen Spritzbehälter (5),
eine mit dem Spritzbehälter verbundene Pumpe (6) und einen Strömungsmittelkreis
besitzt, welcher Spritzdüsen und diese mit der Pumpe verbindende Leitungen
aufweist,
- einer Steuereinheit (4) zum Steuern der Betriebsweise der Feldspritze
während eines Spritzvorganges, wobei diese Steuereinheit eine Steuervorrichtung
aufweist, die in einer Fahrerkabine in der Nähe von Mitteln zum Steuern der Bewegung
des Trägerfahrzeuges angeordnet ist,
- sowie Mitteln zum Steuern ausgewählter Arbeitsvorgäng vor und/oder nach
einem Spritzvorgang, wobei diese Mittel Ventile und ggfs. Motoren aufweisen und
mit Mitteln zum Informieren einer Bedienungsperson über den Betriebszustand
dieser Ventile und Motoren versehen sind, und
- einem Kontrollgerät (8), das mit diesen Mitteln verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollgerät einen Speicher zum
Speichern von Fühlersignalen aufweist, die mindestens zwei Arbeitsgängen vor und
nach dem Spritzvorgang entsprechen, welche aus den folgenden Arbeitsvorgängen
ausgewählt sind:
- Füllen des Spritzbehälters,
- Einbringen eines Behandlungsmittels in den Spritzbehälter,
- Umrühren des Inhalts des Spritzbehälters,
- Füllen eines Spülbehälters,
- Spülen des Spritzbehälters,
- Spülen des Spritzdüsenarmes,
- Spülen des Spritzflüssigkeitskreises,
- sowie Mittel zum Anzeigen der Art des Arbeitsvorganges, den die
Bedienungsperson ausführen möchte, und Mittel zum Informieren der Bedienungsperson
bezüglich der Übereinstimmung zwischen den Istwerten der Fühler und den im
Speicher gespeicherten und dem angezeigten Arbeitsvorgang entsprechenden
Werten.
2. Feldspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besagten
Anzeige- und Informationsmittel in einem Köntrollkasten untergebracht sind.
3. Feldspritze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzeige- und Informationsmittel außerhalb der Fahrerkabine angeordnet sind.
4. Feldspritze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontrollgerät (8) in der Lage ist, mindestens einige der Motoren und
Ventile fernzusteuern,
daß das Kontrollgerät einen Speicher aufiveist, der in der Lage ist, Folgen
von Arbeitsvorgängen entsprechend mindestens einem der vorgenannten
Arbeitsvorgänge vor oder nach dem Spritzvorgang zu speichern,
daß das Kontrollgerät in der Lage ist, mindestens einige der
Arbeitsvorgangfolgen in Abhängigkeit von einem empfangenen Befehl und Werten der Fühler
zu steuern,
und daß das Kontrollgerat mindestens einen Steuerkasten aufweist, welcher
versehen ist mit Mitteln, die es einer Bedienungsperson erlauben, einen
programmierten Arbeitsvorgang auszulösen, und Mitteln zum Informieren der
Bedienungsperson über den Ablauf des Arbeitsvorganges und/oder um ihm einen Fehler zu
signalisieren.
5. Feldspritze nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kontrollkasten mit dem Steuerkasten zusammengefaßt ist.
6. Feldspritze nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kontrollgerät in der Lage ist, mindestens einen der folgenden Arbeitsvorgänge zu
steuern:
- Füllen des Spritzbehälters von außen,
- Einbringen eines Behandlungsmittels in den Spritzbehälter,
- Umrühren des Inhaltes des Spritzbehälters,
- Spülen eines der folgenden Elemente der Spritzeinheit: Spritzbehälter,
Pumpe, Spritzdüsen, Strömungsmittelkreis, Filter,
- Fördern der Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter zu den Elementen der
Spritzeinheit und umgekehrt,
- Fördern der Flüssigkeit eines Elementes der Spritzeinheit nach außen.
7. Feldspritze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kontrollgerät ferner in der Lage ist, ein Umfüllen von Flüssigkeit zwischen zwei Punkten
außerhalb der Feldspritze zu steuern.
8. Feldspritze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontrollgerät eine programmierbare Zeitsteuerung aufweist, die in der Lage
ist, die selbsttätige Abfolge bestimmter Arbeitsvorgänge zu steuern.
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