DE69413011T2 - Rohrverbindung mit nicht-schwalbenschwanzförmigen ineinandergreifenden keilförmigen gewindegängen - Google Patents

Rohrverbindung mit nicht-schwalbenschwanzförmigen ineinandergreifenden keilförmigen gewindegängen

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DE69413011T2
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L15/00Screw-threaded joints; Forms of screw-threads for such joints
    • F16L15/06Screw-threaded joints; Forms of screw-threads for such joints characterised by the shape of the screw-thread
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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    • E21B17/02Couplings; joints
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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf Rohrverbindungen mit Gewinde und insbesondere auf derartige Verbindungen, die beim Verbinden von Rohrabschnitten oder Anschlüssen verwendet werden, die beim Bohren von Öl- und Gasbohrungen eingesetzt werden.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Rohrmaterial für Ölbohrungen muß häufig unter extrem ungünstigen Bedingungen zusammengesetzt und verwendet werden. Dies trifft insbesondere auf Bohrstangenschlösser zu, die zum Verbinden von Gestängerohren verwendet werden, da beim normalen Verlauf einer Bohrung die Rohrstücke oder Stöße, die den Bohrstrang bilden, zusammengesetzt werden, während die Bohrung vorgetrieben wird und den zahlreichen Belastungen und Vibrationen des Bohrbetriebs ausgesetzt sind, zerlegt werden, während der Bohrstrang zeitweise herausgezogen ist, um Werkzeuge am unteren Ende des Bohrstrangs zu wechseln oder während die teilweise gebohrte Bohrung geprüft wird, oder aus anderen Gründen, und erneut zusammengesetzt werden, wenn der Bohrstrang wieder in Betrieb genommen wird.
  • Bohrstangenschlösser müssen auf vorgeschriebene Werte richtig festgezogen werden, um ein optimales Betriebsverhalten zu erzielen und zusätzlichen Verdrehbeanspruchungen bzw. einem Festziehen durch Verdrehung zu widerstehen, während sie sich in der Bohrung in Betrieb befinden. Hohe Betriebsdrehmomente, die auf den Bohrstrang ausgeübt werden, erfordern noch höhere Anzugsdrehmomente während des Zusammenbaus der Bohrstangenschlösser. Bei bekannten Bohrstangenschlössern werden breite Absätze benachbart zu dem Gewinde verwendet, um den Belastungen durch hohe Anzugsdrehmomente zu widerstehen, und um Druckabdichtungen zu bilden. Die breiten Absätze erfordern, daß der Außendurchmesser der Bohrstangenschlösser groß ist.
  • Sich verjüngende, keilartige Gewinde sind in dem Reissue-Patent RE 34467 (Reeves) beschrieben und dafür bekannt, daß sie eine ungewöhnlich stabile Verbindung darstellen, bei der sich die Spannungen und Dehnungen bei den mit einander verbundenen Zapfen- und Aufnahmeteilen innerhalb eines annehmbaren Bereichs befinden, und werden daher bei zahlreichen Schwerlastanwendungen eingesetzt. Die Gewindegänge sind im allgemeinen schwalbenschwanzförmig mit Belastungs- und Stichflanken, die nach außen divergieren, um Scheitel mit wesentlich breiteren Abmessungen als die benachbarten Fußbereiche zu erzeugen. Eine solche Anordnung erzeugt eine verriegelnde Gewindeform. Diese keilförmigen Gewindegänge sind nicht auf Absätze angewiesen, um durch Festziehen aufgrund von Verdrehung hervorgerufenen Belastungen zu widerstehen. Die Anpassung der Gewindegänge und benachbarte Absätze werden bei Bohrstangeschlössern nach dem Stand der Technik zusammen verwendet, so daß die Auflagerungsbelastungen, die einem Festziehen durch Verdrehung widerstehen, die Torsionsbelastung und die Dichtflächen zwischen den Gewindegängen selbst und den benachbarten, nicht mit Gewinde versehene Flächen aufgeteilt werden.
  • Schwalbenschwanzförmige Gewindegänge wie nach dem Reeves-Patent, die symmetrisch sind, weisen dahingehend ein Problem auf, daß die Neigung der Stichflanken einer schwalbenschwanzförmigen Gewindeanordnung auf einem Zapfenteil den ähnlich geformten, scharfen Kanten der Gewindegänge in dem Aufnahmeteil scharfe Kanten gegenüberstellt, wenn die beiden Teile zur Ausbildung einer Verbindung während des Montagevorgangs zueinander gebracht werden. Daher stoßen die Kanten aneinander, wenn die Verbindungen nicht perfekt in Axialrichtung miteinander ausgerichtet sind, wodurch die Kanten einer möglichen Beschädigung ausgesetzt sind und der Zapfen daran gehindert wird, bis zum maximalen Ausmaß in das Aufnahmeteil einzudringen. In ähnlicher Weise neigen die scharfen Kanten der negativen Belastungsflanken des Zapfenteils und des Aufnahmeteils dazu, bei der Zerlegung aufeinander festzusitzen, wenn die Verbindungen auseinander gezogen werden, wenn nicht wiederum die Bohrausrüstung, die zum Halten und Manipulieren eines Anschlusses der Verbindung verwendet wird, üblicherweise desjenigen mit dem Zapfenteil, eine perfekte axiale Ausrichtung des Zapfenteils in Bezug auf das Aufnahmeteil aufrecht erhalten kann. Das Fehlen einer perfekten axialen Ausrichtung kann einen starken Kontakt des Gewindes bewirken, der die Gewindegänge beim Ein- oder Ausschrauben beschädigen kann, je nach Lage des Falls.
  • In dem genannten Reissue-Patent RE 34467 wird erwähnt, daß die darin erläuterten Gewindegänge auch halb schwalbenschwanzförmig ausgebildet sein können, dadurch daß sich einer der Flankenwinkel unter 90º zur Achse der Verbindung befindet. In dem US-Patent 4600224 und 1600225 (Blose) ist ferner erwähnt, daß eine Flanke keilwinkelförmig ausgebildet sein kann oder eine V-förmige Nut beinhalten kann. Bei dem '224-Patent ist der Abschnitt der Keilwinkel- bzw. Chevron-Belastungsflanken, die dem Gewindefuß auf dem Zapfenteil am nächsten liegen, schwalbenschwanzförmig in Bezug auf die Stichflanken ausgebildet, und in dem '225-Patent ist der Abschnitt der Keilwinkel- bzw. Chevron-Belastungsflanken, der dem Gewindefuß des Zapfenteils zunächst liegt, parallel zu den Stichflanken. Keines dieser Patente zeigt ähnliche Gewindegänge wie die hier beschriebenen. Darüber hinaus hat keiner der im Stand der Technik verwendeten keilförmigen Gewindegänge sämtliche Merkmale oder Vorteile der hier offenbarten und erörterten, keilförmigen Gewindegänge.
  • Es ist daher ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte, mit Gewinde versehene Rohrverbindung bereitzustellen, insbesondere für ein Bohrgestängerohr, unter Verwendung von keilförmigen Gewinden, wobei aber die Flanken der Gewindegänge geneigt sind, um eine Beschädigung des Gewindes entweder während des Anziehens oder bei der Zerlegung zu vermeiden.
  • Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte Gewindeverbindung bereitzustellen, insbesondere für ein Bohrgestängerohr, unter Verwendung eines keilförmigen bzw. keilartigen Gewindes, wobei die Gewindegänge vollständig in einander eingreifen, um die gesamten Auflagerungsbelastungen, die dem Festziehen durch Verdrehen widerstehen, die Torsionsbelastung und die Abdichtung über die gesamte Gewindelänge zu verteilen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die hier offenbarte, mit Gewinde versehene Rohrverbindung bezieht sich auf ein sich verjüngendes Gewinde mit einem oder mehreren Gewindegängen aus keilförmigem Gewinde. Ein Gewindegang des Zapfenteils hat ein keilförmiges Gewinde oder "Keilgewinde", wenn die (vorderen) Stichflanken und die (hinteren) Belastungsflanken seines Gewindegangs sich voneinander wegbewegen, während sich das Gewinde entlang einer Schraubenbahn windet, die am Ende des Gewindes benachbart zur Spitze des Zapfenteils beginnt, und entsprechend hat ein Gewindegang auf dem Aufnahmeteil ein "Keilgewinde", wenn sich die Stich- und Belastungsflanken seines Keilgewindes auseinander bewegen, während sich das Gewinde in Form einer Schraube windet, die am Ende des Gewindes in der Nähe des Eingangs des Aufnahmeteils beginnt. Somit stoppt die Verdrehung, wenn die Verbindung durch Verdrehen bis zu dem Punkt angezogen wird, an dem beide Flanken eines Gewindegangs benachbarte Flanken einer Gewindenut berühren.
  • Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung bereitgestellt, umfassend ein Aufnahmeteil mit sich verjüngenden, innenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken und Belastungsflanken, und ein Zapfenteil mit sich verjüngenden, außenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken und Belastungsflanken zum Ineinandergreifen mit den innenliegenden Gewindegängen des Aufnahmeteils, um eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung zu bilden, wobei die Breite der genannten Gewindegänge in einer Richtung auf dem Aufnahmeteil und in der entgegengesetzten Richtung auf dem Zapfenteil zunimmt, wobei die Fuß- und Scheitelabschnitte so ausgelegt sind, daß sie sich beim Anziehen durch Verdrehung in gegenseitigen Eingriff bewegen, bevor sich sowohl die Stichflanken als auch die Belastungsflanken in gegenseitigen Eingriff bewegen, wenn die Verbindung vollständig festgezogen wird, wobei die Belastungsflanken eine negative Verjüngung und die Stichflanken eine positive Verjüngung aufweisen, die geringer ist als die negative Verjüngung der Belastungsflanken, um das Zapfenteil in das Aufnahmeteil zu führen und um das Zapfenteil und das Aufnahmeteil miteinander zu verriegeln, wenn die Verbindung vollständig festgezogen ist.
  • Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung bereitgestellt, umfassend ein Aufnahmeteil mit sich verjüngenden, innenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken und Belastungsflanken, und ein Zapfenteil mit sich verjüngenden, außenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken und Belastungsflanken zum Ineinadergreifen mit den innenliegenden Gewindegängen des Aufnahmeteils, um eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung zu bilden, wobei die Breite der genannten Gewindegänge in einer Richtung auf dem Aufnahmeteil und in der entgegengesetzten Richtung auf dem Zapfenteil zunimmt, wobei die Fuß- und Scheitelabschnitte so ausgelegt sind, daß sie sich beim Anziehen durch Verdrehung in gegenseitigen Eingriff bewegen, bevor sich sowohl die Stichflanken als auch die Belastungsflanken in gegenseitigen Eingriff bewegen, wenn die Verbindung vollständig festgezogen wird, wobei die Belastungsflanken eine positive Verjüngung und die Stichflanken eine negative Verjüngung haben, die größer ist als die positive Verjüngung der Belastungsflanken, um das Zapfenteil aus dem Aufnahmeteil herauszuführen und das Zapfenteil und das Aufnahmeteil miteinander zu verriegeln, wenn die Verbindung vollständig festgezogen ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform liegen die Stichflanken unter einem größeren Winkel zur Achse der Verbindung, oder weiter radial als die Belastungsflanken. Diese Gewindegänge sind miteinander verriegelt und im Ganzen schwalbenschwanzförmig, da der Querschnitt der Scheitelbereiche in Längsrichtung breiter ist als die entsprechenden Fußbereiche des Gewindes. Weiterhin ist in der bevorzugten Ausführungsform die radiale Dimensionierung des Gewindes auf dem Zapfenteil relativ zu dem Gewinde auf dem Aufnahmeteil so, daß eine gewisse Interferenz auftritt, bevor ein vollständiges Festziehen oder Verkeilen der Gewindegänge vorliegt, um eine in verriegelten Kontakt befindliche Auflagebelastung um die gesamte Gewindeform herum und über die gesamte Länge des Gewindes zu erzielen. Keine Dichtung wird durch einen Absatz benachbart zum Gewinde bereitgestellt. Dadurch wird nicht nur die Auflagebelastung, sondern auch die Dichtungs- und Torsionsbelastung innerhalb des Gewindes über die gesamte Länge der Gewindegänge verteilt und nicht bereitgestellt oder geteilt durch eine andere, dem Gewinde zugeordnete oder mit diesem in Beziehung stehende Struktur. Der Führungskonus auf dem Zapfenteil ist vorzugsweise unter einem spitzen Winkel vom ersten Gewindegang aus abgewinkelt, da er nicht zum Abdichten oder für einen anderen Zweck benötigt wird, so daß er die Zentrierung des Zapfenteils im Aufnahmeteil unterstützt, ohne daß ein Gewindegang einem möglichen Schaden ausgesetzt wäre, und wodurch das Eindringen des Zapfenteils in das Aufnahmeteil vor dem Zusammensetzen durch Verdrehen maximiert wird. Die positiven Stichflanken auf dem Gewinde unterstützen ebenfalls dieses zentrierende Ein dringen. Zweckmäßiger Weise ist zumindest die Hälfte des Gewindes vor dem Zusammensetzen durch Verdrehen im Eingriff.
  • In der bevorzugten Ausführungsform ist die Abwinklung der Flanken so, daß die Belastungsflanken weiter radial zur Achse der Verbindung gerichtet sind als die Stichflanken, um einen Scheitelbereich zu erzeugen, der breiter als der Fußbereich ist, um die Schwalbenschwanzform im ganzen für jeden Gewindegang beizubehalten. Das bedeutet, daß sich das Gewinde verriegelt und beim Anziehen in gleicher Weise wie die vorstehend beschriebene Ausführungsform funktioniert, außer daß die Stichflanken des Gewindes das Zentrieren des Zapfenteils nicht unterstützen oder die scharfen Ecken des Gewindes benachbart zu den Stichflanken schützen. Die Neigung der Belastungsflanken schützt allerdings das Gewinde, wenn das Zapfenteil aus dem Aufnahmeteil herausgezogen wird, und sorgt für eine Selbstzentrierung des Zapfenteils während dieses Zerlegevorgangs.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnung
  • Damit die Art und Weise, in der die vorstehend erwähnten Merkmale, Vorteile und Ziele der Erfindung, und weitere, die deutlich werden, erreicht werden und im einzelnen verständlich werden, folgt eine detaillierte Beschreibung der Erfindung, die vorstehend kurz zusammengefaßt ist, unter Bezugnahme auf die Ausführungsformen, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. Die Zeichnungen bilden einen Teil dieser Beschreibung. Es sei indes bemerkt, daß die beigefügten Zeichnungen lediglich bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung erläutern und daher nicht als den Umfang der Erfindung begrenzend angesehen werden sollten, da die Erfindung auch andere gleichwertige Ausführungsformen umfaßt.
  • Fig. 1 zeigt eine Querschnitts-Teilansicht eines Zapfenteils, das in ein Aufnahmeteil eingreift, nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
  • Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Querschnittsansicht der Gewindestruktur der in Fig. 1 gezeigten Rohrverbindung;
  • Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Querschnittsansicht eines Teils eines Gewindes auf dem Zapfenteil einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Gewindestruktur übertrieben dargestellt ist;
  • Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Querschnittsansicht eines Teils eines Gewindes auf dem Zapfenteil einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Gewindestruktur übertrieben dargestellt ist.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Nunmehr auf die Zeichnungen bezugnehmend, zunächst auf Fig. 1, ist ein Zapfenteil 10 einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dargestellt, wie es vollständig mit einem dieses aufnehmenden Aufnahmeteil 12 fest verschraubt ist. Nur eine Seite der Verbindung ist dargestellt, wobei die Längsmittelachse 14 der Verbindung auf der linken Seite von Fig. 1 dargestellt ist. Es ist ersichtlich, daß das Gewinde bzw. die Gewindegänge eine leichte Verjüngung aufweisen. Der Absatz 16 des Zapfenteils 10 befindet sich nicht in Kontakt mit der Eintrittsfläche 18 des Aufnahmeteils, und die Spitze 20 des Zapfenteils 10 liegt nicht gegen den Absatz 22 des Aufnahmeteils 12 an, obwohl die Gewindegänge in Fig. 1 vollständig festgezogen sind.
  • Es ist ersichtlich, daß das Gewinde ein Keilgewinde ist, wobei ein erster Gewindegang 24, nämlich der der Spitze 20 zunächst liegende Gewindegang auf dem Zapfenteil 10, im Querschnitt die kleinste Breite der auf dem Zapfenteil befindlichen Gewindegänge aufweist, während der letzte vollständige Gewindegang 26 im Querschnitt die größte Breite der auf dem Zapfenteil befindlichen Gewindegänge aufweist, während die Breiten der übrigen Gewindegänge in der Größe dazwischen abgestuft sind. Der Gewindegang, der die Gewindegänge 24 und 26 einschließt, ist eine räumliche Spirale, die hinsichtlich der Größe ihrer Gewindebreite allmählich zunimmt, während sie sich schraubenförmig um das Zapfenteil herumwindet und mit Gewindegang 24 beginnt und mit Gewindegang 26 endet.
  • Die Abmessung der entsprechenden Gewindenut im Aufnahmeteil nimmt in der gleichen Richtung ab, bzw. die dazwischentretende Zahnung im Aufnahmeteil nimmt allmählich an Größe zu, während sich die schraubenförmige Gewindeform vom Eintrittsende des Aufnahmeteils bis zu seiner tiefsten Abmessung windet. Da die in Fig. 1 dargestellte Verbindung das vollständige Ineinandergreifen zeigt, befinden sich die Seiten oder Flanken der Zahnung in aneinanderstoßendem Kontakt mit den Seiten oder Flanken der entsprechenden Gewindenut, wobei die Zahnung die Nut entlang der gesamten Länge der Zahnung vollständig ausfüllt.
  • Das Zapfenteil beinhaltet einen Konus 28 zwischen der Nase bzw. der Spitze 20 und dem Beginn 24 des Zapfengewindes, der eine geneigte bzw. sich verjüngende Fläche unter einem ziemlich spitzen Winkel bezüglich der Achse 14 hat. Daraus ergibt sich, daß wenn das Zapfenteil während des Zusammenbaus der Verbindung in das Aufnahmeteil abgesenkt wird, die konisch zulaufende Fläche des Konus 28 normalerweise deutlich außerhalb eines Kontakts mit der Zahnung des Aufnahmeteil ist. Sollte das Zapfenteil 10 beim Zusammenbau so sehr außer Ausrichtung sein, daß der Konus 28 gegen die Zahnung des Aufnahmeteils anliegt, gleitet der Konus von der Zahnung des Aufnahmenteils in Richtung zur Mitte ab. Vorzugsweise sollte der Winkel des Konus zwischen 15º und 45º bezüglich der Längsachse der Verbindung betragen.
  • Wie in Fig. 2 dargestellt ist und weiter in Verbindung mit der Darstellung nach Fig. 3 erläutert wird, sind sowohl die Stichflanken als auch die Belastungsflanken des Gewindes unter einem Winkel gegenüber der Mittellinie zurückgepfeilt, gesehen von der Spitze des Zapfenteils. Dies bedeutet, daß eine Stichflanke oder die vordere Flanke eines Gewindegangs des Zapfenteils "positiv" ist, was als eine Abwinklung weg von der benachbarten Gewindenut definiert ist. Die Belastungsflanke eines Gewindes auf dem Zapfenteil, obwohl sie im allgemeinen bezüglich der Achse 14 in der gleichen Richtung wie die Stichflanke abgewinkelt ist, ist "negativ", was als eine Abwinklung über die benachbarte Gewindenut definiert ist.
  • Somit, wie Fig. 3 zeigt, die in einer übertriebenen Darstellung den ersten Abschnitt des Gewindegangs auf dem Zapfenteil 10 zeigt, befindet sich eine Stichflanke 30 zunächst der Spitze 20 und eine Belastungsflanke 32 gegenüberliegend. Radiale Linien sind eingezeichnet, um zu zeigen, daß sich die Stichflanke 30 unter einem kleineren Winkel von der radialen Ebene erstreckt als die der Belastungsflanke 32. Dies ergibt eine größere Breite des Gewindescheitels als die Breite des Gewindefusses. Somit erzielt das Gewinde eine verriegelnde Zusammenwirkung mit der dieses aufnehmenden Nut im Aufnahmeteil, wenn die Verbindung zusammengesetzt wird.
  • Nochmals auf Fig. 1 bezugnehmend wird ersichtlich, daß sich ein Spalt 34a zwischen den zylindrischen Flächen benachbart zum letzen Gewindegang des Zapfenteils 10 und dem ersten Gewindegang des Aufnahmeteils 12 befindet, ebenso wie ein Spalt 34b zwischen dem Absatz 16 des Zapfens und der Eintrittsfläche 18 der Aufnahme, und ein Spalt 34c zwischen der Nase 20 des Zapfens und dem Absatz 22 der Aufnahme. Somit besteht in der dargestellten Verbindung kein Kontakt irgendeiner Fläche in der Verbindung, wenn die Verbindung vollständig zusammengesetzt ist, außer innerhalb der Gewindegänge selbst. Es ist ebenfalls ersichtlich, daß sich die Scheitel-, Fußbereiche und Flanken der Gewindegänge in vollständigem Eingriff miteinander befinden, wenn die Verbindung ganz festgezogen ist. Die Scheitel- und Fußbereiche kommen kurz vor dem vollständigen Festziehen miteinander radial in Kontakt, so daß, wenn die Verbindung auf ihren Einsatzzustand mit Drehmoment festgezogen ist, die Auflageflächen, die die Verbindung beanspruchen und der Torsionsbelastung widerstehen, die unterschiedlichen Scheitel- und Fußbereiche und Flanken der Gewindegänge sind. Die Gewindegänge und insbesondere die Beziehung zwischen gegenseitigem Fuß- und Scheiteleingriff und Zusammenwirken der Flanken sind so ausgelegt, daß diese Auflagebelastungen gleichmäßig über die Länge des Gewindes der Verbindung verteilt sind. Aufgrund der schraubenförmigen Keilwirkung des Gewindes und dem Ausgleich von radialen Kraftkomponenten von den Stich- und Belastungsflanken sind Umreifungsspannungen sowohl im Zapfenteil als auch im Aufnahmeteil unter Kontrolle. Darüber hinaus, da kein radiales Spiel zwischen dem Gewindescheitel eines Teils und den Fußbereichen des damit in Eingriff stehenden Teils vorhanden sind, oder ein sonstiges Spiel zwischen den Gewindegängen selbst, wenn die Verbindung ganz festgezogen ist, befindet sich kein eingeschlossenes Schmiermittel zwischen dem Scheitel- und Fußbereichen, wie dies bei manchen keilartigen Gewinden nach dem Stand der Technik der Fall ist.
  • Es sei bemerkt, daß als Ergebnis dieser gleichmäßigen Verteilung und der Tatsache, daß kein Teil der Belastungen durch benachbarte Absätze aufgenommen wird, der Außendurchmesser der Verbindung kleiner gemacht werden kann, wobei die gleichen Auflagebelastungen wie bei Verbindungen nach dem Stand der Technik aufgenommen werden können, die zumindest teilweise darauf beruhen, daß die gleichen Auflagebelastungen auf einem oder mehreren Absätzen aufgenommen bzw. übertragen werden.
  • Es wird ebenfalls ersichtlich, daß der vorstehend beschriebene Aufbau eine vollständige Dichtigkeit bzw. Abdichtung gegen Überdruck bereitstellt, indem eine derartige Dichtfunktion über die volle Länge des Gewindes verteilt wird. In ähnlicher Weise wird die volle Torsionsbelastung der Verbindung, während sie sich im Einsatz befindet, über die gesamte Gewindelänge verteilt und liegt voll auf dem Gewinde.
  • Nochmals auf Fig. 3 bezugnehmend, ist ein teilweise vorhandener Gewindegang und ein vollständiger Gewindegang auf dem Zapfenteil 10 dargestellt, die die beiden vordersten Gewindegänge oder die am dichtesten an der Nase 20 gelegenen Gewindegänge sind. Die Gewindegänge sind in übetriebener Größe bezüglich des Konus 28 dargestellt, erläutern aber, daß die Abwinklung der Oberfläche auf der Stichflanke 30 im ganzen eine Pfeilung nach hinten und von der Nase 20 weg darstellt. Diese Neigung der Stichflanke wurde vorstehend als "positiv" beschrieben. Aufgrund dieser Abwinklung tragen Gewindegänge mit positiven Stichflanken zur Selbstzentrierung beim Vorrücken des Zapfenteils innerhalb des Aufnahmeteils bei, ohne daß ein unnötiges Aufschlagen auf die Kanten der Gewindegänge innerhalb des Aufnahmeteils mit einer größeren Kraft als mit einem schräg auftreffenden bzw. streifenden Schlag erfolgt. Daraus ergibt sich, daß die Wahrscheinlichkeit, daß die Gewindegänge auf dem Zapfenteil oder auf dem Aufnahmeteil während des Zusammenbaus bzw. Festziehens beschädigt werden, gering ist. Dies gewährleistet, daß mehrere der Gewindegänge auf dem Zapfenteil und auf dem Aufnahmeteil in Ausrichtung für ein Zusammenwirken sind, bevor die Anordung durch Verdrehen zusammengesetzt wird. Zweckmäßigerweise befinden sich zumindest die Hälfte der Gewindegänge in einem derartigen Zusammenwirken. Der Konus unterstützt das selbsttätige Zentrieren des Zapfenteils innerhalb des Aufnahmeteils während dieses anfänglichen Teils des Zusammensetzens vor einem Verdrehen.
  • Fig. 4 erläutert in vergleichbarer Weise zu dem in Fig. 3 dargestellten Gewinde ein Gewinde einer alternativen, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform haben die Gewindegänge des Zapfenteils negative Stichflanken 34 und positive Belastungsflanken 36. Um im ganzen schwalbenschwanzförmige, miteinander verriegelnde Gewindegänge herzustellen, ist der Winkel der negativen Stichflanken in bezug auf die radiale Ebene größer als der vergleichbare Winkel der positiven Belastungsflanken in bezug auf die radiale Ebene, oder mit anderen Worten, der Winkel der negativen Stichflanken ist größer in bezug auf die Achse der Verbindung als der Winkel der positiven Belastungsflanken. Auf jeden Fall ist die Breite der Scheitelbereiche im Querschnitt in Längsrichtung größer als die Breite der entsprechenden Fußbereiche. Da hierdurch eine verriegelnde Zahnform gebildet wird, wie dies bei der in Fig. 3 dargestellten Zahnform der Fall ist, hat die Verbindung, während sie festgezogen wird und nachdem sie festgezogen worden ist, die gleichen Merkmale wie die zuvor beschriebene Ausführungsform, außer hinsichtlich der selbsttätigen Zentrierung, die durch den Kontakt der Stichflanken beim Zusammenbau erzeugt wird.
  • Stattdessen hat der in Fig. 4 dargestellte Aufbau ähnliche selbsttätig zentrierende Eigenschaften, wenn das Zapfenteil aus dem dieses aufnehmenden Aufnahmeteil herausgenommen wird. Dies ist deshalb der Fall, weil wenn das Zapfenteil aus dem Aufnahmeteil herausgezogen wird, die Gewindeoberflächen der positiven Belastugsflanken in Kontakt mit den Scheitelbereichen der Gewindegänge des Aufnahmeteils kommen, so daß sie lediglich mit einem keine Beschädigung nach sich ziehenden, streifenden bzw. schrägen Stoß dagegenschlagen.
  • Während spezielle Ausführungsformen der Erfindung beschrieben und dargestellt worden sind, wobei auch Veränderungen erwähnt wurden, versteht es sich, daß die Erfindung nicht hierauf beschränkt ist, da zahlreiche Modifikationen vorgenommen werden können und für einen Fachmann auf diesem Gebiet offensichtlich sind. Beispielsweise sind das Zapfenteil und das Aufnahmeteil nicht notwendigerweise auf lediglich einen Gewindegang beschränkt, wie in Fig. 1 dargestellt ist, sondern es kann zusätzlich ein zweiter Gewindegang auf dem Zapfen in einer unterschiedlichen radialen Anordnung vorhanden sein, wie er in zahlreichen Marken- bzw. Qualitätsrohrerzeugnissen auf dem Gebiet der Ölförderung verwendet wird. Darüber hinaus ist die Verbindung nicht notwendigerweise auf Verbindungen von Rohrgestängen begrenzt, sondern kann für Gehäuse, Verrohrung und sonstige rohrförmige Verbindungen ebenfalls angewendet werden. Schließlich versteht es sich, obwohl die Auflagebelastungen, die Torsionsbelastung und die Dichtfunktion in den bevorzugten Ausführungsformen durch Verteilung über die gesamte Gewindelänge bereitgestellt werden, daß alle solche Strukturen innerhalb des Bereichs dieser Erfindung liegen, bei denen diese Bereitstellung im wesentlichen innerhalb der Länge des Gewindes erfolgt.

Claims (5)

1. Mit Gewinde versehene Rohrverbindung, umfassend ein Aufnahmeteil (12) mit sich verjüngenden, innenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken (30) und Belastungsflanken (32), und ein Zapfenteil (10) mit sich verjüngenden, außenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken (30) und Belastungsflanken (32) zum Ineinandergreifen mit den innenliegenden Gewindegängen des Aufnahmeteils (12), um eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung zu bilden, wobei die Breite der genannten Gewindegänge in einer Richtung auf dem Aufnahmeteil (12) und in der entgegengesetzten Richtung auf dem Zapfenteil (10) zunimmt, wobei die Fuß- und Scheitelabschnitte so ausgelegt sind, daß sie sich beim Anziehen durch Verdrehung in gegenseitigen Eingriff bewegen, bevor sich sowohl die Stichflanken (30) als auch die Belastungsflanken in gegenseitigen Eingriff bewegen, wenn die Verbindung vollständig festgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungsflanken (32) eine negative Verjüngung und die Stichflanken (30) eine positive Verjüngung aufweisen, die geringer ist als die negative Verjüngung der Belastungsflanken (32), um das Zapfenteil (10) in das Aufnahmeteil (12) zu führen und um das Zapfenteil (10) und das Aufnahmeteil (12) miteinander zu verriegeln, wenn die Verbindung vollständig festgezogen ist.
2. Mit Gewinde versehene Rohrverbindung, umfassend ein Aufnahmeteil (12) mit sich verjüngenden, innenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken (30) und Belastungsflanken (32), und ein Zapfenteil (10) mit sich verjüngenden, außenliegenden, im ganzen schwalbenschwanzförmigen Gewindegängen mit Stichflanken (34) und Belastungsflanken (36) zum Ineinadergreifen mit den innenliegenden Gewindegängen des Aufnahmeteils (12), um eine mit Gewinde versehene Rohrverbindung zu bilden, wobei die Breite der genannten Gewindegänge in einer Richtung auf dem Aufnahmeteil (12) und in der entgegengesetzten Richtung auf dem Zapfenteil (10) zunimmt, wobei die Fuß- und Scheitelabschnitte so ausgelegt sind, daß sie sich beim Anziehen durch Verdrehung in gegenseitigen Eingriff bewegen, bevor sich sowohl die Stichflanken (30, 34) als auch die Belastungsflanken (30, 36) in gegenseitigen Eingriff bewegen, wenn die Verbindung vollständig festgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungsflanken (32, 36) eine positive Verjüngung und die Stichflanken (30, 34) eine negative Verjüngung haben, die größer ist als die positive Verjüngung der Belastungsflanken (32, 36), um das Zapfenteil (10) aus dem Aufnahmeteil (12) herauszuführen und das Zapfenteil (10) und das Aufnahmeteil (12) miteinander zu verriegeln, wenn die Verbindung vollständig festgezogen ist.
3. Mit Gewinde versehene Rohrverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde auf dem Aufnahmeteil in der Breite in Richtung vom Eintrittsende (18) des Aufnahmeteils zu dessen tiefster Abmessung (22) zunimmt, und daß das Gewinde auf dem Zapfenteil in der Breite in Richtung von der Nase (20) des Zapfens (10) zum anderen Ende (16) des Zapfens zunimmt.
4. Mit Gewinde versehene Rohrverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zapfenteil (10) an einer Stelle zwischen der Nase (20) des Zapfens und dem Beginn (24) des Zapfengewindes konusförmig (28) ausgebildet ist, wobei der Konus (28) dafür bestimmt ist, das Zapfenteil (10) innerhalb des Aufnahmeteils (12) auszurichten, wenn die Verbindung hergestellt wird.
5. Mit Gewinde versehene Verbindung nach einem der vorangehen den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zapfenteil (10) und das Aufnahmeteil (12) so konfiguriert sind, daß wenn die Verbindung vollständig festgezogen ist, die einzigen Flächen des Zapfen- (10) und Aufnahmeteils (12), die in Kontakt miteinander stehen, die Flächen innerhalb der Gewindegänge selbst sind.
DE69413011T 1993-06-15 1994-06-13 Rohrverbindung mit nicht-schwalbenschwanzförmigen ineinandergreifenden keilförmigen gewindegängen Expired - Lifetime DE69413011T2 (de)

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