DE69413685T2 - Vorrichtung zum machen eines lochs - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Einbringung von Löchern ins Erdreich und insbesondere zur Einbringung von Löchern in den grasbewachsenen Boden von Golfplätzen, wobei die Vorrichtung ein rohrförmiges Schneidwerkzeug mit einem offenen ersten Ende zur Einbringung ins Erdreich und ein vom anderen Ende des Schneidwerkzeuges ausgehendes Führungsmittel aufweist, dem entlang ein Schlagwerkzeug in der Form eines hammerartig wirkenden Gewichtes verstellbar geführt ist, das dazu bestimmt ist, auf das obere Ende des Schneidwerkzeuges eine Schlagkraft aufzubringen, wenn die Vorrichtung in Betrieb ist.
- Eine Vorrichtung der vorgenannten Art zum Herstellen von Löchern in bespielbaren Rasenflächen ist beispielsweise aus GB 2 031 484 bekannt. Das Hammergewicht bzw. Schlagwerkzeug hat dabei die Form eines Handgriffes, und es wird vom Benutzer von Hand angehoben und danach nach unten auf das obere Ende des Schneidwerkzeuges herab fallen gelassen, sodaß das Schneidwerkzeug von der Energie des niederfallenden Schlagwerkzeuges in das Erdreich eingetrieben wird. Im Fall dieser bekannten Vorrichtung ist es notwendig, daß der Benutzer bzw. die Benutzerin die Vorrichtung in der Richtung hält, in der das gewünschte Loch verlaufen soll, im allgemeinen ist das ein vertikaler Verlauf, wofür der Benutzer/die Benutzerin eine Hand frei haben muß. Nachdem das Schlagwerkzeug das Schneidwerkzeug in der gewünschten Tiefe in das Erdreich eingetrieben hat, im Fall eines Golfplatzes ist das eine Tiefe von etwa 200 cm, und dabei der Innenraum des Schneidwerkzeuges mit einem entsprechenden Pfropfen aus Rasen und Erdreich gefüllt worden ist, wird die Vorrichtung um ihre Längsachse gedreht, um den Pfropfen vom umgebenden Erdreich vollständig zu trennen. Werkzeug und Pfropfen werden dann aus dem entstandenen Loch herausgehoben, worauf der Pfropfen mit Hilfe einer Ausstoßeinrichtung aus dem Schneidwerkzeug herausgestoßen werden kann, um in ein nicht mehr benutztes Loch in der Grünfläche eingesetzt zu werden und dieses zu füllen, während in das frisch hergestellte Loch eine rohrförmige Innenauskleidung eingesetzt wird, worauf die Herstellung des Loches beendet ist.
- Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine neue und vorteilhafte Vorrichtung zur Einbringung von Löchern in das Erdreich vorzuschlagen, das insbesondere Spielrasen sein soll, wobei die Vorrichtung ein Schlagwerkzeug einschließt, das beidhändig zu betätigen ist und trotzdem die Vorrichtung in einer gewünschten Stellung relativ zum Erdreich gehalten werden kann.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zur Erreichung dieses Zieles eine Vorrichtung gemäß dem gattungsgemäßen Teil des Anspruchs 1 vorgeschlagen, die die im Kennzeichnungsteil dieses Anspruches 1 angegebenen Merkmale aufweist.
- Das Schlagwerkzeug dieser Vorrichtung kann in ergonomisch zufriedenstellender Weise über den Handgriff bequem betätigt werden, der dem rohrförmigen beweglichen Bauteil zugeordnet ist. Das letztgenannte Bauteil kann relativ zu seinem Führungsmittel verriegelt werden, um ein Drehen des Schneidwerkzeugs gegenüber dem Erdreich möglich zu machen, während es mit einem Rasen- und Erdpfropfen gefüllt ist, und um diesen zusammen mit dem Schneidwerkzeug aus dem Erdreich herausheben zu können.
- Nachfolgend soll nun die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen näher beschrieben werden; in der Zeichnung zeigen
- Fig. 1 in schematischer Darstellung und als vertikalen Mittellängsschnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform als vertikalen Mittellängsschnitt und
- Fig. 3 im wesentlichen eine Seitenansicht der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung in deren Ansicht von rechts in Fig. 2.
- Entsprechende oder im wesentlichen entsprechende Bestandteile in der Darstellung der verschiedenen Zeichnungsfiguren sind durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet. Die Vorrichtung zur Einbringung von Löchern ins Erdreich, insbesondere den Rasen von Golfplätzen, schließt in der Darstellung der Fig. 1 ein zylindrisches Schneidwerkzeug 1 ein, das eine bodenseitige Schneidkante 2 und eine obere Endfläche 3 aufweist. In zentrischer Zuordnung zu der Endfläche 3 ist mit dieser ein Führungsmittel 4 verbunden, das bei der gezeigten Ausführungsform ein rohrförmiges Führungsmittel ist, das von der Oberseite der Endfläche 3 aus nach oben gerichtet ist. Ein hammerartig einzusetzen des Gewicht bzw. Schlagwerkzeug 5 hat die Form eines zylindrischen, dickwandigen Rohrabschnittes, dessen Außendurchmesser dem Außendurchmesser des Schneidwerkzeuges 1 entspricht. Ist die Vorrichtung dazu vorgesehen, in den Rasen eines Golfplatzes Löcher einzubringen, so haben Schlagwerkzeug 5 und Schneidwerkzeug 1 einen Außendurchmesser von 108 mm. Das zylindrische Schlagwerkzeug 5 weist an seinem oberen Ende eine obere Endfläche 6 auf, die eine zentrale Öffnung umschließt, durch die das Führungsmittel 4 hindurchgeführt ist. An die Öffnung in der Endfläche 6 schließt ein rohrförmiges Bauteil 8 an, das an seinem oberen Ende mit einem Handgriff 7 versehen ist und das translatorisch verstellbar das Führungsmittel 4 umschließt. Das Führungsmittel 4 und das rohrförmige Bauteil 8 weisen in Durchmesserrichtung verlaufende Öffnungen auf, die so einander zugeordnet sind, daß durch sie ein Verriegelungsstift 9 hindurchgesteckt werden kann und Führungsmittel 4 und Bauteil 8 so lösbar relativ zueinander festgelegt werden können, daß zwischen ihnen weder Translationsbewegungen, noch Bewegungen in Umfangsrichtung, noch Kippbewegungen bezogen auf die gemeinsame Längsachse möglich sind.
- Um mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in das Erdreich Löcher einbringen zu können, wird zunächst der Verriegelungsstift 9 ausgebaut und das Schlagwerkzeug 5 wiederholt angehoben und nach unten gegen das Schneidwerkzeug 1 gestoßen, wobei es mittels des Führungsmittels 4 durch das rohrförmige Bauteil 8 geführt wird. Die Schlagkraft wird dabei auf die obere Kante des Schneidwerkzeuges 1 unter Vermeidung unerwünschter Rückfederung aufgebracht. Die Vorrichtung wird dabei in ihrer gewünschten Zuordnung zum Erdreich dadurch gehalten, daß eine Bedienungsperson den Handgriff 7 mit beiden Händen erfaßt, wenn das Schneidwerkzeug in das Erdreich eingetrieben wird.
- Ist das Schneidwerkzeug 1 in die gewünschte Tiefe in das Erdreich eingebracht worden, so wird das rohrförmige Bauteil 8 gegenüber dem Führungsmittel 3 durch Einsetzen des Verriegelungsstiftes 9 verriegelt. Danach wird die Vorrichtung um ihre im wesentlichen vertikal gerichtete Längsachse gedreht und mit Hilfe des Handgriffes 7 aus dem Erdreich herausgezogen, sodaß ein in das Schneidwerkzeug eingedrungener Erdpfropfen aus dem Erdreich unter Hinterlassung eines entsprechenden Loches im Erdreich herausgezogen werden kann.
- Verständlicherweise wird das rohrförmige Bauteil 8 von dem Führungsmittel 4 sowohl bei Bewegungen in axialer Richtung als auch bei Bewegungen in Umfangsrichtung geführt oder aber bei Axialbewegungen, jedoch Verhinderung von Drehbewegungen des rohrförmigen Bauteils, wobei für den letzten Fall der Verriegelungsstift 9 nur zum Herausziehen des Schneidwerkzeugs 1 aus dem im Erdreich ausgebildeten Loch benutzt wird. Ebenfalls verständlicherweise ist die Vorrichtung in Fig. 1 nur sehr schematisch dargestellt. In Fig. 2 und 3 ist eine für die Praxis denkbare Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
- Wie die vorher beschriebene Vorrichtung schließt auch die in Fig. 2 und 3 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung ein Schneidwerkzeug 1 mit einer Endfläche 3 und einem Führungsmittel 4 ein, ein Hammergewicht bzw. Schlagwerkzeug 5, ein rohrförmiges Bauteil 8, einen Handgriff 7 und einen Verriegelungsstift 9, mit dem das Führungsmittel 4 und das rohrförmige Bauteil 8 lösbar miteinander verriegelbar sind, wobei der Verriegelungsstift deutlicher in der Schnittdarstellung der Fig. 3 zu sehen ist. Die in Fig. 2 und 3 dargestellte Vorrichtung hat eine Gesamtlänge in vertikaler Richtung, die es dem Benutzer möglich macht, in das Erdreich in einer Weise ein Loch einzubringen, die der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Weise entspricht, dies aber mit im wesentlichen gestrecktem Rücken zu tun. In Fig. 2 und 3 ist eine Ausstoßeinrichtung zum Ausstoßen eines Erdpfropfens gezeigt, der in das Schneidwerkzeug eingedrungen ist, wenn das Schneidwerkzeug zum Eindringen in das Erdreich gebracht wurde. Die Ausstoßeinrichtung ist in an sich bekannter Weise ausgebildet worden, indem sie eine Auswerferplatte 10 aufweist, der nach oben gerichtete Führungsstangen 11 zugeordnet sind, die ihrerseits in Öffnungen in der Endfläche 3 geführt sind. Die oberen Enden der Führungsstangen 11 sind einer Platte 12 zugeordnet, die eine zentrale Öffnung (nicht dargestellt) aufweist, durch die das Führungsmittel 4 verläuft und die in axialer Richtung verstellbar ist. Zu sehen ist von den Führungsstangen 11 nur eine Führungsstange, die im Schnitt gemäß Fig. 2 darstellbar ist. In der Realität sind umfangssymmetrisch drei gleiche Führungsstangen 11 um das Führungsmittel 4 herum angeordnet.
- Unter der Einwirkung der Schwerkraft neigt die Platte 10 dazu, ihre untere Endstellung einzunehmen, und die Platte 12 wird demzufolge auf der Oberseite der End platte 3 aufliegen, wobei sich die Platte 10 unmittelbar oberhalb der Schneidkante 2 des Schneidwerkzeuges 1 befindet. Von dem Pfropfen aus Gras und Erde, der während des Erzeugens eines Loches im Erdreich in das Schneidwerkzeug 1 eindringt, wird die Platte 10 nach oben in die Stellung gemäß Fig. 2 gedrückt.
- Mittels eines Systemes aus Stangen und Hebeln, das einen zweiarmigen Hebel einschließt, der von zwei parallelen Laschen 13 gebildet wird und auf einem dem rohrförmigen Bauteil 8 zugeordneten Drehzapfen 14 gelagert ist, wird die Ausstoßplatte 10 in ihre Bereitschaftsstellung gebracht. Dem einen Ende des Doppelhebels 13, 13 ist ein Hebel 16 zugeordnet, der mit einem Handgriff bzw. Halter 15 ausgestattet ist, während eine Druckstange 18 schwenkbar dem anderen Ende des Doppelhebels 13, 13 zugordnet ist, wobei sich der Hebel 16 auf der einen, die Druckstange 18 auf der anderen Seite des rohrförmigen Bauteils 8 befindet, wie es sich aus der Position der Dreh- bzw. Lagerzapfen 14 und 17 ergibt. Das untere Ende der Druckstange 18 ragt durch einen Schlitz 19 hindurch in das Schlagwerkzeug 5 hinein und trägt einen Ring 20, der axiale Bewegungen auf dem Führungsmittel 4 auzuführen vermag. Ein Erdpfropfen wird aus dem Schneidwerkzeug 1 dadurch ausgestoßen, daß der Hebel 16 im Uhrzeigersinn gemäß Fig. 2 um den Dreh- bzw. Lagerzapfen 14 in seine obere Stellung geschwenkt wird, wodurch die Druckstange 18 nach unten verstellt wird, um über den Ring 20 die Platte 12 nach unten zu drücken und so den Erdpfropfen aus dem Schneidwerkzeug 1 auszustoßen.
- Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die beispielhaft beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen beschränkt ist und daß die Vorrichtung in jeder anderen Weise realisiert werden kann, solange sie nur dem durch die Ansprüche definierten Grundkonzept entspricht.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einbringen von Löchern in das Erdreich
mit einem rohrförmigen Schneidwerkzeug (1) mit einem
offenen, ersten Ende (2) zum Eindringen in das Erdreich
und einem gegenüberliegenden, zweiten Ende, von dem
aus sich ein Führungsmittel (4) erstreckt, entlang
dem ein Schlagwerkzeug (5) geführt verstellbar ist,
das dazu bestimmt ist, auf das zweite Ende des
Schneidwerkzeugs hammerartig wiederholt einen Schlagdruck
auszuüben,
dadurch gekennzeichnet, daß mit dem dem rohrförmigen
Schneidwerkzeug (1) abgekehrten Ende des
Schlagwerkzeugs (5) ein rohrförmiges Bauteil (8) verbunden ist,
das geführt in axialer Richtung entlang dem
Führungsmittel (4) verstellbar ist und mit einem Handgriff
(7) zum Verstellen des Schlagwerkzeugs (5) versehen
ist und
gekennzeichnet dadurch, daß die Vorrichtung ein Mittel
(9) zum Herstellen einer lösbaren Verbindung zwischen
Schneidwerkzeug (1) mit zugeordnetem Führungsmittel
(4) einerseits und Schlagwerkzeug (5) mit zugeordnetem
rohrförmigen Bauteil (8) mit Handgriff andererseits
zur Verhinderung von Relativbewegungen in axialer
Richtung aufweist und
gekennzeichnet ferner dadurch, daß Schneidwerkzeug
(1) mit zugeordnetem Führungsmittel (4) einerseits
und Schlagwerkzeug (5) mit zugeordnetem rohrförmigen
Bauteil (8) und zugeordnetem Griff andererseits nicht
relativ zueinander drehbar sind oder lösbar
miteinander gegen Drehbewegungen festlegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsmittel (4) und das auf ihm
verstellbar angeordnete rohrförmige Bauteil (8) mittels eines
in Querrichtung durch beide hindurchgesteckten
Verriegelungsstiftes (9) gegeneinander verriegelbar sind,
um sowohl Drehbewegungen als auch Axialbewegungen
relativ zueinander zu verhindern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch
gekennzeichnet, daß der Handgriff (7) dem Ende des rohrförmigen
Bauteils (8) zugeordnet ist, das dem Schlagwerkzeug
(5) entfernter ist.
4. Vorrichtung nach einem beliebigen der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schlagwerkzeug (5) rohrförmig ausgebildet ist, wobei sein
Außendurchmesser im wesentlichen dem des rohrförmigen
Schneidwerkzeuges (1) entspricht.
5. Vorrichtung nach einem beliebigen der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ihm eine
Ausstoßeinrichtung (10-18, 20) zum Ausstoßen eines
Erdpfropfens zugeordnet ist, der in den Innenraum des
Schneidwerkzeuges hineingedrückt worden ist.
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