DE69413700T2 - Dose für Teig - Google Patents

Dose für Teig

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen belüfteten Lagerbehälter und ein Verfahren zum Ent- und Belüften eines Behälters, dessen Innendruck höher als der Umgebungsdruck ist.
  • Das Lagern und Bewahren von Nahrungsmitteln, wie aufgegangenem Teig, vor der Verwendung durch einen Verbraucher haben wegen der dynamischen Eigenschaften des Teigs Probleme ergeben. Einige der Probleme treten auf, weil der Teig ein Substrat für dynamische chemische Reaktionen ist, die zu einer Entwicklung von Kohlenstoffdioxidgas führen. Die Entwicklung von Kohlenstoffdioxidgas verursacht ein Dehnen des Teiges, wodurch der Lagerbehälter unter Druck gesetzt wird. Die Druckzunahmerate in dem Behälter ist unvorhersehbar, da teilweise die Rate und die Größe der Kohlenstoffdioxidentwicklung während einer Lagerung von Umgebungsfaktoren, wie der Temperatur, abhängen, die schwierig zu steuern sind. Die Rate und die Größe der Kohlenstoffdioxidentwicklung hängt auch von der Verfahrenszeit sowie von der Arbeit des Teiges und der Zusammensetzung der chemischen Reaktanden ab.
  • Andere Probleme treten beim Lagern von aufgegangenem Teig auf, weil der Teig ein Substrat für Oxidationsreaktionen ist, welche unerwünschterweise "Grauteig" bilden. Grauteig tritt als eine Folge davon auf, dass Teig während eines längeren Zeitraums Sauerstoff ausgesetzt ist. Insbesondere nimmt der Teig eine graue Farbe an, wenn Sauerstoff in einem oberen Raum eines Behälters während des Lagerns mit Teigbestandteilen reagiert. Es wird angenommen, dass eine Sauerstoffkonzentration von nur 1 bis 2% Sauerstoff in dem Behälter Grauteig ergibt.
  • Behälter, die zum Lagern von Nahrungsmitteln, wie aufgegangenem Teig, benutzt werden, müssen in der Lage sein, einen Innendruck auszuhalten, der sich während der Zeit ändert und der über dem Atmosphärendruck liegt. Diese Behälter sollten auch fähig sein, Luft aus dem Behälter oder der Dose zu entlüften, um die Bildung von Grauteig zu verhindern. Es wurden Nahrungsmittellagerbehälter zum Lagern von aufgegangenem Teig benutzt, die zusammengesetzte Dosen enthielten. Zusammengesetzte Dosen enthalten Behälter aus verschiedenen Materialschichten und verschiedenen Materialarten.
  • Eine Art einer zusammengesetzten Dose enthält einen zylindrischen Mantel aus verschiedenen Materialschichten und zwei einander gegenüberliegende kreisförmige Enden, die an dem zylindrischen Anteil anbringbar sind, um eine abgedichtete Dose zu bilden. Während des Lagerns üben der Teig und das sich entwickelnde Kohlenstoffdioxid einen Druck gegen die Dose aus. Der Druck wird auf den zylindrischen Abschnitt wie auch die kreisförmigen Enden der zusammengesetzten Dose ausgeübt.
  • Bei einer Art zusammengesetzter Dosen enthält der zylindrische Abschnitt eine äußere Etikettenschicht, eine mittlere Papierschicht und eine undurchlässige Innenauskleidung. Der zylindrische Anteil einer Art von zusammengesetzter Dose enthält auch einen spiralförmigen sowie sich überlappenden Saum an der äußeren Etikettenschicht und eine Stoßverbindung an der mittleren Papierschicht. Die innere Auskleidungslage enthält eine Spiralheißdichtverbindung, die durch Umfalten der inneren Auskleidungslage auf sich selbst zur Bildung eines überdeckten Abschnitts und durch Dichten des überdeckten Abschnitts hergestellt ist.
  • Die Etikettenlage ist so positioniert, dass die Etikette die spi ralförmige Stoßverbindung an der mittleren Papierlage überdeckt. Die Etikettenlage enthält eine der mittleren Papierlage zugewandte Innenfläche und eine Außenfläche. Eine auf die Innenfläche aufgetragene Kleberbeschichtung befestigt die Etikettenlage an der mittleren Papierlage.
  • Um ein Material, wie aufgegangenen Teig, in der zusammengesetzten Dose zu lagern, wird ein erstes kreisförmiges Ende mit einer Innenfläche an einem Ende des zylindrischen zusammengesetzten Abschnitts angebracht. Die Innenfläche ist dem zylindrischen Abschnitt zugewandt, wenn sie in den zylindrischen Abschnitt eingesetzt ist. Die Innenfläche des kreisförmigen Endes enthält eine Ringlippe, einen vertieften Rand, benachbart zu der Ringlippe, und eine Ringschulter, benachbart zu dem vertieften Rand. Das kreisförmige Ende ist an einem Rand des zylindrischen Abschnitts so aufgesetzt, daß der Rand des zylindrischen Abschnitts sich innerhalb des vertieften Randes des kreisförmigen Endes befindet. Das Ende wird an dem zylindrischen Abschnitt angebracht durch Rollen der Kante des Endes, um den zylindrischen Abschnitt einzuklemmen, und durch Drücken der Ringschulter der Innenfläche des kreisförmigen Endes gegen die Auskleidung des zylindrischen Abschnitts. Typischerweise wird ein Falzgerät benutzt, um die Ringlippe zu dem kreisförmigen Ende des zylindrischen Abschnitts zu rollen, wodurch ein Saum ausgebildet wird.
  • Sobald das erste kreisförmige Ende abgedichtet und an dem zylindrischen Abschnitt befestigt ist, wird der aufgegangene Teig in die Dose eingesetzt und nimmt weniger als das durch die Dose umschlossene innere Volumen ein. Nicht durch Teig eingenommenes Volumen ist der Kopfraum der Dose. Die Dose wird dann abgedichtet und an einem zweiten kreisförmigen Ende gegenüber dem ersten kreisförmigen Ende befestigt, wodurch Luft in den Kopfraum der Dose eingesperrt wird.
  • Die Dose bleibt abgedichtet, bis sie durch einen Benutzer des Teiges geöffnet wird. Die Dose wird durch den Benutzer dadurch geöffnet, dass er die Etikettenlage längs des Spiralsaumes abzieht, wodurch die Klebebindung aufbricht, und die Dose an dem Saum in einem solchen Ausmaß schwächt, daß die Dose dazu gebracht wird, sich längs des Spiralsaumes und der Stoßverbindung zu öffnen. Dieser Mechanismus zum Öffnen der Dose erfordert, dass der Innendruck der Dose größer als der Umgebungsdruck ist. Bei manchen Dosenauslegungen kann der Benutzer eine Dose öffnen, indem er in ähnlicher Weise das Etikett entfernt und dann an der Stoßverbindung der mittleren Lage einen Druck mit einem Gegenstand, wie einem Löffel, ausübt.
  • Bei manchen zusammengesetzten Dosen zum Lagern von Teig treten Gase aus dem durch die Dose umschlossenen Raum zur Außenseite der Dose aus, veranlaßt durch den durch das Aufgehen des in der Dose eingeschlossenen Teiges wachsenden Gasdruck. Jedoch ist kein Mechanismus bewußt in jeder Dose vorgesehen, um das Austreten der dem Dosenkopfraum eingeschlossenen Luft aufzunehmen oder zu steuern. So führt das Austreten von Gasen aus einer Dose nicht von selbst zu einer Druckeinstellung. Wenn Sauerstoff in der in der Dose eingeschlossenen Luft während eines ausgedehnten Zeitraums mit dem Teig in Berührung bleibt, führt dies zu einer Produktverschlechterung.
  • Eine Gasleckage kann bei einer zusammengesetzten Dose auftreten, wenn sich die Ringschulter an der Innenfläche eines der kreisförmigen Enden auf der Innenauskleidung abstützt. Insbesondere nimmt man an, dass Gas an einer Stelle austritt, an der die Heißdichtverbindung der Auskleidung der Ringschulter des abgedichteten kreisförmigen Endes zugewandt liegt.
  • Die Auskleidung enthält eine Oberfläche, die im allgemeinen glatt ist. Jedoch stört die Heißdichtverbindung an der Auskleidungslage die glatte Fläche der Auskleidung und schafft eine Stelle mit ungleicher Dicke. Die Stelle kann als ein tatsächlicher Durchlaß wirken, um eine Freigabe von Gasen aus dem Inneren der Dose zu ihrer Außenseite zuzulassen. Bei manchen zusammengesetzten Dosen schafft die Heißdichtverbindung winzige Kanäle, durch welche Kopfraumgase innerhalb der Dose nach außen durchtreten können.
  • Da weder der Entwerfer der Dose noch der Hersteller der zusammengesetzten Dose einen besonderen Mechanismus aufnimmt, der bei einer Dose das Ablassen von Gasen ermöglicht, geschieht das Aus treten von Gasen im besten Falle planlos. Bei einigen Dosen ist die Tiefe des durch die Heißdichtverbindung hergestellten Durchlasses zu gering, um ein bedeutsames Ablüften von Gas zuzulassen. Bei anderen Dosen ist der durch die Heißdichtverbindung hergestellte Durchlaß sehr begrenzt, wenn das kreisförmige Ende mit der Dose abgedichtet ist. Diese zusammengesetzten Dosen lassen eine unzureichende Gasmenge entweichen. Somit verursacht das entsprechend veränderliche und unzureichende Ablüften eine Verschlechterung des Produktes, variable Drücke in der Dose und eine Verschlechterung der Dose selbst.
  • Öffnungen und Durchlässe, die zu groß sind, lassen das Entweichen von Gas aus dem Inneren der Dose zu, ermöglichen aber auch unerwünscht große Fluidmengen in dem Teig, die Schichten der zusammengesetzten Dose zu berühren und zu durchwandern. Die Berührung verschlechtert die Dose, da das Fluid die Schichten schwächen kann.
  • DE-A-26 04 232 offenbart einen Deckel zum Abdichten eines Behälters, wobei ein Dichtmaterial zwischen dem Deckel und dem Behälter sitzt und der Deckel an seiner unteren Fläche Erhebungen hat.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung enthält einen Deckel zur Verwendung beim Abdichten einer unter Druck stehenden Dose, mit einem Kanal zum Freisetzen von innerhalb der Dose erzeugten Gasen. Die vorliegende Erfindung enthält auch eine Dose, die einen Deckel mit einem Kanal aufweist. Die vorliegende Erfindung enthält auch ein Verfahren zum Ablüften von Gasen aus einer Dose mit einem unter Druck stehenden Deckel, ohne in der Dose gelagertes Material zu verschlechtern. Das Verfahren enthält die Herstellung eines Kanals in dem Deckel der Dose, mit Abmessungen, die wirksam zum Ablüften von Gas aus der Dose sind, während sie das Freisetzen von Flüssigkeit aus der Dose im wesentlichen verhindern.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht einer Dosenausführungsform mit dem erfindungsgemäßen Deckel.
  • Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Innenfläche des Deckels mit Kanälen nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht eines Deckels mit einem Kanal nach der vorliegenden Erfindung, wenn er mit einer Dose durch eine Klemmdichtung abgedichtet ist.
  • Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf eine Innenfläche des Deckels mit Kanälen nach einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der Innenfläche des Deckels mit Kanälen nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Innenfläche einer anderen Deckelausführungsform mit Kanälen nach der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 7 zeigt eine Querschnittsansicht einer Ausführung eines Kanals mit Rechteckform.
  • Fig. 8 zeigt eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform eines gekerbten Kanals.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung, die im allgemeinen mit den Bezugszeichen 10 in Fig. 1 dargestellt ist, enthält eine Dose 12, die einen zylindrischen Abschnitt 14 und einen kreisförmigen Endabschnitt 16 mit Kanälen 18A-H zur einstellbaren Entlüftung von Gasen aus dem Inneren der Dose 12 aufweist. Die vorliegende Erfindung enthält auch ein Verfahren zum einstellbaren Entlüften von Gasen aus einer unter Druck stehenden Dose ohne schädliche Beeinflussung von in der Dose gelagertem Material, das das Herstellen eines Kanals in dem kreisförmigen Endabschnitt 16 der Dose enthält, der Abmessungen aufweist, die zum Entlüften von Gasen aus der Dose wirksam sind, während sie im wesentlichen eine Übertragung von Flüssigkeit von in der Dose gelagertem Material zu der Außenseite der Dose verhindern.
  • Der kreisförmige Endabschnitt mit den Kanälen 18A-H rüstet jede Dose mit einem Mechanismus zum Ablüften von Gas mit einer bestimmten Rate aus. Demzufolge lüften die Kanäle 18A-H die Döse in einer gesteuerten und einer vorhersagbaren Weise ab. Weiter sind die Kanäle 18A-H des Endabschnitts 16 so bemessen, dass sie im wesentlichen einen Verlust von Flüssigkeiten aus der Dose 12 verhindern.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Endabschnitt 16 eine Kreissymmetrie und besteht aus einem Metall, wie zinnplattiertem Stahl. Der kreisförmige Endabschnitt 16 enthält eine Innenfläche 40, die in Fig. 1 dargestellt und dem Inneren der Dose 10 zugewandt ist, wenn auf der Dose 10 installiert, und eine (nicht gezeigte) Außenfläche, die der Innenfläche 40 gegenüberliegt.
  • Der kreisförmige Endabschnitt 16 enthält auch einen Rand 30 und eine vorgebördelte Lippe 32 konzentrisch zum Rand 30, wie es für die Innenfläche 40 in Fig. 2 gezeigt ist. Der Rand 30 nimmt ein oberes Ende 26 des zylindrischen Abschnitts 14 auf, wenn der kreisförmige Endabschnitt 16 an dem zylindrischen Abschnitt 14 installiert ist. Wenn der Endabschnitt 16 an dem zylindrischen Abschnitt 14 installiert wird, wird die vorgebördelte Lippe 32 über sich selbst zurückgewalzt und klemmt den zylindrischen Abschnitt 14 der Dose 10 ein, wodurch der Endabschnitt 16 an dem zylindrischen Abschnitt 14 sicher befestigt wird, wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
  • Die Innenfläche 40 des Endabschnitts 16 enthält auch eine äußere Ringschulter 38, die an den Rand 30 anschließt, und eine innere Ringrippe 44 benachbart zur äußeren Ringschulter 38, wie in Fig. 1 gezeigt. Die äußere Ringschulter 38 ist zu der inneren Ringrip pe 44 konzentrisch. Vorzugsweise ist die äußere Ringschulter 38 integral mit der inneren Ringrippe 44. Bei einer Ausführung wird die äußere Ringschulter 38 verjüngt (schräggestellt), um in die innere Ringrippe 44 überzugehen. Die äußere Ringschulter 38 und die innere Ringrippe 44 reichen bis unter den Rand 30, wenn die Innenfläche 40 der Dose 12 zugewandt ausgerichtet ist.
  • Die Innenfläche 40 des Endabschnitts 16 enthält auch eine im wesentlichen ebene kreisförmige Fläche 46, die an die innere Ringrippe 44 anschließt. Die ebene Kreisfläche 46 enthält ein Zentrum 48 des kreisförmigen Endabschnitts 16.
  • Die Innenfläche 40 des Endabschnitts 16 enthält Kanäle 18A-H, welche den Rand 30, die äußere Ringschulter 38 und die innere Ringrippe 44 überqueren, wie in Fig. 1 gezeigt. Es ist jedoch nicht notwendig, dass die Kanäle der vorliegenden Erfindung die innere Ringrippe 44 überqueren. Die Kanäle 18A-H erlauben das Ablüften von Kopfraumgas aus dem Inneren der zusammengesetzten Dose 10 zur Außenseite der Dose 10 in einer gesteuerten und vorhersagbaren Weise, sobald der Endabschnitt 16 dicht auf die Dose 10 aufgesetzt ist, in Reaktion auf den sich dehnenden aufgegangenen Teig. Demzufolge ist die Wahrscheinlichkeit eines übermäßigen Drucks oder verdorbener Nahrungsmittel bedeutend vermindert.
  • Insbesondere sorgen die Kanäle 18A-H für eine Gasfreigabe, da, wenn der kreisförmige Endabschnitt 16 auf den zylindrischen Abschnitt 14 der Dose 10 dicht aufgesetzt ist, die äußere Ringschulter 38 so positioniert ist, dass sie an dem zylindrischen Abschnitt 10 unter Bildung einer Dichtung 50 anliegt, wie in Fig. 3 gezeigt. Beim Ausbilden der Dichtung 50 berührt die äußere Ringschulter 38 einen Innenfläche 15 des zylindrischen Abschnitts 14. Jedoch sind die Kanäle 18A-H der Ringschulter 38 (in Fig. 3 nicht gezeigt) von einer Tiefe und Länge, die es Gasen erlaubt, rasch an der Dichtung 50 vorbei und dann zur Umgebung zu strömen.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform des Endabschnitts 16 sind verschiedene Kanäle 18A-H in Radialrichtung um die Mitte 48 der Innenfläche 40 des Endabschnitts 16 angeordnet. Jeder der mehreren Kanäle überquert den Rand 30, die äußere Ringschulter 38 und die innere Ringrippe 44. Die Kanäle 18A-H besitzen Abmessungen, die Gase rasch entlüften, während sie im wesentlichen das Strömen von Flüssigkeiten durch die Kanäle verhindern.
  • Zwar werden mehrere Kanäle bevorzugt, so ist doch zu verstehen, dass der Endabschnitt 16 der vorliegenden Erfindung auch einen Einzelkanal enthalten kann, der den Rand 30, die äußere Ringschulter 38 und die innere Ringrippe 44 des Endabschnitts 16 überquert. Vorzugsweise besitzt dabei der Einzelkanal Abmessungen, die wirksam sind, eine optimale Strömungsrate für Gase zum Entlüften aus der Dose zuzulassen, während sie im wesentlichen ein Fließen von Flüssigkeit durch den Kanal verhindern.
  • Bei einer Ausführungsform fällt die optimale Strömungsrate von Gasen von einer Einzelentlüftung innerhalb eines Bereiches von etwa 1 bis 3 Milliliter pro Minute, wenn es bei einem Innendruck von 4psi gemessen wird. Innerhalb dieses Bereiches wird eine Strömungsrate von etwa 2 Milliliter pro Minute bevorzugt. Eine akzeptable Strömungsrate sollte nicht über 10 Milliliter pro Minute liegen. Die Strömungsrate wird gemessen in einem Dosenprüfgerät, wie es in einer anhängigen Patentanmeldung mit dem Titel "Can Vent Testing Device" beschrieben ist, die am gleichen Tag mit dieser Anmeldung eingereicht wurde, dem gleichen Inhaber überschrieben wurde und die hier zu Referenzzwecken aufgeführt wird. Die Strömungsrate kann auch durch anderen Verfahren und Geräte gemessen werden, die auf dem Fachgebiet bekannt sind. Bei einer Ausführungsform beträgt die Tiefe der Kanäle etwa 1 Mikrometer.
  • Für die bevorzugte Mehrkanal-Ausführungsform mit Kanälen 18A-H fällt die Strömungsrate des Gases bei jedem der Kanäle 18A-H vorzugsweise in einen Bereich, der etwa der gleiche wie die Strömungsrate des Einzelkanals bei der einen vorher beschriebenen Ausführungsform ist.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Mehrkanal-Ausführungsform mit Kanälen 18A-H erstrecken sich die Kanäle 18A-H radial von der Mitte 48 des Endabschnitts 16 nach außen und sind mit im wesent lichen gleichem Abstand voneinander getrennt. Bei einer anderen in Fig. 4 dargestellten Mehrkanal-Ausführungsform sind die Kanäle 18I-P gegenüber der Mitte 48 versetzt. Die versetzten Kanäle 18I- P überqueren den Rand 30, die äußere Ringschulter 38, die innere Ringrippe 44 in einer den Kanälen 18A-H der Fig. 2 gleichartigen Weise. In einer anderen in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform erstrecken sich die Kanäle 18Q, R und S als Sehnen des ringförmigen Endabschnitts 16 und überqueren den gesamten Endabschnitt 16. Die Kanäle 18Q, Rund S dieser Ausführung verlaufen im wesentlichen parallel zueinander.
  • Bei einer anderen in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform enthält der kreisförmige Endabschnitt 16 eine äußere Ringlippe 62 integral mit einem Ringrand 64. Der Ringrand 64 geht in eine Ringschulter 66 über. Die Kanäle 18T, U und V können so bemessen und ausgelegt sein, dass sie den Ringrand 64 und die Ringschulter 66 überqueren, wie in Fig. 6 gezeigt, oder gemäß irgendeiner der anderen vorstehend ausgeführten Ausführungsformen.
  • Bei einer Ausführungsform sind die Kanäle 18A-V in die Innenfläche 40 des Endabschnitts 16 eingeschnitten. Vorzugsweise sind die Kanäle 18A-V in die Innenfläche 40 eingepreßt. Bei einer anderen akzeptablen Ausführungsform sind die Kanäle 18A-V in die Innenfläche 40 eingekratzt. Bei einer anderen Ausführungsform werden die Kanäle 18A-V hergestellt durch Ausbilden von Sicken in der Innenfläche 40 des Endabschnitts 16. Ob sie nun durch Kratzen oder durch Sicken hergestellt werden, die Kanäle 18A-V überqueren die Lippe 32, den Rand 30, die äußere Ringschulter 38 und den inneren Ringrand 44 der Innenfläche 40. Jeder der Kanäle 18A-V wird hergestellt, bevor der Endabschnitt 16 dicht auf die Dose 10 aufgesetzt wird.
  • Vorzugsweise sind die Kanäle 18A-V scharf definiert. Bei einer Ausführungsform enthält der Kanal 18A eine Kerbe 50, wie sie in Fig. 8 dargestellt ist. Bei einer anderen Ausführungsform ist der Kanal 18A rechtwinklig, wie bei 52 in Fig. 7 dargestellt.
  • Die Dose 10 enthält auch einen zweiten kreisförmigen Endabschnitt 28, der im wesentlichen identisch mit dem kreisförmigen Endab schnitt 16 ist. Der zweite kreisförmige Endabschnitt 28 liegt an einem zum Endabschnitt 16 entgegengesetzten Ende der Dose 10. Bei einer Ausführungsform, die nicht gezeigt ist, enthält auch der zweite kreisförmige Endabschnitt 28 Kanäle. Jeder Endabschnitt 16 und 28 wird im wesentlichen durch die Umschlagabdichtung an dem zylindrischen Abschnitt 14 zum Transport und zum Lagern des eßbaren Materials gesichert, das in der Dose 12 enthalten ist, wie in Fig. 3 dargestellt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der zylindrische Abschnitt 14 aus Materialien hergestellt, die sich von denen des kreisförmigen Endabschnitts unterscheiden. Der zylindrische Abschnitt 14 der Dose 10 enthält eine äußere Etikettenlage 21, die eine mittlere Faserlage 23 überdeckt. Die mittlere Faserlage 23 versteift die Dose 10. Die mittlere Faserlage 23 wird durch eine innere Auskleidungsfläche 15 überdeckt. Die innere Auskleidungsfläche 15 des zylindrischen Abschnittes 14 berührt das in dem Behälter 10 gelagerte Nahrungsmittel.
  • Bei einer Ausführung enthält der zylindrische Abschnitt 14 einen Spiralsaum 22, der durch die äußere Papierlage 21 und die mittlere Lage 23 hindurchtritt, wie in Fig. 1 dargestellt. Der Spiralsaum 22 wird durch einen Nutzer geöffnet, um Zugriff zu dem in der zusammengesetzten Dose gelagerten Nahrungsmittelerzeugnis zu bekommen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass die Dose 10 nach der vorliegenden Erfindung einen Spiralsaum enthält. Andere herkömmliche Mechanismen zum Öffnen einer Dose sind zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung geeignet.
  • Die innere Heißdichtung 15 enthält eine spiralige Heißdichtungsverbindung 60. Die Heißdichtungsverbindung 60 an der inneren Auskleidungslage 15 trifft die Kante 26 des zylindrischen Abschnitts 14. Die Heißdichtungsverbindung 60 kann auch in geringem Maße Gase durchlassen.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug auf die bevorzugten Ausführungen beschrieben wurde, können auf diesem Gebiet Erfahrene erkennen, dass Änderungen an der Form und an Einzelheiten hergestellt werden können, ohne vom Geist und Umfang der Erfindung abzuweichen.

Claims (11)

1. Unter Gasdruck setzbare Dose (12) zum Aufnehmen von sich expandierendem Teig, umfassend einen zylindrischen Bereich (14) und einen Endbereich (16) mit einem Kanal (18), wirksam zum Freigeben von Gas aus der Dose, während im wesentlichen die Freigabe von Flüssigkeiten aus der Dose verhindert ist, wobei der Endbereich an den zylindrischen Bereich angebracht ist, wobei der Endbereich einen Rand (30) mit einer Lippe (32) umfaßt, die nach hinten auf sich umgerollt ist, und kein Dichtmaterial zwischen dem zylindrischen Bereich und dem Endbereich bereitgestellt ist.
2. Dose nach Anspruch 1, ferner umfassend Teig, wobei der Kanal und der Teig derart sind, daß der Kanal Gas aus der Dose mit einer Rate freigibt, die ungefähr 10 Milliliter pro Minute für einen Kanal nicht übersteigt.
3. Dose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal den Endbereich überquert.
4. Dose nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal gekerbt ist.
5. Dose nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Endbereich eine Vielzahl von Kanälen umfaßt.
6. Dose nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle Gas mit einer Rate freigeben, die ungefähr 10 Milliliter pro Minute pro Kanal nicht überschreitet.
7. Verfahren zum Herstellen einer Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend Herstellen eines Kanals in einer Innenfläche des Endbereichs, aufweisend Bemessungen, die zur Freigabe von Gas innerhalb der Dose wirksam sind, während die Freigabe von Flüssigkeiten aus der Dose im wesentlichen verhindert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal Gas mit einer Rate freigibt, die ungefähr 10 Milliliter pro Minute nicht überschreitet.
9. Deckel für eine unter Gasdruck setzbare Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend einen Rand mit einer Lippe, wobei der Rand an eine konzentrische Dichtfläche anbringbar ist, der Deckel einen Kanal aufweist, der die Dichtfläche überquert, der Kanal Bemessungen aufweist, die zum Gasentlüften von innerhalb der Dose wirksam sind, während die Freigabe von Flüssigkeit aus der Dose im wesentlichen verhindert wird, wenn der Deckel an die Dose angebracht ist.
10. Verfahren zum Belüften einer Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend einen Deckel, verwendet zum Lagern von Nahrungsmitteln unter Druck, umfassend Herstellen eines Kanals auf dem Deckel.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal den Deckel überquert.
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