DE69426846T2 - Vorrichtung zum automatischen Melken von Tieren - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Melken von TierenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung oder ähnliche Anordnung zum automatischen Melken von Tieren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- Eine derartige Vorrichtung ist aus der EP-A-0 551 957 bekannt.
- Bei dieser Vorrichtung umfaßt das Computersystem ein Programm, das gewährleistet, daß den am Anfang einer Laktationsperiode stehenden Tieren beim Betreten des Melkstandes Priorität gegenüber Tieren eingeräumt wird, die nicht am Anfang der Laktationsperiode stehen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit einem Computersystem zu schaffen, von dem andere physikalische Eigenschaften der Tiere berücksichtigt werden, um die größtmögliche Milchleistung zu erzielen.
- Gemäß der Erfindung wird dies durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 erreicht. Wenn sich ein zu melkendes Tier beim Melkroboter einfindet, wird es gemolken, nachdem das Tier mit Hilfe eines Tieridentifikationssystems identifiziert worden ist, das durch einen mit dem Computersystem verbundenen und nahe dem Melkroboter installierten Tieridentifikationssensor und einen von dem Tier getragenen Transponder gebildet ist, worauf die von dem Tier gelieferte Milchmenge in dem Computersystem in einer Datei gespeichert wird, die speziell für dieses Tier im Speicher des Computersystems gespeichert ist, und in der auch alle weiteren relevanten Daten über dieses Tier aufgezeichnet sind. So wird auch vermerkt, wann ein Tier gekalbt hat, weil dies auch die Milchleistung beeinflußt.
- Die Stimulierungsvorrichtungen können z. B. in den Ruheboxen und Fütterungsstationen angeordnet sein, die in der Vorrichtung vorhanden sind, wobei mit Hilfe der Stimulierungsvorrichtungen ein in einer Ruhebox oder einer Fütterungsstation befindliches Tier durch Licht oder akustische Signale oder durch Anwendung von Elektroschocks dazu veranlaßt werden kann, zum Melkroboter zu gehen.
- Die Vorrichtung enthält vorzugsweise zwei Boxen, deren Enden aneinander angrenzen, wobei die erste Box dieser Boxen zum Auswählen und/oder zum Versorgen der Tiere mit Kraftfutter und die zweite Box als Melkbox dient. Da sich die Tiere aus eigenem Antrieb an der Melkbox einfinden können, zu der sie gelockt werden, weil sie beispielsweise dort Kraftfutter erhalten können, muß geprüft werden, ob seit dem vorhergehenden Melkvorgang ein genügend langer Zeitraum vergangen ist. Anders ausgedrückt muß unter denen sich bei der Melkbox einfindenden Tieren eine Auswahl getroffen werden, insbesondere dahingehend, daß nur solche Tiere zur Melkbox weitergeleitet werden, bei denen der vorhergehende Melkvorgang genügend weit zurückliegt. Mit Hilfe eines Tieridentifikationssystems, das durch einen in dieser Auswahlbox vorhandenen und mit dem Computersystem verbundenen Tieridentifikationssensor sowie durch einen von dem Tier zu tragenden Transponder gebildet ist, kann auf der Basis einer für dieses Tier in dem Computersystem gespeicherten Datei entschieden werden, ob das Tier in den Stall der Vorrichtung zurückzuschicken ist oder ihm der Zutritt zur Melkbox gewährt werden muß.
- Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann jede der Boxen auf einer Seite mindestens zwei Türen aufweisen, durch die ein Tier aufeinanderfolgend und seitlich von einer Box zur anderen gehen kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Türen schwenkbar etwa in der Mitte der Längsseite einer jeweiligen Box angeordnet, und eine Tür weist ein Ende auf, das bei geschlossener Tür zur Mitte der Box hin abgerundet ist. Demzufolge wird durch Einstellen der Ausgangstür der hinteren Box und der Eingangstür der vorderen Box in eine erste Öffnungsstellung eine Verbindung zwischen der hinteren und der vorderen Box hergestellt, so daß ein in der hinteren Box befindliches Tier über diesen Durchgang in die erste Box geleitet werden kann. Durch Geschlossenhalten der Eingangstür der vorderen Box und durch Einstellen der Ausgangstür der hinteren Box in eine zweite Öffnungsstellung kann das Tier in den Stall der Vorrichtung zurückgeleitet werden, was dann der Fall ist, wenn in der hinteren Box entschieden worden ist, daß das Tier noch nicht gemolken werden kann und folglich nicht zur Melkbox gehen darf.
- Zum besseren Verständnis der Erfindung und ihrer Konstruktionsdetails und um zu zeigen, wie diese verwirklicht werden kann, ist im folgenden ein in den beigefügten Zeichnungen gezeigtes Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 die Anordnung zweier Boxen, von denen die hintere dazu dient, die Tiere auszuwählen, eventuell das Euter eines in dieser Box befindlichen Tieres zu massieren und zu reinigen und das Tier mit Kraftfutter zu versorgen, während die vordere Box als Melkbox dient, in der das Tier ebenfalls mit Kraftfutter gefüttert werden kann;
- Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Melkbox;
- Fig. 3 eine Seitenansicht dieser Melkbox;
- Fig. 4 eine Draufsicht auf ein alternatives Ausführungsbeispiel der Melkbox.
- In Fig. 1 sind zwei Boxen 1 und 2 gezeigt, die in Längsrichtung aneinander angrenzen. Diese Boxen sind durch einen Rahmen 3 begrenzt, der aus einem Rahmenteil 4 besteht, der die eine Längsseite der beiden Boxen bildet, sowie aus den die Schmalseiten der Boxen bildenden Rahmenteilen 5, 6 und 7 und den Türen, die auf der anderen Längsseite der Boxen 1 und 2 angeordnet sind, wobei die Eingangstüren der Boxen 1 und 2 mit den Bezugszeichen 8 und 9 und die Ausgangstüren der Boxen mit den Bezugszeichen 10 und 11 bezeichnet sind. Die Türen 8 und 10 sind etwa in der Mitte der Längsseite der Box 1 schwenkbar angeordnet, während die Türen 9 und 11 etwa in der Mitte der Längsseite der Box 2 schwenkbar angeordnet sind. Nahe ihren Enden weisen die Türen 8 bis 11 Abschnitte 12 bzw. 13, 14 und 15 auf, die sich in geschlossenem Zustand der Türen in Richtung auf die Mitte der jeweiligen Boxen erstrecken. Diese nach innen gerichteten Abschnitte 12 bis 15 sind derart angeordnet, daß nach Bewegen der Türen in eine erste Öffnungsstellung, die in Fig. 1 strichliert dargestellt ist, die nach innen gerichteten Abschnitte 12 bis 15 im wesentlichen derart angeordnet sind, daß sie parallel zur Längsrichtung der beiden Boxen miteinander fluchten. Insbesondere beim Bewegen der Ausgangstür 10 der Box 1 und der Eingangstür 9 der Box 2 in diese erste Öffnungsstellung ist zwischen der Box 1 und der Box 2 ein seitlicher Verbindungsgang gebildet, so daß ein Tier aus der Box 1 in die Box 2 geleitet werden kann. In der Zeichnung ist ferner eine Trennwand 16 gezeigt, die sich quer zur Längsrichtung der Boxen erstreckt, insbesondere im Bereich des quer angeordneten Rahmenteiles 6 zwischen den beiden Boxen. Diese Trennwand 16 ist quer zur Längsrichtung der Boxen bewegbar, wobei die Trennwand 16 zu dem querliegenden Rahmenteil 6 fluchtend ausgerichtet bleibt. Wenn sich die Trennwand in der in Fig. 1 gezeigten Position befindet, kann ein Tier von der Box 1 in die Box 2 gehen, nachdem die Türen 9 und 10 in die erste Öffnungsstellung bewegt worden sind; wird die Trennwand 16 dagegen in Richtung auf den querliegenden Rahmenteil 6 und die Tür 10 anschließend in eine zweite Öffnungsstellung bewegt, die in Fig. 1 strichliert gezeigt ist, so kann ein Tier von der Box 1 in den Stall der Vorrichtung zurückgeschickt werden. Die Vorrichtung kann auch ohne die Trennwand 16 einwandfrei arbeiten, da einem Tier durch das Geschlossenhalten der Tür 9 und Bewegen der Tür 10 in die zweite Öffnungsstellung der Zugang zur Box 2 verweigert werden kann und es gezwungen wird, in den Stall der Vorrichtung zu gehen. Die bewegbare Trennwand ist jedoch dann von Bedeutung, wenn der Bereich neben den Türen 9 und 11 der Box 2 einem anderen Verwendungszweck dient.
- Die beiden Boxen 1 und 2 enthalten jeweils eine automatische Fütterungsvorrichtung 17 bzw. 18. Nahe diesen automatischen Fütterungsvorrichtungen weisen beide Boxen einen (in den Zeichnungen nicht gezeigten) Tieridentifikationssensor auf, der mit einem Computersystem verbunden ist, wobei die Tieridentifikationssensoren in Kombination mit einem von den Tieren getragenen Transponder ein Tieridentifikationssystem bilden. Mit Hilfe dieses Tieridentifikationssystems wird im Computersystem ständig aufgezeichnet, welches Tier sich zu welchem Zeitpunkt in welcher Box befindet. Zu diesem Zweck ist im Speicher des Computersystems für jedes Tier eine getrennte Datei angelegt, in der alle relevanten Informationen über das betreffende Tier ebenfalls gespeichert sind. Insbesondere wird in dieser Datei aufgezeichnet, wann ein Tier zum letzten Mal gemolken wurde, so daß stets bekannt ist, wieviel Zeit zwischen dem letzten Melkvorgang und dem Zeitpunkt des Betretens der Box 1 durch das Tier verstrichen ist, wann ein Tier zuletzt gekalbt hat, wann die Laktationsperiode eines Tieres begonnen hat, wieviel Milch das Tier bei jedem Melkvorgang gibt, usw.. Diese Information ist wichtig für die Entscheidung, ob ein Tier die Box 1 betreten und gemolken werden darf oder nicht. Die Box 1 weist daher auch eine Vorrichtung zum Auswählen der Tiere auf, wobei außerdem die Gelegenheit wahrgenommen werden kann, um das Euter des Tieres zu reinigen und wahlweise zu massieren, um die Milchproduktion anzuregen, wenn mit Hilfe des Tieridentifikationssystems und der Daten in der Datei des jeweiligen Tieres im Speicher des Computersystems entschieden worden ist, daß das Tier gemolken werden darf, wobei das Tier in der Box 1 außerdem mit Kraftfutter versorgt werden kann. Die Box 2 ist als Melkbox ausgeführt, zu der einem Tier aus der Box 1 zum Zwecke des Melkens Zutritt gewährt wird, wobei weiteres Kraftfutter gefüttert werden kann, falls dies gewünscht wird.
- Ein Tier, das vor kurzem gekalbt hat, kann automatisch ein oder mehrere Male pro 24-Stunden-Zeitraum gemolken werden, d. h. häufiger als die durchschnittliche Anzahl von Malen, die die anderen Tiere der Herde gemolken werden, zu der das Tier gehört, das vor kurzem gekalbt hat. Es kann automatisch in dem Computersystem aufgezeichnet werden, wie oft ein bestimmtes Tier pro 24-Stunden-Zeitraum gemolken werden kann, und die Tiere können stimuliert werden, nach Aufforderung durch das Computersystem zu den richtigen Zeiten zu den Boxen 1 und 2 zu gehen. Im Computer ist vermerkt, in welchen Zeitabständen ein einzelnes Tier gemolken werden kann. Sind die Zeitabstände zwischen aufeinanderfolgenden Melkvorgängen festgelegt, so müssen Vorkehrungen getroffen werden, um sicherzustellen, daß die Tiere stimuliert werden, nach Ablauf dieser jeweiligen Zeitabstände zur Melkbox zu gehen. Zu diesem Zweck können überall in der Vorrichtung Stimulierungsvorrichtungen angeordnet sein, insbesondere in den Liegeboxen und Fütterungsstationen, um das Tier zu stimulieren, zur Melkbox zu gehen. Diese Stimulierungsvorrichtungen können beispielsweise Ton- oder Lichtsignale erzeugen, oder den Tieren in den Liegeboxen und Fütterungsstationen können insbesondere elektrische Schläge versetzt werden, wodurch die Tiere gezwungen werden, von der Liegebox oder Fütterungsstation durch den Stall zu den Melkboxen 1 und 2 zu gehen. Eine geeignete Stallaufteilung, insbesondere eine Stallaufteilung, bei der die Tiere einem festgelegten Weg durch den Stall zur Melkbox folgen müssen, trägt hierzu entscheidend bei.
- In den Fig. 2 und 3 ist nur die Melkbox 2 in Draufsicht bzw. in Seitenansicht dargestellt. Zum Melken steht ein Melkroboter 19 zur Verfügung, der eine Roboterarm-Vorrichtung 20 aufweist, an deren Ende ein Roboterkopf 21 angeordnet ist, der als Träger für vier Zitzenbecher 22 dient. Außerdem weist der Melkroboter 19 eine Tragkonstruktion 23 für ein Ermittlungsglied 24 auf. Die den Roboterkopf 21 und die Zitzenbecher 22 tragende Roboterarm-Vorrichtung 20 kann unabhängig von der Tragkonstruktion 23 mit dem Ermittlungsglied 24 bewegt werden.
- Die Roboterarm-Vorrichtung 20 ist durch ein Tragelement 25 gebildet, das auf einer Schiene 37 parallel zum Rahmenteil 4 bewegbar ist, und an dem mittels einer Parallelogramm-Führung 26 ein höhenbewegbarer Träger 27 angebracht ist. An seiner Unterseite weist der Träger 27 ein Stützelement 28 auf, das starr mit ihm verbunden ist und sich nach innen und etwas nach vorn erstreckt. Mit dem Stützelement 28 ist ein um eine aufwärts gerichtete Achse 29 schwenkbarer Roboterarm 30 verbunden. Der Roboterkopf 21 ist um eine aufwärts gerichtete Achse 31 schwenkbar am Ende des Armes 30 angebracht. Durch Bewegen in Längsrichtung der Melkbox 2, Schwenken um die Achse 29 und, falls erforderlich, Schwenken des Roboterkopfes 21 um die Achse 31 relativ zu dem Roboterarm 30 können alle gewünschten Bewegungen des Roboterkopfes 21 in horizontaler Ebene unter das in der Box 2 stehende Tier ausgeführt werden, während mit Hilfe der Parallelogramm-Führung 26 eine Auf- und Abwärtsbewegung zu erzielen ist. Alle diese Bewegungen werden durch vorzugsweise pneumatische Zylinder gesteuert, da diese Zylinder geringfügig nachgeben, wenn das Tier gegen die Roboterarm-Vorrichtung stößt oder tritt. Die pneumatischen Arbeitszylinder werden vom Computersystem gesteuert.
- Unabhängig von der Roboterarm-Vorrichtung 20, die näher beim vorderen Ende der Melkbox 2 angeordnet ist, ist nahe dem hinteren Ende der Melkbox 2 die Tragkonstruktion 23 für das Ermittlungsglied 24 angeordnet. Auch die Tragkonstruktion 23 weist ein Tragelement 32 auf, das auf dar Schiene 37 verschiebbar ist. Dieses Tragelement 32 ist durch ein Teleskoprohr 33 gebildet, in dem eine Innenstange 34 höhenbewegbar angeordnet ist. An der Unterseite dieser Innenstange 34 ist ein Träger 35 angeordnet, der quer zur Längsrichtung der Melkbox 2 bewegbar ist, und an dessen Ende ein Stützelement 36 für das Ermittlungsglied 24 angebracht ist. Durch die Bewegbarkeit in Längsrichtung der Melkbox 2, die Höhenverstellbarkeit der Innenstange 34 relativ zu dem Teleskoprohr 33 und die Bewegbarkeit in Querrichtung des Trägers 35 mit dem Stützelement 36 und dem Ermittlungsglied 24 relativ zu der Innenstange 34 ist das Ermittlungsglied 24 in drei Richtungen bewegbar, wobei die Bewegbarkeit selbst durch die vorzugsweise rechnergesteuerten pneumatischen Zylinder ermöglicht wird. In Fig. 1 ist gezeigt, wie das Ermittlungsglied 24 mit Hilfe der Tragkonstruktion 23 in eine Position eingestellt wird, in der dieses Ermittlungsglied zwischen den beiden Hinterbeinen des in der Melkbox 2 befindlichen Tieres hindurch in eine Position nahe den hinteren Zitzen des Tieres bewegt worden ist. Da das Ermittlungsglied 24 als Laser ausgeführt ist, der um eine aufwärts gerichtete Achse schwenkbar ist und einen sehr schmalen Abtaststrahl erzeugt, der aus geringer Entfernung die Zitzen des Tieres abtastet, ist eine äußerst genaue Positionsbestimmung der Zitzen möglich. Das Ermittlungsglied 24 kann in die gezeigte Position dadurch eingestellt werden, daß es in eine mittige Lage zwischen den beiden Längsseiten und anschließend in eine Position bewegt wird, die vom Computersystem auf der Basis der Daten festgelegt wird, die in der Datei des Tieres für die Position der Zitzen gespeichert ist. Dabei erfolgt die Bewegung des Ermittlungsgliedes 24 völlig unabhängig von der Roboterarm-Tragvorrichtung 20 der Zitzenbecher 22 und wird von dieser deshalb in keiner Weise behindert. Nachdem mit Hilfe des Ermittlungsgliedes 24 die Position der einzelnen Zitzen gespeichert worden ist, können die Zitzenbecher 22 angeschlossen werden, die in der Zwischenzeit unter das Euter des Tieres bewegt worden sind.
- Fig. 4 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der Tragkonstruktion 23 für das Ermittlungsglied 24. Das Ermittlungsglied 24 ist dabei unmittelbar am Ende des Trägers 35 angeordnet. Dadurch ist es möglich, das Ermittlungsglied 24 von der Seite her an das Euter des in der Melkbox 2 befindlichen Tieres heranzuführen. Da in diesem Fall die Tragkonstruktion 23 und insbesondere der Träger 35 weiter vorn angeordnet sind, muß die Roboterarm-Vorrichtung 20 in eine weiter vorn liegende Position eingestellt werden, um ohne Beeinträchtigung durch die Tragkonstruktion 23 unter das Tier schwenken zu können. Erst nachdem der Roboterkopf 21 unter das Tier bewegt worden ist, insbesondere in die mit strichlierten Linien bezeichnete Position, kann der Roboterkopf 21 nach hinten in Richtung auf das Euter bewegt werden.
- In der vorstehenden Beschreibung ist der Ort, an dem sich die Tiere während des Melkens aufhalten, als Melkbox bezeichnet. Selbstverständlich kann diese Melkbox jede nur denkbare Ausgestaltung aufweisen; sie kann auch Teil des Stalles sein. Die Erfindung ist daher nicht auf die hier gezeigte Vorrichtung und die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern betrifft alle Arten von Abwandlungen, selbstverständlich soweit sie in den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche fallen.
Claims (14)
1. Vorrichtung oder ähnliche Anordnung zum
automatischen Melken von Tieren, wie z. B. Kühen, die eine
Melkbox (2) mit einem Melkroboter (19), ein
Computersystem und ein Tieridentifikationssystem umfaßt, mit dem
es möglich ist, in dem Computersystem festzustellen,
welches Tier sich in der Melkbox (2) befindet, wobei
das Computersystem eine Datei enthält, in der
aufgezeichnet ist, wann das Tier gekalbt hat, und in der
automatisch aufgezeichnet wird, wie oft das Tier pro
24-Stunden-Zeitraum gemolken werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tier pro 24-Stunden-
Zeitraum ein oder mehrere Male öfter gemolken wird als
die durchschnittliche Anzahl von Malen, die die anderen
Tiere der Herde gemolken werden, zu der das Tier
gehört, das kürzlich gekalbt hat, und daß von dem
Computersystem gesteuerte Stimulierungsvorrichtungen
vorhanden sind, um das Tier zu veranlassen, zum Melkroboter
(19) zu gehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Ruheboxen
und Fütterungsstationen enthält, in denen die
Stimulierungsvorrichtungen angeordnet sind, mittels derer ein
in einer Ruhebox oder einer Fütterungsstation
befindliches Tier durch Licht oder akustische Signale oder
durch Anwendung von Elektroschocks dazu veranlaßt
werden kann, zum Melkroboter zu gehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zwei Boxen
(1, 2) enthält, die an ihren Enden aneinander
angrenzen, wobei die erste (1) dieser Boxen zum Auswählen von
Tieren und/oder zum Zuführen von Kraftfutter und die
zweite (2) als Melkbox dient.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jede der Boxen (1, 2) auf
einer Seite mindestens zwei Türen (8 bis 11) aufweist,
durch die ein Tier aufeinanderfolgend seitlich von
einer Box zur anderen gehen kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Türen (8 bis 11) etwa
in der Mitte der Längsseite einer jeweiligen Box
schwenkbar angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Tür (8 bis 11) in
geschlossenem Zustand ein Ende (12 bis 15) aufweist, das
zur Mitte der Box (1, 2) hin abgerundet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die, Ausgangstür (10) der
hinteren Box (1) und die Eingangstür (9) der vorderen
Box (2) in einer ersten Öffnungsstellung es einem in
der hinteren Box (1) befindlichen Tier gestatten, in
die vordere Box (2) zu gehen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangstür (10) der
hinteren Box (1) in einer zweiten Öffnungsstellung, in
dar die Eingangstür (9) der vorderen Box (2) geschlossen
bleibt, ein in der hinteren Box (1) befindliches
Tier dazu zwingt, in den Stallbereich der Vorrichtung
zurückzukehren.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Längsrichtung der
beiden Boxen (1, 2) in dem Bereich, in dem die Boxen
aneinander angrenzen, eine Trennwand (16) vorhanden
ist, die in Querrichtung bewegbar ist und von den Boxen
(1, 2) weg bewegt wird, wenn ein Tier von der hinteren
(1) zur vorderen Box (2) gehen soll, und zu den Boxen
(1, 2) hin bewegt wird, wenn ein Tier daran gehindert
wird, von der hinteren Box (1) zur vorderen Box (2) zu
gehen, und in den Stallbereich der Vorrichtung
zurückkehren soll.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Box (1, 2) einen
automatisch gesteuerten Futtertrog (17, 18) enthält.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Box (1, 2) einen
Tieridentifikationssensor enthält, der mit einem
Computersystem verbunden ist und in Kombination mit einem von
jedem der Tiere zu tragenden Transponder ein
Tieridentifikationssystem bildet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe des
Tieridentifikationssystems und der in dem Computersystem
gespeicherten Information über das in der hinteren Box (1)
befindliche Tier entschieden wird, ob dem Tier der
Zutritt zur vorderen Box (2) gestattet wird, oder ob es
in den Stallbereich der Vorrichtung zurückgeschickt
wird.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Box (1) nicht
nur als Auswahlbox dient, sondern auch zum Massieren
des Euters eines Tieres, zum Reinigen des Tieres und zu
seiner Versorgung mit Kraftfutter.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung als
Laufstall ausgeführt ist.
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