-
Die
Erfindung betrifft eine Radarvorrichtung, umfassend mindestens eine
Haupt-Richtantenne, Steuermittel zum Erzeugen von über Sendermittel der
Hauptantenne zuzuführenden
Radarsendersteuerimpulsen und zum Erzeugen von über mindestens einen Hilfssender
mindestens einer Hilfsantenne zuzuführenden Hilfssendersteuerimpulsen,
und mit der Hauptantenne verbundene Empfängermittel.
-
Eine
Radarvorrichtung dieser Art ist aus US-A 4,435,710 bekannt. Die
bekannte Radarvorrichtung verwendet die Hilfsantenne zum Senden von
Hilfssenderimpulsen während
und zwischen Senderimpulsen zum Verwirren von Störsendern. Die Hilfssendersteuerimpulse,
die zwischen Senderimpulsen gesendet werden, erhalten eine RF-Frequenz,
die sich von den Senderimpulsen unterscheidet, damit der Empfang
von Radarechos während der
Sendung von Hilfssenderimpulsen möglich ist.
-
Ein
Nachteil dieser bekannten Radarvorrichtung ist, dass in modernen
Radars der dynamische Bereich so riesig ist, dass das Senden von
Hilfssenderimpulsen ein gutes Funktionieren des Radars verhindert.
Insbesondere kleine, schwer erkennbare Ziele werden durch Hilfssenderimpulse
vollständig verdeckt,
unabhängig
von der RF-Frequenzdifferenz.
-
Ferner
sind moderne Radars vorzugsweise mit passiven ECCM-Anlagen ausgestattet,
wie Seitenkeulen-Ausblendungseinheiten, die zum Beispiel aus EP-B
0.173.360 bekannt sind, oder Seitenkeulen-Löschungseinheiten, die zum Beispiel
aus EP-A 0.076.536 bekannt sind, die auch Hilfsantennen verwenden.
Diese passiven EECM-Anlagen sind mit den bekannten aktiven ECCM-Anlagen
nicht kompatibel.
-
Die
Radarvorrichtung gemäß der Erfindung hat
die akti ven ECCM-Anlagen, die aus US-A 4,435,710 bekannt sind, ohne
den Nachteil, den Empfang von Echos kleiner Ziele zu verdecken.
Ferner sind die Hilfsantennen zwischen Radarsenderimpulsen verfügbar und
können
für passive
ECCM-Anlagen verwendet werden. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Hilfsempfänger
vorgesehen ist, der mit mindestens einer Hilfsantenne verbunden
ist, wobei das Ausgangssignal des mindestens einen Hilfsempfängers mit
den Empfängermitteln
verbunden ist, um die Auswirkung von Störsendern auf die Empfängermittel
zu verringern, und dass die Steuermittel dafür ausgelegt sind, die Hilfssendersteuerimpulse
im Wesentlichen gleichzeitig mit den Radarsendersteuerimpulsen zu
erzeugen, wobei die Hilfssendersteuerimpulse von den Radarsendersteuerimpulsen
abweichen.
-
Die
Radarvorrichtung gemäß der Erfindung erweist
sich als äußerst effektiv
gegen die intelligenteren Repeater Jammers, insbesondere wenn diese die
Senderimpulse empfangen, die über
die Hilfsantennen ausgesendet werden und die stärker als die Radarsenderimpulse
sind, die von der Hauptantenne ausgesendet werden, während Reststörsendersignale,
die in die Haupt-Richtantenne eintreten, durch entsprechende Signale
gelöscht
oder ausgeblendet werden können,
die über
die Hilfsantennen empfangen werden.
-
Diese
Aufgabe dieser Erfindung wird durch eine Radarvorrichtung gelöst, umfassend:
- – mindestens
eine Haupt-Richtantenne (1),
- – Steuermittel
(9) zum Erzeugen von über
Sendermittel (3) der Hauptantenne (1) zuzuführenden Radarsendersteuerimpulsen
und zum Erzeugen von über
mindestens einen Hilfssender (8, 13) mindestens
einer Hilfsantenne (5, 10) zuzuführenden
Hilfssendersteuerimpulsen, deren Frequenz von den Radarsendersteuerimpulsen
verschieden ist, wobei diese Steuermittel (9) dazu ausgelegt
sind, die Hilfssendersteuerimpulse im Wesentlichen gleichzeitig
mit dem Radarsendersteuerimpulsen zu erzeugen,
- – und
mit der Hauptantenne (1) verbundene Empfängermittel
(4),
- – und
wobei mindestens einen Hilfsempfänger
(6, 11) vorgesehen ist, der mit mindestens einer
Hilfsantenne (5, 10) verbunden und auf eine Frequenz der
Hilfssendersteuerimpulse abgestimmt ist, wobei das Ausgangssignal
des mindestens einen Hilfsempfängers
(6, 11) mit den Empfängermitteln (4) verbunden
ist, um die Auswirkungen von Störsendern
auf die Empfängermittel
(4) während
des Empfangs von Echos der gesendeten Radarsendersteuerimpulse zu
verringern.
-
Eine
erste Ausführungsform
wird erhalten, wenn die Steuermittel für die Erzeugung von Hilfssendersteuerimpulsen
ausgelegt sind, deren Frequenz von der Frequenz der Radarsendersteuerimpulse
abweicht. Dies bedeutet, dass der Störsender die verfügbare Sendeleistung über einen
größeren Frequenzbereich
verteilen muss. Das Steuermittel kann dann so ausgelegt sein, dass
Hilfssendersteuerimpulse erzeugt werden, deren Modulationsart mindestens
im Wesentlichen der Modulationsart der Radarsendersteuerimpulse
entspricht, was eine kostensenkende Auswirkung hat. Zu diesem Zweck
kann das Steuermittel mindestens einen Hilfsoszillator und mindestens
einen Mischer zum Erzeugen von frequenzverschobenen Radarhilfssendersteuerimpulsen
für die
mindestens eine Hilfsantenne umfassen. Es kann dann relevant sein,
eine Art von Mischer zu wählen,
der die ursprünglichen
Radarsenderimpulse an seinem Ausgang unterdrückt, und nur die frequenzverschobenen
Impulse durchlässt,
oder, wenn ein Mischer mit Spiegelfrequenzunterdrückung verwendet
wird, der in der Technik allge mein bekannt ist, den Impuls durchlässt.
-
Eine
andere Möglichkeit
ist die Verwendung mehrerer Hilfsoszillatoren mit verschiedenen
Frequenzen im Bereich von zum Beispiel 20 bis 200 Mc/s, wobei jeder
Oszillator mit einem Mischer versehen ist, der Hilfssendersteuerimpulse
bei einer entsprechenden Frequenzverschiebung erzeugt. Diese Hilfssendersteuerimpulse
können
dann über
einen oder mehrere Hilfssender zu einer oder mehreren Hilfsantennen
geleitet werden. Dies bewirkt eine stärkere Verwirrung des Störsenders
und verringert die Wahrscheinlichkeit einer effektiven Störung der
Radarvorrichtung, da die Sendeleistung, die für eine Störung verfügbar ist, über einen noch größeren Frequenzbereich
verteilt werden muss.
-
Ein
fortgeschrittener Repeater Jammer ist im Allgemeinen in der Lage,
gleichzeitig ein Signal, das über
eine Seitenkeule der Hauptantenne und über eine Hauptkeule der Hilfsantenne
empfangen wird, zu empfangen, zu verstärken und weiterzusenden. Die
Weitersendung wird für
gewöhnlich
bei einer Stärke
ausgeführt,
die zu der Stärke
des empfangenen Signals proportional ist. Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung ist daher dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens
eine Hilfsantenne zum Erzeugen, während der Emission der Hilfssenderimpulse,
einer Hilfsantenne-Hauptkeule ausgelegt ist, die mindestens wesentlich
stärker
als die Hauptantennen-Seitenkeulen ist. Im Allgemeinen kann eine
Hilfsantenne so dimensioniert sein, dass am Horizont, wo die Störsender
am häufigsten
platziert sind, die empfangenen Hilfssenderimpulse um 10 bis 20
db stärker
als die Radarsenderimpulse sind, die über die Hilfsantennen-Seitenkeulen
empfangen werden. Eine weitere Verbesserung kann erhalten werden,
indem zum Beispiel vier Hilfsantennen verwendet werden, von welchen
jede einen zumindest teilweise anderen Raumwinkel abdeckt. Wenn
daher ein bestimmtes Maß an
Richtwirkung akzeptiert wird, kann somit eine 6 dB Verbes serung in
dem Verhältnis
zwischen den empfangenen Signalstärken erreicht werden.
-
Die
derart erhaltene Radarvorrichtung ist außerordentlich gut für die Untersuchung
von Störsenderimpulsen
geeignet, die von Repeater Jammers erzeugt werden. Ein Störsenderimpuls
ist für
gewöhnlich
eine Reproduktion eines Hilfssenderimpulses und die Genauigkeit
der Reproduktion kann nützliche Informationen über die
Identität
des Störsenders
liefern. Die Radarvorrichtung ist dann dadurch gekennzeichnet, dass
Identifizierungsmittel bereitgestellt sind, die mit dem mindestens
einen Hilfsempfänger verbunden
sind, um von einem Störsender
erzeugte Antworten auf gesendete Radarimpulse zu analysieren. Durch
das Abstimmen eines verfügbaren
Hilfsempfängers
auf den Hilfssenderimpuls, der im Vergleich zu dem Radarsenderimpuls
frequenzverschoben ist, wird eine Interferenz mit Echos, die von
dem Radarsenderimpuls erzeugt werden, vermieden. Zu diesem Zweck
kann ein örtliches
Oszillatorsignal, das von einem Hilfsoszillator verschoben wird,
vorteilhaft für
den Hilfsempfänger
verwendet werden.
-
Eine
weitere, außerordentlich
günstige
Ausführungsform
der Radarvorrichtung gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Identifizierungsmittel dazu
ausgelegt sind, die Steuermittel zu steuern. In ihrer einfachsten
Form umfasst diese Steuerung einen Befehl zur Modifikation mindestens eines
Hilfssenderimpulses. Auf diese Weise ist es möglich, die Intelligenz des
Störsenders
zu prüfen und
festzustellen, ob der Repeater Jammer pro Impuls wiederholt oder
dieselbe Reproduktion verwendet. Wenn die Steuermittel zum Beispiel
dafür ausgelegt
sind, burstweise identische Radarsenderimpulse zu erzeugen, kann
der Befehl die Modifikation eines Hilfssendersteuerimpulses in einem
Burst umfassen. Dies kann bei bestimmten Arten von Störsendern nützlich sein,
deren Konstruktion auf dem Prinzip beruht, dass die Radarvorrichtung,
die gestört
werden soll, Bursts von zum Beispiel 16 Impulsen aussendet. Die
Betriebsweise dieser Art von Störsender
ist dann derart, dass beim Empfang des ersten von einem Burst von
16 Impulsen dieser erste empfangende Impuls als Reproduktion dient.
Bei dem nächsten
empfangenen Impuls wird die PRF auf der Basis der Zeitdifferenz
berechnet. Auf der Basis dieser berechneten PRF und der verfügbaren Reproduktion
sendet der Störsender
dann einen Burst von 16 Reproduktionsimpulsen weiter, falls notwendig
nach einer bestimmten Phasenverschiebung oder Zeitverzögerung,
zum Beispiel um ein Range Gate Stealing anzuwenden. Die Radarvorrichtung
kann nun so angeordnet sein, dass zu willkürlichen Momenten eine Modifikation
eines oder mehrerer Hilfssenderimpulse in der Serie von 16 Impulsen
auftritt. Wenn die Hilfsantenne dennoch einen Burst von 16 Impulsen
empfängt,
liefert dies mehr Informationen über
die Art des Störsenders.
-
Eine
vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Modifikation
eines Hilfssenderimpulses das Auslassen des Hilfssenderimpulses
umfasst. Eine weitere günstige Ausführungsform
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Modifikation eines Hilfssenderimpulses
eine Frequenzverschiebung des Senderimpulses umfasst. Eine weitere
günstige
Ausführungsform
der Radarvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Identifizierungsmittel
eine Datenbank bekannter Störsender,
Vergleichsmittel zum Vergleichen des empfangenen Störsendersignals
mit den in der Datenbank enthaltenen Störsendersignalen und Auswahlmittel
zum Auswählen
von Befehlen für
die Steuersignale umfassen. Auf diese Weise kann die Identität eines
Störsenders
passiv bestätigt
werden, wonach weitere Informationen über den Störsender in einer interaktiven
Phase eingeholt werden können.
-
Die
Radarvorrichtung gemäß der Erfindung wird
nun unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren beschrieben, von
welchen:
-
1 eine
Radarvorrichtung mit ECCM-Anlagen gemäß der Erfindung darstellt;
-
2 eine
mögliche
Ausführungsform
der Steuermittel zeigt, die in der Radarvorrichtung gemäß der Erfindung
eingefügt
sind;
-
3 eine
alternative Ausführungsform
der Steuermittel zeigt.
-
1 zeigt
ein Blockdiagramm einer möglichen
Ausführungsform
einer Radarvorrichtung gemäß der Erfindung.
Wie in der Technik üblich
ist, ist eine Hauptantenne 1 mit Sendermitteln 3 und
Empfängermitteln 4 über eine
S/E-Vorrichtung 2, zum Beispiel einen Zirkulator, verbunden.
Die Hauptantenne 1 kann zum Beispiel eine Rotationssuchantenne
oder eine Active-Phased-Array-Antenne
sein, wobei in diesem Fall die S/E-Vorrichtung 2, die Sendermittel 3 und
Empfängermittel 4 ein
integraler Teil des Arrays von Modulen sind, die die eigentliche
Hauptantenne 1 bilden. 1 zeigt
zusätzlich
eine Hilfsantenne 5, die mit einem Hilfsempfänger 6 verbunden
ist, um Signale, die über
die Hilfsantenne 5 empfangen werden, zu den Empfängermitteln 4 zu
steuern. Die Hilfsantenne 5 ist für gewöhnlich vom Rundstrahl- oder Semi-Rundstrahltyp,
obwohl sie auch ein gewisses Maß an
Richtwirkung zeigen kann. Für
die Hilfsantenne 5 ist wichtig, zumindest in dem Raumwinkel,
in dem sie effektiv ist, eine Antennenverstärkung zu haben, die jene der
Seitenkeulen der Hauptantenne 1 überschreitet. Nur dann ist
es möglich,
ECCM-Maßnahmen
auszuführen,
die in der Technik allgemein bekannt sind, wie die Seitenkeulenunterdrückung oder
Seitenkeulenausblendung. Neuartig ist die S/E-Vorrichtung 7,
an die ein Hilfssender 8 angeschlossen ist. Gemäß dem erfinderischen
Gedanken, der der Erfindung zugrunde liegt, wird die Hilfsantenne 5 zum
Aussenden von Impulsen verwendet, die, wenn sie auch Radarsenderimpulsen ähnlich sind, die
von der Hauptantenne 1 ausgesendet werden, sich in der
einen oder anderen Weise unterscheiden. Ein Störsender, zum Beispiel ein Repeater
Jammer, verwendet diesen abweichenden Senderimpuls, der fast immer
stärker
empfangen wird als der tatsächliche
Radarsenderimpuls, um einen Impuls zu erzeugen, der die Radarvorrichtung
stören
soll. Wenn die Empfängermittel 4 so
konstruiert sind, dass die abweichenden Impulse blockiert werden,
kann die Auswirkung des Störsenders
verringert werden.
-
Senderimpulse,
die von der Hilfsantenne 5 ausgesendet werden, können sich
von Radarsenderimpulsen um eine abweichende Modulation unterscheiden,
zum Beispiel durch Anlegen eines Aufwärts-Chirps im Falle von Radarsenderimpulsen,
die mit einem Abwärts-Chirp
versehen sind, oder durch eine unterschiedliche Zeitsteuerung oder
Frequenz. Die letztgenannte Lösung
erfordert die geringste Hardware und hat den zusätzlichen Vorteil, dass die gleichzeitige
Emission der Senderimpulse und der Radarsenderimpulse die Verwirrung
des Störsenders erhöht. Ein
solcher Steuerimpuls für
den Hilfssender 8 kann einfach von einem Radarsendersteuerimpuls für die Sendermittel 3 abgeleitet
werden, der von den Steuermitteln 9 erzeugt wird.
-
1 zeigt
zusätzlich
eine Hilfsantenne 10, einen Hilfsempfänger 11, eine S/E-Vorrichtung 12 und
einen Hilfssender 13, die auch imstande sind, abweichende
Senderimpulse zu erzeugen, wobei die Frequenz dieser Senderimpulse
hauptsächlich
von den Senderimpulsen abweicht, die von der Hilfsantenne 5 ausgesendet
werden. Dies trägt
zur Verwirrung des Störsenders
bei. Die Hilfsantenne 5 und die Hilfsantenne 10 können denselben
Raumwinkel abdecken, wodurch der Störsender zwei abweichende Impulse
pro Radarsenderimpuls empfängt,
sie können
aber auch verschiedene Raumwinkel umfassen. Im letztgenannten Fall
kann der Gesamtraumwinkel, der abgedeckt wird, in zum Beispiel N
teilweise überlap pende
Raumteilwinkel unterteilt sein, von welchen jeder durch eine Hilfsantenne
abgedeckt ist. Dies erfordert dann N Hilfsantennen und N Hilfssender,
aber die Verstärkung
dieser Hilfsantennen kann deutlich höher sein als die Verstärkung einer
Rundstrahlantenne, wodurch eine Erhöhung der effektiven ausgestrahlten
Leistung der abweichenden Impulse verursacht wird. Dies macht es
für den
Störsender
schwieriger, einen Radarbetrieb nachteilig zu beeinflussen.
-
In 1 erhalten
die Empfängermittel 4,
wie üblich,
ein örtliches
Oszillatorsignal von den Steuermitteln 9. Der Hilfsempfänger 6 empfängt ein
abweichendes örtliches
Oszillatorsignal, das so gewählt wurde,
dass der Hilfsempfänger 6 auf
die Frequenz der Senderimpulse abgestimmt ist, die von der Hilfsantenne 5 ausgesendet
werden. Das Ausgangssignal des Hilfsempfängers 6 kann anschließend zu
den Identifizierungsmitteln 14 gesteuert werden, mit deren
Hilfe die Reaktion eines Störsenders
auf Senderimpulse, die von der Hilfsantenne 5 ausgesendet werden,
analysiert werden können.
Es kann zum Beispiel geprüft
werden, wie eine bestimmte Modulation, wie ein Frequenz-Chirp, imitiert
wird und wie ein Burst von zum Beispiel 16 Impulsen wiederholt wird. Eine
derart durchgeführte
Analyse ermöglicht
hauptsächlich
die Feststellung der Identität
eines Störsenders.
Diese Analyse erfordert häufig
die Verwendung einer Datenbank, in der die kennzeichnenden Merkmale
allgemein bekannter Störsender
gespeichert sind. Ebenso können
auch die Hilfsantenne 10 und der Hilfsempfänger 11 zum
Erhalten von Informationen bezüglich
der Identität
eine Störsenders
verwendet werden.
-
Wenn
die Radarvorrichtung, wie bei Doppler-Radarvorrichtungen nach dem
Stand der Technik üblich,
Radarsenderimpulse pro Burst aus zum Beispiel 16 identischen Impulsen
aussendet, ist es gemäß der Erfindung
möglich,
mehr Informationen von dem Störsender
zu erhalten. Zu diesem Zweck können
die Identifizierungsmittel 14 zum derartigen Steuern der
Steuermittel 9 verwendet werden, dass ein oder mehrere
Sendersteuerimpulse pro Burst modifiziert werden, ohne eine Modifizierung
der Radarsendersteuerimpulse zu verursachen. Eine offensichtliche
Modifikation beinhaltet das Auslassen eines einzigen Sendersteuerimpulses.
Der derart über eine
Hilfsantenne hervorgehobene Störsender
kann dann den fehlenden Impuls auffüllen oder nicht. Eine offensichtliche
Hilfsmodifikation betrifft die Frequenzänderung eines einzigen Sendersteuerimpulses,
die auch die Möglichkeit
bietet, die Reaktion des Störsenders
zu prüfen.
Die Art, in der der Störsender
reagiert, kann weiter zu seiner Identifizierung beitragen.
-
2 zeigt
eine mögliche
Ausführungsform der
Steuermittel der Radarvorrichtung gemäß der Erfindung, die drei Hilfsoszillatoren 15, 16, 17 umfasst, auf
deren Basis Radarsendersteuerimpulse, die von einem bekannten Radarsendersteuerimpulsgenerator 18 erzeugt
werden, in ihrer Frequenz für
die Hilfssender 8, 13 verschoben werden können, und
auf deren Basis das örtliche
Oszillatorsignal, das von dem örtlichen
Oszillator 19 für
die Empfängermittel 4 erzeugt
wird, für
die Hilfsempfänger 6, 11 verschoben werden
kann. Zu diesem Zweck werden Ausgangssignale von den Hilfsoszillatoren 15, 16, 17 sowohl
zu einem Selektor 20, der das Hilfsoszillatorsignal für den Hilfssender 8 und
den Hilfsempfänger 6 wählt, wie
auch zu dem Selektor 21 geleitet, der das Hilfsoszillatorsignal
für den
Hilfssender 13 und den Hilfsempfänger 11 wählt. Das
Hilfsoszillatorsignal, das vom Selektor 20 gewählt wird,
wird gemeinsam mit dem Radarsendersteuerimpuls zu dem Mischer 22 geleitet.
Der erhaltene frequenzverschobene Radarsendersteuerimpuls wird dann über ein
Schaltelement 23 zu dem Hilfssender 8 geleitet.
Ebenso wird das Hilfsoszillatorsignal, das vom Selektor 21 gewählt wird,
gemeinsam mit dem Radarsendersteuerimpuls zu dem Mischer 25 geleitet
und der frequenzverschobene Radarsendersteuerimpuls wird über ein Schaltelement 26 zu
dem Hilfssender 13 geleitet. Zusätzlich werden die Hilfsoszillatorsignale,
die vom Selektor 20 und 21 gewählt werden, zum Erzeugen der
frequenzverschobenen örtlichen
Oszillatorsignale mit Hilfe der Mischer 24 und 27 für die Hilfsempfänger 6 und 11 verwendet.
Diese Signale werden über Schaltelemente 28 und 29 zugeleitet,
die auch ein nicht verschobenes örtliches
Oszillatorsignal empfangen. Auf diese Weise ist es möglich, nach
Wunsch ein nicht verschobenes oder ein verschobenes örtliches
Oszillatorsignal zu den Hilfsempfängern 6 und 11 zu
leiten, wodurch sie für
allgemein bekannte Seitenkeulenunterdrückungs- und Seitenkeulenausblendungsmethoden
nützlich
bleiben. Die Auswahl der Hilfsoszillatoren erfolgt meist pseudozufällig pro gesendetem
Burst. Unter dem Einfluss der Identifizierungsmittel 14 kann
jedoch eine andere Hilfsoszillatorfrequenz für einen Impuls in einem Burst
durch Umschalten des betroffenen Selektors gewählt werden. Unter dem Einfluss
der Identifizierungsmittel 14 kann auch ein Sendersteuerimpuls
durch Umschalten des Schaltelements 23 oder 26 blockiert
werden. Beide Selektoren 20, 21 und die Schaltelemente 23, 26, 28, 29 können als
Halbleiterschalter ausgebildet sein, zum Beispiel unter Verwendung
von PIN-Diodenschaltern, die in der Technik allgemein bekannt sind.
Die Mischer 22, 25 sollen so konstruiert sein, dass
der ursprüngliche
Radarsendersteuerimpuls zumindest im Wesentlichen in der Mischerausgangsstufe
unterdrückt
ist. Es ist auch möglich,
einen Mischer mit Spiegelfrequenzunterdrückung zu verwenden, der nur
einen frequenzverschobenen Sendersteuerimpuls erzeugt. Die Alternative,
die auch einen Bildsendersteuerimpuls erzeugt, bietet Vorteile, da
sie die Verwirrung des Störsenders
erhöht.
-
Eine
alternative Ausführungsform
ermöglicht die
Kombination der Mischer 22 und 25 und der Mischer 24 und 27,
indem diese an den Radarsendersteuerimpuls zu den Mischern während des
Sendens und an das örtliche
Oszillatorsignal während des
Empfangs angeschlossen werden, und indem Hilfsschaltelemente an
den Ausgangsstufen der Mischer zur Weiterleitung der Mischerausgangssignale
angeschlossen werden. Im Fall von zwei Hilfsantennen sind zwei Hilfsoszillatoren
ausreichend, vorausgesetzt sie sind als rasch abstimmbare Oszillatoren
ausgebildet. Die Wahl der Anzahl von Hilfsantennen plus Hilfssendern
und Hilfsempfängern
steht natürlich
frei, aber es könnte
vorteilhaft sein, wenn die Anzahl von Hilfsantennen die Anzahl von
Hilfsempfängern überschreitet.
In diesem Fall sollten nach Wunsch Verbindungsmittel für die Verbindung
einer Hilfsantenne mit einem Hilfssender plus einem Hilfsempfänger bereitgestellt
werden. Durch die Auswahl einer Hilfsantenne für einen Störsender, die auf diesen Störsender
gerichtet ist, kann die effektive Leistung, die in die Richtung
dieses Störsenders
ausgestrahlt wird, weiter erhöht
werden.
-
3 zeigt
eine weitere alternative Ausführungsform,
die die gleichzeitige Anwendung der ECCM-Anlage, die in dieser Patentschrift
beschrieben ist, mit der allgemein bekannten Seitenkeulenunterdrückung und
Seitenkeulenausblendung ermöglicht. In
dieser Ausführungsform
wird ein verschobener Radarsendersteuerimpuls für einen Hilfssender 8 über ein
Schaltelement 23 mit Hilfe eines Mischers 22 und
Hilfsoszillators 15 erzeugt, und ein verschobener Radarsenderimpuls
wird für
den Hilfssender 13 über
das Schaltelement 26 mit Hilfe des Mischers 25 und
Hilfsoszillators 16 erzeugt. Die Hilfsoszillatoren können rasch
abstimmbare oder umschaltbare Arten von Oszillatoren zum Erzeugen
eines Sendersteuerimpulses mit einer abweichenden Frequenz im Burst
sein, wie zuvor beschrieben wurde. Die Hilfsempfänger 6 und 11 empfangen
ein örtliches
Oszillatorsignal, das nicht verschoben ist, wodurch die Seitenkeulenunterdrückung und
Seitenkeulenausblendung funktionsfähig bleibt. Reaktionen von
Störsendern
auf Sendersteuerimpulse, die zum Beispiel von der Hilfsantenne 5 gesendet
werden, können
vom Hilfsempfänger 6 nicht
mehr verarbeitet werden. Dadurch sind zwei zusätzliche Hilfsempfänger notwendig,
die auf die Radarsendersteuerimpulse abgestimmt sind, die mit Hilfe
der Hilfsoszillatoren 15, 16 verschoben werden.
Da diese Hilfsoszillatoren während
des Normalbetriebs eine unveränderliche
Frequenz haben, können
die zusätzlichen
Hilfsempfänger
auch eine unveränderliche
Abstimmung haben, wie in der Technik allgemein bekannt ist. Schließlich ist
es möglich,
die zusätzlichen
Hilfsempfänger
mit verschobenen örtlichen
Oszillatorsignalen zu versorgen, wie in 2 gezeigt
ist. Dadurch werden die zusätzlichen
Hilfsempfänger
mit den Hilfsempfängern 6, 11 identisch.