DE69500040T3 - Kosmetische Sonnenschutzmittel und Verwendungen - Google Patents
Kosmetische Sonnenschutzmittel und VerwendungenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft neue kosmetische Zusammensetzungen zur topischen Anwendung, die insbesondere zum Lichtschutz der Haut und/oder der Haare gegen UV-Strahlung bestimmt sind (Zusammensetzungen, die im folgenden einfach als Sonnenschutzmittel bezeichnet werden), sowie ihre Verwendung bei der oben genannten kosmetischen Anwendung. Sie betrifft genauer Sonnenschutzmittel, die in einem kosmetisch akzeptablen Träger eine Kombination aus mindestens drei speziellen lipophilen Filtern enthalten, wobei ein Filter gegenüber den anderen Filtern solubilisierende Eigenschaften aufweist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Solubilisierung von zwei speziellen festen lipophilen Filtern in einem oder zwei anderen speziellen flüssigen lipophilen Filtern.
- Es ist bekannt, daß durch Lichtstrahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 280 bis 400 nm die menschliche Epidermis gebräunt werden kann und daß Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 280 bis 320 nm, die unter der Bezeichnung UV-B bekannt ist, Erytheme und Hautverbrennungen hervorruft, die der Ausbildung von natürlicher Bräune abträglich sein können. Die UV-B- Strahlung sollte daher ausgefiltert werden.
- Es ist ferner bekannt, daß UV-A-Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 320 bis 400 nm, die die Haut bräunt, eine Veränderung der Haut hervorrufen kann, insbesondere im Falle von empfindlicher Haut oder Haut, die kontinuierlich Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. UV-A-Strahlung ruft insbesondere einen Verlust an Elastizität der Haut und das Auftreten von Falten hervor, was zu einer vorzeitigen Alterung führt. Sie begünstigt das Auslösen einer Erythembildung oder verstärkt diese Reaktion bei manchen Personen, und sie kann sogar die Ursache für durch Licht ausgelöste toxische oder allergische Reaktionen sein. Es ist daher wünschenswert, auch die UV-A-Strahlung auszufiltern.
- Bis jetzt wurden zahlreiche kosmetische Zusammensetzungen zum Lichtschutz (UV-A und/oder UV-B) der Haut vorgeschlagen.
- Aus verschiedenen Gründen, die insbesondere mit einem besseren Anwendungskomfort (Zartheit, Weichheit, einfache Anwendung, etc.) verknüpft sind, liegen Sonnenschutzmittel derzeit meistens in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion (d. h. eines kosmetisch akzeptablen Trägerstoffs, der aus einer kontinuierlichen dispergierenden wäßrigen Phase und einer diskontinuierlichen dispergierten Ölphase besteht) vor, die in verschiedenen Konzentrationen ein oder mehrere herkömmliche organische Filter enthält, welche die schädliche UV-Strahlung selektiv absorbieren können, wobei die Filter abhängig vom gewünschten Lichtschutzfaktor ausgewählt werden (der Lichtschutzfaktor (LS) wird mathematisch als das Verhältnis der Bestrahlungszeit, die notwendig ist, um die Erythemschwellendosis mit dem UV-Filter zu erreichen, zur Zeit, die notwendig ist, um die Erythemschwellendosis ohne UV-Filter zu erreichen, ausgedrückt). Entsprechend ihrer lipophilen oder auch hydrophilen Eigenschaften können die Filter entweder in der Fettphase oder in der wäßrigen Phase der Endzusammensetzung vorliegen.
- Es zeigt sich, daß zwei besonders interessante und derzeit häufig verwendete Filter einerseits aus 4-Methyl-benzylidencampher, der insbesondere unter der Handelsbezeichnung "EUSOLEX 6300" von der Firma Merck im Handel ist, und andererseits aus 4-(tert.- Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan bestehen, das insbesondere unter der Handelsbezeichnung "PARSOL 1789" von der Firma GIVAUDAN im Handel ist.
- Es handelt sich um zwei lipophile Filter, wobei das erste Filter im UV-B-Bereich und das zweite Filter im UV-A-Bereich wirksam ist, die die Besonderheit, jedoch auch den Nachteil aufweisen, bei Raumtemperatur fest zu sein. Dadurch ist ihre gemeinsame Verwendung in einer kosmetischen Lichtschutzzusammensetzung mit bestimmten Einschränkungen bezüglich ihrer Formulierung und ihrer Anwendung verbunden, insbesondere, wenn es sich darum han delt, Lösungsmittel anzugeben, die sie einwandfrei solubilisieren können. Hierzu werden heute meistens Öle eingesetzt, wie Ester und insbesondere Alkylbenzoate mit 12 bis 15 Kohlenstoffatomen ("FINSOIV TN" von Fmetex), oder auch Triglyceride und insbesondere Triglyceride von Fettsäuren mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen ("MIGLYOL 812" von Hüls), oder auch Monoalkohole oder Polyole wie Ethanol sowie deren Gemische. Obwohl diese Produkte solubilisierende Eigenschaften gegenüber den oben genannten beiden Filtern besitzen, weisen sie dennoch den Nachteil auf, keinerlei eigene Aktivität zur Ausfilterung sowohl der UV- A- als auch der UV-B-Strahlung aufzuweisen.
- Die Anmelderin hat nun unerwartet und überraschend festgestellt, daß sowohl Homomenthylsalicylat (das auch einfach als Homosalat bezeichnet wird) als auch Octylsalicylat, einzeln oder im Gemisch, besonders bemerkenswerte Lösungsmittel für die beiden oben genannten festen Filter darstellen, d. h. für 4-Methylbenzylidencampher und 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan, denn diese Verbindungen weisen eine extrem hohe Löslichkeit in den erstgenannten Verbindungen auf, die in jedem Fall deutlich höher ist als die Löslichkeit, die mit allen herkömmlichen, heute verwendeten, weiteren Lösungsmitteln erhalten wird, wodurch bei gleicher Menge an Lösungsmittel höhere Anteile an Filtern verwendet werden können. Es soll darauf hingewiesen werden, daß zum einen Homomenthylsalicylat und zum anderen Octylsalicylat für ihre Wirksamkeit im UV-B-Bereich an sich bekannte flüssige lipophile Filter sind. Die vorliegende Feststellung ist daher in zweifacher Hinsicht interessant, da es nun möglich ist, einerseits die Solubilisierung von 4-Methyl-benzylidencampher und 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan mit einem Lösungsmittel durchzuführen, das von den im Stand der Technik bekannten Lösungsmitteln verschieden ist, was bereits an sich interessant ist, und dies andererseits unter Erzielung einer wesentlichen Erhöhung der mit den beiden Filter verbundenen Schutzwirkung bei gleicher Konzentration dieser Filter in der am Ende vorliegenden Lichtschutzzusammensetzung.
- Diese Feststellungen sind die Grundlage der vorliegenden Erfindung.
- Nach einem Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden daher nun neue kosmetische Zusammensetzungen, insbesondere zum Lichtschutz, vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie in einem kosmetisch akzeptablen Träger (i) ein solubilisiertes Filtersystem, das aus 4-Methyl-benzylidencampher und 4-(tert.- Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan besteht, und (ii) ein solubilisierendes Filtersystem, dessen Bestandteile unter Homomenthylsalicylat, Octylsalicylat und deren Gemischen ausgewählt sind, enthalten, wobei das solubilisierende Filtersystem in einer Menge enthalten ist, die allein ausreicht, das gesamte solubilisierte Filtersystem zu solubilisieren.
- Die vorliegende Erfindung betrifft ferner die Verwendung der oben genannten Zusammensetzungen als kosmetische Zusammensetzungen oder für die Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen für den Schutz der Haut und/oder der Haare gegen UV-Strahlung und insbesondere gegen Sonnenlicht.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung zum Schutz der Haut und/oder der Haare gegen UV-Strahlung und insbesondere gegen Sonnenlicht, das im wesentlichen darin besteht, auf die Haut und/oder die Haare eine wirksame Menge einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung aufzutragen.
- Die vorliegende Erfindung betrifft ferner die Verwendung von Homomenthylsalicylat und/oder Octylsalicylat zur Solubilisierung von 4-Methyl-benzylidencampher und 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan, die in einer kosmetischen Lichtschutzzusammensetzung enthalten sind.
- Weitere Eigenschaften, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen noch klarer aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor.
- 4-Methyl-benzylidencampher (Verbindung A, die solubilisiert werden soll) ist, wie bereits gezeigt, ein an sich bekanntes Filter, das im W-B-Bereich wirksam ist, in fester Form vorliegt und das insbesondere unter der Handelsbezeichnung "EUSOLEX 6300" von der Firma Merck oder "PARSOL 5000" von der Firma Givaudan im Handel ist. Dieses Produkt entspricht der folgenden Formel I
- 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan (Verbindung B, die solubilisiert werden soll), das ein an sich bekanntes, im W-A- Bereich wirksames, festes Filter ist, wird seinerseits insbesondere unter der Handelsbezeichnung "PARSOL 1789" von der Firma GIVAUDAN in den Handel gebracht und entspricht der folgenden Formel II
- Bei Homomenthylsalicylat (Verbindung C, die die Verbindungen A und/oder B solubilisieren soll), das auch unter der Bezeichnung Homosalat bekannt ist, handelt es sich ebenfalls um ein im Handel erhältliches Produkt, das insbesondere unter der Bezeichnung "KEMESTER HMS" von der Firma Witco im Handel ist. Es entspricht der folgenden Formel III
- Das Octylsalicylat (Verbindung D, die die Verbindungen A und/oder B ggf. im Gemisch mit der solubilisierenden Verbindung C solubilisieren soll) wird insbesondere unter der Handelsbezeichnung "UVINUL O-18" von der Firma BASF in den Handel gebracht und entspricht der folgenden Formel IV
- Die Verbindungen A und B (Filter, die solubilisiert werden sollen) können in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in einer Konzentration im Bereich von 0,25 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen. Nach einer wesentlichen Eigenschaft der vorliegenden Erfindung müssen diese Verbindungen in der Endzusammensetzung vollständig oder im wesentlichen vollständig solubilisiert vorliegen.
- Die Verbindungen C und/oder D (solubilisierende Mittel) können in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Anteilen von 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen. Nach einer wesentlichen Eigenschaft der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen müssen diese Verbindungen einzeln oder im Gemisch in einer Menge enthalten sein, die allein ausreicht, die Gesamtheit oder im wesentlichen die Gesamtheit der in der Zusammensetzung vorliegenden Verbindungen A und B [(Verbindung A) + (Verbindung B)] zu solubilisieren. Die minimale Menge an Lösungsmittel(n), die ein vollständiges und stabiles Auflösen des oder der festen Filter gewährleisten kann, kann herkömmlich durch Untersuchung der Parameter der Löslichkeit dieser Filter in den Lösungsmitteln bestimmt werden.
- So wurde beispielsweise festgestellt, daß die Verbindungen A bei Raumtemperatur in einem Anteil von 40 Gew.-% in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen C und in einem Anteil von 50 Gew.- % in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen D löslich sind, die Verbindungen B in einem Anteil von 50 Gew.-% in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen C und in einem Anteil von 30 Gew.-% in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen D löslich sind, und ein Gemisch, das Verbindungen A und Verbindungen B in einem Gewichtsverhältnis von 3 : 1 enthält, in einem Anteil von 55 Gew.-% in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen C und in einem Anteil von 57 Gew.-% in den als Lösungsmittel dienenden Verbindungen D löslich ist.
- Es soll darauf hingewiesen werden, daß die Verbindungen A und/oder B und die Verbindungen C und/oder D im allgemeinen in solchen Konzentrationen eingesetzt werden, daß der Lichtschutzfaktor der Endzusammensetzung vorzugsweise mindestens 2 beträgt.
- Nach einer besonders vorteilhaften Eigenschaft der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten diese vorzugsweise keine oder im wesentlichen keine solubilisierenden Mittel für die Verbindungen (A + B), die von der oder den vorstehend definierten Verbindungen C und D verschieden sind. Erfindungsgemäß wird davon ausgegangen, daß eine gegebene Verbindung keine solubilisierenden Eigenschaften gegenüber einer anderen gegebenen Verbindung aufweist, wenn diese letztere Verbindung eine Löslichkeit von unter etwa 1 Gew.-% in der ersten Verbindung aufweist.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der kosmetisch akzeptable Träger, in dem die verschiedenen Verbindungen A, B, C oder D enthalten sind, eine Öl-in- Wasser-Emulsion.
- Das solubilisierte Filtersystem besteht erfindungsgemäß aus einer Kombination der beiden oben genannten festen lipophilen Filter, d. h. einem Gemisch aus dem UV-B-Filter, 4-Methylbenzylidencampher, und dem UV-A-Filter, 4-(tert.-Butyl)-4·'- methoxy-dibenzoylmethan, denn dadurch können Sonnenschutzformulierungen angegeben werden, die eine maximale Schutzwirkung im gesamten schädlichen UV-Bereich (280 nm bis 400 nm) aufweisen, wobei sie im übrigen die Eigenschaft aufweisen, vollständig stabil zu sein.
- Die erfindungsgemäßen kosmetischen Sonnenschutzmittel können selbstverständlich ein oder mehrere ergänzende hydrophile oder lipophile Sonnenschutzfilter, die im UV-A- und/oder UV-B-Bereich (Absorber) wirksam sind, enthalten, die natürlich von den oben genannten lipophilen Filtern verschieden sind. Diese ergänzenden Filter können insbesondere unter den Zimtsäurederivaten, Salicylsäurederivaten, Campherderivaten, Triazinderivaten, Benzophenonderivaten, Dibenzoylmethanderivaten, β,β-Diphenylacrylatderivaten, p-Aminobenzoesäurederivaten, polymeren Filtern und Siliconfiltern, die in der Patentanmeldung WO-93/04665 beschrieben sind, ausgewählt werden. Weitere Beispiele für organische Filter werden in der Patentanmeldung EP-A 0 487 404 angegeben.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ferner Bräunungsmittel und/oder Mittel zur künstlichen Hautbräunung (Selbstbräuner), wie beispielsweise Dihydroxyaceton (DHA), enthalten.
- Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen können ferner Pigmente oder auch Nanopigmente (mittlere Größe der Primärteilchen: im allgemeinen im Bereich von 5 bis 100 nm und vorzugsweise von 10 bis 50 nm) von Metalloxiden, die ggf. umhüllt sind, enthalten, wie beispielsweise Nanopigmente von Titanoxid (amorph oder in kristalliner Form als Rutil oder Anatas), Eisenoxid, Zinkoxid, Zirconiumoxid oder Ceroxid, die alle Lichtschutzmittel sind, die an sich für ihre Wirkung zur physikalischen Sperre (Reflexion und/oder Streuung) von UV-Strahlung be kannt sind. Herkömmliche Mittel zur Umhüllung sind im übrigen Aluminiumoxid und/oder Aluminiumstearat. Diese ggf. umhüllten Nanopigmente von Metalloxiden werden insbesondere in den Patentanmeldungen EP-A-0 518 772 und EP-A-0 518 773 beschrieben.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ferner herkömmliche kosmetische Zusatzstoffe enthalten, die insbesondere unter den Fettsubstanzen, organischen Lösungsmitteln, ionischen oder nichtionischen Verdickungsmitteln, Mitteln für die Geschmeidigkeit, Antioxidantien, Trübungsmitteln, Stabilisatoren, Softenern, Siliconen, α-Hydroxysäuren, Antischaummitteln, Hydratisierungsmitteln, Vitaminen, Parfums, Konservierungsmitteln, grenzflächenaktiven Stoffen, Füllstoffen, Maskierungsmitteln, Polymeren, Treibmitteln, alkalisch oder sauer machenden Mitteln und Färbemitteln oder beliebigen weiteren üblicherweise in der Kosmetik und insbesondere bei der Herstellung von Sonnenschutzmitteln in Form von Emulsionen verwendeten Bestandteilen ausgewählt sind.
- Die Fettsubstanzen können aus einem Öl oder einem Wachs oder deren Gemischen bestehen und sie umfassen ferner Fettsäuren, Fettalkohole und Fettsäureester. Die Öle können unter tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Ölen und insbesondere unter Vaselineöl, Paraffinöl, ggf. flüchtigen Siliconölen, Isoparaffinen, Poly-α-Olefinen und fluorierten und perfluorierten Ölen ausgewählt werden. Ebenso können die Wachse unter an sich bekannten tierischen, fossilen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Wachsen ausgewählt werden.
- Von den organischen Lösungsmitteln können die niederen Alkohole und Polyole genannt werden.
- Die Verdickungsmittel können insbesondere unter vernetzten Polyacryhsäuren, Guargummen und ggf. modifizierter Cellulose, wie hydroxypropyliertem Guargummi, Methylhydroxyethylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose, ausgewählt werden.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können nach Verfahren hergestellt werden, die dem Fachmann gut bekannt sind, insbesondere nach Verfahren, die zur Herstellung von Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionen dienen.
- Die Zusammensetzungen können insbesondere in Form von einfachen oder komplexen Emulsionen (O/W, W/O, O/W/O oder W/O/W), wie beispielsweise als Creme, Milch, Gel oder Gel-Creme, oder in Form von Puder und festen Stiften vorliegen und ggf. können sie als Aerosol konfektioniert sein und in Form von Schaum oder Spray vorliegen.
- Falls es sich um eine Emulsion handelt, kann die wäßrige Phase der Emulsion eine nichtionische Vesikel-Dispersion enthalten, die nach bekannten Verfahren hergestellt wurde (Bangham, Standish and Watkins, J. Mol. Biol. 13 (1965) 238, FR 2 315 991 und FR 2 416 008).
- Die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung kann ferner als Zusammensetzung zum Schutz der menschlichen Epidermis oder der Haare gegen UV-Strahlung, als Sonnenschutzmittel oder als Erzeugnis zum Schminken verwendet werden.
- Wenn die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung zum Schutz der menschlichen Epidermis gegen UV-Strahlung oder als Sonnenschutzmittel verwendet wird, kann sie in Form einer Suspension oder Dispersion in Lösungsmitteln oder Fettsubstanzen, in Form einer nichtionischen Vesikel-Dispersion oder auch in Form einer Emulsion, vorzugsweise vom Typ Öl-in-Wasser, wie als Creme oder Milch, in Form einer Salbe, eines Gels, eines festen Stifts, eines Sticks, eines Aerosol-Schaums oder eines Sprays vorliegen.
- Wenn die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung zum Schutz der Haare verwendet wird, kann sie in Form eines Haarwaschmittels, einer Lotion, eines Gels, einer Emulsion, einer nichtionischer VesikelDispersion und eines Haarlacks vorliegen, und sie kann beispielsweise als Zusammensetzung zum Spülen, zur Anwen dung vor oder nach der Haarwäsche, vor oder nach der Färbung oder Entfärbung, vor, während oder nach einer Dauerwelle oder Haarglättung, als Frisier- oder Behandlungslotion oder als Frisier- oder Behandlungsgel, als Lotion oder Gel zum Fönen oder für Wasserwellen, als Zusammensetzung für die Dauerwellenverformung oder Haarglättung und als Zusammensetzung zum Färben oder Entfärben der Haare vorliegen.
- Wenn die Zusammensetzung als Erzeugnis zum Schminken der Wimpern, Augenbrauen oder der Haut verwendet wird, wie z. B. als Creme zur Behandlung der Epidermis, Make-up, Lippenstift, Lidschatten, Wangenrouge, Mascara oder Lidstrichstift, der auch als "Eyeliner" bezeichnet wird, kann sie in fester oder pastöser, wasserfreier oder wäßriger Form, als Öl-in-Wasser- oder Wasserin-Öl-Emulsion, als nichtionische Vesikel-Dispersion oder auch als Suspension vorliegen.
- Es soll darauf hingewiesen werden, daß in erfindungsgemäßen Sonnenschutzmitteln, die einen Träger vom Typ Öl-in-Wasser-Emulsion aufweisen, die wäßrige Phase im allgemeinen 50 bis 95 Gew.-% und vorzugsweise 70 bis 90 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Formulierung, die Ölphase (die die solubilisierten und solubilisierenden lipophilen Filter enthält) 5 bis 50 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Formulierung, und der oder die (Co)emulgatoren 0,5 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Formulierung, ausmachen. Es soll auch darauf hingewiesen werden, daß die Fettphase dieser Emulsionen nach der vorliegenden Erfindung im wesentlichen oder insgesamt nur aus den Verbindungen C und/oder D (als Lösungsmittel dienende organische Filter) besteht, in welchen sich die vorstehend definierten solubilisierten Filter A und B sowie ggf. vorliegende ergänzende Filter und weitere herkömmliche lipophile kosmetische Zusatzstoffe befinden.
- Wie dies bereits am Anfang der Beschreibung angesprochen wurde, betrifft ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haut oder der Haare, das dazu bestimmt ist, diese gegen die Wirkungen der UV- Strahlung zu schützen und das darin besteht, auf die Haut oder die Haare eine wirksame Menge einer oben definierten kosmetischen Zusammensetzung aufzutragen.
- Im folgenden werden konkrete Beispiele angegeben, die die Erfindung erläutern, sie jedoch nicht einschränken.
- - 4-Methyl-benzylidencampher ("EUSOLEX 6300") 6 g
- - 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan ("PARSOL 1789") 2 g
- - Homomenthylsalicylat 10 g
- - TiO&sub2; (als Nanopigment) 4 g
- - Gemisch aus Cetylstearylalkohol und mit 33 Mol Ethylenoxid ethoxyliertem Cetylstearylalkohol, das unter der Bezeichnung "Sinnowax AO" von der Firma Henkel im Handel ist (Emulgator) 7 g
- - Gemisch aus Glycerylmono-, -di- und -tristearat (Coemulgator) 2 g
- - Triglyceride von C812-Fettsäuren ("MIGLYOL 812") 3 g
- - Polydimethylsiloxan 1,5 g
- - Cetylalkohol 1,5 g
- - Konservierungsmittel qs
- - destilliertes Wasser ad 100 g
- Die Emulsion wird hergestellt, indem die Filter in der Fettphase gelöst werden, anschließend die (Co)emulgatoren in die auf etwa 80ºC erwärmte Fettphase gegeben werden und nun unter schnellem Rühren Wasser zugesetzt wird, das vorab auf die gleiche Temperatur erwärmt wurde.
- - 4-Methyl-benzylidencampher ("EUSOLEX 6300") 3 g
- - 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan ("PARSOL 1789") 1 g
- - Octylsalicylat 8 g
- - Benzol-1,4-di(3-methylidencampher-10-sulfonsäure) 1,5 g
- - Gemisch aus Cetylstearylalkohol und mit 33 Mol Ethylenoxid ethoxiliertem Cetylstearlyalkohol, das unter der Bezeichnung "Sinnowax AO" von Henkel im Handel ist (Emulgator) 7 g
- - Gemisch aus Glycerylmono-, -di- und -tristearat (Coemulgator) 2 g
- - Triglyceride von C812-Fettsäuren ("MIGLYOL 812") 3 g
- - Polydimethylsiloxan 1,5 g
- - Cetylalkohol 1,5 g
- - Konservierungsmittel qs
- - destiliertes Wasser ad 100 g
- Diese Emulsion wurde entsprechend Beispiel 1 hergestellt.
- - 4-Methyl-benzylidencampher ("EUSOLEX 6300") 6 g
- - 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxy-dibenzoylmethan ("PARSOL 1789") 2 g
- - Octylsalicylat 8 g
- - Homomenthylsalicylat 5 g
- - Gemisch aus Hydroxystearat und Isostearat von Sorbit und Glycerin mit 20 Mol Propylenoxid und 30 Mol Ethylenoxid, das unter der Bezeichnung "ARLACEL 780" von ICI im Handel ist 2,5 g
- - Konservierungsmittel qs
- - Parfum qs
- - Wasser ad 100 g.
Claims (18)
1. Kosmetische Zusammensetzungen zur topischen Anwendung,
insbesondere zum Lichtschutz der Haut und/oder der Haare,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie in einem kosmetisch akzeptablen Träger (I) ein
solubilisiertes Filtersystem, das aus einem Gemisch von
4-Methylbenzylidencampher(Verbindung A) und
4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (Verbindung B) besteht, und (ii) ein
solubilisierendes Filtersystem, dessen Bestandteile unter
Homomenthylsalicylat(Verbindung C), Octylsalicylat (Verbindung D)
und deren Gemischen ausgewählt sind, enthalten, wobei das
solubilisierende Filtersystem in einer Menge enthalten ist, die
allein ausreicht, das gesamte solubilisierte Filtersystem zu
solubilisieren.
2. Zusammensetzungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das solubilisierte Filtersystem in einem Mengenanteil von
0,25 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung,
enthalten ist.
3. Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das solubilisierende Filtersystem in
einem Mengenanteil von 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die
gesamte Zusammensetzung, enthalten ist.
4. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie frei oder im wesentlichen
frei von solubilisierenden Mitteln für die Verbindungen (A + B)
sind, die von der oder den Verbindungen C und D verschieden
sind.
5. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der kosmetisch akzeptable Träger
in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion vorliegt.
6. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner ein oder mehrere
ergänzende hydrophile oder lipophile organische Filter, die im
UV-A-Bereich und/oder UV-B-Bereich wirksam sind, enthalten.
7. Zusammensetzungen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die ergänzenden organischen Filter unter den
Zimtsäurederivaten, Salicylsäurederivaten, Campherderivaten,
Triazinderivaten, Benzophenonderivaten, Dibenzoylmethanderivaten, β,β-
Diphenylacrylatderivaten, p-Aminobenzoesäurederivaten,
polymeren Filtern und Siliconfiltern ausgewählt werden.
8. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie als ergänzende
Lichtschutzmittel ferner gegebenenfalls umhüllte Pigmente oder
Nanopigmente von Metalloxiden enthalten, die die UV-Strahlung
physikalisch durch Streuung und/oder Reflexion zu sperren
vermögen.
9. Zusammensetzungen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pigmente und Nanopigmente unter gegebenenfalls
umhüllten Oxiden von Titan, Zink, Eisen, Zirconium, Cer und
deren Gemischen ausgewählt sind.
10. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem mindestens ein
Bräunungsmittel und/oder ein Mittel zur künstlichen Hautbräunung
enthalten.
11. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens einen
Zusatzstoff enthalten, der unter den Fettsubstanzen,
organischen Lösungsmitteln, ionischen oder nichtionischen
Verdic
kungsmitteln, Mitteln für die Geschmeidigkeit,
Antioxidantien, Trübungsmitteln, Stabilisatoren, Emollentien, Siliconen,
α-Hydroxysäuren, Antischaummitteln, Hydratisierungsmitteln,
Vitaminen, Parfums, Konservierungsmitteln,
grenzflächenaktiven Stoffen, Füllstoffen, Maskierungsmitteln, Polymeren,
Treibmitteln, alkalisch oder sauer machenden Mitteln und
Färbemitteln ausgewählt sind.
12. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es sich um Zusammensetzungen, die
die menschliche Epidermis schützen, oder Sonnenschutzmittel
handelt und daß sie in Form von nichtionischen
Vesikeldispersionen, in Form von Emulsionen, insbesondere Öl-in-Wasser-
Emulsionen, Cremes, Milchen, Gelen, Gelcremes, Suspensionen,
Dispersionen, Pudern, festen Stiften, Schäumen und Sprays
vorliegen.
13. Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich um Zusammensetzungen zum
Schminken der Wimpern, Augenbrauen oder der Haut handelt und daß
sie in fester oder pastöser, wasserfreier oder wäßriger Form,
als Emulsionen, Suspensionen oder Dispersionen vorliegen.
14. Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich um Zusammensetzungen zum Schutz
der Haare gegen UV-Strahlung handelt und daß sie in Form von
Haarwaschmittel, Lotion, Gel, Emulsion, nichtionischer
Vesikeldispersion oder Haarlack vorliegen.
15. Zusammensetzungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Lichtschutzfaktor auf
der Haut von mindestens 2 aufweisen.
16. Verwendung von Zusammensetzungen nach einem der
vorhergehenden Ansprüche als kosmetische Zusammensetzungen oder für die
Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen zum Schutz der
Haut und/oder der Haare gegen UV-Strahlung und insbesondere
gegen Sonnenlicht.
17. Verfahren zur kosmetischen Behandlung zum Schutz der Haut
und/oder der Haare gegen UV-Strahlung und insbesondere
Sonnenlicht, dadurch gekennzeichnet, daß eine wirksame Menge
einer in den Ansprüchen 1 bis 15 definierten Zusammensetzung
auf die Haut aufgebracht wird.
18. Verwendung eines Systems, das aus Homomenthylsalicylat
und/oder Octylsalicylat besteht, in einer Menge, die allein
ausreicht, um die gesamten, in einer kosmetischen
Sonnenschutzzusammensetzung enthaltenen Verbindungen
4-Methylbenzylidencampher und
4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan zu solubilisieren.
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