DE69500072T2 - Flaschen-, tuben- oder sackförmiger Behälter mit einer flexibelen, verformbaren Wandung - Google Patents
Flaschen-, tuben- oder sackförmiger Behälter mit einer flexibelen, verformbaren WandungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen extrudierten Behälter mit weicher, verformbarer Wand, der ein Organ zur in einer Richtung erfolgenden Ausgabe aufweist, das der Art nach ein Absperrventil, Ventil oder eine Verteilerpumpe ohne Luftrückführung ist. Der Behälter ist der Art nach ein Flakon, ein Beutel oder eine Tube, der bzw. die dazu bestimmt ist, ein flüssiges oder pastenartiges Erzeugnis zu enthalten, das geeignet ist, über eine Ausgangsöffnung hinweg unter Wirkung der Tätigkeit des in einer Richtung wirksamen Verteilorgans verteilt zu werden, die ein Einsinken dieser Wand und eine Verringerung des Innenvolumens des Behälters hervorruft.
- Ein solcher Behälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist im Dokument EP-A-0 410 858 beschrieben.
- Solche Behälter werden insbesondere für die Verpackung kosmetischer, pharmazeutischer oder zum Nahrungsmittelbereich gehöriger Produkte benutzt, oder von Pasten, wie Zahnpasten.
- Verschiedene Arten der Verteilung sind gemäß der Art und Weise der Einwirkung des Drucks auf das Äußere der weichen Wand möglich. Eine erste Möglichkeit besteht darin, die Verteilung des Produkts dadurch sicherzustellen, daß man einen Druck von Hand auf die weiche Wand des Flakons oder der Tube ausübt. In diesem Fall kann der Behälter mit einer weichen Wand an seiner Austrittsöffnung mit einer weichen Membrane ausgestattet sein, die nach Art einer Tülle oder einer Klappe den Austritt des Produktes ohne Luftrückführung gestattet und den Eintritt von Luft in den Behälter verhindert.
- Gemäß einer anderen Möglichkeit ist der Behälter mit weicher Wand an seiner Austrittsöffnung, die in Form eines engen Halses ausgebildet ist, mit einer Pumpe ohne Luftrückführung ausgestattet, die die Verteilung des Produktes gestattet. Bei jeder Betätigung der Pumpe läßt man eine Dosis des Produktes ohne Luftrückführung derart austreten, daß sich der Behälter verformt, indem er fortlaufend in dem Ausmaß zusammensinkt, in dem er sich entleert.
- Gemäß einer anderen Möglichkeit ist ein solcher Behälter mit einer weichen, verformbaren Wand geeignet für ein Aerosol. Der Behälter mit weicher Wand ist mit einem Ventil an seiner Austrittsöffnung ausgestattet, und die gesamte Anordnung ist in einer starren Aerosoldose angebracht, die mit einem Antriebsgas gefüllt ist, das einen Druck auf die gesamte Außenfläche des Behälters mit weicher Wand ausübt. Bei jedem Öffnen des Ventils wird eine Dosis des im weichen Behälter enthaltenen Produkts ausgegeben, mit einer entsprechenden Verformung und einem entsprechenden Einsinken des weichen Behälters.
- Wie auch die Art der Verteilung sein soll, und zwar mit einer Membrane ohne Luftrückströmung, einer Pumpe ohne Luftrückströmung, einem Taschenaerosol usw., ist es wünschenswert, das vollständige Entfernen des Produktes sicherzustellen, das im weichen Behälter enthalten ist.
- Nun hat das Einsinken der weichen, verformbaren Wand des Behälters auf sich selbst, insbesondere in der Nähe der Austrittsöffnung, die Neigung, den Durchtritt des Produktes zu blockieren, von dem ein nicht vernachlässigbarer Teil im Inneren des verformten, weichen Behälters zurückbleiben kann.
- Um dieses Einsinken der weichen Wand zu verhindern oder zumindestens zu beschränken, das zu einem Zurückhalten des nicht ausgegebenen Produkts im Inneren des Behälters führt, hat man vorgeschlagen, im Inneren des weichen Behälters ein ergänzendes Trägerelement anzuordnen, das im allgemeinen "gegen Einschlüsse" genannt ist, wie es beispielsweise in der EP-A-9 444 982 vorgesehen ist.
- Ein solches Element "gegen Einschlüsse" bildet einen zusätzlichen Kostenfaktor mit dem komplizierten Einsetzen, um das genannte Element in den weichen Behälter einzubringen. Außerdem verringert der vom Element "gegen Einschlüsse eingenommene Raum das Volumen, das im Inneren des weichen Behälters für das Produkt zur Verfügung steht.
- Die Erfindung hat vor allem zum Zweck, einen Behälter mit weicher, verformbarer Wand bereitzustellen, der ein Organ zur Ausgabe in einer Richtung aufweist, in der oben erwähnten Art, wobei es der Behälter gestattet, das im Behälter enthaltene Produkt praktisch vollständig zu entfernen, indem man die Blockierung des Austritts infolge des Einsinkens der Wand vermeidet, und dies ohne Rückgriff auf ein Element "gegen Einschlüsse", das im Inneren des Behälters mit weicher, verformbarer Wand angebracht ist.
- Dieses Ziel wird von einem Behälter erreicht, dessen weiche, verformbare Wand Mittel aufweist, um Längskanäle zu erzeugen, was eine Entleerung des Produktes sicherstellt und insbesondere die Form mindestens eines starren Längsbandes bietet.
- Durch das Dokument EP-A-0 385 942 sind weiche Flakons bekannt, die durch Koextrusion hergestellt sind und starre Längsbänder aufweisen, die durch weiche Zonen getrennt sind. Diese starren Bänder sind dazu bestimmt, die Formstabilität der Flakons sicherzustellen und die weichen Zonen gestatten die Zusammendrückbarkeit des Flakons, um das enthaltene Produkt herauszudrücken. Diese starren Bänder, die den größten Teil des Behälters bilden, sind nicht zur Erzeugung von Längskanälen bestimmt, die die Bildung von Taschen des Produkts verhindern, die "Einschlüsse" einschließen, insbesondere am Ende des Ausgebens des Produkts. Außerdem ist auf diese Funktion der starren Bänder in diesem Dokument nicht hingewiesen.
- Man kennt in gleicher Weise durch das Dokument DE-U- 9 107 292 einen Behälter, der mindestens zwei Längszonen aufweist, von denen mindestens eine elastisch verformbar ist und mindestens eine andere, der ersten diametral gegenüberliegende starr ist.
- Erfindungsgemäß ist ein extrudierter Behälter mit weicher, verformbarer Wand mit einem Organ zur Ausgabe in einer Richtung ohne Luftrückführung und dazu bestimmt, ein flüssiges oder pastenförmiges Produkt zu enthalten, das dazu eingerichtet ist, über eine Austrittsöffnung hinweg unter Wirkung der Einwirkung auf das Organ zur Ausgabe in einer Richtung ausgegeben zu werden, was das Einsinken der weichen Wand und eine Verringerung des Innenvolumens des Behälters hervorruft, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Behälters mindestens ein Längsband aufweist, um mindestens einen Längskanal während der Ausgabe des Erzeugnisses zu erzeugen, der ein Zurückhalten des Produktes verhindert und demnach das vollständige Ausdrücken dieses Produktes sicherstellt. Dieser Behälter ist im Anspruch 1 definiert.
- So sind die Mittel zum Erzeugen des Längskanales von mindestens einem Längsband gebildet, das aus einem starreren Material hergestellt ist und eine Erstreckung in Umfangsrichtung aufweist, die ausreicht, um im Inneren des Behälters diesen Längskanal nahe dem Band aufrechtzuerhalten, während die gegenüberliegenden Zonen der Innenfläche der weichen Wand des Behälters infolge des Einsinkens dieser Wand je nach Ausgabe des Erzeugnisses zur Anlage gelangen.
- Unter einem Organ zur Ausgabe in einer Richtung versteht man eine Klappe, eine Pumpe oder ein Spenderventil.
- Erfindungsgemäß stellt man eines oder mehrere starre Längsbänder gemäß der Form des Behälters her; im Fall der Anwesenheit zweier starrer Längsbänder sind diese einander im wesentlichen diametral gegenüberliegend. Für eine Form, die Kanten aufweist, sind die Bänder bevorzugt längs dieser Kanten gelegen.
- Vorteilhafterweise erstreckt sich das Längsband vom einen Ende des Behälters bis zum anderen.
- Im allgemeinen hat der Behälter eine zylindrische Form und das Längsband verläuft parallel zu den Erzeugenden des Behälters.
- Vorteilhafterweise hat das Längsband eine Breite von etwa 4 mm bis 40 mm in Umfangsrichtung des Behälters. In dem Fall, in dem der Behälter zylindrisch ist, kann sein Durchmesser sich vorteilhafterweise zwischen 8 und 200 mm ändern. Mehr im einzelnen liegt das Verhältnis P/1 zwischen 6 und 16, wobei P der Umfang des Behälters und 1 die Breite des Bandes ist, wobei die Werte von P und 1 senkrecht zur Ausgabeachse des Behälters gemessen sind.
- In dem Fall, in dem der Querschnitt des Behälters im wesentlichen elliptisch ist, ist vorzugsweise ein starreres Längsband mindestens an einem der Enden der großen Achse des Querschnitts vorgesehen.
- Vorteilhafterweise ist der Behälter aus einem rohrförmigen Rohling hergestellt, der durch Extrusion erhalten wurde, wobei der genannte Rohling das oder die genannten, starreren Längsbänder aufweist, die durch Koextrusion erhalten wurden.
- In dem Fall, in dem der Behälter tubenartig ist, ist ein Ende dieses rohrförmigen Rohlings durch eine Schweißstelle verschlossen, während das andere Ende mit einem starren Kopf ausgestattet ist, der mit einem Austrittshals versehen ist.
- In dem Fall, in dem der Behälter flakonartig ist, wird der rohrförmige Rohling einem Blasvorgang unterzogen, der es gestattet, einen Flakon mit geschlossenem Boden zu erhalten, der mit einem Hals an dem dem Boden gegenüberliegenden Ende versehen ist. Der Flakon weist in seinem Boden einen radialen Sektor auf, der dem starreren Band entspricht, wobei sich dieses Band in der Höhe des Halses und einer Schulter, die den Hals mit dem Körper des Flakons verbindet, fortsetzt.
- Dank der Anwesenheit derartiger starrer Längsbänder erhält man während des Entleerens des Behälters die Erzeugung von Entleerungskanälen, die in Richtung jedes Bandes ausgerichtet sind, begleitet von einem gleichgerichteten Flachdrücken oder Abflachen der Wände des Behälters. Diese Wirkung des gerichteten Flachdrückens oder Abflachens bietet den Vorteil, die Sichtbarkeit der Verzierung oder der Gebrauchsanweisung zu garantieren, welche im allgemeinen die Behälter für Erzeugnisse aufweisen, die zum Verbrauch bestimmt sind.
- Außerdem erhält man gemäß der Lehre des Dokuments EP A-0 385 942 eine mechanische Verstärkung des Behälters, was für die industrielle Montage eines Ausgabe- und Verschlußkopfes auf dem Hals des Behälters oder für den Transport und die Lagerung des Behälters von Vorteil ist.
- Vorteilhafterweise ist das Material, das die weiche Wand des Behälters bildet, unter den Polyethylenen, den Polyisobutylenen, den Polyethylen-Vinylacetaten und den thermoplastischen Gummis ausgewählt. Das Material, das die starren Bänder bildet, ist beispielsweise unter den Polypropylenen, den Polycarbonaten, den Polyethylen-Terephthalaten, den Polyvinylchloriden, den Polystyrolen und den Polyamiden ausgewählt. Die Paarungen aus starren und weichen Materialien sind derart gewählt, daß sie chemisch kompatibel sind, d.h. daß sie miteinander durch Warmverschmelzung eine Verbindung bilden.
- Bevorzugt kann die weiche Wand des Behälters aus Polyethylen mit niedriger Dichte gebildet sein, wahrend das Band aus starrerem Material aus Polyethylen mit hoher Dichte gebildet ist.
- Abgesehen von den Anordnungen, die oben erläutert wurden, besteht die Erfindung aus einer bestimmten Anzahl anderer Anordnungen, auf die nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen eingegangen wird, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben sind, aber in keiner Weise einschränkend sind.
- Fig. 1 dieser Zeichnungen ist eine schematische Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Flakons mit welcher Wand von unten her.
- Fig. 2 ist eine Perspektivansicht einer Tube mit weicher Wand gemäß der Erfindung.
- Fig. 3 zeigt schematisch in der Perspektive einen rohrförmigen Rohling, der durch Koextrusion erhalten wurde, für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Behälters.
- Fig. 4 ist ein Querschnitt des Rohlings der Fig. 3.
- Fig. 5 ist ein Querschnitt einer Tube, die einen erfindungsgemäßen Behälter bildet, mit kreisförmigem Querschnitt, wenn sie nicht verformt ist.
- Fig. 6 und 7 sind Querschnitte der Tube der Fig. 5 in dem Maße, in dem ihre Wand einsinkt.
- Fig. 8 ist ein Querschnitt, der dem maximalen Einsinken der weichen Wand der Tube der Fig. 5 entspricht, wobei ein Kanal auf der Höhe des starreren Bandes fortbesteht.
- Fig. 9 bis 12 stellen auf eine den Fig. 5 bis 8 vergleichbare Weise das Verhalten einer Tube dar, deren Anfangsquerschnitt elliptisch ist, wie in Fig. 9 dargestellt.
- Fig. 13 ist eine Einzelheit mit größerem Maßstab der Fig. 8 und 12.
- Fig. 14 ist ein Querschnitt einer Tube, die zwei diametral gegenüberliegende Längsbänder aus starrerem Material aufweist.
- Fig. 15 ist ein Querschnitt einer Tube mit elliptischem Querschnitt, die in gleicher Weise zwei starrere, diametral gegenüberliegende Längsbänder aufweist.
- Fig. 16 bis 19 stellen in einer den Fig. 9 bis 12 vergleichbaren Weise das Verhalten einer Tube dar, deren Ausgangsquerschnitt vierkantig ist, wie in Fig. 16 dargestellt.
- Fig. 20 ist ein Querschnitt durch einen Pumpenspender, der mit einer Tasche mit Vierkantquerschnitt ausgestattet ist, die zwei starrere, diametral gegenüberliegende Längsbänder aufweist.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 1 kann man einen Flakon 1 mit verformbarer, weicher Wand 2 mit einer insgesamt zylindrischen Form sehen. Dieser Flakon 1 ist dazu bestimmt, ein flüssiges oder pastenartiges Produkt zu enthalten, das dazu geeignet ist, über eine Austrittsöffnung hinweg ausgegeben zu werden, die von einem Hals 3 gebildet ist. Die Ausgabe des Produktes wird über den Hals 3 hinweg dadurch erreicht, daß man einen äußeren Druck auf die weiche Wand 2 ausübt.
- Gemäß einer ersten Möglichkeit wird der Druck von Hand unmittelbar auf die Wand 2 ausgeübt. Der Hals 3 ist nun an seiner Austrittsöffnung mit einer Klappe oder Tülle versehen, wie sie beispielsweise durch die EP-A-0 410 858 gezeigt ist, die den Austritt des Produktes gestattet, sich aber einer Luftrückführung in das Innere des Flakons 1 widersetzt. Die Wand des Flakons 1 wird sich demnach je nach Entnahme des Produktes fortlaufend flachdrücken.
- Gemäß einer anderen Möglichkeit kann der Hals 3 mit einer Pumpe ohne Luftrückführung ausgestattet sein, wie jedes Produktes wird dadurch erhalten, daß man die Pumpe betätigt, aber hier drückt sich wieder die weiche Wand 2 mit dem Austritt des Produktes fortlaufend flach.
- Gemäß einer anderen Möglichkeit ist der weiche Flakon, der das zu verpackende Produkt enthält, in einer Aerosoldose angeordnet, wobei der Hals des Flakons mit einem Spenderventil ausgestattet ist. Ein unter Druck stehendes Treibgas, das in der Aerosoldose enthalten ist, übt den Druck auf die Außenoberfläche des Flakons aus, um die Ausgabe des Produktes hervorzurufen, wenn das Ventil betätigt wird. Eine Verpackung dieser Art ist beispielsweise durch die FR-B-2 233 843 dargestellt.
- Die Wand 2 des Flakons 1 bietet ein Längsband 4, das zu den Erzeugenden parallel ist, aus einem starreren Material als dem der Wand 2 hergestellt ist und eine Erstrekkung in Umfangsrichtung 1 aufweist. Das Band 4 verlängert sich auf dem Boden 5 des Behälters um einen radialen Sektor 6. Dieses Band 4 verlängert sich auf der gegenüberliegenden Seite bis zum Hals 3 durch einen Abschnitt 7, der mit dem Band 4 durch eine querverlaufende Zone 8 verbunden ist, die auf der Schulter gelegen ist, die den Übergang zwischen dem Körper des Flakons und dem Hals 3 bezeichnet. Erfindungsgemäß genügt das Verhältnis P/1 der Zuordnung 6 ≤ P/1 ≤ 16, wobei P der Umfang des Behälters und 1 die Breite des Bandes ist, und wobei die Werte von P und 1 senkrecht zur Ausgabeachse des Behälters gemessen werden. Im einzelnen weist ein zylindrischer Behälter mit einem Umfang von 16 cm vorteilhafterweise zwei Längsbänder 4 mit einer Breite von 1 cm auf.
- Anfangs, wenn der Flakon 1 mit dem Produkt gefüllt ist, ist sein Querschnitt kreisförmig, wie in Fig. 5 dargestellt. In einem Zwischenstadium drücken sich die gegenüberliegenden Zonen der Wand 2 ein und nehmen eine nach außen konkave Form ein, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist, ohne miteinander in Berührung zu gelangen.
- In einem späteren Stadium der Entleerung des Flakons 1 gelangen die gegenüberliegenden Zonen der Innenfläche der Wand 2 miteinander in Berührung, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Indessen werden die Zonen 9 und 10 der weichen Wand 2, die den Rändern des starren Bandes 4 benachbart sind, voneinander beabstandet gehalten und bewahren eine konvexe Form nach außen derart, daß ein Kanal 11 in Längsrichtung weiterbesteht. Es verbleibt demnach eine Verbindung, die durch den Kanal 11 zwischen der Innenzone des Flakons 1, die dem Boden 5 benachbart ist, und der, die dem Hals 3 benachbart ist, hergestellt ist.
- Wenn die gegenüberliegenden Flächen der Wand 2 vollständig flachgedrückt sind, wie in Fig. 8 dargestellt, besteht der Kanal 11 in der Nähe des Bandes 4 noch weiter, mit einem verringerten Querschnitt, der aber ausreicht, um den Durchtritt des verbleibenden Produktes vom Boden 5 zum Hals 3 sicherzustellen.
- Fig. 13 stellt in größerem Maßstab das Band 4 und den Kanal 11 dar, wenn die Wände vollständig glattgedrückt sind.
- Die Erstreckung in Umfangsrichtung 1 des Bandes 4 ist so gewählt, daß sie ausreicht, um im Inneren des Behälters 1 einen Kanal 11 beizubehalten, der geeignet ist, die vollständige Entleerung des Produktes vom Boden zum Austritt hin zu gestatten.
- Der Flakon 1 ist vorteilhafterweise aus einem Rohling 12 (siehe Fig. 3) hergestellt, der aus einem rohrförmigen, zylindrischen Element gebildet ist, das das Band 4 umfaßt, wobei dieser Rohling 12 durch Koextrusion erhalten wurde.
- Die Wand 2 des zylindrischen Rohres aus weichem Material, die den größeren Teil des Rohlings 12 bildet, ist durch Extrusion beispielsweise von Polyethylen mit geringer Dichte erhalten. Man ordnet diesem Hauptteil aus weichem Material durch Koextrusion einen kleinen Sektor des zylindrischen Rohres, der dem Band 4 entspricht, aus einem starreren Material zu, beispielsweise aus Polyethylen mit hoher Dichte.
- Der Rohling 12 wird dann einem Blasvorgang in einer Form unterzogen, deren Gestalt der des Flakons 1 entspricht, der in Fig. 1 dargestellt ist.
- Der Boden 5 der Flakons wird durch Schweißung längs der Linie 13 der Teile der weichen Wand 2 hergestellt, die im Verlauf des Blasvorganges in Berührung gelangen. Die Schweißlinie 13 verläuft bevorzugt senkrecht zum Band 4, das sich auf dem Boden 5 durch den Sektor 6 fortsetzt. Der Teil des Rohlings, der auf der Seite der Schweißlinie 13 gelegen ist, die dem Flakon 1 entgegengesetzt ist, wird durch Abschneiden in der Nähe der Schweißlinie beseitigt.
- Das Extrusions-Blasverfahren, das an sich bekannt ist, wird nicht noch weiter beschrieben. Man kann sich beispielsweise auf die GB-A-2 023 088 oder die FR-A-1 365 964 beziehen, um mehr Einzelheiten zur Verfügung zu haben, die den Blasvorgang nach der Extrusion betreffen.
- Der Verstärkungssektor, der durch das Band 4 aus starrerem Material gebildet ist, kann eine variable Form entsprechend der Form des Flakons oder der Tasche haben, der bzw. die durch den Blasvorgang erhalten wurde.
- Fig. 2 stellt eine Tube 14 dar, die einen erfindungsgemäßen Behälter bildet, mit einem zylindrischen Körper aus weichem Material, der mit mindestens einem Längsband 4 aus starrerem Material ausgestattet ist.
- Die Tube 14 wird unmittelbar aus einem Rohling 12 erhalten, dessen eines Ende geschlossen wird, beispielsweise durch Schweißung längs einer Richtung senkrecht zum Band 4, und dessen anderes Ende mit einem starren Kopf 15 versehen wird, der mit einem Hals 3a ausgestattet ist.
- Das Verhalten des zylindrischen Körpers 2a im Verlauf des Ausstoßens des Produktes, der die weiche Wand des Rohres 14 bildet, wird das gleiche sein wie das, das unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 8 erläutert wurde.
- Die Fig. 9 bis 12 stellen ähnlich den Fig. 5 bis 8 das Verhalten eines Behälters 1b mit weicher Wand dar, das mit einem Längsband 4b aus starrerem Material versehen wurde, mit einem elliptischen Anfangsguerschnitt, wie in Fig. 9 dargestellt. Das Band 4b ist an einem Ende der großen Achse der Ellipse gelegen. Die aufeinanderfolgenden Verformungen der weichen Wand 2b entsprechend der Entleerung des Produktes sind vergleichbar mit jenen, die in den Fig. 6 bis 8 dargestellt sind. Das starrere Band 4b erhält im Inneren des Behälters einen Kanal 11 nahe dem Band 4b aufrecht.
- Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß mehrere Längsbänder, wie das Band 4, vorgesehen sein könnten, die regelmäßig über den Umfang des weichen Behälters verteilt sind.
- Fig. 14 stellt eine Ausführungsform des Behälters 2c mit kreisförmigem Anfangsquerschnitt dar, der zwei Bänder aus starrerem Material 4c aufweist, die diametral gegenüberliegen.
- Fig. 15 stellt einen analogen weichen Behälter 2d mit einem Anfangsquerschnitt mit elliptischer Form dar, worin die beiden starreren Bänder 4d an den Enden der großen Achse des Querschnitts vorgesehen sind.
- Die Fig. 16 bis 19 stellen ähnlich den Fig. 9 bis 12 das Verhalten eines Behälters 1e mit weicher Wand 2e dar, der mit mehreren Längsbändern 4e aus starrerem Material versehen ist und einen vierkantigen Anfangsquerschnitt aufweist, wie in Fig. 16 dargestellt. Die Bänder 4e sind in den Ecken des Vierkants gelegen. Die aufeinanderfolgenden Verformungen der weichen Wand 2e je nach der Entleerung des Produktes sind ähnlich denen, die in den Fig. 5 bis 8 dargestellt sind. Die starreren Bänder 4e werden im Inneren des Behälters einem Kanal 11 nahe jedem Band 4e beibehalten.
- Fig. 20 zeigt einen Spender, der mit einer weichen Tasche 101 mit Vierkantquerschnitt versehen ist, die zwei starrere, diametral gegenüberliegende Längsbänder 104 aufweist. Die Tasche 101 weist einen Hals 103 auf, in den der Körper einer Pumpe 120 ohne Luftrückführung eingesetzt ist. Sie ist im Inneren eines starren Mantels 124 angeordnet, der mit einem Boden 125 und einem Hals 127 versehen ist. Die Pumpe 103 ist im Hals 127 des Mantels 124 befestigt. Im Boden 125 findet man eine Luftöffnung 126, die dazu dient, den Innendruck des Mantels 124 je nach der Verteilung des Produktes auszugleichen, das in der Tasche 101 enthalten ist. Die Pumpe 120 weist eine Steuerstange 121 auf, die mit einem Druckknopf 122 verbunden ist, der mit einer Spenderdüse 123 ausgestattet ist.
- Während der Ausgabe des Produktes durch Betätigung der Pumpe 120 flacht sich die Tasche 101 ab, wobei sie am Ende der Entleerung zwei Längs-Entleerungskanäle in der Nähe der Bänder 104 bildet, die die vollständige Ausgabe des Produktes gestatten und demnach ein Verbleiben des Produktes verhindern. Der Mantel 124 wird nur aus ästhetischen Gründen verwendet. Es wird darauf hingewiesen, daß er auch weggelassen werden kann.
- In einem erfindungsgemäß ausgebildeten weichen Behälter ist die Verformung der weichen Wand während der fortlaufenden Entleerung des Produktes infolge der Tatsache "ausgerichtet", daß das oder die Bänder aus starrerem Material 4 anwesend sind. Es ist somit möglich, die Verzierung oder die Hauptstirnfläche des Behälters in bezug auf den starren Sektor zu positionieren, der durch das Band oder die Bänder, wie etwa 4, gebildet ist. Die industrielle Herstellung durch Extrusion/Blasformen des weichen Behälters gemäß der Erfindung kann bei wettbewerbsfähigen Kosten durchgeführt werden.
- Der erfindungsgemäße Behälter kann gemäß der herkömmlichen Technik der Koextrusion zweier Materialien hergestellt werden. Im übrigen kann der Flakon undurchsichtig sein, mit einem oder mehreren durchsichtigen Bändern, die es gestatten, die Standhöhe des Produktes zu beobachten.
- Der weiche Behälter mit verformbarer Wand gemäß der Erfindung gestattet es, einen Entleerungskanal längs der Innenfläche des Bandes aus starrerem Material beizubehalten, was das vollständige Ausstoßen des Produktes garantiert. Ein solcher Behälter ist besonders interessant für die zahlreichen kosmetischen, pharmazeutischen oder die Nahrungsmittel betreffenden Anwendungen und auch für andere industrielle Bereiche (Kleber).
Claims (14)
1. Extrudierter Behälter (1, 101) mit weicher,
verformbarer Wand (2, 102) mit einem Organ zur Ausgabe in einer
Richtung ohne Luftrückführung und dazu bestimmt, ein
flüssiges oder pastenförmiges Produkt zu enthalten, das dazu
eingerichtet ist, über eine Austrittsöffnung hinweg unter
Wirkung der Einwirkung auf das Organ zur Ausgabe in einer
Richtung ausgegeben zu werden, was das Einsinken der
weichen Wand und eine Verringerung des Innenvolumens des
Behälters hervorruft, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(2, 102) des Behälters mindestens ein Längsband (4, 104)
aufweist, um mindestens einen Längskanal (11) während der
Ausgabe des Erzeugnisses zu erzeugen, der ein Zurückhalten
des Produktes verhindert und demnach das vollständige
Ausdrücken dieses Produktes sicherstellt, das durch ein
starreres Material und mit einer Erstreckung in Umfangsrichtung
hergestellt ist, die ausreicht, um im Inneren des Behälters
den genannten Längskanal (11) neben dem genannten Band (4,
104) aufrechtzuerhalten, während die gegenüberliegenden
Zonen der Innenfläche der weichen Wand (2, 102) des Behälters
gegeneinander infolge des Einsinkens dieser Wand je nach
der Ausgabe des Produktes zur Anlage gelangen.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wand des Behälters mehrere starre Längsbänder (4c, 4d)
aufweist.
3. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Behälters zwei
starre Längsbänder aufweist, die im wesentlichen diametral
gegenüberliegend sind.
4. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sich das Längsband (4) von einem
Ende des Behälters zum anderen erstreckt.
5. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis P/1 zwischen 6 und
16 liegt, wobei P der Umfang des Behälters und 1 die Breite
des Bandes (4, 104) ist, und wobei die Werte P und 1
senkrecht zur Ausgabeachse des Behälters gemessen werden.
6. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Längsband eine Breite von
etwa 4 mm bis 40 mm aufweist.
7. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche mit
einer insgesamt zylindrischen Form, dadurch gekennzeichnet,
daß das Längsband (4) parallel zu den Erzeugenden des
Behälters verläuft.
8. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er die Form eines allgemeinen
Zylinders mit im wesentlichen elliptischem Querschnitt
aufweist, und daß ein starreres Längsband (4b, 4d) an
mindestens einem der Enden der großen Querschnittsaches
vorgesehen ist.
9. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Organ zur Ausgabe in einer
Richtung eine Klappe, eine Pumpe oder ein Spenderventil
ist.
10. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem rohrförmigen Rohling
(12) hergestellt ist, der das oder die genannten starreren
Längsbänder (4) aufweist, die durch Koextrusion erhalten
wurden.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß er die Form einer Tube aufweist, die am
einen Ende verschweißt ist und am anderen Ende mit einem
starren Kopf (15) versehen ist, der mit einem Austrittshals
(3a) ausgestattet ist.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß er die Form eines Flakons (1) mit
verschlossenem Boden (5) aufweist, der an dem einen Ende, das
dem Boden gegenüberliegt, mit einem Hals (3) versehen ist.
13. Behälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Flakon (1) in seinem Boden (5) einen radialen Sektor
(6) aus dem starren Material entsprechend dem starreren
Band (4) aufweist, und daß sich dieses Band (7, 8) auf der
Höhe des engen Halses (3) und einer Schulter, die den engen
Hals (3) mit dem Körper des Flakons verbindet, fortsetzt.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die weiche Wand (2) des Behälters aus
Polyethylen mit niedriger Dichte ausgebildet ist, während
das Band aus starrerem Material (4) aus Polyethylen mit
hoher Dichte hergestellt ist.
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